Der nette Praiot von nebenan.

  • Also da mir die Darstellung von "PGs" in Abenteuern und Büchern häufig sehr missfällt.
    Wollte ich mal wissen, wie so der handelsübliche PG bei euch aussieht?
    Sowohl PC als auch NPC Darstellung interessiert mich hierbei.
    Interessant wäre noch ob der gute in einer Prä-Borbarad&JdF Zeit oder in einer Post-Borbarad&JdF Zeit dargestellt wurde.
    Als Anregung (gerne auch zum drüber reden) hier eine kurze Vorstellung von meinem PG (Post Jdf)


    Der Gute ist im Arenenviertel von Gareth aufgewachsen und hat hier einiges mitgenommen und mitbekommen.
    Da sein Vater ein recht erfolgreicher Wagenmacher ist, der was besseres für seinen Sohn wollte, schickte er seinen Sproß an eine Schule von welcher aus sich der Geweihte in Richtung Praios und schließlich zur Weihe hinbewegte.
    Durch die Zwerstörung Gareths beim JdF hat sich seine Einstellung zur Magie etwas gelockert. MAgier der Weißen Gilde können sogar mal auf ein Getränk eingeladen werden.
    (Betrunkene kann man leichter verhören :lach: )
    Im Moment unterstützt er die Stadtwache bei der Befriedung der Altstadt, hierbei versucht er als Mittler zwischen den Ärmsten den Reichen/Adel und Praios zu fungieren.
    Wenn er mal Zeit hat findet man ihn auf der Rennbahn beim Wetten auf Pferde- und Wagenrennen, oder in einer Kascheme beim Brettspiel, auch hier gerne mit Einsatz.


    So euer Zug

    Jedes Bärenjunge schützt sich mit den Zähnen, seiner Mutter seines Vaters !

  • Ich beschreibe mal einen Praiot, den ich in einem Abenteuer habe auftauchen lassen. Einer der SC-Magier hatte trotz einem Arcanum Interdictum in Elenvina gezaubert, und wurde dabei erwischt (während des JdF) und entsprechend angeklagt.


    Auftritt Phexhilf von Bregelsaum und sein Zwillingsbruder Praioslieb. Phexhilf ist Praiosgeweihter, sein Bruder Praioslieb ein offener Phexgeweihter. Beide sind Juristen, und gehen für gewöhnlich gemeinsam Gerichtsfälle an, einer als Vertreter der Anklage, der andere als Vertreter des Angeklagten. Beide sind eher gemäßigte Vertreter ihrer jeweiligen Zunft. Phexhilf ist Anhänger einer der modernen Strömungen, die Motiv und sonstige Umstände der Tat berücksichtigt. Zusammen mit seinem Bruder klärt er im Vorfeld alle Details, ermittelt dabei so genau wie möglich, und beide, der Praiot Phexhilf und der Pherl Praioslieb tauschen sich dabei entsprechend aus, unterstützen den anderen jeweils mit ihren jeweils anders eingefärbten Ansichten, um so gemeinschaftlich dem am nächsten zu kommen, was die Wahrheit ist und so entsprechend Recht und Gerechtigkeit auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.


    Sobald der Fall dann entsprechend vor Gericht kommt, klagt Phexhilf (in den meisten Fällen übernimmt er die Anklage) auch entsprechend nur das an, was aufgrund seiner Ermittlungen in Hinsicht auf seinen Gerechtigkeitssinn auch tatsächlich verantworten kann, und fordert eine angemessen Strafe. Praioslieb (der zumeist die Verteidigung übernimmt) stimmt dem Antrag dann in der Regel zu, und so verkürzen beide zuweilen die Gerichtsverhandlungen.


    Im Falle der SC-Magierin haben so beide die Umstände durchleuchtet, festgestellt das tatsächlich ein Vergehen statt gefunden hat (die Magierin hat einen Paralysis gewirkt), dies aber dazu diente, ein Attentat zu vereiteln, das weitaus schlimmere Konsequenzen mit sich gebracht hätte, und so nannte der Praiot Phexhilf das ganze einen "minder schweren Fall" und plädierte lediglich auf eine Strafzahlung - was der Phexgeweihte Praioslieb unterstützte, und so dem Gericht wenig Optionen blieben. Die Strafe zahlte dann das (dank der Magierin gerettet) Opfer des Attentats...

  • Auch wenn die Namen eher nach Slapstick klingen finde ich das eine sehr schöne und stimmige Darstellung.
    Generell denke ich kann man den Praiotie, wesentlich Lebensfroher spielen als er häufig dargestellt wird. Die Traviageweihte ebenfalls.
    Sex, Drugs and Rock en Roll sind RAW für beide vollkommen im Bereich des Moralkodexes.

    Jedes Bärenjunge schützt sich mit den Zähnen, seiner Mutter seines Vaters !

  • Ich bin eigentlich einen eher umgekehrten Weg gegangen. "Der nette Praiot von nebenan" ist bei mir deshalb eine Ausnahme, weil Praioten für mich größtenteils aus dem Adel kommen und die Kirche für mich eine mächtige Institution ist (die mächtigste im Mittelreich neben dem Kaiserhaus), die auf Machterhalt aus ist. Das einfache Volk erkennt den Götterfürsten natürlich an, betet dann aber doch regelmäßiger zu anderen Göttern, da sie ihrem Leben näher stehen. Also Peraine (Bauern), Travia (Familien), Efferd (Fischer, Seeleute), Ingerimm (Handwerker), Phex (Händler) u.s.w.


    Aber genug der Pauschalisierungen. Was ich damit sagen möchte, bestimmte Aspekte des Parioten, etwa seine gehobene Herkunft, sind zwar stereotyp, aber eben passend zur mittelaventurischen Gesellschaft. Trotzdem muss ein Pariot ja nicht durch seine anti-magische, fanatische, rechtswahnhafte Art auffallen, dass ist für mich ein Aspekt der Vorurteile, der eher unbegründet ist (bzw. darin resultiert, dass Bannstrahler und Co. in ABs gerne als Antagonisten für häufig eher graue Heldengruppen eingesetzt werden).


    Jetzt zu meinem SC (nach Borbel, vor dem JdF) :
    Familie aus dem zentralmittelreichischen Hochadel, dritter Sohn eines traditionsbewussten, rondragläubigen Grafen. Ausgebildet in der Stadt des Lichts, Lehrling eines mächtigen Inquisitors, dem er zuarbeitet. Er ist sehr gebildet und ein Rechtsexperte, aber zugleich in der Freizeit ein Lebemann. D.h. er trinkt gerne, liest Gedichte, spielt Brettspiele, flirtet mit Frauen und so weiter. Außerdem versucht er, möglichst schnell innerhalb der Kirchenränge aufzusteigen und ist intrigant. Er hat im Grunde drei Konfliktlinien:
    1. die erste resultiert aus seiner Herkunft: von der traditionelle, ritterliche Lebenswandel seines Vaters hat er sich abgewendet, bzw. erachtet diesen als rückständig und scheinheilig.
    2. die zweite resultiert aus dem Lebenswandel: Geweihte haben natürlich Vorbildfunktion und repräsentieren die Kirche mit ihrem "strahlenden" Bild. Als Lebemann kann es da zu Spannungen kommen.
    3. die dritte Konfliktlinie resultiert aus dem Gebot der Wahrheit: da kann man als Intrigant Schwierigkeiten bekommen, wenn man nicht lügen darf.


    Wenn man will, kann man diese Konfliktlinien jeweils auch als Anti-Stereotypen für NSC-Geweihte nehmen:
    Zu 1: Der Praiot hat sich zwar klar der göttlichen Ordnung verschrieben, innerhalb dieser etablierten adeldominierten Welt gilt der Praiot aber als klar fortschrittlich. Er möchte vielleicht das Adelsrecht reformieren und dabei möglicherweise Mechanismen gegen Lehnsherren einbauen, die ihren Lehnseid mehr schlecht als recht einhalten.
    Zu 2: Hier ist der Anti-Stereotyp ja offensichtlich. Der Strahlemann hat eben auch dunklere oder grauere Seiten, die ihn sympathisch machen und dafür sorgen, dass man ihn an ungewöhnlichen Orten trifft.
    Zu 3: Dies passt vermutlich am wenigsten für NSCs, da der intrigante Praiot nah am Bild des typischen NSC-Antagonisten ist. Was man natürlich in der Darstellung betonen könnte, wenn man es nicht gleich negativ auslegt, ist dass dieser NSC nicht fanatisch ist und möglicherweise sogar unerwarteterweise dem Dieb oder Einbrecher der Gruppe entgegenkommt. D.h. das Beugen der Wahrheit muss der Abenteuergruppe zu gute kommen und darf nicht gegen die Gruppe gerichtet sein.

  • Da er hier jünst beschrieben wurde bzw. ich ihn beschrieben habe, verweise ich mal frech auf den QQ-Faden von Pyroalchi, wo mein Lieblingspraiot mitmacht.


    Generell gilt bei mir: Jeder Mensch ist erst einmal genau das: Ein Mensch. Es gibt jede Profession in allen Schattierungen, die sie prinzipiell hergibt und so gibt es natürlich auch freundliche Praiosgeweihte. Ich finde gerade die Praioskirche kann mit ihren doch unterschiedlichen Aspekten, die ja doch in verschiedene Richtungen weisen da eine große Bandbreite anbieten: vom leicht verschusselten Archivar, der in den Büchern nach Hinweisen auf verloren gegangene Artefakte oder eingelieferte gefährliche Artefakte katalogisiert, über Sherlock Holmes ähnliche Detektive, die der Wahrheit auf der Spur sind bis hin zum übernutzten "verbrennt sie alle, die sind böse" Bannstrahl-Fanatiker. Man muss sich nur überlegen, welcher Aspekt dem NSC/SC am wichtigsten sind und sich überlegen, wozu das führen kann...


    An NSC treiben sich da derzeit 3 herum:


    - Mirya von Rabenmund, Inquisitorin und Javeds Mentorin. Zusammengefasst am besten mit: Schnauze mit Herz. Eine resolute Frau, mit unbändigen Wahrheitsdrang, die solange an einer Sache dran bleibt, bis sie herausgefunden hat, was wirklich passiert ist. Gleichzeitig setzt sie sich aber auch für diejenigen ein, wo sie denkt, dass sie ungerecht behandelt werden oder "Da noch was zu machen ist".


    - Der Tempelvorsteher des Zweimühlener Tempels (von mir erfunden, in VeG findet er sich nicht), dessen Name in meiner Zettelei ist, den ich aber grad nicht parat habe. Ein sehr gestrenger Herr aus dem Greifenfurtschen, der nur wenig Spaß versteht und deftige Moralpredigten halten kann. Sehr auf Disziplin bedacht, konservativ und dem Bannstrahl nahe stehend. Trotzdem wird jeder zumindest erst mal angehört und hat ein Recht auf einen fairen Prozess. Wenn das aber gegen denjenigen aussgeht, dann sei es eben so. Doch egal was kommt, vor seiner Gemeinde steht er wie eine Wand und wenn jemand ein Problem hat, dann soll der erst mal mit ihm sprechen.


    - Äbtissin eines wieder aufgebauten Praiosklosters (die hat noch keinen Namen): Junge Adlige aus der Gegend, die noch voller Tatendrang und Idealismus ist und gern auch mal selbst mit anpackt. Geprägt durch JdF und die Wildermark und von der Wiederaufbaustimmung im Land eingenommen , ist sie eine progressivere Vertreterin ihrer Zunft. Vor allen Dingen ist sie eine Bäuerin (bzw. das adlige Pendant, die Gutsfrau) und daher ein wenig ins Abseits geschoben. Macht ihr gar nichts, denn hier kann sie etwas tun. Vom Typ her irgendwie kumpelhaft und kindlich und eigentlich deutlich zu jung für ihr Amt (weggelobt eben).


    Und apropos Praios: Es ist August und ich muss um 10.30 das Licht anmachen, weil es zu dunkel ist...Los Praiosscheibe, schein!

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Ich denke sogar, das mit den Geweihten geht zu wenig weit.


    Mein Lieblingspraiot ist der z.B. der ältliche Geweihte, der ganz in praiotischer Ordnung versunken einen streng geometrischen Kräutergarten zu Hause angelegt hat.


    Möglich wäre auch der junge, quirrlige Uhrmacher-Praiot, immerhin gehört auch die Zeitmessung zu Praios.


    Ebenso denkbar wäre ein dichtender Praiot, der sich quält, Gedichte mit immer gleicher Zeilenlänge zu fertigen.


    Ein besonderes Schmankerl wäre übrigens ein Praiot, der schon leicht genervt der örtlichen Hexe erklärt, das sie überhaupt nichts und schon gar nichts von irgendwem zu befürchten hätte, nur weil sie eine Hexe ist. Sie soll endlich aufhören, sich als Kräuterfrau zu tarnen und ihm helfen, seinen geometrischen Kräutergarten mit der selbstgebauten Sonnenuhr anzulegen. Und nebenbei noch mittels Hexenspeichel den verstauchten Fuss vom Müller heilen. Aber Pronto. Denn der Hofzauberer vom Baron gibt heute noch eine kleine Illusionsvorstellung vor der Burg.


  • Ein besonderes Schmankerl wäre übrigens ein Praiot, der schon leicht genervt der örtlichen Hexe erklärt, das sie überhaupt nichts und schon gar nichts von irgendwem zu befürchten hätte, nur weil sie eine Hexe ist.


    Das wäre in der Tat was interessantes.



    Sie soll [...] mittels Hexenspeichel den verstauchten Fuss vom Müller heilen. Aber Pronto.


    Hingegen fände ich mehr als fragwürdig. Ein Praiot, der jemand anderen zum Gesetzesbruch auffordert?

  • Es ist nur Gesetzbruch, wenn sie dafür Geld nimmt, da im Mittelreich ja Magier sich da Exklusivrechte "erarbeitet" haben. Magie wirken per se ist ja nicht illegal (außer natürlich Beschwörungen, Schadensmagie und die Verleitung zu Verbrechen mittels Beherrschung...hab ich was vergessen?) :laechel: .

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    - Immanuel Kant

  • Schadensmagie ist nicht mehr oder weniger illegal, als Leuten mit einer Keule auf den Kopf zu hauen. :zwinker:


    Aus dem Moralkodex für Praios-Geweihte:


    Quote from WdH,S.207

    Magieanwendung heißt er nicht gut, frevelhafte bekämpft er.


    Das zwingt ihn keineswegs, zu verhindern, daß sich der Müller von der Hexe behandeln läßt – der Praiospriester sollte aber nie zur Magieanwendung auffordern. Sie zu einer nicht-magischen Behandlung aufzufordern wäre natürlich wieder etwas anderes.

    „Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, daß die Beschwörung eines Humus-Elementars nicht ganz so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Aber wie, bei allen Zwölfen, kann man versehentlich einen Elefanten beschwören?“ (aus dem DSA4 Forum)

  • "Heißt nicht gut" ist ein wenig schwammig und erlaubt eine ganze Menge Auslegungen. Auch der profane ausgebildete Heiler "heißt nicht gut", wenn der Müller zur Dorfhexe geht, anstatt zu ihm. Andererseits wird er aber einen Verletzten zur Hexe schicken, wenn er selber so beschäftigt ist, das er einfach keine Zeit für die behandlung hat oder er weiß, das er die nächsten zwei Wochen nicht im Dorf ist.


    Die praiotischen Grundsätze lassen unglaublich viele Varianten zu. Z.B. ein Praiosgeweihter, der im Namen der Gerechtigkeit daran arbeitet, das Männer Kinder bekommen können - was ihn zuerst in den Wahnsinn und dann zu abartigen Praktiken und Experimenten treibt. Ganz ohne Pakt und ohne seinen Moralkodex wirklich zu verletzen - es wäre sogar ein irrer, Leichenteile sammelnder Praiosserienmörder möglich, der immer noch seine Wunder wirken könnte. Der Schutz von Leben ist immerhin kein Praiosgebot und wenn er vorwiegend an Verbrechern herumschnippselt, dann betreffen seine Untaten nicht mal Unschuldige. Wenn der die Opfer gar aus dem Gefängnis holt, dann hatten sie vorher sogar einen echten, praioswohlgefälligen Prozess. Besonders perfide, wenn der Praiosgeweihte als Verteidiger auftritt und ernsthaft für den Täter arbeitet, sobald er aber verurteilt wird anfängt zu schneiden.


    Ebenso bringt die Zeitmessung lustige bis verschrobene Praioswissenschaftler hervor, die entweder nach der perfekten "Götterzeit" forschen oder einfach alle göttergefälligen sechs Elemente in einem Zeitmesser vereinigt sehen wollen, also die ultimative Erz-Humus-Luft-Feuer-Eis und Wasseruhr bauen wollen - mit allen Konsequenzen. Wer allerdings nach der "Götterzeit" sucht und geistig umnachtigt tatsächlich am "Rad der Zeit" baut, hat sicher auch noch Zugriff auf volles Karma und alle Wundertaten, allerdings besitzt er dann vieleicht auch etwas, mit dem man die Zeit bis zum Äon der Griffonen zurückdrehen kann, wo Praios wahrhaft herrschte. Das dürfte Satinav nicht gefallen und würde das Ende der Gegenwart bedeuten - Praiso dagegen könnte erneut voll aufblühen. Ein schwieriger Konflikt unter Göttern und ein Endzeitszenario für das heutige Aventurien. Und immer noch alles ohne Magie, Dämonenschwemme und riesige Massenschlachten, die kaum zu spielleiten wären.


    Denkbar wäre auch ein Priester, der nur runde Formen für Göttergefällig hält ( immerhin ist die Praiosscheibe rund ) und das bringt einen kauzigen Geweihten in einem kugelförmigen Haus hervor, der seine Wege nur in kreisförmigen Bahnen zurücklegt. Oder ein praiotischer Baumeister baut nach den "Himmelsgesetzen" einen sehr sehr einsturzgefährdeten Tempel, da er keine Säulen einbaut ( der Himmel hat auch keine ) und eben auch keine Ecken, sondern Kurven verwendet. Wie verhindert man den Menschenauflauf bei der Eröffnung eines Tempels, der beim zwölften Gongschlag sicher einstürzen wird, weil er so instabil ist?


    Ein besonders intellektueller Geweihter könnte auch dahintersteigen, das Praios zwar Herrschaft und Hierarchie als Aspekt besitzt, aber nicht festgelegt ist, wer wann wie lange herrschen soll und wie festgelegt wird, wer diese Einteilung trifft. Also könnte er der Meinung sein, das nur das Los bestimmt, wer für eine bestimmte Zeit die Spitze der Herrscherpyramide und damit die Herrschaft inne hat. Auch diese Palette reicht vom harmlosen Trunkenbold im Gasthaus über den spinnerten und belächelten ältlichen Geweihten bis hin zum unglaublich charismatischen jungen Priester, der ein ganzes Dorf auf diese Art am Laufen hält, ohne gegen göttliche Gebote zu verstoßen.


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    Ein ganz besonderer Antagonist im Sonnenornat wäre übrigens ein Priester, der einen Federkiel besitzt, mit dem er tatsächlich "Gesetze" verfassen und ändern kann - und zwar ganz elementare Gesetze wie die Schwerkraft oder das elementare Gleichgewicht. Das gilt zwar nur in einem kleinen, abenteuertauglichen Bereich, aber auch hier wird nicht gegen die Gebote Praios verstoßen, alle Gesetze fallen in seine Zuständigkeit und vieleicht kommt der geweihte Federkiel ja tatsächlich vom Sonnengot. Der darf sich selber ja kaum einmal auf der Welt einmischen - aber seinen Geweihten kann er schon ab und an unter die Arme greifen. Vor allem wenn er durch solche "Gesetzesänderungen" Phex eines auswischt, weil Gegenstände keine Schatten mehr werfen oder die Nacht einfach nicht finster wird.


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    Das waren meine 50 cent. Bei allen Beispielen wurde auf Magie, Pakte und Dämonen verzichtet, die Geweihten dürften alle noch über Karma verfügen.

  • Es ist nur Gesetzbruch, wenn sie dafür Geld nimmt, da im Mittelreich ja Magier sich da Exklusivrechte "erarbeitet" haben.


    Gildenmagier haben das Exklusivrecht, magische Dienstleistungen anzubieten. So wie die Formulierung im WdZ bezüglich des CA steht ist da einiges an Interpretationsspielraum. Ob und welche Gegenleistung dafür erwiedert wird ist erstmal unerheblich. Ich kann eine Dienstleistung ja auch Gratis anbieten, damit ist es - theoretisch - immer noch eine Dienstleistung. Selbst wenn man eine kostenlose Dienstleistung nicht als Dienstleistung im SInne des CA betrachtet, ist die Aufforderung immer noch so zu verstehen, dass der Praiot die Hexe auffordert, das gesetzlich gesicherte Privileg der Gildenmagier zu umgehen. Nicht sonderlich praiotisch, diese Aufforderung.

  • Die praiotischen Grundsätze lassen unglaublich viele Varianten zu. Z.B. ein Praiosgeweihter, der im Namen der Gerechtigkeit daran arbeitet, das Männer Kinder bekommen können - was ihn zuerst in den Wahnsinn und dann zu abartigen Praktiken und Experimenten treibt. Ganz ohne Pakt und ohne seinen Moralkodex wirklich zu verletzen - es wäre sogar ein irrer, Leichenteile sammelnder Praiosserienmörder möglich, der immer noch seine Wunder wirken könnte. Der Schutz von Leben ist immerhin kein Praiosgebot und wenn er vorwiegend an Verbrechern herumschnippselt, dann betreffen seine Untaten nicht mal Unschuldige. Wenn der die Opfer gar aus dem Gefängnis holt, dann hatten sie vorher sogar einen echten, praioswohlgefälligen Prozess. Besonders perfide, wenn der Praiosgeweihte als Verteidiger auftritt und ernsthaft für den Täter arbeitet, sobald er aber verurteilt wird anfängt zu schneiden.


    So ein Praiot könnte in meinem Aventurien ganz sicher keine Karmaenergie regenerieren. Man darf nicht Gleichheit und Gerechtigkeit gleichsetzen (haha). Die Praioskirche ist auch die Kirche, die jedem seinen praiosgefälligen Platz zuweist und der ist nunmal der Platz in einer Lehnspyramide.
    Zudem ist ein "Praiosserienmörder" per Definition ein Verbrecher, da Mord ein Verbrechen ist. Du musst ihn schon "Praiosleichensammler" nennen, aber auch das dürfte als krasser Boronfrevel der zwölfgöttlichen Ordnung zuwider laufen und ebenfalls den Karmahahn zudrehen.


  • Ein besonders intellektueller Geweihter könnte auch dahintersteigen, das Praios zwar Herrschaft und Hierarchie als Aspekt besitzt, aber nicht festgelegt ist, wer wann wie lange herrschen soll und wie festgelegt wird, wer diese Einteilung trifft. Also könnte er der Meinung sein, das nur das Los bestimmt, wer für eine bestimmte Zeit die Spitze der Herrscherpyramide und damit die Herrschaft inne hat.


    Wie sollte er auf die Idee kommen? Und wie sollte er diese umsetzen, ohne gegen Praios' Gebote zu verstoßen? Es ist nunmal durch die praiosgefällige Ordnung festgelegt, wer herrscht bzw. wie bestimmt wird, wer herrscht. Im Mittelreich hinzugehen und die Lehensstruktur durch so ein cahotisches (und damit erzdämonisches) Los-System zu ersetzen ist ganz klar ein Bruch geltender Gesetze und damit ein Praiosfrevel...

  • Die praiotischen Grundsätze lassen unglaublich viele Varianten zu. Z.B. ein Praiosgeweihter, der im Namen der Gerechtigkeit daran arbeitet, das Männer Kinder bekommen können - was ihn zuerst in den Wahnsinn und dann zu abartigen Praktiken und Experimenten treibt. Ganz ohne Pakt und ohne seinen Moralkodex wirklich zu verletzen - es wäre sogar ein irrer, Leichenteile sammelnder Praiosserienmörder möglich, der immer noch seine Wunder wirken könnte. Der Schutz von Leben ist immerhin kein Praiosgebot und wenn er vorwiegend an Verbrechern herumschnippselt, dann betreffen seine Untaten nicht mal Unschuldige. Wenn der die Opfer gar aus dem Gefängnis holt, dann hatten sie vorher sogar einen echten, praioswohlgefälligen Prozess. Besonders perfide, wenn der Praiosgeweihte als Verteidiger auftritt und ernsthaft für den Täter arbeitet, sobald er aber verurteilt wird anfängt zu schneiden.

    So ein Praiot hätte unter Garantie mindestens ein Mal des Frevlers von Tsa und wäre damit nicht mehr so ohne weiteres in der Lage Liturgien zu wirken und wenn er an Leichen rumschnibbelt durchaus Boron gleich noch hinterher (Tsa und Boron sind ja eh das Dreamteam unter den Göttern, wenn man mich fragt). Nur, weil etwas das Gebot eines anderen Gottes ist und durch die eigenen Moralkodices nicht abgedeckt ist, heißt das ja noch lange nicht, dass man gegen einen anderen Gott freveln darf. Man muss sich nicht an dessen Gebote halten (Praiot, der in wilder Ehe lebt, würde sich z.B. nicht an Travias Gebote halten, aber auch keinen Frevel gegen die Göttin begehen). Natürlich könnte es einen derart durchgedrehten Praioten geben, der dieser Überzeugung ist, allerdings dann ohne Segen von oben.


    An dieser Stelle sei wieder einmal über offizielle Darstellungen von diversen Geweihtentypen gegrummelt, die permanen auch gegen die eigenen Kodices verstoßen und das bei denen zu überhaupt rein gar nichts führt. Nö, die machen das einfach. Aber ich soll meine Spieler mit Straf-Erschwernisse von +12 bestrafen, wenn sie sich mal zwischen Pest und Cholera entscheiden müssen und dann schweren Herzens ihre Geweihten gegen Gebote verstoßen lassen, um Kinder zu retten oder was dann eben immer kommt... :rolleyes2: .

    Ein ganz besonderer Antagonist im Sonnenornat wäre übrigens ein Priester, der einen Federkiel besitzt, mit dem er tatsächlich "Gesetze" verfassen und ändern kann - und zwar ganz elementare Gesetze wie die Schwerkraft oder das elementare Gleichgewicht. Das gilt zwar nur in einem kleinen, abenteuertauglichen Bereich, aber auch hier wird nicht gegen die Gebote Praios verstoßen, alle Gesetze fallen in seine Zuständigkeit und vieleicht kommt der geweihte Federkiel ja tatsächlich vom Sonnengot. Der darf sich selber ja kaum einmal auf der Welt einmischen - aber seinen Geweihten kann er schon ab und an unter die Arme greifen. Vor allem wenn er durch solche "Gesetzesänderungen" Phex eines auswischt, weil Gegenstände keine Schatten mehr werfen oder die Nacht einfach nicht finster wird.

    Nicht alle Gesetze sind unter Praios' Herrschaft. Dummerweise fallen gerade die Naturgesetze, die du genannt hast unter das "Mysterium von Kha".1.Sphäre, Gesetze der Welt in Adamant gefasst usw. Ein Versuch die auszuhebeln hat Satinav seine Dauerkreuzfahrt und Mada ihr hübsches Gefängnis als Strafen verschafft (so 12G-Mythos an den so ein Praiot ja glaubt, Magierpilosophen mögen hier anderer Auffassung sein :zwinker: ). Solche Artefakte würden die Ordnung der Welt aus den Fugen reißen und Ordnung ist ebenso ein Prinzip Praios'.

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Ich würds nicht so eng auslegen, selbst bei einem noch so mächtigen Zeitfrevel würde Praios kein Problem haben, so es ihm sein Herrscherzeitalter zurückbringen würde. Und mächtiger als Satinav wird er ja wohl sein.


    Welche Gesetze Praios jetzt genau unterstehen wäre eine prickelnde Ingame-Fragestellung, an der durchaus der eine oder andere Praiot während seiner Beweißsuche mental zerbrechen könnte. Immerhin reicht hier die Bandbreite der Meinungen von "vernünftige, gerechte, von Menschen verfasste Texte" über "alles was je von irgendwem als Gesetz verfasst wurde" bis hin zu "Dere ist ein Uhrwerk, und Präzision ist die Domäne des Praios, wie die Welt funktioniert, ist also Praios unterstellt".


    Man muss nur die Regeln und Gesetze entweder besonders frei oder besonders haarspalterisch auslegen, schon hat man wunderbar schrullige NPC oder fürchterliche Feinde. Und alle halten sich im Grunde an den Glaubenskodex.


    "Wer einen Apfel stiehlt, ist des Todes!" ( Sogar ein echtes irdisches Gesetz vom alten Griechen Drakon ) ist ein gerechtes Gesetz, denn jeder stirbt, egal ob Mann, Frau, Adeliger oder Bettler.
    Das macht das Gesetz nicht freundlich oder gut, aber Gut, Nett oder Sozial verträglich ist auch nicht im Portfolio des Praios.


    Gerade göttliche Wiedersacher ziehen ihren Schrecken daraus, das sie sich an die Regeln ihres Gottes halten, nur ihre Auslegung ist eben eng oder weit gefasst. Dennoch bekommen sie Karma. Auch Mord wird von Praios nicht verboten, und wer göttliche Vorgaben als wichtiger als menschliche Texttafeln interpretiert, verstößt nicht gegen die göttlichen Gebote. Es ist nicht einmal verboten, einem anderen 12er-Kult den himmlischen Bannstrahl auf den Deckel zu hauen.


    Solange nicht direkt gegen den Gott, dessen Verehrung und dessen Einflussbereich gearbeitet wird, wird er sich nicht grob an irgendwelchen Aktionen stören. Und da die Götter Zweckverbündete und keine Kumpel sind, werden keine Klagen kommen, wenn ein Kult schwächelt und der andere Gott dafür etwas mehr Karma in Alveran abgreifen kann.


    Übrigens: "Der Praiot sitzt mit der Hexe, dem Schelm und dem Zauberer in der Taverne und handelt eine vernünftige Marktlösung für verschiedene magische Dienstleistungen aus..." ist nicht der Beginn eines Witzes sondern gelebte Praxis in Aventurien. Niemand, der Zaubern kann, muss sich verstecken. Und der Bannstrahl hat mit der Praioskirche nichts zu tun. Der kocht sein eigenes Süppchen.

  • Die Sache ist die, das Praios das Ganze als Gott absolut beurteilen kann. Und von seinem Urteil hängt die Regeneration ab. Der Kodex ist dabei irrelevant - sonst hätten ganze Kulturen nicht existieren können, die gleichzeitig (!) zu Mada und Praios beteten (Shindra).

    Quote

    Und mächtiger als Satinav wird er ja wohl sein.

    Ewig ist nur Satinav - und dadurch ist er mächtiger als jeder Gott (einzig die Dämonin (H)eskatet kann ähnliches vollbringen - sie ist imho die personifizierte Zeitlosigkeit der Niederhöllen).

    Non serviam!


    Beherrscher des Kophtanischen Imperavi nach Zant...
    und lobet Thargunithread, die Herrin der Threadnekromantie!




  • Quote

    Und der Bannstrahl hat mit der Praioskirche nichts zu tun. Der kocht sein eigenes Süppchen.


    Das tut er wirklich und es ist nicht erklärbar, warum eigentlich, schließlich ist er ein Laienorden der Praioskirche und hat damit mit der Kirche, deren Moralkodex er vertritt und der er als Laienorden offiziell angehört, eine Menge zu tun. Zumal dann auch Akoluthen und Geweihte dem Orden neben den Laien angehören.

  • Man muss nur die Regeln und Gesetze entweder besonders frei oder besonders haarspalterisch auslegen, schon hat man wunderbar schrullige NPC oder fürchterliche Feinde. Und alle halten sich im Grunde an den Glaubenskodex.


    Die Frage ist, sprichst du hier aus der Perspektive dieser NSCs oder aus der des SL (~Praios).
    Wenn du aus der Perspektive der NSCs sprichst, würde ich dir Recht geben, da sind alle Auslegungen Schrullen denkbar, selbst absurde oder unwahrscheinliche, solange sie zu interessanten ABs führen (wie gesagt, typisch dürften sie auf keinen Fall sein und häufig werden sie mit geistigen Störungen verbunden sein).


    Wenn du aber aus der Perspektive von Praios sprichst (der all diese Schrullen und Merkwürdigkeiten toleriert und weiter Karmanerergie spendet) würde ich klar widersprechen. Die 12e sind keine Laisseze-Faire Götter, die alles zulassen, solange es irgendwie ihren eigenen Prinzipien entspricht, sondern sie achten auch auf die Prinzipien ihrer Geschwister. So etwas wie gezieltes Morden, Leichenschändung und Experimente an den Grundfesten Deres sind allgemein akzeptierte "No-Gos"*.
    Zudem würde so eine Praxis, wenn sie denn von dir so gemeint ist, eigentlich dazu führen, dass du auch SC Geweihten so ziemlich alles durchgehen lassen müsstest und dann kann man gleich ohne Moralkodex spielen. Denn irgend eine absurde Erklärung findet sich für jedes Verhalten.


    *D.h. wenn ich so etwas einbauen würde, würde das bei mir auch einem Konflikt in Alveran entsprechen. D.h. Praios würde sich dann z.B. mit Hesinde streiten, falls die von dieser "Weltuhr" erfährt. Auf jeden Fall ein sehr epischer Plot.

  • Sicherlich lässt gerade die Beschreibung der Götterwelt in DSA die meisten Interpretationen zu und wenn man ein Aventurien spielen will, wo so etwas möglich ist, dann findet man da sicherlich genug Hinweise darauf, dass das auch so ist.


    Ich schließe mich trotzdem Scaw an: Auf diese Weise habe ich die Götter Aventuriens auch noch nie gelesen. Als verrückte NSC geht so etwas natürlich immer (der mordende Tsageweihte, der unglücklichen Schicksalen zur Wiedergeburt und damit dem absoluten Neuanfang verhelfen möchte, der wirklich alles abschlachtende Korgeweihte, weil er glaubt, dass alles Schwache vernichtet werden muss, der ehrliche Phexgeweihte...ach, nee...die nicht). Dazu kommt, dass DSA eine Tendenz dazu hat, die eigenen Regeln in Abenteuern zu ignorieren, was durchaus den Eindruck erwecken kann, dass sie die Götter einen feuchten Kehricht um ihre Diener scheren. Trotzdem haben Geweihte einen Moralkodex und die Götter ja immer mehr als ein Prinzip und die sollten alle eingehalten werden.


    Bei Praios ist das nach dem Gesetz auch die Ordnung (und einige andere). Ein Geweihter, der lustig fluffig tötet, weil Praios ja Mord nicht explizit verbietet (wobei ein Legalist da wahrscheinlich hustend diverse Gesetzestexte vorkramen dürfte...), der fördert mit seinem Verhalten auch nicht gerade die Ordnung, immerhin lassen sich Menschen so ungerne umbringen und dann gibt es Aufstände und Chaos und...es ist einfach nicht schön :zwinker: .


    Was den Bannstrahl aber angeht: Da hat sich seit JdF einiges getan, muss man sagen. Die haben sich von "Muahaha verbrennt sie, sie kann zaubern...verbrennt sie gleich alle" zu einem sehr aufrecht gegen die SL und zu einer der wenigen ordnenden Kräfte in der Wildermark entwickelt und haben nicht mehr viel mit dem DSA3 Orden zu tun. Fanatisch sind sie zwar immer noch, aber nicht mehr so "over the top", wie das mal war. Ich glaube, die doch sehr ungehaltenen Reaktionen auf SidW hat da doch endlich mal einiges bewirkt.

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Ich tue mir als Spielleiter durchaus schwer "die Götter" zu spielen. Das hängt zum Einen damit zusammen, dass die Erschaffer der Welt einem die Wahrheit vorenthalten ("Haha, wir sagen Euch aber nicht, wer Rastullah wirklich ist"). Zum Andern gibt es noch andere Kontinente und auch wenn die Bewohner sich selten treffen verehrt man da ähnliche Götter. Entweder hat man diese Hintergrundbeschreibungen eben gelesen oder nicht und bemerkt dass Praios gar nicht sooo magiefeindlich ist oder eben nicht. :zwinker:
    Deshalb fällt es mir persönlich nicht leicht, als Praios zu urteilen und ziehe mich lieber damit aus der Affäre, dass der eine Sterbliche vielleicht gar nicht auffällt bevor er an Altersschwäche gestorben ist.


    Aber das ist nicht das eigentliche Thema.
    Mein netter Praiot ist eine Frau. Die Gute stammt aus einer einfachen Familie in Trallop und fand dort ihren Weg in den Praios-Tempel. Sie ist ausgesprochen hübsch, gut herzig und noch sehr jung. Praios ist die Gerechtigkeit und das Licht in der Dunkelheit. Vielleicht ist sie auch etwas naiv, aber sie glaubt fest daran, dass sich immer alles zum Guten wenden wird, wenn man auf Praios vertraut. Wenn sie eine Messe hält, ist der Tempel besser besucht als sonst und die Gläubigen hängen ihr an den Lippen (sie hat keine Ahnung, dass die meist männlichen Besucher eher ihren Blick an etwas anders heften). Natürlich ist sie schon sehr gespannt auf ihre erste Auslandsreise.

    I ♡ Yakuban.