Western!

  • Das meinte ich. Weihnachten, rebuy ... auf so eine Liste. :)

  • Ich habe gerade "Wild Bill" von 1995 gesehen. Jeff Bridges gibt einen recht guten Wild Bill Hickock ab, wie ich finde. Ich kannte sehr viele der Synchronsprecher.^^ Der Film basiert auch auf dem Roman "Deadwood" von Peter Dexter, aber Anlehnungen daran habe ich eher wenige ausmachen können, und historisch war das schon sehr frei ausgelegt.

    Ich fand den Film ganz in Ordnung, er lässt sich gut schauen, auch wenn wenn er mich nicht vom Hocker gehauen hat (und man muss nicht so weit weg von historischen Vorlagen, da bin ich immer wieder aufs Neue von überzeugt, um trotzdem eine gute Handlung zu haben).

  • "Buffalo Girls" hatte ich als etwas zäh in Erinnerung, empfand das beim heutigen Schauen aber gar nicht so. Es ist ein Western ohne nennenswerte Western-Elemente, darauf muss man sich einlassen, ein tragisch-schöner Abgesang auf den Westen, mit wunderbaren Figuren und Figurenkonstellationen, und vielen traurig-schönen Szenen.

    In Erinnerung an die Romanvorlage von Larry McMurtry wird sich an einigen dort relevanten Dingen gar nicht gehalten, und die historische Authentizität ist auch überschaubar, aber das macht der Film mehr als wett.

  • Nach an die 10 Jahren "The Jack Bull" gerade spontan geschaut. Heinrich von Kleists "Michael Kohlhaas" als Western. Kanada protzt mit seiner großartigen Bergkulisse (es spielt Wyoming). Es geht um Recht und Gerechtigkeit, um die sture Entschlossenheit eines Mannes, sein Recht zu bekommen und dafür bis zum Ende einzutreten, um eine Eskalation von (schlussendlich eher nur wenig) Gewalt, und für einen Western wird wenig geschossen.

    Ich hatte ihn lang nicht mehr geschaut, weil ich alte Happy Endlerin ohne ein solches nie so ganz glücklich bin, davon abgesehen gefällt er mir aber ganz gut (in einem DSA-AB hätte er ein besseres Ende bekommen^^).

  • Nach an die 10 Jahren "The Jack Bull" gerade spontan geschaut. Heinrich von Kleists "Michael Kohlhaas" als Western. Kanada protzt mit seiner großartigen Bergkulisse (es spielt Wyoming). Es geht um Recht und Gerechtigkeit, um die sture Entschlossenheit eines Mannes, sein Recht zu bekommen und dafür bis zum Ende einzutreten, um eine Eskalation von (schlussendlich eher nur wenig) Gewalt, und für einen Western wird wenig geschossen.

    Ich hatte ihn lang nicht mehr geschaut, weil ich alte Happy Endlerin ohne ein solches nie so ganz glücklich bin, davon abgesehen gefällt er mir aber ganz gut (in einem DSA-AB hätte er ein besseres Ende bekommen^^).

    Spielen da John Cusack und John Goodman mit?

  • Ja, genau, die spielen da auch mit. John Cusack in der Hauptrolle, John Goodman als Richter, L.Q. Jones als Antagonist.

  • Ja, genau, die spielen da auch mit. John Cusack in der Hauptrolle, John Goodman als Richter, L.Q. Jones als Antagonist.

    Den kenne ich unter den deutschen Titel "Wyoming" (so heißt auch die DVD die davon zu Hause habe). Finde diesen Western auch total super!

  • Im Film selber steht noch als Titel "Reiter auf verbrannter Erde", Wiki gibt beides als weitere deutsche Titel an (wobei der eine nicht so richtig in Bezug steht, und Wyoming ziemlich nichtssagend ist).

    The Jack Bull ist ein passender Titel, der sich darauf bezieht, dass die Hauptperson einmal als Mischung und aus einem Jack Russell Terrier (beißt sich fest) und einem Bullen (stur, und Kopf runter und los) verglichen wird, was es tatsächlich gut trifft, wenn man sich anschaut, mit welcher unberirrbaren Entschlossenheit er daran festhält, sein Recht zu bekommen (und das für die beiden Pferde, um die es aus Anlass (nicht Ursache) geht).

  • Heute Abend läuft auf ARTE Last train from Gun Hill.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Weiß ich (hatte auch schon überlegt, das hier anzumerken), habe ich vor zu schauen, vielleicht lese ich auch nächste Tage zeitnah die Romanvorlage zum Vergleich.

  • Ich hatte mir letzte Tage mal wieder "Appaloosa" mit (und von) Ed Harris, Viggo Mortensen, Renée Zellweger und Jeremy Irons angeschaut. Von 2008 ist es ein sehr klassischer Western, der sich immer wieder gut anschauen lässt.

    Was mir vorher nie aufgefallen war: Eines der Lieder, das beim Abspann gespielt wird, wird von Ed Harris gesungen.


    Zur Einstimmung hatte ich zeitnah vorher die gleichnamige Romanvorlage (der zu einem guten Teil aus Dialogen mit wenig Worten besteht^^, was sich allerdings im Film recht gut wiederfindet)von Robert B. Parker gelesen: Die Verfilmung hält sich wirklich sehr an an den Roman. Natürlich gibt es im Roman mehr Details und mehr Szenen (auch wenn einige zwar gedreht wurden, aber es nicht in den fertigen Film schafften, man kann sie bei den entfallenen Szenen schauen), aber es ist relativ wenig im Film weggelassen worden, bzw. es wurde wenig geändert, und selbst das hat dann Ablauf und Handlung nicht wirklich geändert.

  • Morgen Abend (Freitagabend) kommt "Silverado" auf 3sat.

  • "Die Cowboys" mal wieder geschaut. Ist keiner meiner Favoriten, aber immer wenn ich ihn schaue, merke ich aufs Neue, dass ich ihn gerne schaue. John Wayne als Rancher, der keine Cowboys für den Viehtrieb findet (weil in der Nähe ein kleiner Goldrausch ausbrach, und die Leute entweder dahin sind, oder sonst nicht können, wollen oder dürfen^^), und daher auf die örtlichen Kinder zurückgreift. Der Älteste ist 15, danach wird es schnell kleiner und jünger.

    Manchmal kann man schmunzeln, es der Film lässt sich manchmal Zeit (ohne langweilig oder zäh zu werden, wie ich finde), und die fast 130 Minuten sind gut gefüllt. Den Schluss finde ich schon etwas hart und brutal, so im Kontext.


    Kleiner Spoiler:

  • Mein Lieblingswestern ist immer noch "El Dorado". Grandios. Und immer wieder schön anzuschauen. John Wayne und Robert Mitchum. Klassiker.

    "Sich beugen, ist eine Ehre. Sich beugen lassen, eine Schande."

  • Mein Lieblingswestern ist immer noch "El Dorado". Grandios. Und immer wieder schön anzuschauen. John Wayne und Robert Mitchum. Klassiker.

    Mein ... Mein Western-Seelenverwandter!

    El Dorado, das ist DER Western überhaupt für mich, seit ich ihn zum ersten mal sah, und das ist schon einige Jahrzehnte her. Es gibt viele gute und sehr gute Western, aber niemals hat mir irgendeiner El Dorado streitig machen können.

    Ich finde El Dorado um Längen besser als Rio Bravo, und habe nie verstanden, warum das bei den Kritikern immer umgekehrt gesehen wird.

  • Mein Lieblingswestern ist immer noch "El Dorado". Grandios. Und immer wieder schön anzuschauen. John Wayne und Robert Mitchum. Klassiker.

    Mein ... Mein Western-Seelenverwandter!

    El Dorado, das ist DER Western überhaupt für mich, seit ich ihn zum ersten mal sah, und das ist schon einige Jahrzehnte her. Es gibt viele gute und sehr gute Western, aber niemals hat mir irgendeiner El Dorado streitig machen können.

    Ich finde El Dorado um Längen besser als Rio Bravo, und habe nie verstanden, warum das bei den Kritikern immer umgekehrt gesehen wird.

    Schön zu lesen, dass ich da eine Seelenverwandte gefunden habe. =o)


    Für mich ist er zentral, weil er durch sein Thema einfach besticht. "El Dorado" ist ja auch ein Gedicht von E. A. Poe.

    "Sich beugen, ist eine Ehre. Sich beugen lassen, eine Schande."

  • Das Titellied ist toll, und Mississippi zitiert das Gedicht immer wieder auszugsweise. Das Thema ist ja tatsächlich schon in Rio Bravo umgesetzt worden, nur finde ich des in El Dorado besser gelungen. Ich finde den Revolvermann Cole interessanter als Sheriff Chance, ich finde Robert Mitchums Trunkenbold-Sheriff als Figuren-Ansatz gelungener als Dean Martins Stadt-Säufer (wobei ich Dean Martin eigentlich gerne sehe), Mississippi finde ich besser als den fast furchtbar perfekten Ricky Nelsons Colorado, die wilde Joey bringt auch noch mal zusammen zu den anderen den Touch des umgekehrten Klischees mit hinein, der Revolvermann des Bösewichts, McLeod, hat Ehre und Anstand, und am Ende (ich liebe dieses Ende) müssen die Helden tricksen, um zu Rande zu kommen. Zwischendurch lachen kann man dann auch noch.

    Das mag ich so an El Dorado: Es wird mit den gängigen Western-Versatzstücken gespielt und neu und anders zusammengebaut. Das macht ihn für mich interessanter und anders als Rio Bravo, obwohl das ja im Grunde zweimal die gleiche Grundhandlung ist.

  • Das Titellied ist toll, und Mississippi zitiert das Gedicht immer wieder auszugsweise. Das Thema ist ja tatsächlich schon in Rio Bravo umgesetzt worden, nur finde ich des in El Dorado besser gelungen. Ich finde den Revolvermann Cole interessanter als Sheriff Chance, ich finde Robert Mitchums Trunkenbold-Sheriff als Figuren-Ansatz gelungener als Dean Martins Stadt-Säufer (wobei ich Dean Martin eigentlich gerne sehe), Mississippi finde ich besser als den fast furchtbar perfekten Ricky Nelsons Colorado, die wilde Joey bringt auch noch mal zusammen zu den anderen den Touch des umgekehrten Klischees mit hinein, der Revolvermann des Bösewichts, McLeod, hat Ehre und Anstand, und am Ende (ich liebe dieses Ende) müssen die Helden tricksen, um zu Rande zu kommen. Zwischendurch lachen kann man dann auch noch.

    Das mag ich so an El Dorado: Es wird mit den gängigen Western-Versatzstücken gespielt und neu und anders zusammengebaut. Das macht ihn für mich interessanter und anders als Rio Bravo, obwohl das ja im Grunde zweimal die gleiche Grundhandlung ist.

    'Nuff said. Dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Das sind genau die Gründe, die ich auch anführen würde, warum es "El Dorado" bei mir auf Platz 1 geschafft hat.

    "Sich beugen, ist eine Ehre. Sich beugen lassen, eine Schande."