Am wenigsten für zwischenmenschliche Fragestellungen; solche, die man mal mit einem Mitspieler und vielleicht auch mal mit einer Foren-Community erörtert. Jedoch vermute ich, dass die Vorschläge einer KI in ziemlich ähnliche Richtungen weisen würden. Wenn jemand ratlos an einer Gruppen-Friktion litt und nicht wüsste, wohin mit seinen offenen Fragen, hielte ich ich eine Frage an die KI nicht einmal für unplausibel. Aber... nicht meins.
Auch kaum für Redaktionelles. Ich glaube das KI uns im "DSA-Stil" und Aventurien-Ästhetik noch unterlegen ist, und recht leicht einmal D&D-Standards drüberbügeln würde und - das ist ja das perfide an der KI - uns seine Anleihe verheimlichen würde.
Ich würde nicht einmal Nebencharaktere von KI ausarbeiten lassen, weil ich mir einbilde, das aus dem Handgelenk ebenfalls mindestens gleich gut zu können. Allerdings könnte KI sicherlich wesentlich konsequenter daran denken, jedem NSC wenigstens ein markantes Merkmal zu verpassen. Das wird - z:B. im Handbuch des Drachens "Spieler machen Leute" ja durchaus empfohlen und von mir oft genug sträflich vernachlässigt. Also - denkbar, aber "Figuren erfinden" zähle ich zum fundamentalen Kern des kreativen Gestaltens. Ein nächster Schritt zum KI-Gebrauch wäre dann ja die KI-Spielcharaktergenerierung und final "Spieler-KI vs Meister-KI" die Übergabe des gesamten Spielkomplexes in "kompetentere Hände". Deshalb: LLM keep of my character.
Womit wir beim Gestalten von Dingen und Orten ankämen. Und hier halte ich - handwerklich leider auch minderbegabt - die KI für eine total sinnvolle Hilfe.
Ich verstehe die weißen Knöchel und angespannten Kiefer der Kunstschaffenden, wenn sie so etwas lesen. Am Ende hat aber schon immer der technische Fortschritt Schaffende ihres Gestaltungsmonopols beraubt. Drucker & Setzer, Weber und Schneider, Trommler und Pianisten... es ergeht allen gleich: was Du kannst, kann nun auch die Maschine. Synthesizer und Texturen im CAD haben noch wenig Aufruhr gemacht - nun sind wir einen Schritt weiter und das Rad wird sich nicht zurück drehen.
Und hey - auf Charakterbögen meines Lebens waren Figuren zu sehen, die ich im Internet gesehen habe und die mir gefallen haben. So neu ist diese Form des Gebrauchs nicht. Ich habe im Scriptorium veröffentlicht; die Bilder sind, aus dem selben Grund wie zuvor, zu einem großen Teil bearbeitete Fotos von Fantasy-Objekten (v.a. Figuren), die ich im Keller sammele. Teilweise habe ich Szenerien aufgebaut, Collagen zusammengefügt. Die "Freistellen"-Optionen von Word und GIMP haben Elemente extrahiert, "Künstlerische Effekte", "Schatten" und andere Bildeinstellungen (close to KI) meinen Bedürfnissen angepasst. Also: war das ein künstlerischer Prozess oder Raubkopie?
Ärgere ich mich im Nachhinein, dass ich mir die Mühen gemacht habe, wo KI-Graphics schon verfügbar waren? (meistens nicht) Wie würde ich heute illustrieren?!
Werden wir in Zukunft Veröffentlichungen vertrauen können, dass sie ohne Hilfe von KI erstellt wurden? Wünschenswert aber IMUO* absurd.
Was uns - vorsichtig gesagt - irritieren darf, ist, dass KI ganz allgemein Gemeinschätze konsumiert und monetarisiert. Wenn wir uns die Infrastrukturanforderungen der KI vor Augen halten, ist der Kostenfaktor nicht von der Hand zu weisen. Dass aber die Besitzer dieser Infrastruktur (oder irgendwann dann die Infrastruktur selbst) die Beherrscher der Welt... der Kunst.... der Kunstwelt - naja und der Welt sein werden,.... ist nicht so erbaulich. Wer denkt, das ließe sich noch aufhalten... Sarrah Connor, Morpheus und Dr. David Bowman suchen nach Dir! Rebellion ist ehrenwert; sorry ich rebelliere, wenn ich Zeit habe, an anderer Front.
*(in my upset opinion)