Vertrautentier für Borongeweihten

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  • Den Zwölfen zum Gruße liebe Mitabenteurer,

    im Zuge unserer letzten Abenteuer hatte ich das Vergnügen meinen Borongeweihten wieder etwas öfter spielen zu können.

    Meine Frage ist eigentlich recht simpel: Ist es für einen Geweihten möglich ein Vertrautentier zu haben? Wenn Ja:

    - Unter welchen Umständen würdet ihr einen Vertrauten zulassen?


    Ich hoffe ihr könnt mir einen Rahmen an Möglichkeiten und Einschränkungen geben, denn in diese Richtung von DSA habe ich mich bisher nicht vorgewagt und hätte gerne eure Erfahrungen damit gehört :)


    LG

  • Wenn dein Geweihter ein Tier zähmen will, dann kann er jedes Tier haben, das ihm einfällt. Dafür gibt es schließlich das Talent abrichten.

    Ein Tiervertrauter ist in DSA allerdings meist ein Tier, mit dem man eine magische Verbindung eingeht. Von dem her sieht es eher schlecht aus, wenn du dir mehr als einen dressierten Begleiter wünscht.


    Was erwartest du dir denn von einem Vertrauten? Was soll der können, was für ein Konzept schwebt dir da vor?

    Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
    Täuscher - lehr' mich zu verbinden Wahrheit und Lüge
    Spieler - durch dich erhalt' ich, was mein ist - Alles und Nichts

  • Rein regeltechnisch ist ein Vertrauter das, was du über eine Vertrautenbindung (magisches Ritual) an dich bindest. Damit für eine Boroni ohne irgendwelche magischen Fähigkeiten also nicht möglich.


    Aber: Gerade im Bereich des Göttlichen ist es durchaus denkbar, dass dein Geweihter durch Götterwink ein Tier trifft, das etwas mehr als ein gewöhnliches Tier ist und deinen Geweihten von da an begleitet. Mein Praiosgeweihter hat einen Greifkater (besser: Greifkater Quanion hat einen Praiosgeweihten), den wir gruppenintern wie einen Vertrauten aufgezogen haben. Er bekommt eigene AP (1/4 der AP des Geweihten), hat komplette Eigenschaften und einige SF/Besondere Fähigkeiten, die aus den Beschreibungen zu Greifkatzen abgeleitet sind. So besitzt er Magiegespür, da im Fließtext stand, dass Greifkatzen keine Magier leiden können und er solche ja irgendwie identifizieren können muss. Stab- und Hutkenntnis gestehen wir einer Flugkatze nun nicht unbedingt zu, also. Magiegespür. Darüber hinaus wird er so gespielt, dass er wesentlich intelligenter als ein normales Tier ist.


    Damit ist das eine Variante, die natürlich immer noch hinter dem zurücksteht, was ein echtes Vertrautentier kann, aber im Prinzip ein Vertrauter ist. Das Ganze hier eben über eine mystisch-schicksalhafte Begründung. Greifkater Quanion hat entscheidend, man möchte gar meinen im Alleingang, an der Quanionsqueste mitgewirkt und in unserer Gruppe den höchsten Dämonenklatsch-Counter nach seinem Geweihten (Würfel sind Geschichtenerzähler und keine stochastisch versklavten Gegenstände).


    Zusammengefasst: Beste. Abenteuerbelohnung. Aller. Zeiten. ^^

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Wenn dein Geweihter ein Tier zähmen will, dann kann er jedes Tier haben, das ihm einfällt. Dafür gibt es schließlich das Talent abrichten.

    Ein Tiervertrauter ist in DSA allerdings meist ein Tier, mit dem man eine magische Verbindung eingeht. Von dem her sieht es eher schlecht aus, wenn du dir mehr als einen dressierten Begleiter wünscht.


    Was erwartest du dir denn von einem Vertrauten? Was soll der können, was für ein Konzept schwebt dir da vor?

    Also ich wünsche mir keinesfalls mehrere Vertraute, sondern einfach einen Begleiter.

    Das Charakterkonzept von dem Geweihten hatte bisher immer eher den Einzelgängerweg eingeschlagen und ich fand die Idee eines Raben als Begleiter sehr passend (auch wenn das manchen zu sehr Klichee sein mag).

    Was ich mir erwarten würde wäre einfach eine vllt gedankliche Verbindung, durch welche es vllt möglich wäre den Raben über den Schlafplatz Wache halten zu lassen, wenn der Geweihte mal im Freien nächtigt. Auch wäre es denkbar Botschaften durch den Raben verschicken zu lassen, wobei das ja auch mit einem dressierten Tier gehen würde. Auch wäre es, wenn möglich, schön, wenn der Geweihte, durch eine Abwandlung der Tierformliturgie, durch die Augen des Raben sehen könnte?

  • In Myranor gibt es eine kamarle Vertrautenbindung namens 'Bindung des Tieres' (Grad II). Zu finden in Myranische Götter: "Mit Grad V ist es möglich ein Tier permanent zu binden, wobei auch telepathische Verständigung mit dem Tier möglich wird und dieses deutlich intelligenter als andere Vertreter seiner Art wird. Solcherart gebundene Tiere können eine Liturgie tragen und ihre Wirkung auslösen." Findet man unter anderem auf Era'Sumu unter den Lev'Tha Priestern, die gerne mal einen Hirtenhund dabei haben.


    Eine Regel für Borongeweihter mit Vertrautentier gibt es also ganz offiziell. Aber Myranor mag nicht jeder Gruppe bei sich zu Hause haben.

    I ♡ Yakuban.

  • Ich dachte mir schon, dass es regeltechnisch eher schwierig wird, wobei ich mich dann frage, warum es regeltechnisch Boronsraben mit der Gabe zu Sprechen gibt, bzw. welcher Charakter außer einem Geweihten diesen Begleiter haben sollte.

    Eure Hausregel zu deinem Vertrauten gefällt mir sehr gut! Genau so hätte ich es auch gemacht, wenn ich jemandem als Belohnung einen Vertrauten gesandt hätte. Ich werde mal mit den Meistern unserer Gruppe besprechen, ob das in ihren Augen potentiell möglich wäre. Danke, dass du mir von deinem Greifkater erzählt hast, oder war das etwa er selbst O_O :D


    EDIT



    In Myranor gibt es eine kamarle Vertrautenbindung namens 'Bindung des Tieres' (Grad II). Zu finden in Myranische Götter: "Mit Grad V ist es möglich ein Tier permanent zu binden, wobei auch telepathische Verständigung mit dem Tier möglich wird und dieses deutlich intelligenter als andere Vertreter seiner Art wird. Solcherart gebundene Tiere können eine Liturgie tragen und ihre Wirkung auslösen." Findet man unter anderem auf Era'Sumu unter den Lev'Tha Priestern, die gerne mal einen Hirtenhund dabei haben.


    Eine Regel für Borongeweihter mit Vertrautentier gibt es also ganz offiziell. Aber Myranor mag nicht jeder Gruppe bei sich zu Hause haben.

    Ohh das hört sich ja interessant an! Leider habe ich gerade gestern mal wieder eine Auktion auf Myranische Götter verloren haha :D Vielleicht könnte man darüber begründen, dass der Geweihte im Rahmen eines Abenteuers an die Liturgie gekommen ist und diese dann für sich Nutzen kann, indem er sie selbst als eigene Liturgie neu entdeckt? Das wäre dann weder einfach noch sehr schnell erreichbar und hätte damit in meinen Augen einen adequaten Gegenwert zur "Belohnung" am Ende für den Geweihten, oder?


    EDIT Schattenkatze: Bitte für kurzzeitige Nachträger die Editierfunktion nutzen, und keine zwei Beiträge hintereinander.

  • Ich bin da als SL nicht so knausrig. Wenn der Spieler Lust darauf hat und die anderen Gruppenmitglieder nichts dagegen haben oder ein totales Ungleichgewicht entsteht, darf ein SC, das auch durch 'TATA!' göttlich Eingebung erlernen. Fertig. So ein Rabenvertrauter ist jetzt auch keine regeltechnische Atombombe.


    warum es regeltechnisch Boronsraben mit der Gabe zu Sprechen gibt, bzw. welcher Charakter außer einem Geweihten diesen Begleiter haben sollte.

    Eine Rabenhexe?


    Aber ist doch ein eine schöne Vorstellung. Ein schweigsamer Boroni und seine Rabe auf der Schulter, der andauert redet und zu allem seine Meinung abgibt.

    I ♡ Yakuban.

    Edited once, last by hexe ().

  • warum es regeltechnisch Boronsraben mit der Gabe zu Sprechen gibt, bzw. welcher Charakter außer einem Geweihten diesen Begleiter haben sollte.

    Eine Rabenhexe?

    Ja mir ist bekannt, dass es rabenhexen z.b. gibt. Ich war nur verwirrt, warum es neben anderen Raben explizit einen Boronsraben gibt :)

  • Es gibt Boronsraben so wie es Firunsbären gibt. Bei uns heißen die halt Kolkraben und Eisbären. In Aventurien eben etwas andres, weil man einen anderen Wortschatz hat. Nivesen nennen Boronsraben und Firunsbären wahrscheinlich anderes, weil sie Boron und Firun nicht kennen.


    Zinkgramix

    Es gibt auch Boronskuttentaucher. Auch ein schönes Vertrautentier.;)

    I ♡ Yakuban.

    Edited once, last by hexe ().

  • Aber ist doch ein eine schöne Vorstellung. Ein schweigsamer Boroni und seine Rabe auf der Schulter, der andauert redet und zu allem seine Meinung abgibt.

    bei dem Gedanken muss an Cotten aus “Fluch der Karibik“ denken ^^


    Ich finde die idee eines Raben als Begleiter für eine Boroni sehr schön, aber einer Vertrautenbindung wie ihn die Töchter Satuarias haben schon etwas heftig, aber wenn Myranor das hergibt, will ich da nichts gegen sagen.

    Zum Sprechen kann ich nur sagen: Raben sind von Natur aus sehr intelligent, es gibt sogar welche denen man ähnlich wie irdischen Papageien das Sprechen/Nachahmen von Sprache beibringen kann. Wenn Boron selbst dann auch noch ein entsprechendes Händchen im Spiel hatte, sehe ich nichts dagegen.

    Meine Charaktere:




    Phelix Lassan, ein kleiner Dieb aus Albenhus


    [OT]Wenn ich denke das etwas nicht ganz zum aktuellen Thema passt[/OT]


    Der Einstieg in eine kleine Geschichte von mir

  • Zinkgramix

    Es gibt auch Boronskuttentaucher. Auch ein schönes Vertrautentier.;)

    Uhhhhhh ich schau es mir heute Abend mal an!!

    edit: hahahaha doch eben nachgeschaut xD


    EDIT:


    Ich finde die idee eines Raben als Begleiter für eine Boroni sehr schön, aber einer Vertrautenbindung wie ihn die Töchter Satuarias haben schon etwas heftig, aber wenn Myranor das hergibt, will ich da nichts gegen sagen.

    Ja, ich denke auch, dass ohne regeltechnische Liturgie oder ähnliches ein "richtiger" Vertrauter auch zu stark wäre, für etwas, was offiziell gar nicht sein darf. Aber durch ne Liturgie und etwas abgestufte Fähigkeiten denke ich sollte es stimmig sein. Schließlich will ich nicht dadurch die Macht des Helden steigern, sondern eher stimmig seinen Charakter weiterbilden :)


    EDIT Schattenkatze: Zwei Beiträge kurzzeitig hintereinander sind bitte zu vermeiden.

  • Schließlich will ich nicht dadurch die Macht des Helden steigern, sondern eher stimmig seinen Charakter weiterbilden :)

    Dann bilde doch einfach einen Boronsraben über Abrichten aus - sie sind intelligent genug, dass sie dich verstehen lernen können, und vielleicht rudimentär antworten. Du kannst ihm beibringen, im Gegensatz zu Tauben, Nachrichtenrollen an mehrere bestimmte Ziele zu tragen. Nur durch seine Augen sehen, was erheblich die Heldenmacht steigern würde, geht nicht.


    Es wäre aber sehr stimmig. Und Abrichten eine schöne Weiterbildung für jemanden, der dann sich lieber mit seinem Raben beschäftigt als dem Getratsche der Mitmenschen zuzuhören.

  • Dann bilde doch einfach einen Boronsraben über Abrichten aus - sie sind intelligent genug, dass sie dich verstehen lernen können, und vielleicht rudimentär antworten. Du kannst ihm beibringen, im Gegensatz zu Tauben, Nachrichtenrollen an mehrere bestimmte Ziele zu tragen. Nur durch seine Augen sehen, was erheblich die Heldenmacht steigern würde, geht nicht.


    Es wäre aber sehr stimmig. Und Abrichten eine schöne Weiterbildung für jemanden, der dann sich lieber mit seinem Raben beschäftigt als dem Getratsche der Mitmenschen zuzuhören.

    In meinen Augen sollte es ein "geht nicht" in einem Fantasy-Rollenspiel nicht geben. Möchte ein Spieler etwas bestimmtes und arbeitet mit seinem Charakter IT und OT daran, bereichert das Spiel mit seinen Ideen - das ist es doch, was bei sowas meistens passiert - dann sollte der Spielleiter doch der letzte sein, der dem einen Riegel vorschiebt. Klar sollte man den Hexen jetzt beispielsweise nicht ihr den Vertrauten Alleinstellungsmerkmal aberkennen, aber mit etwas Augenmaß und bei entsprechend hochstufigen SCs sehe ich solche Belohnungen als durchaus legitim an.

    Klar muss man ein bisschen aufpassen, sodass das ganze nicht zum Wunschkonzert ausartet, oder man plötzlich nur noch mit epischen Artefakten um sich wirft. Wir hatten mal einen Praiossgeweihten Bannstrahler/Inquisitor/Greifenreiter (mit Greifenruf) in der Gruppe, dessen Spieler sich (am besten im Rahmen der SF Aura der Heiligkeit) gewünscht hätte, dass sein Vollgepanzerter Charakter mit schillernden Flügeln übers Schlachtfeld schweben kann. Das war unschön, und wenn du deinem Jäger dann nicht auch erlauben müssen willst, dass er so Späße wie durch-mehrere-Gegner-auf-einmal-durchschießen kann, dann ist höchste Vorsicht bei der Epicness geboten. Da muss man eben auch mit den anderen Spielern zusammenarbeiten und da keinem die Butter vom Brot nehmen.


    Aber ein irgendwie Karmal gepimptes Kleintier, dass sich vergleichbar zu etwas verhält, dass es in DSA mit den Vertrautentieren schon gibt macht mir gar keine Bauchschmerzen - finde ich sogar eine sehr schöne Idee.

    Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
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    Spieler - durch dich erhalt' ich, was mein ist - Alles und Nichts

  • In meinen Augen sollte es ein "geht nicht" in einem Fantasy-Rollenspiel nicht geben. Möchte ein Spieler etwas bestimmtes und arbeitet mit seinem Charakter IT und OT daran, bereichert das Spiel mit seinen Ideen - das ist es doch, was bei sowas meistens passiert - dann sollte der Spielleiter doch der letzte sein, der dem einen Riegel vorschiebt. Klar sollte man den Hexen jetzt beispielsweise nicht ihr den Vertrauten Alleinstellungsmerkmal aberkennen, aber mit etwas Augenmaß und bei entsprechend hochstufigen SCs sehe ich solche Belohnungen als durchaus legitim an.


    [...]

    Aber ein irgendwie Karmal gepimptes Kleintier, dass sich vergleichbar zu etwas verhält, dass es in DSA mit den Vertrautentieren schon gibt macht mir gar keine Bauchschmerzen - finde ich sogar eine sehr schöne Idee.


    Wo habe ich denn gesagt "geht nicht"? Laut eigener Aussage wollte Zinkgramix keine Heldenmacht, sondern eine stimmige Entwicklung. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass der Prozess der Abrichtens an sich und das Kennenlernen des Tiers, schon Potential für Entwicklung bietet.


    Aber mal zum Rest: die Regeln sind meiner Meinung nach dazu da, dass erstmal eine Grundlage für einen Gruppenkonsens gegeben ist, was geht und was nicht. Klar kann man Abweichungen davon erlauben, aber da muss man auch ziemlich aufpassen, dass sich andere Spieler nicht benachteiligt fühlen. Und einfach am Tisch zu fragen "Alle einverstanden, dass hier jemand ein cooles Extra kriegt?" reicht eben nicht aus, denn durch solche Fragen können sich Mitspieler dazu genötigt fühlen, zuzustimmen oder der Buhmann zu sein.


    Du willst Hexen ihr Alleinstellungsmerkmal nicht nehmen, aber genau das Gleiche in karmal bereitet dir keine Bauchschmerzen? Habe ich irgendwas an deiner Aussage grundlegend missverstanden?


    Ich finde ja die Idee des Rabenbegleiters sehr schön. Nur wenn es rein um Stimmigkeit und nicht um Heldenmacht geht, ist Abrichten der (bereits existente) einfachere Weg. Und nach Jahren der treuen Begleitung kann natürlich auch ein "einfacher" Boronsrabe erleuchtet werden, wenn es denn nach vielen Spielabenden noch allen (inklusive Meister) Spaß macht, und man den Raben belohnen möchte.

  • Du willst Hexen ihr Alleinstellungsmerkmal nicht nehmen, aber genau das Gleiche in karmal bereitet dir keine Bauchschmerzen? Habe ich irgendwas an deiner Aussage grundlegend missverstanden?

    Wenn du mittels einer einfachen Liturgie einem Boroni zugestehst, dass er einen Vertrauten bekommt, der mitunter sogar besser als der eine Hexe ist, dann ist das keine gute Lösung.

    Wenn sich ein SC viel mit dem Thema beschäftigt und ihm Rahmen einer Abenteuerbelohnung einmalig etwas bekommt, was mit einem Vertrautentier vergleichbar ist, dann sehe ich kein Problem. Umgekehrt sehe ich auch kein Problem darin, dass der Vertraute einer Hexe irgendwann deutlich mehr könnte als ein "normaler" Vertrauter. Bereits vorhandene Regeln sind ein guter erster Wegweiser, wie man sowas zusammenbauen kann. Ich habe mich zugegebener Maßen nicht sehr präzise ausgedrückt - das liegt aber auch eben daran, dass jede Gruppe mit solchen Hausregeln und Belohnungen sehr unterschiedlich umgeht.


    Auch in den Offiziellen Werken taucht diese Diskrepanz auf: von einem Dolch mit +1 TP bis hin zu einem Schwert, dass den Träger mehr oder weniger zu einem Geweihten macht ist da alles drin. Ob das gut oder schlecht aufgenommen wird, und ob es zu Neid kommt oder jemandem das Wasser abgegraben wird kann durch Nuancen schon in die eine oder andere Richtung kippen.

    Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
    Täuscher - lehr' mich zu verbinden Wahrheit und Lüge
    Spieler - durch dich erhalt' ich, was mein ist - Alles und Nichts

  • Der große Unterschied zwischen der karmalen und der astralen . Vertrautenbindung ist, dass ersteres Tierchen keine Astralenergie erhält und auch kein Karma. Damit bleibt die Sonderfertigkeit Vertrautenbindung durchaus mächtiger. Der Boronsrabe des Boroni kann nicht zaubern. Womit die ganze Vertrautentierzauberei entfällt. Auf Grad V kann man ihn zum Flüche äh Segen übertragen verwenden. Aber die muss auch der Boroni selbst wirkenVon daher ist es nach myranischen Regelwerk nicht das Gleiche.

    I ♡ Yakuban.

  • Das stimmt, Gruppen gehen sehr unterschiedlich damit um. Aber auch bei der Vertrautenbindung ist das Tier davor schon existent. Ich kann mir gut vorstellen, dass Mitspieler entspannter damit umgehen, wenn ein bereits bekanntes (möglicherweise schon beliebtes) vertrautes Tier zum 'Vertrautentier' erhoben wird (das meinte ich auch mit 'Erleuchtung'), als wenn aus dem nichts ein karmagisch sprechender Vogel dazukommt und von Anfang an das Gleiche (Sinne leihen) kann wie hexische Vertraute.


    Kann gut sein, dass ich die Ausgangssituation falsch verstanden habe, aber es klang für mich als sollte gleich auf Anhieb das 'Endprodukt' in die Gruppe kommen.

  • Klar, mit dem karmalen Vertrautentier für den Boroni dehnt man den aventurischen Hintergrund und führt etwas ein, das in der offiziellen Weltbeschreibung nicht beschrieben wird.

    Dessen muss man sich bewusst sein.


    Aber ansonsten sehe ich das wie Sternenfaenger .

    PnP-RPG das ist ein Spiel der Möglichkeiten.

    In vielen anderen Settings stehen Vertrautentiere vielen bis allen magischen Professionen offen und vielen Spielen gefallen solche tierischen Sidekicks.

    Und gerade Hexen-Spieler/innen müssen sich ja nun über Balancing und Verlust von Alleinstellungsmerkmalen in Aventurien wenig Gedanken machen.

    Hexen gehören als Vollzauberer mit fast exclusivem Zugang zu Fluggeräten, mit ihrer Fluchmagie, mit der Möglichkeit durch den Vorteil "Eigeboren" mit elfengleicher Quasi-Unsterblichkeit ins Spiel zu starten und mit einem Kanon von sehr hilfreichen Sprüchen wie "Harmlose Gestalt" und "Hexenspeichel" nämlich auch dann noch zu den mächtigsten Professionen in DSA, wenn sie nicht mehr die einzigen sind die durch intelligente Vertrautentiere sehen und sprechen und Flüche übermitteln können. ;)

    Wobei Boronis natürlich keine Flüche übermitteln lassen, sondern vielleicht Grabsegen ...

  • In anderen rollenspielen kann man teilweise auch Raumschiffe/Gleiter/Battlemechs steuern ... also sollte ein einigermaßen fähiger Ingrimgeweihter, das doch auch irgendwie hinbekommen ... ist ja nun auch keine verbesserung seiner selbst, so ein Sternenzerstörer ... die finden viele spieler ja mal voll stylisch und cool ... und wenns nicht so was großes sein darf, dann vielleicht ein Jetpack, oder nen Laser/plasma-blaster wie der "coole" typ aus dem Starwars universum.

    wenn man also von anderen Rollenspielen auf DSA und von anderen Universen auf Dere rückschließen soll, analog deiner aussage, dann hoffe ich für deine runde, das keiner auf die Idee kommt sich etwas mehr am Warhammer-multiverse zu orientieren, das würde das Powerlevel auf Dere und in Aventurien doch nachhaltig schädigen ...

    ... obwohl ... so ein 5 Schritt hoher schwer gepanzerter "Kor-geweihter" in Powerarmor mit Plasmablaster und Kettenschwert macht doch einiges her ... man erklärt es dann karmal als HEILIGES Artefakt der KOR-kirche ... ;)