Beiträge von Schattenkatze

    Morgaine bleibt stehen, als Fiora zurück bleibt, während die anderen gehen. Diese Sache mit den Schicksalssträngen war ihr schon damals etwas unangenehm und für sie schwierig, weil es etwas ist, das sie so recht nicht verstehen kann, und was auf eine schwer zu beschreibende Art sie vielleicht auch ein wenig skeptisch macht.

    Sie runzelt ihre Stirn, nicht etwa ungehalten, sondern weil sie die Worte in ihrer Bedeutung zu begreifen sucht. "Ich verstehe, was Ihr sagt, aber nicht die eigentliche Bedeutung, befürchte ich. Dadurch, dass sie beide diesen Stein betrachtet haben, in dem sie ihn in die Hand nahmen, um mehr zu erkennen, hat sich ... ihr Schicksal verändert? Und das hat mit diesem Stein direkt zu tun? Könnt ihr, wenn nicht ganz einordnen, diese Veränderungen zumindest", sie sucht nach einer passenden Formulierung", ... ein wenig einordnen?"

    Wir haben also OT 2 Tage, unsere Fragen kreuz und quer rauszuballern, hoffentlich Antworten zu erhalten, auf deren Grundlage vielleicht noch mal Fragen gestellt werden könnten?

    Daher habe ich dann einfach mal im IT so einen Fragenkatalog abgefeuert, die sich sonst erst nach und nach gestellt hätte, statt alle auf einmal.:saint:

    "Vermutlich", erwidert Kerry geschmeidig, die keine Ahnung davon hat. Aber Zünfte kümmern sich doch um ihre Leute, oder?

    "Wie heißt denn der Lehrling? War der heute schon hier gewesen? Und gab es auch Streitereien oder auch nur Probleme mit anderen Leuten? Wenn er Meister doch etwas aufbrausend war, wie Ihr sagt. Kunden, Nachbarn, Kollegen? Hat er eigentlich Familie?"

    Dafür kann ich versprechen, dass Drama, das beim Würfeln erst entsteht und dann auch darüber gelöst wird ECHT ist, und eine solche Erfahrung am Spieltisch ist denke ich mehr Wert für alle, als wenn ich Drama erst künstlich erzeugen muss.

    Das ganze Rollenspiel ist doch so gesehen nicht "echt". Ich für meinen Teil finde eine Todesgefahr für meinen Charakter aus der Wahrnehmung des Charakters jetzt nicht weniger "echt" oder auch genauso "unecht", als zu würfeln, was zum Tode führen könnte.

    Ich brauche kein Drama durch Würfelei, ich erlebe Drama durch das Spielen und (indirektes, da Spielerin, nicht SC) Miterleben und aktives darstellen. So wie ich auch ein Buch oder Film sehr spannend finden kann, wohl wissend, dass die Figuren da überleben (weil man es schon kennt, eine Serie ist, oder aus anderen Gründen). Nicht wirklich spannend in dem Sinne (und schon gar nicht meinen Spielspaß fördernd) ist dagegen für mich, ob gleich mein Charakter stirbt, einfach aus Würfelpech.

    Wohlgemerkt, einen umfassenden Sterbeschutz, egal was man macht, oder auch nur einen Schutz auf "wird schon alles super gelingen, egal was wir wie tun" gibt es bei uns nicht.


    Generell nehme ich durch das manipulieren von Würfeln die Chance heraus für die Helden, scheitern zu können - und damit auch, um wirklich gewinnen zu können. Ein Sieg ist nicht viel Wert, wenn er das einzig möglich Ergebnis ist.

    Weshalb man auch scheitern kann. Fehler begehen, das Falsche tun, Scheitern können mit einer Aktion, weil sie nicht gut ist, oder nach einem Würfelwurf auf Spielerseiten scheitert - das hat außer im letzten Punkt nicht mal unbedingt etwas mit Würfeln zu tun, das geht auch ohne.

    Einen Charaktertod zu verhindern oder einen Antagonisten gefährlich daher kommen zu lassen, manchmal ein wenig nachhelfen, die Geschichte spannend zu halten, ist etwas anderes, als davon auszugehen, dass dann auch alles gelingt.


    Aber: Wenn Anfang, Mittelteil, Plotttwist und das Ende sowie alle Wege dorthin ohnehin feststehen - wozu braucht es denn dann noch die Spieler? Dann mach ich einen Film draus.

    Das stimmt. Ich fände es als Spielerin wie SL stinkelangweilig, wenn alles vorgegeben wäre und man sich daran entlang hangelt und egal, was man als SC macht oder versucht, nichts bewirkt, weil alles abgespult wird.

    Das hatte ich auch ein- oder zweimal erlebt, und es war absolut nicht schön. Da wurden wir Spieler (und unsere SC eigentlich auch) Zuschauer einer Geschichte, in der unsere SC, egal was sie taten, nichts tun konnten, was den festen Ablauf irgendwie juckte. Und der SL dabei hat nicht mal Würfel im Zweifelsfall gedreht.

    Ein solcher Ablauf hat daher meiner Erfahrung nach recht wenig mit Würfeländerungen des SL zu tun. Denn man kann keine Ergebnisse ändern und trotzdem genau so ein AB leiten, und man kann als SL Würfelergebnisse ändern, und der Plot entwickelt sich mit Aktionen, Ideen und Erfolgen (beim Würfeln) der Spieler, ungeahnte Wendungen geschehen und kann eben auch ein Scheitern bei dem einem oder anderem beinhalten.


    An dem einen Tag dreht er die gewürfelte 1 des Drachen weg, am nächsten Tag lässt er den Oger mit dem kritischen Hammerschlag den Helden in zwei Hälften spalten, weil es ihm jetzt in die Geschichte passt?

    Bei einem solchen SL würde ich mich auch nicht wohlfühlen. Das wäre wie oben - egal was man macht, es wäre ja womöglich unerheblich für die Handlung, solange die nur ihrer vorgegebenen Bahn folgen kann.



    Was waren das für Proben?

    Ganz reduziert: Das eine war eine SB-Probe, die nicht gelang, daher gesetzt wurde, dass ein SC nicht zu Bewusstsein kommt, wenn er zu ertrinken drohte, und daher eben ertrank. Das andere war eine KL-Probe, als ein Ronnie in einem Spinnennetz über einem Abgrund hing und sich losschneiden wollte. Dies war eine unkluge Idee. Das hat sogar der Spieler rechtzeitig erkannt, aber er musste trotzdem eine KL-Probe für seinen SC würfeln, bestand diese nicht, der SC schnitt sich los und lag dann nach dem Aufprall unten auf dem Bauch mit dem Gesicht nach oben.


    War dem Spieler klar, was es bedeutet, durch den Kontrollbereich von 5 Gegnern zu laufen? In solchen Situation winke ich da durchaus mit dem Zaunpfahl "du weisst schon, dass dich 5 AT treffen können, bevor du am Ziel bist?". Wenn man keine Bodenpläne oder Zeichnungen verwendet, ist die Vorstellung der Details des Schlachtfeldes nicht immer übereinstimmend.

    In der Tat. Erst mal nachfragen auch bei uns. Manchmal hat man ganz unterschiedliche Vorstellungen der Situation, oder erinnert sich gerade an spezifische Details nicht.

    Die Frage "Bist Du Dir sicher?" ist immer der rechte Moment für den Spieler, nicht sofort Ja, zu sagen, sondern kurz nachzudenken und ggf. nachzufragen.

    Aber wer offensichtlich Dummes tut, auch bei Nachfrage und Verdeutlichung der Situation, den würde auch bei uns kein netter SL durch Würfeldrehen retten. Zum Glück ist das noch nie vorgekommen. Spätestens Nachfragen oder eben Beschreibung und Darstellung der Situation reichten immer aus.

    Ich spiele seit 28 Jahren DSA und hatte nie das Problem, dass ein SC aufgrund eines schlechten Würfelwurfes gestorben wäre. Dafür sind aventurische Charaktere viel zu robust ;)

    Ich schon. Zweimal (beide Male beim gleichen SL). Beide Male war es genau eine Probe, die misslang, und beide SC waren IT Sekunden später tot.

    Beides waren blöde Tode (da war nichts heldenhaftes), waren nicht mal nötig, auch die Proben hätten nicht sein müssen. War beides vor ziemlich genau 18 Jahren.


    Das ist eben die uralte Frage: Bringt mir das Lösen von Herausforderungen und das Meistern von Bewährungen inkl. realer Todesgefahr für den SC mehr Spaß und Spannung oder ziehe ich meinen Spaß mehr aus dem Erzählen einer dramaturgisch schönen Geschichte?

    Ich erweitere die Frage noch: Das ist eben die uralte Frage: Bringt mir das Lösen von Herausforderungen und das Meistern von Bewährungen inkl. realer Todesgefahr für den SC mehr Spaß und Spannung, oder ziehe ich meinen Spaß mehr aus dem Erzählen einer dramaturgisch schönen Geschichte, oder ziehe ich meinen Spaß aus dem Empfinden meines SC, der nichts vom Sterbeschutz weiß, und sich mit einer für sich durchaus realen Todesgefahr konfrontiert sieht, dem Lösen von Herausforderungen, Meistern von Bewährungen und dem Beitrag mit anderen Spielern und SC zu einer spannenden Geschichte?


    Spielspaß ist halt individuell definiert, wie ziemlich viel anderes ebenfalls.

    Was sich letztlich nicht verneinen lässt ist, dass ein TaW von 10 mit gut gesteigerten Eigenschaftswerten regeltechnisch schon ein Garant für eine sehr hohe Erfolgswahrscheinlichkeit ist.

    Das interessiert mich, BardDM , wie bei euch "gut gesteigerte Eigenschaftswerte" definiert werden, bzw. wo die anfangen und aufhören?

    Ich muss gestehen, dass ich dieses Verbot von "SC können sterben" nie ganz verstanden habe. Das ist ja Teil des Spiels.

    Ich habe nie verstanden, was daran Reiz und Spannung und Spielspaß ausmacht. Aber ich muss das nicht verstehen und nachvollziehen können. Es reicht mir, wenn ich weiß, dass es Spieler gibt, die das wertschätzen und für die das für wichtig und/oder dazugehörig ist, und dass ich akzeptiere, dass es für sie so ist.

    Für mich, meine Mitspieler und auch viele andere Spieler ist es eben verständlich, gewünscht und spielspaßfördernd.

    Es findet ja auch nicht jeder die gleiche Regel, NSC, Metaplotstränge, Region oder AB gut oder kann verstehen, warum das von anderen gewertschätzt wird.

    Über Geschmack kann man halt nicht streiten.

    Stall


    Während Talon beginnt, die Ladung aufzuteilen, aufzuhängen oder wegzuräumen, fragt er Erlinde beiläufig im Sinne, ein Gespräch nebenbei zu führen, weil dann die Arbeit leichter von der Hand geht: "Is' bei dem Wetter wenig los mit Reisenden, wie?"

    Er hustet einmal kurz.

    Die Frage ist schlicht. Wenn ich nicht an den Regeln festhalte, welchen gemeinsamen Nenner habe ich dann? Woher bekomme ich meine Objektivität?

    Wenn es nun aber Regel ist, dass so etwas möglich ist, ist es unter der Prämisse kein Regelbruch. Was genau Regel ist und was nicht obliegt ja immer bei der Gruppe.

    In quasi jedem GRW eines beliebigen Rollenspieles steht, dass die Regeln darin nur Vorschläge sind, an die man sich halten kann. Ich glaube, dass eigentlich jede Gruppe DSA mit irgendeiner Form von Hausregeln spielt, und sei es, dass man die eine oder andere kleine Unterregel weglässt, oder eine andere ein bisschen erweitert, und das ist weiter nach oben sehr weit offen, mit zunehmend umfassenderen Änderungen gegenüber offiziellen Regeln.

    Was jedoch eine Hausregel wird, ist natürlich sehr individuell.



    Was ich als Unterart des offen Würfelns gar nicht mag - da ich das schon einige Male (tatsächlich Plural bei stets anderen SL) in anderen Runden erlebt habe -, ist, wenn SL zwar offen würfeln, aber das Ergebnis u.U. dann nicht haben möchten und mit teilweise sehr erzwungen wirkenden und gewollten IT-Aktionen (weil plötzlich NSC in unmittelbarer Nähe da waren, die vorher nicht da waren, irgendwelche Zauber, Liturgien in viel kürzerer Zeit wirken, als eigentlich möglich ist) einen SC doch nicht sterben lassen wollen.

    Das macht mir so ein Erlebnis immer sehr madig.

    Aus "SC kann aufgrund von Würfelpech, bzw. Würfelglück auf der anderen Seite sterben" ziehe ich weder Reiz, noch Spannung oder Spielspaß. Das ziehe ich aus gänzlich anderen Aspekten des Rollenspieles.

    Liturgien mit der Dauer von 1 Aktion finde ich zu kurz und schnell, oder auch einmal die Kosten von 1 KP zu niedrig. Dazu gibt es eine Menge Sonderregeln, die bei offiziellen Liturgien/Regelwerk so nicht existieren. Auf solche Sonderregeln würde ich eher verzichten, die blasen schon das übrige Regelwerk auf, aber in Deinen Liturgien gibt es die sehr oft.

    Ifirns lachen finde ich selbst für Ifirn zu oberflächlich/fröhlich/bedeutungslos. Meinem Verständnis nach werden Liturgien eingesetzt, wenn so richtig Land unter ist, augenzwinkernde Fluff-Liturgien auch noch für Firun treffen daher meine Vorstellung nicht.


    Den Ansatz allerdings, neue Liturgien zu spendieren, finde ich an sich gut. :)

    Gefallen Regeln nicht, werden sie unseren Gruppen rausgeworfen oder abgeändert, bis es passt. Ich muss nicht am Würfel drehen ('mogeln' ist das bei uns nicht, jeder weiß, dass das auf SL-Seite vorkommen kann), ich möchte das auf meiner Seite tun, damit auf beiden Seiten Spaß besteht, damit es nicht zu eben solchen Ausrutschern der Stochastik kommt, die durchaus einen Abend verderben können.


    Im großen und ganzen sollte das Würfelmanipulieren aber nie Überhand gewinnen und auch eigentlich nicht zu den Spielern durchdringen ansonsten kommt meiner Erfahrung nach schnell das Gefühl auf, dass raffinierte Taktiken oder kreative Lösungen nicht nötig sind weil im Endeffekt der Meister schon alles richtet.

    Das habe ich selber noch nie so empfunden und wüsste auch nicht, dass das schon mal jemand in unseren Runden so empfunden hätte. Da wird trotzdem mitgezittert und so oft, wie einige Spieler während der 7G am Tisch von neuen SC-Konzepten sprachen (manchmal ganz fatalistisch im Zuge gefährlicher Szenen), wenn der jetzige SC sterben sollte. Obwohl sie wussten, dass das nur geschehen würde, wenn sie es wollten, oder wenn sie etwas offensichtlich Dummes tun würden.

    Denn der SL sorgt zumindest bei uns nicht für die Blankokarte bei uns auf 'gelingt immer und schwierig ist es auch nicht'.



    Wenn das Ende/ der Ausgang einer Situation bereits vorgegeben oder festgelegt wurde in der Vorbereitung durch den SL/Autor,

    Davon abgesehen, dass jedes AB eigentlich ganz offiziell und in seiner Grundannahme vorsieht, von den SC erfolgreich bestanden zu werden, ist nun keineswegs alles vorgegeben oder festgelegt in den Gruppen, in denen ich spiele und gespielt habe. Eigentlich ja nur, dass SC X jetzt nicht stirbt, weil SL z.B. Krit mit Höchstschaden und der Spieler einen Patzer auf PA hinlegt und da nur noch 8 LeP hinterstehen, oder dass der aufgebaute Antagonist auch das bleibt, was er sein soll, ein fordernder Gegner.

    Was man als SL nicht festlegen kann, ob nun offen gewürfelt wird oder nicht, sind die Ideen der Spieler, ihre Umsetzungen (und bekanntlich wird man ja als SL immer mal wieder überrascht), wie man von A nach B kommt (damit meine ich nicht das geografische Vorankommen), was man mit Informationen und Ereignissen als Spieler macht, etc.

    Mir z.B. ist es wichtig, dass eine Geschichte und ihr Verlauf von den SC voran getragen wird, auch wenn sie anders verlaufen sollte, als ich das vielleicht angenommen habe, und darauf haben meine Würfelwürfe während der meisten Sitzungen sehr wenig bis gar keinen Einfluss, denn wir spielen nicht so würfellastig.

    Wenn man dumme Dinge tut oder sagt IT, können auch dumme Dinge bei rumkommen. Ganze ohne dass überhaupt zu Würfeln gegriffen wird.

    Unsere 7G-SL machte das (einmal nutzte sie nur Erdnussschalen, um Würfelgeräusche zu erzeugen, und wurde dabei irgendwann einmal gesehen, und unvergessen der Spruch des Spielers: "Tue wenigstens so, als würdest du würfeln"), ich mache das ebenfalls seit Jahr und Tag, und ich vermute in einem gewissen kleinem Rahmen macht das auch wenigstens ein anderer Spieler unserer Runde, wenn er mal leitet (das sind dann die 3 SL aus DSA- und Scion-Runden). Wir besprechen das mit neuen Spielern auch immer.


    Ich möchte eine spannende und fordernde Geschichte erzählen, und als damals in meinen frühen DSA-Zeiten, als ein damaliger SL offen würfelte und der über das AB aufgebaute Antagonist sich zu Beginn des Finales sich mit einer Doppel-20 selber in Brand setzte, führte das zu einem ausgesprochen langweiligem, da ausgefallenem, Finale.

    Außerdem kann man so ein wenig das eine oder andere steuern, falls das Würfelglück auf SL-Seite und -pech auf Spielerseite gerade Überhand zu nehmen droht.


    Wenn auch ohne Umfrage wurde die Thematik auch mal hier diskutiert: Differenzierte Tödlichkeit innerhalb der Gruppe.