Bannstrahler*innen und Magieanwendende

  • Wenn er der einzige Zauberer weit und breit war, wäre das ein starkes Indiz, haben die Bannstrahler jedoch 5 oder mehr 'verdächtige Zauberer' wird dieses Indiz immer schwächer und schwächer...

    Auch die Tatsache das der Magier ein Zauberer ist, der rein theoretisch den Dämon beschworen haben könnte, ist erstmal nur ein Indiz.

    Zu dem Zitat oben kann ich nur aus meinem Gedächtnis heraus was sagen:

    Irgendeine DSA4 Quelle (ich glaube; Herz des Reiches oder die Gareth Box) schrieb das die S&S Magier mit Bannstrahlern gemeinsam trainieren.

    Was das totalitäre Zitat wieder relativiert, wie es so häufig in DSA der Fall ist.

    "Die Inquisition arbeitet hier und da auch mit anderen Organisationen zusammen, zum Beispiel der Boron-Kirche (bei allen Abarten der Nekromantie), der Hesinde-Kirche (bei Exorzismen) oder eher distanziert mit den Pfeilen des Lichts, einer Gruppc von Weißmagiern, die Abtrünnige der Magierzunft verfolgt und richtet." (Wege der Götter S. 42) - Sicher, dass du nicht die Bannstrahler mit der Inquisition und die Pfeile des Lichts mit den S&S-Magiern allgemein verwechselst? Die Pfeile des Lichts sind freilich oft Abgänger von der S&S und werden dort auch zu solchen weitergebildet. Die Inquisition ist, man will es kaum glauben, schlicht deutlich weniger fanatisch als die Bannstrahler und selbst die pflegen nur eine "distanzierte" Zusammenarbeit mit den praiosfrömmsten Magiern.

    Nein, ich bin mir sicher das ich eine andere Textstelle meinte. Stöbern sobald ich kann auch nochmal durch "Magie des schwarzen Auges" vielleicht war die Stelle älter als ich im Kopf habe. Aber ich meine ich hätten diese Textstelle bei einer Runde mit Schattenkatze gefunden.

    Geron Sturmkind hast du etwas gefunden? Ich habe noch etwas über den Orden recherchiert.


    "Die Bannstrahler sind ein fanatischer Laienorden der Praioskirche, auch Geißler genannt. Ziel des Ordens, das mit flammenden Predigten, Feuer und Schwert verfolgt wird, ist eine kompromisslose Befolgung der Gebote Praios', insbesondere das Verbot jedweder Form der Magie. [...] Eng verbunden sind die Bannstrahler mit der heiligen Inquisition der Praioskirche. Oft sind die Inquisitoren von einigen Bannstrahlern begleitet, die für Schutz, Wache und Unterstützung sorgen. [...] Feinde des Ordens sind die Verfechter des Chaos, Dämonen und deren Diener und Verbündete. Darunter fallen sowohl Chimaeren als auch Untote, Paktierer, der Namenlose und seine Diener, aber auch ketzerische Götterbilder und Verzerrungen des Zwölfgötterkultes ebenso wie magische Kreaturen. Diese werden verfolgt und es wird versucht, sie auszurotten, wo immer sie sich zeigen. Das größte Feindbild aber ist die Magie: Mada ist durch ihren Frevel Hauptschuldige an der Unvollkommemheit der Welt: Zauberei in jeglicher Form muss verfolgt und ausgemerzt werden. Mit Magie versuchen Menschen frevlerisch, sich den Göttern gleichzustellen. Jegliche gewirkte Magie lässt die Struktur des Kosmos weiter zerfallen und bietet dem Bösen ein Tor in die Welt - mit diesem Bild folgt der Orden den Traditionalisten der Praioskirche. Doch die Gesetze binden jeden - insbesondere die Diener Praios'. So ein Magiewirker sich innerhalb der weltlichen Gesetze bewegt, sein Gildenrecht einhält und sich nicht gegen Götterrecht versündigt, ist sein Tun hinzunehmen. [...] Das Weltbild der Bannstrahler ist geprägt von einem ganz klaren Gut-Böse-Schema. Komplexe Gebote des Kultes sind auf eine simple Aussage reduziert, die klaren Wertungen teilen die Welt in Göttergefälliges und Frevlerisches. [...] Wer als Kind zum Orden kommt, wird in seiner Ausbildung in Götter- und Rechtskunde sowie dem Waffenhandwerk unterwiesen - und in ihm wird die kategorische Ablehnung jeglicher Magieanwendung geschürt, denn die Magie ist es, mit der Menschen versuchen, sich den Menschen gleichzustellen. Da jedoch die Magiergilden durch geltende Gesetze geschützt sind, haben vor allem nicht organisierten Magieanwender unter dieser leidenschaftlichen Ablehnung zu leiden." (Orden und Bündnisse S. 12-16)


    Vor diesem Hintergrund kann ich mir eine Zusammenarbeit zwischen Bannstrahler*innen und Magier*innen nur in den verzweifelsten Fällen vorstellen. Ein gemeinsames Training dagegen passt für mich nicht ins Bild. Magieanwender sind das absolute Feindbild noch vor Chimaeren, Untoten, Paktierer und dem Namenlosen samt seiner Diener sowie Ketzerei. (OuB 14) und das knallharte Schwarz-Weiß-Denken lässt eigentlich keinen Freiraum für Ausnahmen und Kompromisse. Wobei aber die Inquisition gelegentlich distanziert mit den Pfeilen des Lichts zusammenarbeitet. Wenn eine Inquisitorin sich dazu entscheidet und ihrem Bannstrahler die Zusammenarbeit befiehlt, muss er nach dem praiotischen Moralkodex eigentlich gehorchen. :/

    Edited once, last by Gast ().

  • Ich würde nicht sagen, dass Dämonen weniger Feindbild sind als Magier, sondern eher, dass Magier wichtiger zu behandeln sind, weils davon so viele gibt und die ja auch die Dämonen, Chimären und so holen!


    => Ist ein Dämon erstmal da, ist Dämon hauen wichtiger als Magier kloppen ;)


    Was Zusammenarbeit angeht, verstehen wir die Texte aber gleich.

  • Was im Zweifelsfall zuerst verkloppt wird, steht freilich auf einem anderen Blatt. "Das größte Feindbild [der Bannstrahler] aber ist die Magie". Das soll, gerade nach der Aufzählung von Dämonen, dämonischen Wesen, Dienern der Dämonen und des Namenlosen etc. betonen, wie fanatisch der Hass dieser Gruppe auf jegliche Magieanwendung ist. Aber vermutlich würden sogar sie einem amoklaufenden Zant eine höhere Priorität einräumen als einer Krötenhexe, die gerade Wirselkraut sammelt. Vermutlich. ;)

  • @Windweber nein, ich habe aber auch nicht mehr danach gesucht. Wie gesagt war ich der Meinung mich an ein eine Quelle zu erinnern, die ich nicht bei mir las.

    Besitze kaum DSA4 Material selber, dass hab ich nur als Spieler bedient.

  • Magieanwender sind das absolute Feindbild

    Ergänzend (vorsichtshalber) vielleicht noch: "Magieanwender jedweder Art", denn lizensierte Gildenmagier mögen sie ja auch nicht.

    Denn Bannstrahlern ist das ja irgendwo tatsächlich egal: Da ist Magie oder etwas Magisches, und es wird am besten vernichtet, oder mindestens verboten und bestraft.

    Laut einem Boten-Artikel haben sie auch mindestens bei einer Gelegenheit ein Einhorn getötet - das heilige "Tier" des Nandus und das sollte ein Mal des Frevlers geben.

    Ganz davon abgesehen, dass durch ihre Verhalten regelmäßig den eigenen Moralkodex brechen (wenn man sich deren Auftreten und Handlungen in AB und Artikeln ansieht, folgen sie nicht den Geboten kompromisslos, denn dann würden sie Gesetze anerkennen und nach ihnen handeln, sondern sie brechen sie, wenn sie das Gesetz (sie ein gutes Beispiel dafür, wie DSA gerne mit seinen eigenen Setzungen bricht).


    Ich wüsste auch nicht von einer Zusammenarbeit, und die Bannstrahler sind so sehr Hardliner - die leben nach der Maxime "Der Feind muss vernichtet werden", nicht "kenne Deinen Feind" (Ausnahmen sind eigentlich nur SC-Bannstrahler, und die scheinen mir sehr selten zu sein).

  • Laut einem Boten-Artikel haben sie auch mindestens bei einer Gelegenheit ein Einhorn getötet - das heilige "Tier" des Nandus und das sollte ein Mal des Frevlers geben.

    "Nach Ansicht einiger Kirchen haben Tiere übrigens ebenfalls eine Seele, die durch Finstere Akte verdammt werden kann. Insbesondere gilt dies natürlich für die jeweils der Gottheit heiligen Tiere und einig halb-mythische Wesen." (WdG20f)

    Das liefert möglicherweise die Erklärung. Das Einhorn ist zwar ei heiliges Tier, "verdammt aber mit der Anwendung der frevelhaften Magie" seine Seele und wird zur Strecke gebracht - nicht anders als man es mit einem frevelhaften Geweihten tun würde. :/

    Dennoch zeigt sich, wie bescheuert-fanatisch die Bannstrahler sind. :)

  • Dennoch zeigt sich, wie bescheuert-fanatisch die Bannstrahler sind.

    Gründlich, bitte! :)


    Sind nicht die Greifenfurter Bannstrahler gemäßigter? Die sind doch recht beliebt in der Stadt, glaube ich.

  • Die Bannstrahler sind allgemein sehr beliebt, weil ihr einfaches Schwarz-Weiß-Weltbild und die klaren Feindbilder die ungebildete Bevölkerungsmehrheit in den schweren Zeiten, die das Mittelreich in den letzten Jahrzehnten durchmacht, einfach anspricht. Sie liefern einfache Antworten wie "die Magie ist böse und an allem Schuld" und findet inneraventurisch Gefallen.

  • Heiliges Tier einer Kirche ist heiliges Tier einer Kirche (auch wenn ein Einhorn nicht als Tier zählt), und es zu töten (das Einhorn wird explizit genannt) gibt ein Mal des Frevlers, weil das annähernd gleichzusetzen ist mit dem Angriff auf einen Geweihten (ZBA, S. 13, ebenso in DSA 5 laut Regel-Wiki).

  • Ausnahmen sind allerdings der Fuchs der getötet werden darf, um das eigene Geflügel zu schützen, die Gans aus Gründen der Verpflegung, sowie Löwe, Panther und Eisbär, solange sie in einem angebrachten Zweikampf besiegt werden.


    Bei Schlangen ist es merkwürdig, wenn man diese almadanische Tradition des Schlangengemetzels an Feiertagen bedenkt...

  • Verbrennt diese Schattenkatze. Sie behauptet die Taten eines edlen Bannstrahlers und Diener des Oberstenfürsten Praios könnte ein Fehler gewesen sein? Nein kein Fehler, sogar ein Frevel?

    Möge die Flamme ihr die Erleuchtung schenken, dass was im Namen des Praios getan wird, gerecht und richtig ist und so ihre Seele vor den Niederhöllen retten.


    Alrik: "Ich habe auch gesehen, wie sie Hexenwerk verrichtet. Obwohl sie nicht im Raume ist empfange ich Nachrichten von ihr. Sehe Worte auf Wänden wie sie mit mir spricht. Hexe Hexe Hexe. Brennen soll sie brennen!!!!!"

  • Aber trotz oder gerade wegen ihres Fanatismus sind die Bannstrahler*innen strikt gesetzestreu, auch gegenüber Magieanwendenden.

    Sind sie tatsächlich nicht. Sie töten vorsätzlich Einhörner, haben eine anderen und abweichende Schöpfungslehre, und setzen an alles Feuer, was sie für Böse und Schlecht halten (was ziemlich viel ist), und glauben von sich selber, sie würden sich frei von Sünde halten.

    Selbst nicht-Bannstrahler Praioten halten sich in offiziellen AB oft nicht an ihren Moralkodex, wenn wieder mal SC unschuldige Hexen oder doch-keine-Hexe vor dem Scheiterhaufen retten sollen, aber bei den Bannstrahlern ist es eigentlich festgelegt, dass sie alles sind, was sie nicht sein dürften und sollten, und werden trotzdem von der Mutterkirche und den anderen Kirchen anerkannt und - für mich erstaunlich genug - werden nicht den Rest ihrer Dienstzeit von schlechten Gewissen in die Knie gezwungen.

  • Doch die Gesetze binden jeden - insbesondere die Diener Praios'. So ein Magiewirker sich innerhalb der weltlichen Gesetze bewegt, sein Gildenrecht einhält und sich nicht gegen Götterrecht versündigt, ist sein Tun hinzunehmen.

    Orden und Bündnisse S. 14 vertritt da eine andere Meinung... :/


    Auf S. 15 heißt es weiter: "Die obersten Gebote des Ordens sind Wachsamkeit, Mäßigung, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Ehrlichkeit. Die Ordensmitglieder sind, obgleich Kämpfer, nicht an die Gebote Rondras gebunden, sondern folgen dem Moralkodex der Praiospriesterschaft, als seien sie selbst Geweihte. Sie halten sich an sämtliche Vorschriften der Geweihtenschaft und legen diese teilweise deutlich genauer und strenger aus, als es manche Priester der gemäßigteren Richtungen tun, die eher versuchen, den Sinn hinter den Buchstaben zu ergründen. [...] Unabdingbar ist es dabei, sich sebst von Sünde und Schmutz freizuhalten. Ihre Gebote, Gottesfurcht und Folgsamkeot bestimmen ihren Lebenswandel. Anders als bei vielen anderen Geweihten und Kirchendienern ist die Suche nach Makeln an sich und ihrer Umgebung (und das entschlossene Reinigen derselben) für die meisten Bannstrahler zur regelrechten Obsession geworden. Die häufigen Selbstgeißelungen sind darum auch (eigebtlich) nicht Ausdruck der Selbstbestrafung oder Buße für eigene Fehler, sondern diesen zur spirituellen Reinigung von Geist und Fleisch"


    Da gibt es wohl, wie so oft, einige Widersprüche im DSA-Kanon. Was will man machen. Das passt so überhaupt nicht zu den Einzelfällen, die du beschreibst, Schattenkatze :/

  • Bei der Gesamtbetrachtung gebe ich zu bedenken, dass es auch innerhalb des Bannstrahl-Ordens verschiedene Strömungen gibt.

    Fanatismus und Ausschreitungen gegen Magier sind nicht ungewöhnlich, vor allem dort, wo Laienmitglieder sich selbst überlassen bleiben.

    Dennoch ist nicht jeder Bannstrahler völlig gehirngewaschen, und es gibt auch geweihte Mitglieder. Gerade die letzteren, meist gebildeteren Führungspersonen sind - wenn sie denn wollen - zu einer differenzierteren Betrachtung in der Lage, und natürlich sind sie sich aufgrund der Weihe auch mehr bewusst, dass sie ihre Taten vor Praios zu verantworten haben.

    Noch einmal anders stellt sich die Lage dar, wenn die Bannstrahler nicht unter sich sind, sondern unter der Führung eines Inquisitors.


    Das Klischeebild ist daher vor allem als Vereinfachung für den Spielleiter zu sehen.


    In der Quanionsqueste kamen natürlich Bannstrahler vor. Einer von ihnen war ausdrücklich als Fanatiker beschrieben. Beispielweise bei den Bannstrahlern der Glyndhavener Garnison sah das Abenteuer dagegen keine expliziten Probleme für eine magiebegabte Gruppe vor: aus meiner Sicht passend, denn im eisigen Norden haben die Menschen andere Prioritäten, und die ordenstypische Engstirnigkeit mag gegenüber Firuns Hauch in den Hintergrund treten.


    Ich will damit sagen: wenn es der Story guttut, darf der Meister auch mal einen ein- oder nachsichtigen Bannstrahler vorkommen lassen.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Ihre Gebote, Gottesfurcht und Folgsamkeot bestimmen ihren Lebenswandel. Anders als bei vielen anderen Geweihten und Kirchendienern ist die Suche nach Makeln an sich und ihrer Umgebung (und das entschlossene Reinigen derselben) für die meisten Bannstrahler zur regelrechten Obsession geworden. Die häufigen Selbstgeißelungen sind darum auch (eigebtlich) nicht Ausdruck der Selbstbestrafung oder Buße für eigene Fehler, sondern diesen zur spirituellen Reinigung von Geist und Fleisch"


    Hä? "Obsession für die Suche nach Makeln an sich" klingt aber schon als wären ihre Selbstgeißelungen genau das: Selbstbestrafung und Buße für eigene Fehler.


    Wer bei sich selbst nach Fehlern sucht, der findet ja auch welche.


    Wobei es natürlich solche geben mag, die sich für völlig unfehlbar halten, und sich nur geißeln weil das bei Bannstrahlern eine Gruppenaktivität ist, bei der man eben mitmacht um nicht aufzufallen.


    Das sind dann wahrscheinlich auch eher die, die noch Zeit finden, bei anderen nach Makel zu suchen und mit den SCs aneinandergeraten.


    (Warum sind die eigentlich so extremistisch? Das müssten sie meinem Empfinden nach gar nicht sein, von ihrer Funktion im Spiel ausgehend. Toleranz für die allerweißesten Weißmagier die ihre Magie nur nach gründlicher Abwägung einsetzen, wenn es gar nicht mehr anders geht - also Pfeile des Lichts - wäre durchaus noch drin. Sie wären trotzdem der erklärte Feind von 99,9 Prozent aller Spielercharaktere und -gruppen, was vermutlich ihre Outgame-Existenzberechtigung ist. Wenn die Krötenhexe, die nur heilt, gegen kein Gesetz verstoßen hat, können sie ja auch mal einen Schelm auf den Scheiterhaufen bringen wollen, der hat mit einem Streich bestimmt gegen irgendein Gesetz verstoßen.)

  • Hinrich Orden und Bündnisse S. 15 unterscheidet sogar diverse Strömungen innerhalb der Bannstrahler, sagt aber leider nichts zu Unterschieden in Verhalten, Dogmen und Lehre. Hätte ich mir bei einer so ausführlichen Quelle schon gewünscht. :-/ Es wird eigentlich nur beschrieben, was diese "Strömungen" als derzeitige Hauptaufgabe in ihrer jeweiligen Region sehen.

  • Da gibt es wohl, wie so oft, einige Widersprüche im DSA-Kanon. Was will man machen. Das passt so überhaupt nicht zu den Einzelfällen, die du beschreibst,

    Die stammen aus der Bannstrahler-SH im Av Bo 119. Der vom Datum her sicherlich älter ist als OuB, also als weniger aktuell gelten darf.

    Obwohl: Was Du da zitierst, steht sinngemäß auch in der SH drin, mit eben noch mehr.

    Es steht auch im Boten drin, dass es Uneinigkeiten gibt und nicht jeder Bannstrahler blind fanatisch ist, aber wenn man sich deren Eckdaten anschaut, nicht nur in der SH, sondern dann auch die in zB. WdG oder OuB, dürfte selbst der gemäßigste Bannstrahler überall sonst als Fanatiker gelten.

    Allerdings stehen genau die Einhörner töten und die andere Schöpfungslehre auch noch im Wiki-Eintrag und auf den Boten sich beziehend, obwohl das in OuB nicht mehr steht.

    In OuB wurden die Bannstrahler entschärft, zum Glück, und da werden Hexen nicht mehr in der selben Aufzählung mit Dämonen und Paktierern genannt, und es wird ausdrücklich genannt, wer sich im Rahmen der Gesetze bewegt, ist sicher. Allerdings ist immer noch, aber weniger oft, von 'ausbrennen' und 'ausmerzen' die Rede (was irgendwie schon leicht eine gewisse Selbstjustiz implizieren kann).

    Man merkt schon an recht vielen Sätzen und den Inhalten, dass das Kapitel in OuB auf der Boten-SH basiert, aber doch deutlich entschärft wurde.


    In den meisten AB, in denen Bannstrahler (und meist auch andere Praioten) auftreten, verhalten die sich gegen Gesetze (Hexen darf man nicht verbrennen ohne Verurteilung) verstoßend und ihren Moralkodex brechend, leider.


    Aber das ist ein häufiges Problem mit den Setzungen: Da gibt es bei Bedarf brechen dieser Setzungen, ohne dass das passiert, was geschehen sollte laut Hintergrundsetzungen.

  • Ein fanatischer Bannstrahler ist fanatischer Gesetzteshüter, nicht fanatischer Hexenjäger, wie offizielle die von @Windweber jetzt mehrfach zitiert wurden, belegen.

    Gegen Gildenmagier können sie zwar einen persönlichen Groll hegen und die Titel der 3 großen Gilden als leere 'Ehrentitel' abtun. Aber gegen keinen Zauberer gehen sie grundlos gewaltsam vor.

    Ihr Urteil mag schnell gefällt werden, aber solange es nur Akoluthen sind, werden sie das eigene Urteil nicht vollstrecken, da es nur dem Adel und in bestimmten Fällen den Kirchen und Magier-Gilden zusteht rechtsgültige Urteile zu sprechen, nicht dem Bannstrahlorden perse.


    Ein magiehassender und vorverurteilender Bannstrahler mag keine Seltenheit sein. Aber in der strengen Ausbildung des Ordens wird man sicher vor den Gefahren gewarnt worden sein, dass man sich vor den Versuchungen Blakharaz' und Nagrachs in acht zu nehmen hat. (persönliche Rache und Gnadenlosigkeit)


    Irgendwie muss auch ein Bannstrahler Phex und Hesinde in sein Glaubensbild einfließen lassen, denn auch wenn sie Praois in erster Linie verehren, wäre der Götterfürst kein Götterfürst, würde er die anderen 11 Götter und ihre Tugenden nicht in Alveran dulden und gutheißen. Phex wird ein Praiot sicher niemals, voll und ganz verstehen oder gutheißen können, aber ist der Gott der Hinterlist und Flinken Finger nicht auch der, der die Mäßigung eben jener predigt? Während Praios zwar Ehrlichkeit über alles stellt, sagt Phex stehle nie von Jenen, die das Bißchen brauchen, das sie haben und nie wenn es dir ein leichtes wäre.

    Und so wird der Praiot auch niemals Hesinde und die 3 großen Gilden vollends verstehen, dabei ist auch hier wieder Mäßigung die Tugend, die diesen Institutionen innewohnt. Magie ist nunmal ein Teil Deres seit Mada die Zitadelle der Macht zerstörte, jedoch ist es Hesindes anliegen die Magie in den Händen der klügsten und gelehrsamsten Köpfe zu sammeln, damit ihre Kraft verantwortungsbewusst und gottgefällig eingesetzt wird. Nicht ohne Grund ist die Weiße Gilde, welche eben jene Zielsetzung in ihrer Ausbildung am größten schreibt, im praoisgefälligen Mittelreich, am stärksten.


    Es wäre gesetzteswidrig oder gar frevelhaft der persönlichen Meinung über Zauberer nachzugeben, wenn Praois sie nun, da Madas Frevel unumkehrbar feststeht, auf Dere duldet.

    Zum Verbrecher oder gar Frevler zu werden, um Zauberer zu richten, wäre wohl kaum im Sinne des fanatischen Bannstrahlers.


    Wenn man dann von einem gemäßigten, intelligenten Bannstrahler ausgeht, könnte dieser sogar mit Hexen und/oder Druiden durch Aventurien ziehen. Solange sie ihre Zauberei zum Schutz der 12 Göttlichen Ordnung und gemäß regionaler Gesetze einsetzen, kann dieser Bannstrahler durchaus den Nutzen in der Magie, als Waffe gegen Magie und die Niederhöllen anerkennen und versuchen, die Ungläubigen zu der Herrlichkeit Praios' zu bekehren, auf dass sie sich freiwillig von dieser frevlerischen Kraft reinigen lassen.


    Und somit ist ein Bannstrahler wieder regulär spielbar, auch in Gruppen mit Zauberern.

    DSA hat schon immer damit gespielt, dass Helden in der Gruppe nicht zu 100% dem Stereotyp ihrer Profession entsprechen, der wandernde Magier ist genauso atypisch, wie der Magie akzeptierende Bannstrahler.

  • Ein fanatischer Bannstrahler ist fanatischer Gesetzteshüter, nicht fanatischer Hexenjäger, wie offizielle die von @Windweber jetzt mehrfach zitiert wurden, belegen.

    Gegen Gildenmagier können sie zwar einen persönlichen Groll hegen und die Titel der 3 großen Gilden als leere 'Ehrentitel' abtun. Aber gegen keinen Zauberer gehen sie grundlos gewaltsam vor.

    (...)


    Offizielle Setzung, QQ S.223, Unterstreichungen von mir:

    "Während der Queste: (...) In den ersten Jahren der Queste sind die Bannstrahler zersplittert und uneinig, durch das Verschwinden des Ewigen Lichts tief erschüttert, zum Teil aber auch in ihrem kompromisslosen Fanatismus bestärkt. Ausschreitungen gegen Magiebegabte nehmen vielerorts zu."

    "Nach der Queste: (...) kommt es in der Provinz, wo Trupps von Laien-Bannstrahlern sich selbst überlassen bleiben, weiterhin immer wieder zu fanatischen Ausschreitungen."


    Bannstrahler gehen gegen Magiebegabte "grundlos gewaltsam vor" - das ist nicht meine Meinung, sondern offiziell. Das ist kein Widerspruch zu Windwebers Quellen, sondern eine begründete abweichende Entwicklung, die tatsächlich nicht den Zielen und Werten des Ordens entspricht.

    Egal, was die Frage ist - Schokolade ist die Antwort!

  • Ich wollte nur darauf hinweisen, dass Bannstrahler die sich an solchen Aktionen beteiligen KEINE Fanatiker im Sinne des Ordens sind, sonder Abweichler, Eidbrecher und Kriminelle. Denn der Kodex des Ordens erlaubt grundlose Verfolgung keineswegs, sondern verurteilt sie, da gemäß des Codex Albyricus (welcher im MR als Gesetzesschrift anerkannt ist) Zauberer nicht mehr verfolgt werden dürfen und sollten sie Untaten mit Hilfe der Zauberei begehen, sollen sie gemäß der Gesetze nach der schwere ihrer Verbrechen verurteilt werden.

    Es sind also keine fanatischen Bannstrahler, die soetwas tun, sondern eher 'gefallene' Bannstrahler! Desweiteren steht in deinen Zitaten nichts von "grundlosen Ausschreitungen", das ist deine Interpretation!

    Das nach dem erneuten Verschwinden des Heiligen Lichts, kurz nach Borbarad und Galotta, härter gegen Zaubernde vorgegangen wird, hab ich nie abgestritten. (Im Gegenteil)

    Ein magiehassender und vorverurteilender Bannstrahler mag keine Seltenheit sein.


    "fanatische Ausschreitungen" im Sinne Praois müssten über alle Maße gerecht, ehrlich und gesetzestreu sein. Sonst sind sie nicht fanatisch, sondern verfehlt!