Wo ich dir aber widersprechen muss ist die Fixierung auf die Intelligenz. Ich finde nicht dass es eine "Selbstverständlichkeit" (oder "Vorraussetzung"; was du nicht gesagt hast) sein sollte, oder darf, dass man "bestimmt intelligent" vorraus setzt. Ich halte mich z.B. für nicht allzuintelligent (jetzt auch nicht doof) und würde mir jetzt deswegen auch nicht den Mund (a priori) verbieten lassen. Ich reflektiere gerne und setzte mich mit Dingen die mich faszinieren gerne auseinander und "gehe da gerne rein". Ich würde meinen Zugang eher als "method acting" beschreiben (deshalb auch die "Rolle" des Hesindegeweihten).
Bruderschwester Gammensliff. So sehr bin ich gar nicht auf "Intelligenz" fixiert, ich nutzte nur ein Wort aus dem DSA-Werte Kontext. Und will dir hier auch noch widersprechen. Aus meiner Sicht, bist du allein dadurch Intelligent, weil Du "gerne reflektierst". Vielleicht macht das meine Satz oben verständlciher. Oder auch nicht, dann muss ich nachbessern.
Dann hast du natürlich die Überlegung: Eidsegen und Heilige Eide. Was würdest du machen wenn die Spieler dir einfach den Stinkefinger zeigen und "ach was interessiert mich das Geschwätz von gestern - ich diene TSA heute koch ich, morgen brau ich und übermorgen ermorde ich des Königspaares Kind", sagen? Handlungen sollten im Spiel Konsequenzen haben.
Spannende Frage, die von Satinav abhängig ist. Früher als ich noch jung war, dachte ich disziplinieren zu müssen. Hier wäre / war ich für so eine Regel dankbar. Ebenso wie "Dumpfschädel" wenn man an die Tempelwand pinktelte...
Heute denke ich ebenso wie Du: "Handlungen müssen Konsequenzen haben." Alle und immer. Aber ich muss nicht disziplinieren. Handlungen haben immer Konsequenzen. Die Frage ist aber, ob es immer negative Konsequenzen sein müssen, oder ob nennen wir es mal "bösartige Hanldungen der Helden" nicht trotzdem ein positive Konsequenz haben können/ dürfen oder umgedreht: Ob Gute Handlungen nicht ebenso auch schlechte Konsequenzen herbeirufen können? Beides nicht zwingend, aber als "offen" Möglichkeit.
Daher: Nehmen wir an, meine Helden schubsen einen kindlichen Zeugen aus dem Fenster. Erstmal eine bösartige Handlung. Aber muss ich meine Spieler ZWINGEND sanktionieren? Muss das Kind zwingend sterben? Es kann auch überleben und sich nicht erinnern? Es kann auch verkrüppelt überleben (primär eine negative Konsequenz). Aber kann nicht auch diese Verletzung kosmologisch zu etwas besseem / Guten führen. Hier denke ich z.B. an "Bran Stark"...
Also abschließend finde ich WENN man ein Regelkonstrukt zu etwas macht, was auch gut in/m Fluff/Meisterhand bleiben könnte, DANN sollte man es auch GESCHEIT machen. Jetzt gibt es dieses Konstrukt schon sehr, sehr lange ( KKO 1997) - fast 30 Jahre. Wir leben damit. Jetzt ist die Frage also eher wie würde/sollte/könnte man (du, ich, anybody) es gescheit machen? Oder auf DSA5 bezogen ist es aktuell "gescheit genug"?
Durchaus, durchaus Bruderschwester. Gescheit sollte es sein. Aber da habe ich keine Lösung anzubieten.
Ich gebe nur zu Bedenken, das ein Automatismus aus Sicht des Spiels keine Bereicherung ist.
Interessanter fände ich es, wenn vieles aus dem Spielerhelden selbst kommt. Also statt bei Geweihten den Karmahahn zuzudrehen (als aktive Handlung der Gottheit), fände ich es besser, wenn der Zweifel selbst den Charakter hindern würde seine göttlichen Kräfte zu nutzen (und da wir ja bereits die Zustände I-IV haben, gern auch in dieser Form). Als Erschwernis - das würde göttliches Wirken vom Magischen abgrenzen. Aber auch das ein Abschweifen. Sorry.
Aber das nicht als "Automatismus der Gottheit" sondern aus dem Rollenspiel durch den Spieler.
Ergo: Handlungen gegen die Prinzipien der Gottheit führen zu Zweifel I-IV. Somit könnte ein Rondrianer einen Gegner auch mal angreifen, obwohl der bereits in einem Kampf mit dem befreundeten Krieger ist. Leidet danach aber unter Zweifel I ...
Wir hatten früher (DSA3?) mal die Regel, dass ein Erzdämon einmal im Leben eines Geweihten versuchen kann diesen auf seine Seite zu ziehen... Zweifel IV erleichtern das sehr...
Und so ist es dann auch gut zu vertreten dass Geweihte gegen Geweihte agieren konnten (in Kriegszeiten ja sowieso "makelfrei").
Ja klar. Das setzt wieder omnipräsenz und omnipotzenz vorraus. Ein "mitdenkender" Automatismus.
So darf ich als Gerbald der Mittelreicher den Ronrdianer in der Taverne nicht angreifen, aber zwei Tage später auf dem Schlachtfeld schon?
Das fühlt sich für mcih - einfach valsch an. So wie das falsche Wort valsch.
War das ein Versuch von Widerspruch oder Zuspruch?
Muss es immer eines von beiden sein Bruderschwester. Lernt nicht der Maraskaner, dass die Warheit zwei ist.
b) Ich sage Mord ist ein Frevel, sowohl nach DSA4 wie auch DSA5. Rede dabei aber nur von der Ursprungsbedeutung des Wortes "Mord" (vorsätzliche Tötung außerhalb der kosmischen Ordnung) es gibt natürlich Tötungen innerhalb der kosmischen Ordnung, die würden Aventurier aber auch nicht als Mord benennen.
Unsere Priester (damit meint Grumbrak die maraskansichen) arbeiten eng mit dem zweiten Finger Tsa's zusammen... Man sagt nicht "Mord"... das ist plump. Man verhilft den uneinsichtigen zur Einsicht, zur Begegnung mit dem Bruder und dann auch mit der Schwester. So sie denn noch Teil der Schöpfung sind. Preise die Schönheit!
Das zu bewerten oder zu bestrafen würde vorraussetzen, dass der Meister der jeweiligen Spielrudne tatsächlich wüsste, was die Götter denken und wollen. Das tut er aber nicht. Damals gab es eine Regel: Die Spieler der Gruppe sollen sich in die Götter (jeder in einen oder zwei?) hineinversetzten und überlegen wie sie zu der jeweiligen Handlung stehen.
Ich glaube, der Zwölfgötterkult hat damals Thorwal anektiert und als Teil des Zwölfgötterkultes akzeptiert (Swafnir als Sohn von Rondra und Efferd), die Thorwaler glaubten aber immer an "ihre eigene Religion" (Swafnir als oberster Gott der Meere und Vater des Efferds).
Der Initiations-Ritus hat sich für die Thorwaler nie verändert.
Aber früher hätte auch ein Thorwaler ein MdF bekommen, wenn er einen Praiosgeweihten aus dem Fenster warf. Premer Fenstersturz Mythos.
Naja wir werden sehen wie es weitergeht.
Preise die Schönheit!