Kampfschule: Fechtwaffen mit PW

  • Den zwölfen und inbesondere Rondra zum Gruße,


    aus eigenem Interesse habe ich mir überlegt diesen Thread zu starten, den man theoretisch zu einer Serie ausweiten könnte, die versucht das Kämpfen mit den verschiedenen Kampfstilen zu optimieren. Ich bin mir sicher, dass es schon Threads gibt, die behandeln, wie man möglichst effizient mit Fechtwaffe und Parierwaffe kämpft, allerdings habe ich sie schlichtweg nicht wirklich finden können, da sie häufig zu spezifischen Problemen gestartet und im Nachhinein ausgeweitet wurden.

    Wie gesagt, die Idee wäre zu jedem Stil bei Bedarf einen Thread zu erstellen, in dem sich die Leute dann über diesen Stil austauschen können und vor allem Tipps geben können, welche Manöver wann und gegen welchen Gegner sinnvoll sind und gegebenenfalls Regelfragen zu den entsprechenden Manövern geklärt werden können. Diese Threads könnten in einem Sticky zusammengefasst werden, um so eine schnelle Übersicht zu ermöglichen.


    Unabhängig davon, ob so etwas ankommt, komme ich mal zum konkreten Thema dieses Threads: Dem Kampf mit Fechtwaffen (o.ä.) und PW. O.ä. deshalb weil ja auch Säbel + PW oder Schwerter + PW in eine sehr ähnliche Richtung gehen.


    Ich tue mir häufig schwer mit meinem Fedorino-SG das volle Repertoire an Sonderfertigkeiten und Manövern auszuschöpfen, was glaube ich auch daran liegt, dass mir häufig nicht ganz klar ist welches Manöver wann am effizientesten ist. Meistens läuft es bei mir so, dass ich anfangs mit Finten und MP/Binden arbeite, um dann irgendwann mit 1-2 gezielten Stichen/Todestoß auf Arme oder Beine den Gegner auszuschalten.

    Der Charakter steht aktuell bei knapp 6k AP, und besitzt mit PW II 20/20er Werte. Also ist der Charakter durchaus als fortgeschritten zu bezeichen und ist in den Sphären in denen nur noch mit Manövern gearbeitet werden sollte. Der Einfachheit halber können wir davon ausgehen, dass alle gängigen SFs vorhanden sind, da ich mittlerweile die meisten habe bzw. kurz davor stehe.


    Ich versuche mal meine einzelnen Probleme aufzuteilen:


    Zusatzparade Parierwaffen II:


    Ich habe PW II erst vor dem aktuellen Abenteuer erworben und bin mir auch noch nicht so ganz im klaren, wann und wie ich die 3. Parade am Besten einsetze.

    Zitat von WdS S.71

    Kenner der Sonderfertigkeit Parierwaffen II können mit ihrer in der ‘falschen’ Hand geführten Parierwaffe (genauer: mit der Kombination aus Haupt- und Parierwaffe) einmal pro Kampfrunde eine zusätzliche Parade durchführen. Diese darf keine weiteren Manöver beinhalten und sie kann nicht in derselben Kampfrunde wie eine Angriffsaktion Tod von Links mit der Parierwaffe eingesetzt werden. Es ist jedoch möglich, die Angriffsaktion mit der Waffe in eine Abwehraktion umzuwandeln und somit bis zu drei Paraden pro KR durchzuführen; diese Umwandlung erfolgt nach den normalen Regeln (Seite 81). Die Benutzung zweier Parierwaffen-Paraden muss zu Beginn der Kampfrunde angesagt werden; keien der beiden darf aufgespalten, umgewandelt oder mit einer Ansage versehen werden.


    Ich arbeite das Zitat mal Stück für Stück ab:

    1. Die zusätzliche Parade ist eine Kombination aus PW+Hauptwaffe, sie funktioniert dementsprechend genau wie die normale Parade

    2. Die zusätzliche Parade darf keine Manöver beinhalten (also weder MP/Binden noch Klingenwand o.ä.)

    3. entweder zusätzliche Parade ODER Tod von Links

    4. Benutzung zweier PW-Paraden muss vor der KR angesagt werden. Hier die Frage: Auch mit Kampfgespür? Das wird vor allem mit 5. ein Problem

    5. keine der BEIDEN PW-Paraden darf aufgespalten (Klingenwand), umgewandelt oder mit Ansage versehen werden:

    Hier ist vor allem der Punkt wo ich mich Frage wann sich die zusätzliche Parade überhaupt lohnt, außer man kämpft gegen mehrere Gegner.

    - ich darf nicht zwei ATs + Zusatz-PA benutzen

    - wenn ich die Zusatz-PA nutze muss ich das am Anfang ansagen (unabhängig davon ob ich sie brauche) und darf dann auch in meiner regulären Parade
    kein MP, Binden oder Klindenwand nutzen


    Also habe ich das potential 2 mal zu parieren und einmal anzugreifen (oder 3 mal parieren), allerdings dann ohne Manöver und damit eigentlich nur gegen mehrere schwächere Gegner. Damit ist es im wesentlich ein leicht verbesserter Defensiver Kampfstil. Ich habe entweder noch eine dritte PA, oder zumindest noch eine PA, dafür darf im Defensiven Kampfstil zumindest die erste Parade eine Meisterparade sein.


    Defensiver Kampfstil:


    Hier nur zwei kurze Fragen:

    - Die erste Parade darf eine Meisterparade sein, beinhaltet das auch Binden und andere Meisterparade-Manöver oder wirklich nur Meisterparade

    - Im WdS. S. 67 steht, dass auch Kämpfer mit Aufmerksamkeit den Defensiven Kampfstil am Anfang der Runde ansagen müssen. Was ist hier mit Kämpfern mit Kampfgespür?


    Tod von Links:


    Zitat von WdS S.65

    Er kann eine Finte sein und auch Punkte aus vorangegangenen Meisterparade- oder Binden-Manövern nutzen. Es wird eine gewöhnliche AT mit dem AT-Wert der Parierwaffe gewürfelt, die je nach Ansage, eventuellem AT-Malus der Parierwaffe, eventuelle Mali der falschen Hand sowie der DK erschwert ist. Diese Aktion ist nur mit der ‘falschen’ Hand und mit Parierwaffen ausführbar und erfordert die Kenntnis der gleichnamigen Sonderfertigkeit. Der Kämpfer muss beweglich genug sein und darf höchstens mit BE 4 behindert sein. Die Zusatzaktion aus Tod von Links darf nicht in eine Abwehraktion umgewandelt werden, kein Angriff zur Veränderung der DK sein und auch nicht durchgeführt werden, wenn der Kämpfer seine reguläre Angriffs- oder Abwehraktion umwandeln will. Sie ist nicht kumulativ mit einer Zusatzaktion aus Beidhändiger Kampf II und muss in der eigenen Initiativphase (der Hauptwaffe) angesagt werden.

    - Kann oder muss die Punkte aus einem vorangegangen Meisterparade- oder Binden-Manöver nutzen?

    - Sehe ich das richtig, dass Tod von Links eher ein Gimick als wirklich nützlich ist? Durch falsche Hand (vorausgesetzt einen PW-Kämpfer ohne Beidhändig) gibt schon mal eine 9er Erschwerniss und der üblicherweise eine DK zu kurze Dolch noch einmal +6. D.h. ich laufe normalerweise immer mit einer 15er Erschwerniss auf eine Dolch-Attacke rum, also auch nicht mein Haupttalent.

    - Da ich Tod von Links in meiner ersten Aktion (Initiativphase der Hauptwaffe) ansagen muss, ist es für den Fall einer höheren Initiative meinerseits auch eher schwierig. Wenn ich Tod von Links ansage und meine Attacke leider schiefgeht, kann mein Gegner mein Tod von Links (sofern es denn gelingt) nutzen, um sich ziemlich unkompliziert eine hohe Meisterparade anzusagen, da ich ja wohl kaum noch eine Finte ansagen werde.

    - Ist es überhaupt möglich eine Tod von Links-AT mit Finte zu kombinieren? Es wird ja von einer gewöhnlichen AT mit dem AT-Wert der PW gesprochen, die aber je nach Ansage erschwert sein kann. Also doch Finten, oder sind damit Erschwernisse aus gescheiterten vorherigen Ansagen gemeint?

    - Wenn ich Tod von Links mit Kampfgespür "spontan" ansagen könnte, könnte man es ja wenigstens nutzen, um eine Ansagenerschwernis abzubauen.


    So sehe ich wenig Sinn in Tod von Links, aber auch hier gilt, dass ich mich gerne eines Besseren belehren lasse.


    Finte


    Sehe ich das richtig, dass es die Finte zur Verwirrung aus DSA 4.0 nicht mehr gibt? Ich persönlich finde das sehr schade, da sie gerade für Ausfall oder Gegenhalten sehr nützlich war. Weiß jemand wieso sie entfernt wurde?


    Entwaffnen:


    Hierbei vorallem eine Frage zum Entwaffnen aus der Parade mit einer Linkhand mit Klingenfänger. Laut WdS S.68 darf mit einem Dolch Entwaffnen aus der Parade überhaupt nicht durchgeführt werden. Wenn ich aber den Klingenfänger nutze geht der Entwaffnungsvorgang ja schon primär vom Dolch aus oder nicht? Und selbst wenn nicht, mit einer Fechtwaffe (auch Rapier) kann ich ja aus der Parade sowieso nur andere Fechtwaffen und Dolche entwaffnen. Aus der Attacke können zumindest Säbel noch entwaffnet werden. Woher dieser Unterschied zwischen AT und PA?

    Zitat von WdS S.68

    Alternativ dazu kann der Verteidiger für ein Entwaffnen-Manöver die Parierwaffen Bock, Hakendolch, Linkhand oder eine entsprechend ausgestattete Drachenklaue benutzen, wenn er die Sonderfertigkeit Parierwaffen I beherrscht; diese Waffen erleichtern das Entwaffnen-Manöver um jeweils 2 Punkte.

    Ok der erste Einwand das Dolche nicht aufgeführt sind wird hierdurch mehr oder weniger entkräftet. Allerdings wird hieraus nicht klar welche Waffen ich wirklich entwaffnen kann. Außerdem ist hier von einer regulären Linkhand die Rede, die bereits um 2 erleichtert. Heißt das die Linkhand mit Klingenfänger erleichtert insgesamt um 4?


    Gegenhalten:


    Da es hierzu wahrlich genug Threads gibt, die alle aufzeigen, dass nichts eindeutig ist beschränke ich mich lediglich auf ein spezifisches Problem.

    Ich gehöre auf jeden Fall der Fraktion an, die Finte gegen Gegenhalten unterstützt und gehe im folgenden Beispiel auch davon aus:

    Spieler A: Sagt er möchte eine Finte 6 durchführen

    Spieler B: Sagt er möchte ein Gegenhalten einsetzen

    Beide würfeln gleichzeitig ihre Proben. Wie und wann würdet ihr die Fintenerschwerniss berücksichtigen?

    - Wenn Spieler A seine AT schafft wird die Fintenerschwerniss bei Spieler B abgezogen, was dann natürlich auch zu einem "nachträglichen" scheitern führt

    - Unabhängig von Spieler As AT ist die Gegenhalten-AT von B um die Finte erschwert


    Ich denke es muss Option A sein, da Option B seeeehr unausgeglichen wäre.



    So das war es soweit mal zu den Regelfragen.

    Wie man sieht ist es recht stark auf den Kampf Fechter gegen Fechter (oder zumindest "leichtere" Waffen gegen "leichtere" Waffen ausgerichtet), da ich mit Fechtwaffen + PW gegen Oger o.ä. ja sowieso meist alt aussehe.

    Vielleicht findet sich ja der ein oder andere passionierte DSA-Fechter, der mit mir ein bisschen an Kampftaktiken feilen möchte. Wie gesagt irgendwelche Vorschläge zu guten Kampferöffnungen oder dem Einsatz von Manövern wird auch sehr gerne gesehen. Gerade was die vielen Optionalregeln im WdS angeht verliert man ja doch schnell mal die Übersicht.


    Ich würde mich freuen, wenn der Thread anklang findet, da ich denke, dass es doch ein immer wieder kommendes Problem ist.


    Schon einmal vielen Dank im Voraus und liebe Grüße,

    JackTRabbit

  • Eine weitere Frage noch zum Ausfall:


    Es wird ja angemerkt, dass der Ausfall endet, wenn eine AT des Angreifers misslingt. Allerdings steht nichts über gelungene Paraden des Verteidigers in der Beschreibung. Dass diese keinen Einfluss während des Ausfalls haben ist ja offensichtlich, aber was ist mit der 1. AT zum Einleiten des Ausfalls? Ist es für den Beginn des Ausfalls notwendig, dass die erste AT+4 auch durchkommt, oder ist der Ausfall eingeleitet, sobald diese AT geschafft wurde, unabhängig von der Reaktion des Verteidigers?

    Die zweite Frage betrifft das Stehenbleiben:

    Ich lese es so, dass ich mich nach gelungener AT des Angreifers entscheide stehen zu bleiben, meine MU-Probe würfle und auch bei gelingen die um 4 erschwerte PA habe. Allerdings ist der Ausfall danach unabhängig von meiner Parade beendet. Korrekt?

  • 2. Die zusätzliche Parade darf keine Manöver beinhalten (also weder MP/Binden noch Klingenwand o.ä.)

    Nein, wenn zwei PW-PA gemacht werden, darf keine mit irgendwas versehen werden, wie in der von Dir zitierten Passage ganz am Ende steht.

    Gegen Angreifer mit 2 Waffen, zwei Angriffen (durch Klingensturm oder umwandeln oder Überzahl) sind zwei PA töfte. Gegen einen Gegner mit einer Waffe/einem Angriff bringt die 2. PA nichts, dafür kann man bei nur einer PA Ansagen machen.


    SK II und PW II haben den Nachteil, dass sie im Laufe der Editionen aufgewertet wurden, während BHK II immer weiter nach unten kastriert wurde, aber BHK II ist noch immer etwas besser, da flexibler (Zusatzaktion muss nicht angekündigt werden, darf begrenzte Ansage haben, kann AT oder PA auch ohne umwandeln sein).

    Da könnte man per Hausregel ansetzen, dass man bei W II auch im Falle zweier PA Ansagen (zumindest bis+x) mach darf und/oder das nicht vorher ankündigen muss. Dann ist das näher am BHK II dran.



    Def. Kampfstil:

    Kampfgespür erlaubt jederzeit umwandeln, nicht dass man Ansagen auf andere Zeitpunkte verlegen kann. Ich gehe davon aus, dass Ankündigungen wie die 2. PA oder TvL oder Defensiver Kampfstil nicht darunter fallen.

    Ja, WdS, S. 73 besagt bei mir zum Defensiven Kampfstil, dass man ihn auch mit Kampfgespür vorher ankündigen muss.

    Da beim Def. Kampfstil nur MP steht, ist wohl nur diese gemeint. Die Errata ergänzt da nichts zu.

    Im Zweifelsfall per Hausregel überlegen, ob da nicht auch Binden mit erlaubt ist.



    TvL: Es kann Punkte nutzen, wenn Binden oder MP vorher gemacht wurde.

    Bei beiden leitet man die gegnerische Waffe um, um sich in einer bessere Position zu bringen, bzw. beim Binden den Gegner auch in eine schlechtere (so verstehe ich das). Also erst binden, dann den Vorteil nicht nutzen bei TvL, würde für mich heißen, es verfallen zu lassen, denn es wird mit beiden gebunden und für TvL muss man wenigstens die PW lösen und muss vermutlich seine ganze Haltung ändern (womit in jedem Fall ein Vorteil aus Binden/MP auch danach in keinem Fall mehr zu nutzen ist).

    Die AT ist allerdings "nur" um 6 erschwert, denn die SF Linkhand reduziert ja schon um 3 Punkte (WdS, S. 57).

    Finten sind laut Beschreibung erlaubt.

    Die SF kostet aber nur 100 AP, was schon ausdrückt, dass man damit keinen Hauptgewinn bekommt.



    Ja, Finte zur Verwirrung gibt es nicht mehr.


    Beim Entwaffnen aus der AT wurde in der Errata das Entwaffnen mit Dolchen (nur gegen andere Dolche, Fechtwaffen und Säbel) erlaubt, beim Entwaffnen aus er PA heraus leider nicht.

    Ich sehe allerdings nicht, warum das eine geht und das andere nicht.



    Außerdem ist hier von einer regulären Linkhand die Rede, die bereits um 2 erleichtert. Heißt das die Linkhand mit Klingenfänger erleichtert insgesamt um 4?

    Laut WdS, S. 132 ist das Entwaffnen aus der PA nur mit Linkhand mit Klingenfänger um 2 erleichtert und mit dem normalen Linkhand demnach gar nicht erleichtert. Die Errata äußert sich gar nicht zu dem Widerspruch: Ein Fall für euren Gruppenkonsens.



    Gegenhalten: Einfacher dürfte es sein in dem Fall, dass die Finte in jedem Fall sich auswirkt. Denn auch beim Missglücken des Fintierenden muss der andere ja sein Gegenhalten drum herum schlagen.



    Ausfall: Der Ausfall als solcher läuft, wenn die erste sitzt. Ob sie pariert wird, ist egal, der Gegner wird damit schon den ersten Schritt zurückgedrängt.

    Stehen bleiben: MU +4 (+weitere Modifikatoren) und PA+4 . Wenn beide gelingen, dann ist man stehen geblieben, so verstehe ich das. Nur eine gelungene MU-Probe würde damit nicht ausreichen.

    Aber ich sehe in der Beschreibung durchaus Interpretationsspielraum.

  • Vielen Dank für die umfangreiche Antwort :)

    Nein, wenn zwei PW-PA gemacht werden, darf keine mit irgendwas versehen werden, wie in der von Dir zitierten Passage ganz am Ende steht.

    Da ist mit mein Schritt-für-Schritt-Durchgehen wohl selbst zum Verhängnis geworden. Selbiges habe ich ja in Punkt 5 bereits festgestellt


    Zitat von Schattenkatze

    Gegen Angreifer mit 2 Waffen, zwei Angriffen (durch Klingensturm oder umwandeln oder Überzahl) sind zwei PA töfte. Gegen einen Gegner mit einer Waffe/einem Angriff bringt die 2. PA nichts, dafür kann man bei nur einer PA Ansagen machen.


    SK II und PW II haben den Nachteil, dass sie im Laufe der Editionen aufgewertet wurden, während BHK II immer weiter nach unten kastriert wurde, aber BHK II ist noch immer etwas besser, da flexibler (Zusatzaktion muss nicht angekündigt werden, darf begrenzte Ansage haben, kann AT oder PA auch ohne umwandeln sein).

    Da könnte man per Hausregel ansetzen, dass man bei W II auch im Falle zweier PA Ansagen (zumindest bis+x) mach darf und/oder das nicht vorher ankündigen muss. Dann ist das näher am BHK II dran.

    Ja also wirklich "nur" etwas gegen mehrere Gegner bzw. Angriffe. Ich hatte eigentlich gehofft die 2. PW-PA in Duellen sinnvoll nutzen zu können, aber das wird wohl nicht so ganz funktionieren. Ja ich meine mich auch noch dunkel an DSA 4.0 zu erinnern wo PW II und SK II noch keine Zusatz-PA gebracht haben. Allerdings fällt so eben umso mehr auf, dass diese Zusatzaktionen im Vergleich zur Aktion aus BHK II deutlich hinterher hinken. Dafür geben die beiden SFs natürlich gewaltige PA-Boni.

    Mal sehen, ob es Sinn macht da etwas zu hausregeln.


    Tatsächlich, bei der Beschreibung der SF steht Kampfgespür explizit mit aufgeführt, bei der Beschreibung des Manövers nicht mehr. Na ja manchmal verhält es sich mit DSA-Regelbüchern wie mit dem Wald und den lauter Baumen...


    Ok schade, ich hatte im Hinterkopf, dass Binden damit auch ging, aber das war dann wohl nur ein Wunschdenken.


    Zitat von Schattenkatze

    TvL: Es kann Punkte nutzen, wenn Binden oder MP vorher gemacht wurde.

    Bei beiden leitet man die gegnerische Waffe um, um sich in einer bessere Position zu bringen, bzw. beim Binden den Gegner auch in eine schlechtere (so verstehe ich das). Also erst binden, dann den Vorteil nicht nutzen bei TvL, würde für mich heißen, es verfallen zu lassen, denn es wird mit beiden gebunden und für TvL muss man wenigstens die PW lösen und muss vermutlich seine ganze Haltung ändern (womit in jedem Fall ein Vorteil aus Binden/MP auch danach in keinem Fall mehr zu nutzen ist).

    Die AT ist allerdings "nur" um 6 erschwert, denn die SF Linkhand reduziert ja schon um 3 Punkte (WdS, S. 57).

    Finten sind laut Beschreibung erlaubt.

    Die SF kostet aber nur 100 AP, was schon ausdrückt, dass man damit keinen Hauptgewinn bekommt.

    Hmm ja rein logisch betrachtet sollte ich keinen TvL ansetzen können, ohne meinen Positionsvorteil zu nutzen bzw. verfallen zu lassen. Vor allem beim Binden ist es logisch. Die bessere Positionierung aus MP könnte ja theoretisch auch beibehalten werden wenn man "außer der Reihe" mit der linken Zusticht. Aber es scheint so als würde das "kann" eher ausdrücken, dass es überhaupt möglich ist, als eine Wahl zu lassen.

    Ah stimmt die Boni von Linkhand auf den Kampf mit der falschen Hand hatte ich vergessen. Bleiben immer noch 12 und damit immer noch ein wenig zu hoch. Ja der Hauptgewinn scheint TvL in der Tat nicht zu sein, es scheint mir aber eher so als wäre es fast eher von Nachteil sie zu benutzen. (Verbraucht Erleichterungen, Gegner kann möglicherweise leicht MP)

    :/ Jetzt wollte ich gerade erwidern woher du das mit der Finte so bestimmt sagen kannst... *facepalm* Vielleicht hätte ich den Post doch nicht in den Pausen meiner Masterarbeitsrecherche verfassen sollen..



    Das heißt es gibt jetzt keine Möglichkeit mehr im bewaffneten Kampf die INI des Gegners zu verringern? Außer natürlich gescheiterte/beendete Ausfälle. Aber nichts was ich aktiv tun kann?


    Ganz schlüssig scheint es mir auch nicht wieso da bei Entwaffnen aus der AT und der PA solche Unterschiede in den möglichen Waffen bestehen. Zumal man eigentlich meinen sollte, dass man die Waffen, die mach auch parieren kann theoretisch auch entwaffnen können sollte (abgesehen von 2H-Waffen, die ja im meisterlichen Entwaffnen abgehandelt werden).

    Stimmt anhand der Beschreibung der Linkhand (Waffe) liest es sich so, dass Entwaffnen überhaupt erst mit dem Klingenfänger ermöglicht wird. Bleibt weiterhin die Frage welche Waffen ich entwaffnen kann, wenn ich laut Regelwerk mit Dolchen nichts aus der Parade entwaffnen kann.


    Gut das mit Gegenhalten kann man wirklich so interpretieren.. Durch die Körper-/Waffentäuschung, unabhängig davon, ob diese ihr Ziel trifft wird es für den Gegenhaltenden trotzdem erschwert die genaue Bewegung und damit auch Schwachstelle im Angriff vorherzusehen.


    Ok, so hatte ich es bislang auch immer interpretiert, sobald die Intital-AT trifft beginnt der Ausfall.

    Hier besteht in der Tat einiges an Interpretationsspielraum. Je nach Auslegung wird der Ausfall auch gut aufgewertet, da die MU+4 im späteren Heldenleben recht gut zu schaffen ist. Wenn allerdings zusätzlich die PA+4+eventuelle Finte geschafft werden muss, wird diese angenehme Art den Ausfall zu beenden natürlich etwas unwahrscheinlicher.



    Wie gesagt würde es mich freuen, wenn Leute auch einfach grundsätzliche Tipps, bzw. Erfahrungen zu sinnvollen Kampftaktiken in solchen Fechtduellen mitteilen würden, damit man sich vielleicht insgesamt überlegen kann, wie man diesen Stil am Besten siegreich aus dem Kampf hervorgehen lässt.

  • Stimmt anhand der Beschreibung der Linkhand (Waffe) liest es sich so, dass Entwaffnen überhaupt erst mit dem Klingenfänger ermöglicht wird. Bleibt weiterhin die Frage welche Waffen ich entwaffnen kann, wenn ich laut Regelwerk mit Dolchen nichts aus der Parade entwaffnen kann.

    Man kann das Manöver "Entwaffnen aus der PA" zwar nicht mit der Kampftechnik Dolche durchführen, aber ausdrücklich mit Parierwaffen. Selbst mit zwei Dolchen ausgestattet, kann man immer noch das Entwaffnen mit einer PW anwenden (da eigene "Kampftechnik" - Entwaffnen mit einer PW =/= Entwaffnen mit Dolche) und selbst mit einer völlig ungeeigneten Hauptwaffe (z.B. Hiebwaffe) kann man mit seiner PW noch aus der PA entwaffnen. Hierfür kann man alle aufgeführten PW (WDS S. 68) nutzen, sofern sie nicht durch individuelle Regeln besondere Auflagen oder Einschränkungen haben.


    Der Linkhand erfordert zum Entwaffnen den Klingenfänger und ist dann in der Lage Dolche, Fechtwaffen, Säbel und Schwerter zu entreißen (WDS S. 132) und dann ist die PA um 2 Punkte erleichtert. WDS S. 68 müsste entsprechend eigentlich "LH mit Klingenfänger" in der Aufzählung und nicht einfach "Linkhand" stehen. S. 132 macht dies jedoch deutlich (z.B. auch fürs Waffe zerbrechen).


    TVL und 2. PWPA


    Beide Dinge haben ihre Berechtigung und die Ankündigung ihres Einsatzes ist ganz klar eine deutliche Einschränkung ihrer Flexibilität. Den TVL kann man im Prinzip immer anwenden, wenn der Gegner keine Verteidigungsmöglichkeit hat (z.B. im Duell nur mit einer Waffe kämpft). Selbst wenn man damit nur wenig oder keinen Schaden anrichtet, kann man damit immerhin einen evtl. Manövermalus aus der zuvor erfolgten regulären Aktion löschen. Eine zusätzliche PW PA braucht man unter solchen Bedingungen ja nicht. Entsprechend gibt es nur selten einen Grund (z.B. Summieren von MPs) nicht auch mit Links anzugreifen und spätestens in der Auflösungsrunde lohnt sich das wieder.


    Die 2.PWPA ist viel mehr als ein defensiver Kampfstil, da sie die Angriffsmöglichkeit nicht ausschließt. Selbst im Duell gegen einen Einzelwaffengegner kann sie erforderlich sein, denn die meisten Feinde können umwandeln (PA zu AT). Als Spieler muss man nach der individuellen Kampflage entscheiden, wenn es sich lohnt vorbeugend zwei gute PAs zu aktivieren.


    In die gleiche Richtung geht das Entwaffnen aus der PA, welches eine weitere taktische Möglichkeit darstellt mit Angriffen (v.a. Aktionshoheit) fertig zu werden. Gegen einen BHK Kämpfer hat man beispielsweise die Wahl zwei PW PAs, DEF. Kampf (Summieren) oder Entwaffnen zu nutzen (BHK nehmen). Je nachdem welche Taktik der Gegner verfolgt, wie die Kampfumstände sind (INI, RS, TP, KK etc.) uvm. ist die eine oder andere Möglichkeit besser.


    In diesem Zusammenhang spielt auch die Wahl der PW eine wichtige Rolle. Gerade bei einem Fechter macht es Sinn auch den Bock mit zu führen (da dieser alle [WDS] oder fast alle [AA] Waffen parieren und entwaffnen kann). Für klassische Klingenduelle greift man hingegen besser zu anderen PWs (z.B. Linkhanddolch).


    Außerdem sollte man nicht vergessen, dass es nicht nur DEF PW Kämpfer gibt, sondern (wenn auch seltener) auch OFF PW Kämpfer, die keine schwache AT haben und diese durchaus ohne langwierige Vorbereitung mit Manövern einsetzen können und für die z.B. der TvL einen wertvollen "Maluslöscher" darstellen kann.


  • Zusatzparade :


    Ja, die ist nur nützlich für mehrere Gegner oder Gegner die Umwandeln oder Gegner, die BKII benutzen - also in allen Fällen, in denen man sonst unparierbare ATs abbäkäme. Weil PW-Kämpfer oft enorm hohe Paradewerte haben kommen auch mehrere Atacken, die jeweils Finten sind, fast nir durch.


    Der Nachteil ist, dass man ohne Parademanöver nicht gut zum Gegenangriff übergehen kann. Man ist halt in der Defensive.



    Defensiver Kampfstil :


    Benutze ich nicht wirklich für Parierwaffenkämpfer. Ich nehme an, wenn man eine höhere Ini und eine sehr hohe Parade hat, könnte man, wenn Gegner kein Umwandeln angesagt haben, zwei Meisterparaden machen und nächste Runde gleich mit einer heftigen Finte-gez.-Stich-Kombination eröffnen und dann zwei mal parieren.


    Tod von Links :


    Ja, man muss die Punkte nehmen, was nervig ist. Bei sehr hoher Ini hat man seinen TvL-Angriff or dem letzten gegnerischen Angriff, und könnte dann trotzdem Binden und in der nächsten KR stark starten. Auch Entwaffnen aus der Parade geht. Und manchmal ist es gar nicht so falsch, Binden oder Meisterparade-Bonuspunkte für TvL zu haben.


    Ja, die -6 für falsche Hand stören. Aber BKI ist billig und manche Parierwaffenkämpfer kaufen auch noch BKII. Selbst wenn nicht, kann (und sollte) man Dolche AT-Lastig steigerm und kommt dann trotz Abzug auf ziemlich hohe Paradewerte. Manöver sind maximal bis Grundaufschlag 4 erlaubt, also kann der TvL ein gezielter Stich sein - einer, der oft nicht mehr zu parieren ist, weil es eine Zusatzaktion ist. wer keine ganz so hohen Dolchwerte hat, nimmt dafür gern die Meisterparadepunkte.


    Entwaffnen :


    Rapier zählt im Sinne von Paradeeinschränkungen als Schwert. Parierwaffenparaden nutzen immer beide Waffen. Was das jetzt genau für Entwaffnen aus der Parade bedeutet, darüber kann man sich streiten, aber die Parade würfelst du ja auf den Fechtwaffenwert, nicht auf den Dolchewert. Der Linkhand gibt nur Bonuspunkte. Allerdings gibt es dann noch die Liste, die Parierwaffen explizit das Entwaffnen aus der Parade erlaubt und nichts über Hauptwaffen sagt. Und die waffenspezifischen Listen. Überflüssiger Wirrwar, den ihr in eurer Runde entknoten müsst.


    Gegenhalten :


    Option A. Misslungene Manöver haben bekommen ihre positiven Auswirkungen nicht.


    Ausfall :


    Ausfall ist das am schlimmsten geregelte Manöver überhaupt und viele Fragen können RAW gar nicht beantwortet werden. Aber hier ist es noch einfach : Die gelungene AT leitet bereits den Ausfall ein, durchkommen muss da nichts. Allerdings bin ich im Gegensatz zu Schattenkatze der Meinung, dass die MU-Probe zum stehenbleiben reicht. (Weiterhin bin ich der Meinung, dass ein Ausfall auch automatisch endet, wenn der Angegriffene gar nicht in der Lage ist, die beiden Paraden zu machen, sei es, weil er zwei Distanzklassen zu weit weg ist, durch Paradeeinschränkungen nicht parieren darf, kein Platz ist, ihn mehrere Angreifer gleichzeitig mit Ausfällen traktieren usw.)

  • Ich habe gerade keine Zeit das alles durch zu lesen, habe aber lange selber einen Fechtwaffen Kämpfer gespielt, der mit sehr viel Spaß gemacht hat und wohl deutlich von der "Norm" abweicht.


    Im Grund habe ich die AT maximal übersteigert und mit Rapier und Langdolch gekämpft. Letzterer richtet etwas mehr Schaden an als andere Dolche und kann vor allem auch als Fechtwaffe geführt werden. Meistens habe ich Tod von Links benutzt, die zweite Parade in erster Linie wenn ich in Unterzahl war. Tatsächlich habe ich einige Gegner mit dem Dolch abgestochen...


    Letztlich die maximal Offensive Variante. Im Direkten Vergleich ist eine Defensive Variante überlegen, was man jedoch berücksichtigen sollte:


    Der Parierwaffenstil ist AP Intensiv und deshalb ist man meistens "voll" Kämpfer. Als solcher hat man in der Gruppe meist auch die Aufgabe Gegner offensiv angehen zu können, dadurch zu verhindern das diese sich an schwächeren Gruppenmitgliedern vergreifen. Der Gruppen ist es oft wenig gedient wenn der Vollkämpfer nur einen Gegner wegblockt, dabei aber kaum Schaden macht weil das Binden nicht klappt.

  • Zusatzparade vs. nur eine Parade mit möglicher Ansage:

    Das ist halt Situationsabhängig, welche Variante wann mehr Sinn macht. Wie angemerkt: gegen mehrere Angriffe (ob von einem oder mehreren Gegnerns) ist die Variante 2 Paraden vermutlich sinnvoller, gegen einen Gegner der nur einmal zuschlägt ist u.U. die MP das sinnvollere.


    Was den Zeitpunkt des Ansagens angeht - den kann man natürlich per Hausregel auch, abhängig von beherrschten anderen SF (Aufnmerksamkeit, Kampfgespür) auf einen entsprechend späteren Zeitpunkt verlegen - wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Wenn man natürlich mit einer MP beginnt, dann kann man nicht nachträglich ansagen, das mann noch eine zweite Parade will, und umgekerht, wenn man uerst "normal" pariert und dann merkt, dass man die 2. PA nicht braucht, kann man nicht rückwirkend eine MP ansagen.


    Tod von Links

    DIe sinnvolle Nutzung hängt hier, wie bei den meisten anderen Manövern, von den Umständen ab. Sicher, wenn man BHK I nicht hat (und damit den 6er Malus hat), dazu in einer ungünstigen DK ist (weiterer 6er Malus für die falsche DK), und dann keinen nennenswerten TaW in Dolche (und damit eine niedrige AT) hat... dann ist das Manöver in den meisten Fällen unsinnig... aber: im Idealfall (Gegner mit nur 1 AT und 1 PA) ist es eine unparierbare AT (davon ausgehend, dass die PA des Gegners für die reguläre eigene AT genutzt wurde). Und da ist dann auch eine geringe Trefferchance schon etwas brauchbares. Wie bereits angemerkt, nicht jeder PaW-Kämpfer hat eine niedrige Parade - im Gegenteil, ich kenne von anderen Spielern, und aus eigener Erfahrung, auch die Option gerade als PaW-Kämpfer eher AT-Lastig zu verteilen, da man ja durch die Boni aus Linkhand, PaW I-II und dem Bonus der PA-Waffe selbst so viele Boni auf PA bekommt, das man die AT-lastige Verteilung ausgleicht. Da startet man dann halt statt mit 12/20 (oder so ähnlich) mit 16/16 (oder so ähnlich) ins Abenteuerleben. Da kommt dann die eigene AT selbst ohne umständliches Vorbereiten aus MP problemlos durch, die gegnerische PA wird verbraucht, und TvL ist eine schlechte, aber unparierbare Zusatzattacke. Hat man dann noch BHK I (Malus für Links beträgt nur noch -3), auch ein bischen was auf Dolche gelegt und führt statt dem Linkhand einen Hakendolch (der DK NH hat), ist eine erfolgreiche AT mit TvL sehr realistisch. Ich hatte mal einen Tulamiden mit der Variante Säbel + Hakendolch in eher offensiver Verteilung gespielt - durchaus sehr effektiv.


    Kurz gesagt: nur weil eine SF/ein Mavöver bei einer bestimmten Kobination aus Waffen, TaW und SF nicht sonderlich effektiv ist heißt das nicht, dass sie generell nichts bringt. Hängt (wie immer) von verschiedenen Faktoren ab. Über den Tellerrand schauen und überlegen, unter welchen Bedingungen sie (losgelöst vom eigenen Charakter und dessen Kampfstil) sie Sinn machen könnte. Da bedarf es keiner Hausregel, um die SF besser, bzw. für deinen Charakter besser nutzbar zu machen. Sie ist halt nichts für den von dir favorisierten Stil, aber das sind diverse andere SF ja auch.

  • Man kann das Manöver "Entwaffnen aus der PA" zwar nicht mit der Kampftechnik Dolche durchführen, aber ausdrücklich mit Parierwaffen. Selbst mit zwei Dolchen ausgestattet, kann man immer noch das Entwaffnen mit einer PW anwenden (da eigene "Kampftechnik" - Entwaffnen mit einer PW =/= Entwaffnen mit Dolche) und selbst mit einer völlig ungeeigneten Hauptwaffe (z.B. Hiebwaffe) kann man mit seiner PW noch aus der PA entwaffnen. Hierfür kann man alle aufgeführten PW (WDS S. 68) nutzen, sofern sie nicht durch individuelle Regeln besondere Auflagen oder Einschränkungen haben.


    Der Linkhand erfordert zum Entwaffnen den Klingenfänger und ist dann in der Lage Dolche, Fechtwaffen, Säbel und Schwerter zu entreißen (WDS S. 132) und dann ist die PA um 2 Punkte erleichtert. WDS S. 68 müsste entsprechend eigentlich "LH mit Klingenfänger" in der Aufzählung und nicht einfach "Linkhand" stehen. S. 132 macht dies jedoch deutlich (z.B. auch fürs Waffe zerbrechen).

    Wieder möchte ich mir am liebsten Dinge vor die Stirn hauen. Ja du hast recht, auf WdS S.132 steht schwarz auf weiß welche Waffen ich mit einer Linkhand mit Klingenfänger entwaffnen kann. Schön zu sehen, dass hierbei sogar Schwerter möglich sind. Vielen Dank für das Aufzeigen der Tatsachen.


    Zitat von x76

    VL und 2. PWPA


    Beide Dinge haben ihre Berechtigung und die Ankündigung ihres Einsatzes ist ganz klar eine deutliche Einschränkung ihrer Flexibilität. Den TVL kann man im Prinzip immer anwenden, wenn der Gegner keine Verteidigungsmöglichkeit hat (z.B. im Duell nur mit einer Waffe kämpft). Selbst wenn man damit nur wenig oder keinen Schaden anrichtet, kann man damit immerhin einen evtl. Manövermalus aus der zuvor erfolgten regulären Aktion löschen. Eine zusätzliche PW PA braucht man unter solchen Bedingungen ja nicht. Entsprechend gibt es nur selten einen Grund (z.B. Summieren von MPs) nicht auch mit Links anzugreifen und spätestens in der Auflösungsrunde lohnt sich das wieder.


    Die 2.PWPA ist viel mehr als ein defensiver Kampfstil, da sie die Angriffsmöglichkeit nicht ausschließt. Selbst im Duell gegen einen Einzelwaffengegner kann sie erforderlich sein, denn die meisten Feinde können umwandeln (PA zu AT). Als Spieler muss man nach der individuellen Kampflage entscheiden, wenn es sich lohnt vorbeugend zwei gute PAs zu aktivieren.


    Dass beide prinzipiell eine Daseinsberechtigung haben sehe ich durchaus ein. Vor allem gegen mehrere, schwächere Gegner sind sie mit Sicherheit auch sehr nützlich (hierbei konnte ich sie noch nicht wirklich testen). Allerdings sehe ich wenig Sinn in einem Duell gegen gleichwertige Gegner. Da ich mich zuert für die 2. PW-PA entscheiden muss, der Gegner (mit Kampfgespür) allerdings erst danach festlegen kann, ob er mich zweimal angreift oder nicht, verpufft die 2. PW-PA häufig und ich schränke mir zudem noch meine richtige PA ein. Auch TvL als Manövermaluskiller funktioniert ja nur eingeschränkt. Ich muss ja TvL vor meiner Aktion ansagen und damit bevor ein etwaiger Malus entstehen kann. Ein Malus aus der vorherigen KR wird ja weiterhin auf die reguläre Aktion angerechnet, da diese ja 8 INI-Phasen vorher stattfindet. Oder heißt in der Initiative der Hauptwaffen ansagen zu müssen, dass es theoretisch auch nach der Aktion sein kann? Nein oder?

    Aber ich stimme dir zu, TvL kann man eigentlich auch im Duell immer nutzen, vielleicht trifft man ja und richtet Schaden an.


    Wie ist das eigentlich mit TvL und umwandeln. Ich sage in meiner ersten Aktion TvL an, entschließe mich danach aber mittels Kampfgespür meine Reaktion in eine Aktion umzuwandeln. Ist das dann unmöglich weil ich TvL angesagt habe oder verfällt damit die TvL-Aktion da ich umgewandelt habe?


    Zitat von x76

    In die gleiche Richtung geht das Entwaffnen aus der PA, welches eine weitere taktische Möglichkeit darstellt mit Angriffen (v.a. Aktionshoheit) fertig zu werden. Gegen einen BHK Kämpfer hat man beispielsweise die Wahl zwei PW PAs, DEF. Kampf (Summieren) oder Entwaffnen zu nutzen (BHK nehmen). Je nachdem welche Taktik der Gegner verfolgt, wie die Kampfumstände sind (INI, RS, TP, KK etc.) uvm. ist die eine oder andere Möglichkeit besser.

    Eine sehr schöne Einschätzung der Kampflage ja. Entweder zwei sehr sichere (da nicht selbst erschwert) Paraden, oder das offensive TvL als Stich zwischenrein, oder eben Entwaffnen. Nur eben schade, dass man sich das am Anfang der KR (in der 1. Aktion) überlegen muss und nicht spontan reagieren kann. Wäre aber dann vermutlich auch zu stark.

    Ein wirkliches aufsummieren der MP-Erleichterung funktioniert im Defensiven Kampfstil ja gar nicht, weil immer nur die erste PA eine MP sein kann. Es steht zwar nicht explizit da, dass die 2. Parade nicht ein Entwaffnen oder Binden sein kann, aber denke mal das ist impliziert oder?


    Zitat von x76

    In diesem Zusammenhang spielt auch die Wahl der PW eine wichtige Rolle. Gerade bei einem Fechter macht es Sinn auch den Bock mit zu führen (da dieser alle [WDS] oder fast alle [AA] Waffen parieren und entwaffnen kann). Für klassische Klingenduelle greift man hingegen besser zu anderen PWs (z.B. Linkhanddolch).


    Außerdem sollte man nicht vergessen, dass es nicht nur DEF PW Kämpfer gibt, sondern (wenn auch seltener) auch OFF PW Kämpfer, die keine schwache AT haben und diese durchaus ohne langwierige Vorbereitung mit Manövern einsetzen können und für die z.B. der TvL einen wertvollen "Maluslöscher" darstellen kann.

    Auch auf die Gefahr hin mich wieder in den wirren des WdS zu verlieren: Das der Bock alle Waffen parieren und entwaffnen kann schließt du daraus, dass auf WdS S.131 bei der Beschreibung keinerlei Einschränkungen aufgeführt sind und davon gesprochen wird Waffen zu entwaffnen?

    Ich glaube ich muss mir wirklich ein breiteres Arsenal an Parierwaffen zulegen. Bislang habe ich lediglich aufgrund der Werte die Linkhand benutzt (jetzt mit Klingenfänger), aber gegen schwerer bewaffnete Gegner ist der Bock trotz schlechterer Werte natürlich besser.


    Ich sehe meinen Fechter auch eher als "offensiv", zumindest ausgeglichen. Aber auch hier gilt das was ich oben geschrieben habe. TvL als Maluslöscher ja nur wenn ich weiß dass der Malus in meiner Aktion kommt und ich nicht vorher Parieren muss.


    Zitat von Satinavian

    Zusatzparade :


    Ja, die ist nur nützlich für mehrere Gegner oder Gegner die Umwandeln oder Gegner, die BKII benutzen - also in allen Fällen, in denen man sonst unparierbare ATs abbäkäme. Weil PW-Kämpfer oft enorm hohe Paradewerte haben kommen auch mehrere Atacken, die jeweils Finten sind, fast nir durch.


    Der Nachteil ist, dass man ohne Parademanöver nicht gut zum Gegenangriff übergehen kann. Man ist halt in der Defensive.

    Ok, genau so habe ich das auch gesehen. Man muss sich eben vorher überlegen wie der Gegner agiert und dementsprechend die Defensive Variante (PW-PA) oder die Offensive-Variante (TvL) wählen.


    Zitat von Satinavian

    Defensiver Kampfstil :



    Benutze ich nicht wirklich für Parierwaffenkämpfer. Ich nehme an, wenn man eine höhere Ini und eine sehr hohe Parade hat, könnte man, wenn Gegner kein Umwandeln angesagt haben, zwei Meisterparaden machen und nächste Runde gleich mit einer heftigen Finte-gez.-Stich-Kombination eröffnen und dann zwei mal parieren.

    Ja mit PW II wird es fast obsolet. Vorher war es ganz nett wegen dem wegfallenden Umwandlungsmalus. Eben diese zwei Meisterparaden sind ja nicht möglich mit dem Defensiven Kampfstil, was ihn eigentlich ziemlich entwertet. Oder meinst du in 2 KR und die 2. PA dann quasi verfallen lassen? Das funktioniert ja dann nur wenn der Gegner nicht umwandelt, was er aber mit Kampfgespür, oder Aufmerksamkeit (wenn du die höhere INI hast) ja sicher tun wird.


    Zitat von Satinavian

    Tod von Links :


    Ja, man muss die Punkte nehmen, was nervig ist. Bei sehr hoher Ini hat man seinen TvL-Angriff or dem letzten gegnerischen Angriff, und könnte dann trotzdem Binden und in der nächsten KR stark starten. Auch Entwaffnen aus der Parade geht. Und manchmal ist es gar nicht so falsch, Binden oder Meisterparade-Bonuspunkte für TvL zu haben.


    Ja, die -6 für falsche Hand stören. Aber BKI ist billig und manche Parierwaffenkämpfer kaufen auch noch BKII. Selbst wenn nicht, kann (und sollte) man Dolche AT-Lastig steigerm und kommt dann trotz Abzug auf ziemlich hohe Paradewerte. Manöver sind maximal bis Grundaufschlag 4 erlaubt, also kann der TvL ein gezielter Stich sein - einer, der oft nicht mehr zu parieren ist, weil es eine Zusatzaktion ist. wer keine ganz so hohen Dolchwerte hat, nimmt dafür gern die Meisterparadepunkte.

    Gut wenn die 8 INI-Phasen TvL AT vor der eigenen PA stattfindet ist es natürlich sehr praktisch. In einem halbwegs ausgeglichenen Duell aber eher unwahrscheinlich. Dolche AT-lasting zu steigern macht hierfür natürlich unbedingt Sinn. Gut das mit den Manövern bis Grundaufschlag 4 gilt ja für BHK II, dann ist es ja kein TvL mehr sondern schlicht eine 3. Zusatzaktion. TvL selbst kann ja nur eine Finte sein, so wie sich das auf WdS S.65 liest. Aber das stimmt natürlich, wenn man die AP hat sich noch BHK I + II zu kaufen wird daraus mit dem gezielten Stich eine sehr mächtige Waffe.


    Das mit den Entwaffnungsmöglichkeiten der Linkhand wird ja wie von x76 angemerkt sehr deutlich bei der Waffenbeschreibung gelöst. Allerdings stimmt es natürlich, dass man im Zweifelsfall einfach mit Rapier entwaffnen kann, wenn die gegnerische Waffe zu groß wird. Hier besteht dann die Möglichkeit eine starke MP in der PA anzusagen und dann nächste KR entweder in den Defensive Kampfstil zu gehen oder die Aktion zu verzögern und fallen zu lassen um mit der Erleichterung aus der PA heraus zu Entwaffnen. Beim Entwaffnen aus der PA fällt ja die gescheiterte PA des Gegners als Voraussetzung weg.


    Beim Gegenhalten würde ich es wohl auch so halten. Sonst könnte man gegen einen chronischen Gegenhalter einfach immer Finten 10 Ansagen, damit es bei beiden nichts wird. Aber kann man so oder so auslegen. Realistisch betrachtet macht Option B mehr Sinn, aber das ist ja kein Kriterium.


    Zitat von Satinavian

    Ausfall :


    Ausfall ist das am schlimmsten geregelte Manöver überhaupt und viele Fragen können RAW gar nicht beantwortet werden. Aber hier ist es noch einfach : Die gelungene AT leitet bereits den Ausfall ein, durchkommen muss da nichts. Allerdings bin ich im Gegensatz zu Schattenkatze der Meinung, dass die MU-Probe zum stehenbleiben reicht. (Weiterhin bin ich der Meinung, dass ein Ausfall auch automatisch endet, wenn der ngegriffene gar nicht in der Lage ist, die beiden Paraden zu machen, sei es, weil er zwei Distanzklassen zu weit weg ist, durch Paradeeinschränkungen nicht parieren darf, kein Platz ist, ihn mehrere Angreifer gleichzeitig mit Ausfällen traktieren usw.)

    Denke auch dass die MU-Probe zum stehen bleiben reicht. Die PA danach dient lediglich dazu den Schaden der dann letzten Ausfall-AT zu vermeiden. Wenn kein Platz ist aka der Gegner nicht weiter zurückweichen kann endet der Ausfall ja sowieso nach den Regeln. Wobei ja auch gesagt wird, dass zum einleiten des Ausfalls ausreichend Platz vorhanden sein muss. Ich denke für den Fall das eigentlich nicht beide Paraden gemacht werden können greift der Fall mit der +8er Erschwerniss für Waffen die eigentlich nicht Umwandeln können. Mehrere Ausfälle gegen einen Gegner halte ich sowieso für unmöglich und haben wir so auch nicht zugelassen. Eine Ausfallsituation wird bei uns eigentlich immer als isoliertes Duell betrachtet. Bzw theoretisch könnte ein Aussenstehender mit free hits auf Angreifer oder Verteidiger einschlagen, da beide ihre Aktionen verplant haben, aber das wäre ein wenig.. na ja

    Das mit den Distanzklassen ist ein interessanter Einwand. Allerdings steht ja da, dass der Ausfall eine DK weiter entfertn beginnen kann und die erste AT dann zum verkürzen dient. Was jetzt allerdings passiert wenn ich mit einer H Waffe einen Ausfall auf N einleite und der Gegner einen Speer hat steht auf einem anderen Blatt. Dann wären die +8 PA-Erschwernis ja besser für den Speerträger.


    Goltron  

    Ja mich kurz zu fassen war noch nie meine Stärke..

    Ich denke mit entsprechendem AP-Zusatzaufwand (BHK I, Dolche AT-lastig steigern) kann man aus TvL durchaus ein sehr praktisches Tool für kleinen Schaden nebenbei machen da stimmt. Das mit dem Langdolch ist natürlich eine nette Idee um TvL weiter zu steigern. Nimmt man noch einen Langdolch mit mehr TP hat man eine fast vollwertige 2. AT.


    Turajin

    Ja mir war nicht ganz bewusst wie unterschiedliche der Stil situationsbedingt sein kann. Ist aber natürlich auch sehr schön, da für verschiedenen Gegner Antworten parat zu haben. Was das Hausregeln des Ansagezeitpunkts angeht würde ich mal abwarten inwiefern es sich im Spiel auswirkt und das dann gegebenenfalls mit der Gruppe besprechen.

    Genau ich habe ja selbst mit 20/20 eher AT-lastig gesteigert (20/16) um auch einfach nicht darauf angewiesen zu sein, dass der Gegner mich vorher trifft und ich mit Binden/MP etwas vorbereiten kann.

    So langsam glaube ich das meine PW-Sammlung mit jedem Post weiter wächst :D

    die Linkhand als Allrounder, den Bock gegen schwere Waffen, Hakendolch/Langdolch für TvL, je nachdem ob man Dolche steigern möchte oder nicht

    Aber das mit HN für den Hakendolch ist auch ein sehr guter Einwand, kombiniert mit den guten Entwaffnungseigenschaften des Hakendolches.


    Aber prinzipiell hast du recht, gerade TvL ist nicht in jedem PW-Setup gut, aber richtig eingesetzt bietet das Manöver doch einigesan Potential.

  • Ich hatte eigentlich gehofft die 2. PW-PA in Duellen sinnvoll nutzen zu können

    Im Duell 1:1 bringt eine 2. PA nur begrenzt etwas, außer im Falle eines Gegners, der umwandelt.

    DSA ist halt oft sehr bemüht, etwas zu erlauben, aber zugleich auch möglichst einzuschränken. Eine Hausregel, die 2. PA nicht vorher ansagen zu müssen, würde helfen und würde ich persönlich auch nicht zu stark finden. Im BHK II darf man es ja auch von jeher.


    Das heißt es gibt jetzt keine Möglichkeit mehr im bewaffneten Kampf die INI des Gegners zu verringern? Außer natürlich gescheiterte/beendete Ausfälle. Aber nichts was ich aktiv tun kann?

    Das ist korrekt.

    Oder ihr führt als Hausregel die Finte zur Verwirrung wieder ein.


    Je nach Auslegung wird der Ausfall auch gut aufgewertet, da die MU+4 im späteren Heldenleben recht gut zu schaffen ist. Wenn allerdings zusätzlich die PA+4+eventuelle Finte geschafft werden muss, wird diese angenehme Art den Ausfall zu beenden natürlich etwas unwahrscheinlicher.

    Eigentlich wird der Ausfall abgewertet je besser die Beteiligten sind. Er hat eine Restriktion auf max. 4, und irgendwann machen Finten +4 nicht mehr so viel aus. Da sind die MU-Proben (die neben den + 4 noch um + erhaltene Treffer erschwert ist) schon fast das geringere Übel, da der MU nicht so schnell oder meist überhaupt nicht in 20er Höhen aufsteigt, wie ein PA-Wert.


    Wie ist das eigentlich mit TvL und umwandeln. Ich sage in meiner ersten Aktion TvL an, entschließe mich danach aber mittels Kampfgespür meine Reaktion in eine Aktion umzuwandeln. Ist das dann unmöglich weil ich TvL angesagt habe oder verfällt damit die TvL-Aktion da ich umgewandelt habe?

    TvL ist eine Zusatzaktion. AT und PA hast Du immer noch, wie ich das verstehe.

  • Aber das mit HN für den Hakendolch ist auch ein sehr guter Einwand, kombiniert mit den guten Entwaffnungseigenschaften des Hakendolches.


    Aber prinzipiell hast du recht, gerade TvL ist nicht in jedem PW-Setup gut, aber richtig eingesetzt bietet das Manöver doch einigesan Potential.

    Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt einen Kämpfer zu erstellen, der mit zwei Hakendolchen (über PW II incl. TvL) kämpft (und dann vielleicht irgendwann Begründer eines neuen Schwertgesellen-Stils wird). Fand ich durchaus eine interessante Überlegung, bisher ist es aber nur bei der Theorie geblieben (in den aktuellen Runden passt so ein Charakter nicht). Hätte zwar seine Probleme mit Gegnern die Kettenwaffen, Zweihandflegel oder Zweihandhiebwaffen führen, aber das ist, denke ich, akzeptbel. Den ein oder anderen Schwachpunkt darf man ja ruhig haben...

  • Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt einen Kämpfer zu erstellen, der mit zwei Hakendolchen (über PW II incl. TvL) kämpft (und dann vielleicht irgendwann Begründer eines neuen Schwertgesellen-Stils wird). Fand ich durchaus eine interessante Überlegung, bisher ist es aber nur bei der Theorie geblieben (in den aktuellen Runden passt so ein Charakter nicht). Hätte zwar seine Probleme mit Gegnern die Kettenwaffen, Zweihandflegel oder Zweihandhiebwaffen führen, aber das ist, denke ich, akzeptbel. Den ein oder anderen Schwachpunkt darf man ja ruhig haben...

    Mein Held kämpft mit zwei Langdolchen im BHK und ich spiele schon lange mit dem Gedanken, eventuell noch PW dazu zu nehmen. Ein Waffenmeister, der von beidem das beste verbindet und eventuell noch den gezielten Stich um 4 Punkte erleichtert... Sabber

    Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
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  • Wie ist das eigentlich mit TvL und umwandeln. Ich sage in meiner ersten Aktion TvL an, entschließe mich danach aber mittels Kampfgespür meine Reaktion in eine Aktion umzuwandeln. Ist das dann unmöglich weil ich TvL angesagt habe oder verfällt damit die TvL-Aktion da ich umgewandelt habe?

    TvL ist eine Zusatzaktion und unterliegt den entsprechenden Regeln. PA zu AT um zu wandeln stellt kein Problem dar, es ist jedoch nicht möglich die AT auf PA um zu wandeln. Dies hängt jedoch von Eurer Interpretation der "entsprechenden regulären Aktion" ab (siehe hier , wobei AT zu PA genau dem Bsp. aus WDS entspricht).


    Das der Bock alle Waffen parieren und entwaffnen kann schließt du daraus, dass auf WdS S.131 bei der Beschreibung keinerlei Einschränkungen aufgeführt sind und davon gesprochen wird Waffen zu entwaffnen?


    Grundsätzlich muss die Waffe meiner Meinung nach dazu geeignet sein eine gegnerische Waffe zu parieren, damit man überhaupt ein PA Manöver anwenden kann. Ohne weitere Einschränkungen (z.B. durch die Waffengattung oder Waffen individuell) kann man dann das Manöver so anwenden wie es in WDS steht.


    Das man mit dem Bock auch RAW schwerere Waffen entreißen kann, sieht man aber auch WDS S. 68 im letzten Absatz: meisterliches Entwaffnen (-> zweihändige Waffen) ist mit Bock und Hakendolch als PW geführt möglich.


    Man kann damit also sämtliche Waffen entreißen, die man auch parieren kann. Nach WDS gibt es keine Einschränkungen, nach AA kann man keine 2HH parieren (und entsprechend auch nicht entwaffnen), der Hakendolch hat hier mehr Einschränkungen (WDS S. 132).


    Man kann natürlich geteilter Meinung sein, ob auch die Hauptwaffe zur PA geeignet sein muss. Meiner Meinung nach muss dies nicht gegeben sein, wenn die PW dazu in der Lage ist (man macht schließlich keine Waffen-, sondern eine PW PA). Spätestens wenn man ein Rapier führt, spielt das aber keine Rolle mehr (gilt auch als Fechtwaffe geführt in PA Einschränkungsfragen als Schwert -> keine Einschränkung). Mit Rapier und Bock ist man als Fechter also sehr gut aufgestellt und kann sich aller (WDS) oder fast aller (AA) Gegner im "PW Modus" erwehren. Vielleicht auch ein Grund, warum der Bock eine der wenigen PWs ist, die man im "schweren Waffen" Norden (Thorwal, Svellt etc.) kennt und verwendet.

    Einmal editiert, zuletzt von x76 ()

  • Im Duell 1:1 bringt eine 2. PA nur begrenzt etwas, außer im Falle eines Gegners, der umwandelt.

    DSA ist halt oft sehr bemüht, etwas zu erlauben, aber zugleich auch möglichst einzuschränken. Eine Hausregel, die 2. PA nicht vorher ansagen zu müssen, würde helfen und würde ich persönlich auch nicht zu stark finden. Im BHK II darf man es ja auch von jeher.

    Ja das hört sich ganz nach DSA an.. vor allem steht die Einschränkung dann wieder an anderer Stelle oder sogar einem anderen Buch. Na ja mal sehen, ob ich da in meiner Gruppe auf offene Ohren treffe ;)


    Ich nehme mal an du hast auch keine Ahnung wieso es die Finte zur Verwirrung nicht mehr gibt? Zu stark oder kaum verwendet? Fand es immer eine schöne Möglichkeit um Ausfälle zu ermöglichen und natürlich auch stark mit/gegen Gegenhalten.


    Eigentlich wird der Ausfall abgewertet je besser die Beteiligten sind. Er hat eine Restriktion auf max. 4, und irgendwann machen Finten +4 nicht mehr so viel aus. Da sind die MU-Proben (die neben den + 4 noch um + erhaltene Treffer erschwert ist) schon fast das geringere Übel, da der MU nicht so schnell oder meist überhaupt nicht in 20er Höhen aufsteigt, wie ein PA-Wert.


    Stimmt die Begrenzung der Finten auf 4 beim Ausfall hatte ich vergessen. Dann ist es natürlich so, dass ein Ausfall harmloser wird, je defensiver der Verteidiger ist. Damit ist die MU-Probe vielleicht wirklich schwieriger zu schaffen.

    TvL ist eine Zusatzaktion. AT und PA hast Du immer noch, wie ich das verstehe.

    TvL ist eine Zusatzaktion und unterliegt den entsprechenden Regeln. PA zu AT um zu wandeln stellt kein Problem dar, es ist jedoch nicht möglich die AT auf PA um zu wandeln. Dies hängt jedoch von Eurer Interpretation der "entsprechenden regulären Aktion" ab (siehe hier , wobei AT zu PA genau dem Bsp. aus WDS entspricht).

    Könnt ihr das vielleicht noch etwas präzisieren? So wie ich das lese sagt WdS S.65: "Die Zusatzaktion aus Tod von Links darf nicht in eine Abwehraktion umgewandelt werden, [...] und auch nicht durchgeführt werden, wenn der Kämpfer seine reguläre Angriffs- oder Abwehraktion umwandeln will."

    So wie ich das lese habe ich wenn ich TvL ansage immer 2AT+1PA. Die Frage ist eben nur war passiert wenn ich nach dem Ansagen von TvL doch noch umwandeln will. Verfällt dann TvL oder darf ich nicht umwandeln wenn ich davor TvL angesagt habe?

    Ich hatte mal mit dem Gedanken gespielt einen Kämpfer zu erstellen, der mit zwei Hakendolchen (über PW II incl. TvL) kämpft (und dann vielleicht irgendwann Begründer eines neuen Schwertgesellen-Stils wird). Fand ich durchaus eine interessante Überlegung, bisher ist es aber nur bei der Theorie geblieben (in den aktuellen Runden passt so ein Charakter nicht). Hätte zwar seine Probleme mit Gegnern die Kettenwaffen, Zweihandflegel oder Zweihandhiebwaffen führen, aber das ist, denke ich, akzeptbel. Den ein oder anderen Schwachpunkt darf man ja ruhig haben...

    Mein Held kämpft mit zwei Langdolchen im BHK und ich spiele schon lange mit dem Gedanken, eventuell noch PW dazu zu nehmen. Ein Waffenmeister, der von beidem das beste verbindet und eventuell noch den gezielten Stich um 4 Punkte erleichtert... Sabber

    Wäre natürlich eine sehr reizvolle Kombination, da man die relativ flexible dritte Aktion von BHK mit den hohe PA-Werten von PW verbindet. Allerdings natürlich auch recht teuer. Aber eine Idee natürlich wert. ;) Eine Erleichterung auf GS steht bei mir für Waffenmeister sowieso hoch im Kurs.



    Grundsätzlich muss die Waffe meiner Meinung nach dazu geeignet sein eine gegnerische Waffe zu parieren, damit man überhaupt ein PA Manöver anwenden kann. Ohne weitere Einschränkungen (z.B. durch die Waffengattung oder Waffen individuell) kann man dann das Manöver so anwenden wie es in WDS steht.


    Das man mit dem Bock auch RAW schwerere Waffen entreißen kann, sieht man aber auch WDS S. 68 im letzten Absatz: meisterliches Entwaffnen (-> zweihändige Waffen) ist mit Bock und Hakendolch als PW geführt möglich.


    Man kann damit also sämtliche Waffen entreißen, die man auch parieren kann. Nach WDS gibt es keine Einschränkungen, nach AA kann man keine 2HH parieren (und entsprechend auch nicht entwaffnen), der Hakendolch hat hier mehr Einschränkungen (WDS S. 132).

    Man kann natürlich geteilter Meinung sein, ob auch die Hauptwaffe zur PA geeignet sein muss. Meiner Meinung nach muss dies nicht gegeben sein, wenn die PW dazu in der Lage ist (man macht schließlich keine Waffen-, sondern eine PW PA). Spätestens wenn man ein Rapier führt, spielt das aber keine Rolle mehr (gilt auch als Fechtwaffe geführt in PA Einschränkungsfragen als Schwert -> keine Einschränkung). Mit Rapier und Bock ist man als Fechter also sehr gut aufgestellt und kann sich aller (WDS) oder fast aller (AA) Gegner im "PW Modus" erwehren. Vielleicht auch ein Grund, warum der Bock eine der wenigen PWs ist, die man im "schweren Waffen" Norden (Thorwal, Svellt etc.) kennt und verwendet.

    Stimmt aus der Passage mit dem meisterlichen Entwaffnen lässt sich herauslesen, dass der Bock (und der Hakendolch) alle einhändigen Waffen entwaffnen können.

    Genau Bock kann alle 2H-Waffen parieren und entwaffnen, der Hakendolch dann nur alle außer Kettenwaffen, ZH-Flegel und ZH-Hiebwaffen.


    Ich denke auch, dass bei Entwaffnen mit der PW die Hauptwaffe nicht in der Lage sein muss die Waffe zu parieren. Wenn ich einen Klingenfänger oder die Dornen eines Bocks nutze werde ich ja kaum noch mit meinem Florett mitarbeiten, außer vielleicht unterstützend gegen den Arm des Gegners.


    Gilt der Rapier auch beim Entwaffnen aus der AT als Schwert? Es ist ja eigentlich immer nur die Rede davon, dass er in Sachen Paradeeinschränkungen als Schwert zählt.

  • Gilt der Rapier auch beim Entwaffnen aus der AT als Schwert? Es ist ja eigentlich immer nur die Rede davon, dass er in Sachen Paradeeinschränkungen als Schwert zählt.

    Würde ich per Hausregel drüberbügeln. Sonst kommst du auf so abstruse Kombinationen wie, dass ein Dolch einen Rapier nur Entwaffnen kann, wenn der auch als Fechtwaffe genutzt wird, als Schwert dann nicht mehr.


    Mein Tipp zu einer Hausregel: Rapier und Wolfsmesser dürfen parieren, als wären sie Schwerter. Dolche und Fechtwaffen dürfen auch entwaffnen, was sie Parieren können, Parierwaffen können die Liste an parierbaren Waffen erweitern.


    Übrigens ist es immer erlaubt, auch über eine unbewaffnete Parade/Attacke zu entwaffnen, so man neben (meisterlichem) Entwaffnen auch den Eisenarm beherrscht. Sprich der clevere Florettkämpfer, der sich aufs Raufen versteht, kann auch noch eine 2Handwaffe (solala) parieren und sogar Entwaffnen, wenn er seine Waffe wegwirft oder Raufenmanöver in den Bewaffneten Kampf einstreut.

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  • Würde ich per Hausregel drüberbügeln. Sonst kommst du auf so abstruse Kombinationen wie, dass ein Dolch einen Rapier nur Entwaffnen kann, wenn der auch als Fechtwaffe genutzt wird, als Schwert dann nicht mehr.


    Mein Tipp zu einer Hausregel: Rapier und Wolfsmesser dürfen parieren, als wären sie Schwerter. Dolche und Fechtwaffen dürfen auch entwaffnen, was sie Parieren können, Parierwaffen können die Liste an parierbaren Waffen erweitern.


    Übrigens ist es immer erlaubt, auch über eine unbewaffnete Parade/Attacke zu entwaffnen, so man neben (meisterlichem) Entwaffnen auch den Eisenarm beherrscht. Sprich der clevere Florettkämpfer, der sich aufs Raufen versteht, kann auch noch eine 2Handwaffe (solala) parieren und sogar Entwaffnen, wenn er seine Waffe wegwirft oder Raufenmanöver in den Bewaffneten Kampf einstreut.

    Ja klingt sehr sinnvoll die Hausregel. Alles was pariert werden kann kann auch entwaffnet werden.


    Ein Frage nochmal zum Umwandeln und Defensiven Kampfstil:

    Mit defensiven Kampfstil ist ja ein hochstacken von Meisterparaden nicht möglich, da ja nur die 1. Parade eine MP beinhalten darf.

    Wie sieht es aber aus wenn ich meine Aktion regulär in eine Reaktion umwandle? Bei Umwandeln in WdS S.81 steht nichts davon, dass die umgewandelte Aktion/Reaktion im Bezug auf Manöver eingeschränkt sind. Heißt das ich kann, wenn ich mit der 4er Erschwernis lebe anstatt den defensiven Kampfstil zu nutzen, sowohl in meiner 1. wie auch in meiner 2. Parade MP/Binden nutzen?

    Erscheint mir sehr unrealistisch, da defensiver Kampfstil damit später kaum Sinn macht, wenn eine 4er Erschwernis harmloser ist als die Einschränkung bei Manövern.

    Allerdings müsste es dann auch für umgewandelte Aktionen gelten, dass ich keine Manöver benutzen kann.

  • Ein Frage nochmal zum Umwandeln und Defensiven Kampfstil:

    Mit defensiven Kampfstil ist ja ein hochstacken von Meisterparaden nicht möglich, da ja nur die 1. Parade eine MP beinhalten darf.

    Wie sieht es aber aus wenn ich meine Aktion regulär in eine Reaktion umwandle? Bei Umwandeln in WdS S.81 steht nichts davon, dass die umgewandelte Aktion/Reaktion im Bezug auf Manöver eingeschränkt sind. Heißt das ich kann, wenn ich mit der 4er Erschwernis lebe anstatt den defensiven Kampfstil zu nutzen, sowohl in meiner 1. wie auch in meiner 2. Parade MP/Binden nutzen?

    Erscheint mir sehr unrealistisch, da defensiver Kampfstil damit später kaum Sinn macht, wenn eine 4er Erschwernis harmloser ist als die Einschränkung bei Manövern.

    Allerdings müsste es dann auch für umgewandelte Aktionen gelten, dass ich keine Manöver benutzen kann.

    Theoretisch müsste es genau so sein, wie du gesagt hast, was das ganze extrem unpraktisch macht. Wir spielen die INI-Reihenfolge einfach durch statt in umgekehrter Reihenfolge anzusagen, und am Anfang der Kampfrunde ansagen sparen wir uns (muss man ja auch beim Schildkampf eigentlich tun...).

    Explizit erlaubt ist ja, dass beim Defensiven Kampfstil die eine Parade eine Meisterparade, die andere ein meisterliches Ausweichen sein darf...

    Bei Kampfstäben, Kettenstäben und beim BHK gibt es zudem (je nach Argumentation, wenn man die Bonusaktion nicht macht etc) eigentlich auch die Möglichkeit, dass ohne Erschwernisse umgewandelt werden kann. Und das dann eben uneingeschränkt Manöver gemacht werden dürfen.

    Drum wäre an dieser Stelle - in meinen Augen - wieder eine Hausregel fällig, um den Defensiven Kampfstil zu klären. Entweder, man erlaubt auf die Umgewandelte Aktion ganz normale Aktionen und Manöver, oder man verbietet generell Manöver auf die umgewandelten Aktionen.

    Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
    Täuscher - lehr' mich zu verbinden Wahrheit und Lüge
    Spieler - durch dich erhalt' ich, was mein ist - Alles und Nichts

  • Ich nehme mal an du hast auch keine Ahnung wieso es die Finte zur Verwirrung nicht mehr gibt?

    Nein, habe ich nicht. Es sind ja auch andere Dinge von DSA 4 auf 4.0 unter den Tisch gefallen (z.B. der Kreuzblock). Einiges galt als weiterhin gesetzt und fiel aus Platzgründen weg (die Setzung beim rondrianischen Kodex mit der angemessenen Waffe, das hatte ich mal erfragt), ob anderes vergessen wurde oder absichtlich rausgeschmissen ...


    Könnt ihr das vielleicht noch etwas präzisieren? So wie ich das lese sagt WdS S.65: "Die Zusatzaktion aus Tod von Links darf nicht in eine Abwehraktion umgewandelt werden, [...] und auch nicht durchgeführt werden, wenn der Kämpfer seine reguläre Angriffs- oder Abwehraktion umwandeln will."

    Oha, zig Mal gestern und heute drüber gelesen und das übersehen. Stimmt natürlich, wer umwandelt, kann man keinen TvL mehr machen. Entweder er verfällt trotz Ankündigung, wenn vorher umgewandelt wird, oder man kann nach Durchführung nicht mehr umwandeln.

    Heißt das ich kann, wenn ich mit der 4er Erschwernis lebe anstatt den defensiven Kampfstil zu nutzen, sowohl in meiner 1. wie auch in meiner 2. Parade MP/Binden nutzen?

    Ja, sehe ich schon so. Wobei +4 ja nicht zu unterschätzen sind, die zusätzlich zu weiterer MP-Ansage anfallen, wenn auch vorherige MP etwas abgefangen werden kann.

  • Kann mir sogar auch vorstellen, dass die Finte zur Verwirrung bewusst weggelassen wurde, einfach weil Initiative-Verringerung in vielen Fällen sehr stark ist.


    Ja das mit dem überlesen kenn ich. Irgendwann verliert man total die Übersicht vor lauter Optional- und Expertenregeln.


    Ok interessant, dass ihr beide sagt, dass es so korrekt ist. Entwertet defensiven Kampfstil mMn ab einem gewissen Erfahrungslevel schon ungemein, aber gut so ist es nunmal.


    Eine weitere Frage ist uns noch im Bezug auf Gezielten Stich und Armatrutz gekommen.

    Es steht ja da, dass Armatrutz mehr oder weniger die natürliche RS erhöht indem die Haut gestärkt wird. Beim GS steht, dass er auch natürlichen RS umgeht.


    Heißt das die Armatrutz RS wird in Hälfte auf den GS als Erschwerniss angerechnet und bei Gelingen des GS umgangen?


    Irgendwie komisch zumal der Armatrutz ja magisch den ganzen Körper schützt und soweit ich weiß auch nicht sichtbar ist. Was nicht sichtbar ist kann auch nicht umgangen werden bzw. sollte eigentlich den GS nicht erschweren, weil der Kämpfer die Rüstung ja gar nicht sieht.

    Demnach würde der Armatrutz-RS nicht als Erschweniss angerechnet werden, aber dann vermutlich die SP vermindern. Was passiert dann wenn der Armatrutz höher als die SP ist? Trotzdem die Auto-Wunde oder nicht?


    Vielleicht weiß ja auch hierzu jemand Rat :)

  • Ich kann dir jetzt leider keine Regelstelle dazu zitieren, würde das ganze aber wie folgt handhaben:


    - natürlicher RS besitzt von Schwachstellen aufgrund der erforderlichen Beweglichkeit (z.B. Achselhöhlen, Knie und andere Gelenke, Augen, Ohren etc). Diese können ausgenutzt werden, weswegen der gezielte Stich hier anwendbar ist

    - der Armatrutz erzeugt per se keine Behinderung (LC), kann also an allen Körperstellen gleich stark sein. Zudem steht im LC explizit, dass er auch gegen Tiere schützt, die sich ungerüstete Stellen des Körpers aussuchen (SP statt TP). Insofern würde ich sagen, er wird gegen den gezielten Stich voll angerechnet, dürfte aber aus den von dir genannten Gründen nicht zur Erschwernis beitragen.

    - Ist der Armatrutz-RS höher als die SP vom GS, erleidet das Ziel keinen Schaden. Da sagt mir der vielbesungene GMV dass es dann auch keine Wunde gibt.;)

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein