Kampftechnik wechseln

  • Ich rudere inzwischen auch zurück von meinem Standpunkt, dass ein Stil aktiviert werden muss.


    Die von mir zitierten Regelstellen zeigen auf, dass es passive Sonderfertigkeiten sind und man damit jederzeit die Boni nutzen kann, solange die Voraussetzungen erfüllt sind.

    Jetzt aber nicht verwirren lassen, die Voraussetzungen sind nicht die Zeilen, die bei beim Kampfstil hinter "Regel:" stehen. Das ist die Regel. Die Voraussetzungen sind die Dinger, die bei Voraussetzungen stehen und zum Beispiel beim Ritter des Alten Wegs sind das MU 13 und die SF Berittener Kampf.

    "Kämpft der Held beritten gegen Fußkämpfer [...]" und "[...] wenn er sich auf dem Rücken eines Reittiers befindet." sind nicht die Voraussetzungen sondern Auslöser.


    Der Stil erlaubt die eKSF Schildstoß; ist ein Spezialmanöver und darf nicht vom Pferderücken aus benutzt werden (nur Basismanöver). Der Ritter muss also absteigen um den Schildstoß zu verwenden. Ist aber durch das Absteigen der Stil plötzlich inaktiv geworden?

    Nein, der ist noch immer die ganze Zeit aktiv. Er bringt nur gerade nichts, weil ich der Regel folgend nicht auf dem Rücken eines Reittieres bin und damit auch nicht in Vorteilhafter Position gegenüber einem Fußkämpfer. Aber dadurch ist der Stil jetzt nicht inaktiv geworden oder so.


    Der fahrende Ritter des Alten Wegs hat viele Jahre im Bornland verbracht und sich dort auch das Bornländische Raufen beibringen lassen. (Es heißt übrigens nur so, bedeutet nicht, dass man es nur im Bornland antrifft). Er steigt unbewaffnet auf sein Pferd.

    Theoretisch müsste er nun, wenn er vom Pferderücken aus seinem Knecht eine Scheuern möchte, alle Boni bekommen:

    - Raufen-AT um nochmal 2 erleichtert (Ritter des Alten Wegs)

    - Raufen-TP um 1 erhöht (Ritter des Alten Wegs)

    - Raufen-TP um 1 erhöht (Bornländisches Raufen)


    Würde der Ritter aber seinen Standpunkt gegenüber dem Knecht mit einem Knüppel (Kampftechnik Hiebwaffen) Nachdruck verleihen fällt der +1 TP Bonus aus dem Bornländischen Raufen weg, weil die Regel keinen Einfluss auf Hiebwaffen hat. Der Stil ist aber weiterhin aktiv. Zusätzlich zum Ritter des Alten Wegs.


    Analoge Auslegung:

    Bewaffnete Kampfstile sind permanent aktiv und werden nicht deaktiviert. Können aber durch einen anderen Bewaffneten Kampfstil ersetzt werden. Vorausgesetzt die SF Kampfstil-Kombination wurde erlernt und benutzt.

    Unbewaffnete Kampfstile sind permanent aktiv und werden nicht deaktiviert. Können aber durch einen anderen Unbewaffneten Kampfstil ersetzt werden. Vorausgesetzt die SF Kampfstil-Kombination wurde erlernt und benutzt.


    Ich wollte jetzt gerade erst schreiben, dass Fedorino und Unau mit den Regeln kollidieren würden, aber noch bevor ich den Satz beendet habe fiel mir auf, dass das garnicht stimmt. Die sind sogar im Einklang und ich bin unglaublich überrascht o.O

    Beide Stile sprechen von +2 Verteidigung aber haben unten verschiedene Kampftechniken aufgeführt. Kein Problem. Verteidigung ist nicht anderes als der Sammelbegriff für "Parade und Ausweichen" und Ausweichen ist Waffenunabhängig.

    Beide Stile sind dauerhaft aktiv.

    Will der Fedorino zu Unau ausweichen bekommt der halt seine +4 auf Ausweichen.

    Will er mit Dolch, Fechtwaffe oder Raufen parieren bekommt er nur noch +2. Unau betrifft nicht die Waffen, Fedorino nicht das Raufen.

    Will er mit einem Zweihänder in der Hand parieren bekommt er keinen Bonus, weil diese Kampftechnik von keinem Stil unterstützt wird.

    Will er mit einem Zweihänder in der Hand ausweichen bekommt er wieder seine +4.


    Habe ich irgendwo einen Denkfehler?

  • Jetzt aber nicht verwirren lassen, die Voraussetzungen sind nicht die Zeilen, die bei beim Kampfstil hinter "Regel:" stehen. Das ist die Regel.

    Einen Denkfehler sehe ich darin nicht, aber zumindest RAW bleibt das Problem:


    "Mittels 1 freien Aktion kann der Wechsel zwischen den Kampfstilen eingeleitet werden. Der regeltechnische Wechsel findet am Ende der KR statt. Bis dahin muss noch nach den Regeln des alten Kampfstils gekämpft werden."

    Wie Du selbst schreibst: ""Regel:" stehen. Das ist die Regel." . Regeln werden mit dem Wechsel inaktiv und ersetzt.


    Da eine Sonderregel (z.B. der SF) die allgemeine Regel (z.B. beliebig viele passive SF) schlägt, müsste ein Stil die Regel eines anderen Stils abschalten. Der Beispielbornländer würde jedoch funktionieren, da er die SF nicht benötigt. Der furchtlose bornische Ritter mit mengbiller Wurzeln jedoch nicht (braucht die SF und unterliegt entsprechend den oben zitierten Sonderregeln).

  • x76

    Ich verstehe nicht worauf du hinaus willst.

    Regeln werden mit dem Wechsel inaktiv und ersetzt.

    Das sage ich doch. Wobei wichtig zu betonen ist, dass die Inaktivierung nur stattfindet, wenn sie ersetzt werden.

    Bewaffnete Kampfstile sind permanent aktiv und werden nicht deaktiviert. Können aber durch einen anderen Bewaffneten Kampfstil ersetzt werden. Vorausgesetzt die SF Kampfstil-Kombination wurde erlernt und benutzt.

    Ich behandle einen Kampfstil genau so, wie ich z.B. die SF Aufmerksamkeit behandle: Es ist ein passiver Bonus, der dauerhaft aktiv ist und nicht deaktiviert werden kann.


    Kleine Wortakrobatik meinerseits aber mir ist wichtig zu betonen, dass ein Stil ohne, dass er durch einen anderen ausgetauscht wird, nicht inaktiv wird. Egal, welche Waffen er trägt, ob er zu Fuß ist oder beritten.


    Selbst, wenn ich die SF Kampfstil-Kombination benutze gelten noch alle passiven Boni bis zum Ende der laufenden Kampfrunde. Als Ritter des Alten Wegs, der auf Mengbilla umstellen will, bedeutet das für den Spieler, dass er noch bis zum Ende der Kampfrunde von den Regeln profitiert. Greift ein Fußkämpfer den Berittenen an und patzt fängt der sich einen Passierschlag. Der Spieler vom Ritter darf also noch +4AT genießen statt nur +2 die er regulär aus der Vorteilhaften Position erhält. Und er macht noch +1 TP.

    Endet die Kampfrunde wird der Kampfstil gewechselt. Mengbilla ist jetzt an die Stelle vom Ritter des Alten Wegs getreten (Bornländisches Raufen ist die ganze Zeit davon unbeeindruckt und wartet darauf, dass die Fäuste fliegen). Der Spieler könnte jetzt sofort eine Stufe Furcht ignorieren, weil der Bonus greift, und so seine Parade verbessern, bis er an der Reihe ist.


    Fun-fact:

    Die Formulierung von Kampfstil-Kombination würde es theoretisch zulassen, dass man mittels einer freien Aktion zeitgleich Bewaffneten und Unbewaffneten Stil wechselt. Bornländischer Rauf-Ritter des Alten Wegs wechselt zum Ende der Kampfrunde zum Mengbiller-Mercenario.


    Bornländischer Rauf-Ritter xD xD

  • Die Stile haben drei Stufen:

    - Stufe 1 ist der Stil selbst. Er hat Vorraussetzungen (idr. eine Eigenschaft und tw. andere SFs)

    - Stufe 2 ist der Bouns, den der Stil erzeugt. Dieser Bonus hat Vorraussetzungen (idr. Kampftechnicken und tw. bestimmte Waffen)

    - Stufe 3 sind die eKSFs. Der Stil ermöglicht den Einsatz von drei eKSFs. Diese haben ihre eigenen Vorraussetzungen (Eigenschaften, Kampftechniken, andere SFs, passenden Stil)


    Stufe 1 schaltet Stufe 2 und 3 frei. <=> Stufe 2 und Stufe 3 brauchen jeweils Stufe 1.

    Stufe 2 und Stufe 3 sind unabhängig voneinander. Sie können zusammen wirken, müssen sie aber nicht.


    Unbewaffneter und bewaffneter Stil zusammen macht mMn keinen Sinn. Gib einem Boxer ein Schwert in die Hand und verlang von ihm sowohl seine Boxerhaltung aufrecht zu halten und dabei noch irgentwie sinnvoll das Schwert einzusetzten. Hat man Kampftechniken, die auf Würfe, Trägheit, Schwerpunkte etc. setzten, kann man den Einsatzt von Waffen fast immer vergessen (Da braucht man oft auch beide Hände frei). Oder Capoeira. Deswegen ist mMn immer nur ein Stil aktiv. Zwischen bewaffnet und unbewaffnet wechselt man genau so wie es die SF Kampfstilkombination für zwei Stile gleicher Gattung vorgibt. mMn fehlt lediglich die Regel zum Wechseln zwischen Bewaffnet und Unbewaffnet.

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben


    33% Powergamer 38% Buttkicker 75%Tactican 33% Specialist 79% Method Actor 75% Storyteller 46% Casual Gamer

  • Unbewaffneter und bewaffneter Stil zusammen macht mMn keinen Sinn. Gib einem Boxer ein Schwert in die Hand und verlang von ihm sowohl seine Boxerhaltung aufrecht zu halten und dabei noch irgentwie sinnvoll das Schwert einzusetzten.

    (...)

    mMn fehlt lediglich die Regel zum Wechseln zwischen Bewaffnet und Unbewaffnet.

    Exakt diese Auslegung war bislang auch mein Problem damit, dass man bewaffnete und unbewaffnete Kampfstile gleichzeitig aktiv haben kann. Andererseits kann ich genausogut die Argumentation nachvollziehen, dass ein Boxer im Schwertkampf einen Vorteil hat, wenn er zwischendurch noch zum Faustschlag ansetzt.


    Aber wie du schon schriebst, eine klare Regel gibt es dazu wohl aktuell nicht.

  • Stufe 2 braucht Stufe 1, das würde ich so unterschreiben. Das Stufe 3 Stufe 1 aktiv braucht glaube ich (inzwischen) nicht mehr. Die einzige passage die das supported stammt aus Kampfstil-Kombo und wir behandeln die intern als Hausregel, das dort bei Kampfstilkombo das Wort „Kampfstil“ durch „Kampftechnik“ ersetzt. Damit werden EKSF einfach durch die zugehörigen Stile freigeschaltet, danach kann man sie nutzen wie ganz normale KSFs, halt immer dann wenn die Situation es zulässt.


    Ich gebe auch zu bedenken das Kampfstil-Kombination ziemlich teuer ist. Wäre es so, dass ich EKSF nur einsetzen kann, wenn der dazugehörige Stil aktiv ist, würden die Stile sich komplett nicht beeinflussen und es wäre eben keine Kampfstil-KOMBINATION und ich sehe wenig Grund für die hohen kosten.


    Unbewaffnet und Bewaffnet sehe ich bischen problematisch. Ich wär gern dafür, das die parallel anwendbar sind, zB kann ich mir gut vorstellen, das ein Boxer in der rechten sein Schwert führt und dann im Kampf mal mit der linken Hand zuschlägt eben in Boxermanier. Wie das mit beidhändigem Kampf zusammen geht, ob das bei nem Ringer auch nich Sinn macht (wo ich mir vorstelle das der beide Hände brauch für Würfe und Griffe) und dergleichen ist mir noch komplett unklar. Meine Vorstellung sagt auch n Boxer kann im waffenlosen Kampf beidhändig angreifen und damit 2 Attacken mit einer Aktion schlagen, eben nach den üblichen Regeln für beidhändiger Kampf. Bei Hruruzat kann ich mir das auch gut vorstellen, beim Ringer wie angedeutet weniger. Vermutlich wählt man einfach eine möglichst regelseitig stimmige Variante aus und passt seine vorstellung an, denke das einfacher als anders herum;)

  • Das mit dem Ringen ist RAW, da Haltegriff beide Hände braucht (und vermutlich auch RAI).

    Ich denke nicht, dass es da große Hausregeln braucht (oder "Interpretationen"). Was ich schwierig finde ist:

    Vorteil zweier Stile, die das gleiche verbessern:

    a) Ich habe erkannt, wenn man in C Stellung steht, kann man besser verteidigen.

    b) Ich habe einen ganz neuen Stil! C Stellung und deine Verteidigung ist kein Problem mehr!

    c) Ich habe bei Meister a und b gelernt und aktiviere beide Stile, ich hatte jetzt aufgrund meiner cc Stellung den doppelten Bonus.

    a und b: Wie macht er das oO

    „Nicht Ruhm, nicht Ehr ist meines Strebens Zweck. Nur in dem Tod meines letzten Feindes, unter Aufbringung des höchsten Mittels, dem meinen, werde ich wahre Erfüllung finden. Dann, werde ich auf seinem Schlachtfeld ewig kämpfen.“


    Zhanduka el’Zul

  • Das hier ist zwar die Antwort auf eine andere Frage aber ggf. kann sie schonmal einen Ansatz darstellen um hier weiterzumachen bis ich eine Antwort auf meine andere Frage bekommen habe.


    Speziell Bezug möchte ich darauf nehmen, dass auch waffenlose Kampfstile mit Raufen verwendet werden können obwohl Waffen getragen werden. Das ist für mich schon einmal ein Wink in die Richtung, dass zumindest nicht aktiv zwischen waffenlosen und bewaffneten Kampfstilen gewechselt werden muss.

  • Ich lese das jetzt so, das ich im beidhändigen Kampf mit zwei Schwertern sein kann und dann einen Hruruzat-Sprungtritt ausführen kann. Oder einen Angriff mit einem Schwert und Beidhändig mit einem Tritt zB. Die Frage ist dann, ob ich mich entscheiden muss, ob ich dabei den eventuellen Bonus durch den waffenlosen oder den bewaffneten Kampfstil nutzen möchte, mal annehmend der bew. bringt in der Situation was, oder ob beide gleichzeitig wirken.


    Zumindest, hätte ich zwei bew. und zwei unbew. Kampfstile, müsste ich mich jeweils entscheiden für einen davon, nach der Kombo-Regel.

  • Sano Genau das habe ich in einer weiteren E-Mail gefragt. Der Eingang wurde auch schon bestätigt mit dem Vermerk, dass es an die Redaktion weitergeleitet wurde.


    Also ich würde jetzt so verfahren, dass die parallel aktiv sind. Bin aber gespannt, was so geantwortet wird.