Al'Anfa und Dämonenbeschwörer

  • Hallo liebes Forum,


    Ich leite im Monent die Rabenkriegkampagne (also Spoiler voraus), und einer meiner Spieler hat einen Dämonologen gebaut der im Auftrag Al'Anfas agiert. Er nutzt seine Dämonen auch nicht offen. Desweiteren beschwört er auch keine Dämonen aus der Domäne Thargunithots oder andere Untote. Jetzt ist es aber geschehen dass einige Söldner (die auf der Seite von Marvana Zornbrecht) mitbekommen haben dass er Dämonen im Kampf einsetzt, und auch fliehen konnten um davon zu berichten. Ich gehe auch davon aus dass der Schwarze General das mitbekommt, daher meine Frage: wie würde der Schwarze General darauf reagieren, dass ein Dämonologe bei den Rabenkrallen aktiv ist? Einerseits sind Schwarzmagier in Al'Anfa nichts ungewöhnliches, andererseits handelt es sich ja um einen borongefälligen "Befreiungskrieg", daher gehe ich von einem gewissen Konflikt aus.


    Bin gespannt auf eure Antworten :shy:

  • Prinzipiell gehe ich davon aus, dass auch Al'Anfa nicht gerade zimperlich mit Dämonenbeschwörern umgeht. Das Beschwören von Dämonen steht auch dort unter Strafe.


    Andererseits herrscht Krieg, und wenn die Helden sich sonst sehr positiv hervorgetan haben, dann ließe sich der Schwarze General vielleicht dazu bringen, ein Auge zuzudrücken, vor allem wenn die Helden bei einem gewissen Ereignis zu Beginn von Band 3 besonderen Einsatz gezeigt haben. Wenn sie keine Blutopfer bei den Beschwörungen eingesetzt haben, kann man vielleicht argumentieren, dass der Zweck die Mittel heiligt.


    Andererseits wäre das für den General ein ziemlich krasser Drahtseilakt, denn wenn die Bornkirche davon Wind bekommt, dann gibt's Ärger. Gerade der Patriarch wird da sicher kein Verständnis für haben. Daher muss der Nutzen für Oderin schon erheblich sein, und die Möglichkeit gegeben zu verhindern, dass es an die Öffentlichkeit gerät. Wenn man also die drei Söldner die gepetzt haben um die Ecke bringen kann, um eine Sondereinsatztruppe weiter agieren zu lassen, wäre es das sicher Wert. Wenn es allerdings rauskommt, dann werden die Helden (und vielleicht sogar Said Bonareth) sicher einen Kopf kürzer gemacht.

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    Neue Geister braucht das Land: Fanprojekt Aventurische Totengeister im Scriptorium und auf dem Forum

  • Ich weiß gar nicht wie ganz Al'Anfa zu Dämonen steht, nachdem es vor einigen Jahren zu einem tragischen Zwischenfall mit mehren (?) Toten gekommen ist.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Yelemiz, die Antwort hilft mir sehr, danke. Ich denke in Kreisen Al'Anfas kann Oderin die Anschuldigungen als Übertreibungen von Seiten Marvanas erklären, er wird aber sicher den Spieler bzw. die Truppe dazu ermahnen, nicht wieder auf solche Mittel zurückzugreifen und die Truppe zurechtstutzen. Blutopfer sind auch keine gemacht worden, der Beschwörer ist ja auch überzeugter Al'anfaner und dementsprechend boronstreu (so treu ein Beschwörer eben sein kann :D) Es wird jetzt auch interessant zu sehen wie sich die inner-al'anfanischen konflikte sich zuspitzen, aber ich denke diese Vorfälle sind gefundenes Fressen für die Generalissima Zornbrecht :evil:.

  • Davon ausgehend, dass es sich um eine DSA 5-Frage handelt und ich nicht weiß, ob sich diese Setzung zu DSA 5 hin geändert haben mögen:


    "Wer durch die Beschwörung dämonischer Wesen einem kulturschaffenden Zweibeiner mittelbar oder unmittelbar Verstümmelungen oder tödlichen Schaden zufügt, wird ohne Ansehen eventueller Gildenzugehörigkeit mit dem Feuertod bestraft. [...] Dies gilt im Mittelreich, dem

    Horasreich, dem Kalifat, dem Bornland, in Thorwal, Nostria, Andergast, Al’Anfa (man darf jedoch immer noch von eher laxer Strafverfolgung

    ausgehen)" (WdZ, S. 300).


    Lehren und erlernen dämonologischer Formeln ist in Al'Anfa übrigens nicht verboten.


    "Von den Schwarzen Landen einmal abgesehen, ist in Südaventurien (namentlich Al’Anfa, Mengbilla, Brabak und Mirham) die Situation für Beschwörer am ‘entspanntesten’. Denn so lange man nicht in den Revieren der herrschenden Mächtegruppen oder des Boron-Kultes wildert, geht man davon aus, dass kompetente Beschwörer eine kalkulierbare Gefahr darstellen und unfähige Dämonologen ohnehin vom Schicksal bestraft werden. Da Dämonologie eine erklärte Betätigung der Granden ist, hofft man als Fana einfach, davon unbehelligt zu bleiben, und lässt die Mächtigen ihre Spiele spielen." (WdZ, S. 406) (Hervorhebung durch mich.)


    Daher: Ja, verboten ist es, aber das wird in Al'Anfa wie so vieles andere nicht so eng gesehen. Wenn jetzt möglichst auch noch ein Granden-Offizier schnell auf die eigene Unterstützer-Seite gezogen wird, sollten die Chancen noch besser stehen.

    Wie du Metuant nun AB skizziert ist, weiß ich nicht, das mag ja auch mit hinein spielen, wie er als Kommandeur darüber denkt.


    Alternativ die Söldner abfangen/auffinden, bevor sie es weiter erzählen können (Söldner sind ja vielleicht auch nicht diejenigen, die sofort zum obersten Feldherren dürfen, und erst mal zum Nächsten in der Kommandokette gehen), und mit etwas Geld und guten Worten (Zuckerbrot und Peitsche) wedeln?

  • Also ich würde da nur eine Konsequenz sehen: Feuertod.

    Dämonologie ist per se nicht verboten. Sobald Menschen zu Schaden kommt auch.

    Im Rest Aventuriens ist schon das beschwören außerhalb von Akademien sehr kritisch. Das ist in Al´Anfa dann durch aus lascher geregelt mit dem nötigen Kleingeld und Einfluss. Dennoch sehe ich im Einsatz von Dämonen gegen Menschen eine Grenze, die egal durch wen, nicht akzeptiert werden kann. Das jemand in einem "heiligen Krieg" dass toleriert halte ich persönlich für extrem abwegig.


    Für mich wäre dies das typische: Ich will etwas spielen, dass 99% aller Aventurier hassen und dessen Praktizierung unter strengsten Auflagen steht. ich mache es dennoch und das in seiner "schlimmsten Form" und nun habe ich den Salat.


    Für mich ganz klar Feuertod ohne wenn und aber.

  • Für mich wäre dies das typische: Ich will etwas spielen, dass 99% aller Aventurier hassen und dessen Praktizierung unter strengsten Auflagen steht. ich mache es dennoch und das in seiner "schlimmsten Form" und nun habe ich den Salat.

    Wir wollen hier doch nicht darüber streiten wer eventuell einen "kleinen gehörnten" Dämonen beschworen hat. Jeder macht mal Fehler. Schwamm drüber.

    Da hat man sich in der Spruchkiste vergriffen und statt dem Skelettraius eben mal einen Dämonen, fälschlich aber kontrolliert beschworen.

    Außerdem geht es ja um "tödlichen" Schaden. Daher hat man ja immer noch den Incendio in der Tasche um eventuelle... ich nenne es mal... Laborversuche zu vernichten.

    Hinterher kann man doch gar nicht so genau sagen, was nun den "finalen" Schlag verursacht hat. Ich seh hier auch keine Leiche...


    und außerdem steht hier Aussage gegen Aussage wobei auf der einen Seite ein anerkanntes Mitglied der Bruderschaft der Wissenden steht und auf der anderen Seite ein dahergelaufener Söldner und richtigen Leumund, hat er auch noch. Hier bitte noch das Empfehlungsschreiben der Spektabilität. Außerdem wollte ich sowieso noch Fragen: Wo kann ich in die Kriegskasse einzahlen?

  • Nunja, im Tsa 1036 BF führte eine mißglückte Dämonenbeschwörung der Akadmie in Al'Anfa zu 5 Todesopfern. (Bote 161)

    Und das gerade etwa ein Jahr nach Rabenblut. Ich glaube nicht das so etwas von Ihm leicht vergessen wird.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • "Wer durch die Beschwörung dämonischer Wesen einem kulturschaffenden Zweibeiner mittelbar oder unmittelbar Verstümmelungen oder tödlichen Schaden zufügt, wird ohne Ansehen eventueller Gildenzugehörigkeit mit dem Feuertod bestraft. [...] Dies gilt im Mittelreich, dem

    Horasreich, dem Kalifat, dem Bornland, in Thorwal, Nostria, Andergast, Al’Anfa (man darf jedoch immer noch von eher laxer Strafverfolgung

    ausgehen)" (WdZ, S. 300).

    Danke, die Stelle im Gesetzt kenne ich auch (nur hätte ich sie wieder frei Kopf zitiert)... Sie ist recht eindeutig.


    Also ich würde da nur eine Konsequenz sehen: Feuertod.

    Das ist ziemlich krass. Grad bei Dämonologen den ich als Meister ja zugelassen habe sollte man das in der Spielgruppe besprechen. Der Feuertot kommt ja auch nicht so ad hoc, vorher muss man festgenommen werden und eine Rechtsprechung muss auch stattfinden (Gildengericht - das nicht grade zimperlich ist).


    Wie funktioniert ein Gericht? Spannend ==> nicht nach irdischem Vorbild!

    Zusätzlich können sie Beweise vorlegen: Welche Beseise haben sie?

    Wenn es keine Beweise gibt, steht Aussage gegen Aussage.Vor Gericht muss man Leumundszeugen aufrufen, da haben es die Kläger je nach ihrem Stand schon extrem schwierig.


    Wir wollen hier doch nicht darüber streiten wer eventuell einen "kleinen gehörnten" Dämonen beschworen hat. Jeder macht mal Fehler. Schwamm drüber.

    Da hat man sich in der Spruchkiste vergriffen und statt dem Skelettraius eben mal einen Dämonen, fälschlich aber kontrolliert beschworen.

    Das widerum finde ich zu lasch und obendrein "falsch". Zauberei ist ja nicht wie beim PC Spiel knöppche drücken, wo "invocatio minor" direkt neben "balsam" liegt und ich statt der 3 die 4 drücke. Ups so kanns gehen.

    Ebend nicht. Grade eine Beschwörung ist schon eine ganz andere Kiste. Da muss ein Portal, ein Spalt in die Welt gerissen werden durch den eine Wesenheit aus einer anderen Sphäre gerufen wird, dessen Existenz man obendrein kennen muss (Wahrer Name).


    Was wäre eine angemessene Lösung?


    Fakt ist: Es gab Beobachter, die entkommen sind und nun vermutlich schlechten Leumund verbrieten. Vermutlich? Ja es sind ja Menschen und sie könnten andere Interessen haben: vielleicht aber erhofen sich Vorteile, denken sogar an Erpressung. Oder sie sind einfach nur mit dem Leben davon gekommen und froh. Sie haben vielleicht keine Ahnung von Gilden- Magierecht (Rechtskunde?) und wissen also selbst nicht, ob das was sie gesehen haben überhaupt ein Dämon war (Spährenkunde/ Magiekundeprobe müssen sie erstmal schaffen). Normale Söldner haben KL und In jetzt nicht so hoch und Spährenkunde oder Magiekunde sind nicht wirklich ihre glanztalente...

    An so einem Wesen ist ja kein Ingredienz-etikett dran, wie bei unserer Kosmetik im Supermarkt...


    Fakt ist: Sie haben etwas gesehen. Das hat (Vermutlich) Feinde getötet.


    Daher die weitergehende FRAGEN die ZWINGEND Notwendig sind um die Frage überhaupt beantworrten zu können:


    1. Was für einen DÄmon wurde beschworen?

    2. Was für Motivationen haben die Söldner?

    3. Wem erzählen sie davon?

    4. Wenn es Zornbrecht erfährt: Was ist seine Motivation?


    Zu 4. könnte ich mir vorstellen, dass je nachdem "was genau" die Söldner gesehen haben und was für Zeugen / Beweise sie haben, dass Zornbrecht es durchaus zu einem Zeitpunkt hervorzaubert, wenn es ihm am meisten nutzt.... Nicht sofort.


    Letztendlich bleibt die Frage: Gerichtsverhandlung? Was wurde gesehen? Ein Zant mag man vielleicht noch als Dschungeltiger verkaufen können. Ein Heshdot als "Meuchler"... Ein Ivash ist ganz offensichtlich: Ein Feuerelementar.... es gibt viele Möglichkeiten dem einfachen Mann etwas zu erklären.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Erste Frage Gildenmagier oder nicht? Wenn Gildenmagier ist der Zauberer vor ein Gildengericht zu bringen; wenn nicht ... dann ist sein Status kaum Höher als der eine Hexe ... zu Borbarad wurden auch "verdächtigte" Magier von verängstigten Bürgern angegriffen!


    PS: Jeder Spieler der glaubt einen Dämonnebeschwörer spielen zu müssen sollten sich mit dme Hintergrund auseinandersetzen.
    Ich würde genausowenig einen Rauchgifthändler spielen, oder eine Attentäter des 2.Finger Tsas. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

    Edited once, last by zakkarus ().

  • Das widerum finde ich zu lasch und obendrein "falsch". Zauberei ist ja nicht wie beim PC Spiel knöppche drücken, wo "invocatio minor" direkt neben "balsam" liegt und ich statt der 3 die 4 drücke. Ups so kanns gehen.

    Was soll das ganze mit einem Computerspiel zu tun haben? Der gemeine "Aventurierer" kennt sich mit Magie nicht aus. Ich wollte damit einfach zu verstehen geben, dass nur weil man einen Dämonen beschworen hat das Spiel ( nicht Computerspiel ) nicht aus. Ein Dämonologe sollte vielleicht auch einfach mal einen Bannbaladin dabei haben, oder gute Werte auf Überreden.

    Bannbaladin kann man auch nur mit "Gesten" zaubern. Kreativität ist also gefragt.


    Auf der einen Seite steht der Meister, auf der anderen Seite der Spieler. Ich muss als Meister die Größe besitzen auch mal verlieren zu können ;) Wie Zakkarus sagt: ist er Gildenmagier geht es erstmal vor das Gildengericht. Eventuell ist das dem NPC aber auch völlig egal.


    Das ist doch das schöne an der Sache. Vielleicht auch eine gute Gelegenheit den aus dem Weg zu räumen...


    Würde das davon abmachen ob ich den Charakter ansonsten mag und wie kreativ sich der Spieler anstellt.

  • Wie gesagt Dämonologie ist ja auch nicht per se Verboten. Sie obliegt aber sehr starken Restriktionen.

    Auch würde ich es als äußerst plausibel finden, dass bei einem dämonologischen Vorfall die Kirche sehr an Aufklärung interessiert ist.

    Vor allem wird die schwarze Gilde (sollte sie überhaupt Interesse an einem Gildenprozess haben um ihn freikaufen, was bei der schwarzen Gilde eher selten ist) ihn härter bestrafen als ein normales Gericht (was beim Tod nicht so leicht ist).

    Immerhin hat dieser Magus durch sein "stümperhaftes Verhalten" der Gilde einiges an Ärger gebracht.


    Und sowohl bei Gerichten, in denen Kirchen involviert sind, als auch vor allem in magischen Prozessen ist Wahrheitsfindung etwas sehr leichtes. Magie kann nicht nur zum beschwören eingesetzt werden ;)


    Kra3h : Ja in Al´Anfa wäre der Skelettaruis natürlich gar kein Problem ;) Welchen Gott beten die da nochmal genau an? :-D. Also wenn das die Gerichtliche Argumentation wäre = doppelte Verbrennung ;)


    Und bei der Problematik sehe ich halt nicht nur die Söldner. Sondern eigentlich müsste jeder in der Gruppe (sollten es nicht lauter Paktierer, Borboradianer, und Geweihte des namenlosen) ihn selbst vor Gericht zerren wollen.

  • Was soll das ganze mit einem Computerspiel zu tun haben

    Du hast geschrieben er hätte aus Versehen einen "falschen Zauber" gewirkt... da wollte ich insistieren, dass es nciht aus versehen geht. Bei einem PC Spiel kann ich mich asu versehen Verklicken/vertippen. Daher die 4 und die 3 (als Hotkey quasi danebengetippt). Dass ist schon immer sehr bewusst geschieht. Geschehen muss.

    ist er Gildenmagier geht es erstmal vor das Gildengericht

    Sagte ich das nicht ebenfalls?

    [...]und eine Rechtsprechung muss auch stattfinden (Gildengericht - das nicht grade zimperlich ist)

    Doch sagte ich wohl auch.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • ist er Gildenmagier geht es erstmal vor das Gildengericht

    Sagte ich das nicht ebenfalls?

    [...]und eine Rechtsprechung muss auch stattfinden (Gildengericht - das nicht grade zimperlich ist)

    Doch sagte ich wohl auch.

    Ich wollte Dir das auch nicht absprechen, einfach nur vergessen zu erwähnen. Dafür sorry.


    Das mit dem Zauber vergriffen, war auch als Spaß gedacht, bzw. ist mir das schon bewusst. Aber als Magier muss man ja davon ausgehen, dass einen sowieso keiner versteht. Ich fände so eine Argumentation witzig am Spieltisch. Bei anwesenden NPC / oder vielleicht auch SCs vielleicht nicht so angebracht.

  • Skelettarius ... in eienr Region die Boron (Totengott) als oberste Gottheit feiert, wo einst die Wudu mit Untotenmagie herrschten, so eien Glaubensgemeinschaft toleriert seltstverständlich die Totenruhe ... Vorschlag, am Tag des langen Schlafes. Wirklich?! ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • den Erfolg gerne einfahren - Helden in der Hand haben - selber nicht beschädigt werden!


    Hatten wir das nicht gerade? - Man kann NSC nicht 'falsch' oder 'richtig' spielen.

    Die Hauptsache ist, dass man versucht dicht an der Motivationslage des NSC zu bleiben,

    Gesetze sind in Al'Anfa nur interessant, wenn ihre Durchsetzung zufällig gerade jemandem möglich und opportun erscheint.

    Das gilt übrigens überall - aber es gilt in Al'Anfa und Fasar ganz besonders.


    Helden tun etwas, was für die Sache gut ist. Sie begehen damit eine unverzeihliche Sünde gegen die Götter. Es gibt Augenzeugen aus den Reihen der Gegner. Das gibt dem General die Möglichkeit

    a) den Augenzeugen eine unglaublich infame Lüge zu unterstellen

    b) den Fall "von den besten Leuten untersuchen zu lassen" und die Helden bei jedem x-beliebigen Zeitpunkt fallen zu lassen

    c) die Helden damit sehr platt zu erpressen


    eine win-win-win-Situation für den Dienstherren des kleinen Beschwörers. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass die wenigsten Mächtigen keinen Verwender verbotener Kräfte in ihrem Soldbuch stehen haben... m2p

  • Schwierige Frage.


    - In Al'Anfa werden Dämonenbeschwörer ausgebildet. Explizit auch für den Krieg und als Flottenmagier. Es ist davon auszugehen, dass es Einsatzdoktrinen für Dämonen gibt und die Armee damit kein Problem hat. Andererseits beschränkt sich das auf mindere Dämonen und nicht solche, die allein Schlachten entscheiden. Gut möglich, dass man eher Spionage und Kuriereinsätze benutzt.


    - In Al'Anfa ist Dämonenbeschwörung verboten wird aber im Umfeld der Granden praktiziert. Wer also einen Gönner hat, ist vor Strafverfolgung relativ sicher wie bei so vielen anderen Gesetzen, die nicht oder sehr selektiv angewandt werden. Andererseits war das vor Rabenblut und es kann sein, dass ein Grandengönner nicht mehr ganz so nützlich ist wie zuvor.


    - Die al'Anfanische Magierakademie hat einen Haufen Leute, die darauf achten, dass die Magier als Gruppe kein Machtfaktor werden. Deren Abgänger haben also keine Blankovollmacht und müssen sich an Verbite halten, auch Beschwörungen an der Akademie laufen unter Einschränkungen und festen Regeln, ähnlich wie bei Punin. Es ist allerdings davon auszugehen, dass, wenn so ein Abgänger irgendwann in der Flotte oder einem Granden dient, plötzlich viel mehr erlaubt ist.


    - Es gab den oben angesprochenen Unfall. Eine absolut absurde Botengeschichte, die nicht wirklich nach Aventurien passt und nur funktioniert, wenn Leute Borongeweihte nicht von Heshtotim unterscheiden können. Naja, soll wohl homurvoll sein, ist aber offiziell. Im Anschluß daran wurden die Regeln zu Dämonen verschärft. Dafür dass theoretisch Dämonen vorher auch schon verboten hätten sein sollen, zeigt das mal wieder, das sich wenig ändert. Auch waren fast alle der Verschärfungemaßnahmen auch wieder nur Schikanen für die Akademie und nichts, was andere Beschwörer wirklich trifft.




    Jetzt zum Thema :


    Ich denke, man wird nicht glücklich sein, Dämonenbeschwörer, von denen man nichts wußte, unter den eigenen Truppen zu finden, die ohne explizite Erlaubnis gefährliche Kampfdämonen benutzen, die der Schlachtplan nicht einkalkuliert hat. In der Tat könnten da Strafen blühen. Es sei denn, man kann das Ganze mit einem großen Sieg rechtfertigen, denn niemand verfolgt gern Kriegshelden.


    Das ganze ist eine politische und militärische Entscheidung, aber wenn der SC nicht dafür bestraft wird, würde ich erwarten, dass er mindestens Regeln bekommt, wann er welche Dämonen im Feldzug benutzen darf und/oder seinen Vorgesetzten vor dem Einsatz jeweils fragen muss. Also eine Art Dispens für bestimmte Zwecke, ein Weg für das Oberkommando, die Dämonen einzuplanen und eine Absicherung, dass das nicht außer Kontrolle gerät.



    Erste Frage Gildenmagier oder nicht? Wenn Gildenmagier ist der Zauberer vor ein Gildengericht zu bringen;

    Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher, welche Gildenprivilegien die Ius Meridiana berücksichtigt. Auslöserecht für Gildenmagier gibt es in Al'Anfa aber sowieso nicht und für Schwarzmagier auch sonst nicht. Der einzige Weg, wie das je vor einem Gildengericht landen könnte, wäre, wenn die Gilde von sich aus das verfolgt und andere Gildenmagier den SC dafür belangen wollen.


    Nein, wenn das überhaupt je vor einem Gericht landet, wird das ein weltliches Gericht sein. Oder was in Al'Anfa als solches durchgeht, da wir i der Praxis entweder ein Militärtribunal bekommen oder ein weltliches Gericht das größtenteils von der Praioskirche unter den kritschen Augen des Gubernators verwaltet wird.

  • Das ganze ist eine politische und militärische Entscheidung, aber wenn der SC nicht dafür bestraft wird, würde ich erwarten, dass er mindestens Regeln bekommt, wann er welche Dämonen im Feldzug benutzen darf und/oder seinen Vorgesetzten vor dem Einsatz jeweils fragen muss. Also eine Art Dispens für bestimmte Zwecke, ein Weg für das Oberkommando, die Dämonen einzuplanen und eine Absicherung, dass das nicht außer Kontrolle gerät.

    Ich denke niemand mit Verstand gäbe einen gesiegelten Dispens für Dämonenbeschwörung außerhalb des akademischen Stufe10 Energiefeldes.

    Daher fällt die "Billigung" eher in die Kategorie "ich habe keine Kenntnis von Euren Methoden - und wenn sie mir auf die Füße fallen, werdet Ihr Euch wünschen uns beide trennte ein Zeitalter und ein Ozean...!" - an eine solche inoffizielle Duldungserklärung (vergl. z.B. "Der Patriot", Tavington vs Cornwallis) kann man schwerlich weitere Verfahrensregeln knüpfen. Im Gegenteil ist es sinnvoll, dass die nicht-legitimen Methoden extra vergütet werden, sofern man sie vorher verabredet und höchstens sanft lächelnd gerügt werden, wenn man ex-post darüber verhandelt.


    Kommt die nicht-legitime Methode im Nachhinein ans Tageslicht, wird sich ein Profiteur mit großem Theater von diesen scheußlichen Dingen distanzieren und aus größtmöglicher Distanz beobachten, wie es dem Hals und der Reputation des Missetäters ergeht.

    In einem Fall, dass es sich um 'inoffizielle Kräfte' handelt, ist die nicht-Übernahme der moralischen Verantwortung ein leichtes Spiel, welches in Al'Anfa wahrscheinlich in Perfektion beherrscht wird.

    Jetzt im Scriptorium: Die Kinder des 23sten Ingerimm

    Ich habe keine Macken, das sind special effects!

    Edited 4 times, last by E.C.D. ().

  • Ich bin auch kein Freudn der Dämonenbeschwörung - gerade weil die Akademie der Erleuchtung eigenltich davon die Finger läßt; nicht das jemadn Brabak und Al'Anfa vertauschte ...? Die Akademie wird in Q10 (Stand um 1036 BF) ab S.8ff beschrieben; u.a. das mna heute verschweigt das jemand wie Galotta hier mal unterrichtete. Ah, wichtigste Seite (14): "Die Boronkirche versucht von Anfang an ein Verbot der Dämonenbeschwörung zu erzwingen, doch verdankt die A. dem Einfluß der Granden das nie ein Gesetz erlassen wurde, solange die Magier glaubhaft versicherten, da die Beschwörungen allein der Erforschung dienen. Oderin schweigt sich zu diesem Thema aus, denn obwohl er nichts für Dämonen übrig hat, weiß er, daß sie druchaus ihren Nutzen haben könnten.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • In Al'Anfa werden Dämonenbeschwörer ausgebildet.

    Falls sich das nach DSA 5 nicht grundlegend geändert hat, finde ich nicht, dass der Invocatio Minor des Seekriegs-Zweigs allein den kundigen Dämonenbeschwörer ausmacht. Aber es zeugt in der Tat davon, dass man dem grundsätzlich nicht abgeneigt ist und auch in dieser Hinsicht ein erstes Standbein drin hat.