Posts by Sumaro

    Man muss das übernatürliche auch nicht ausblenden, gerade in einem Religionskrieg nicht, aber man muss hier nicht den Namenlosen als Ursprung bemühen (eher als Kriegsgewinnler, der aus den Ereignissen etwas für sich herausschlägt) sondern kann diesen durchaus in den Menschen finden lassen. Z.B. könnte man, im Schatten des WdV und der Levthanpriester, genau eine solche kulturelle und religiöse Spaltung in dem Kult der Rahja betreiben, da treffen ja Menschenbilder, Vorstellungen von dem "richtigen Verhalten" und Götterbilder aufeinander, die in ihrer Ausführung nicht vereinbar sind und auch nicht gleichberechtigt nebeneinander stehen können. Gerade das Erscheinen von halbgöttlichen Geweihten, die jetzt ihren Platz einfordern und vielleicht sogar mehr als nur den Platz in der Historizität des Pantheons sondern als gleichberechtigte Strömungen, kann sehr viel Spannung nach Aventurien bringen, was interne Konflikte befeuert.


    Daneben ist natürlich auch das Erwachen alter Götter eine Sache, Shinxir und Numinoru sind Beispiele dafür, die allerdings weniger Chancen auf einen sinnvollen Konflikt haben als die schon ins Pantheon eingebudnenen Halbgötter. Gegen solche Kräfte von außen bildet man nämlich immer Fronten, gegen Kräfte aus dem Inneren ist das deutlich schwieriger. Kor vs. Rondra (als Kult nicht als Gottheit) ist darum ein sehr viel komplexerer Konflikt als Rondra vs. Shinxir (letzterer hat auch die anderen Kirchen gegen sich als Bedrohung von außen). Allerdings scheint man, wenn ich zur Theaterritter-Kampagne schaue, diese beiden Entitäten auch nicht wirklich im Volk und ihn ihrer Darstellung gut zu differenzieren. Das Bornland könnte ein Paradebeispiel sein, für einen solchen gesellschaftlichen Wandel, aber der müsste sehr viel mehr Fleisch auf die Rippen bekommen, als er aktuell hat. Aktuell ist er nämlich weitestgehend sehr stumpf und oberflächlich und rein vom Plot getrieben vorangebracht worden, aber nicht in die Tiefe gegangen. So etwas muss man dann natürlich auch begleiten und auch beschreiben. Und es wäre der neue Konflikt der Sternenfall-Zeit. Der Kampf der Kulte, um Einfluss, Macht und die Seelen der Menschen. Es gibt kein wirkliches Gut und Böse, nur unterschiedliche Ansichten.


    Aber diese Art von Konflikt ist komplex und er spaltet auch Spielerschaften, weil man unterschiedliche Präferenzen hat. Es ist eben nicht so einfach wie gegen die Dämonenpaktierer, die Orks oder den Namenlosen zu sein.

    Khomkrieg ist aber schon eine ganze Weile her und da waren die Al'Anfaner auch noch das rein böse Sklaventreiber-Volk. Seitdem ist in Aventurien viel passiert.


    Die Königsmacher hat auch im Hintergrund eigentlich das böse Wirken der Namenlosen, die alles initiieren und das Jahr des Feuers hat sogar eine ganze Menge dämonischer Antagonisten, die auch genau das bewirken, was ein äußerer Feind immer tut, innenpolitische Gegner schließen sich zusammen und "vergessen" ihre Konflikte. Aus der Asche war vielleicht etwas in diese Richtung, aber auch das ist mittlerweile doch schon eine ganze Weile her.^^


    Also für das neuere Aventurien wäre ein politischer oder religiöser Konflikt ohne dämonische oder namenlose Einmischung schon gefühlt etwas neues.

    Wenn Shakagra nicht in Dutzenden sterben gehen, weil sie relativ schlecht sind (eben ungefähr auf dem Niveau, auf dem ein normaler mittelreichischer Soldat auch ist, ohne natürlich die Magie), stellt sich das Problem mit dem Schwarzstahl auch gar nicht. Dann gibt es keine Leichen zum plündern sondern eben nur eine Handvoll metallischer Gegenstände, die man aufteilen muss und die man einschmelzen kann. Endurium ist ohnehin faktisch viel zu teuer, denn die Effekte sind überschaubar.


    Ich halte es auch nicht für ein klassisches Namenlosen-Abenteuer oder vielleicht ist es das auch im DSA-Kontext, aber nicht in meiner persönlichen Einstellung. Für den Namenlosen steht mMn immer das Gefühl, dass man zwar jetzt jemanden bezwungen oder ein Übel abgewendet haben mag, aber dennoch der Sieg irgendwie "schal" ist, weil man ahnt, dass einem irgendwas entgangen ist. Und genauso sehe ich auch gute Abenteuer rund um den Namenlosen. Er hat immer noch mindestens eine versteckte Agenda, die er erreicht, selbst wenn der große Plan scheitert. Derartige Sekundärziele und Alternativpläne fehlen mir leider bei den meisten Antagonisten in DSA vollends.


    Auch hier ließe sich ja, selbst wenn das Fort verteidigt würde, noch sehr gut etwas einbauen, was die Shakagra dennoch erreichen und was vielleicht sogar langfristig das größere Übel sein könnte, aber eben im Hintergrund bleibt und sich nur in Andeutungen ankündigt.

    Das der Namenlose der primäre Antagonist ist (wobei er eigentlich kein Antagonist ist, sondern viel mehr eine ungreifbare Macht im Hintergrund), ist mMn recht deutlich und abzusehen. Pardona und auch Pyrdacor sehe ich dabei allerdings eigentlich nicht im primären Spielkreis, man hat beide in der Drachenchronik "entsorgt" und abgesägt und das ist aventurisch auch noch nicht lange her. Ich würde mich also wundern, wenn jetzt (nachdem Pardonas Pläne ja Jahrhunderte umspannen sollen und sie in der letzten Zeit beständig aufs Maul gefallen ist) die Dunkelelfe wieder auftauchen würde und das erneut als Antagonistin, die nur dazu da ist, sich wieder von den SC vermoppern zu lassen.


    Was die Shakagra betrifft, so haben sie natürlich das gleiche Problem, was faktisch alle Völker haben, die mit enormer technologischer Übermacht gesegnet sind, sie müssen hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, damit sie nicht die Welt dominieren. Gerade auch mit den neuen Setzungen zu den Rüstungen und Waffen der Nachtalben ist es wirklich fraglich, wieso sie diese Wirkung noch nicht aktiv für sich genutzt haben und mittlerweile einige Dutzend Zauberdolche aus ein bisschen Endurium und viel namenlosem Chaos in Zirkulation sind und den Norden mit namenlosem Einfluss verderben. Ich glaube, damit hat man sich auf vielen Ebenen keinen großen Gefallen getan.


    Ich kann mir natürlich vorstellen, dass man Pardona erneut reaktiviert, weil die aktuelle Redaktion und Autorenriege sie wieder für ihre Zwecke einspannen will und mit der Rückgang von Myranor an Ulisses, ist das ja auch wieder problemlos möglich. Die Frage ist, ob es sinnvoll ist, außerhalb der Anspielstation der neuen Spieler. Hier würde ich doch eher auf Tionnin setzen was Aventurien generell betrifft und auf die Shakagra-NSC, die sich im Norden aufhalten, für das ewige Eis. Überhaupt sollte man sich, wie ich finde, mehr Zeit nehmen für die nächsten großen Dinge, für die nächste namenlose Bedrohung und den nächsten Big Bang, den man natürlich jetzt schon mit Sternenfall angekündigt hat, aber der dennoch nicht zwingend so kommen muss.


    Kriege um Religion und Glauben, Unruhen in den Völkern, Kämpfe untereinander (und zwar nicht nur gegen namenlose Kultisten und Blutgötzenhuldigenden Orks), das ist der Weg, den ich aktuell eher sehen würde. Gerade mit den neuen Geweihten, die auftauchen und Götterwunder wirken, ist da so viel Konflikftstoff und soziales Sprengpotential, dass es gar nichts anderes mehr braucht. Und der Namenlose spinnt im Hintergrund - und dieses Mal wirklich mal hintergründig, nicht durch Leute, die mit purpurnen Dolche und goldenen Masken und verzweifelnder Pilzsuppe um die Ecke kommen - in diesen Kämpfen und Glaubenskriegen mit. Er heizt an und provoziert und lässt die Leute eben keine geeinte Front gegen seine riesländische Armee (die ja auch wartet) oder sein dunkles Elfenreich (welches ja auch der äußere Feind wäre) aufbauen. Denn genau das würde ja dazu führen, dass sich eventuell auch neue göttliche und spirituelle Allianzen auftun und geeinte sterbliche und göttliche Gegenspieler will er nicht.

    Ich finde die grundsätzliche Herangehensweise auch gut, mein Bild von Shakagra fängt das besser ein, als das was ich aktuell präsentiert bekomme, allerdings ist es regeltechnisch eben einfach wieder eine andere Sache. Hier ist man auch recht auf sich alleine gestellt, mit den gesamten Elementen und den Ereignissen. Die Werte sind, in weiten Teilen, in der Tat auch problematisch, du gehst darauf ja in deiner Rezension ein. Ich wollte nur darlegen, wieso das so ist (abseits davon, dass natürlich die erfahrenen Shakagra auch schon sehr viel AP investiert haben, um auf dieses Niveau zu kommen, sie sind ja tendenziell breit aufgestellt).


    Mit den Shakagra von 4.1 würde es funktionieren, wenn man deren Werte in der ZooBot nur als Anregung begreift. Das glaube ich auch. Ich finde viele deiner dramaturgischen Ideen gut (Kleinigkeiten wie die aus dem Dorf statt in ihre Häuser fliehenden Dorfbewohner mal außen vor ;)), aber ich befürchte, das Regelsystem gibt es nicht her, außer man macht aus jedem Shakagra mindestens einen Zauberkämpfer mit 3000+ AP (was nicht mal zwingend problematisch ist, da sie ja in der Tat sehr alt werden), aber eben die Frage nachdem Level und der Anforderung an die Helden stellt.


    Für mich fehlen noch ein paar Prämissen des Abenteuers, um es wirklich gut zu finden und auch beim Patch würde ich noch weitreichendere Dinge ändern, aber es geht in eine gute Richtung, die du eingeschlagen hast.

    Ich bin zugegeben kein Fan davon wie Corvus und Hennen Pardona darstellen und generell bin ich kein großer Freund ihrer Darstellung von aventurischen Frauen. Aber ich sehe, dass allein ihre Namen Prestige bringen würden. Die Hochelfenkampagne allerdings ist jetzt von mir auch nicht mit Spannung erwartet, denn ich habe bei der bisherigen Umsetzung (Donnerwacht, Klingen der Nacht) persönlich keine Begeisterung über die hochelfischen Elemente empfunden. Mir fehlt da doch etwas die Mystik der Hochelfen und ihres Erbes, ebenso wie ihre Besonderheiten, die aus dem Ursprung im Licht kommen sollte usw. usf.. Mir ist es alles zu "profan" und ja, damit meine ich auch Riesen-Beschwörungen und Namenlose-Verkloppe-Steine.^^


    Aber das ist nur meine persönliche Haltung. Wie bei den Theaterrittern, bin ich mittlerweile nicht mehr davon überzeugt, dass man dei Mysterien gut anpacken kann. Es bleibt oftmals viel Erwartung auf der Strecke. Ich würde daher auch eher auf etwas neues setzen wollen.

    Ich finde die Idee mit dem Vulkanausbruch und der Anreise aus Riva gut, sogar richtig gut. Auch das die Shakagra besonders gefährlich wirken sollen, das sehe ich exakt so. Mir gefällt der Flair, den du aufbauen möchtest sehr, nur leider funktioniert das meiste mit den DSA-Regeln nicht (DSA4 wären einige Dinge anders möglich, aber DSA5 definitiv nicht mehr). Auch das die Himmelslichter wegkommen ist gut (mir gefällt nicht, was diese tun).


    Die Taktiken, die du vorschlägst für Shakagra scheitern allerdings daran, dass viele Zauber, die sie haben, schlicht nicht kampfgeeignet sind. Dunkelheit braucht 8 Aktionen (das sind in DSA5 8 KR) und kostet 16 AsP + 8 AsP für 5 Minuten. Damit ist ein Shakagra schon fast leer, wenn er den Zauber wirkt. Der Gletscherform funktioniert auch nicht so, wie man es im Abenteuer gerne hätte, außer man lässt die Shakagra mal eine Stunde alleine vor den eigenen Mauern hantieren, bevor man sie mit Pfeilen etc. beschießt. Denn der Gletscherform ist ein Ritual und dauert 5 Minuten, hat eine Reichweite von QS Schritt Radius und der durchschnittliche Zauberweber der Shakagra hat den auf 9 und würfelt dann auf KL/FF/KK (14/11/10) was zu einer durchschnittlichen QS von 2 übrig (in fast 25% aller Fälle versagt er beim Zaubern). Und selbst wenn er es wirkt, dauert die Verformung relativ lange. Der übliche Klingentänzer schafft den Zauber in 70% aller Fälle und meistens auch nur mit QS 2, sobald Licht dazu kommt, wird es ohnehin kritisch.


    Auch solche coolen Ideen wie der Blick in die Gedanken oder die Elfenstimme (beides ja mögliche Zauber) scheitern letztlich daran, dass die Shakagra-Kämpfer zu wenig AsP haben und auch vermutlich die Proben nicht sonderlich gut schaffen. Blick in die Gedanken FW 7 und würfeln auf 13/10/14 bringt meistens nur QS 2 zusammen (mit Fehlschlägen von 1/4) erlaubt dann nur einseitige Kommunikation, während die Elfenstimme mit ihren Stats und gegen unfreiwillige Ziele (evtl gar nicht) nur schlecht funktioniert.


    Der Chamaelioni funktioniert gut, ist aber auch bitter nötig, da die Shakagra Verbergen genau 4 haben und damit vermutlich nie über QS 1 hinauskommen, zumal die Belastung voll berücksichtigt wird und damit ohnehin nur eine 50/50 Chance besteht, die Probe auf Verbergen überhaupt zu schaffen.


    Zudem kann man die Talente nicht einfach erhöhen. Um auf einen FK-Wert von 18 zu kommen, muss man den Shakagra zumindest eine FF von 14 geben, damit sie auf Fertigkeit 16 kommen und damit dann einen FK von 18 haben können. Um auf 20 zu kommen, muss man noch einen Tick höher gehen. Viele Fertigkeiten scheitern aber auch schon an der Kombination von schlechten Talentwerten, Dumpstats und AsP-Kosten. Sprich, die Shakagra sollen regeltechnisch natürlich gefährlich sein, ich gehe auch mit das sie mystischer ausfallen müssen, nur geben das die Regeln nicht her.


    Man sollte sich auch fragen, ob die Shakagra wirklich so wenig über die Oberwelt wissen und ob nicht jemand schon mal Sklaven gefangen und verhört hat, solche Dinge wie die Frage nach den Sternen und nach der Sonne z.B. sind bei einem Volk, welches andere Völker versklavt doch irgendwie seltsam, zumal wenn sie auch Dämonen und Elementare beschwören können, welche ihnen ja auch Informationen über die Oberfläche bringen können.


    Rein in dem AB allerdings sind die Shakagra relativ sicher Schlachtvieh, gerade wenn man mit den Himmelslichtern spielt, die ihnen Furcht beifügen (und ihre Werte weiter reduzieren) und ihnen auch noch doppelten Schaden zufügt. Von dem mystischen Feeling der Drow hat man hier rein regeltechnisch schon nicht viel.

    Wenn man auf die Zahlen schaut, ist es doch relativ unwahrscheinlich, dass sich die Shakagra als "Reich" etablieren. Eine einzelne ambitionierte Heldengruppe kann im Start-Abenteuer dieses Plotstrangs doch schon knapp die Hälfte der Bevölkerung töten, bevor die überhaupt einen eigenen Raum besetzt haben und dann bleiben eine Handvoll Dunkelelfen irgendwo verloren in der Weite des ewigen Eises. Man müsste schon eine massive Abwanderung aus den untermeerischen Städten haben (was nur Sinn machen würde, wenn da im Norden auch irgendwas zu gewinnen wäre), um sinnvoll Außenposten zu sichern und unterhalten zu können. Die logistische Lage der Abweichler dürfte sehr schnell, sehr kritisch werden, denn die Gegend ist ja nun wirklich nicht bekannt für ihre reichen Versorgungsmöglichkeiten und fordert von den meisten dort ansäßigen Völkern zumindest ein teilnomadisches Leben (was den Dunkelelfen auch nicht zwingend entgegenkommt).


    Betrachtet man es also von der Seite der reinen Logik, wird es schwer da etwas zu entwickeln, was nicht innerhalb kurzer Zeit an Ressourcenmangel zusammenbricht und eher wie ein Haufen von elitären Vagabunden anstatt ein dunkelelfisches Schattenreich wird.


    Ich würde es ohnehin eher als unterstützten Außenposten betrachten, den Pardona mit einem Teil ihrer isolierten, neuen Schöpfungen versorgt und über den sie die Wasser für eventuelle Konflikte testet, während sie ihre untermeerische Machtbasis erhält und ausbaut. So kann sich die neue Generation beweisen und man prüft, wie stabil die Shakagra auch außerhalb eines indoktrinierten und geschützten Umfeldes agieren. Dabei investiert man relativ wenig an aktuellen Ressourcen und macht auch wenig großen Wind, um die Ereignisse (man ist immerhin am Ende der Welt), lernt seine Kämpfer aber zugleich im oberirdischen Kampf an.


    Das die Orks einen Erfolg brauchen, das sehe ich ebenso. Gerade auch weil man mit den alten Hochelfenbündnissen nur so um sich wirft in den aktuellen Publikationen, wäre ein Gegengewicht durchaus sinnvoll. Immerhin haben die Menschen jetzt schon wieder Zaubersteine des namenlosen-Prügelns und einen Riesen auf ihre Seite gezogen, ohne da große Mühe oder auch nur Planung investiert zu haben. Der Aikar hingegen plant und agiert schon seit Jahrzehnten und hat zumindest von dem was er gerne haben wollte, das meiste bekommen. Seine Artefakte sind mächtige Insignien, seine Pläne bleiben weitestgehend ungestört (bis auf das kurze vorbeischauen von Helden auf der Durchreise, die dummerweise dabei problemlos in seine Suppe spucken) und scheinen doch recht wenig, zumindest kaum weitreichende oder auch nur merkliche Früchte zu tragen. Auch irgendeine Art von Expansion, Technologietransfer und Fortifizierung seiner Positionen und Besatzungszonen wäre durchaus sinnvoll, ist aber scheinbar ewig weit weg. Seine vertrauten Elitekämpfer und Schamanen sind meistens nicht fähig genug, um mehr zu tun als mit ihrem eigenen Leben zu entkommen. Da sehe ich irgendwie viel zu wenig Bewegung. Ich würde mir wünschen, dass sich in der Tat die Orks mal zivilisatorisch entwickeln unter ihrem Messias, weg von dem dumpfen Schlachtvieh - welches sie nicht mehr sein sollten, aber zu dem sie eben immer noch herhalten - hin zu einer Rasse mit ihren technologischen und magischen Kenntnissen. Sie sind immerhin auch die einzigen mit einer stabilen, alterlosen und von Göttermacht erfüllten Regierung.


    Was die Novadi betrifft, ist mein Eindruck nicht, dass sich da bald was tun würde, vor allem nicht gesellschaftlich, auch wenn es natürlich generell wünschenswert wäre, die Völker mal auf einen neuen Stand zu bringen. Gerade die Kultur scheint mit neueren Publikationen wie WdV weitestgehend in der Rückständigkeit zementiert zu sein und auch keinen Weg dort hinaus zu haben. Ich rechne sehr zeitnah mit dem Erscheinen von Rashtul-Geweihten, aber das wars dann auch. Wie viel Einfluss das auf Gesamtaventurien haben wird, wird sich zeigen, mein aktuelles Gefühl ist: Nicht viel.


    Die Zukunft des Hauses Gareth ist eigentlich schon jetzt relativ besiegelt. Rohaja ist - bis auf ein Tsawunder - bald zu alt, um noch vernünftig Mutter zu werden (zumindest wenn sie die Tradition der mittelreichischen Kaiser weiterträgt wird sie sterben bevor ihre Kinder volljährig wären), zudem aber auch eine feste Größe im aventurischen Hintergrund. Ihre generelle Geschichte, ihre Prüfsteine und ihre Entwicklung sind allerdings, zumindest erzählerisch, weitestgehend abgeschlossen. Sie hat sich als Prinzessin retten lassen, sie hat den Verlust ihrer Familie ertragen, sie hat ihren eigenen Bastard aufgegeben, sie hat sich gegen machtpolitische und militärische Konkurrenz behauptet und letztlich ihre Prüfungen bestanden. Ich sehe hier nicht viel Potential, welches nicht redundant zu bereits bespielbaren Ereignissen wäre.


    Ihre Schwester würde sich deutlich mehr zum Plothook anbieten, doch da haben wir gleich das Schwergewicht Nahema dranhängen, deren Agenda man auch nach Jahrzehnten nicht ausgefertigt hat und die man wohl am besten irgendwie aus dem zerbrochenen Rad von Kiesow herauszulesen versucht. Hier liegt allerdings auch eher politisches Spiel brach und das ist selten das beste Zugpferd. Mit ihr zurück im Hause Gareth hat man natürlich den Joker, um irgendwas magisches und mystisches für die Kaiserfamilie zu tun und zwar im Auftrag der Kaiserfamilie, aber letztlich ist das Problem, dass man bei ihr nicht die gleichen Plots wie um ihre Schwester oder ihren Bruder wiederholen kann (der ja quasi die ganze "dunkle Seite der Macht"-Schiene schon gebucht hatte) und damit ist es eben doch recht schwierig noch was innovatives mit ihr anzufangen. Auch wenn sie sich von Nahema emanzipiert (und das sollte vermutlich eher eine vorgetäuschte Haltung sein oder ein Trickspiel, dem Yppolita aufsitzt, immerhin hat Nahema 400 Jahre Erfahrung in diesem Spiel), ist da nicht viel an Plot um sie herum drapiert.


    Anders sieht das bei dem Kaiser des Horasreiches aus. Der hat natürlich zum einen unter seinem Mary-Sue oder Gary-Stue Status zu leiden, aber er hat seine "Heldenzeit" noch vor sich und mit dem zurückkehrenden Prinz des Namenlosen könnte man hier auch sehr gut zwei Erwählte (Ex)Ea'myr-Träger aufeinander loslassen in einem Spiel der Schatten zwischen Politik, Mystik und Magie. In seiner Entrücktheit und in seiner Ferne ist er natürlich keine direkt zugängliche Figur und durch diesen Gary-Stue-Faktor braucht es auch einige Hebel, um ihn sympathisch zu machen, aber zumindest kann man ihm, außer als Splittervernichtungsmaschine (oder bei mir eher Splitter-in-Ruhe-Modus-schicken-Maschine, denn ich finde die aktuelle Zerstörungswelle der Splitter irgendwie dämlich - da übersteht die Krone Jahrhundertausende unterschiedlichster Rassen und Völker und Götter und dann platzen die Dinger jetzt eins nach dem anderen), noch eine Agenda geben und auch ein Ziel. Er kann sich noch seine Sporen verdienen und er kann noch nahbar und auch mit ein paar Schwächen gezeichnet werden.


    Al'Anfa wäre auch mal fällig für einen Sieg, dafür müssen jetzt die weitestgehend unbeachteten Kemi herhalten, was aber in Ordnung ist. Danach wird man vermutlich expandieren in Richtung Süden, aber hier muss man sich eben auch fragen, was man überhaupt erreichen will und wie die Mittel plausibel eingesetzt werden sollen. Uthuria bietet natürlich als möglicher Ort einer Kolonialisierung Potential, aber Kolonialisierung ist wahrlich nicht das schönste Thema, denn es hat immer mit Unterdrückung, Sklaverei und Vertreibung sowie Raub und Tötung von Unschuldigen zu tun, sobald man in besiedeltes Gebiet vorstößt. Bisher hat Uthuria das Thema mit einer gewissen "freiwilligen Unterordnung" umgangen, aber nun ja, das wird ja nicht ewig anhalten und Expansion bedeutet natürlich rein zwischenmenschlichen Krieg. Etwas was es bei DSA bisher sehr selten und sehr ungerne gegeben hat. Man zeichnet durchaus lieber ein Gut gegen Böse als ein "Grau in Grau", auch um dem Spieler die moralische Verantwortung zu nehmen sich und seinen Charakter in dieses Spannungsfeld zu setzen, wie ich mir vorstellen kann.


    Was die Götterkonflikte betrifft, so wäre es sinnvoll, wenn man zumindest irgendeine Art von Anhaltspunkt hätte, wie viel Einfluss Sterbliche haben. Boron hat ja offenbar mit einer einzigen sterblichen Seele seinen Platz in Alveran schon gesichert und das ohne dass man davon etwas hätte merken können als Spieler oder als Charakter. Konflikte zwischen Götterkulten hingegen sind auch so eine Sache, die sicher spannend sind, aber wieder in das Schema der zwischenmenschlichen Konflikte ohne "böse" Partei fallen. Und exakt diese Probleme haben. Ansonsten erwarte ich aktuell mehr ein abdriften in die dunklen Zeiten, mit all den neuen Göttern, die aufkommen. Ein zerbrechen der zwölfgöttlichen Kirche erscheint mir nach der kataklystischen Katastrophe des Sternenfalls naheliegend und damit verbunden ein Haufen religiöser und politischer Konflikte, die Aventurien in Teilen der Länder in erbitterte Bürger- und Religionskriege stürzen. Aber das ist nur, was ich plausibel finde, nicht was vermutlich passieren wird.

    Mein favorisierter Plot wäre ja ein Zeitsprung, um manchen Themen erst mal Raum zu geben, anstatt von einer Katastrophe in die nächste zu schlittern. Ansonsten interessiere ich mich persönlich weniger für Shinxir, der wird mMn vollkommen überhyped, aber für die Hochelfen, mache mir da aber Sorgen, wie diese verquastet werden, mein Hochelfenbild weicht vom offiziellen doch gefühlt häufiger mal ab und über die Lichtelfen will ich gar nicht reden.


    Ausarbeiten würde ich davon in der Tat aber nichts im großen Stil, weil es enorm viel Aufwand ist. Ich finde es auch sehr löblich, dass es von Waldemar gemacht wurde. Wachholz hat sowas ja auch schon mal angegangen, bevor er aus der Redaktion entfleuchte.


    Die meisten Dinge habe ich zumindest für mein Aventurien aber schon eingebettet und vorbereitet.

    DSA5 ist natürlich kein Erfolg, weil es kein Erfolg sein darf. Und sollte es dennoch ein Erfolg sein, dann sind diejenigen, die es zum Erfolg machen, unmöglich "echte" Spieler (denn die würden ja bemerken, dass das System Schrott ist), sondern können nur alleskaufende Sammler sein. Sumaros Welt. Und DSA5 ist natürlich "überkomplex", habe ich noch vergessen zu erwähnen. ;) Immer wieder die alte Leier. Und erneut werden diese Spitzen von ihm ausgeteilt in einem Thread, in dem es um die Sinnhaftigkeit von Einsteigerboxen (im Allgemeinen) geht. Dass hier auch mit D&D und Splittermond argumentiert wird, scheint einen Sumaro nicht zu stören. Er nutzt lieber die Gelegenheit, um weiter auf Ulisses und DSA5 einzudreschen.

    Junge Junge, ihr scheint euch ja gebündelt gerne an meiner Personalie abzuarbeiten. xD


    Mir ging es nur darum, dass man keine direkten Verkaufszahlen erwarten sollte und ja, DSA ist als System, gleichgültig welche Edition in der Tat überkomplex. Der ganze Rest ist mal weider reine Spekulation über meine Motive und Gedanken, aber wenn euch das inspiriert zusammenzuhalten, dann mache ich euch gerne den Antagonisten eurer Community. ;)


    Die Frage nach dem Erfolg von DSA5 stellte ich gar nicht, sie wäre auch themenfremd. Auch die Qualität von Splittermond mag ich hier nicht beurteilen (ich finde es weitestgehend als System absolut unattraktiv und regelmechanisch langweilig),, D&D5 scheint mir bisher in der Tat noch am eingängigsten von der Regelkonzeption, es ist sehr schnell zu lernen und anzuwenden, aber hat auch keinen höheren Anspruch an eine funktionierende Spielwelt. Aber auch das wäre themenfremd. ;)


    Ergo, Einsteigerboxen, das habe ich ja gelernt, sind offenbar ein großes Ding. Tolle Sache. Der ganze Rest scheint mir dann wieder Wunschdenken, ich habe gar nicht so viel Energie und Lust Spitzen zu verteilen, wie hier unterstellt wird, aber bin in der Tat amüsiert, wie häufig dies dennoch angenommen wird.


    Edit: Ulisses Podcast reingehört, Verkaufszahlen sind da laut Markus nur schlecht rauszugeben, aber seine Schätzungen sind durchaus interessant. Wobei ich da auch besonders interessant die Aussage finde, dass Softcover häufig an Leute mit Hardcover gingen, also im Endeffekt nicht zwei verschiedene Kunden das GRW abverkauft haben, sondern die gleichen Kunden mehrfach zugeschlagen haben. Das wiederum kann man schon als Indiz für Sammlertum betrachten, denke ich.


    Vielleicht ist es ja auch mit den Einsteigerboxen so, dass ein guter Teil auch bei den Bestandsspielern landet. Dann wäre es wirtschaftlich auf jeden Fall ein Erfolg und die können ja dann, wie Thorus darlegte, rekrutieren gehen mit diesen Boxen, deren Effekt ich offenbar deutlich unterschätzt habe.

    Lies doch einfach alle Links durch, die ich gepostet habe.

    Da geht es SEHR WOHL um Verkaufszahlen,...

    Habe ich getan. Die meisten davon kannte ich auch schon. Zum konkreten Verkauf gibt es eben, gerade was Ulisses betrifft, keine Aussagen vom Verlag. Es gibt ein paar externe Aussagen, woraus man sich Mutmaßungen ableiten kann und es gibt Auflagen aus dem Jahr 2014 (vor DSA5). Vielleicht übersehe ich etwas in der Kommantarsektion, aber nun nach Textsuche und ähnlichem sehe ich da immer noch nicht, was ich mit dir argumentativ daraus bringen soll. Veröffentlicht Ulisses deiner Meinung nach Verkaufszahlen und ich übersehe diesen wichtigen Faktor?

    Ich spreche hier nur von meiner persönlichen Vorliebe. Das Setting, also ein Horror-Dystopie-Barock-Setting mit historischem Einschlag und so, traue ich mir durchaus zu zu leiten und auch direkt, gleichgültig welches Regelwerk ich zugrunde lege, als Kampagnenwelt zu gestalten. Was ich mir nicht zutraue ist ebenso aus dem Stehgreif - wie schön gesagt, gibt es ja diverse Filme als Möglichkeit der Adaption von Plots etc. - die Spielwelt so zu gestalten, dass sie auch einer genauen Betrachtung standhält. Daher ist der Aspekt für mich einfach wichtiger als der Aspekt der Inspiration und der gamistische Faktor.


    Für unterhaltsame Action und Popcorn-Spektakel "benötige" ich HeXXen als Regelwerk und auch als Hintergrundwerk nicht, ich würde aber enorm davon profitieren, wenn die Weltdarstellung in sich plausibel, geschlossen und durchdacht wäre, weil ich glaube, dass da unfassbar viele Faktoren zusammenkommen, die man betrachten muss und die zu kalibrieren ist eine Arbeit, die wenn sie mir abgenommen wird, mir durchaus einiges an Geld wert ist. :)


    Vielen Dank für eure Auskünfte.

    Nein, ich habe bisher keine Rollenspiele an der Hand, die sich die Mühe gemacht haben, diese Umsetzung abzubilden, also aus einem historischen Kontext heraus etwas zu erschaffen, was danach den Nachfragen der Spieler nach evtl. recherchierter Historie standhält. Ich halte es auch für eine schwierige Angelegenheit, die vermutlich für einen Großteil der Spieler auch nicht relevant ist.


    Weibliche Soldaten zu begründen erscheint mir in einem beständigen Kriegszustand und mit einer dämonischen Bedrohung allerdings noch recht einfach, barocken Reichtum und Prunk in Anbetracht umfassender Zusammenbrüche und daraus resultierender Elendszustände, allerdings eher weniger. Ich würde also weniger die Frage stellen "Warum auch Frauen?", weil darauf doch plausible Antworten recht "einfach" zu gestalten sind (wenn sie natürlich auch eine Vielzahl von Implikationen mit sich bringen und man dann dennoch das Menschenbild durchdenken und die Geschlechterrollen analysieren und bestimmen müsste, was vielleicht doch relativ viel Auswirkungen auf das Spiel haben würde), als viel mehr "Warum entwickelt sich der Rest so, wie er es in der Realhistorie getan hat, wenn doch nebenan die Welt untergeht, bzw. schon untergegangen ist?". Und mir ist klar, dass diese Frage nicht für viele relevant ist, für mich ist sie aber besonders interessant.


    Ich klopfe eine Spielwelt gerne ab, weil ich die Immersion maximieren möchte und dafür muss sie schon ein paar "Warum?"-Fragen gut aushalten können.

    Ich habe doch gar nicht nach Auflagen gefragt. Und die Auflagen, die dort von Ulisses stehen sind doch von 2014, also noch vor DSA5, oder nicht?


    Ich habe davon gesprochen, dass es keine Verkaufszahlen gibt, weil irgendwo hier im Thread stand, dass wir die Verkaufszahlen abwarten müssten. Ich gehe davon aus, dass wir keine Verkaufszahlen zur Einsteigerbox bekommen, weil es die auch zu anderen Produkten nicht gibt. Deine Auflistung zeigt das doch recht deutlich. Andere Verlage sind damit transparenter, bei Pathfinder gibt es auch ein paar handverlesene Daten, aber nichts so umfassendes. Ist ja auch nicht tragisch.

    Ok, ich gebe es auf...

    Dir sind nur Argumente zugänglich, die Dir gerade in den Kram passen.


    Eine Diskussion ist für mich so nicht möglich.

    Worüber möchtest du denn diskutieren? Ich sagte, dass wir keine Verkaufszahlen bekommen und du postest Links zu Auflagen und Verkaufszahlen von anderen Verlagen. Welche Art von Argumentation bzw. welche Art von Argument hast du dir damit erhofft? Das es Verkaufszahlen gibt? Ja, das stimmt. Aber nicht von Ulisses und die bringen doch die Einsteigerbox raus.


    Rufio

    Ehrlich gesagt, ich halte das für einen weitestgehenden Fehlschluss aus einer kommunikativen Filterblase heraus, aber ich kann mir das Ereignis sehr gut vorstellen und ziehe es auch nicht in Zweifel. Ich glaube nur nicht, dass dies der "Wille und Wunsch" der meisten DSA-Spieler ist. Danke aber für deine Antwort auf die Frage. Welche Systeme würdest du empfehlen als Einsteigerboxen? Offenbar hat dich ja DSA ohne Box gehalten. :)

    Mehr Quellenstudium und weniger Spekulatius.

    Für mich ist Quellenstudium erst interessant, wenn die Spielwelt für mich interessant ist, daher meine Nachfragen. Daher frage ich, ob die Plausibilität der Spielwelt eine Priorität hat bei der Entwicklung oder ob sie eher als Kulisse gedacht ist und mehr das Look und Feel im Vordergrund steht, mit dem man eben HeXXenjäger vs. Dämonen spielen kann, die barocke Klamotte tragen. Das wäre ja auch in Ordnung, würde aber von meiner Warte aus, dann kein weiteres Interesse wecken.


    Das der Vatikan wiedererobert werden konnte, wusste ich nicht. Wie sieht es denn mit dem Welthandelszentrum aus? Funktioniert Welthandel noch ordentlich in der Spielwelt (nur dadurch war ja die Verbreitung des Reichtums der Epoche so möglich). Und wie sieht es mit anderen Mächten aus, die weniger angekratzt von dem dämonischen Zwischenfall sind und an den Grenzen lauern? Was ist mit einem vermutlichen Massensterben durch Hungersnöte in den ersten Generationen der dämonischen Invasion? Oder wurde die gleich zu Beginn eingedämmt und hat keine großen Schäden angerichtet?


    Falls die vielen Fragen hier nicht hergerhören, dann tut es mir leid. Hatte das Spiel im Kontext der Beschreibung angeschaut, aber ich kenne meine Vorlieben zu sehr, um da zu investieren, wenn es ihnen eben nicht entspricht und wen könnte man besser Fragen als den Schöpfer?

    Danke für die Links, sehe allerdings nicht wo da die Verkaufszahlen der aktuellen Publikationen genannt werden. Vielleicht übersehe ich aber auch etwas. Habe einfach mal Textsuche nach Verkaufszahlen gemacht in allen Artikeln. Zu DSA5 finde ich da nichts.

    Aber für DSA als Marke steht jetzt zum ersten Mal seit 20 Jahren die Tür für Neueinsteiger weit offen durch die viel leichtere Zugänglichkeit und die (für Nicht-Alleskäufer/Sammler) unaufdringliche Modularität von DSA5.

    Das ist, wie ich annehme, deine persönliche Einschätzung, nicht wahr? Von meiner Warte aus, sehe ich die Modularität in der Tat nur in einem geringen Umfang als gegeben an und dieses Tor für Neueinsteiger sehe ich aktuell, zumindest in der Produktpolitik, abseits einer Einsteigerbox, noch nicht. Auch in der Bewerbung nicht. Von daher teile ich deine Einschätzung an der Stelle nicht.

    Ich meinte auch eher, ob es bei der Entwicklung bzw. jetzt beim Rollenspiel generell wichtig ist, dass die Entwicklung der eigen gestrickten Historie plausibel ist. Klar sind da Abweichungen, aber ich meine gelesen zu haben das Amsterdam, das damalige Zentrum des Welthandels, gefallen ist und auch der Vatikan (und damit die Spannung zwischen Kirche und Staat) und das HeXXen 1650 beginnt (mit dem Höllentor und sowas) und damit in die Beginne des Barock fällt, der vermutlich dann niemals zustande kommen würde. Also solche Widersprüche (bei einem barocken Spiel) können ja auch erklärt werden oder sind einfach auch keine Priorität. Da ich da eine große Vorliebe für eine in sich plausible Welt habe (und HeXXen zeitnah genug liegt, um zumindest noch einigermaßen brauchbare Quellen zu haben), wäre das für mich eben interessant.

    Bedient HeXXen als System auch den Anspruch die Spielwelt abbilden zu können, also in irgendeiner Weise die damalige Zeit unter den eigenen Prämissen simulieren zu können oder ist es ein rein Encounter-basierendes System? Während mich die Grundprämisse schon neugierig gemacht hat, haben mich die bisherigen Berichte, die mehr in die Tiefe gehen, eher fragend zurückgelassen.