Posts by E.C.D.

    Naja, wenn man a) annimmt, dass der Zauber das Alter nicht verändert, hat man halt bei den meisten Tierarten den ultimativen Tattergreif, die Maraske (von der man ja weiß, dass sie niemals älter als 12 Jahre wird) wäre sogar wahrscheinlich nur einen Haufen Humus.

    Da macht die Altersproportionsannahme b) von volcano spark schon etwas mehr Sinn.
    Dass Alter kein absoluter Parameter ist, sieht man auch an den Unterscheidungen zwischen den Rassen bei den Alterungsregeln.

    Ich hätte die Maraske wegen ihrer besonderen Regel bei den übernatürlichen Wesen vermutet. Aber nagut.
    Nach den Regeln ist LA eine Variable bei den Kampfwerten, deren Ermittlung definiert ist.
    Man kann daher auch entscheiden, dass c) einfach nach dem erfolgreichen Zauber das Alter gewürfelt wird.

    Ich wäre wahrscheinlich bei Auslegung b).

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    Schattenkatze:

    Lebensalter des Zauberers = Lebensalter des Tieres in das er sich verwandelt.

    Wenn ich mich mit meinen 33 Jahren in eine Katzevverwandeln würde, wäre ich demnach sofort tot. Gut, dass ich kein Zaubeter bin. 8o

    Optimale Finte ist, meine ich zu erinnern:

    (AT+PA-20)/2

    D.h. der Optimalwert hängt von beiden Werten ab....
    Niedrigere Werte (bei beiden) machen die Finte ineffektiver bis sinnlos/kontraproduktiv.

    Und können wir das eben klären, ob eine Finte eine Ansage oder eine eigene Aktion = verlorene KR war? In DSA3?
    Habe keine DSA3 Regeln zur Hand...

    Barbarossa Rotbart Was verleitet Dich zu der Annahme, dass die AT+5 (erleichtert durch den gleich hohen angesammelten Finten-Bonus) beim Scheitern keine PA-Erschwernis nach sich zieht?
    Das haben wir jedenfalls anders gespielt.

    Ich würde sagen unser Hauptaugenmerk ging auf den Zeitverlust der Finte. Offensive Kämpfer wollten sich möglichst schnell zu den Tanks und Dullis durchkämpfen. Egal was CHANCEN machen, mit Damage/KR war Finte m.E. indiskutabel....
    Defensive Kämpfer dürften von der Finte aus dem selben Grund profitiert haben - hatten wir aber nicht so viele...

    edit: Das war Quatsch weil Finte damals eine Ansage und kein vorbereitendes Manöver war...

    edit2: Aha... Dann war es doch kein Quatsch, weil die Finte eben doch ein vorbereitendes Manöver (zumeist mit Ansage) war. Uffa. Länger her. :blush:

    Für mich war das zufallsbasierte Generierungs- und Steigerungssystem das Schlimmste an DSA3.

    Wie sich die Geschmäcker unterscheiden können. Meine Erinnerung ist sicher VIEL Nostalgie. Aber:

    Was mich immens gestört und vom Einstieg in DSA4 lange abgehalten hat, war die ABSCHAFFUNG der zufälligen Steigerung zugunsten eines Kaufsystems! Und prinzipiell hat sich daran nichts geändert. Alle Diskussionen bzgl. Realismus sind vollständig für die Tonne, wenn man sich ein one-trick-pony bauen und damit ein Powerlevel in der Gruppe determinieren kann! Wegen der "Verlässlichkeit" der Regeln sind bis heute auch theoretisch beide Kämpfer / Zauberer / Wasauchimmer mit der selben Strategie / den gleichen Werten unterwegs oder einer verzichtete im Dienste der Schilderungsvielfalt auf die optimale Generierung+Steigerung.

    Die Frustration beim Steigern und die Tendenz zum Schummeln:

    • Interessant, dass Frustration als verbindlich negatives Spielerlebnis bewertet wird. Dann wäre Magic TG ein besseres Spiel, wenn ich mein Deck nicht mischen müsste sondern vor Spielbeginn sortieren dürfte. Ja?
    • "Man kann gezielt trainieren" - ... und ein vollendeter Schwertkämpfer mit einem nicht einmal rudimentären Verständnis für das richtige Ende des Säbels werden? Gezieltes Trainieren war simulierbar, denn man konnte für den EINEN Punkt potentieller Steigerung (Kampf-TaW) ja EINEN Steigerungsversuch aufwenden oder ZWEI oder DREI. Und wenn es dann nach DREI Versuchen nicht geklappt hatte, hatte man eben eine Stagnation, Plateauphase... nenne es wie Du willst. Sie war bei der mittelhohen Steigerung sogar einzementiert, weil man mit 2W6 steigerte, bis man (ab dem Zielwert 11?) auf 3W6 umsteigen durfte. Das hab ich gehasst! (im frustrationssensiblen Sinne) aber es ist alles in allem - und zwar besonders für "Abenteurer" vielleicht im Gegensatz zur Spezialisierung in einer abgeschiedenen totalen Institution - eine signifikant bessere Simulation des Verbesserungsbemühens, als (ab DSA4) eine bloße Steigerung der AP-Kosten ohne anderweitige Limitierung. Bloß: Stagnation Realismus wurde nicht gewünscht, wenn er Frustration barg.
    • Das Problem mit dem Schummeln: ja, der ehrliche war der Dumme. Das war ein allgegenwärtiges Problem. Und das war uns allen bewusst und deshalb haben wir phasenweise einfach ausschließlich in der Gruppe gesteigert, gegenseitiges Mitgefühl und Wiederholungstoleranz inklusive. In anderen Zeiten haben wir Schummler einfach gewähren lassen. Ehrlich gesagt sind die Augenbrauen so sicherlich aufsummiert einige 100 Meter hochgezogen worden - aber Streit hatten wir nie. Wer sich wie der besagte "Dumme" fühlte, hatte bei seiner eigenen nächsten Steigerung eine... gewisse innere Legitimation. Höflich formuliert waren die resultierenden Werte durchgängig etwas besser, als ein Stochastiker es prognosiziert hätte. So what?! Die es mit dem Schummeln am ärgsten trieben, waren dieselben, die dann in DSA4 die optimalen Boni in der optimalen Crunch-Kombination mit unlimitierter Steigerungslizenz kombinierten, ich würde sagen, es hat sich nicht zum Guten gewandt!

    Außerdem hat DSA3 die Magie vom Spellbook-Niveau auf Magietheorie gehoben. (vrgl. meine ultimative Lobhudelei für Mysteria Arcana a.a.O.)

    Nein.

    Ich würde kein DSA3 mehr spielen wollen, weil ich den Facettenreichtum (formally known as: absurd ausuferndes Regelsystem) nicht mehr missen möchte. Unsere DSA3-Gruppen waren halt noch so "Die Gefährten"esk. Gut... bis auf den Schelm. Der hat unsere Mary Sues schon damals wahnsinnig gemacht... :zwerghautelf:

    Man kann sich ja 4 Fälle gönnen (Nom/Gen/Dat/Akk) oder - ut erudite loquar - derer sechs.

    Was unsere Quiz-Kandidaten angeht, muss ich raten. Vielleicht heilige Zwölfe?

    Meine Frage gilt dem "Wesen". Kann man also eine Person zu sich teleportieren?

    Ja, wir waren alle ein bisschen überrascht. Immerhin kann man (btb) Reichsinsignien zu sich teleportieren, einen Gegner nackt heran teleportieren (mit Blinzeln für 4+1W3AsP in 2Aktionen). Ich würde der SL dringend zugestehen, hier (wie beim Reversalis MURUP MURALK) die etwas sorglosen Setzungen der Grimorum-Redaktion den Bedürfnissen eines balancierten Spiels anzupassen.

    Als Diskussionsstarthilfe: obwohl es der Reversalisregel direkt beim Zauber widerspricht (Spezialregel sticht allgemeinere Regel), ist eigentlich (bei der SF Reversalis) die RW-Änderung von selbst nur auf Berührung möglich. Was Du berührst, kannst Du zu Dir teleportieren - kann immer noch den Ritter aus der Rüstung stellen, ist aber weniger broken.

    Ich würde auch ein "Respekt, Dinger!" druntersetzen wollen, aber ich hebe mir das auf für den Tag, an dem Du geschrieben haben wirst: "Soooo..... fertig1" :cool: Wie oft spielt Ihr? Ich sehe irgendwie keinerlei Hoffnung, dass wir die 'Seestern von Waldems" jemals wieder auch nur annähernd einholen, zumal wie zu gern "zwischendurch" (Untertreibung) auch mal etwas banales am Wegesrand spielen (Immerhin ist damit der Vorwurf, Ulisses / DSA5 liefere keinen Metaplot/Spielstoff, ungefähr bis zur grünen Sonnenzeit ad acta) .

    Vor dem Peilen und Planen allein aber ziehe ich schon mal den Hut!

    Wird sich einstmals DSA in den Seniorenheimen etablieren? :iek:

    Die Autorin hat nicht so gut nachgedacht, finde ich.

    1. Rollenspiel war ABSOLUT NEU, niemand wusste wie das geht, und bis heute erleben wir "erstaunliche Verläufe eines Abends" - also... nie bei uns natürlich!

    2. In einem Abenteuer war wahrscheinlich 1 Karte zB mit Ziffern und Legende. 'Fog of war' ging mit Abdeckungen mehr schlecht als recht, also Kartenzeichnen ging genau so (tell&draw) - und so ist es bei uns noch immer. Irgend jemand zeichnet, na sicher. Wir haben oft auch so etwas wie einen Protokollschreiber, weil unsere Gehirne auch etwas... reifer sind als damals und die Spieleabende wegen Dings&Dings (äh.... Familie und Beruf) etwas auseinander liegen können. Für Meister und Spieler gibt es ein Rekapitulieren wie bei Serien - fast jedes Mal. Das ist ein Job. Reproduktionsverfahren waren mythic rare, wer heute eine Version mit Ziffern&Legende und eine rohe Karte hat oder fancy Handouts für seine Gruppe gestaltet, sollte wissen, dass es höchstens einen Kopierer bei Karstadt gab.

    3. Den 'Caller' verstehe ich als eine Art 'Klassensprecher'. Das gab es bei uns nie. Am ehesten denke ich, dass dies schon bei der ersten D&D Auflage einer Annahme (und Erfahrung?) der Autoren folgte, was Machtstrukturen in der Gesamtgruppe (also inkl. DM) betriift, wie sie sich bei uns nie dargestellt hat. Als "Entscheidungsverkünder" der Gruppe klingt das auch ziemlich nach DM vs Gruppe, das Spiel ist friedlicher/kooperativer geworden, als die Erfinder es vorhergesehen bzw. befürchtet haben. Aber vielleicht nicht überall...

    4. Auch heute gibt es massenhaft "gutes Rollenspiel"(TM)-Literatur. Darin findet man auch heute noch Anforderungen: kenne die Regeln! kenne die Fähigkeiten Deines Charakters. Die verlinkte Checkliste ist also nicht so absurd, wie die Autorin es empfindet. Einiges ist vielleicht inzwischen (für die meisten Spieler) trivialer Standard, aber noch einmal: es war "how to play V1.0" !

    ... weitgehende Zustimmung.

    Freiheit für die Gummibärinnenchen!

    Allem voran möchte ich, dass alle Autorinnen und Leserinnen sich stressfrei aussuchen können, was sie schreiben oder lesen. Ich habe einen Verdacht, was traditioneller, gewohnter und (mindestens deshalb) massenmarkttauglicher ist. (Auch) in der Belletristik ist genderprogressive Schreibweise (für mich) ein Aufmerksamkeits-Fänger und wenn ich in eine Geschichte einsinken möchte, ist ein kultureller Aufmerksamkeitsfokus wahrscheinlich kontraproduktiv.

    Aber hey, in der Kunst ist (fast) alles erlaubt. Eine kreative Person kann ja schreiben wie sie will und expost vielleicht Urahnin einer Literaturströmung werden - oder nicht.

    Genau das.

    1954 prognostizierte Lewis Strauss, der Vorsitzende der US-Atomenergiekommission, dass Kernenergie eines Tages „zu billig zum Messen“ (too cheap to meter) sein würde.

    Und ich stolperte darüber, weil Kernfusions-Optimisten mit ähnlichem Vokabular unterwegs sind. Weil, '....wenn das so kommt, wir uns nämlich die Anstrengungen und Kosten einer Energietransformation im Prinzip auch sparen könnten.' [wutschnaub, crashout]

    Ich übergebe den gewaltfrei getöpferten Staffelstab des AHAdranseins an Sachse .

    Um den Preis von etwas, was in den Kolonien durch Sklavenarbeit so billig hergestellt wurde (Stoffe, Tuche?), das es für die britische Mittel/Oberschicht praktisch unbegrenzt zur Verfügung stand?

    Das ist ins Blaue recht gut geraten.

    Es ist aber eine etwas modernere und etwas globalere Angelegenheit, und vielleicht sollte man festhalten, dass es sich um eine Prognose handelte, die.... ähm... naja... :thumbdown:

    Das Wort Muße bezeichnet eine Phase freier Zeit, in der man ohne Pflichten, Druck und Eile geistig oder körperlich entspannen kann. Es bedeutet nicht bloßes Nichtstun (Faulenzen), sondern das selbstbestimmte, zweckfreie Beschäftigen mit Dingen, die Geist und Seele guttun. [1]

    Herkunft des Wortes

    Das Wort hat tiefe germanische Wurzeln und hat sich über Jahrhunderte in seiner Bedeutung gewandelt:

    • Indogermanischer Ursprung: Die Wurzel med- bedeutete ursprünglich „messen“, „ermessen“ oder „passend finden“.
    • Germanisch: Daraus entwickelte sich das Verb mōtan, was „Raum haben“, „dürfen“ oder „Gelegenheit haben“ hieß. (Daraus entstand auch unser heutiges Hilfsverb müssen – im Sinne von „die Umstände erlauben/erfordern es“). [1]
    • Althochdeutsch (ca. 8. Jahrhundert): Das Substantiv muoza bedeutete „Möglichkeit“, „Gelegenheit“ oder „Erlaubnis“. [1, 2]
    • Mittelhochdeutsch (ca. 11. Jahrhundert): Das Wort wandelte sich zu muoze und bekam die Bedeutung von „freie Zeit“, „Abwesenheit von Beschäftigung“ oder „Rast“. [1]

    Die philosophische Bedeutung

    Die heutige Vorstellung von Muße ist stark vom antiken Griechenland geprägt. Dort hieß der Begriff „Schole“ (scholé).

    • Das war die Zeit, die freie Bürger nicht mit Arbeit verbringen mussten.
    • Sie nutzten diese Zeit für Philosophie, Kunst und Politik.
    • Paradoxerweise entwickelte sich aus diesem Wort für Freizeit unser heutiges Wort „Schule“.

    Aber gut... das nur am Rande.

    Wer sagte oder was ist oder was war: "to cheap to meter"?

    Ich greife mal die "sprachlich ganz andere Ecke" von Dreifach20 auf, im Norden wäre Dür- einfach teuer.
    Daran anschließend fällt mir aber in Platt nix mit -nitz ein.

    Also entweder angesichts eines Unwetters plötzlich hereinbrechende Finsternis?
    Oder der zwanghaft ansteigende Spritpreis wenn es auf Mittag zugeht?

    Am wenigsten für zwischenmenschliche Fragestellungen; solche, die man mal mit einem Mitspieler und vielleicht auch mal mit einer Foren-Community erörtert. Jedoch vermute ich, dass die Vorschläge einer KI in ziemlich ähnliche Richtungen weisen würden. Wenn jemand ratlos an einer Gruppen-Friktion litt und nicht wüsste, wohin mit seinen offenen Fragen, hielte ich ich eine Frage an die KI nicht einmal für unplausibel. Aber... nicht meins.

    Auch kaum für Redaktionelles. Ich glaube das KI uns im "DSA-Stil" und Aventurien-Ästhetik noch unterlegen ist, und recht leicht einmal D&D-Standards drüberbügeln würde und - das ist ja das perfide an der KI - uns seine Anleihe verheimlichen würde.

    Ich würde nicht einmal Nebencharaktere von KI ausarbeiten lassen, weil ich mir einbilde, das aus dem Handgelenk ebenfalls mindestens gleich gut zu können. Allerdings könnte KI sicherlich wesentlich konsequenter daran denken, jedem NSC wenigstens ein markantes Merkmal zu verpassen. Das wird - z:B. im Handbuch des Drachens "Spieler machen Leute" ja durchaus empfohlen und von mir oft genug sträflich vernachlässigt. Also - denkbar, aber "Figuren erfinden" zähle ich zum fundamentalen Kern des kreativen Gestaltens. Ein nächster Schritt zum KI-Gebrauch wäre dann ja die KI-Spielcharaktergenerierung und final "Spieler-KI vs Meister-KI" die Übergabe des gesamten Spielkomplexes in "kompetentere Hände". Deshalb: LLM keep of my character.

    Womit wir beim Gestalten von Dingen und Orten ankämen. Und hier halte ich - handwerklich leider auch minderbegabt - die KI für eine total sinnvolle Hilfe.
    Ich verstehe die weißen Knöchel und angespannten Kiefer der Kunstschaffenden, wenn sie so etwas lesen. Am Ende hat aber schon immer der technische Fortschritt Schaffende ihres Gestaltungsmonopols beraubt. Drucker & Setzer, Weber und Schneider, Trommler und Pianisten... es ergeht allen gleich: was Du kannst, kann nun auch die Maschine. Synthesizer und Texturen im CAD haben noch wenig Aufruhr gemacht - nun sind wir einen Schritt weiter und das Rad wird sich nicht zurück drehen.

    Und hey - auf Charakterbögen meines Lebens waren Figuren zu sehen, die ich im Internet gesehen habe und die mir gefallen haben. So neu ist diese Form des Gebrauchs nicht. Ich habe im Scriptorium veröffentlicht; die Bilder sind, aus dem selben Grund wie zuvor, zu einem großen Teil bearbeitete Fotos von Fantasy-Objekten (v.a. Figuren), die ich im Keller sammele. Teilweise habe ich Szenerien aufgebaut, Collagen zusammengefügt. Die "Freistellen"-Optionen von Word und GIMP haben Elemente extrahiert, "Künstlerische Effekte", "Schatten" und andere Bildeinstellungen (close to KI) meinen Bedürfnissen angepasst. Also: war das ein künstlerischer Prozess oder Raubkopie?
    Ärgere ich mich im Nachhinein, dass ich mir die Mühen gemacht habe, wo KI-Graphics schon verfügbar waren? (meistens nicht) Wie würde ich heute illustrieren?!

    Werden wir in Zukunft Veröffentlichungen vertrauen können, dass sie ohne Hilfe von KI erstellt wurden? Wünschenswert aber IMUO* absurd.

    Was uns - vorsichtig gesagt - irritieren darf, ist, dass KI ganz allgemein Gemeinschätze konsumiert und monetarisiert. Wenn wir uns die Infrastrukturanforderungen der KI vor Augen halten, ist der Kostenfaktor nicht von der Hand zu weisen. Dass aber die Besitzer dieser Infrastruktur (oder irgendwann dann die Infrastruktur selbst) die Beherrscher der Welt... der Kunst.... der Kunstwelt - naja und der Welt sein werden,.... ist nicht so erbaulich. Wer denkt, das ließe sich noch aufhalten... Sarrah Connor, Morpheus und Dr. David Bowman suchen nach Dir! Rebellion ist ehrenwert; sorry ich rebelliere, wenn ich Zeit habe, an anderer Front.

    *(in my upset opinion)

    Dass für mich eigentlich faszinierende ist, dass Du die Notwendigkeit siehst und offenbar ein belastbares Konzept hast, es aufzutrennen. Selbst wenn ich im fruchtbaren März eines Jahres so urteilte, könnte es mir im Erntemond desselben passieren, dass ich zu einem anderen Ergebnis käme. Da ich mir parabiologische Einzelfallentscheidungen nicht notiere, wäre ich bei misslungener (SL-) KL-Probe mittellos, und würden die Spieler sich (erinnern und) inkongruent behandelt fühlen, müsste ich die Sache ein zweites Mal überdenken und träfe erneut eine (dritte) Willkürentscheidung und notierte sie mir wahrscheinlich wieder nicht.

    Wir hatten wegen sodass noch nie Zoff. Und doch, grundsätzlich wird bei uns schon auch mal... äh... argumentiert. :zwerghautelf:

    @Peraines universeller Anbau-Segen ... mit der bekannten, leichten Tendenz zum Handwedeln...

    Es ist ein Fantasy-Spiel!

    Dass die Herrin den Apfelbaum nicht weniger liebt, als die Kornähren, dürfte Konsens sein.

    Eine auch nur ausreichend fühldenkende Spielleitung sollte den Hainsegen ohne Tamtam ziemlich 1:1 übertragen können.
    Sogar kann man einen Obst-Hain als Acker mit mehrjährigen Pflanzen betrachten, Bestäubung als Aussaat und die Auswirkungen exakt auf die "(Feld)-Früchte" anwenden.

    Man kann - andererseits - auch behaupten, ein frisch ausgebrachtes Getreidekorn sei noch ein Objekt und erst nach dem sichtbaren Aussprießen handele es sich um eine Pflanze. Deshalb sei die Zielkategorie nur an den Tagen danach erfüllt und die Zeremonie funktioniere auch nur in der Keimblattphase aber nicht mehr danach, weil spätestens mit der Entwicklung echter Blätter das Stadium "Aussaat" nicht mehr zutrifft. So eine SL muss dann halt möglichst schnell zu Ausbildungszwecken verjagt werden nach "wo der Pfeffer wächst!"

    Wiederum kann man mit dem Gedankengut in der Zeremoniebeschreibung gutes Rollenspiel "füttern":

    - Die Bauern des Dorfes erwarten verzweifelt die Ankunft von Bruder Maigold, denn sie mussten letzte Woche die Saat ausbringen und nun liegen die Äcker dort mit "frischer Aussaat" und noch kein Segen konnte Keim und Krume umschmeicheln.

    - Die Schwestern Baumschlau und Buchfolg streiten (und befragen & bequatschen die Heldin) , ob ein Segnen des Hains denn überhaupt Sinn mache - weil auch Sankta Theria ja einst schon schrieb, sie habe "zum Dank der fleiß'gen Leut' undt der g'sunden Leut und der Gräfin Feldt gesegnet, wie es die Herrin ihre Diener lehrete". Und nichts stehe dort, was andere Ernteerzeugnisse einschließe...


    Asleifr Windsprecher

    Das www - liebliche Feld schreibt etwas dazu. Aber offenbar nichts, was Du nicht auch im Vademecum gefunden haben könntest....

    Suchst Du denn ein ABENTEUER? für einen Bogner (1SLv1)? oder für eine Gruppe (1SLv3)? oder suchst Du Aufgaben, mit denen man einen FK-Helden und seinen Spieler glücklich machen kann? Wenn letzteres: gibt es eine wehrhafte Gruppe oder wäre eine Konfrontation im Nahkampf gleich sein Ende?

    Mehr Hilfe bekommt man, wenn man das Anliegen genauer formuliert. :cool:

    Im Speziellen (KI unterstützt Dolmetscherin):

    Grundsätzlich was RiverStyx sagt, wer wollte einer Betroffenen widersprechen. Ulisses hat beim 2. Anlauf TDE ja schon dazu gelernt und sich native speaker gesucht, weil "richtige Sprache" und "gute Sprache" eben noch ein himmelweiter Unterschied sind. Tatsächlich sind aber nicht alle Übersetzer wirklich zweisprachig, wenigstens in einer Richtung sind sie daher nicht automatisch besser. Außerdem ist es ja nun so, dass die Modelle genau das machen: sich seeeeehr viel Muttersprache draufschaffen und damit sprachlich dem Original immer näher kommen. Wir haben jetzt schon gelegentlich Mühe, KI-Texte zu identifizieren, und die Disziplin ist für Data & Chatty erst wenige Jahre alt. Ich vermute ehrlich gesagt, dass In fast allen literarischen Klassen die KI-Übersetzung sich schon kostenbedingt ihre Bahn brechen wird. Ein Autor muss ja außerdem auch noch wollen, dass sein Werk von einem anderen Künstler sprachtransponiert wird. Also wird es einen (m.E. übersichtlichen) Markt geben, auf dem davon ausdrücklich Abstand genommen wird.

    Im Allgemeinen (generative KI in Endprodukten)

    Ich sehe kein Halten.
    Wie soll man das beweisen (dass KI drin ist, dass irgendwo keine KI drin ist)?
    Und: wie lange wird es dauern, bis wir diesbezüglich vollkommen indolent sind?

    Mein Sohn erlernte im Kunstunterricht noch das Ausmalen mit Buntstiften. Nein, ich meine nicht das im Kindergarten, sondern das ordentliche... Ist Texturfüllung im Grafikgewerbe schon ein Vergehen oder ein Handwerkszeug, ein spezieller Pinsel?
    Musik wird mancherorts noch gerne mit "echten Instrumenten" gemacht. Was ist mit Verstärkung und was mit Filtern? Ist die E-Gitarre Unkunst?
    Und waren die Beatles künstlerisch böse, weil sie gesagt haben, wie gerne sie mit Synthies experimentiert hätten (wenn es sie schon gegeben hätte?)

    Bald werden wir überwiegend nicht mehr infrage stellen, ob die KI bei künstlerischen Prozessen mitgewirkt hat.
    Ich sehe die Bedrohung der Menschen, vor allem der schaffenden, und verstehe eine starke Gegenwehr. Ein Chance sehe ich für sie nicht.
    Bleibt nur die Frage, ob man Verteidigung grundsätzlich unterlässt, wenn man eine Niederlage kommen sieht. Und das muss jede Schaffende für sich selbst beantworten: gehe ich mit dem Strom und versuche KI und mich genial zu fusionieren (wäre mehr meins) oder gehe ich gegen den Strom und präsentiere mit dem Qualitätslabel "gegen den Strom" (also "ohne KI!")?