NSCs, Karmakorthäon: Projektidee

  • Mich treibt schon seit längerem ein Gedanke um, der u.a. durch diverse Threads (vor allem: Wo sind all die Farben hin und Metaplot-Spekulationsthread) hier im Forum befeuert wurde.

    Meiner Wahrnehmung nach besteht Interesse daran, dass das Karmakorthäon häufiger thematisiert wird und das "farbige" NSCs ein- oder fortgeführt werden. Damit will ich nicht sagen, dass es keine farbigen NSCs gäbe, sondern dass diese oftmals nur kurz für ein AB aufploppen und dann wieder für (zu) lange Zeit in der Versenkung verschwinden.

    Man kann vieles am Roman Der Schwertkönig aussetzen, aber für mich und meine damalige Runde hatte er enorm zur Tiefe der Welt beigetragen. Und zwar in allererster Linie dadurch, dass zahlreiche Meisterpersonen auftauchten, die wir kurze Zeit später in der G7 wiedergetroffen haben. Ich kann mich noch mit Pipi in den Augen daran erinnern, wie großartig die Begegnungen mit Herzog Waldemar oder Rakorium waren und welche Stimmung der Verrat von Helme Haffax hinterlassen hat. Wären das drei NSCs gewesen, die nur durch einen Kasten in einer RSH beschrieben worden wären, dann - da bin ich mir sicher - hätte das den Spielern (nicht den Helden) nur ein Achselzucken entlockt.


    Meine These: Lebendige Geschichte (und damit auch der "Metaplot" um das Karmakorthäon) wird umso dichter und vertrauter wahrgenommen, je intensiver man die handelnden Personen bislang erlebt hat.



    Dann kam in dem Thread zu Masberg der gute Famburasch mit einem Statement daher, dass mir voll aus der Seele sprach:

    Als wichtiger erachte ich, wie die verkleinerte DSA-Gruppe (Redaktion plus freie M. und Spielerschaft) mit den personellen Veränderungen umgeht.

    [...] Gefragt sind aber auch wir Spieler, vielleicht steckt ja in so manchem ein Schreiberling oder Ideenschmied, ohne davon zu wissen...das erfordert wiederum ein offenes Ohr bei der Redaktion.

    Auf jeden Fall sollte ein reger Ideenaustausch zwischen Hersteller und Nutzern stattfinden.


    Recht hat er!


    Es gibt doch bestimmt hier einige Hobbyschreiber, die Interesse hätten, Aventurien mehr Farbe zu verleihen. Mir schwebt vor, das ganze in organisierte Bahnen zu lenken, denn eine einzelne Kurzgeschichte, die nur von 20 Hobbyisten gelesen wird, bringt natürlich nix.


    Deshalb suche ich Hobbyautoren, um (im ersten Schritt) gemeinsam eine Kurzgeschichtenanthologie auf die Beine zu stellen.


    Zielsetzung soll sein:

    - Interessante NSCs zu kreieren, auf denen man dann weiter aufbauen kann. Sei es durch Romane, Novellen oder auch Abenteuer.

    - Das Karmakorthäon miteinzubeziehen.


    Eine Anthologie braucht natürliche ein Thema, dass die Kurzgeschichten verbindet. Da habe ich eine sehr konkrete Idee, die ich mit folgendem Zitat einleiten will:

    "Dann wird der Rausch der Ewigkeit über die Schöpfung wehen." (Aus dem fünften Spruch [Vom Ende des Zeitalters] der Alanfanischen Prophezeiungen des Nostria Thamos)


    Arbeitstitel der Anthologie und damit verbindendes Element der Kurzgeschichten soll sein:


    "Die Kinder des 23. Ingerimm"


    Wie gesagt, das ist nur ein Arbeitstitel. (Und nebenbei auch vielleicht ein passender Name für die Autorengemeinschaft!?)

    Die Protagonisten der Kurzgeschichten sollten also alle* am 23. Ingerimm des Jahres 1021 BF geboren sein - zu exakt dem Zeitpunkt als der Rausch der Ewigkeit über die Schöpfung wehte und Borbarad entrückt wurde. Bestes Heldenalter also, da das jetzt knapp 20 Jahre her ist. Was natürlich keineswegs heißen soll, dass all diese Charaktere Helden sein müssen bzw. sollten.


    *Ausnahmen sind möglich, z.B. könnte auch eine Kurzgeschichte aus einem Disput zweier Gelehrter bestehen, die der Frage nachgehen, ob die Geburt zu diesem Zeitpunkt überhaupt eine Relevanz hat, woher sich diese ergibt und wie sie sich auswirken könnte.



    Neben dem höheren Output verspreche ich mir von dem Gemeinschaftsprojekt auch eine Qualitätssteigerung. Wer Schreiberfahrung hat, weiß um die Wichtigkeit von Betalesern. Dies betrifft zum einen die Qualität jeder Kurzgeschichte und jedes Abenteuers an sich und zum anderen auch die Gesamtheit der Werke. Denkbar wäre z.B. dass ein Autor ein Abenteuer schreibt, indem ein oder mehrere Charaktere aus der Kurzgeschichten-Anthologie auftauchen.

    Ich denke da mit Sicherheit ziemlich groß, aber zu Ende gedacht schwebt mir auch eine Art Qualitätssiegel vor, sodass der geneigte Scriptoriumsnutzer weiß, dass ihn bei Inhalten dieser Autorengemeinschaft hochwertiges Material erwartet.

    Neben dem Willen Aventurien zu bereichern, steht also der Austausch mit den anderen Autoren an oberster Stelle. Dazu gehört selbstverständlich Kritikfähigkeit, denn das, was wir veröffentlichen wollen, sollte den Vergleich mit Verlagspublikationen nicht scheuen.



    Jetzt die Frage an euch:

    Findet ihr die Projektidee interessant? Würdet ihr das ganze weiter verfolgen? Würdet ihr mitarbeiten wollen?



    PS: Ausdrücklich bitte ich darum jedwedes Bashing gegen Ulisses, DSA 5, den Metaplot oder sonstiges zu unterlassen!


    PPS: Eine Zusammenfassung inkl. Autoren findet sich hier.

    Umfang: 2.000 - 8.000 Wörter; Abweichungen, sofern der Geschichte dienlich, kann man diskutieren.


    Zeitraum: Die Kurzgeschichten sollten am 30. September 2018 soweit fertig sein, dass ein abschließendes Lektorat/Korrektorat erfolgen kann.

  • Das ist ein ambitioniertes Vorhaben und ich wünsche viel Erfolg dazu. :)


    Ich habe den Thread hierher in die Projekte verschoben, da es in der Tat ein Projekt ist.

  • Soll es denn DSA5-spezifisch werden? Wenn ja, wäre ja das entsprechende Label vielleicht hilfreich. Wobei die Edition ja nur für eventuelle Werte bei Abenteuern wichtig wäre.


    Auf jeden Fall klingt das nach einem genialen Projekt und ich hoffe, dass sich reichlich Schreiberlinge finden werden! Ich selbst bin zum einem nicht erfahren genug (sowohl DSA-Lore mäßig als auch Schreibtechnisch) und zum anderen ist freie Zeit momentan relativ knapp.


    Gruß und viel Erfolg

    T

    „Knie nieder! - Sei ohne Furcht im Angesicht deiner Feinde, sei tapfer und aufrecht, auf das Gott dich lieben möge, sprich stets die Wahrheit, auch wenn dies den eigenen Tod bedeutet, beschütze die Wehrlosen, tue kein Unrecht, dies sei dein Eid (ohrfeigt Balian) Und das ist dafür, dass du ihn nicht vergisst.“ - Königreich der Himmel


  • Mir gefällt die Idee sehr gut! Wie stellst Du Dir vor, das Karmakorthäon mit einzubeziehen?


    Mein erster Gedanke war, dass die Idee sehr nach dem klang, was schon in "Sternenleere" veröffentlicht wurde. Aber dann dachte ich mir, dass das vielleicht nur daher rührt, dass ich den Sternenfall als die zentrale Begleiterscheinung des Karmakorthäons empfinde (was ja aber gar nicht stimmen muss).


    Das Karmakorthäon ist ja noch viel mehr. Aufkommen neuer Götter, Wiedererstarken der Orks, Wanken der alteingesessenen Kirchen... Ideen, die mir da gerade so kommen:


    * Ein junger Geweihter eines der Zwölfe, der den Dienst in einem Tempel in einem Dorf weitab von der Zivilisation annimmt. Dor geschieht etwas, was ihn desillusioniert, und er sich einem der neu aufkommenden Göttern zuwendet.

    * Eine junge Jägerin, die in der Nähe vom Finsterkamm Zeuge echten karmalen Wirkens eines Brazoraghpriester wird, und sich schwört, die Menschheit dagegen zu verteidigen.

    * Eine junge Streunerin, die die Furcht der Menschen nach dem Untergang Arivors, sowie des Sternenfalls, ausnutzt um sie übers Ohr zu hauen. (Falsche geschnitzte Reliquien verkaufen? Sich als Geweihte ausgeben und eine Art Ablasshandel einrichten? Die seitdem immer reich gefüllte Opferschale aufsuchen und um ein paar Dukaten erleichtern, weil's eh niemand merkt?)


    Wie würdest Du das Karmakorthäon in die Geschichten einbinden?

  • Tengwean : Kurzgeschichten (und später vielleicht folgende Novellen, Romane etc.) wären ja ohnehin editionsunabhängig. Bei Abenteuern sehe ich keinen Grund sich auf eine Edition festzulegen. Ganz im Gegenteil könnte ich mir sogar vorstellen, dass man jedes AB für beide Editionen (4 & 5) anbietet. Setzt halt voraus, dass man für beide Editionen auch Autoren am Start hat. Nieder mit dem Krieg der Editionen! ;)


    Yelemiz : In der Tat meine ich nicht ausdrücklich den Sternenfall speziell, sondern das Karmakorthäon als Ganzes - so wie du sagst. Deine Ideen gehen da in die richtige Richtung, nur aus dem Brazoraghpriester müsste man wohl einen Tairachpriester machen, da der Aikar die Primärliturgie noch nicht hat und es daher (noch) keine Brazoragh-Geweihten gibt.


    Eine Idee, die ich hatte, war Aschepelz' Schüler aufzugreifen. Das geht natürlich nur, wenn dessen Alter nicht schon gesetzt ist, aber da schreibe ich Cordo mal an. Der (also der Schüler, nicht Cordo^^) wird nämlich zwischen den beiden Donnerwacht-Abenteuern nach Westen geschickt. Eben dieser Schüler könnte ja auch ein Kind des 23. Ingerimm sein und gerade deshalb von Aschepelz ausgewählt worden sein.


    Denkbar wäre auch eine Amazone, wodurch man auch mal ein Bild davon bekäme, wie sich die Amazonen mit dem Sternenfall auseinandersetzen. (Die Spitze des Schwertes fehlt ja immerhin.) Das kann man natürlich auch auf andere Institutionen übertragen. Der junge Elementarist aus Drakonia, ein Moha/Utulu/Achaz/Maru (Alrik!) etc.pp.

    Besondere Beachtung sollte man auch der Phexkirche schenken, ist Phex doch auch der Gott der Sterne und den Menschen besonders zugetan.


    Vielleicht bietet sich auch eine Kurzgeschichte im Nachgang der Theaterritterkampagne an. Da habe ich aber keine Ahnung, da ich die noch als Spieler vor mir habe. Ich weiß nur, dass es da irgendwie auch um den Konflikt Rondra-Kor geht.


    Und wenn ich schon bei Rondra bin, könnte man auch etwas über einen Shinxir-Anhänger schreiben.


    Was ist eigentlich mit anderen vergessenen Kulten oder solchen, die gerade erstarken? Bylmaresh, Numinoru fallen mir spontan ein.



    Oder zusammengefasst könnte man folgendes thematisieren:

    - Den Umgang einer bestimmten Institution/Mächtegruppe mit dem Karmakorthäon

    - Den Feenkrieg

    - Den Wettstreit der Unsterblichen

    - Den Kampf der Kurzlebigen um die Herrschaft des Zeitalters

    - Die Effekte verschobener Kraftlinien

  • Hallo Fred Ericson , ich finde es echt klasse, dass du dich nicht einfach über die Situation beschwerst, sondern das Problem selbst anpacken möchtest. Da mir leider ein wenig die Zeit und ein wenig mehr die skills im Bereich des Schreibens fehlen, würde ich hier höchstens ein paar idden und/oder Schlagworte beisteuern können.


    Die Idee mit dem Geburtsdatum finde ich sehr spannend. Hätte ich das gewusst, dann hätte ich glaube ich meine aktuelle Gruppe genau darauf ausgelegt :thumbsup:.


    Welches Thema ich sehr spannend finde, ist die Verschiebung der Kraftlinien. Gerade wie die unterschiedlichen Magier Akademien darauf reagieren, denn hier dürften ihnen ja einige Vorteile verloren gegangen sein.


    Auch wie die Phex Kirche reagiert und sich positioniet sollte auf jeden Fall thematisiert werden.

  • Super Sache :) Werd mal ein paar Ideen jonglieren da gibt es durchaus einige Möglichkeiten könnte mir gut vorstellen mich da auch mal zu beteiligen.

  • T_Dog : Danke für deine Rückmeldung. Deine Ideen zu Kraftlinien und Phex habe ich oben hinzugefügt. Die Idee mit dem Heldengeburtstag kam mir übrigens, als ich einen Magiedilettanten für unsere geplante Havena-Gruppe erstellt habe und nach einem möglichen Grund für seine magische Begabung und den Vorteil Glück gesucht habe. ;)

    Prinzipiell spricht aber - sofern das Alter passt - auch nix gegen einen Retcon des Heldengeburtstages, sofern man das will. Einen Effekt auf das bisher erlebte hat das ja nicht.


    Delta : Super! Finde ich klasse, dich (hoffentlich) an Bord zu haben!


    @ all: Schreiben ist einfacher als man denkt, sofern man Sprachgefühl und den Willen sich durch Kritik zu verbessern mitbringt. Schreibtechniken kann (fast) jeder erlernen. Also nur keine falsche Scheu und vielleicht einfach mal ausprobieren. Wenn es dann nix für einen ist, kann einem da niemand böse sein.

  • Klar ich glaube ich werde mich daran mal versuchen, denn ich finde den Sternenfall und das Karmakorthäon als Kerthema sehr interessant und glaube, dass sich auf der Basis auch sehr viele bodenständige Geschichten erzählen lassen.

    Zum Beispiel die Umsiedlung eines kleinen Weilers aufgrund einer Verwüstung durch gefallene Sterne.

    Oder die Begleitung eines desillusionierten Geweihten auf einer Pilgerreise.

  • T_Dog : Großartig! Willkommen an Bord!


    Sumaro : Was meinst du mit "Ausschließlichkeitsklausel" des Skriptoriums?

    Ich denke, dass man doch problemlos eine Kurzgeschichten-Anthologie auch hier auf dem Orkenspalter im Downloadbereich hochladen könnte. Oder sind da die Formate limitiert, sodass man kein epub anbieten kann? Bliebe eben das PDF und epub nur über Scriptorium. Oder darf man Inhalte, die man im Skriptorium einstellt nicht hier ebenfalls hochladen? Das wäre dann in der Tat blöd.


    Was natürlich nicht geht, wäre die Verwendung von Skriptoriumsinhalten, aber im Falle von Kurzgeschichten oder anderen belletristischen Texten sehe ich da überhaupt keine Notwendigkeit. Vielleicht findet sich ja auch ein Zeichner, der sich eines Covers annimmt.

    Bei Abenteuern müsste man dann eine modifizierte "Orkenspalter-Version" ohne Abbildungen/Karten des Skriptoriums zaubern.

  • Auch wenn ich noch nie der große Geschichtenschreiber war, würde es mich schon Reizen. Alleine schon wegen der (kleinen) Hoffnung meinen SC in einer (In-)offiziellen Publikation wieder zu finden...

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben


    33% Powergamer 38% Buttkicker 75%Tactican 33% Specialist 79% Method Actor 75% Storyteller 46% Casual Gamer

  • Ich habe eben mal nachgeschaut, wie umfangreich Sternenleere ist, damit man mal eine ungefähre Hausnummer hat.


    24 Kurzgeschichten mit insgesamt 80.655 Wörtern macht pro Kurzgeschichte etwas über 3.300 Wörtern.

    Das müssten so etwa 8 Seiten pro Kurzgeschichte sein, was aber natürlich von den gewählten Formateinstellungen abhängt.


    Keinesfalls sollte man sich da sklavisch dran halten müssen. Ich denke mal, zwischen 2.000 und 8.000 Wörtern könnte man anpeilen. Aber selbst wenn wir mit der Größe der einzelnen KGs über dem Sternenleere-Schnitt liegen, bräuchte man noch ein paar Autoren.

    Also, falls das hier jemand liest, der im Bekanntenkreis einen möglicherweise Interessierten hat, macht bitte auf das Gesuch aufmerksam!


    Lektorat und Korrektorat aller Kurzgeschichten würde ich übernehmen.

  • Klingt wie eine sehr gute Idee. (Ich) Könnte (zumindest in den Semesterferien) auch fleißig mitschreiben, wenn gewünscht.


    Man sollte bei einem so großen Projekt (siehe Post über mir) jedoch sehr systematisch und geordnet vorgehen, nötige Begriffe definieren und "Aufgaben" so verteilen, dass sie sich nicht in die Quere kommen.


    Außerdem ist eine große Frage: Wie regelfanatisch geht man vor? Götter und Dämonen, so wie Karmale Energie generell, wirken noch weitgehend unbekannt. Sind Regelüberschreitungen, wenn der Geschichte zuträglich, verboten? Oder ist das die Freiheit der Autoren, so wie es üblich ist.

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

    Edited once, last by Natan ().

  • Freut mich, dass du mitmachen willst!


    Klar, Koordination ist wichtig! Wir müssten uns beizeiten auch überlegen, ob sich der Orkenspalter als Planungs- und Besprechungsort eignet. In dem Schreibforum, in dem ich angemeldet bin, kann man ein eigenes Unterforum bekommen, in dem man sich die Threads nach belieben einrichten kann und dass nur von ausgewählten Usern eingesehen werden kann. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass äußerst (!) hilfreich ist, eine Rohfassung zu posten, die dann von anderen Mitwirkenden kritisch beäugt und kritisiert wird. (Kritik im positiven Sinne, also mit der Zielsetzung das bestmögliche aus der Idee/dem Entwurf herauszuholen.)

    Ob sowas im Orkenspalter möglich ist, weiß ich nicht. Ob alle Interessierten gewillt sind, einem anderen Forum beizutreten, weiß ich natürlich auch nicht. Da werden wir uns nochmal beratschlagen müssen.


    Regelfanatik: Ich finde ja, dass die veränderte Wirkung von Zaubern/Liturgien, die ja kein Retcon sondern gesetzter Hintergrund im Zusammenhang mit dem Sternenfall ist, sogar Potenzial hat, in Geschichten verarbeitet zu werden. Sklavisch an Regeln zu halten ist aber nicht sinnvoll, denn dann bräuchte es auch zahlreiche Schwerthiebe, um einem Kontrahenten das Leben zu nehmen. Das funktioniert im Roman nicht. Da kann man jemandem die Kehle aufschlitzen und der stirbt dann. ;) Dieses Prinzip darf und sollte man auch auf Zauber und Liturgien übertragen. Die Regeln sind ja letztlich eine Abstraktion, damit am Spieltisch eine gebalancte Simulation stattfinden kann. Belletristische Texte sollen aber Geschichten erzählen.

    Wer in einem Roman kritisiert, dass ein Ignifaxius einen Gegner ausschaltet, der müsste auch kritisieren, dass ein Treffer mit einem Zweihänder einen Gegner ausschaltet.

    Will heißen: Freiheit hat der Autor definitiv. Ein Fulminictus darf einen Gegner auch kurz benommen machen, selbst wenn der Zauber regeltechnisch keine betäubende Wirkung hat / ein Ignifaxius kann auch einen Schergen wegpusten. Die Unterschiede in der Wirkweise im Vergleich zur Prä-Sternenfall-Zeit sollten aber nicht ignoriert werden. Ich bin mir aber sicher, dass das kein Problem sein wird. Eine Geschichte scheitert niemals an solchen Dingen.

  • Ich habe mal in den Inhaltsrichtlinien des Scriptoriums nachgelesen und dort existiert keine Ausschließlichkeitsklausel.

    Das steht glaube ich eher in der Lizenz der man zustimmen muss, wenn man etwas hochladen will (und die man auch erst zu Gesicht bekommt wenn man etwas hochlädt, abgesehen von der Nandurion-Rezension seinerzeit zu den Lizenzbestimmungen). Die Inhaltsrichtlinien sind eher eine Ergänzung dazu.


    Andererseits glaube ich mich auch erinnern zu können, dass irgendwann mal eine der Kurzgeschichten die seinerzeit für den Kurzgeschichtenwettbewerb geschrieben wurde ihren weg ins Scriptorium gefunden hat und die war zumidnest davor ziemlich sicher hier im Downloadbereich zu finden.


    Was ist eigentlich mit anderen vergessenen Kulten oder solchen, die gerade erstarken? Bylmaresh

    Ansonsten greife ich mal das auf, da ich gerade eine halb fertige Kurzgeschichte diesbezüglich rumliegen habe, die fertig zu schreiben die Motivation mir etwas abhanden gekommen war. Müsste ich mir nur mehr überlegen wie ich den 23.Ingrimm einarbeiten kann.


    Die Unterschiede in der Wirkweise im Vergleich zur Prä-Sternenfall-Zeit sollten aber nicht ignoriert werden.

    Und das ist einer der Gründe warum ich mit DSA5 nicht so recht warm werde. Es widerstrebt mir zutiefst, wenn unterschiede im Regelsystem so innerweltlich begründet werden ... wenn ich was schreibe, dann funktionieren Zauber etc. immer so wie sie es in DSA4 getan haben (was meist relative nahe an dem ist wie es in 3 und 2 war). Neuregelungen von DSA5 ignoriere ich da ziemlich konsequent. :rolleyes:


    Was aber zumindest für die eine Geschichte die mir vorschwebt wenig relevant wäre, da Protagonisten und Antagonisten ziemlich mundan wären. :whistling:

  • Freut mich sehr, dich in der Runde begrüßen zu dürfen!


    Zur Ausschließlichkeitsklausel zitiere ich mal die Nandurionrezension. Fett gedrucktes durch mich.


    4. Dir eingeräumte Rechte
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    Du darfst die Inhalte von Ulisses und anderer im Scriptorium verwenden, um darauf aufbauend selbst im Scriptorium zu veröffentlichen. Du darfst hiernach deine Inhalte auch außerhalb des Scriptoriums verbreiten, allerdings nicht mit den Inhalten anderer aus dem Scriptorium und wohl auch nicht mit dem Inhalt der Pakete von Ulisses. Und du darfst natürlich weiterhin nur Inhalte außerhalb des Scriptoriums verbreiten, die du schon vorher verbreiten durftest, weil es beispielsweise die Fanrichtlinien erlauben.

    In dem kurzen Update zu den AGBs hat Ulisses allerdings folgendes geschrieben: „Es ist richtig, dass ihr mit dem Hochladen eurer Werke garantiert, dass ihr sie nicht noch auf einer anderen Plattform online stellen werdet (sonst würde das ganze Konzept einfach keinen Sinn ergeben).“ Dies widerspricht der Aussage in den Bedingungen. Eine kurze Klarstellung wäre an dieser Stelle hilfreich.

    Laut AGBs darf man also die Inhalte auf dem Orkenspalter hochladen, darf dann aber (ohne Erlaubnis) nicht andere Scriptoriumsinhalte in seinem Werk verwenden. Soweit kein Problem.

    Der Satz in den Ulisses-Neuigkeiten, die auf die neuen AGBs hinweisen, widersprecht dem tatsächlich. Ich würde meinen, dass man sich dann an die AGBs halten sollte und nicht an eine irgendwo auftauchende Neuigkeit, die den allermeisten Scriptoriumsnutzern gar nicht unterkommen dürfte.


    Ich persönlich bin da nicht ängstlich. Ulisses toleriert hier im Download-Bereich ohnehin Dinge, die eigentlich Urheberrechtsverletzungen darstellen. (Okay, eigentlich habe ich keine Ahnung von der Juristerei.) Die AGBs sind ja von dem Scriptoriumsbetreiber und nach denen ist es erlaubt, parallel andere Plattformen zu nutzen, solange man keine Inhalte Anderer aus dem Scriptorium verwendet. Ich gehe nicht davon aus, dass Ulisses uns das dann untersagen würde. Sicherheitshalber würde ich das aber vor einem Hochladen im Scriptorium nochmal abklären.

  • Ich persönlich sehe es so, dass die AGB besagt:

    Quote from AGB
    Bei Nutzungen außerhalb des Programms werden dir aber KEINE der in dieser Vereinbarung genannten Nutzungsrechte anderer eingeräumt

    Damit verfällt unter Umständen, je nach Definition der "Nutzungsrechte anderer", die Möglichkeit über die Fan AGBs hinaus zu agieren. Ich denke, dass wenn man 20 Kurzgeschichten als Sammelpaket anbietet, dass man so etwas erwarten kann, als kleines Entgegenkommen von Ulisses und als Zeichen der Anerkennung. Kann man dann natürlich immernoch gegen sein, ist dann aber nicht besonders klug.


    Zum allgemeinen:

    Würde vorschlagen, dass die Ordnung wie folgt aussehen könnte:

    -Forum mit Unterbeiträge: Zum Gegenlesen, Ideen austauschen, Meta-Plot, organisieren, klären von wichtigen Hintergrundfragen, bla

    -Chat für schnelle Kommunikation


    Da ich eben eine längere Zugfahrt hatte, habe ich mir auch schon mal ein paar Gedanken gemacht:


    Geschichte von einer Person, welche sich selbst 'Lichtbringer' nennt. Diese/r Person hat sich von den Göttern abgewandt, eine eigene Entstehungsgeschichte geschrieben und predigt diese jetzt. Er/Sie war zuvor Praios-Geweihter, vertritt nun aber anderes Recht. Eventuell möchte ich das so weit laufen lassen, dass er einen Pakt mit einem Dämon gemacht hat und dies sogar vor Praios verborgen halten kann (für eine Zeit). In wie weit das Letztere realitisch ist, sollte man diskutieren. Das ganze bringt eine verschobene Version von Aristoteles Tugendlehre in DSA ein. Dabei werden die Frage aufgeworfen:


    Sind die Götter wirklich gut?

    Haben die Götter Macht über uns, wenn wir es kollektiv nicht wollen? Warum haben die Götter Macht?

    Sind die Dämonen böse? Sind die Götter böse? Warum gibt es sie?

    Was hat Kha mit dem allen zu tun?


    Bewertung der Idee:

    Negativ:

    Man könnte in Konflikt mit der offiziellen Satzung kommen (was die Götter angeht).

    Man könnte Leser verärgern, welche ein ganz genaues Bild von ihrem Gott haben.


    Positiv:

    Spannend.

    Passend zum Thema.

    Alternative Sichtweise.

    Kann ein relativ variables Ende haben.

    Es ist aus der Sicht des 'Lichtbringers' geschrieben. Könnte auch sein, dass er falsch liegt und als armer Tor stirbt.

    => Lässt sich gut in andere Kontexte einbinden.

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul