Pakete in DSA5

  • Ja, in vielen Publikationen (AMA 1-3; RSHs; Glaube, Macht und Heldenmut) kommen natürlich weitere Traditionen dazu, sowie Errata zu Alten (Kampfseminar zu Andergast z.B.)

    Zauberstil wurden, als Fokusregel, hinzugefügt ja ziehen sich durch AMA 1-3.


    Aber Stile würde ich weniger als Paket bezeichnen, diese muten mMn eher wie Sonderfertigkeiten an, denn als ein Paket aus mehreren Vorzügen.

  • Wie empfindet ihr die Pakete?


    Doch heißt das, es gibt keine Pakte mehr in DSA5? Nein, das heißt es nicht. Ein Beispiel dafür sind die Traditionen und Stile.

    Für mich sind das keine Pakete (bestenfalls Minibündel). Das die Stile, Traditionen etc. unterschiedlich gut sind bezweifelt wohl niemand und das manche leider ziemlich schlecht zusammen gestellt sind wohl auch nicht.


    Aber im Gegensatz zu den richtigen Paketen, haben diese Minibündel keine weitreichenden Auswirkungen. Auch mit der schwächeren Wahl ist man kein Held, der hoffnungslos abgeschlagen ist, der nichts kann und keine Zukunft hat. Die R/K/P Kombis in DSA 4 hatten da ein völlig anderes Kaliber!


    Einfach gesagt Deine "Pakete" ruinieren kein Spiel und wer mit maximaler "Effizienz" Regelungen ausnutzen möchte tut dies in jedem Spiel. Einzig von einem Spiel mit völliger Balance würde er wohl die Finger lassen. ;)


    Ich finde den einzigartigen Charakter, den die Minibündel ermöglichen eine feine Sache und heule sicher nicht weil ich "ne Wildkatze habe und ein anderer eine Jägerin". Hätte ich eine Jägerin spielen wollen, hätte ich eine Jägerin generiert.


    Zum Dilettant: der ist weder ein Akademiker, ein Sumuknecht, eine Schwester noch sonst irgendein Mitglied im Club, sondern ein völlig freier Typ der zaubern kann und diese Freiheit darf auch etwas kosten (und ist wohl der Hauptgrund warum man einen Dilettant spielt).

  • x76

    Aber im Gegensatz zu den richtigen Paketen, haben diese Minibündel keine weitreichenden Auswirkungen

    Einfach gesagt Deine "Pakete" ruinieren kein Spiel

    Nun, deine Definition von Pakete scheint mir zu sein, dass sie weitreichende Auswirkungen haben und das Spiel ruinieren. Ich weiß nicht, ob das notwendig der Fall ist.

    Vielleicht formulierst du das aber nur so, weil Scoon mit seinem Beitrag impliziert, dass die neuen Pakete schlecht sind.


    Pakete sind es definitiv: Du willst eine Scheibe Käse? Bekommst du nur, wenn du auch die Scheibe Brot dazu isst!


    Man hätte theoretisch ein anderes Format wählen können, aber ich finde die Pakete da gar nicht so schlimm (an sich), denn sie verkörpern halt den Fluff. (Zauberer kommen mit unterschiedlichem Bann des Eisen daher usw.)


    Hätte ich sie genau so gemacht? Sicher nicht ^^ aber meine Vorstellung mag zu offtopic sein.


    Geron Sturmkind

    Spielt man ohne Regel zum freien Kauf von eSF sind das natürlich auch Pakete :) aber in diesem Fall muss man keine Nachteile mit kaufen, sondern nur fehlende Vorteile als Opportunitätskosten (wenn z.B. eine eSF so schlecht ist, dass sie wie ein verlorener Slot ist)

  • x76

    Auch die DSA4.1-Pakete haben kein Spiel ruiniert und dennoch sind diese ein wesentlicher Kritikpunkt der letzten Edition. Ob Du Traditionen und Stile jetzt als Mini-Bündel statt Pakete bezeichnest, ändert nichts an der Aussage, dass manche davon stärker und manche davon schwächer sind. Darum geht es ja bei der Paketkritik. Ab welchen Punkt das als Relevant empfunden wird, ist natürlich eine ganz individuelle Wahrnehmung. Amüsanter Weise sind häufig die Rollenspieler, welche sich gerne darüber echauffieren, wie unbedeutend gewisse Unterschiede bei den Regeln für die Charakterwahl sind, die ersten, die dann darüber rumheulen, wenn sich ein böser MinMaxer einen starken Charakter gebastelt hat, obwohl Werte doch eigentlich so irrelevant sind. Finde den Fehler. ^^

    Edited once, last by Scoon ().

  • Spielt man ohne Regel zum freien Kauf von eSF sind das natürlich auch Pakete :) aber in diesem Fall muss man keine Nachteile mit kaufen, sondern nur fehlende Vorteile als Opportunitätskosten (wenn z.B. eine eSF so schlecht ist, dass sie wie ein verlorener Slot ist)

    Aber du bezahlst ja jede SF einzeln, also sind die Stile als Paket wieder runterrechenbar, und das SF andere SF voraussetzen ist nichts was erst durch Stile hinzukam. Der Wuchtschlag ist auch kein Paket, weil dieser dir erlaubt den Hammerschlag zu kaufen.

  • Mir scheint das mit den Paketen ein wenig falsch verstanden zu werden. Der Kritik an den Paketen war nicht der, dass es eine Zusammenstellung war, sondern der, dass man für die AP teilweise gefühlt, teilweise rechnerisch einen unterschiedlichen Gegenwert bekommen zu haben. Auf diesen unterschiedlichen Gegenwert bezog ich mich, als ich von Paketen in DSA5 sprach und daher auch Stile mit einbezog. Also versteift euch bitte nicht auf die Wortbedeutung der Pakete i.S. von Zusammenstellung.

  • Der Kritik an den Paketen war nicht der, dass es eine Zusammenstellung war, sondern der, dass man für die AP teilweise gefühlt, teilweise rechnerisch einen unterschiedlichen Gegenwert bekommen zu haben.

    Aber die Nützlichkeit des Stils sollte sich in den AP des Stils widerspiegeln

    die Nützlichkeit der eKSF sollte sich in den AP der jeweiligen SF widerspiegeln, dann braucht der Stil nicht widerspiegeln, wie nützlich die von ihm "freigeschalteten" SFen sind. Sind alle 3 sehr nützlich wird der Stil overall teurer.

    Wenn du über die AP Kosten der eKSF oder der Stilsonderfertikeiten diskutieren möchtest, ist das ein anderes Thema.


    Beispiel:

    Die SF:

    Bei der SF Anführer muss die Elenviner Kriegerin nur 1 freie Aktion statt einer regulären Aktion aufwenden.

    Kostet 15 AP


    Das Paket von dem du sprichst, aus diesen 15 AP,

    Binden 25AP

    Schilddeckung 5AP

    und

    Waffenwurf 5AP


    Kostet somit 50 AP insgesamt. 50 AP von denen du weißt wieviel davon du für welche Fähigkeiten bezahlt hast.


    Allerdings gebe ich dir Recht, das es Stilsonderfertigkeiten gibt, die von sich aus bereits wie Pakete anmuten (Distelritter)

  • Aber die Nützlichkeit des Stils sollte sich in den AP des Stils widerspiegeln

    Wieso "aber"? Das war doch meine Aussage.


    Das Paket von dem du sprichst, aus diesen 15 AP,

    Binden 25AP

    Schilddeckung 5AP

    und

    Waffenwurf 5AP

    Das ist genau die wörtliche Betrachtungsweise von "Paket", auf die ich die Diskussion in diesem Fall nicht reduzieren würde. Wie geschrieben. Die Kritik an den DSA4.1 Paketen war nicht, dass es Pakete, i.S. von Zusammenstellungen waren, sondern das sich das AP/Leistungs-Verhältnis unterschied. Diese Aussage kann man auch auf ein "Paket" mit nur einem einzigen Inhalt beziehen. Deswegen hatte ich ja Eingangs die eigentliche Problematik nochmal erläutert, um klarzustellen, das es eben nicht um die wörtliche Bedeutung der Pakete geht, sondern um den dahinter liegenden Aspekt der Verhältnismäßigkeit von AP und "Leistung".

  • Aber du bezahlst ja jede SF einzeln, also sind die Stile als Paket wieder runterrechenbar, und das SF andere SF voraussetzen ist nichts was erst durch Stile hinzukam. Der Wuchtschlag ist auch kein Paket, weil dieser dir erlaubt den Hammerschlag zu kaufen.

    Es geht für mich nicht darum, dass Pakete runterrechenbar sein müssen, sondern dass wenn ich ein Paket erwerbe, ich andere Dinge miterwerben muss, die ich nicht möchte. Im Falle der Stilpakete ist es tatsächlich weit weniger dramatisch als bei den Traditionen, da stimme ich unbedingt zu.


    Bei den Stilen ist man nicht gezwungen, die drei Erweiterungen zu kaufen, aber man ist gezwungen die Einschränkung mitzukaufen. Ich kann verstehen, wenn man das dann nicht mehr Paket nennen möchte, hoffe aber man kann verstehen, warum ich dennoch einen Sammelbegriff dafür als nützlich empfinde.


    Für mich sind Pakete:

    Dinge wo ich eine Sache kaufe und dadurch y Dinge reingedrückt bekomme (dabei müssen das keine AP-Kosten sein. Außerdem ist damit nicht notwendig, dass alle Pakete schlecht sein müssen.


    Scoon

    Möchtest du die Diskussion hier lieber auf:

    AP-Pakete beschränken, wo man X-AP zahlt und y Dinge freischaltet und aufgrund des Paketaufbaus nicht erkennen kann, oder nicht das Gefühl hat erkennen zu können, ob es die AP-Wert ist ( x76 s Interpretation)

    oder

    beschränken auf alle Dinge, wo gefühlt AP und Nutzen auseinandergeht?


    Letzteres scheint für mich über Pakete hinaus zu gehen, aber vielleicht missverstehe ich dich hier:

    Der Kritik[punkt] an den Paketen war nicht der, dass es eine Zusammenstellung war, sondern der, dass man für die AP teilweise gefühlt, teilweise rechnerisch einen unterschiedlichen Gegenwert bekommen zu haben. Auf diesen unterschiedlichen Gegenwert bezog ich mich, als ich von Paketen in DSA5 sprach

  • Diese Aussage kann man auch auf ein "Paket" mit nur einem einzigen Inhalt beziehen.

    Also doch eine simple Kosten/Nutzen Diskussion, wie sie schon 100mal in anderen Fäden geführt wurde.

    Dann wünsche ich euch in diesem Faden noch viel Spaß und schließe meinen Anteil daran mit den Worten:


    Balancing ist nicht allein Sache der Redax, Regeln sind Werkzeuge, passen euch die Kosten einer Fähigkeit oder eines Paketes nicht, so passt ihn intern an. Auch Redakteure und Autoren sind keine Rechenmaschinen, die jede mögliche Kombination, Regellücke oder Optimierung gespeichert haben.

  • Natan

    Ich sehe noch nicht ganz den Unterschied. Bei beiden Diskussionen geht und ging es (bezogen auf die Pakete in DSA4.1) immer um das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Ok, bei DSA4.1 war der Versuch der Abbildung kultureller Klischees neben der Regelmechanik der Pakete Ursache für die Entstehung dieser Kritik, aber die Kritik war in der Endkonsequenz genau diese.


    Geron Sturmkind

    Die Frage der Pakete war schon immer eine Kosten-Nutzen-Diskussion und nichts anderes. Insofern, kann ich Dir nicht ganz folgen, um was es anderes gehen könnte. Natürlich bleibt die Frage des Balancings auch weiterhin ein Aspekt, mit denen sich Gruppen immer individuell auseinandersetzen müssen, da jede Gruppe nun mal einen individuellen Spielstil hat. Die Regeln als Werkzeuge sind ein Produkt der Arbeit der Redaktion und können als solche in ihrer Qualität bewertet werden. Diese Bewertung hilft Dinge zu verbessern. Deswegen haben wir heute die größeren Verschiebungen der DSA4.1-Pakete nicht mehr. Das Hinterfragen der DSA5-Regeln ist genau so erwünscht und hilfreich, wie es das Hinterfragen der DSA4.1 oder zuvor das Hinterfragen der DSA3, 2 oder 1 Regeln war.

  • Ich find auch die "Paket" Diskussion in DSA5 eher nichtig.


    Wegen Kosten: Nehmen wir Magiertraditionen die sich alle so zwischen 120-130 AP bewegen, dann die "Viertelzauberer" zwischen 30-50 AP und irgendwelchen Stilen die vermutlich gesamtkosten von 40-60Ap haben. Wobei ich da auch die Animisten etwas zu teuer empfinde.

    Und bei all dem wird dann diskutiert ob "Paket" A weil es schlechter ist als Paket B nicht 5 AP billiger sein sollte.

    Da redet man von etwa 1% der gesamt AP bei Startbeginn.


    Dass das "Gesamt Pakete" "Magier/Geweihter" zu teuer ist wäre für mich was anderes. In fast allen Gruppen in denen ich gespielt habe, starten Geweihte/Magier mit 100AP mehr als Profane um die Gesamtkosten etwas auszugleichen. Wenn Man Vorteil Aktievierungskosten etc nimmt ist der Mehraufwand erst einmal bei vielleicht 210AP+ ohne das man bisher etwas wirklich kann. Nur um "das Potenzial" freizuschalten.

    Was wenn man C Talente als durchschnitt nimmt 70 Talentpunkte wären und das ist halt einfach zu viel.


    Ansonsten fällt der Rest für mich eher unter "feintuning". Das wäre das was man bei einem Computerspiel mit "Patches" erledigen würde.

    Irgendwas wirklich mit "Gamebreaking" Potential ist mir noch nicht untergekommen.


    Da ist man von DSA4.1 weit weit weg was das angeht. Nicht perfekt, aber um Meilen besser.

    Da kann ja gerne einer eine Rechnung machen wie groß der AP unterschied effektiv ist zwischen Alrik und minmax Balrik mit zweit Beruf und und und.

    Würd mal sagen, dass da der Unterschied doch ewas spürbarer ist.

  • Die Frage der Pakete war schon immer eine Kosten-Nutzen-Diskussion und nichts anderes.

    Nicht für mich, mir ging es bei meiner Kritik an den Zaubertraditionen viel mehr um Transparenz, als um Kosten/Nutzen.

  • @Lyral

    Ich hatte gebeten, dies nicht zu einer DSA4 vs DSA5 Diskussion zu machen. Es geht um das Thema, wie "Pakete" im Eingangs definierten Beitrag wahrgenommen werden bzw. wie man damit umgeht. Ob die Kosten von magischen/Geweihten Professionen zu teuer sind, ist eine andere Frage (Ich halte solche SC-Typen nach wie vor für sehr stark und habe nur in einer Gruppe mit einem Munchkin-Meister erlebt, dass denen auch noch zusätzlich AP gegeben wurden).


    Geron Sturmkind

    Die Transparenz ist natürlich auch eine interessante Frage, die aber häufig kaum zu beantworten ist. Wie schon mal erwähnt wurde, würde auch ich denken, dass die Berechnung verschiedener Kosten intuitiv aus Erfahrung und Erwartung vorgenommen wurde und keinem mathematischen Modell erfolgt. Dies kann man nicht wirklich Transparent machen. Beispiel wären hier die Stile, wo ich häufig einfach davon ausgehe, dass die Schaffung einer hohen Diversität größere Priorität hatte, als Balancing-Aspekte. Bei den Traditionen könnte man diese Transparenz eher hinterfragen, da Aspekte wie AE an anderer Stelle einen (wenn auch nicht konstanten) Wert haben. Transparenz war aber auch bei den 4er-Paketen nicht das Problem. Dort war es sogar mathematisch nachvollziehbar, wie diese entstanden sind.

    Edited once, last by Scoon ().

  • Ich sehe noch nicht ganz den Unterschied. Bei beiden Diskussionen geht und ging es (bezogen auf die Pakete in DSA4.1) immer um das Kosten-Nutzen-Verhältnis. Ok, bei DSA4.1 war der Versuch der Abbildung kultureller Klischees neben der Regelmechanik der Pakete Ursache für die Entstehung dieser Kritik, aber die Kritik war in der Endkonsequenz genau diese.

    Hmh, ich sehe jetzt, wo die Diskussion hin soll und das ist nicht meins, daher bin ich dann auch raus. Ich möchte dir aber dennoch kurz den Unterschied erklären:


    Paketdiskussionen:

    a) Wie schafft man es Pakete zu vermeiden, wo Kosten/Nutzen unklar sind

    b) Wie schafft man es Pakete (mit mehr als einer SF) generell zu vermeiden, damit keiner mehr SF kaufen muss, die er nicht möchte (Beispiel: Man möchte die Gildenmagier-Tradition nehmen, aber sich alles einzeln dazu kaufen und so entscheiden können, dass man z.B. den extra Zauber aus fremder Tradition nicht mitkauft)

    c) Wie schafft man es Pakete Kosten/Nutzen zu balancen


    Frage b) wäre die einzige Frage, die ich interessant fände. Bei c) habe ich auch schon viele Diskussionen gesehen und für mich selbst festgestellt, dass ich da lieber alleine drüber nachdenke (bzw. mit meinen Gruppen).

  • Der einzige Zweck von Paketen ist es Dinge kaufen zu müssen die man nicht haben will (aber aus irgend einem Grund zusammen gehören), deshalb erübrigt sich frage b doch schon von Grund auf.

  • Natan

    Hm, das geht meines Erachtens aus dem Eingangsbeitrag aber relativ klar hervor. Die allgemeine Paket-Kritik an DSA4.1 bezog sich zum Großteil auf den Kosten-Nutzen-Aspekt (siehe Thorwallerbeispiel). Es ging dabei nicht (primär) um die Frage, das Pakete nicht individuell zu gestalten oder intransparent waren. Das war nämlich durchaus möglich, wenn auch nicht sehr nutzerfreundlich gestaltet.

    Edited once, last by Scoon ().

  • In DSA4.1 wurde ja schon bei der Heldengenierung viele Sachen vermurkst. Als Beispiele seien genannt: Krieger ==> immer besser als Ritter durch AA, diese geklonten Magier mit GG (die auch gerne vor der 3. oder 4. Auflage das Hobby der Kalligrapie für sich entdeckt haben), der berühmte Aufsatz der Fasarer-Gruben-Gladiatoren bei Kämpferklassen, max. Punkte in Eigenschaften, etc... Überhaupt war(en) Magie(r) sehr überpowert für meinen Geschmack. Generell fand ich auch die Möglichkeit von Paketlösungen in Form von Professionen oder Vorteilen (Eigeboren, Dschinngeboren) sowie durch Breitgefächerte Bildung oder Rassen mitgenommen Autovorteile, welche dann stellenweise sogar billiger waren als nur durch Vorteil selbst zu kaufen, für äußerst schlecht. Da wurde das Punkte-System ja schon fundamental auseinander gerissen und das Potenzial der Heldenentwicklung gleich bei der Erschaffung gekillt oder auf WARP-Geschwindigkeit gebracht. In DSA5 ist es deutlich schwieriger seinen Charakter zu vermurksen, wenn man unbefangen oder mit mehr Fluff an die Erschaffung herangeht.


    Es ist eh schwierig ganz genau zu bewerten, wie wertwoll nun Punkte in Eigenschaften/TaW/LE etc sind. Den selbst, wenn man jetzt die Traditonen wieder ein einzelne SF oder was auch immer aufteilt, müssen diese wieder "bepreist" und damit bewertet werden. Das fängt die Diskussion wieder von vorne an.


    Mir persönlich gefällt das Generierungssystem deutlich besser als in DSA 4(.1), und das obwohl ich gerne magiebegabte Helden spiele. Perfektion wird wahrscheinlich nie erreicht.

  • Hallo Scoon


    erst dachte ich es ist eine Auslagerung und Umdeutung des Themas Ableiten, etc. Dann tauchten aber tatsächlich noch Puntke auf, die ich nicht bedacht hatte. Die Boni der Stile (Magier / Krieger). Diese sind in der Tat sehr mächtig und oft nicht gebalanced. Ich denke heir hat die Redax einfach mal wieder getrieft und nicht mit der Findigkeit der Spieler gerechnet (Warum eigenltich nicht)?


    Bereits im DSA5-GRW wird von Kulturpaket (S.96ff) gesprochen, ebenso vom Professionspaket (S.128ff); auch die Zauber- und Geweithentraditionen (S.274ff+316ff) sind kleine "Pflichtpakete".

    Das es keine Pflichtpakete sind ist korrekt, berücksichtigt aber nicht, dass die Boni der Stile teils dramatisch effektiv bis hin zu uneffktiv sind. Beipsiele unten.

    Stile würde ich hier ausklammern, denn diese sind rein optional und können durch den Gruppenvertrag auch einfach ignoriert werden (Fokusregel).

    Hilft ja nicht, die meisten spielen mit allen Regeln (dreiste Behauptung).

    Die SF:

    Bei der SF Anführer muss die Elenviner Kriegerin nur 1 freie Aktion statt einer regulären Aktion aufwenden.

    Kostet 15 AP

    Elenvina Krieger spiele ich auch. Weil es gut zum Shinxirgläubigen passt: Die Gruppe als SChwarm, als stärkende Gemeinschaft. Und weil es in ELenvina (gegründet als Jel Envina) tatsächlich noch Shinxirgläubige gibt und auch eine Shinxir geweihte Standarte (siehe Boten). Aber das führt vom Thema weg.


    Hier muss man trennen: Das Paket kostet insgesamt mehr, aber den Bonus bekomme ich für wenig AP. Z.B. Elenvina: der Bonus (15 AP) jede freie Aktion Anführer zu ermöglichen ist immens viel stärker, als z.b. Neersander Krieger (At/PA/FK +2 in der ersten KR)... warum? Jede KR Anführer heßt: 2-3 Gefährten bekommen +1AT/+1PA/+1FK... und das jede KR.

    Wenn man natürlich ein 1:1 kämpft ist es nutzlos.


    Der Bonus den Heilmagier bekommen (Heilzauber kostet 1 (oder warns 2 Mana weniger)) ist immens stark, grad bei kleineren Heilzaubern vershciebt sich mit Stabzauber der LeP/AsP Verhältnis drastisch! Andere Bonis sind... hmmm ja mickrig im Vergleich dazu.


    Thorwaller

    Es heißt immer noch Thorwaler. Es kommt von Wal (das Tier) nicht von Wall (die Mauer).

    Nietzsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sah ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

    Edited once, last by Grumbrak ().

  • Pakete sind es definitiv: Du willst eine Scheibe Käse? Bekommst du nur, wenn du auch die Scheibe Brot dazu isst!

    Kommt darauf an, wo man einkauft.


    Im Bistro verkaufen sie verschiedene Sandwiches (auch welche mit Käse) und vielleicht als Paket ein Sandwich mit Getränk. Wenn Du 200 Gramm Käseaufschnitt, eine Tomate und ein paar Scheiben Schinken kaufen willst, musst Du ins Lebensmittelgeschäft. Wobei der Käse auch wieder nur ein Paket aus Milch, Lap, Salz usw. ist. und alle Teile bekommst Du dann auch wieder nicht im Lebensmittelgeschäft...


    Wenn Du ins Bistro gehst, um Käse zu kaufen wirst Du zu Recht seltsam angesehen (und in der Regel auch ohne Deinen Käse weggeschickt). Die kleinste Einheit ist ein Sandwich und weder Käse noch Milch und Lap. Ebenso wie ein Sandwich ohne Brot kein Sandwich mehr ist (unverzichtbare Komponente).


    Wobei Chilli con Carne wohl ein besseres Beispiel ist. Natürlich ist das auch ein "Paket" (eine Zusammenstellung), aber ohne Fleisch und Bohnen ist es kein Chilli con Carne. Wenn Du kein Fleisch möchtest, kannst Du kein Chilli con Carne essen. Du kannst zwar Chilli sin Carne essen, aber das ist ein anderes Gericht. Ich will aber Chilli con Carne ohne Fleisch und kein Chilli sin Carne! Ebenso gibt es bessere und schlechtere Chilli con Carne...


    Der Gildemagier (definiert über seine Tradition) besteht aus gewissen Grundzutaten (diese sind unverzichtbar) und wenn man die ändert, bekommt man etwas anderes (in dem Fall meist eine andere Tradition). Optionale Zutaten sind weitere Vor- und Nachteile, die keine dieser Grundzutaten sind.


    Das die Kosten (AP) dem Spielnutzen angemessen sein sollten, ist natürlich völlig unabhängig davon. Da der Nutzen aber kaum greifbar ist, gibt es immer unterschiedliche Meinungen zum angemessenen Preis. Für den Autoren entspricht der Preis wohl dem Nutzen, sonst hätte er einen anderen Preis festgelegt. Wobei Fehler oder Irrtümer nicht ausgeschlossen sind und solche werden dann in überarbeiteten Auflagen korrigiert. Da dies bislang nicht der Fall war, muss man davon ausgehen, dass Kosten und Nutzen aus Autorensicht passen. Eine Preisänderung in der eigenen Runde ist aber kein Problem und wird sogar angeregt.