Posts by Scoon

    Nein das hast du nicht, du hast mir Grammatikregeln verlinkt, die sich genauso auf meine Syntax anwenden lassen und dann unbelegte Erweiterungen diesen Regeln hinzugefügt, die ich auch nach längerem suchen, im Netz nicht als Teil der Regeln der Grammatik verifizieren kann.

    Der Bezug auf den unmittelbaren Kontext ist keine Erweiterung einer Regel, sondern entsteht aus der Logik, das man sonst bei der gleichwertigen Anwendung von unbestimmten und bestimmten Artikeln zu falschen Aussagen kommen kann.

    Beim widerlegen meiner Syntax hast du dann deine eigene Quelle ignoriert.

    Nein, das habe ich nicht und warum ich das denke, habe ich Dir in meiner letzten Antwort ausführlich dargelegt. Warum gehst Du nicht auf diese ausführungen ein, anstatt diese Behauptung zu wiederholen?

    Damit der Satz:

    Pro QS sinkt die Stufe der Sichterschwernis, um 1.

    Grammatikalisch korrekt und verständlich ist, benötige ich keinerlei zusätzlichen Bezug aus der Beschreibung, grammatikalisch ist er alleinstehend Gültig und Richtig.

    Schön und gut, aber damit rennst Du offene Türen ein, denn es ging nicht um die Frage, ob der Satz grammatikalisch richtig ist. Es ging um die Frage, ob man bei der Verwendung eines bestimmten Artikels den unmittelbaren Bezug ignorieren und auf einen allgemeinen Bezug zurückgreifen kann, wie es bei der Verwendung eines unbestimmten Artikels der Fall wäre.

    Ich habe dir an den 4 Syntaxen aufgezeigt, dass man bei einem unbestimmten Artikel vor dem Nomen Sichterschwernis zu genau dem selben Disput kommen kann, um es mit den Worten deiner Quelle zu untermauern:

    Nein, hast Du meiner Meinung nach nicht. Es gibt nicht "die gesamte bestimmte" Sichterschwernis, denn die Gesamtheit der Sichterschwernisse wurde nicht bestimmt. Die Dunkelheit schon. Genau so wenig gibt es "diese eine unbestimmte", denn mit "diese eine" hast Du sie ja bestimmt.

    Wenn die Beschreibung sagen würde:

    "Pro QS sinkt die Stufe einer Sichterschwernis, um 1."

    Würdest du Argumentieren, dass hier um "eine von mehreren" Sichterschwernissen (der Dunkelheit) die reden ist.

    So wie deine Quelle es auch tut:

    Lena ist eine Freundin von Lara. (eine von mehreren)

    Hier bringst Du meiner Meinung nach wieder unbestimmt und Singular/Plural durcheinander, bloß weil die Worte gleich geschrieben werden. Darauf hatte ich in meinem letzten Beitrag schon hingewiesen. "Lena ist eine Freundin von Lara." sagt nichts darüber aus, ob Lara überhaupt noch weitere Freundinen hat. Das unbestimmte liegt hier allein darin, dass es auf keinen Kontext zurück greift, der vorher genannt wurde. Mit Singular oder Plural hat das nichts zu tun.

    Eine Freundin bezieht sich dennoch auf eine bestimmte, klar definierte Freundin (Lena)

    Das ist aber nicht was den bestimmten Artikel ausmacht. Das "bestimmt" bezieht sich nur darauf, ob das Substantiv zuvor im zusammenhängenden Text schon einmal erwähnt/definiert wurde.

    Du lässt aber die Syntax nicht zu, dass es sich bei

    'der Sichterschwernis' um die einzige, von den Regeln definierte, Erschwernis handelt die über die Stufe ermittelt wird.

    Wie in diesem Beispiel:

    Lena ist die Freundin von Franz. (die einzige – sie sind ein Paar)

    Das Problem an dieser Argumentation ist, dass es eben nicht nur eine definierte Sichterschwernis gibt, sondern unterschiedliche. Alle diese Sichterschwernisse werden über 4 Stufen mit den numerisch gleichen Mali abgehandelt. Deswegen gibt es jedoch nicht nur eine einzige definierte Sichterschwernis. Dunkelheit kann ich mit einer Lampe erhellen. Bei Blindheit, Nebel und Blattwerk nützt mir diese Methode herzlich wenig.

    Grammatikalisch hast du mich nie widerlegt, da du keine Regel genannt hast die meine unterschiedlichen Syntax der Regel als grammatikalisch "falsch" oder "unwahrscheinlicher" belegt.

    Ich habe Dir gezeigt, das man bei der Verwendung des bestimmten Artikels in Deiner Art und Weise zu inhaltlich falschen Ergebnissen kommt (siehe Dein eigenes Beispiel zur Spannung oder mein Pfeilbeispiel), weshalb die Verwendung von bestimmten und unbestimmten Artikel nicht so beliebig ausgetauscht werden kann, wie Du es beschreibst.

    Windweber

    Der NAMENLOSE hat Recht, auch wenn er es sehr verallgemeinernd ausdrückt, so das es wenig schmeichelnd klingt. Meiner Ansicht nach schließen sich unsere beiden Ansichten aus. Seiner Ansicht nach sind beide Schlüsse möglich.


    Der NAMENLOSE


    Du erweiterst den Beispielsatz und erwartest das die Grammatik noch immer den gleichen Regeln folgt...

    Wo habe ich den Beispiel Satz Deiner Meinung nach erweitert? Ich habe aus der allgemeinen Beschreibung einer Formulierung (Wenn ich nun von einem Kriegspfeil spreche und in einem folgendem Satz darüber rede, dass der(oder auch dieser) Pfeil nur schwer zu entfernen ist...), eine konkretes Beispiel gemacht. Das ist keine Erweiterung und ändert auch die grammatikalischen Regeln nicht.

    Nicht ganz. Die Verwendung des bestimmten Artikels stellt nicht den Bezug zwischen Stufe und Sichterschwernis her. Der Bezug zwischen Stufe und Sichterschwernis besteht unabhängig von der Wahl eines bestimmten oder unbestimmten Artikels. Nicht die Sichterschwernis bezieht sich auf die Stufe, sondern die Stufe präzisiert die Sichterschwernis.

    • Pro QS sinkt die Sichterschwernis um 1.
    • Pro QS sinkt die Stufe um 1.

    Der Satz ist auch ohne die Präzisierung des Wortest Stufe verständlich. Nur mit der Präzisierung hingegen kaum noch. Die Präzisierung ist nicht der unmittelbare Kontext. Vergleichen wir die Wirkung von unbestimmten und bestimmten Artikel.

    1. Pro QS sinkt die Stufe der Sichterschwernis um 1.
    2. Pro QS sinkt die Stufe einer Sichterschwernis um 1.

    In beiden Fällen wird deutlich, dass sich die Stufe auf die Sichterschwernis bezieht. Der unmittelbare Kontext für die Sichterschwernis, der in diesem Fall einen inhaltlichen Unterschied bewirkt, ist der Bezug auf die Sichterschwernis der Dunkelheit (als eine Unterkategorie der Kategorie Sichterschwernisse). Ich habe Dir nun an meinem und an Deinem Beispiel aufgezeigt, dass die Verwendung von bestimmten und unbestimmten Artikeln zu unterschiedlichen Ergebnissen führen kann (zu flaschen und richtigen Aussagen). Bei der Ausgangsquelle lässt sich ein solcher Schluss nicht führen, weil er in einer Welt spielt, deren physikalische Regeln wir, insbesondere in Zusammenhang mit Magie, nicht vollstänig kennen. Was wir jedoch wissen, ist dass die Regeln der Grammatik zur Beschreibung der Wirkung die Gleichen wie in den Beispielen sind.

    Und diesen Zusatz dichtest du dir zur Regel selber hinzu, diesen wirst du so nirgendwo finden!

    Nicht wirklich. Das ist die Funktion der Unterscheidung und Verwendung von bestimmten und unbestimmten Artikeln. Diese sind ja nicht aus Freude an der Vielfalt entstanden, sondern haben sich entwickelt, um einen Zweck zu dienen.

    ... Wenn ich von "der elektrischen Spannung" spreche, muss ich im unmittelbaren Kontext, weder eine Spannung bestimmen, noch den Begriff definieren, da die elektrische Spannung für sich ein bestimmter Begriff ist.

    Gut, nehmen wir Dein Beispiel. "der elektrischen Spannung" bezieht sich nicht auf irgend eine Spannung irgendwo und auch nicht auf alle Spannungen überall, sondern auf jene elektrische Spannung, die sich in einem Verhältnis zu der zuvor betrachteten elektrischen Stromstärke befindet. Wenn ich die elektrische Stromstärke eines Radios betrachte, hilft mir die Größe der elektrischen Spannung eines Toasters herzlich wenig. Nur weil es sich hier um ein allgemeines Beispiel ohne Sachbezug handelt, bedeutet das nicht, dass die zweite Angabe sich nicht auf die erste Angabe aus dem unmittelbaren Kontext bezieht. Benutze in Deinem Beispiel probehalber mal einen unbestimmten Artikel.

    Quote

    Wie groß sich die elektrische Stromstärke dabei einstellt, hängt von der Größe einer elektrischen Spannung und von einer Eigenschaft des leitfähigen Bauelementes ab, die als elektrischer Widerstand bezeichnet wird.

    Nun stimmt die getroffene Aussage nicht mehr, denn es ist nicht sicher, ob eine elektrische Spannung, die Spannung in Bezug zu der zuvor genannten Stromstärke ist. Es fehlt der unmittelbare Bezug durch den bestimmten Artikel.

    Vollkommend irreführende These.

    In deinem Beispielsatz:

    Der Pfeil ist schwer zu entfernen.

    Bildest du einen Singular, wie willst du einen singularen Terminus jemals auf "mehrere Pfeile" beziehen können?

    Die These ist in keiner Weise irreführend. Man bezieht keinen singularen Terminus (der Pfeil) auf einen Plural (die Pfeile), sondern eine Unterkategorie (Kriegspfeile) auf eine Oberkategorie (Pfeil). Je nach Kontext kann dieser Bezug richtig oder flasch sein, weshalb man den bestimmten oder unbestimmten Artikel wählt, um die richtige Bedeutung zu vermitteln.

    1. Der Ritter wurde von einem Kriegspfeil getroffen. Es schmerzte ihn sehr und er bekam Angst, wusste er doch, dass der Pfeil nur schwer zu entfernen war.
      • Die Aussage ist korrekt. Kriegspfeile lassen sich auf Grund ihrer Widerhaken nur schwer entfernen.
    2. Der Ritter wurde von einem Kriegspfeil getroffen. Es schmerzte ihn sehr und er bekam Angst, wusste er doch, dass ein Pfeil nur schwer zu entfernen war.
      • Die Aussage ist falsch, da Pfeile ohne Widerhaken, relativ einfach aus dem Körper zu entfernen sind.

    Bei 1. beziehe ich mich durch die Verwendung des bestimmten Artikels auf den unmittelbaren Kontext und damit auf die zuvor eingeführte Unterkategorie der Kriegpfeile. Bei 2. schließe ich durch die Verwendung des unbestimmten Artikels die Oberkategorie der Pfeile ein. Das macht den Unterschied.

    Ich kann hingegen auch Schreiben:

    "Ein Pfeil ist schwer zu entfernen."

    Und rede mit diesem unbestimmten Artikel immer noch über einen bestimmten Pfeil, da ich den Artikel als numerischen Wert untergebracht habe.

    Genau dies tu ich auch in der ersten Syntax des modifizierten Regelsatzes (s. meinen letzten Post)

    Das einzige was "Ein Pfeil" von "der Pfeil" in deinem Beispiel unterscheidet ist, dass "ein Pfeil" impliziert das ich mehrere Pfeile entfernt habe oder entfernen muss. Aber für diesen bestimmten Pfeil, welcher schwer zu entfernen ist, spielt dies keine Rolle.

    Das ist nicht korrekt. "Ein Pfeil ist schwer zu entfernen." ist keine Angabe für einen bestimmten Pfeil. Dass das Wort "ein" gleichzeitig eine numerische Angabe und ein unbestimmter Artikel sein kann, ändert an dieser Aussage nichts.

    Der NAMENLOSE

    Der bestimmte Artikel wird verwendet, wenn man von von etwas Bestimmtem spricht oder sich auf etwas zuvor eingeführtes bezieht oder näher bestimmtes sprechen. Der unbestimmte Artikel wird verwendet, wenn man von etwas spricht, das nicht näher bestimmt ist oder wenn man in einem Text etwas zum ersten Mal erwähnt (siehe hier). Diese Regeln beziehen sich auf den unmittelbaren Kontext. Eine Ausweitung auf einen erweiterten Kontext, wie Du es anwenden möchtest, zerstört die Funktionalität der Regeln, welche darin besteht eine verständliche Zuordnung/Identifizierung zu ermöglichen. Das hatte ich versucht mit meinem Beispiel zu den Pfeilen zu verdeutlichen. Würde man in diesem Beispiel den Kontext auf die Art und Weise erweitern, wie Du es vorschlägst, würde eine falsche Aussage entstehen (können (nämlich das alle Pfeile schwer zu entfernen sind, was jedoch nicht richtig/nicht Inhalt der Aussage ist)). Genau aus diesem Grund wird der Bezug zu dem unmittelbaren Kontext gezogen oder/und nähere Einengungen oder Verweise vorgenommen. Deswegen ist im Falle des Zaubers Dunkelheit rein gramatikalisch nur der Schluss auf die Sichterschwernis der Dunkelheit möglich, denn im unmittelbaren Kontext wird nur von Dunkelheit gesprochen.

    Zu Argumention 1: Nebel kommt nie als alleinstehende Sichterschwernis vor, sonder erzeugt auch Dunkelheit, denn Nebel schafft nicht nur Diffusion durch Lichtbrechung, sondern ebenso durch Reflexion, was bedeutet das Licht anteilig verloren geht

    Das stimmt regeltechnisch nicht. Nebel erschafft keine Sichterschwernis durch Dunkelheit. Physikalisch streut Nebel das Licht, absorbiert es aber nicht in relevanter Stärke.

    Quote from Der NAMENLOSE

    Außerdem muss man wie gesagt nicht auf alte Setzungen (Schärfung von Konturen und Formen) verzichten, wenn die Beschreibung die Interpretation bietet diese beizubehalten.

    Interessant ist dazu die Historie seit dem Codex Cantiones, wo es noch heißt:

    Quote

    Mit diesem Zauber können Hexen sogar in völliger Dunkelheit sehen. Zwar können sie keine Farben erkennen, wohl aber Umrisse und Formen in schwarzweiß. Dieser Zauber wirkt nicht bei Tageslicht oder hellem Mondlicht, sehr wohl aber bei schwachem Restlicht.

    Zum einen sieht man, dass die Formulierung es selbst nicht all zu genau nimmt. Sie widerspricht sich selber in dem sie auf der einen Seite beschreibt, dass der Zauber das Sehen in völliger Dunkelheit ermöglicht, auf der anderen Seite aber schwaches Restlicht benötigt. Was auch klar wird, dass es nicht darum geht, das Umrisse und Formen verstärkt werden, sondern das man diese im Gegensatz zu Farbe noch erkennen kann. Im LC wurde daraus dann sehr blasse Farbwahrnehmung und eine Hervorhebung von Formen und Umrissen. In DSA5 funktioniert der Zauber dann wieder nicht in absoluter Dunkelheit und von einer Hervorhebung von Umrissen oder Formen ist genau so wenig wie die rede, wie von der Schwächung der Farbsicht. Ein weiteres Argument dafür, dass Katzenaugen nicht für eine bessere Sicht im Nebel geeignet sind.


    @Katzenaugen

    Je nach dem, was man für Quellen zur Verfügung hat und wie sich die Gruppe einigt sind somit je nach Edition die unterschiedlichsten Auslegungen möglich. Begrenzt man es auf DSA5 behält man die Farbsicht und benötigt ein mindestmaß an Licht. Ich persönlich empfand die Anlehnung an die Sinne der Katze, mit geminderter Farbsicht und Lichtempfindlichkeit, sehr viel stimmungsvoller, auch wenn die jetzige Lösung schlanker ist.

    Der NAMENLOSE

    Die Antworten der Redaktion sind, so widersprüchlig und unsinnig sie manchmal auch erscheinen mögen, die offizielle Setzung, wenn auch kein Erratum im engeren Sinne. RAW gibt es, wenn man die Regeln der Grammatik nicht einfach ignoriert, eine eindeutige Setzung. Ich lasse mich mit Argumenten gerne vom Gegenteil überzeugen. Schade, dass Du es bei der reinen Behauptung lässt und Dich einer weiteren Diskussion entziehst, statt auf meine Argumentation einzugehen und mir zu zeigen, wo Du den Spielraum für zwei Interpretationen siehst.

    PS: Und hört auf in ein die oder eine oder doch die eine etwas hinein zu interpretieren. Ein Artikel ist manchmal einfach ein Artilkel und kein Hinweis darauf, dass Elvis noch lebt...

    So sehr Grammatik auch manchmal willkürlich und häufig auch schwer verständlich ist, so ist sie doch nicht bedeutungslos. Man muss da auch nichts interpretieren, sondern die gegebenen Regeln anwenden, dann braucht man auch keine Elvis-Vergleiche. ;)

    Der NAMENLOSE

    Sichterschwernis ist ein Oberbegriff für alle möglichen Arten von Sichterschwernissen, welche es gibt. Das heißt jedoch nicht, das bei der Verwendung dieses Begriffes auch alle Arten inbegriffen sind. Deswegen verwendet man das bestimmte Pronomen, um diese Unterscheidung deutlich zu machen. Beispiel: Auch der Begriff Pfeil ist ein Oberbegriff. Wenn ich nun von einem Kriegspfeil spreche und in einem folgendem Satz darüber rede, dass der(oder auch dieser) Pfeil nur schwer zu entfernen ist, dann meine ich damit nicht alle Pfeile, sondern eben den zuvor beschriebenen Kriegspfeil. Würde man in dem Satz von einem Pfeil schreiben (unbestimmtes Pronom), dann würde das auf alle Pfeile zutreffen. Dein Schluss auf die Oberkategorie von Sichterschwernissen ist daher in diesem Fall falsch.


    Wie geschrieben, nichts gegen Hausregeln. Wenn das bei euch schon immer so war, dass der Zauber auch ohne Licht funktioniert, warum sollte es dann jetzt anders sein. Bei uns war es schon immer so, dass der Zauber dem Zauberer die Sichtfähigkeiten einer Katze verlieh. Ob dies nun durch eine physiologische Anpassung oder wie auch immer umgesetzt wurde, haben wir dabei nicht näher geklärt. Für uns war es eben nur kein Radar, dass durch alles hindurchsehen kann, sondern weiterhin der Sichtsinn, welcher nur angepasst wurde. Aber das ist natürlich jeder Gruppe selber überlassen.

    Der NAMENLOSE

    In welchem gramatikalischen Fall das bestimmte Pronomen verwendet wird, ändert doch nichts daran, dass es ein bestimmtes und kein unbestimmtes Pronomen ist. "der Sichterschwernis" heißt, es geht nicht um eine beliebige, sondern um eine bestimmte Sichterschwernis. "einer Sichterschwernis" hingegen, ist unbestimmt und erlaubt die Zuordnung verschiedener Elemente. Selbst bei einem unbestimmten Pronomen, könnte man aus der Kontext-Analyse auf die zuvor beschriebene Dunkelheit schließen, aber wir betrachten im Augenblick ja ausschließlich die grammatische Struktur.


    Btw. in absoluter Dunkelheit nützte der Zauber auch schon zu DSA4-Zeiten nichts. Die Forderung das man bei Dunkelheit Stufe 4 noch sehen können soll, kommt daher bestimmt nicht von einem alten Hasen.

    Der NAMENLOSE

    Dem widerspreche ich. "die Stufe einer Sichterschwernis" ist allgemeiner, als "die Stufe der Sichterschwernis". Zweiteres bezieht sich auf etwas, in diesem Fall auf die zuvor gemachten Aussagen zur Dunkelheit. Deine Beispiele engen es noch weiter ein und sind damit noch spezifischer, das ist vollkommen richtig. Allein ich denke genau so wenig, wie sich die Autoren Gedanken dazu gemacht haben, was die genaue physiologischne oder physikalischen Zusammenhänge sind, haben sie darauf geachtet die optimalste Formulierung zu treffen. Die getroffene Formulierung bezieht sich grammatikalisch auf die zuvor getroffenen Aussagen. Geht das noch expliziter? Ja, das hast Du schön gezeigt. Ist es notwendig um die Einschränkung der Wirkung auf Dunkelheit zu erkennen? Nein, dafür reicht auch schon die Verwendung des bestimmten Pronomens.

    Der NAMENLOSE

    Ich weiß nicht, ob Katzen im Nebel besser sehen können, würde es aber nicht ausschließen. Der Effekt wird im positiven Fall jedoch nicht halb so stark sein, wie der der Dunkelsicht. Nebel zerstreut Licht sehr stark. Deswegen kommt in der Nacht bei Nebel auch keine relevante Lichtmenge von Sternen im Auge an. Bei Mondlicht mag das schon anders aussehen. Inwiefern die Verstärkung von Formen noch wirkt weiß ich nicht. Ich halte es für möglich, kenne aber keine Untersuchungen dazu. Allein ich denke so weit haben es die Autoren in keiner Edition getrieben. Es ging ihnen nicht darum eine so detailierte physikalische Abbildung in Regeln zu gießen, sondern darum, die sprichwörtliche Nachtsicht der Katzen als Zauber Menschen zu Verfügung zu stellen. Daher sehe ich es nicht gegeben, dass damit angedacht war, auch andere Sichterschwernisse zu überwinden. Damit schließe ich natürlich keiner Weise aus, dass man es so am Spieltisch hausregeln kann.


    So sieht die Beschreibung 1:1 aus. Also stimmst du mir zu, dass sie grammatikalisch allgemein gehalten wird?

    Nein, das tut sie nicht. Im Original wird von "der" und nicht von "einer" Sichterschwernis gesprochen. Das ist der Unterschied zwischen der allgemeinen Formulierung und einer Formulierung, die sich auf einen zuvor genannten Sachverhalt bezieht. Das meinte ich, als ich auf die Verwendung eines bestimmten, statt eines unbestimmten Pronomens verwies.

    RAW: Dunkelheit erhöht Sichterschwernis, Nebel erhöht Sichterschwernis, Katzenaugen senken Sichterschwernis.

    Nope. Katzenaugen senken die Sichterschwernisse aus Dunkelheit (siehe oben).

    Wer es noch komplexer mag, entschiedet, dass Katzenaugen nicht gegen Dunkelheit QS 4 wirken, weil es kein Restlicht mehr gibt.

    Durch die Regeln gestützt wird beides nicht.

    Das ist nicht richtig. Der Zauber besagt klar:

    Quote

    In völliger Dunkelheit nützt dieser Zauberspruch nichts.

    Stufe 4 von Sichtstörungen ist u.a. "völlige Dunkelheit". Q.E.D.



    PS: Zu langsam. Happydeathday87 hat es schon auf den Punkt gebracht.

    Der NAMENLOSE

    Ich würde behaupten wollen keine der Auslegungen ist Spielerfreundlicher als die andere, denn was die Spieler können, können auch die Gegner und dann ist es wieder zum Nachteil der SCs/Spieler. Die Beschreibung, dass Formen und Konturen hervor gehoben werden, bezieht sich auf die Wirkung des Zaubers in der Dunkelheit. Deswegen wird er auch in Zusammenhang mit der verminderten Farbwahrnehmung genannt. So wie ich das sehe, hat man sich einfach an den aktuellen Erkenntnissen zur Wahrnehmung der Katzen orientiert, weswegen die Farbwahrnehmung verringert ist (weniger Zapfen), dafür jedoch die Wahrnehmung im Dunkeln verstärkt ist (Reflektion des einfallenden Lichts hinter der Netzhaut und bessere Helligkeistwahrnehmung sowie Betonung von Konturen durch mehr Stäbchen). Rein Grammatikalisch müsste eine allgemeine Beschreibung so aussehen:


    Quote

    Die Lichtempfindlichkeit der Augen des Zieles erhöht sich ungemein. So kann es auch in fast völliger Dunkelheit deutlich besser sehen. Pro QS sinkt die Stufe einer Sichterschwernis um 1. In völliger Dunkelheit nützt dieser Zauberspruch nichts.

    oder noch allgemeiner:

    Quote

    Die Lichtempfindlichkeit der Augen des Zieles erhöht sich ungemein. So kann es auch in fast starken Sichterschwernissen deutlich besser sehen. Pro QS sinkt die Stufe einer Sichterschwernis um 1. Bei einer Sichterschwerniss der Stufe 4 nützt dieser Zauberspruch nichts.

    Das kann ich zwar in der Argumentation nachvollziehen, der Artikel "die" ist jedoch für das Subjekt "Sichterschwerniss" allgemein gültig.

    "die" ist ein bestimmter Artikel. "eine" Sichterschwernis wäre die richtige Verwandung für eine allgemeingültige Aussage. Ich persönlich finde es auch inhaltlich recht eindeutig, dass ein Zauber, der Katzenaugen heißt und sich auf die gute Nachsicht der Katzen bezieht, auch eben diese Wirkung erziehlt, was mit dem bestimmten Artikel übereinstimmt.


    PS: Für mich wirkt die Notwendigkeit mit Grammatik zu argumentieren etwas seltsam. Ich meine die Wirkung erscheint mir recht eindeutig. Natürlich hätte man das jetzt von der Formulierung her noch wasserdichter gegen eine Umdeutung machen können, aber da sehe ich Aufwand und Wirkung nicht wirklich in einem gesunden Verhältnis.

    Man kann doch sicher auch Antimagiezauber einsetzen um die Magie von anderen aufzuheben?

    Klar, ich kann mir auch noch einiges anderes vorstellen um das "Problem" zu lösen.

    Ich hab mich nur gewundert, dass es keinen Zauber gibt um im Nebel zu sehen.

    Katzenaugen helfen bei allem außer Dunkelheit.

    In der Regel werden Dunkelheit und Nebel ja identisch betrachtet, wodurch ein Sichtmodifikator entsteht ist ja zweitrangig.

    Sicher? Es wird von "die" Sichterschwerniss gesprochen, womit ein Bezug zu der zuvor angesprochenen Dunkelheit gezogen wird. D.h. es geht nicht um eine allgemeine Verbesserung der Sicht, sondern um eine direkt auf Dunkelheit beeinflusste (ist ja auch der logische Hintergrund des Zaubers). Der Zauber Dunkelheit spricht davon, dass man ihn nicht erhellen kann, dass beeinflusst jedoch nicht die Wirkung des Zaubers Katzenaugen mit Restlicht besser umgehen zu können. Daher funktioniert der Zauber gegen den Zauber Dunkelheit. Insofern komme ich genau zum umgekehrten Schluss.

    Die Frage ist auch, wie relevant ist das wirklich. In der Stadt oder in sehr dichtem Unterholz mag es die Situation geben, wo man den Gegner erst so spät wahrnimmt, dass der Griff zum Schild evtl. zu lange dauert. In den meisten Feldsituationen machen die 1-2 Aktionen keinen relevanten Unterschied. Auf der anderen Seite würde ich es auch so sehen, das man bestimmte Rüstungen nicht ständig trägt. Selbst ein Kettenhemd ist nicht in 5 Selunden einsatzbereit (auch wenn es nur wenig mehr benötigt) und diverse Platenrüstungen gehen in den Minutenbereich um sie anzulegen. Wenn man mit (Pack)Pferd und nicht gerade in unsicherem Terrain unterwegs ist, wird man diese in der Regel auch nicht durchgehend tragen.

    Phelizzio

    Ich nehme mal an, dass das Ganze unter dem DSA5-Tag laufen soll. So weit mir bekannt ist, gibt es in 5 noch keine Setzung, welche die Beherrschung zweier gegensätzlicher Elemente erschwert. Auch ist mir kein Lore dazu bekannt, der dies so beschreibt (aber da mag mir auch etwas entgangen sein, da ich nur überflogen habe). Wenn man aus DSA4 ableiten wöllte, was aber nur bedingt richtig sein muss, dann ist die Beherrschung zweier gegensätzlicher Elemente durchaus möglich, benötigt aber eine Sonderfertigkeit, um die Erschwernisse zu nivellieren. Je nachdem wie weit ihr euch an den Lore der alten Edition halten wollt, solltet ihr das in Betracht ziehen.