Wie wurde Aventurien eigentlich entwickelt?

  • Eine Frage, die mir schon sehr lange unter den Nägeln brennt: Wie wurde bzw. wird Aventurien eigentlich entwickelt. Ich meine vor allem die Komplexität und die vielen, vielen Details.

    Listen to your heart, listen to your brain, listen to the voices in your brain!


    Alle Pahtfinder-Spieler bitte mal hier (ganz kurz) vorbeischauen. :)

  • Über viele Jahre hinweg. Das kann man gut anhand der Weltbeschreibungen von DSA1/2/3/4/5 nachvollziehen. Zunächst gab es einen Entwurf mit vielen „weißen Flecken“, dann wurde schrittweise ein Detail nach dem anderen hinzugefügt.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Die Frage ist gut.

    Einmal über Jahre ... mit Hilfe von dne Spieler(einsendungen) etc.

    Aber Aventuria (wie des heißen sollte) gab es bereits vorher ... einiges dazu steht bereits hier drinnnen -> Fantastischer Realismus von DSA


    Und es gibt bereits mehr dazu ... vielliecht mache ich noch ein Januar 2019 Update. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Und wir wird jetzt die aktuelle aventurische Poltik gemacht. Wenn ich die Wiki-Artikel lese (und ein paar Abenteuer, die mal gekauft habe), da läuft ja so viel paralell ab.

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  • Anscheinend parallel - so fielen zur Borbarad-Kampagne viele Nebenregionen zurück, da alles Autoren isch auf die Hauptkampagne konzentrierten. Das passierte später noch öfters, während in anderen Regionen dann so gut wie gar ncihts passiert - oder isch niemand darum kümnmert.

    Früher gab es sehr viele - über 100 - Spielerbarone, die ihren Teil (u.a. über den Boten) zu Aventurein betrugen. So war uach der Bote eine wichtige Erweiterung zur "lebendigen Spielwelt", gerade wenn es um politisches ging.

    Du wirst deswegen wohl wenig in WikiAventruica oder Abenteuern finden. Das meiste "passierte" (u.a. Answin-Krise) in Hintergrundbänden und dem Boten, dazu gab es Kampangen wie z.B. Khom-Krieg, JdG (das zum Orkkrieg gehört), Borbarad (ergänzt um Romane und Botenartikel/-szenarien), JdF, Wildermark und Splitter-Zyklus.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Teilweise auch eher versehentlich. Damit will ich sagen: hier und dort wurde eine neue Idee für eine Region hervorgezaubert, und diese Region hat die Redax dann irgendwo auf dem Kontinent hingeklebt wo es einigermaßen Sinn ergibt... in eben dem Augenblick.

    Erst im nach herein stellte sich heraus dass eigentlich der Kontinent um ein Vielfaches zu klein ist um all diese Gebiete zu besitzen. Aber da war das Maleur bereits geschehen und man musste sich damit abfinden.
    Das ist so in etwa dasjenige was in DSA am wenigsten realistisch ist...

    Aber gut, der Rest ist SO gut, dass ich damit durchaus Frieden finden kann. :cool2:

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    Sinjoor Elegast Vandervenga, ehem. Kuslik-Galahan
    Oberst des Ordens des zweifach geheiligten Famerlors.


    DVD-Profiler

  • Es ist also natürlich gewachsen, während es so Pi mal Daumem aus mehreren Ärmeln geschüttelt wurde. Den großen Masterplan gab es nie so und wird es wohl auch nie geben. Dazu kommen und gehen die Personen, die sich darum kümmern, zu häufig. Hin und wieder mag es eine längere Planung geben, die aber irgendwann wieder vergessen oder nicht abgeschlossen wird. Die Wiki ist tatsächlich das einzige Werk, dass alles irgendwie zusammen fasst und übersichtlich darstellt.

    I ♡ Yakuban.

  • Geschichtlich gesehen wurde bereits 1985 viele Bausteine festgelegt, u.a. eine recht gute Beschrfeibung des Kontinents, ein historischer Rückblick bis zur Besiedlung inkl. Fran-Horas, Hela-Horas, Aufstieg des Haus Gareth, und der schwache Thronerbe Hal - dem kam jemand zutraute das Mittelreich zu regieren (weswegen ja Helden gefragt sind). Die berühmten Zankreiche Nostria und Andergast gab es, noch als Bedsrohung die Thorwaler-Piraten usw.

    Ebenso eine sehr interessante Zeitleiste, wo viele bekannte Begriffe wie Magierkrieg, Zug der Oger etc. stehen.

    Das sind alles Bausteine auf die später immer wieder zurückgegriffen wurde.


    Na, kommen und gehen, es gab schon fast zwei Phasen: Die Kiesow-Phase (erste Generation bzw. Entwicklung), die Thomas Römer-Phase (zweite Generation) - und die DSA5-Phase (neue dritte Generation). Kiesow wollte Aventurien vollständig erforschen - was DSA4 mit seinen RSH-Bänden schließlich gelang. Welche Pläne er noch für Aventurien hatte, nun es gab Tharun und Pläne zu Güldenland. Aber er hörte auch auf die Spieler(barone); wollte einfach Spaß haben.

    Orks, Trolle, Echsenmenschen, Goblins waren anfangs typische D&D-Monster ... erst die Khom-Box (bzw. Orklandachaz) zeigte das in den Echsenvölkern eine uralte Kultur stecken könnte. Das wurde dann in der Orklandbox bei den Orks (die da noch keine echten Götter hatten) weiter umgesetzt, im Bornlandband (und Kurzgeschichten) kamen die Goblins ran - die Trolle mußten -leider- bis Borbarad warten. Auch die Drachen wurden weiterentwickelt.

    Aber alles Schritt für Schritt. Ebenso die ZWÖLF und ihr einizger Gegenspieler (andere Götter waren nebensächlich). U.a. wurde der Aves- und Nandusgeweihte erst mit der Horasreich-Box eingeführt. Und manches wurde in Abenteuern "angetestet", wie Schelm und Hexe.

    Oder Ausflüge ins Weltall (Borbarads Fluch und Tor der Welten), aber das war in der Experimentier-Phase ^^

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • De Lande det Swatten Aug isse von 1990, die erste Karte aber ist von 1985 - wo die Spieler aufgefordert wurden, die leeren Flecken mit Ideen zu füllen ... was sie dann uach begeistert taten.

    Ja, Aventurien war mal sehr übersichtlich ... bei den älteren Abenteuer wurde über die Hexrandzahlen die Position angegeben.

    Deswegen habe ich auch idesen Teil mal eingescannt, um es mit der neuen Orklandkarte zu vergleichen - zwecks "Anpassung" der Okrlandtrilogie.

    Die drei Abenteuer lagen hier ->

  • Danke zakkarus.


    Die Katen kannte ich noch gar nicht....


    Die Orkland AB's hätte ich ähnlich eingeordnet, nur Nummer 3 lag bei mir woanders, da ich damals die Holberker und Ohort weiter Praioswärts verortet hatte.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Die Heldengruppe, die damals (1987) das Orkland erkundet hat, existiert noch, wenngleich diese Veteranen nur noch selten bespielt werden, dafür aber manche ihrer Kinder. Fast alle der Spieler sind noch Mitglieder meiner regelmäßig spielenden Gruppe, nur mein Bruder schafft es leider nur noch gelegentlich.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • (Angaben zu den Planhexfeldern stehen tatsächlich so in den Abenteuern.)

    Bednklich ist, das dies seitdem - beinhae - die einzige Orklanddurchquerung (im friedlichen Ostteil) war - und deswegen das Okrland (trotz iridscher Regionbeschreibungen) als unbekannte Region bezeichnet werden muß.


    Die Karte im "Land des SA" war natürlich (u.a. farblich) schöner - und es waren bereits wichtige Reichsstraßen eingezeichnet.

    Mit jeder neuen Karte - oder Abenteuerkarte - kamen Feinheiten wie Dörfer oder kleine Flüsse hinzu.

    Und so wie ide Karten sich entwickelten, os entwickleten sich - je nach Autor - die Regionen (weiter).

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Die erste Karte hat Werner Fuchs gezeichnet.


    In den ersten Abenteuer nach der Basisbox war Aventurien eher ein abstrakter Ort (z.B. Das Schiff der verlorenen Seelen, Durch das Tor der Welten, Borbarads Fluch). Aber die Sachen sind ja auch nicht in Aventurien aufgenommen worden. Obwohl im Wald ohne Wiederkehr schon Andergast und Nostria erwähnt worden sind, aber nicht in ihrer späteren Form.

    Richtig begonnen hat es erst mit der Ausbau-Box (1985), in der die besagte Karte enthalten war. Und auch die Götter, geschichtlicher Ablauf, …

    Die erste Regionen war dann die Havenna-Box (1985) und die Orklande (Abenteuer 1986, Orkland-Box 1991, DSA2). Wichtig war dann noch das Das große Donnersturm-Rennen (1989, DSA2), das wurde explizite als Aventurien-Roadshow von Barbara Wieser und Hadmar Wieser geschrieben. Und natürlich die Verschwörung von Gareth (1985), in der die ersten Schritte gemacht worden sind, die zu den aktuellen Politik und Geschehnisse führen.


    Ab 1985 gab es viel Input sowohl durch die Redaktionen, aber auch durch mehrer Briefspiele, Fanzines usw.

    Edited 10 times, last by Tharbad ().

  • Korrektur, der Kartengrundriß von Aventurien stammte von zwei Menschen, W. Fuchs war einer davon. Die aber wirklich allererste Karte (abgebildet auf einer Rolle) wurde dabei zum Südteil Aventuriens erklärt. Kann inzwischen im Januar-Update nachgelesen werden.


    Nicht zu vergessen ist das viele berühmte NSCs (u.a. Leonardo, Dexter Nemrod, Luzelin) erst in Abenteuern ihren ersten Auftritt - oft vor einer Spielhife - hatten ... oder nur als Autor im Boten erwähnt wurden.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Den Anfang machte Al'Anfa(ng) und von da aus wurde die Karte in zwei Richtungen gezeichnet. Ein paar Länder wurden benannt und vielleicht gab es auch schon Ideen dazu. Der Rest kam später.

  • Al'Anfa ... nunja, auf den Kartenausschnitt war so etwas wie der "tiefe Süden" ... vielleilcht schaffe ich - oder jemand anderes - diese berühmte Karte mal einzuscannen.

    https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Bryan_Talbot & https://de.wiki-aventurica.de/wiki/Aventurien

    oder man sucht im Internet:


    (Zudem möchte ich auf meine Sammlung hinweisen, die inzwischen auch viel "Denken" der Autoren beinhaltet -> Fantastischer Realismus von DSA)

  • Inzwischen würde ich -theoretisch- behaupten, das DSA bisher nur drei Phasen hatte:

    1.Phase (Entwicklung unter U. Kiesow, DSA1-3, Schmidt Spiele)

    2.Phase (Vollendung unter T. Römer, DSA4, FanPro)

    3.Phase (Neuausrichtung unter DSA5, Ulisses)

    Wobei die dritte Phase erstmals ohne ehemalige Autoren und altgedienten Redaktoren auskommen muß ... was sicherlich ein völlig neues DSA hervorbringen wird.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterschieden.

  • Inzwischen würde ich -theoretisch- behaupten, das DSA bisher nur drei Phasen hatte:

    1.Phase (Entwicklung unter U. Kiesow, DSA1-3, Schmidt Spiele)

    2.Phase (Vollendung unter T. Römer, DSA4, FanPro)

    3.Phase (Neuausrichtung unter DSA5, Ulisses)

    Wobei die dritte Phase erstmals ohne ehemalige Autoren und altgedienten Redaktoren auskommen muß ... was sicherlich ein völlig neues DSA hervorbringen wird.

    Dem würde ich widersprechen. In meinen Augen kann man die Entwicklung nicht unabhängig vom System machen. Auflage 1 war klassisches OSR mit Klassen und Stufen. Aber schon in der dritten Edition gab es halt keine Klassen mehr, Occupations und Point-buy-System für Charaktererschaffung und -erfahrung. Im Prinzip gab es in der 4.1 Edition auch den Wechsel zu einem Wound-System statt LeP, auch wenn das nicht wirklich konsequent zu ende gebracht worden ist.


    Im Prinzip hat sich dadurch die gesamte Spielphilosophie geändert. Man müsste mal eine Tabelle erstellen, bei denen alle Änderungen aufgeführt worden sind.


    In DSA5 gibt es auch in der Redaktion Alex Spohr und Niko Hoch (neben ein paar anderen). Letztendlich sehe ich da keinen großen Unterschied.