Hexen in Abenteuern

  • Wenn Du mit "binden" etwas wie heiraten / zusammenleben meinst: Ich denke schon. Es gibt nichts, was es explizit verbietet, und in einigen Ländern sind sie auch gesellschaftlich hoch angesehen. Im Buch "Greetja" von Ina Kramer


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    Neue Geister braucht das Land: Fanprojekt Aventurische Totengeister im Scriptorium und auf dem Forum


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  • Hexen sind Menschen, die in einer bestimmten Art zaubern. Sie haben Familie, sie haben Geliebte, sie haben Kinder, sie haben Ehemänner oder Ehefrauen ganz wie es ihnen gefällt. Wir haben hier mal ein paar beschrieben. Ich weiß nicht wie die Quote dort an verheirateten Hexen oder Hexern ist. Die Gründe dafür oder dagegen sind im Grunde genauso wie bei anderen Personen auch, wo die Liebe eben hin fällt.


    Einen Menschen können sie aber nicht als ihr Vertrautentier an sich binden, falls das die Frage war.

  • Warum sollten Hexen andere (zwischenmenschliche) Bedürfnisse haben, als Nicht-Hexen? Für mich wäre das gar kein Sonderfall.... Doppelbuch Farindelwald und Suche von Ina Kramer kann ich empfehlen!

  • Zu beachten wäre, dass Hexen sich von einem Mann sicher nichts vorschreiben lassen. Und ja, ich bin wirklich schon einem SL begegnet, der meinte, ein weiblicher SC könne ja nicht verheiratet sein, da der Ehemann dann ja "nicht wolle", dass sie auf Abenteuer geht.


    Das ist sowieso unaventurisch (so man keine reine Andergaster- oder Novadigruppe hat ...) bei Hexen aber noch mal blödsinniger.


    In den Scheibenweltromanen wird explizit gesagt, dass Hexen immer ihren Nachnamen behalten. Würde ich so nach Aventurien übernehmen, auch wenn da sowieso in ca 50% der Fälle der Nachname der Frau zum gemeinsamen Namen werden dürfte.

  • Auch wenn ich die bisherigen Antworten als richtig erachte, verstehe ich, dass diese Frage aufkommt, wenn man sich vor Augen führt, dass Zirkel mal mehr, mal weniger Levthan anbeten.


    Die Ehe ist auf Aventurien allerdings nicht so starr zu verstehen wie im Katholizismus unsrrer Realität.


    Treueschwüre vor der Göttin Travia wird eine Hexe wohl nur widerstrebend leisten, auch wenn sie über beide Ohren verliebt ist.

    Monogamie sehe ich tatsächlich im Widerspruch zur Tradition der Schwestern Satuarias, denn diese Tradition sorgt in gewisser Weise nicht nur dafür, dass man sich mit freier Liebe und Sexualität (rahjanischen-/levthanischen Tugenden) auseinandersetzt, sondern fördert gar das Ausleben dieser Gesellschaftswerte, auch wenn sie von der Lokalen Norm abweichen.


    Das bedeutet nicht, dass es nach meinem Verständnis keine Hexen im Traviabund gibt. Dieser wird ja aus den unterschiedlichsten Gründen geschlossen und oft gibt es was die 'Treue' anbelangt ja innereheliche Vereinbarungen, die nicht ganz so monogamistisch sind, wie es traviagefällig wäre.

  • Zu beachten wäre, dass Hexen sich von einem Mann sicher nichts vorschreiben lassen.

    Ich sehe da wenig Unterscheid zwischen Hexe und anderen Frauen (aus gewissen Kulturen mal ausgenommen). Es gibt keinen Grund, außer aus einer persönlichen Individualität heraus, aber dann kann eine Frau ebenso gut rum kommandieren wollen.



    Kommt drauf an, in wessen Namen geheiratet wird, wie überhaupt "Ehe" oder deren Gegenstück in der jeweiligen Kultur definiert ist, und unterliegt damit mehr oder weniger festen Eckrahmen (gehe nicht im fremd im Namen Travias z.B.)

    Vermutlich heiraten Hexen weniger im Namen Travias, aber per se würde ich es nicht ausschließen, es kommt auf das Individuum drauf an, auf die Wünsche und Bereitschaft beider. Auch ergibt sich ja schon durch die Zugehörigkeit der Schwesternschaft durchaus andere Schwerpunkte im Leben und Sichtweisen.

    Hexe ist ja nicht gleich Hexe.

    (Einige Hexen sind ja auch durchaus Hesinde- oder Rahjanah.)

    Es könnte also im Zwölfer-Pantheon auch im Namen Rahjas geheiratet werden.


    Man kann sich ja auch nur durch ein Versprechen zusammentun.

    Ebenso kann es nur eine zeitweiliges Miteinander/miteinander leben sein, ganz ohne einen irgendwie gearteten Segen.

    Daher steht recht vielfältig möglichen Bindungen, und sei es einfach nur der emotionalen, nichts im Wege.


    Nachnamen behalten: Zumindest gesellschaftlich gewinnt der höheren Stand, so dass es durchaus möglich ist, dass der Mann den namen der Frau annimmt, weil sie den höheren Rang hat.

    Wenn man gar nicht heiratet, ist das eh keine Frage, und auch sonst - ich bezweifel, dass ein Hahn nachkräht, wenn sich auf dem Dorf 2 zusammentun und wessen Name dann benutzt wird.

  • Hi,


    Ich will ein Abenteuer (DSA5) schreiben und wollte wissen ob sich Hexen im Sonderfall auch an Männer/Frauen binden würden?

    Nein, die Vertrautenbindung ist rein für Tiere gedacht. Alles andere nennt man Freundschaft oder Partnerschaft und funktioniert genauso wie bei allen anderen Menschen auch.

  • Das ist richtig und wurde von mir nicht bestritten. Ich wollte nur ergänzen, dass die Bindung eines Menschen als Vertrauten durchaus möglich ist.

  • Ein Blick in das bsiherige, lesbare/erlebbare Aventurien zeigt mir fast nur Solo-Hexen, deren Familie der Zirkel ist. Wenn Hexen irgendwo "frei" den Traviabund iengehen scheint das nur für Aranien zu stimmen.

    Hexen könnten wir mit den Amazeonen vergleichen - beide Gruppe stehen für ihren Glauben, bei beiden stehen Töchter als Nachfolgerinnen im Vordergrund.

    Auch der berühmte Hexe Brigimox lebt alleine in seiner Hütte.

    Das SC-Hexen einen Sonderstatus (wie all Heldenfiguren) einnehmen, brauchen wir nicht erörtern.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Du hast als Hexe Verpflichtungen dem Zirkel gegenüber - und wie ich schon schrieb, seit es DSA in Abenteuer oder Romanen Hexen gibt, kenn ich nur eine die mit einem Magier verheiratet ist - Mara ay Samra – Wiki Aventurica, das DSA-Fanprojekt - und das ist eindeutig eine Ausnahme-Hexe. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Im Roman Koboldsgeschenk taucht unter den Nebencharakteren auch eine verheiratete Hexe auf, die mit Mann und Sohn in Perricum lebt. In Blakharons Fluch gibt es ebenfalls eine verheiratete Hexe mit Kindern. Nur halten die zwei ihre Begabung streckenweise auch vor Familienmitgliedern geheim. Insofern ist es meiner Meinung nach der Hexe überlassen, wie weit sie sich auf eine Beziehung oder auch eine Heirat einlässt. Die Zirkel wollen schließlich auch Nachwuchs bzw. Schwestern in Schlüsselpositionen haben. Da kann Heirat eine gute Tarnung sein.

    Es gibt immer einen weiteren Alrik.

  • Ja, auffällig - nur in Romanen ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Generell haben in AB auftretende NSC meinem Eindruck nach eher selten Familie, weil sie oft auf ihre Funktionen im AB beschränkt sind (und lediglich Angaben, wie Aussehen oder kurze Charakterisierung angegeben sind). Dass Hexen nicht verheiratet sind, würde ich daher nicht übertragen.

    Persönlich sehe ich auch nicht, dass Hexe sein so umfassend und erfüllend ist, dass kein Platz für feste Partner wäre.

  • Heiraten Amazonen?

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Nachnamen behalten: Zumindest gesellschaftlich gewinnt der höheren Stand, so dass es durchaus möglich ist, dass der Mann den namen der Frau annimmt, weil sie den höheren Rang hat.

    Eben. Ich gehe davon aus, dass Hexen meistens der Ansicht sind, den höheren Stand zu haben. Schließlich sind sie Hexen. ;)


    Wie erwähnt, es gibt Männer, die der irrigen Ansicht sind, eine Frau rumkommandieren zu können, wenn sie mit ihr verheiratet sind. Das ist bei aventurischen Frauen ein Trugschluss, bei Hexen aber noch mehr.


    Heiraten Amazonen?


    Wüsste nicht, was dagegen spräche, die Liebe zwischen zwei Amazonen von der Göttin segnen zu lassen ... :/


    Die interessantere Frage wäre, ob Amazonen Nichtamazonen heiraten.