Anfängerfragen zu D&D

  • Hallo,


    ich wollte schon immer mal Pen&Paper RPGs spielen und habe auch am PC zahlreiche RPGs gezockt.

    Nun habe ich mir endlich mal das Einsteiger-Set der 3. Edition auf Ebay geschossen und habe auch schon eine kleine Runde, welche mitspielen würde, ich selbst würde DM machen.


    Bei der dritten Edition liegt ja ein keines Einstiegs-Adventure (Schattenhöhlen) mit vorgefertigten Charakteren bei. Des Weiteren auch noch ein kleines Buch mit Abenteuern von Stufe 1-6.


    Gleichzeitig habe ich mir ein paar andere Adventures auf Ebay für die 3te Edition ersteigert, aber noch nicht gelesen.


    Die beiliegenden Adventures haben ja ein sehr reduziertes Regelwerk, was für den Anfang ja nicht schlecht ist. Dabei bleiben ein paar Fragen offen.


    Die Charaktere finden im Dungeon neben anderen Sachen ja auch Gold. Allerdings kann dieses ja für nichts verwendet werden, da es dort ja keinen Shop gibt.


    Nun habe ich mir gedacht man könnte die Charaktere aus den Schattenhöhlen ja weiter verwenden für die Abenteuer in dem Heft von Stufe 1-6. Zwischen jedem Abenteuer kann man ja einen Aufenthalt in der Stadt einplanen, wo diese die gefunden Ausrüstung verkaufen können oder mit dem Gold neue Items kaufen können. Kann ich das so machen oder spricht hier irgendwas dagegen?


    In den weiteren Adventures die ich mir bei Ebay gekauft habe (aber noch nicht gelesen) ist ja häufig die Anforderung von beispielsweise Stufe 3-8. Würde ich hier jetzt auch wieder die Helden aus dem letzten Adventure verwenden (welche ja evtl mittlerweile schon Stufe 6 oder so haben), wären diese ja zu mächtig für den Anfang. Macht es hier Sinn die alten Charaktere weiter zu verwenden oder würdet ihr hier neue erstellen? Wenn ihr neue erstellt, sollten diese ja Stufe 3 haben... Wie läuft das dann genau? Macht man dann einfach zwei Stufenaufstiege auf den neu erstellten Charakter?

    Höchstwahrscheinlich wird man in diesen Adventures ja auch Gold finden... Sind in diesen Adventures dann auch Shops mit eingeplant oder muss ich mir da selbst was einfallen lassen? Wie gesagt ich habs noch nicht gelesen...


    Das wärs dann mal fürs erste ;)....


    Grüße,

    Parallax

  • Hallo und willkommen.


    Die dritte Edition ist schon recht alt, aber das heißt nicht, dass man nicht eine Menge Spaß damit haben kann. Man sollte allerdings wissen, dass es nach einigen Jahren eine Überarbeitung gab und die dritte Edition und Edition 3.5 an vielen Stellen subtil verschieden sind. Ist für Neueinsteiger nicht superwichtig, aber sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man gemischtes Spielmaterial benutzt oder langfristig mehr Geld in Regelbücher investieren will.


    Ob man die Charaktere behält oder nicht, sollte man daran festmachen, was die Spieler wollen. Manche Spieler gewinnen ihren Startcharaktr lieb, andere wollen langfristig wirklich einen eigenen haben. Das würde ich nach dem Einstiegsabenteuer freistellen.


    Sich eine ganze Kampagne nur von offiziellem Abenteuer zu offiziellem Abenteuer zu hangeln, ist schwer. Die spielen ja auch nicht alle in der gleichen oder auch nur habwegs wiedererkennbaren Gegend, von den unpassenden Stufenschranken abgesehen. Manchmal gibt es offizielle Großkampagnien mit bis zu 6 Teilen, die von Stufe 1 bis 18 oder so gehen, ansonsten muss ein DM halt eigene Sachen einschieben und anpassen.


    Generell wist du viel eigenes Zeug festlegen müssen, da viele der universellen Abenteuer kaum Spielweltbeschreibung haben, damit sie beliebig eingeschoben werden können.


    Starten auf höheren Stufen geht. Da macht man ein paar freie Stufenanstiege und lässt die Leute Startausrüstung nach der Tabelle Geld-nach-Stufe im Spielleiterband kaufen.



    Einkaufen mit Schätzen aus dem Abenteuer macht man meist zwischen den Abenteuern. Die kurzen Abenteuer haben meist nur einen Dungeon ausgearbeitet. Städte mit Shops in der Nähe muss sich halt der DM ausdenken. Das wird teilweise gemacht, damit man die Abenteuer in beliebige Spielwelten platzieren kann und damit der DM auch mehr Macht darüber hat, was gekauft werden kann und was nicht.

  • Hi Satinavian,


    ja so in der Art habe ich das auch überlegt. Nach den Schattenhöhlen lasse ich die Charaktere einfach ihr Gold und ihre Ausrüstung behalten und damit kann man dann weiter in den Stufe 1 - 6 Adventures spielen, die dem StarterSet beigelegt sind. Zwischen jedem der darin erhalten kleinen Dungeons können die Spieler shoppen gehen... Für weitere offizielle Abenteuer werden dann wohl neue Charaktere erstellt werden müssen, halt dann mit freiem Stufenaufsteig. Ich gehe davon aus dass die offiziellen Adventures ebenfalls in mehrere Dungeons eingeteilt sind, zwischen denen man einen Stadtbesuch einplanen kann. Rasten muss man ja auch mal irgendwann... Liege ich da richtig?


    Grüße,

    Parallax

  • Moin und herzlich willkommen, Parallax.

    Die wichtigste Regel: So lange alle Spaß haben, ist es richtig.

    Die Charaktere aus dem Einsteigerset dienen vor allem dazu, die Spielmechanik und die Art des Spiels darzustellen. Die kann man weiterspielen, muss aber nicht. Ich schaue noch mal selber rein, was da so an Abenteuern drin ist, dann kann ich vielleicht mehr sagen. Wenn Du mal schreibst, welche Abenteuer du so gekauft hast, können wir Dir vielleicht konkret was dazu sagen.

  • Hallo stebehil,


    ich glaube das es eher authentisch wenn wir für jedes Abenteuer neue Charakter erstellen, den die gleichen Charakter dann immer Stufenmäßig zu korrigieren macht irgendwie keinen Sinn. Sollte es vom Level her zufällig passen, kann man das aber dann doch in Erwägung ziehen.


    Gekauft habe ich:

    Die Zitadelle in ewiger Nacht

    Die Schmiede des Zorns

    Das Geheimnis des Steinkreises

    Der Traumflüsterer


    Da hätte ich auch noch eine Frage... gibt es bei diesen offiziellen Adventures irgendeine Art Historie oder Reihenfolge oder sind die alle voneinander völlig abgeschlossen? Ich bin jetzt mal von letzterem ausgegangen.


    Grüße,

    Parallax

  • Also, die Reihenfolge ist die Reihenfolge der Erfahrungsstufen, die für die Abenteuer vorausgesetzt werden. Eine verbindende Geschichte gibt es offiziell nicht, inoffiziell habe ich sowas mal gesehen. Sie sind offiziell eigenständig und voneinander unabhängig. Die Abenteuer, die Du hast, sind allerdings durchaus so gedacht, dass man sie aufeinander folgend spielen kann, weil sie jeweils genug Erfahrungspunkte bringen, um die Charaktere auf die passende Stufe für das folgende Abenteuer zu bringen. Sprich, wenn sie durch die "Zitadelle" durch sind, sollten sie genug EP haben, um die "Schmiede" zu spielen, und auf Stufe 3. sein (mit der 5. Edition passt das auch, ich nehme an, mit der 3. dürfte es auch so ausgelegt sein).


    Die Schattenhöhlen sind eine Art Schnellstarter mit vereinfachten Regeln - ganz gut für einen ersten schnellen Eindruck, aber mehr nicht. Ich stelle gerade fest, dass ich die Abenteuer aus dem Starter Set nie gelesen habe....

  • Okay... Dann habe ich das halbwegs verstanden... Wenn sich unsere Gruppe mal treffen kann, dann werden wir mal die Schattenhöhlen probieren, mit reduziertem Regelsatz scheint das ja kein so großen Problem zu werden.


    Eine Frage hätte ich noch. Evtl haben wir zwei Gruppen, da ein paar interessierte Spieler weiter weg wohnen und nur hin und wieder vorbei schauen können. Kennst du zufällig ein paar LowLevel Adventures für die dritte Edition, damit ich mit Gruppe A dieses Adventure und mit Gruppe B ein anderes spielen kann?


    Grüße,

    Parallax

  • Wenn es noch Fragen gibt, keine Scheu.


    Andere Abenteuer - auf deutsch eher wenig, und die Sachen sind heute nicht mehr so leicht zu kriegen. Auf englisch gibt es massenhaft Material. Auf deutsch fallen mir ein paar Sachen von Truant ein: "Da sind Räuber im Wald" und "Drei Tage zum Totschlagen". Die "Freeport"-Trilogie auch von Truant. Ulisses hatte mal ein paar der Dungeon Crawls von Goodman Games übersetzt, und natürlich einiges für Pathfinder 1 (das ist relativ gut kompatibel). Die "Reiche von Kalamar" von Games-In, dazu gab es auch ein paar Abenteuer. Ganz viel mehr nicht, und alles heute schwer zu kriegen.

  • Hi, habe eine Regelfrage.

    Eine meiner Spielerinnen hat das Talent Glückspilz. Wie funktioniert das, wenn sie auf Nachteil würfeln muss?

    Ich habe es jetzt erstmal so geregelt, dass sie den Nachteilwurf werfen muss, also 2W20, davon kann sie den schlechteren Wurf gegen einen Glückswurf antreten lassen.

    Ich würd das auch weiter so machen, frage mich aber ob es dazu was offizielles gibt.

  • Zum Glück gibt es dafür schon seit Jahren einen Eintrag im Sage Advice Compendium

    Lucky

    How does the Lucky feat interact with advantage and dis-advantage? The Lucky feat represents extraordinary luck that can help you when you need it most. It lets you spend a luck point; roll an extra d20 for an attack roll, ability check, or saving throw; and then choose which d20 to use. This is true no matter how many d20s are in the mix. For example, if you have advantage or disadvantage on your attack roll, you could spend a luck point, roll a third d20, and then decide which of the three dice to use. You still have advantage or disadvantage, since the feat doesn’t say it negates it, but you get to pick the die. The upshot of this fact is that a rogue, for instance, who has disadvantage on an attack roll couldn’t use Sneak Attack even if the rogue uses the Lucky feat to pick the die.

    The Lucky feat is a great example of an exception to a general rule. The general rule in this case is the one that tells us how advantage and disadvantage work (PH, 173). The specific rule is the Lucky feat, and we know that a specific rule trumps a general rule if they conflict with each other (PH, 7).

    If a DM wants advantage and disadvantage to play their normal roles even when the Lucky feat is used, here’s a way to do so: roll two d20s for advantage/disadvantage, roll a third d20 for Lucky, eliminate one of the three dice, and then use the higher (for advantage) or lower (for disadvantage) of the two dice that remain.

  • Danke für die Antwort, aber sehe ich das richtig, dass man damit aus einem Nachteil einen Mega-Vorteil macht?

    Sollte das der Fall sein würde ich lieber meine Lösung präferieren.

  • Danke für die Antwort, aber sehe ich das richtig, dass man damit aus einem Nachteil einen Mega-Vorteil macht?

    Sollte das der Fall sein würde ich lieber meine Lösung präferieren.

    Da hast Du recht. RAW ist ein Nachteil für Glückspilze ein ziemlicher Vorteil*. Deshalb gibt es ja ausnahmsweise einen Alternativ-Vorschlag**, der wohl eher RAI entspricht: Mach erst den Wurf für den Vor-/Nachteil (also 2W20 und der Würfel mit dem höheren/niedrigeren Ergebnis zählt) und würfle dann erst den zusätzlichen W20. Man wählt dann zwischen den eigentlichen Ergebnis des Wurfs und denn zusätzlichen Würfelergebnis.


    Man könnte natürlich auch folgendes machen: der zusätzliche W20 wird einfach zu einem zweiten Wurf unter den gleichen Bedingungen, und man wählt sich dann das für einen bessere Ergebnis aus. Bei einer Wurf mit Nachteil (Vorteil), würfelt man also zweimal mit 2W20, nimmt von beiden Würfen den niedrigeren (höheren) W20 und wählt dann welches der beiden Ergebnisse nun gilt. Aber das its nur ein Vorschlag, der meiner meinung nach eher RAI ist als der von Sage Advice.


    * Genau da ist der Grund, weshalb es das Talent Glückspilz in einigen Gruppen verboten wurde.

    ** Sage Advice ist eigentlich nur dazu da, die Regel zu erklären, so wie sie in den Büchern stehen, und nicht Schwachpunkte der Regel zu beseitigen.