Wie Handhabt ihr die Reaktion von "einfachen Gegnern" auf BHK-Angriffe?

  • Wie reagieren bei euch einfacher Gegner(die Meisterpersohn), sprich nur 1 Parrade pro KR auf einen Eingriff im BHK mit unterschiedlichen Waffen? Vor allem Raufen als "Eröffnung" und dannach erst die Waffe?

    "Weiß" der Gegner, dass es BHK ist und "fängt" sich den Raufen-Treffer um die Waffe zu kontern

    oder reagiert er einfach auf den ersten Angriff (Raufen) und hat dann beim "richtigen" Angriff Pech?


    Variiert ihr die Entscheidung beim ersten Mal BHK oder ob es bereits versucht wurde?

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben


    33% Powergamer 38% Buttkicker 75%Tactican 33% Specialist 79% Method Actor 75% Storyteller 46% Casual Gamer

  • Die versuchen - wenn sie nicht vorher diese Taktik schon gesehen und verstanden haben - den Raufenangriff zu parieren und bekommen den zweiten dann ab. Lernen dann mehr oder weniger schnell dazu und versuchen den anderen Angriff zu parieren.

    Erfahreneren Kämpfern oder welchen in dicken Rüstungen würde ich durchaus zugestehen, nicht auf diese Taktik reinzufallen, da ich allerdings recht großzügig wenigstens 1 Schip an Meisterpersonen verteile, haben die alle mehrere Verteidigungen.

  • Wie reagieren bei euch einfacher Gegner(die Meisterpersohn), sprich nur 1 Parrade pro KR auf einen Eingriff im BHK mit unterschiedlichen Waffen? Vor allem Raufen als "Eröffnung" und dannach erst die Waffe?

    "Weiß" der Gegner, dass es BHK ist und "fängt" sich den Raufen-Treffer um die Waffe zu kontern

    oder reagiert er einfach auf den ersten Angriff (Raufen) und hat dann beim "richtigen" Angriff Pech?


    Variiert ihr die Entscheidung beim ersten Mal BHK oder ob es bereits versucht wurde?

    TL;DR unterschiedlich

    1. einfache Gegner haben bei mir auch unendlich viele Paraden; alles andere finde ich lächerlich.

    2. einfache Gegner werden das aber eventuell nicht erwarten und daher den zweiten Treffer kassieren. Hängt davon ab, wo ich mich spontan reinrede :)

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen zweiten Eisenhower benötigen... :)

    Edamus meridiem!

    Jetzt wird Rom zurückgetrieben...

  • Da die Angriffe in der selben Aktion (dem selben Zeitfenster), auf die reagiert werden darf stattfinden, erlaube ich es SCs wie auch NSC immer den "Gefährlicher" anmutenden Angriff abzuwehren. In deinem Beispiel würde sich ein Kämpfer auf die Waffe konzentrieren.

    Ein Ritter in meiner Runde führt einen Großschild als zweite Angriffswaffe (BHK 2 und Beidhändigkeit) und er hat es geschafft damit einen Wächterzombie zu enthaupten, da dieser "nur" das Langschwert verteidigte.

  • Wie reagieren bei euch einfacher Gegner(die Meisterpersohn), sprich nur 1 Parrade pro KR auf einen Eingriff im BHK mit unterschiedlichen Waffen? Vor allem Raufen als "Eröffnung" und dannach erst die Waffe?

    "Weiß" der Gegner, dass es BHK ist und "fängt" sich den Raufen-Treffer um die Waffe zu kontern

    oder reagiert er einfach auf den ersten Angriff (Raufen) und hat dann beim "richtigen" Angriff Pech?


    Variiert ihr die Entscheidung beim ersten Mal BHK oder ob es bereits versucht wurde?

    Einer der Gründe warum ich mit der Optionalregel spiele das NSCs auch mehrfach parieren dürfen. Grundsätzlich würde ich aber die NSCs immer versuchen lassen die Raufen Attacke zu parieren, die Chance dass der Gegner sich beim Angriff selbst verletzt rechtfertigt den Malus von -3 auf die Parade der Hauptwaffe meistens. Ausnahme wenn der NSC sehr defensiv kämpfen will, dann würde ich die Raufen Attacke vielleicht durchgehen lassen.

  • Ich weiß warum Killerpranke das angeschnitten hat.


    In unserer Spielerunde gestern kam das nochmal vor, dass mein Ritter seine Beidhändigkeit auch nutzt und dann mit der freien Hand zuschlägt bevor ein Hieb folgt. Da kamen gleich Flashbacks von einem Turnier, wo er mit der gleichen Taktik Schildschläge mit Schwerthieben kombinierte und so effizient die Verteidigung des Gegners reduzieren konnte.

    Schild, Schwert + Finte und noch den Abzug von 3 auf die Verteidigung sind da echt schon eine Menge.

    Und da kann ich verstehen, dass man das als "broken mechanic" wahrnimmt.


    Ich finde das sollte man wirklich vom Gegenüber abhängig machen, wie er darauf reagiert. Ein 08/15 Kämpfer wird instinktiv den ersten Schlag abwehren. Das Muskelgedächtnis ist echt stark und man muss sich darauf konzentrieren dem Impuls nicht nachzugeben einen Schlag abzuwehren.

    Das würde ich einem erfahrenen Kämpfer und Taktiker zugestehen oder auch einem einfachen Kämpfer, wenn das ständig passiert.


    Das vorher dem Meister anzukündigen würde ich auch nur, um ehrlich zu sein, wenn der Meister das trennen kann.

    In unserem Beispiel von gestern hat ein Ritter gegen einen Goblinjäger gekämpft und ich hätte ein Veto eingebracht, wenn der Goblin in der Lage gewesen wäre den erstmaligen Fausthieb als Finte zu erkennen und den gewähren lässt, damit er den antizipierten Schwerthieb unmodifiziert parieren kann.


    Ich gebe auch zu, dass ich mehr nach Szene als nach Effizienz kämpfe.

    Ich setze einem fliehenden Gegner nicht nach, ich drohe, ich trete und setze Schulterstöße, wechsle ggf. die Waffe und versuche mich auch an Kampftechniken, die nicht die Reduktion von LeP als Ziel haben.

    Dann wird auch mal ein Fausthieb reingestreut, obwohl ein zweihändig geführtes Langschwert mit Wuchtschlag I effizienter gewesen wäre.

  • ? Vor allem Raufen als "Eröffnung" und dannach erst die Waffe?

    "Weiß" der Gegner, dass es BHK ist und "fängt" sich den Raufen-Treffer um die Waffe zu kontern

    oder reagiert er einfach auf den ersten Angriff (Raufen) und hat dann beim "richtigen" Angriff Pech?

    Da man anders als beispielsweise bei der Verteidigungshaltung "Wenn sich ein Kämpfer in die Verteidigungshaltung begibt, ist dies für andere Kampfteilnehmer

    ersichtlich" (RW S. 250) keine offensichtliche Kampfstellung einnimmt, kann der Gegner das wohl nicht voraussehen.


    Der Überraschungsangriff wird jedoch teuer erkauft, da man beim ersten Angriff das volle Risiko eines Waffenlosen Angriffs trägt. Nur wenige Kämpfer werden deshalb zuerst mit der Faust zuschlagen. Da in DSA 5 jeder der nicht gerade eine Zweihandwaffe trägt "BHK" nutzen kann und es zudem überragende Kämpfer mit multiplen Verteidigungen gibt (und man nie weiß, wer so ein besonderer Kämpfer ist :evil: ), sollte man sich die zusätzliche Waffenlose AT gut überlegen.


    Beim ersten Versuch werden wohl einige Gegner auf den "Trick" (besser ausgedrückt: dämliche Aktion! Wer schlägt freiwillig mit der blanken Faust in eine potenziell tödliche Waffe?) hereinfallen. Aber spätestens wenn sie ein, zwei mal die Waffe danach abbekommen haben, werden sie wohl ihren Kampfstil anpassen.


    Erfahrene Kämpfer erkennen aber vermutlich gängige Spezialmanöver und solche die in ihrem Umfeld (Region, Profession, etc.) üblich sind -> wenn Spezialmanöver, dann kommt sicher keine BHK AT. Wenn ein Faustschlag die Runde eröffnet und kein besonders heftiger oder spezieller Angriff ist, werden wohl insbesondere gut gerüstete Gegner (aber nicht nur solche) die AT durchlassen, weil sie zu Recht vermuten, dass da noch ein Angriff mit der Waffe folgt.


    In allen Fällen ist das natürlich ein Spiel mit dem Risiko. Man kann nie sicher sein, was die Kämpfer machen werden und das gilt natürlich auch für den Gegner (der eine pariert AT1, der andere AT2 und der dritte macht vielleicht etwas völlig unvorhergesehenes (z.B. geht statt zu parieren in den Vorstoß oder nimmt die Einladung für ein fast risikofreies VT Manöver an - viel Schaden muss man bei einem Faustschlag nicht fürchten...).


    Allgemein gilt einer Waffe sicherlich die höchste Aufmerksamkeit und je gefährlicher diese ist, desto mehr.

    Edited 2 times, last by x76 ().

  • Es geht mir nicht um die Vor- oder Nachteile eines solchen Verhaltens. Sondern wie ihr als Meister mit dem Wissen umgeht, da der Spieler den BHK ja ansagen muss und somit der Meister "gewartn" ist...

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
    Eis will keine Starre, es will Geduld und Warten.
    Eis zerstört nicht, es bewahrt.
    Kälte bringt nicht Schmerz, sie sucht Stärke.
    Kälte ist nicht Leid, sie gebiert Hoffnung.
    Kälte fordert kein Leben, sie prüft es.
    Sein Zorn jedoch, so entfacht
    ist Tod, ist Starre, ist Zerstörung.

    Seine Strafe: Schmerz, Leid und Verderben


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  • Es wird zwar als beidhändiger Angriff angesagt aber die Angriffe folgen hintereinander.

    Anders bei der einen KSF für den beidhändigen Kampf, wo explizit gesagt wird, dass beide Hiebe zeitgleich kommen.

    Daher würde ich davon ausgehen, dass der Gegner erst nur den ersten Angriff kommen sieht.

    Ein Fechtmeister hingegen könnte vielleicht erahnen, dass aufgrund der Körperhaltung ein zweiter Hieb folgen wird.

    Zumindest so lange, wie der Kontrahent nicht Beidhändiger Kampf auf II hat.

  • Es wird zwar als beidhändiger Angriff angesagt aber die Angriffe folgen hintereinander.

    Anders bei der einen KSF für den beidhändigen Kampf, wo explizit gesagt wird, dass beide Hiebe zeitgleich kommen.

    Die Angriffe können hintereinander folgen, müssen dies jedoch nicht.

    Generell schreibt das RGW das eine KR ein Zeitraum von 3-5 Sekunden einnimmt, auf den SC runtergebrochen beinhalten diese 3-5 Sekunden seine beiden Angriffe und eine etwaige freie Aktion.

    Für 2 völlig unabhängige Angriffe wäre dies ein sehr knapp bemessenes Fenster. (Selbst wenn man von Hollywood/Fantasy Schwertkämpfen ausgeht.)


    Außerdem handelt es sich ausdrücklich um die selbe Aktion, die selbe komplexere Handlung. Es sind nicht 2 unabhängige Schläge, sondern 2 Schläge die in Abhängigkeit zueinander ausgeführt werden, die Treffer können zwar versetzt passieren aber bei einem Kampf gegen einen Axtträger nehme ich lieber einen Faustschlag hin, um mein Kurzschwert zwischen meinen Kopf und die gehobene Axt zu bringen.


    Ein ungeübterer Kämpfer würde mMn nur eher den Faustschlag nicht kommen sehen, weil er zu fixiert auf den Waffenarm mit der tödlichen Waffe ist und nicht mit soetwas rechnet.

  • In meiner Vorstellung ist die INI der entscheidende Faktor, wer den Kampf besser "liest".

    Gegner, die mit der INI vor dem Helden lagen, dürften von Anfang an wählen welchen Angriff sie parieren wollen.

    Andere müssten diese Lektion wohl erst lernen, was aber jedem Kulturschaffenden rasch gelänge.


    Konjunktiv?

    Ja, ich bin auch eher ein Freund der 'heldenhaften' PA für Gegner, also +-0; -3, -6

  • Die Angriffe können hintereinander folgen, müssen dies jedoch nicht.

    (...)

    Für 2 völlig unabhängige Angriffe wäre dies ein sehr knapp bemessenes Fenster. (Selbst wenn man von Hollywood/Fantasy Schwertkämpfen ausgeht.)

    (...)
    Außerdem handelt es sich ausdrücklich um die selbe Aktion, die selbe komplexere Handlung. Es sind nicht 2 unabhängige Schläge, sondern 2 Schläge die in Abhängigkeit zueinander ausgeführt werden, die Treffer können zwar versetzt passieren aber bei einem Kampf gegen einen Axtträger nehme ich lieber einen Faustschlag hin, um mein Kurzschwert zwischen meinen Kopf und die gehobene Axt zu bringen.

    Das wollte ich zuerst auch schreiben, doch als ich mir den Regeltext vorher nochmal genau angesehen habe wurde klar, dass diese immer nacheinander erfolgen denn:


    "Sollte der Kämpfer einen Patzer würfeln, so kann er keine zweite Attacke würfeln. Würfelt er den Patzer erst bei der zweiten Attacke, dann gilt die erste dennoch als gelungen." (RW S. 238)


    Es gibt also eindeutig eine erste AT und entsprechend folgen dann auch die üblichen Regeln. Gelingt eine AT muss man sich entscheiden, ob man eine Verteidigung einsetzt oder nicht. Man kann keine AT für später "speichern" und sich erst am Ende entscheiden (egal ob die z.B. durch BHK kommen oder durch mehrere Gegner).


    BHK Angriffe erfolgen zwar in einer Handlung, aber nie gleichzeitig.



    Sondern wie ihr als Meister mit dem Wissen umgeht, da der Spieler den BHK ja ansagen muss und somit der Meister "gewartn" ist...

    Das gilt aber umgekehrt genauso und egal welche Lösung ihr wählt, es betrifft NSC wie auch SC gleichermaßen.


    Die einzige sinnvolle Antwort "es gibt kein festgelegtes Verteidigungsmuster" - weder von den Regeln, noch irgendwelchen ingame Gründen. Individuelle Entscheidung durch individuelle Situation.


    Wenn ein Held mit seinem Dolch zuerst angreift und erst später sein Kamerad mit der Ochsenherde, pariert der NSC dann auch immer den Dolch "weil erste AT"? Das ist auch nichts anderes. Auch hier weiß der NSC nicht, ob der Kamerad mit den Ochsenherde überhaupt zuschlagen wird oder etwas ganz anderes macht. In den meisten Fällen schätzt auch ein NSC das Risiko ab und entscheidet sich dann ob er handeln will oder nicht.

    Edited once, last by x76 ().

  • Das wollte ich zuerst auch schreiben, doch als ich mir den Regeltext vorher nochmal genau angesehen habe wurde klar, dass diese immer nacheinander erfolgen denn:


    "Sollte der Kämpfer einen Patzer würfeln, so kann er keine zweite Attacke würfeln. Würfelt er den Patzer erst bei der zweiten Attacke, dann gilt die erste dennoch als gelungen." (RW S. 238)


    Es gibt also eindeutig eine erste AT und entsprechend folgen dann auch die üblichen Regeln. Gelingt eine AT muss man sich entscheiden, ob man eine Verteidigung einsetzt oder nicht. Man kann keine AT für später "speichern" und sich erst am Ende entscheiden (egal ob die z.B. durch BHK kommen oder durch mehrere Gegner).


    BHK Angriffe erfolgen zwar in einer Handlung, aber nie gleichzeitig.

    Das widerspricht meinem Beitrag nicht, nur weil die Würfel nacheinander gerollt werden müssen, heißt dies nicht, dass dies innerweltlich ebenfalls nacheinander geschieht. Eine Verteidigung wird auch erst nach dem erfolgreichen Angriff gewürfelt, was aber nicht heißt das nicht auch eine misslungene Attacke einen gelungenen Verteidigung abbildet, warum der Angriff misslingt wird nicht verregelt, das ist der Fantasie überlassen.

    So sieht es auch mit den 2 Angriffen in der selben Aktion aus.

    Diese Regelung gilt glaube ich auch eher, um es mit dem KS gleich zu halten (Balancing).

    Da sagst du es ja selber, erst wenn die Attacke gelingt muss man sich entscheiden, das heißt ich kann immer die Waffe parieren die mir gefährlicher erscheint, egal ob ich vorher schon eine Attacke abbekam oder nicht.

    BHK muss nichtmal angesagt werden, d.h. ein Angreifer kann auch erst nach der ersten Attacke entscheiden ob eine 2te folgen soll (außer er hat ein Spezialmanöver verwendet). Das heißt dennoch nicht, dass der Schaden nicht auch gleichzeitig verursacht werden kann.

  • BHK Angriffe erfolgen zwar in einer Handlung, aber nie gleichzeitig.

    Genau. Der Verteidiger weiß auch nicht, ob die andere AT (Waffe) überhaupt gelingt.

    Die einzige sinnvolle Antwort "es gibt kein festgelegtes Verteidigungsmuster" - weder von den Regeln, noch irgendwelchen ingame Gründen. Individuelle Entscheidung durch individuelle Situation.

    So würde ich es handhaben. Verteidigt der NSC den Faustschlag mit einer Waffe, tut dies dem Angreifer schon weh... Dann misslingt vielleicht die zweite AT... spätestens wenn das Schwert aber trifft, würde mein NSC entweder die Faust kassieren und das Schwer parieren (bitte nur mit einem r, egal wie heftig die Waffen aufeinander krrrrrachen).

    Oder: Er sieht ein, dass der andere Überlegen ist und flieht/ ergibt sich.


    Wenn ein Held mit seinem Dolch zuerst angreift und erst später sein Kamerad mit der Ochsenherde, pariert der NSC dann auch immer den Dolch "weil erste AT"?

    Gutes Beispiel. Die erste nicht parieren kann auch in die Hose gehen, wenn der mit der Ochsenherde daneben schlägt... Hängt von vielen Faktoren ab...

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • das heißt ich kann immer die Waffe parieren die mir gefährlicher erscheint, egal ob ich vorher schon eine Attacke abbekam oder nicht.

    Wenn Du eine Entscheidung treffen kannst, nachdem Du getroffen wurdest, ist der zweite Angriff zwangsweise später dran (sonst wärst Du schließlich nicht bereits getroffen worden). Kämen die Angriffe wirklich gleichzeitig, dann hätte man bei zwei gelungenen AT die Wahl, welche man parieren möchte. Da die Angriffe jedoch nicht gleichzeitig kommen, muss man sich entscheiden, ob man den Angriff zu Gunsten einer erhaltenen VT durchlässt oder nicht.


    Deshalb macht es auch


    heißt dies nicht, dass dies innerweltlich ebenfalls nacheinander geschieht.


    innerweltlich keinen Sinn, dass die Angriffe nicht nacheinander erfolgen. Trifft der erste Angriff und führt beispielsweise zu einer Verletzung (wie Schmerz), dann ist die spätere Abwehr erschwert. Würden sie gleichzeitig eintreffen, wäre das nicht der Fall.


    Innerweltlich ist es ganz klar: der Faustschlag sorgt für so viel Schmerz, dass man vielleicht genau deshalb das Schwert nicht mehr abwehren konnte...


    Das man innerweltlich sehr wohl gleichzeitig handeln (auch treffen oder getroffen werden) könnte ist natürlich ebenfalls klar - aber nicht im Zuge des Kampfsystems (in DSA 5 gibt es anders als in DSA 4 niemals gleichzeitige Handlungen).

    Edited once, last by x76 ().

  • Trifft der erste Angriff und führt beispielsweise zu einer Verletzung (wie Schmerz), dann ist die spätere Abwehr erschwert. Würden sie gleichzeitig eintreffen, wäre das nicht der Fall.

    Fügt der erste Angriff lediglich SP zu, und der 2te fügt erst Schmerz hinzu, so könnten beide gleichzeitig getroffen haben.

    Nur weil die Regeln es nicht abbilden heißt es nicht das es inneraventurisch unmöglich ist. Regeln sind Werkzeuge!

    Anderes Beispiel:

    Wenn ich nun 2 Waffen führe mich aber dafür entscheide mit dem ersten Schlag Wuchtschlag 2 + Hammerschlag einzusetzen (Basismanöver +Spezialmanöver) heißt das auch nicht das meine 2te Waffe in meiner anderen Hand völlig untätig war, ich kann den Hammerschlag so darstellen, dass die 2te Waffe auf die erste niedersaust und so die zusätzliche Wucht entstanden ist...


    Der Kampf ist nicht nur ein Statisches AT vs. PA gekloppe. Die Kontrahenten umkreisen sich falls möglich, tauchen unter Schlägen weg und holen zum Gegenschlag aus.

    Ich steh nicht 1 Sekunden am gleichen Platz wenn ich mit Nahkampfwaffen kämpfe, es geht vor zurück, nach rechts nach links.

    Und wenn der Gegner mich verfehlt, so kann das entweder sein versagen oder aber auf meine Überlegenheit gemünzt werden...


    Ich seh bei euch den Kampf irgendwie gerade so ablaufen:


    Meister = X; Spieler 1 (Rondrageweihter) = A; Spieler 2 (Magier) = B; Spieler 3 (Blutgruben Gladiatorin) = C


    X: "C du bist dran"

    C: "Ich schlage mit Haupthandwaffe Kunchomer zu." *würfelt eine 11*

    "Treffer!"

    X: "Der Bandit verteidigt sich." *würfelt 14* "Du darfst Schaden machen!"

    C: *Würfelt eine 4* "8 TP! Ich will auch noch mit meinem Panzerarm zuschlagen!"

    X: "Gut - der Bandit schreit vor Schmerz, Würfel auf Raufen!"

    C: *würfelt eine 9* "Treffer!"

    X: "Würfel deinen Schaden"

    C: *würfelt eine 2* "3TP"

    X: "A du bist dran"


    Ich bin B und bin eingeschlafen bevor ich an die Reihe kam😆

  • Ich denke x76 hat Recht. :cool:

    Einziges Gegenargument, das ich sehe, steht im Beispiel:

    Quote
    Er kann mit den beiden Äxten gleichzeitig innerhalb

    einer Aktion zuschlagen, muss jedoch jeden Schlag einzeln
    als Attacke auswürfeln. Der Attackewert des ersten Schlags
    mit seiner Rechten ist um 2 erschwert, da es nicht leicht
    ist, zwei Äxte gleichzeitig zu führen.

    Die Logik gebietet dennoch, dass die Schläge nacheinander erfolgen:

    A beeinflusst B, B beeinflusst A aber nicht. (Patzer)

    B kann sogar gegen andere Gegner gehen, z.B. falls A bereits tödlich trifft.

    A und B können unmodifiziert mit regulären Verteidigungen (-0, -3) abgewehrt werden, auch mit einer Waffe.

    Anders als x76 annimmt: nehme ich an, dass Doppelangriff genau der gesuchte Vorgang des gleichzeitigen Treffens ist. Hier kann zwar noch immer mit einer Waffe jeder einzelne Treffer abgewehrt werden, aber -2 und -3-2 erschwert - also offensichtlich ein größeres Logistik-Problem für den Verteidiger, als BHK, der so (vergleichsweise einfach) abgewehrt werden kann, wie zwei unterschiedliche Angriffe in unterschiedlichen INI-Phasen


    "Gleichzeitig" bei BHK ist daher in meinen Augen als "im gleichen INI-Intervall" oder "in der gleichen Aktion" zu deuten.


    Ergo kommen die Angriffe hinter einander und ergo muss sich der Verteidiger (v.a. wenn er nur 1 Verteidigung hat, aber auch wenn er -3 auf eine zweite Verteidigung mit einkalkuliert) nach dem ersten Treffer von BHK entscheiden, ob er ihn verteidigen will oder nicht.


    Für mich wird dann erst fragwürdig, wie sich das im [verbesserten] Doppelangriff fortsetzt.

    Klar ist, dass die PA jetzt -2 und ggf. -5 erschwert sind, fraglich ist ob sich an den Grundregeln von BHK etwas ändert. Laut Regeln RWA werden nämlich eigentlich nur Werte modifiziert (I. AT -2 II. AT+2, keine Vert.; I.&II.PA-2 [-3]).

    Jetzt im Scriptorium: Die Kinder des 23sten Ingerimm

    Ich habe keine Macken, das sind special effects!

    Edited 2 times, last by E.C.D. ().

  • Ich seh bei euch den Kampf irgendwie gerade so ablaufen:

    [...]

    Nur aus Interesse eines noch nicht sehr erfahrenen Meisters mit nicht sehr erfahrenen Spielern.. Wie würde der Kampf denn bei dir an dieser Stelle ablaufen? (Ich hoffe das geht jetzt nicht schon zu sehr am Thema vorbei ^^')

    DER NAMENLOSE - 12 Buchstaben, nachdem die Zwölfe ihm seinen Namen Buchstabe für Buchstabe nahmen (WdG8). Zufall?