Einnahmen einer Schneiderei

  • Einer meiner Spieler will eine Schneiderei in Havena eröffnen. Er hat die finanziellen Mittel dies Umzusetzen (wenn auch mit Kredit) und da sein Vater ein kleines Handelsimperium besitzt ist das alles abgeklärt. Ich hatte deshalb die Frage wie viel so etwas abwirft. Die Schneiderei nimmt Aufträge an und verkauft Luxus Kleidung, liegt in einem guten Viertel, der Name des Helden ist wohlbekannt wegen seinem Vater, 3 Mitarbeiter 1 Meisterschneider und 2 Lehrlinge, 40 m2, nur Erdgeschoss, Haus in dem es ist sieht gut aus und hat ein großes Schaufenster.


    Natürlich wirft es am Anfang wenig ab, aber wie ist es später.


    Vielen Dank für die Hilfe.

  • Verlässliche Angaben zum Einkommen der aventurischen Oberschicht oder gar des Adels gibt es nicht. Ein wenig kann man sich jedoch über die Stände und Lebensstilkosten (DSA4, WDS ab S. 179) heran tasten.


    Der Inhaber dieser Recht großen Luxusschneiderei (inklusive Geschäft), gehört vermutlich in den oberen Mittelstand. Ein angemessenes Leben für so eine Person verschlingt rund 50 Dukaten im Monat. Das tatsächliche Einkommen (gemeint sind Einnahmen nach Ausgaben) sollte also höher als dieser Betrag sein. 15 bis 30 Dukaten "Unternehmerlohn" dürften durchaus drin sein.


    Dieses Geld wandert wohlgemerkt ins Sparschwein, denn seine Alltagskosten (wie Essen, Unterkunft, gängige Reisekosten, Unterhaltungskosten [Theater, Hobby, Kneipe...], Knechte) sind bereits abgegolten (das sind die 50 D. im Monat).


    Man kann also von 65 und mehr Dukaten Gewinn durch das Geschäft im Monat ausgehen (50 D. die er verbraucht, 15+ D. die er über hat). Wohlgemerkt arbeitet der Held dann als Geschäftsführer mit. Als reiner Selbstläufer (Held bekommt einfach Geld am Ende des Monats per Post und kümmert sich nicht weiter um den Laden) kannst Du die Werte vermutlich dritteln. Die Einnahmen reichen dann also nicht aus, um davon angemessen leben zu können (ein mittelständisches Leben für ca. 15 D. im Monat und ein paar Goldmünzen auf die Hand dürften aber drin sein).

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  • Gibt es noch einen Produktionsbereich? oder sind die 40m² alles was sie an Platz zur verfügung haben? Auf diesm Platz 6 Personen samt Arbeitsbereich + Material + Verkaufsfläche + Austellungsfläche + Ankleidebereich (höhere Stände als Zielkundschaft) unterzubringen ist selbst im fantastischen Realismus utopisch. Als reine Verkaufsfläche samt Ankleidebereich bzw. zum Maßnehmen sollte es ausreichen, aber es bedarf noch mindesten weiteren 60m² wenn man die Arbeitsbereiche (Tische zum zuschneiden der Stoffe müssen eine gewisse Mindestgröße haben, die sind teils sehr ausladend, dazu Kleiderpuppen und Platz um sie von allen Seite zu bearbeiten) und Lager für Materialien und fertige Waren einkalkuliert (Stoffbahnen sind groß, schwer und sehr empfindlich was ihre Lagerung angeht). Optional kann die Maßnehmung, Ankleidung und Vorproduktion auch beim gut betuchten Kunden in dessen geräumigen Anwesen durchgeführt werden, aber dies ist nicht immer möglich, oder gewollt (nicht jeder hat gerne Fremde in seinen Räumlichkeiten über mehrere wochen frei rumlaufen, während er selbst seinen "Geschäften" nachgeht ... gibt ja immerhin auch weniger legale, moralische oder sozial akzeptierte Tätigkeiten ... von Folterkeller und Lustsklaven über perverse Orgien, Macht-Missbrauch bis hin zu verbotener Magienutzung und anbetung zweifelhafter Entitäten und dämonischer Paktiererei).

  • Einer meiner Spieler will eine Schneiderei in Havena eröffnen. Er hat die finanziellen Mittel dies Umzusetzen (wenn auch mit Kredit) und da sein Vater ein kleines Handelsimperium besitzt ist das alles abgeklärt.

    Entweder er ist selbst der Schneidermeister (und hat dementsprechend keine Zeit mehr für Abenteuer) , oder er ist eher der Vermieter oder der Kreditgeber. Im ersten Fall hätte er ca. 1 S/m² Mieteinnahmen (4D)*, die Hälfte abgezogen als Instandhaltungskosten, müsste aber auch einen Mieteintreiber anheuern (der wiederum ca 5D kostet, wenn er verlässlich sein soll, sonst 1D im Monat). Im zweiten wäre die Zeit der Rückzahlung und Zinsen begrenzt.


    *Ritterburgen und Spelunken: jahresmiete ca. 1/20 des Hauswertes, kombiniert mit den ungefähren Wohnungsgrößen und abgeglichen mit den ungefähren Wohnkosten und -größen aus den SO-Kosten.


    Man bedenke: die angegebenen SO-Kosten gelten für eine alleinstehende Person. Das mag bei Lehrlingen zutreffen (die dürfen ja noch gar nicht verbändelt sein), aber der Meister hat garantiert auch Familie, die er mit durchfüttern muss. Demnach wären die SO-Kosten als absolutes Minimum zu sehen (mehr zu Löhnen, Handgeldern und Familienkosten in meiner Spielhilfe zu Lohn & Lebenskosten, siehe Signatur).


    Welchen Mehrwert hätte der Schneidermeister, eine weitere Person einen Lohn für das Nichtstun zu zahlen? Kurz- und langfristig ist er besser dran, wenn er einfach einen Kredit aufnimmt. Oder eben mietet.


    Ich würde dem Spieler empfehlen, Immobilien aufzukaufen (z.B. besagte Schneiderei) und dann sich vertrauenswürdiges Personal anzuheuern (2 Eintreiber zu je 5D, 2 Schläger zu je 1D als Unterstützung, und einen verlässlichen Verwalter aus der Mittelschicht zu 15D). Das würde ihn etwa 27D im Monat Kosten, womit er (Reparaturen und so mit einberechnet) 540m² zu normalen Preisen vermieten müsste, um keinen Verlust zu machen. Für Gewinn entsprechend mehr, aber ab einer gewissen Größe ist auch mehr Personal nötig.


    Mit Werkstätten auf etwa 50m² + 50m² Meisterwohnung und Lager (100m², wie eben von Tigerayax vorgerechnet) Wären das 6 Werkstätten für einen Gewinn von etwa 6D im Monat, ein Mietshaus mit 8 Wohnungen für eine Großfamilie zu je 50m² (keine Küche, kein Bad, kleiner Arbeitsbereich und Lager) kommt auf 400m².


    Ich würde schätzen (habe allerdings wenig Erfahrung in diesem Punkt) man könnte mit den benannten zwei Eintreiberteams gut bis zu 10 Häuser vermieten (wöchentlich Miete eintreiben und für Ruhe sorgen). Die Kosten für Reparaturen etc wären schon in dem abgeschriebenen Verlust von 50% der Miete drin.

  • Danke für Eure Hilfe. Schneidermeister war ein wenig übertrieben und ich weiß auch nicht warum ich das geschrieben habe. Schneider verdienen ca. 1-30 Silber am Tag wobei der Meisterschneider dann ja die 30 Silber (30 D im Monat) machen würde (50 Dukaten finde ich für einen Meisterschneider noch recht viel). Die Idee mit den Schlägern ist gut. Der Spieler Mietet ein Lagerhaus deshalb ist mehr Platz ist auch nicht von Nöten und einen riesen Arbeitsbereich gibt es auch nicht. Ankleidebereich gibt es, aber der Spieler wollte wohl noch mehr Lehrlinge einstellen damit man die sich nach Hause rufen kann und da Kleidung anprobiert (ist ja bequemer kostet aber auch)

  • Nocturnus

    Vergesst mal nicht die Mitgliedschaft in der Schneider-Zunft!

    Die kostet Geld, man muss qualifiziert sein (Meisterstück ablegen!!!!) und auch aufgenommen werden! Das ist kein Selbstläufer.

    Dann auch das „zünftige“ Besäufnis mit allem drum und dran.

    Wollen die anderen Schneidermeister überhaupt einen neuen Konkurrenten?

    Die Zünfte unterhalten einen Teil der Stadtmauer. Müssen Waffen und Männer bereit stellen.

    Zünfte sind genau dazu da das zu regulieren.


    Da ist dann eigentlich Schluss mit dem Heldenleben

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • Das mit der Zunft ist ein gutes Argument aber da sein Vater schon Mitglied in der Zunft ist und im Rat der Kapitäne sitzt sollte das nicht so ein großes Problem sein. Es wird aber in der Ausspielung einige Auseinandersetzungen mit den Zünften geben. War ein sehr wichtiger Einwand. Er will einen Verwalter anheuern der sich um den Laden kümmert und seine Familie wohnt ja auch in der Stadt. Vielleicht will ja ein Vertrauenswürdiges Familienmitglied der Verwalter sein muss ich mir noch überlegen. Natürlich hat er dann Einschränkungen aber die ganzen Adeligen Helden mit Lehen können ja auch meist so viel rum reisen wie sie wollen und keinen juckts. Natürlich finde ich das auch nicht hundertprozentig richtig aber ein Laden und ein ganzes Lehen mit tausenden Einwohnern ist ja was anderes.

  • Nocturnus

    Dagegen könnte die Zunft aber was haben. Das klingt eher wie eine Manufaktur. Sowas gibt es im lieblichen Feld, aber Albernia und das Mittelreich sind da doch sehr konservativ.. so ein Verwalter, wenn man dem nicht auf die Finger schaut, könnte auch veruntreuen... :evil:

    Meiner Meinung nach reichen die Eiinküfte eines solchen kleinen Handswerksbetriebes Max. aus den Lebensunterhalt des Meisters zu bezahlen, mit Verwalter dürfte da nicht mehr viel hängen bleiben. Schon gar nicht wenn noch Kredite bedient werden..

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • (50 Dukaten finde ich für einen Meisterschneider noch recht viel)

    Darin inbegriffen ist normalerweise auch der Unterhalt seiner Werkstatt selbst. Oder eben die Familie.


    Der Spieler Mietet ein Lagerhaus deshalb ist mehr Platz ist auch nicht von Nöten und einen riesen Arbeitsbereich gibt es auch nicht.

    Wie jetzt, ist das Lagerhaus Teil der Werkstatt oder nicht? Denn erstens sind Stoffballen nicht gerade leicht, und zweitens willst du doch nicht die teueren Stoffe vom schlechten Havener Wetter ruinieren lassen, während man sie mehrmals täglich hin und her schleppt.



    da sein Vater schon Mitglied in der Zunft ist und im Rat der Kapitäne sitzt

    Ich dachte er sei Händler, und nicht Schneidermeister? Jedes Handwerk hat seine eigene Zunft, und da steht auch der Rat der Kapitäne nicht drüber.



    Er will einen Verwalter anheuern der sich um den Laden kümmert

    Was soll es denn nun sein, eine Schneiderei oder ein Laden? Eine Schneiderwerkstatt darf nur ein zünftiger Schneidermeister führen (dem eigentlich auch die Werkstatt gehört), und einen Handelsladen verwalten zu lassen... welche Rolle spielt der Held denn, wenn der Verwalter der eigentliche Händler ist? Ich verstehe nicht, was der Held beiträgt außer Geld abzugreifen.


    Natürlich hat er dann Einschränkungen aber die ganzen Adeligen Helden mit Lehen können ja auch meist so viel rum reisen wie sie wollen und keinen juckts.

    Ein Lehen ist keine Handwerksstätte und kein Handelshaus. Es ist ein (meist geerbtes) Stück Land, mit dem viele Verpflichtungen einhergehen, wovon einige sogar erfordern, dass der Adelige das Land verlässt - und entsprechend einen Verwalter hat. Die politische Rolle (der eigentliche "Job") ist immer noch Aufgabe des Adeligen.


    Im übrigen bringen Lehrlinge weniger Arbeitskraft, als sie mit ihrer Lehrzeit kosten. Deswegen werden Lehrlinge verpflichtet, mehrere (viele!) Jahre nach der Lehre als Geselle im Betrieb weiter zu arbeiten, oder sie müssen sich und ihre Arbeitskraft freikaufen. Ich glaube, was ihr einstellen wolltet, sind Gesellen.

  • Der Vater ist Händler aber er handelt nun mal mit Stoffen sollte er da nicht in der Zunft sein? Laden keine Schneiderei einen Schneider zu haben sollte trotzdem produktiv sein ( vielleicht habe ich das nicht richtig klar gemacht.) Nein kein großes Lagerhaus aber der Transport ist nun wirklich nicht ein großes Problem. Was der Held macht ohne Geld abzugreifen? Er gibt den Leuten Lebensunterhalt, kauft den Laden, kauft die Waren, knüpft Kontakte, wird manchmal verkaufen und investiert in den Laden. Der Verwalter wird dann einen Prozentsatz vom Gewinn bekommen. Der Verwalter wird ja nicht nur einen "Klienten" haben bei dem er etwas managed wie z.B ein Steuerberater.

    Nocturnus

    Dagegen könnte die Zunft aber was haben. Das klingt eher wie eine Manufaktur. Sowas gibt es im lieblichen Feld, aber Albernia und das Mittelreich sind da doch sehr konservativ.. so ein Verwalter, wenn man dem nicht auf die Finger schaut, könnte auch veruntreuen... :evil:

    Meiner Meinung nach reichen die Eiinküfte eines solchen kleinen Handswerksbetriebes Max. aus den Lebensunterhalt des Meisters zu bezahlen, mit Verwalter dürfte da nicht mehr viel hängen bleiben. Schon gar nicht wenn noch Kredite bedient werden..

    Der Verwalter wird Ihn definitiv hintergehen. Der wird sein blaues Wunder erleben:evil:


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  • Der Vater ist Händler aber er handelt nun mal mit Stoffen sollte er da nicht in der Zunft sein?

    Nö, Zünfte sind für Handwerker, nicht für Händler. Ein Stoffhändler kauft Stoffe an und verkauft sie dann an den Handwerker (oder, je nach Sitte, an den Kunden, der dann den Stoff zum Handwerker schleppt). Der Bauer, von dessen Schafen die Wolle stammt, und der Fuhrmann, der sie in die Stadt schafft, sind ja auch nicht Schneiderzunftmitglieder. Händler sind hingegen oftmals in Gilden organisiert.

    Allerdings kann natürlich ein einflussreicher Großhändler mit guten Kontakten zu Schneidermeistern auch seinem Sohn den Weg etwas erleichtern.


    Ansonsten wirkt mir die Beteiligung des Helden noch etwas wirr und für eine eher traditionelle Stadt wie Havena zumindest ungewöhnlich. Die grundlegende Idee, dass ein Betrieb nicht dem Meister darin gehört, sondern noch irgendwie ein Finanzier mit drin hängt und auch ein bisschen an den nichthandwerklichen Aufgaben beteiligt wird, ist sicher nicht völlig undenkbar, aber da dann noch einen Verwalter mit reinzupacken, wirkt eher seltsam. Was soll der machen, was nicht in Abwesenheit des Helden der Meister auch selbst kann?

    Jeder Mensch ein Magier!
    Avatar by Tacimur

  • Der Verwalter wird Ihn definitiv hintergehen. Der wird sein blaues Wunder erleben

    Tatsächlich hintergehen die wenigsten Verwalter ihren Auftraggeber.


    Es kann aber so scheinen: Hier müssen Schmiegelder an Banden bezahlt werden, Informationen über die Konkurrenz eingeholt werden oder "besondere" Stoffe beschafft werden, dann noch Verschnitt, Auftraggeber die nicht wie vereinbart zahlen (weil das Produkt: Kleidunsstück) nicht dem Gewünschten entspricht, weil der Kunde selbst Zahlungsschwierigkeiten hat (frag mal heutezutage Selbständige). Teilweise werden Stoffe gekauft und Geld investiert und es wird nichts verkauft (gebundenes Kapital).


    Fazit: Kaum ein Geschäft ist ein Selbstläufer (und wenn hat man viel Konkurrenz). Helden können Geschäfte im "Hintergrund" laufen haben, dafür gibt es den Vorteil "Einkommen" , das läuft dann vermutlich über die Familie, Länderein, oder besagte Geschäfte.

    Sobald sich ein Held intensiv um sein Geschäft kümmert (egal ob es eine Schneiderei, ein Alchemist oder was auch immer ist): Dann ist der Held raus aus dem Abenteuerleben.

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Der Verwalter wird Ihn definitiv hintergehen. Der wird sein blaues Wunder erleben :evil:

    So selbstverständlich finde ich das nicht. In Aventurien ist in den meisten Regionen der Name und die Stellung alles was zählt. Geld ist zwar auch dort nicht belanglos, aber nicht der universelle Türöffner bzw. Ausgleich.


    Entsprechend braucht es schon triftige Gründe, um eine angesehene Stellung auf zu geben. Dies mag eine große Verlockung sein (z.B. eine unverhältnismäßig große Beute), aber auch Unzufriedenheit (Bezahlung, Anerkennung, Karriere...) könnte ein Anlass sein. Jedenfalls muss es irgendeine Unstimmigkeit geben.


    Auch wenn Strafen noch nie jemanden wirklich von Verbrechen abgehalten haben, setzen drastische Folgen wie in Aventurien bestimmt die Hemmschwelle doch etwas nach oben. Zerstückelt, gekocht, zerissen, versklavt, zu Tode geschunden und vieles mehr zu werden, kann sicherlich die weniger Verwegenen abschrecken.


    Würden bei uns beispielsweise 20 Jahre hartes Arbeitslager für Steuerhinterziehung drohen, wären sicherlich deutlich mehr brave Bürger anständig. Die meisten wägen sehr wohl Risiko und Nutzen ab. ;)

  • Mal Licht von einer ganz anderen Seite drauf, weil das eh reine Zeitverschwendung ist.


    Was ist die narrative Intention? Was ist das dramaturgische Ziel?


    Alles andere ist reine Willkür. Ramalamadingdong. Der Spielleiter kann so ein Unterfangen so ruinös oder profitabel definieren wie auch immer er möchte. Es gibt keine Simulationsmöglichkeiten, um das irgendwie zu ermitteln, weil diese Aspekte der Welt nicht in Mechanismen gegossen sind. Viel wichtiger als alles ist daher, was ihr spielerisch daraus und damit machen möchtet. Dann kann dir geholfen werden, wie man dieses dramaturgisch-narrative Ziel wirtschaftlich glaubhaft gestaltet.

  • Wenn das Ziel einfach ein Einkommen ist, kann ich den DSA 5 Vorteil Einkommen empfehlen.

    Eventuell kriegt der Spieler den ja auch vergünstigt wenn er gute Gründe dafür hat (gutes Spiel/gute Geschäfstidee oder der Vater oder eben weil ihr es ausspielt und er nicht einfach AP ausgibt für das Geld). Ansonsten schließe ich mich Rattazustra an.

  • Wenn man irdische Maßstäbe anlegt, scheint mir das Vorhaben nicht realistisch zu sein, als Faustformel kenne ich den Ansatz, dass "zehn Handwerker einen Mann im Büro ernähren". Irdische Zunftbetriebe waren zumeist klein, der Meister arbeitete üblicherweise mit.

    Ich stimme Rattazustra zu: klärt in der Gruppe warum der SC eine Schneiderei (oder eine sonstige Einnahmequelle) in Havena haben will. Geht es nur darum "irgendwie" Geld für die Abenteurerkarriere des SC zu besorgen? Soll eine Kampagne in Havena gespielt werden, in der es für die Dramaturgie gut ist, ein Zunftmitglied in der Gruppe zu haben? Soll es einfach Teil der Hintergrundgeschichte des SC sein? Dann lass´den SC die Schneiderei besitzen und jeden Monat x Dukaten verdienen, wenn es dem Spielspaß der Gruppe dient.

    Von einer Wirtschaftssimulation rate ich ab, das gibt DSA nicht her. Hinzu kommen die o.g. Bedenken hinsichtlich der Rentabilität einer Schneiderei, die einen Verwalter sowie einen nicht mitarbeitenden SC ernähren soll.


    Tante EDITh fiel noch das "große Schaufenster" im Eingangsbeitrag auf: Glas ist teuer, große Scheiben sehr teuer. Der SC könnte vielleicht die Schaufensterscheibe verkaufen und davon leben...

    ;)

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....