NSC AP-Werte?

  • Mich würde interessieren wie Schätzungen zu AP-Werten von NSCs wie Pardona, Rohal dem Weisen oder Borbarad sein könnten. Für mich als Spielleiter wäre es interessant ungefähre Werte zu haben um überhaupt deren Macht einschätzen zu können. Aktuell weiß ich nur das solche Charaktere wahnsinnig stark sind und SCs niemals solche Werte erreichen können, aber wie gesagt würde ich mich besser fühlen, wenn ich Beispielszahlen zu mächtigen NSCs hätte um sie bsw. mit Drachen oder Dämonen vergleichen zu können.

    LG,

    MrPrinz24

    EDIT

    Hier beziehe ich mich auf DSA 5, btw...

    EDIT Schattenkatze: Bitte für kurzzeitige Nachträge die Editierfunktion nutzen.

  • Generell sollten derartige entitäten mehr als das 10 fache des Durchschnittlichen Heldenniveaus haben, bzw. das doppelte bis dreifache der Gesamt-AP der Gruppe, so kannst du das Machtgefälle darstellen zwischen Epischen Entitäten und der Heldengruppe ... aber das ist nur eine grobe Richtlinie, tatsächlich darstellen lassen sich derartige Wesen nur Narrativ, nicht als Ansammlung von Spielwerten. "Plotarmor" und Gottgleiche fähigkeiten wie "Freizauberei" sind leider nunmal etwas das aus Sicht der Geschichtenerzählung sinnvoll ist, aber aus Spielmechanischer Sicht den ein oder anderen sauer aufstoßen lässt ... "Balancing" ist dann meist das Stichwort! solche Wesen sind aber nicht zu Balancen, das zerstört die Geschichte der Spielwelt, der Helden oder verstößt gegen den Gruppenvertrag in bestimmten Konstellationen ... letztlich liegt es an dir und deiner Gruppe, wie ihr spielen wollt und ob ihr Würfelwerte als harte Tatsache nutzen wollt oder lieber zugunsten der Geschichte der Helden mal den ein oder anderen eingriff per "Freizauberei" oder "Plotarmor" nutzen wollt.

  • Für solche NSC gibt es hoffentlich niemals Werte. Den Fehler haben sie zum Glück nur einmal bei den Erzdämonen in DSA 3 gemacht...

    Wenn sie jedoch offizielle Werte besitzen, dann würden auch die offiziellen Regeln gelten. Denn kann auch Pardona und Co. nur QS 6 erzielen. Ich höre jetzt schon den müden Aufschrei mancher Spieler "Ey Alter das hat mein Held schon so bei der Generierung drauf gehabt..."

    Übermenschlichkeit in einem durchs Regelwerk nicht begrenzten Steigerungsrahmen (so lange man AP, hat kann man beliebig weit steigern...) kann man kaum sinnvoll einordnen. Bei DSA 4 ist das jedenfalls ziemlich nach hinten los gegangen und "Legenden" waren ziemliche Luschen im Vergleich zu SCs. Alleine schon die absurden Möglichkeiten zu buffen und zu stapeln...

    Wenn man jedoch Werte ansetzen möchte, dann sind wichtige EW wohl i.d.R. 20+ und die Fähigkeiten entsprechend noch etwas höher. Legt man jedoch einzig AP als Begrenzung zu Grunde, müsste man vermutlich höher gehen, alleine schon um ordentliche Fähigkeiten und genug Abstand zu einseitig gesteigerten Helden zu gewährleisten. Allerdings bleibt momentan immer noch QS 6 ein Problem. Also besser keine Werte und Regeln. ;)

  • Man kann sich ja mal anschauen, was die mächtigsten bisher erschienenen NSC so drauf haben. Ich glaube da gibt es eine Oberhexe aus dem Bornland und ähnliche Gestalten, die durchaus schon existieren. Auch erfahrene Magier sind schon vorhanden. Die Werte haben das gleiche Problem wie immer schon in DSA. Sie sind lächerlich schlecht und bilden nicht ab, was die Gestalten erreichen sollten bzw. was ihr Lebenswerk darstellt. Die Lösung ihnen keine Werte zu geben ist bestenfalls eine Ausflucht, aber eine, die man immer nehmen kann. Fragt sich nur ab wo man damit anfängt. Ist auch schon ein Erzmagier nicht mehr vernünftig darstellbar? Oder beginnt man ab verhülltem Meister?

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  • Generell sind Borbarad und Rohal nochmal ne ganz andere Schublade, da sie im Vergleich zu anderen starken NPCs, wie zum Beispiel (Pardonna, Garlotta, Xeraan ) als Halbgötter eine noch viel größere Kraft besitzen und hier es bestimmt schwer ist überhaupt solche Charactere einubinden, da sie Ihren Status als sehr mächtig vor den Spielern eigentlich behalten sollten(müssen).

    Zu deiner eigentlkichen Frage.

    Für DSA 5 wäre es sicherlich angebracht, dass alle staken NPCs (magisch begabt) einen Astralpool von 100-300 haben sollten und ihre Zauber auf einer mindest Qualitätstufe von 4 haben, vielleicht sogar eher 5, aber das ist dann dir überlassen. Da ich mich zwar gläzend bei DSA 4 mit Magie auskennen, kann ich was Magie in DSA 5 angeht dich nicht wirklich fachlich gut beraten, aber das würde mir jetzt so intiutiv einfallen.

    Diese Wert zu den starken NPCs sind aber von einer Heldengruppe nicht besiegbar, also müsssen bei Dämonen und schwächere Magier als Gegner, natürlich größere Abstriche gemacht werden, fals es für die Heldengruppe z.B der Endgegener wäre.

    Spezialsierungen und anderen zusätzliche Modfikationen sind natürlich auch möglich, aber da könntest du auch varieren oder sie einfach weglassen.....je nach Komplexität.

    Wer braucht schon schwertschwingende Krieger, wenn man die Magie auf seiner Seite hat. :)

  • Ich habe keine praktische Erfahrung mit der Entwicklung von Charakteren im hohen AP Bereich bei DSA 5. Intuitiv würde ich jedoch sagen, "Legendär" (2100 AP) ist nicht wirklich legendär...allerdings brauche ich als SL keinen vollständigen Heldenbrief für NSCs. Mir reichen die für ihre Aktionen wichtigen Werte. Die Werte passe ich nicht dem Erfahrungsgrad der Helden an, somit bleiben NSC-Legenden auch einsame Spitze. Betrachte ich z.B. die "Wichtigen Werte" eines Khadil Okharim aus Niobaras Vermächtnis, stehen da FW zwischen 14 und 20 und Eigenschaftswerte von 15 bis 20. Der gute Mann hat also sicher weit mehr als 2100 AP verschlungen. Der Erzbösewicht aus dem genannten Abenteuer wurde ausführlich mit Werten versehen und liegt sicher auch jenseits der 2100 AP. Wichtige Talente, Zauber und Liturgien sind alle im zweistelligen Bereich, darunter viele 14+. Damit dürfte er das Niveau einer Spektabilität, eines privaten Lehrmeisters a la Rafim Bey oder eines herrausragenden Streiters bzw. eines Vorstehers eines großen Tempels haben. Okharim stelle ich mal auf eine Stufe mit Atherion, Savertin, Arombolosch und co. Eine Pardona oder ein Tubalkain brauchen eigentlich keine Werte. Von Halbgöttern, Alten Drachen oder 10+ gehörnten garnicht zu reden.

  • Also einem Alveraniar wie Borbarad würde ich jeden auf Wissen und Geistesleistungen basierenden Taw auf 20 setzen und so einige körperliche Talente nicht all zu weit niedriger.

    Viele Eigenschaftswerte wie MU, IN, KL, CH sollten in einem Bereich um die 30 liegen.

    Der Astralpool sollte gigantisch sein, vielleicht 5000 ASP.

    Und in ursprünglicheren Inkarnationen vielleicht noch höher.

    Pardona würde ich als "halben Borbarad" rechnen mit teils vergleichbar guten TaWs, relevanten Eigenschaftswerten von 20+, aber kosmologisch bedingt "nur" ein paar hundert AsP.

    Sie ist so machtvoll wie eine Sterbliche werden kann.

    Das ist auch der Bereich wo ich mit einer eigenen Setzung Kaiserdrachen einordnen würde, nur dass ich denen noch KK und KO Werte im 40er Bereich gäbe.

    Und Erzmagier wie Galotta und Xeraan würde ich wie Helden erstellen.

    In DSA 4.1 mit ca. 20.000 AP.

    Das aber in 2100 AP ("legendär") umzurechnen für DSA 5 hört sich für mich knapp an.

    Das ist die Werteausgestaltung die meinem Gefühl von der persönlichen Mächtigkeit dieser Figuren in Aventurien entspricht, gemessen am Machtlevel der Helden.

    Offizielle Werte sind oft sehr viel niedriger gesetzt und in meinen Augen gemessen an den Hintergrundbeschreibungen häufig unpassend und unglaubwürdig.

    Edited once, last by BardDM (April 25, 2018 at 2:47 AM).

  • AP für diese Charaktere sind schon allein deshalb nicht möglich, weil die geschätzten 20 Regelbücher mit dem ganzen Zeug das sie jenseits der bereits vorhandenen Regeln noch so können müssten noch nicht erschienen sind.

    In einem strukturell anderen Regelsystem als dem von DSA wäre es wohl möglich zumindest funktionale Basiswerte auszugeben, aber das DSA System produziert eine zu extreme Machtschwankung, basierend auf Sonderfähigkeiten, Zaubern, Ritualen, Vor- und Nachteilen und so weiter und so weiter. Hinzu kommt eine gewissen Tradition der Autoren die eigenen Regeln nur sehr eingeschränkt zu beherrschen, sofern es NSC Werte betrifft.

    Allerdings macht es in diesen Bereichen eigentlich keinen Unterschied. Ob ein Käfer jetzt von einem Menschen zertreten wird, oder von einem Elefanten: Platter wird er nicht und seine Chancen irgendwas zu bewirken standen auch nicht besser beim einen, oder anderen.

  • Das ist fast so sinnlos, wie Werte für Götter anzugeben... Man munkelt man munkelt das hätte es mal gegeben.... das provoziert nur Götter zu töten und sich dann zu langweilen.

    Es geht den Autoren (und mir auch oft) immer um eine Gute Geschichte, nicht um Regel-Korrektheiten. Manchmal wird nicht gebogen, manchmal wird viel gebogen. Es gibt schlechte Geschichten die alle Regeln einhalten, es gibt schlechte Geschichten, die Railroading betreiben... aber es gibt verdammt Gute Geschichten, die obwohl sie alle Regeln beugen und railroading betreiben einfach nur schön sind zu spielen....

    Was mich oft stört ist dieses: "Aber aber ich hab doch XYZ für ABC Ap gekauft, damit kann ich aber AAA!!!"

    Entweder man erlaubt dann dem Spieler die Aktion, die den Plot sprengt (auch OK)

    oder man sagt: "Im Rahmen einer spannenden und guten Geschichte, kannst du das jetzt nicht (warum auch immer: Sternenkonstellation: "Das Kreuz steht im Oger"....)

    Klar kann dann der mit smartphone ausgestatete Spieler kontern: "das Kreuz steht aber am 23.Rondra 412 BF nicht im OGER!"

    hmm ja ok dann hast du wohl Recht... Übernimm Du die Geschichte, ich bin raus....

    Zu den Werten: Mächtig heißt: weit mächtiger, als Helden es je werden können (Außer sie paktieren, werden 1.000 Jahre gespielt und sind schon lange Meisterpersonen)...

    Das schöne ist doch: Spieler können gegen bestimmte Meisterpersonen nur gewinnen, indem Sie Hirn nutzen, besondere Bedingungen herbeiführen (Die Axt Sternenschweif z.B.) und oft ist dieses "gewinnen" nur ein "Rückzug" der Besiegten oder nur ein "überleben" der Helden...

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):

    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Das kann ich so nicht unterschreiben. Klar ist das wesentliche eine gute Geschichte bei der alle Spass haben. Und Spieler haben auch oder vielleicht gerade Spass, wenn sie gegen bestimmte Meisterpersonen nicht nur mit Hirn oder besonderen Bedingungen (kombiniere Artefakt A mit Artefakt B weil das vor drölftausend Jahren mal jemand so gebastelt hat) sondern auch durch klugen und strategischen Einsatz ihrer Sonderfertigkeitenkäufe gewinnen.

  • ja das auch, aber wie sähe ein Aventurien aus, wo Pardona erschlagen vom Alriks Hammerschlag (45 SP bei KO 15 = 3Wunden = tot), der Namenlose mir QS 6 Fesseln/ Entfesseln von Alrike wieder am Sternenwall mit dem Levthansband gefesselt sich in Wollust räkelt?

    Dann lieber eine verwundete Pardona, die als Drache davon fliegt und Rache schwört (ohne dass sie in der freien Aktion noch einen Passierschlag abbekommt) und würdelos vom Himmel stürzt... Oder vom Held verfolgt wird, weil der Wurm nur GS 16 hat, der Magische Teppich mit zwei Helden sie aber mit GS 22 verfolgt und der Elf, der Hinten mitfliegt jede KR 2 Pfeile mit je W6+8 (sehr toller Bogen) versendet...

    Ähm ja Grumbrak sagt dann: Story > Regeln

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):

    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Ich finde ihr habt beide irgendwie recht, Thorbe und Grumbak. Eine Meisterperson dient der Geschichte, ausschleißlich der Geschichte. Dennoch sollten die Regeln eines guten Spiels die Mächtigkeit einer solchen Person bis zu einem gewissen Grad abdecken und den Spielern eine faire Chance zum Gewinnen lassen. Ich schreibe Mächtigkeit bis zu einem gewissen Grad, weil es Wesen gibt, die über den Status mächtiger NSC durch das vorgegebene Setting erhaben sind, einfach weil sie für den offiziellen Metaplot unerlässlich sind (z.B. Pardona).

    Beispiel: Ein zwergischer Drachenkämpfer dürfte nach DSA 5 keine Chance haben einen (großen) Drachen zu töten, auch nicht mit Kumpels bzw. Heldengruppe und viel Grips. Die Geschichte erzählt hingegen von vielen Drachentötern. Andererseits sollte nicht jeder x-Beliebige einen Drachen töten können, sonst hätten längst unzählige Söldnerhaufen den Viechern den garaus gemacht. Also fehlt mit persönlich eine SF oder ähnliches, die dem Zwerg (als Profi seines Fachs) eine Chance gibt, LP und ZK zu umgehen und so eine (wenn auch geringe) Chance auf Erfolg zu haben. Das sollten aber die Regeln hergeben und nicht der SL handwedeln. Bzw. er kann es (erst) handwedeln, genau dann, wenn es auch die Regeln hergeben.

  • Grundsätzlich besteht das Problem zwischen Beschreibung, und tatsächlichen Werten. Vieles (NSC, Tiere, Kreaturen, Dämonen ...) kommen mit Beschreibungen daher, die sie eindrucksvoll erscheinen lassen, die tatsächlich angegebenen Werte stinken dagegen in der Regel ab.

    Ich würde also überlegen, was so ein NSC (für Dich, in eurem Aventurien) darstellen soll und dann die Werte vergeben, und AP mehr oder weniger ignorieren, bzw. nur zu Orientierung nehmen, und nicht nur mit diesen arbeiten, damit am Ende nicht "viel AP - hm, Ergebnis ist nicht das, was mir vorschwebte" herauskommt.

    Was für Werte und Fähigkeiten wie gut sind, ist ja durchaus vom Spielstil und eigenem Empfinden abhängig.

    Daher würde ich nicht mit anderen Kreaturen und NSC vergleichen, weil deren Werte in meinen Augen üblicherweise auch völlig missglückt sind. SC zum VErgleich heranziehen kommt schon eher hin, die werden in der Regel mit Blick auf Möglichkeiten erstellt.


    NSC wie Pardona, Borbarad, Rohal, etc. die gar nicht nach menschlichen (elfischen, zwergischen ...) Generieungsmaßstäben zu betrachten sind, würde ich da heraus nehmen. Die stehen in meinen Augen außerhalb des Regelsystems, weil es keine Regeln gibt, die die erfassen und darstellen können. Das angesprochene Problem ist zusätzlich, dass vieles von dem, was solche NSC können, noch gar nicht im Regelwerk behandelt wurde. DSA 5-Magie und göttliches Wirken sehr nach unten skaliert wurde und daher die Fähigkeiten solcher NSC endgültig nicht mehr abbildbar sind.

    Aber auch mit existierenden Regeln bin ich mir sicher, dass Borbarad entweder ganz und gar außerhalb aller Regeln steht, oder nict mer annähernd kann, was er getan hat.

  • Die Lösung ihnen keine Werte zu geben ist bestenfalls eine Ausflucht, aber eine, die man immer nehmen kann.

    Besser als die Lösung zu schlechter Werte ist sie alle mal.

    Grundsätzlich hätte man einen festen Rahmen des Menschenmöglichen vorgeben sollen. Mit Grenzen wie "EW 21, dann ist für Menschen Schluss" hätte man schon mal einen deutlichen Anhaltspunkt, wie gut menschliche Leistungen (von der Höhe der Fertigkeiten bis hin zur Leistungsfähigkeit bei Spüngen etc.) sein können. Das alleine reicht aber noch nicht. Man benötigt eine "Übersetzung" der Werte in Kompetenz, sowie eine Kostentabelle die "nahezu einzigartige Fähigkeiten" auch für Helden entsprechend teuer macht (insbesondere da es kein Zeitsystem gibt) . Momentan gibt es nicht einmal eine Einteilung, was ein bestimmter Fertigkeitswert überhaupt darstellt.

    Ohne solche festgelegten Bedingungen machen Werte an der Grenze des Menschlichen oder darüber hinaus kaum Sinn. Aber selbst wenn man diese Dinge festgelegt hat, braucht das was darüber hinaus geht natürlich eine Berechtigung. Damit meine ich, Werte, Proben, Gegenproben etc. müssen überhaupt sinnvoll sein, denn wenn man sich hier sowieso außerhalb der gängigen Regeln befindet, kann man sich den Wertekram sparen. Entsprechend muss für Wesen die irgendwo dazwischen stehen die Frage "Welche Regeln gelten für solche "Wesen" nicht?" beantwortet werden und wo gehen sie über das übliche hinaus und vor allem wie drückt sich dies aus?

    Die vielleicht wichtigste Frage im Thema bleibt aber "Ist bei QS 6 Schluss oder gibt es da doch noch mehr und wie bzw. wer erreicht dieses Niveau?

  • ja das auch, aber wie sähe ein Aventurien aus, wo Pardona erschlagen vom Alriks Hammerschlag (45 SP bei KO 15 = 3Wunden = tot), der Namenlose mir QS 6 Fesseln/ Entfesseln von Alrike wieder am Sternenwall mit dem Levthansband gefesselt sich in Wollust räkelt?

    Dann lieber eine verwundete Pardona, die als Drache davon fliegt und Rache schwört (ohne dass sie in der freien Aktion noch einen Passierschlag abbekommt) und würdelos vom Himmel stürzt... Oder vom Held verfolgt wird, weil der Wurm nur GS 16 hat, der Magische Teppich mit zwei Helden sie aber mit GS 22 verfolgt und der Elf, der Hinten mitfliegt jede KR 2 Pfeile mit je W6+8 (sehr toller Bogen) versendet...

    Ähm ja Grumbrak sagt dann: Story > Regeln

    Da widerspreche ich dir gar nicht. Aber die Lösung ist doch nicht zu sagen: "Nein, gegen Pardon kann Alrik aufgrund der Sternenkonstellation keinen Hammerschlag machen." Sondern eher: "Dein Hammerschlag trifft ihren Bauch mit voller Wucht und schleudert sie 5 Schritt durch den Raum. Gerade als du nachsetzten willst siehst du wie sie grinsend mit einem eleganten Flip auf die Beine springt und in einer unbekannten Sprache murmelnd ihren Zeigefinger auf dich richtet während sich ihre Augen schwarz färben.."

    Sie können gern Werte haben, diese müssen nur ihre Macht abbilden. Kampfregeneration, Freizauberei.. warum nicht. Auch das sind Regeln. Und wenn die Helden sie dann doch besiegen, dann waren sie vielleicht stark genug. Oder du hast deine Hausaufgaben nicht gemacht, musst dazu stehen und in späteren Abenteuern eine neue Puppe des Namenlosen als Ersatz kreieren. :gemein:

    Erfahrungsgemäß scheitert es seltener an schlechten Werten sondern eher weil die Fähigkeiten nicht konsequent ausgespielt werden. Aus Sympathie z.B., geht mir zumindest ab und zu so.

  • Ich denke auch, dass mit DSA5 die Werte eines Borbarad nicht mehr abzubilden sind. Auch in DSA4.1 wäre es schon schwer geworden, zumal er ohnehin Freizauberei besitzt. Aber der Horizont war da noch nicht so niedrig gehalten.

    Gestalten wie Pardona oder Nahema oder Tubalkain (so als Zwischenstufe der beiden) sind in der Tat auch bisher kaum darstellbar und man tut sich generell damit ziemlich schwer. Sie mit AP zu generieren führt zu einer enormen Verwerfung und Schwierigkeiten, man bekommt ohnehin nicht das Ergebnis welches man sich vorstellt. Pardonas Werte waren schon in DSA4.1 lachhaft niedrig für eine Kreatur, die 5000 Jahre gesehen hat, von einem Gottdrachen erschaffen wurde etc. pp..

    Aber damit darf man sich aventurisch eh nicht aufhalten. Werte sind meistens enorm willkürlich. Dies sieht man immer wieder bei NSC, das gehört quasi zum "Flair".

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  • Grundsätzlich hätte man einen festen Rahmen des Menschenmöglichen vorgeben sollen. Mit Grenzen wie "EW 21, dann ist für Menschen Schluss" hätte man schon mal einen deutlichen Anhaltspunkt, wie gut menschliche Leistungen (von der Höhe der Fertigkeiten bis hin zur Leistungsfähigkeit bei Spüngen etc.) sein können.

    Da wir im Gegensatz zu unseren Charakteren die Probenhintergründe kennen sind Werte von Eigenschafts 18/19 schon die Grenze des Möglichen. Wir würfeln ja mit W20...

    Nehmen wir mal eine Probe an auf 16/17/17 an... ab einem TaW von 7 kann die Probe nur noch Patzen oder geschafft werden!* Schlimmer ist es mit 19/19/19 und TaW von 18 ... das wird immer QS 6 (wenn nicht gepatzt wird)!

    Daher sind Eigenschaften >16 schon sehr gut >18 schon sehr berühmt und Werte 19...20...21 atemberaubend!

    Fertigkeiten sehe ich ähnlich. Man kann als Held mit z.B. bei Waffen mit max. 12 anfangen, das ist für einen ~20 Jährigen schon das Maximum... mehr lernt man nur noch durch die Abenteuer.... bis 13 und 14 ist es noch "günstig" zu steigern, danach immer weniger... ob ich dann ein C Talent auf 16 (15AP) steigere oder doch lieber eine Eigenschaft von 13 auf 14 (ebenfalls 15AP) ist auch kritisch zu hinterfragen.

    D.H. Fertigkeiten mit 16 hoch!

    *ohne Erschwernis.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):

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    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Grumbrak

    Das mit der Erschwernis ist aber der entscheidende Punkt.

    Die Erschwernisse sind austariert um die Möglichkeiten eines humanoiden Spielerhelden herum.

    Für einen Alveraniar des verbotenen Wissens sind aber unter Umständen erst Geschichtswissen-Proben +40 anspruchsvoll.

    Und für einen Kaiserdrachen (wenn man ihm Werte gibt wie ich sie für realistisch hielte) KK-Proben +40.

    Eine KK-Probe +10 macht so eine Kreatur wie ein gesunder Mensch seine Teetasse anhebt, was diesem auch immer ohne Probe gelingt. ;)

    Man muss einfach das Erschwernissystem entsprechend weiter denken, dann sind auch realistische Eigenschaftswerte und Talentwerte für jedes Wesen auf Dere möglich.

    Damit und mit entsprechend hoch gerechneten Schadenswerten und entsprechend hoch gerechneten Lebens- und Astralpools lässt sich wenn man das will schon sehr viel darstellen.

    Vieles davon taugt in den meisten Kontexten dann nicht mehr als normale Kampfbegegnung oder als fehlbarer Gegner in vergleichenden Proben ...

    Aber andererseits wäre ein Kampf gegen einen Drachen mit KK 45, 5000 LE, einer natürlichen RK von 10 und 500 AsP eine machbare Sache mit Belagerungswaffen, hochstufiger Magie und Drachentöter-Trupps aus Kriegern mit langen Lanzen etc..

    Das wäre natürlich ein Blutbad und eine epische Schlacht, aber so sollte eine Drachentötung finde ich auch sein in Aventurien.

    Und nur weil man den Alveraniar des verbotenen Wissens nicht überlisten kann in einem Gespräch über Magiekunde heißt das nicht, dass es unmöglich sein muss als meisterlicher Schleicher unentdeckt an Borbarad vorbei zu schleichen oder seiner sterblichen Hülle mit einem Speerwurf aus dem Hinterhalt Schaden zuzufügen usw.

    Einer meiner Charaktere hat sich mal Borbarad in den Limbus nachgestürzt mit gezogener Klinge.

    Wenn so klar wäre, dass da garnichts geht könnte man sich den Aufwand ihn zu bekämpfen ja fast sparen.

    Allein ihn mal bluten zu sehen kann für Helden eine tolle Erfahrung sein.

    Deswegen bin ich anders als viele andere nicht so der Freund davon pauschal von vorn herein zu sagen eine gewisse Klasse von (gegnerischen) NPCs das sind einfach nur handwedelgesteuerte Plot Devices denen die Helden in keinem Bereich mit nichts beikommen können.

    Das ist ein Status den würde ich auf Götter und Erzdämonen beschränken, die ja aber auch nicht als unmittelbare Gegenspieler in Abenteuerplots auftauchen.

    Edited 2 times, last by BardDM (April 26, 2018 at 2:31 PM).

  • @Thorbe :

    Borbarad hat ihn begnadigt und wieder aus dem Limbus raus gelassen ... ^^

    Wohl weil er wusste, dass dieser Charakter - Zebulon Santos Nemekath Maradon - für die Feinde Borbarads ein Verbündeter war mit dem man keine Feinde mehr brauchte.

    (EDIT:

    Hintergrund war, dass unsere Gezeichneten-Gruppe Borbarad auf Maraskan stellen konnte.

    Wir haben zusammen mit Truppen der Sonnenlegion den Fürstenpalast gestürmt und Borbarad so weit niedergekämpft bis er in den Limbus fliehen musste.

    Unter anderem haben wir mehrere Shruufya erschlagen.

    Dann als Borbarad sich zurückzog kam es zu dem Sprung des besonders fanatischen Zebulon ...

    Ihn zurück zu schicken spielte Borbarads Plänen in die Hände.

    Ein anderer Charakter von mir hat in der selben Kampagne allerdings durch enormes Würfelglück Nahema schwerst verletzen und vielleicht sogar töten können.

    Und sowas muss gehen.)

    Edited 4 times, last by BardDM (April 26, 2018 at 3:35 PM).