Gibt es in der Spielwelt einen Ehrerhaltenen Weg für eine gewisse Zeit vielleicht 2 Jahre das Adelspriveleg ruhen zu lassen und einfacher Geweihter zu leben? Hattet ihr so eine Situation schon mal? Wie habt ihr das gelöst?
Ich denke momentan darüber nach mit den anderen mal zu beschnacken, ob eine selbst auferlegte Buße stimmig ist, da er zu sehr Ruhm über Ehre gestellt hat... Damit könnte man vielleicht rechtfertigen das er seine Sichtbarkeit reduziert. Denkt ihr sowas wäre glaubwürdig?
Es gibt tatsächlich so etwas wie einen Pausenknopf. Ein gutes Beispiel ist der Orden des Heiligen Badilak (WDG S. 72).
"Für sich selbst beanspruchen die Ordensleute so gut wie nichts – sie legen ein strenges Armutsgelübde ab."
"Leitende Funktionen im Orden sind zumeist von Travia-Geweihten besetzt. Es spricht aber auch nichts dagegen, dass idealistische Geweihte einige Jahre lang als einfache Bettelschwestern
oder -brüder durch die Lande ziehen, bevor sie die Ehe eingehen und in einem Tempel sesshaft werden."
Voraussetzungen: Überreden 7 (Spezialisierung Betteln), SO zwischen 4 und 8, Geweihte des Ordens liegen bei 6-11 WDH S. 212).
Der relative SO sinkt dadurch natürlich auch und das sicher zum Teil ganz erheblich. Das Geweihte einen niedrigen SO haben können sieht man beispielsweise an den ziemlich armseeligen Totengräbergeweihter (Borongeweihte fangen sogar mit einem echten SO von 5 an...).
Das wirkt sich natürlich ganz erheblich auf solche Dinge wie "Ansprachen durch hochgestellte Personen" uvm. aus.
Der Orden steht scheinbar jedem offen, der die Voraussetzungen erfüllt. Ein Rondrageweihter ist dort sicherlich ein Exot, aber gerade wenn der Held mit seinem Stand, Privilegien und Pflichten hadert eine nachvollziehbare Wahl.
Die weltlichen (v.a. adeligen) Pflichten gibt man - wie in anderen Fällen, in denen man ihnen nicht nachkommen kann - an einen Vogt o.ä. ab.
Vielleicht ein passender alternativer Einsteig für Deinen Helden "Der Prinz aus Zamunda". Er tritt dem Orden bei, weil er seine wahre Partnerin sucht - die ihn liebt nicht für das was er ist (Reich, Adelig...), sondern um seiner selbst. Etwas zu dem er unter normalen Bedingungen so gut wie nicht erreichen kann.
Eine weitere Möglichkeit, die näher an Rondra ist:
Es gibt unzählige kleine Orden, die nicht fest im Regelwerk verankert sind. Ich finde einen "Mystisch" ausgerichteten Rondraorden, der sich abseits von weltlichen Pflichten vor allem auf den Kämpfer im Einklang mit Rondra konzentriert nicht unpassend. Da es solche Orden auch bei anderen Gottheiten gibt (z.B. die Hadjinim), ist es nicht unwahrscheinlich das es auch welche für Rondra und Rondrageweihte gibt. Letztendlich führt man damit ein Leben ähnlich den Schwertgesellen.
Entsprechend lässt man für diese Zeit alles zurück, was einem auf dem Weg zur Erleuchtung und Einigkeit ablenkt. Schwüre (s.o. bei Badilanker Orden) sind offensichtlich eine solide Grundlage für Deinen Wunsch und ein freiwilliger Verzicht auf kirchliche und weltlichen Einfluss scheinen ebenso möglich zu sein.
Nicht "Ritter von und zu irgendwas" zu sein, sondern einfach "Bruder Rondrian" ist damit zumindest Glaubhaft (andere Respektieren solche Dinge ja meist). Das bedeutet (wie auch bei den Geweihten Badalikanern) nicht, dass man kein Geweihter mehr ist - aber man steht gesellschaftlich auf jeden Fall weniger stark im Licht.