Posts by Artemis500

    Dass ein Tolkien zu seiner Zeit vielleicht nicht an dunkelhäutige Charaktere dachte ist sicherlich kein gewolltes Gesetz, sondern vielmehr ein zu damaligen Zeiten noch weit verbreiteter Rassismus und fehlende Aufklärung in Bezug auf Diversität...

    Oder es hat vielleicht auch einfach was mit historischen Bevölkerungsstrukturen zu tun?


    Das es zahllose Großstädte mit gleichzeitig diverser Bevölkerung gibt ist ein sehr, sehr junges Phänomen.


    Man sollte ja nicht vergessen, dass die "Diversität" der USA in Sachen Hautfarbe durch Invasion und Sklaverei zustande gekommen ist, und nur zu einem geringeren Teil durch friedliche Einwanderung. (Und die Einwanderung wurde auch aus der Not heraus geboren.)


    Im europäischen Mittelalter kam man einfach nicht viel rum. Die Leute blieben gern zuhause.


    Das antike Rom war wohl deutlich diverser ... unter anderem auch durch den Import von Sklaven ...



    Tolkien hatte dunkelhäutige Charaktere.


    https://lotr.fandom.com/wiki/Haradrim



    Die tauchen in den Erzählungen der Hobbits nur am Rande auf weil sie, wen wundert es, lieber daheim blieben, anstatt nach Gondor zu wandern um dort die Diversität zu verbessern.



    Warum soll immer alles so sein und aussehen wie das moderne Amerika? Irgendwo habe ich tatsächlich schon mal die Beschwerde gelesen, Herr der Ringe sei ja doof, weil die Charakter wochenlang herumwandern und die Landschaft "immer gleich" sei ... womit wohl gemeint ist, dass sie grob in einer Klimazone bleiben, denn Sümpfe, Berge und Wälder und Steppen kommen ja vor.


    Gewünscht ist wohl eine Welt, die mittelalterlich aussieht, in der man aber so schnell zu Fuß von A nach B kommt als habe man Flugzeuge, und in der die Bevölkerung das auch widerspiegelt.


    (Also quasi Aventurien ...)


    Tolkien hat nicht deswegen keine dunkelhäutigen Hobbits vorkommen lassen, weil es ihm an "Aufklärung" in Sachen "Diversität" fehlte, sondern weil er ein gebildeter Mensch war, der wusste, dass dunkelhäutige Menschen im mittelalterlichen England allenfalls an irgendeinem Königshof herumlungerten, aber ganz sicher nicht in einem rückständigen, auf Traditionen bedachten Dorf.


    So divers wie man Fantasy gern haben will, sind abgelegene deutsche Dörfer doch nicht mal heutzutage!



    Es wäre vielleicht das Beste gewesen, man hätte in dieser Serie mal die südlichen Länder, die Tolkien nur am Rande erwähnt hat, in den Fokus genommen ... dann hätte man dunkelhäutige Menschen gehabt, und sich nicht darüber streiten müssen, ob Galadriel gut dargestellt ist .... "divers" wäre es dann freilich auch nicht gewesen, weil im tiefen Süden nicht viele Weiße zu finden wären, aber da beklagt sich dann wohl hoffentlich keiner über Rassismus.

    Wäre mal spannend, wie das im MA wirklich war... obs dazu google einträge gibt?... mal sehen was ich finden kann


    Und, was gefunden?


    Darüber wie der Alltag tatsächlich aussah, findet man ja leider selten was, nur darüber was Stand der Technik war.


    Was tatsächlich getan wurde, dürfte sich auch nach Ständen unterschieden haben. Der Streuner würde vielleicht einfach mitsamt seiner Kleidung in den nächsten Fluss hüpfen wenn er gar zu sehr mieft ....


    Echt? Also ja, kann man so machen. Aber spielt ihr das aus? Dann kann es also sien, dass an einem verregneten Tag der Streuner keine Klamotten hat (weil Hemd, Hose und Unterhose auf der Leine zum "nicht tockenen" hängt?


    Ähh .... du hast doch selbst erwähnt, dass deine Gruppe ihre Sachen am Lagerfeuer zum Trocknen aufhängt ...


    Hat dein Streuner da wirklich schneller wieder trockene Kleidung als wenn mein Krieger seine leinene Unterkleidung (Überkleidung aus Wolle wurde seltener gewaschen) zum Waschen im Gasthaus abgibt und darum bittet, dass man es am Kaminfeuer trocknet weil er morgen schnell wieder los muss?

    Feuer gibt's auch im Gasthaus.


    Ob man die Wäsche jetzt ordentlich mit Seife im Waschkessel kochen lässt, oder nur mal schnell am Fluss durchspült macht für die Trocknungsgeschwindigkeit keinen Unterschied. (Glaube ich. Wenn die Hose des Streuners natürlich schon so, äh, imprägniert ist, dass sie von selber steht, trocknet sie nach Waschen in Kaltwasser vielleicht schneller ... :/ )

    Da es mendelsche Erblehre in Aventurien nicht (unbedingt) gilt, wäre ich vorsichtig damit.

    Sie wurde meines Wissens nicht für außer Kraft gesetzt erklärt. Ergo würde ich sie, wie alle anderen Naturgesetze denen nicht implizit oder explizit widersprochen wurde, als geltend betrachten. (Mit Ausnahme der Magie, für die irdische Naturgesetze sowieso nicht gelten können)

    Dass sie nicht bekannt ist halte ich in einer Welt in der eine Göttin des Wissens verehrt wird, für arg unwahrscheinlich. Bei Mendel war's ein Hobby. Bei einem Hesindegeweihten ist es die Berufung.


    Ob die SC sowas wissen, hängt natürlich von ihrem Bildungsstand ab. Wenn nicht, dann nicht. (Weswegen ich eine Story mit vertauschten Babys für sinniger halte. Mehr Beweismöglichkeiten.)


    Man kann natürlich auch mit "Missbildungen sind eine Strafe der Götter" spielen, in dem Fall könnte der Überbiss den Bronnjaren natürlich verdammen ... würfe aber die Frage auf, warum er dann nicht schon früher aus dem Verkehr gezogen wurde.


    Das ist meines Wissens aber nicht offizielle Setzung, insofern halt ich mich da der Einfachheit halber an die reale Welt.


    Also JEDER NSC hat einen Namen (und eine Persönlichkeit). Es liegt natürlich an den Spielern, ob sich ihre Charaktere für die Person interessieren. Aber bevor jemand um Hilfe bittet ist er mesit so höflich und stellt sich vor.


    Der Leibeigene eines grausamen Bronnjaren bittet aber eher weniger einen Krieger um Hilfe gegen besagten Bronnjaren. Ich glaube zwar nicht, dass alle geknechteten Leibeigenen an Stockholm-Syndrom leiden, aber sie werden wohl eher die Gruppe aus der Hexe (Tochter der Erde mit Kröte auf der Schulter), dem Streuner und dem als Straßenkind getarnten Phexgeweihten um Hilfe bitten als einen offensichtlichen Vertreter von Recht, Gesetz und Obrigkeit.


    Meine Frage war eher, ob ihr so spielt: "Da wird gerade einem Leibeigenen die Hand abgehackt. Ihr wisst es noch nicht, aber das ist Alrik, er mag Katzen und hat eine mit Fleischabfällen des Bronnjahren gefüttert, was ihm der Bronnjar als Diebstahl auslegt."


    Wenn die SC einen NSC ansprechen, dann muss man sich als SL immer einen Namen aus dem Ärmel schütteln, klar.


    Aber in den meisten Fällen wird der namenlose NSC, der nicht um Hilfe bittet, weil das glatter Selbstmord wäre, wohl eher nicht als Person wahrgenommen.


    Wenn ich mir im Forum so die Fragen anschaue, dann scheint es Spielern durchaus leichter zu fallen, sich in den Bornländer hineinzuversetzen, der die Leibeigenschaft für recht und billig hält (oder, analog, Südaventurien und Slaverei), womit er implizit auch eher wenig Mitleid mit den Leibeigenen und Sklaven hat, als es ihnen fällt, sich in einen Charakter hineinzuversetzen, für den das Wort des Adels Gesetz ist.


    "Hilfe, niemand respektiert meinen Geweihten" ist gefühlt ein häufigeres Problem als "Statt dem Plot zu folgen wollen meine SC nur noch Sklaven befreien, dabei kommen sie aus einem Land in dem Sklaverei üblich ist, wie mach ich ihnen klar, dass das schlechtes Rollenspiel ist?"

    Warum? :/

    Wenn man mit Zahlen von 1988 arbeitet, sollte man vielleicht auch in VHS-Recorder investieren.


    Immerhin bieten diese Zahlen eine gewisse Vergleichsmöglichkeit.


    Wenn das Basisspiel über 100 000 Mal verkauft wurde (und das vor Internet und Co) dann wirken 1807 Käufer für WdV nicht mehr soooo beeindruckend.



    Weiterhin muss man berücksichtigen, dass ein Crowdfunding bei weitem nicht dasselbe ist wie normale Verkaufszahlen.


    Normale Verkaufszahlen entstehen daraus, wie viele das Produkt kaufen, nachdem sie gehört haben wie es ist, Kritiken gelesen haben, es vielleicht sogar durchgeblättert haben.


    Crowdfundingzahlen berechnen sich daraus, wie viele Leute glauben, dass das ein gutes Produkt wird, bzw. sich dessen so sicher sind, dass sie investieren wollen.



    Vermutlich haben bei WdV sehr viele investiert, weil sie dachten, es würde sicher etwas, worüber man kichern kann. Diese Lachergarantie hatten die anderen CFs halt nicht.


    Ich persönlich bin bei Crowdfundings von Büchern sehr vorsichtig, und investiere eigentlich nur, wenn sie von einem Autor sind, dessen Bücher ich immer gut finde. Und der etwas in ähnlichem Stil schon mal geschrieben hat. Das ist bei DSA, wo es zumeist mehrere Autoren gibt, eigentlich kaum zu leisten.


    Gedankengänge wie "Will ich eine neue Thorwal RSH? Vielleicht wird Thorwal in der dann so geändert, dass ich es gar nicht mehr gut finde. Und dafür hätte ich dann auch noch bezahlt!" hatte man bei WdV halt eher weniger, da dürfte es eher um: "Egal was die da reinschreiben, Lacher sind garantiert" gegangen sein. Und die Befürchtung, dass einem ein Spielleiter das Werk um die Ohren haut und einen zwingt, seinen Charakter dementsprechend zu spielen (mit einer Thorwal RSH durchaus denkbar ...) war bei WdV wohl auch eher nicht da.



    Den Schluss, dass WdV das beliebteste oder beste DSA Produkt, oder auch nur das anerkannteste Crowdfundingprodukt ist, würde ich aus den Zahlen also nicht ziehen. Gerade die Tatsache, dass es nur bei der Anzahl der Unterstützer vorn liegt, deutet für mich drauf hin, dass viele ein paar Euro für einen Lacher investiert haben.

    Der Besen dient ja "vom Zwecke her" dazu auf unzugängliche Hexentanzplätze zu gelangen, nicht um Feinde auszuspähen, Stuka-Angriffe zu fliegen oder Gruppenevakuierungen durchzuführen.


    Daher: finde ich (meine pers. Meinung) die Lösung: Man kann ein Kind einfach mitnehmen, als "unbefriedigend".



    Diskriminierung von Müttern im Beruf? Und das bei Satuaria? :/


    Auf die Hexentanzplätze müssen die Hexen ihre Kinder doch auch mitnehmen. Mindestens bis sie abgestillt sind. Da eine Schöne der Nacht aber wahrscheinlich keine traviagefällige Ehe führt, sondern alleinerziehend ist, stellt sich das Problem auch später noch.


    Nee, das "der Hexenbesen ist intelligent und lässt die Hexe (quasi mit Absicht) ihre magische Tochter nicht mitnehmen wenn man vor den Bannstrahlern flieht" gefällt mir nicht.


    Dann doch lieber "Maximal 300 Kilo oder vier Personen", ähhh, "maximal 75 Kilo oder eine Person", und man lebt halt damit, dass übergewichtige Hexen oder solche mit schweren Vertrauten gar nicht fliegen können, und die untergewichtige, kleinwüchsige Hexe ihre Tochter mitnehmen kann. Daran, dass Naturgesetze unfair sind, ist man gewohnt, und realistisch betrachtet wollen wahrscheinlich gar nicht so viele Spielerinnen eine Schöne der Nacht aus Palmyrabad spielen.


    Oder halt, Babys fliegen gratis und für magisch begabte Mädchen bis 12 gibt's Rabatt ... sowas ähnliches bieten manche Airlines doch auch an ... wenn der Hexenbesen mitdenkt und Entscheidungen trifft, wen er mitnehmen will, dann wäre "Keine möglichen Spione zum Hexentreffen mitnehmen" eine logische Begrenzung. Wickelkinder fallen da nicht drunter, zukünftige Hexen auch nicht, irgendwelche Abenteurergruppenmitglieder aber schon.



    Von Harry Potter inspiriert könnte man natürlich auch so regeln: Die Tragekapazität der Hexensalbe ist unbegrenzt, die des Fluggeräts aber begrenzt. Das löst das "Abenteurerhexe nimmt alle auf ihrem Besen mit" Problem, und die NSC-Hexen können ihre Kinder im Fass, der Truhe oder im Bett mitnehmen ... Fluggeräte die niemand auf Abenteuer mitschleppt. (Böte außerdem die Möglichkeit, Scherzen wie der Flugweste aus Kork einen Riegel vorzuschieben indem man deren Tragekapazität auf die Hexe ohne Gepäck begrenzt. Billigfliegerkonditionen halt.)

    Wenn man mit der Regel spielt, dass eine Portion Seife ein halbes Kilo wiegt, dann sollte das auch eine Weile reichen.


    Ich würde da nur gelegentlich mal als SL einwerfen, dass man wieder einkaufen gehen muss. (Wenn die SC in eine Jauchegrube gefallen sind, und das irgendwo in einem Fluss wieder abkriegen müssen, etwa - dann wäre "Tja, das hat jetzt eure Seifenvorräte aufgebraucht" schon stimmig.)


    Wobei ich sagen muss, ich bin da wenn ich selbst spielleite eh nicht so penibel. Mir geht's da eher um die Stimmung, und wenn "Oh Mist, die Seife ist ausgegangen" nicht der Plot ist (Nichts gegen Abenteuer in denen es der Plot ist, oder zumindest mit dem Plot in Zusammenhang steht) dann bringt es doch niemandem was, wenn die SC Seife kaufen gehen müssen.


    Gerade bei Seife ist es nunmal so, dass man in den meisten Fällen eigentlich drauf verzichten kann, ohne, dass es Einfluss auf das Spiel hätte. Man selber merkt ja nicht, ob die SC alle miefen. Der SC aus gehobener Gesellschaft, der zu Bällen eingeladen wird, bei denen man nicht stinkend rumlaufen kann, wird sich Seife mühelos leisten können, irgendwelche Herumtreiber mit SO 3 hingegen werden kaum irgendwo anecken, wenn sie nicht mit Seife gewaschen sind.


    Problematisieren würde ich es also nur wenn die SO 3 Gruppe tatsächlich in einer Jauchegrube gelandet ist, jemand einen höheren SO vortäuschen oder beim örtlichen Adligen vorsprechen möchte, oder ein Charakter an krankhafter Reinlichkeit leidet und Abzüge wegen des omnipräsenten Drecks im Wildnisabenteuer stimmig sind.



    Übrigens glaube ich nicht, dass die meisten SC ihre Wäsche selber waschen. Meist haben sie ja keinen festen Wohnsitz, bzw. sind weit von diesem entfernt. Die Medica mit krankhafter Reinlichkeit mag auf dem Lagerfeuer einen Kessel mit Wasser zum Kochen bringen um wenigstens ihre Leibwäsche nicht nur sauber sondern rein zu kriegen, aber sonst?

    Wartet man wahrscheinlich bis zum nächsten Gasthaus, wo die Wäsche aller Gäste zusammen gekocht wird. Oder diese Arbeit sogar noch mal woanders hin delegiert wird.


    Das "Hosen auf Bachkieseln schrubben" wird man wohl nur in Wildwest-Szenarien antreffen wo professionelles Equipment weit und breit nicht verfügbar ist, oder eben bei SC die sich nicht mehr leisten können. (Wobei dann eben die Frage ist, ob die ein Silber für Seife ausgeben. Bzw. wenn sie's tun, ihre Kleider mit dieser Seife waschen. Für Kleidung gibt's andere Alternativen.)

    DSA4 ist fast komplett aus DSA3.5 hervorgegangen (und viele Regeln zur Hexe wohl aus Platzgründen weggelassen owrden - sie sollten nachträglich im Hexenband (DSA4.5) aufgenommen werden, aber das war einmal. Deswegen werden seitdem immer wieder die gleichen Fragen zu alten Antworten gestellt. Gehört zwar nicht hierher, aber da angesprochen: Mir reichten gar die ersten 5. Stabzauber ;))


    Zudem Besen: Ein Hexenbesne trägt nur ihre Besitzerin, ihren Vertrauten und etwa 20 Stein Gepäck. Interessant wäre aber nun ide Frage, ob der Besen auf das Gewicht der Hexe "eingerieben" wurde ... ?


    Das würde mich auch interessieren.


    Zumal Hexen in Aranien sehr angesehen sind, und in Palmyrabad das Schönheitsideal extreme Leibesfülle verlangt ...


    Können Hexen die 100 Stein wiegen nicht fliegen? Oder können Hexen die 50 Stein wiegen, dann eben 70 Stein Zusatzgewicht mitnehmen? Was ja sogar Passagiere ermöglichen würde.


    Besonders, wenn die Hexe aus Palmyrabad dann noch einen Geparden als Vertrauten hat, der naturgemäß mehr wiegt als eine Hauskatze. :/


    Eigentlich lässt die Regel nur den Schluss zu, dass der Hexenbesen weiß, was seine Hexe plus Vertrautem wiegt, und sich weigert, mehr als 20 Stein Extragewicht zu tragen. Wenn das maximal mögliche Gesamtgewicht in Zahlen festgelegt wäre, gäbe es entweder eine ganze Menge flugunfähige Hexen - oder die aventurischen Hexen würde man auf den ersten Blick erkennen, weil sie so anorektisch wären wie moderne Supermodels ... mehr oder weniger, je nachdem ob ihr Vertrauter eine moppelige Katze oder eine Kröte ist.


    Allerdings würde das natürlich den Einsatz einer Hexenwaage durch die Praiosinquisition rechtfertigen. :thumbsup:


    Oder halt, der Besen würde normalgewichtige bis leicht übergewichtige Hexen mit Vertrauten bis zum Gewicht einer Großkatze tragen, dann müssten aber untergewichtige Hexen deutlich mehr Gepäck mitnehmen können. Die Hexen in Aranien treffen sich ja sowieso eher nicht auf einsamen Waldlichtungen, sondern im Haus eines Zirkelmitglieds, da können sie dann wohl auch hinlaufen. Oder eine Kutsche nehmen.

    Schattenkatze hat Deine Sichtweise nicht unterstützt, sondern ihre eigene zum Ausdruck gebracht und Dir dabei sogar in Teilen widersprochen.

    Wo?


    Ich sehe da lediglich eine unterschiedliche Sicht darauf, ob Amazonen in den Augen des durchschnittlichen mittelreichischen Mannes schön aussehen müssen.


    Schattenkatze findet, und da gehe ich mit ihr konform, dass Amazonen den durchtrainierten weiblichen Körper als rondrianisches Ideal ansehen - was zumindest impliziert, dass Amazonen nicht schöner sein müssen als die durchtrainierte Durchschnittsfrau. Sie hat aber auch geschrieben, dass sie das Ideal bei einer Halborkin eher nicht gegeben sieht.


    Ich persönlich bin da nicht so streng; es gibt auch Menschenfrauen die etwas haariger sind, Körperbehaarung ist bei Männern zwar oft stärker vertreten, aber keineswegs ein primäres Geschlechtsmerkmal. Brüste und breites Becken sind bei Orkinnen meines Wissens durchaus vorhanden.


    Nichtsdestotrotz gibt es eine Menge anderer Gründe, die gegen eine Halbork-Amazone sprechen.


    Das Aussehen ist aus meiner Sicht ein eher unwichtiges Kriterium. (Wiewohl ich eine nach der Orkseite schlagende Viertelorkamazone noch deutlich wahrscheinlicher fände. Dann könnte der Vater nämlich ein Halbork menschlicher Kultur sein, und der könnte wiederum halbwegs annehmbar aussehen, und, auch wichtig, ein im Glauben an Rondra erzogener, ehrenhafter Kämpfer sein.)



    Wir sind uns aber wohl alle einig darüber, dass so ein Charakter ein extremer Exot wäre.

    Ich hatte ein ganzes Glockenbändchen am Knöchel, und die haben mich nicht gehört...


    Ah, daher die Kuhglocke.


    In dem Fall würde ich aber eher Hörgeräte empfehlen. ;)


    Mach Dir nix draus, mich haben mal, als ich mich an einer Tischrunde zu Wort gemeldet habe, alle überrascht angesehen: "Du bist auch da? Wo kommst du plötzlich her? Hab dich gar nicht gesehen".


    Ich schätze, im Larp muss man einfach das Beste draus machen und Phexgeweihte spielen.

    Wäre das in deinen Spielgruppen wirklich ein Problem? Also gibt es unter deinen Mitspielern den Wunsch exotischere Charaktere als bisher zu spielen aber aus Rücksicht auf dich wird das nicht gemacht?


    Das weiß man doch gar nicht, bevor es als sozial akzeptiert gilt, überhaupt Exoten vorzuschlagen.


    https://en.wikipedia.org/wiki/Overton_window


    Es gibt einige aventurische Rassen, die ich gern mal spielen würde, die ich mich aber scheue vorzuschlagen, weil so gut wie niemand Achaz, Goblins oder Bannstrahler in der Gruppe haben will. (Okay, Letzteres ist keine Rasse, aber trotzdem unbeliebt. ;) )


    Wenn ich jetzt aber in einer Gruppe spielen würde, wo einer einen zwergischen Gildenmagier und der andere eine Halbork-Amazone spielt, dann hätte ich naturgemäß keinerlei Hemmungen mehr, darauf zu bestehen, eine Goblinschamanin zu spielen, die gegen die beiden anderen Chars geradezu konventionell wirken würde.


    Ob man das jetzt problematisch findet, ist Ansichtssache, aber wenn man Exoten allgemein nicht mag, und lieber Low-Fantasy hat, das fast völlige Deckungsgleichheit mit dem irdischen Mittelalter hat, dann könnte die Halborkamazone natürlich schon die Welle sein, die den Damm zum Überlaufen bringt.

    Alles gut, ich habe es ja auch eher scherzhaft gemeint, weil ich den Gedanken lustig, fand, dass beide Fraktionen auf so einer sehr abstrakten Ebene bonden

    Ein weiterer Unterschied wäre, dass Amazonen keine Männer als Sklaven halten und nach Belieben vergewaltigen. :/


    Das halte ich mithin für den wichtigsten Unterschied, dessentwegen sich eine Amazone nie mit einem Ork einlassen würde, es sei denn, er hätte die orkische Kultur vollends aufgegeben, oder eventuell sogar nie kennengelernt. (Von der Hässlichkeit mal abgesehen - aber realistisch gesehen sollten Elfen da auch Vorbehalte gegen Menschen haben. Und ob man als Mensch diese spitzohrigen, haarlosen, bauchnabellosen Mutanten attraktiv findet ... könnte man auch mal in Frage stellen.)


    Dass es keine Quellen dafür gibt, dass Amazonen Orks hassen, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass sie eine Kultur, die sie am liebsten versklaven und vergewaltigen würde ganz dufte fänden, wenn sie nicht "zufällig" mit ihr im Krieg lägen.


    Im Übrigen stellen Amazonen noch etwas über Stärke, nämlich die Ehre. Wichtiger Unterschied.


    Auch jetzt übetreibst Du wieder. Da stellt sich eine wichtige Frage: Was lässt man zu und was nicht. Wenn ich den einen exoten jetzt zulasse, kommt vielleicht als nächstes vielleicht regeltechnische zulässige aber noch exotischere Kombination?

    Halbgoblin-Säbeltänzerin? :/

    Ach nee. Gibt ja keine Halbgoblins. Hm. Festumer-Goblin-Säbeltänzerin?

    Nach den Hinweisen der Ifirn-Geweihten, das der Sohn weniger seinem Vater sondern seinem eigenen Onkel ähnelt, der ebenfalls einen extremen Überbiss hat, wird dann doch genug vorhanden sein, sich seiner zu entledigen. Da sich dann noch herausstellt, dass er mit seiner Mutter und seinem Onkel eigentlich aus dem Horasreich kommt und wir einen SC mit Vorurteile gegen Horasier 12 dabei haben, wird sich hoffentlich eine gewisse Gruppendynamik einstellen

    Hm. Das mag für deine Gruppe so funktionieren, gerade wenn sie den Bronnjaren genug hassen, aber ich finde die Beweislage etwas dürftig.


    Einen Überbiss kann man auch mal von der Seite der Mutter erben, wenn sie ihn selbst nicht hatte, meines Wissens.


    Wäre denn ein Inzestkind des Vaters eine Möglichkeit? Da könnte man dann eine schaurige "Ehefrau kurz nach der eigenen Schwester geschwängert, Ehefrau während sie krank und schwach im Wochenbett lag das Kind weggenommen und durch den Inzestspross ersetzt, wahrer Erbe (wahre Erbin?) wächst irgendwo in der Hütte von Leibeigenen auf ..." Story draus machen, bei der es reichlich Beweise und Zeugen gäbe.

    (Wenn die Kinder, was ja gut möglich ist, auch noch unterschiedlichen Geschlechts waren, der Ehefrau aber weisgemacht wurde, sie erinnere sich falsch, wären noch mehr Indizien da.)

    Bei Tyrannenmord kommt es immer gut, wenn man einen Wahren Erben (TM) vorweisen kann, der dann reibungslos die Regierung übernimmt.

    In Aventurien gibt's halt keine Vaterschaftstests, und Praios steht im Bornland nicht so hoch im Kurs ... wobei Praiosgeweihte auch nur die Wahrheit rausfinden könnten, wenn jemand es weiß.

    Zumindest Zeugen für ein inzestuöses Verhältnis müsste man halt schon anbringen können. (Was schwierig ist, denn die Leibeigenen werden eher nicht reden, wenn es ihnen zum Nachteil gereichen könnte ... was es eigentlich immer kann.)


    Oder, man macht aus dem Bronnjar eine Bronnjarin und gibt ihr die Bluterkrankheit. Dann könnte ein Char mit ausreichend hohem Wert in Heilkunde Krankheiten eventuell wissen, dass das bei Frauen meistens eine Folge von Inzucht ist - kam irdisch früher häufig beim Adel vor. (Es gibt natürlich auch noch üblere Folgen von Inzest zwischen Geschwistern, aber unspezifische Deformierungen oder geistige Behinderungen können auch so auftreten, während bei der Bluterkrankheit die Krankheit auf ALLEN X-Chromosomen vorhanden sein muss. EIn Sohn kann es von der Mutter haben, eine Tochter müsste es aber auch vom Vater vererbt bekommen haben. Wenn der vermeintliche Vater es nicht hatte, ist der Fall eigentlich klar. Ich bin zwar nicht sicher, ob derlei Zusammenhänge im irdischen Mittelalter bekannt waren, aber man hätte es wissen können, auch ohne genaue Kenntnis von Genen, weil es einfach ein beobachtbares Muster ist. Für den zusätzlichen Fantasy-Faktor könnte man natürlich auch was erfinden, was sich so vererbt, und leichter zu beweisen ist als Bluterkrankheit ... man kann ja nicht einfach mal den Bronnjar mit einem Messer anschneiden um zu sehen wie lang er blutet ...)


    Selbst darüber hinausgehende Strenge wird von Leibeigenen im Allgemeinen hingenommen - so ist es halt, der Bronnjar weiß, was am Besten ist, und im Gegenzug stehen Leibeigene eigentlich auch immer auf Seite ihrer Herren.

    Das würde ich jetzt nicht so verabsolutieren.


    Es gibt sicher eine Tendenz von Opfern häuslicher Gewalt (wo Leibeigene im weiteren Sinne auch drunter fallen ...) in der Öffentlichkeit auf Seiten des Gewalttäters zu stehen, weil sie es sonst daheim heimgezahlt kriegen, aber wenn die Helden einen fiesen Möpp von Bronnjaren als Bastard entlarven sollen, würde ich ihnen schon zugestehen, dass ein paar tapfere Leibeigene doch den Mund aufmachen. Wenn auch nur heimlich unter vier Augen gegenüber einer besonders vertrauenswürdigen Person aus der Heldengruppe.

    Orks sind auch nicht böse. Es sind Wesen die ihren Glauben folgen, ihre Kultur leben und fremde Gebiete erobern.


    Ja, und?


    Borbaradianer folgen doch auch ihrem Glauben. :/

    Warum sollen Borbaradianer eigentlich böse sein? Ist doch auch eine (Sub)kultur. Und Götter, Dämonen ... sind doch alles bürgerliche Kategorien. ;)


    Die Übertragung moderner Einstellungen wie "Das ist halt deren Kultur, das muss man respektieren" auf Aventurien halte ich für wenig zielführend. Wir können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Amazonen nicht so denken.


    Du musst zugeben, dass alles beziehst sich auf den männlichen Teil der Orks. Weibliche Orks kennen Amazonen vielleicht kaum, bzw. die männlichen Orks bestätigen deren Vorurteile ggü dem männlichen Geschlecht.


    Weibliche Orks finden Amazonen vielleicht sogar ganz toll. Welches Orkmädchen wäre nicht gern eine Amazone ... wenn sie jemals von Amazonen gehört hätte?


    Umgekehrt könnte man allerdings vermuten, dass die Amazonen der Ansicht sind, dass mit den Orkfrauen was nicht stimmt, so wie die sich von ihren Männern unterbuttern lassen.


    Ich halte Aventurien für eine Welt, in der es mehr auf den Glauben als auf die Abstammung ankommt, also wäre eine Halborkamazone nicht völlig unmöglich - aber heimlich Brazoragh anbeten um ihre orkischen Wurzeln zu ehren wird's halt nicht geben. Die halborkische Amazone wäre komplett assimiliert.

    Orks sind eher eine Naturgewalt.

    Äh, nein. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Orks als kulturschaffende Wesen gelten. Damit sind sie für ihre Taten genauso verantwortlich wie Borbaradianer und keineswegs eine "Naturgewalt" wie Blitz oder Donner, oder Sturmfluten.

    Orks sind kulturschaffende Wesen, die sich in der Regel dafür entscheiden böse zu sein. Anders als in D&D sind sie nicht dazu verdammt, immer böse zu sein (ich glaube, D&D hat das "always evil" jetzt auch abgeschafft) aber meistens sind sie's eben.


    Kurz und gut, das einzige positive was man über Orks sagen kann ist: Sie sind (wahrscheinlich, zu großen Teilen, eventuell) keine Paktierer. That's it.



    Übrigens war es den Menschen im Mittelalter ziemlich egal, ob Tiere intellektuell nicht in der Lage sind, Gut und Böse zu unterscheiden. Es wurde auch Schweinen der Prozess gemacht, wenn sie ein Kind gebissen haben. (Heute tut man das zwar nicht mehr, eines langen Lebens erfreuen sich Tiere die Menschen angreifen aber dennoch nicht.)


    Ich halte es also für unwahrscheinlich, dass die Orks dank ihres Status als Beinahe-Tiere in irgendeiner Weise davor geschützt sind, dass man ihnen ihrem Verhalten entsprechend negative Gefühle entgegenbringt.


    (Ist übrigens auch bei keinem Tier der Fall. Stechmücken sind mit absoluter Sicherheit nicht in der Lage, moralische Entscheidungen zu treffen. Das ... macht sie nicht beliebter. Stechmücken machen juckende Stellen. Orks vergewaltigen. Ob die Amazonen sie nun als Männer oder als Tiere ansehen, ihre Beliebtheit dürfte eher UNTER der der Stechmücke liegen.)

    Oder Kinder gefoltert werden ... wie es ähnlich schon mal in einem Abenteuer vorkam; gut, es waren nur Opfer für Experimente.


    Na, wenn man dafür von Helden angegriffen wird, stellt man's halt falsch an.


    Falsch: "Ich foltere Kinder, weil ich ein sadistischer Schurke bin! Muahahaha!"


    Richtig: "Foltern? Ich? Aber nicht doch, das war eine neuartige medizinische Behandlung! Diese Kinder wären alle in kürzester Zeit an (unsichtbaren, keine Symptome die sich irgendwie von Hunger unterscheiden hervorrufenden) Eingeweidewürmern gestorben! Ich habe sie gerettet! Und jetzt sind sie undankbar und behaupten ich hätte sie gefoltert ... hach wie ist die Welt doch ungerecht!"



    Scherz beiseite, Kinder foltern mag funktionieren, aber das passt nunmal nicht bei jedem Schurken. Wenn das immer als billiges Mittel kommt um einen Schurken hassenswert zu machen, nutzt es sich ab.


    Nee, ich bin immer noch für: Echt bösen Schurken basteln - und ihn dann die Eitelkeit der Spieler verletzen lassen. Geht nicht immer, aber beim Bronnjaren sehe ich da viel Potential.



    (Alternative Methode: Seine Ähnlichkeit mit Joffrey so deutlich machen, dass die Spieler ihn schon verdächtigen, ein Inzestkind zu sein ...)

    Die Orks sind aber in Bezug auf Amazonen (oder besser: alle Frauen) feindselig und intolerant.


    Ich kenne mich nicht so gut mit Amazonen aus wie Schattenkatze, aber "Vergebung" und "christliche Nächstenliebe" sind keine Konzepte die ich mit Amazonen in Verbindung bringe, weswegen ich davon ausgehe, dass die durchschnittliche Amazone Orks dementsprechend unfreundliche Gefühle entgegenbringt.


    Nicht aus Fanatismus oder Intoleranz, sondern als natürliche Reaktion darauf, wie sich Orks ihr gegenüber verhalten.



    Ein Mischlingskind, dass nie in der orkischen Kultur aufgewachsen ist, wird es immer schwer haben


    Ein Mädchen, das in der orkischen Kultur aufgewachsen wäre, hätte es auch nicht besser.


    Und das wird das hypothetische Findelkind sehr gut wissen. Vielleicht ist es ja sogar in der orkischen Kultur aufgewachsen.


    Dass sie das Orkische genauso stark ablehnt wie ein elfischer Bannstrahler seine elfische Magie ist die natürliche Konsequenz daraus. (Übrigens hätte mein hypothethischer elfischer Bannstrahler einen sehr, sehr guten Grund sich den Bannstrahlern angeschlossen zu haben. Das setze ich mal voraus. Man beschließt nicht einfach so, seinen eigenen Körper und seine Abstammung zu hassen ... äh, nunja, jedenfalls nicht als Elf.)

    Wow krass. NSC's haben doch immer Charakter und Seele. Mein Krieger bringt selbst Böse NSC nicht um.

    Ah, aber denkt er darüber nach, was passiert, wenn diese bösen NSC weiterhin die Gegend unsicher machen? (Ich muss da gerade an das Trope denken, dass der Held sich durch massenweise Schergen des Oberschurken metzelt ... den Oberschurken selber dann aber großmütig verschont, ohne darüber nachzudenken, dass der noch zur Gefahr für wiederum namenlose, unwichtige NSC werden könnte.)


    Nein?


    Weil es ihm eigentlich mehr darauf ankommt, zu zeigen, was er für ein ehrenhafter Krieger ist, und weniger darauf, die (in diesem Falle fiktive) Welt wirklich zu einem besseren Ort zu machen?


    Oder übergibt er die bösen NSC der Obrigkeit, auf dass sie ordnungsgemäß abgeurteilt und hingerichtet werden?




    Der Ehrenkodex des SC ist eine Sache, die Gefühle des Spielers eine ganz andere.


    Natürlich wird der ehrenhafte Ritter auch den Bauern-NSC Nummer 325 (haben bei euch wirklich alle NSC einen Namen und eine den Spielern bekannte Persönlichkeit?) vor dem fiesen Werwolf beschützen. Das ist gutes Rollenspiel. Sein Ehrenkodex gibt das vor.


    Aber wird der ehrenhafte Ritter den bornischen Leibeigenen auch vor dessen Bronnjar beschützen, wenn der Bronnjar ihn ungerechterweise auspeitschen lässt? Obwohl der Ritter mit Leibeigenschaft aufgewachsen ist, und das völlig normal findet?


    Das ist hier der Knackpunkt. Der Bronnjar tut nichts Illegales. Es ist also auch nicht schlechtes Rollenspiel, da als gesetzestreuer Held einfach achselzuckend dran vorbeizugehen.


    Wenn man erreichen will, dass die Helden was dagegen tun, dann muss man den Spielern einen Grund geben.

    Zumal wenn es die "Mutter" macht führt es zu einer "Ablehnung" des Orkischen und damit zu einer extrem kaputten Psyche.


    Äh, naja. Das sehe ich bei einer halborkischen Amazone sowieso als gegeben.


    Eine halborkische Amazone, das ist ... wie ein elfischer Bannstrahler, der sich aus irgendeinem Grund die Magie nicht ausbrennen lassen kann. Nur schlimmer.


    Wenn man sowas spielt, muss einem klar sein, dass der Char innerlich total zerrissen ist. Selbst wenn sie in schönster Idylle aufwächst, bei dem Versuch, ihre orkischen Wurzeln zu erkunden, würde sie in jedem Falle feststellen, dass Orks ... na ja. Nicht die Guten sind.


    Ein "Für ihre Abstammung kann sie ja nichts, da muss man darüber hinwegsehen" wird das Beste sein, worauf sie hoffen kann. Ein "Lasst uns die orkische Kultur im Geiste der Toleranz akzeptieren und feiern" ... wird man in Aventurien eher nicht vorfinden.



    In der Hinsicht ... wäre die Findelkind-Story praktischer, denn da hätte sich das Mädchen bereits damit auseinandersetzen müssen, dass sie halb Ork ist, und wie Orks so drauf sind, und würde nicht während eines Abenteuers einen Nervenzusammenbruch erleiden.


    Das ist nämlich eines der Probleme am Exotenspiel: Die anderen haben jetzt nicht unbedingt Bock drauf, rumzusitzen und Däumchen zu drehen während der besondere Char seine innere Zerrissenheit in dramaturgischer Breite ausspielt. Gerade wenn diese Zerrissenheit Teil der Hintergrundgeschichte war, bei der sie gar nicht dabei waren. (Wenn eine Gruppe miterlebt hat, wie der Elf der Gruppe sich zum Praiosglauben bekehrt hat und Bannstrahler wurde, mag das Interesse an der inneren Zerrissenheit des Chars schon eher da sein ...)