Taktiken im Kampf

  • Hallo Liebe Orkis!


    Mich würde mal interessieren, wie ihr taktisch so in euren Kämpfen vorgeht. Das fängt damit an, welche Waffe ihr benutzt oder was für Manöver ihr verwendet, bis zu ausgeklügelte Taktiken gegen bestimmte Gegner. Tragt ihr lieber einen Haufen Waffen mit euch herum, um für alle Situationen vorbereitet zu sein, oder macht ihr das beste aus dem, was euch zur Verfügung steht?


    Zur Einleitung ein kleines Gedankenspiel:
    Ein Krieger (K) mit AHH und dicker Rüstung kämpft mit einem Parierwaffenkämpfer (P) mit Rapier und Linkhand. Beide sind etwa gleich erfahren.
    Was macht nun der Krieger? Greift er an hohen Finten, versucht mit starken Angriffen die Waffe seines Kontrahenten zu zerbrechen oder verlässt er sich lieber aufs Gegenhalten?
    Greift er an läuft K Gefahr gebunden zu werden und einen gefährlichen Gegentreffer zu kassieren, verlässt er sich aufs Gegenhalten kann P aber immer noch versuchen, mit einem geziehlten Stich durchzukommen. Was wäre denn in so einer Konstellation für beide Seiten die bevorzugten Taktiken?

    Along the shore the cloud waves break,

    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.

  • Hallo Liebe Orkis!


    Mich würde mal interessieren, wie ihr taktisch so in euren Kämpfen vorgeht. Das fängt damit an, welche Waffe ihr benutzt oder was für Manöver ihr verwendet, bis zu ausgeklügelte Taktiken gegen bestimmte Gegner. Tragt ihr lieber einen Haufen Waffen mit euch herum, um für alle Situationen vorbereitet zu sein, oder macht ihr das beste aus dem, was euch zur Verfügung steht?


    Ich spiele eine Säbeltänzerin, benutze also Säbel. Obwohl die für meinen Kampstil nicht ideal sind - Schwerter hätten mehr Manöver. Als reiner Kämpfer-Char wird man schon irgendwann eine Alternativtechnik zur primären erlernen, aber man muss ja auch erstmal die AP haben, um mehrere Kampftalente auf ordentliche Werte zu steigern. Letztendlich kommt es auf den Charakter an: ein pragmatischer Kämpfer-Char wird auch mal das Bogenschießen lernen, eine idealistischer Ordenskrieger eher nicht.




    Quote

    Zur Einleitung ein kleines Gedankenspiel:
    Ein Krieger (K) mit AHH und dicker Rüstung kämpft mit einem Parierwaffenkämpfer (P) mit Rapier und Linkhand. Beide sind etwa gleich erfahren.
    Was macht nun der Krieger? Greift er an hohen Finten, versucht mit starken Angriffen die Waffe seines Kontrahenten zu zerbrechen oder verlässt er sich lieber aufs Gegenhalten?
    Greift er an läuft K Gefahr gebunden zu werden und einen gefährlichen Gegentreffer zu kassieren, verlässt er sich aufs Gegenhalten kann P aber immer noch versuchen, mit einem geziehlten Stich durchzukommen. Was wäre denn in so einer Konstellation für beide Seiten die bevorzugten Taktiken?


    Der Krieger hofft, genug INI zu haben, um in Stangendistanz beginnen zu können. Attacken zur Distanzklassenverkürzung von P sind tödlich wegen Auflaufen Lassen. K sollte aber genauso wenig einfach angreifen wegen Binden-Ansagen. Typischer Mexican Standoff. K hat Chancen, mit Finten durchzukommen, P hat keine Gewinntaktik, außer zu hoffen, K binden zu können oder den Malus einer misslungenen Finte von K nutzen zu können. K ist im Vorteil, weil nur er eine Entscheidung forcieren kann.


    Hat K zu wenig INI, beginnt P im Nahkampf. Das nützt ihm aber nicht viel, denn er kann nicht verhindern, dass K erstmal die Distanzklasse vergrößert - das ist nicht parierbar. Ich würde also sagen, bei gleicher AP-Anzahl ist K wegen Gegenhalten/auflaufen lassen in Distanzklasse S im Vorteil.

    It's hard to light a candle, easy to curse the dark instead.
    •••
    The trouble with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and trying to put things in it. -- Terry Pratchett

  • Hi


    Mich würde mal interessieren, wie ihr taktisch so in euren Kämpfen vorgeht. Das fängt damit an, welche Waffe ihr benutzt oder was für Manöver ihr verwendet, bis zu ausgeklügelte Taktiken gegen bestimmte Gegner. Tragt ihr lieber einen Haufen Waffen mit euch herum, um für alle Situationen vorbereitet zu sein, oder macht ihr das beste aus dem, was euch zur Verfügung steht?


    Also ich spiele Aktuell einen Söldner mit Schwert und Schild, der mehrer Waffen dabei hat, wobei er eigentlich nur vers. Schwerttypen führt, also Langschwert, Breitschwert und eine Karmulka. Die Meisten Konfrointationen werden mit dem obligatorischen Wuchtschlag +8/10 geregelt oder wenn die Möglichkeit besteht mit einen entsprechenden Sturmangriff.
    Dazu nutzt er dann noch hin und wieder eine Raufenwaffe, wobei die sich bei seinem Waffenlos Hruruzat zumeist erübrigt.
    Wenn er seine Waffenausbildung am Schwert mal vollendet hat, soll er noch die Infanteriewaffe/Speer Meistern, muss also mehr waffen durch die Gegend schleppen.


    Zur Einleitung ein kleines Gedankenspiel:
    Ein Krieger (K) mit AHH und dicker Rüstung kämpft mit einem Parierwaffenkämpfer (P) mit Rapier und Linkhand. Beide sind etwa gleich erfahren.
    Was macht nun der Krieger? Greift er an hohen Finten, versucht mit starken Angriffen die Waffe seines Kontrahenten zu zerbrechen oder verlässt er sich lieber aufs Gegenhalten?
    Greift er an läuft K Gefahr gebunden zu werden und einen gefährlichen Gegentreffer zu kassieren, verlässt er sich aufs Gegenhalten kann P aber immer noch versuchen, mit einem geziehlten Stich durchzukommen. Was wäre denn in so einer Konstellation für beide Seiten die bevorzugten Taktiken?


    Nun ich würde diese Situation mal aus der Sicht meines Söldners betrachten, also wenn er mit AHH gegen den Genannten Gegner vorgehen muss.
    Wenn man Kampfreflexe und Kampfgespür hat und einen guten Ini-Wurf hinlegt könnte man schneller sein als der Gegenüber, ich würde eine Mischung aus Finte und Wuchtschlag nutzen um diesen Gegner zu bezwingen, so beides um etwa 4/5 also einen 8/10 Ansage. Das ist ja schon keine kleine Erschwernis mehr, aber wenn sie trifft macht man etwas mehr Schaden und sollte dann wohl auch schon die Erste Wunde geschlagen haben. Bei einem filigranen Kampfstil, der ja um die hohe Ini spielt, ist jeder Wunde ja schon doppelt belastend. Alternativ würde ich es bei einem Solchen Fein vielleicht sogar auf ein Pseudo-Alles-oder-Nichts-Manöver setzen solange der Hammerschlag noch nicht gelernt ist, also ein Niederwerfen zusätzlich erschwert. Liegt der Herr mitsamt seiner Bewaffnung am Boden ist der Kampf für ihn gelaufen.
    Man kann auch gerne versuchen statt Attacke und Parade anzusagen, lieber 2x zu attackieren, die Rüstung sollte ganz gut vor den Pieksern des Gegners schützen, setzt dieser dann aber einen viele gezielte Stiche, würde ich das schnell wieder sein lassen.

    "Maraskaner gelten als Heißblütig, laut, geschwätzig, aufsässig, respektlos und tiefgläubig, als gewaltätig und philosophisch."

  • Die Manöver-Vielfalt -Differenz zwischen Säbel und Schwert ist doch nur marginal, schlechter finde ich den Säbel da nicht, schon gar nicht mit der günstigeren Spalte.


    Welche Held welche Waffen benutzt, dazu haben wir ein Thema: http://www.orkenspalter.de/board117-das-schwarze-auge-aventurien/board4-dsa-4-kampfregeln/13829-welche-waffen-haben-eure-helden/. Ebenso wer mit wie vielen Waffen umgehen kann: Mit wie vielen Waffen umgehen?


    Vorgehensweisen richten sich ansonsten auch danach, wo man kämpft (beengte Verhältnisse, offenes Feld ...), gegen wen (einzelne Gegner, große Überzahl) gegen welche Art von Gegner man kämpft (Menschnähnliche, Tiere, große oder gar sehr große Gegner), ebenso, ist es einer, der schlechter ist man selber oder viel besser ...
    All das beinflusst mit, auf welche SF man zurückgreift (oder greifen kann) und wie man vorgeht.


    In unserer 7G-Runde, der einzigen DSA-Runde, die ich zur Zeit habe, sind die SC sehr stark und die Gegner als Einzelgegner auch, oder kommen in großen Massen, ohne dabei dolle zu sein, oder sind auch schon mal groß oder sehr groß.
    Eigentlich fintieren alle und Wuchtschläge gehören auch meist dazu (nach unseren Hausregeln erschwert ein WS mit seiner halben Ansage die PA), so dass eigentlich, auch bei PA von über oder deutlich über 20 Meisterparaden faktisch nicht zum Einsatz kommen, weil die PA auch so schon bei um die 10 oder mehr erschwert sind.
    Nur wenn zuweilen von den beiden PW-Kämpferinnen (nebenberuflich, hauptberuflich BHK II-Kämpferinnen) der Hakendolch gezogen wird, wird gebunden (wenn möglich) oder wenigstens meisterpariert, weil dann die PA-Werte noch mal deutlich höher sind.
    Bei meinem Charakter (oder vielmehr deren beiden) ist auch ein Schild vorhanden gegen große oder sehr große Gegner, aber da ist ausweichen dann (bei einem) die angenehmere Wahl, da mit weniger Einschränkungen als ein Schild verbunden.
    Gegenhalten ist bei uns kein Allheilmittel, da Gegner es zuweilen tatsächlich schaffen, eine noch höhere INI zu haben (und die meisten SC bewegen sich schon so bei um die 30 herum), oder eine ähnlich hohe und manchmal auch der gegnerische halbe Schaden sich in Regionen bewegt, die man nicht allzu oft abhaben möchte oder kann.
    Finten und Wuchtschläge sind das A und O. Kampferöffnung manchmal ein Sturmangriff, eine Windmühle nur, wenn Entrückung wirkt, denn gegnerische WS und Finten haben halt oft viel Bumms. Entwaffnen in der Feldschlacht bringt nichts, so einige Gegner kann man auch nicht entwaffnen oder niederwerfen, außerdem ist den Gegner niederzuwerfen und dann abzumurksen unehrenhaft, geht also auch nicht.



    Beide sind etwa gleich erfahren.


    Heißt das, sie haben gleiche AP-Zahl, oder sie haben gleiche TaW in ihrer Hauptwaffe und in etwa gleich viel oder gar gleiche SF?
    Haben sie Kampfgespür oder nicht (und überhaupt welche womöglich auch Elite-SF), wird mit oder ohne DK gespielt. Was ist dicke Rüstung und trägt der andere eine leichte Rüstung?

  • @Schattenkatze
    Nur mal so eine nette Balancingfrage: Wenn bei euch die Halbe Wuchtschlagansage die Parade des Gegners erschwert, ist das dann nicht ganz schön unausgeglichen, der Sinn des Wuchtschlags soll doch der hohe Brachiale Schaden sein, in einem eher Kraftvollen als geschickten Manöver... Ich versteh ja den Gedanken das so viel rohe Kraft schwer zu bremsen ist, aber ein erfahrener Kämpfer weiß doch sicher wie er dagegen ankommt?
    Und zählt das bei euch auf alle darauf aufbauenden Manöver also Sturmangriff, Niederwerfen und Hammerschlag?

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  • Heißt das, sie haben gleiche AP-Zahl, oder sie haben gleiche TaW in ihrer Hauptwaffe und in etwa gleich viel oder gar gleiche SF?
    Haben sie Kampfgespür oder nicht (und überhaupt welche womöglich auch Elite-SF), wird mit oder ohne DK gespielt. Was ist dicke Rüstung und trägt der andere eine leichte Rüstung?


    So genau wollte ich das bewusst nich aufdröseln. Ich meinte nur die beiden sollten von der AP-Zahl, Talentwert und qualität der Bewaffnung vergleichbar sein. Hat der eine Kampfgespür, wird es der andere auch haben. K könnte die Windmühle haben, für P macht die keinen Sinn usw.


    Also ich spiele Aktuell einen Söldner mit Schwert und Schild, der mehrer Waffen dabei hat, wobei er eigentlich nur vers. Schwerttypen führt, also Langschwert, Breitschwert und eine Karmulka. Die Meisten Konfrointationen werden mit dem obligatorischen Wuchtschlag +8/10 geregelt oder wenn die Möglichkeit besteht mit einen entsprechenden Sturmangriff.


    Wie handhabt ihr es denn ihr mit dem Bruchfaktor? :P Fliegt dir bei solchen ansagen nicht mal ganz schnell die Waffe im die Ohren? Bei uns beharren die auf den alten DSA-Brichtest regeln, also das man bei +15 Schaden einen machen muss. Hat zur Folge, das ich mit Fechtwaffe noch fast nie einen BF würfel musste, unser Hammerschwinger aber in jedem Kampf mindestens einmal...


    @flyx Ah sehr interessant. Ich bin mal davon ausgegangen, das P wahrscheinlich (nicht zwingend) auf eine höhere Ini kommt. Wäre es dann nicht schlauer für ihn der Distanzklasse H mit dem Linkhand zu Kämpfen, sofern er das kann? Wir spielen ohne die Distanzklassen, und ich bin mir nicht sicher, ob das was gutes oder was schlechtes ist.


    Mein Held ist ein Ferdoker Dieb mit Fechtwaffen, der aber am liebsten mit einem "Vorteil" kämpft. Er versucht von Hinten anzugreifen, benutzt Wurfmesser oder auch mal gerne die Armbrust. Da wir noch wenig große Schlachten gekämpft haben, gibts im Kampf auch oft was anderes zu tun: Türen öffnen, dem Magier/Geweihten XY zur Hand gehen oder den gegnerischen Schützen in den Rücken fallen.

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  • Mich würde mal interessieren, wie ihr taktisch so in euren Kämpfen vorgeht. Das fängt damit an, welche Waffe ihr benutzt oder was für Manöver ihr verwendet, bis zu ausgeklügelte Taktiken gegen bestimmte Gegner. Tragt ihr lieber einen Haufen Waffen mit euch herum, um für alle Situationen vorbereitet zu sein, oder macht ihr das beste aus dem, was euch zur Verfügung steht?


    Das hängt im Wesentlichen von dem Charakter ab, den ich spiele. Der horasische Kämpfer aus Vinsalt (Primärwaffe: Warunker Hammer) kämpft eher offensiv-verspielt, der weidener Ritter (Schwert und Schild) eher defensiv, der (mittlerweile zur Ruhe gesetzte) Rondrageweihte situativ variabel (die diversen nicht-kämpfer lasse ich mal aus der Aufzählung raus). Sprich jeder meiner Kämpfer-charaktere hat eine andere herangehensweise an einen Kampf. Manche agieren immer gleich (auch wenn ich als Spieler weiß, dass eine andere herangehensweise sinnvoller wäre), andere varieren, und letztendlich hängt es davon ab, was die jeweiligen Charaktere können und über welchen Erfahrungsstand sie verfügen.




    Zur Einleitung ein kleines Gedankenspiel:
    Ein Krieger (K) mit AHH und dicker Rüstung kämpft mit einem Parierwaffenkämpfer (P) mit Rapier und Linkhand. Beide sind etwa gleich erfahren.
    Was macht nun der Krieger?


    Das Gedankenspiel ist m.E. nicht ausführlich genug: was genau bedeutet "gleich erfahren"? Haben beide einen TaW von 1 in ihrer Hauptwaffe, oder einen von 11, oder gar einen von 21? In allen drei Fällen wären sie in Relation zueinander "gleich erfahren", jedoch sind sie bei höherem TaW deutlich fähiger als bei niedrigerem. Welche SF sind wem bekannt? Wurde beim Verteilen der TaW-Punkte eher offensiv, defensiv oder ausgeglichen verteilt? Was bedeutet "dicke Rüstung"? Ist RS4 schon "dick", oder erst RS 8? Welche Rüstung trägt der Rapierkämpfer? Ist Rüstungsgewöhnung vorhanden - sprich welche BE haben die beiden jeweils? Wird mit oder ohne Zonensystem gespielt? Falls ja: wie varieren die RS-Punkte nach Zone ("dicke" Rüstung auf Brust, aber nur leichte an den Beinen und nicht auf dem Kopf)? Wird mit Distanzklassen gespielt? Mit Ausdauerregln oder ohne? Hat irgendeiner der Charaktere ine Prinzipientreue/einen Moralkodex, der sein Vorgehen im Kampf beeinflussen könnte (z.B. rondrianischer Kodex)? Um das Gedankenspiel durchführen zu können fehlen also meines Erachtens haufenweise Date, die das Durchführen des Gedankenspiels beeinflussen.

  • @Sternenfaenger
    Da muss ich leider gestehen, dass der BF gerne vergessen wird, wenn ich nicht gerade der Meister bin und ja da springen dann hin und wieder Waffen.
    Auch ein Problem oder eine Entledigung eines Problem ist, das viele der Chars schon irgendwelche magisches Waffen haben, die mitunter unzerstörbar sind oder Bruchfaktor -xy haben...

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  • Wenn ich mit meinem Magier in die Verlegenheit komme, dass ich mich im Nahkampf verteidigen muss, dann attackiere ich mit 'Blitz dich find!' und pariere mit dem Säbel.

  • Die Manöver-Vielfalt -Differenz zwischen Säbel und Schwert ist doch nur marginal, schlechter finde ich den Säbel da nicht, schon gar nicht mit der günstigeren Spalte.


    Naja, mit Säbeln hat man gegen gut gerüstete Gegner Probleme, weil einem der gezielte Stich fehlt (obwohl beispielsweise Amazonensäbel genau dafür vorne beidseitige Schärfe haben). Man kann sie natürlich über Schwerter führen und das vom Säbel-Talent ableiten, was bei einem hohen TaW eine gangbare Möglichkeit ist. Aber wenn ich nach Effizienz gehe, würde ich einen BHK-II-Kämpfer in jedem Fall mit Schwertern und nicht mit Säbeln kämpfen lassen. Ein gezielter Stich über die Zusatzaktion kann den Kampf sehr schnell entscheiden, sobald man über Waffenmeister die maximale Ansage für die Zusatzaktion erhöht hat. Auch Niederwerfen in der Zusatzaktion ist nützlich und geht mit Amazonensäbeln ebensowenig (wobei man hier natürlich andere Säbel benutzen kann, mit denen das geht).


    flyx Ah sehr interessant. Ich bin mal davon ausgegangen, das P wahrscheinlich (nicht zwingend) auf eine höhere Ini kommt. Wäre es dann nicht schlauer für ihn der Distanzklasse H mit dem Linkhand zu Kämpfen, sofern er das kann? Wir spielen ohne die Distanzklassen, und ich bin mir nicht sicher, ob das was gutes oder was schlechtes ist.


    Nur, wenn der Krieger kein Halbschwert kann. Es gibt zwei mögliche Varianten, die Distanzklasse über INI zu bestimmen: Entweder derjenige mit der höheren INI bestimmt einfach die Distanzklasse, oder man fängt in der größten DK an und derjenige mit der höheren INI darf für je 6 Punkte um eine DK verringern. Ich präferiere die zweite Variante, und da ist es dann nicht gesagt - und möglicherweise vom Würfelglück abhängig - ob P auf N verringern kann, von H ganz zu schweigen. In jedem Fall musst du immer bedenken, dass K seine Angriffsaktion immer zur Distanzklassenvergrößerung benutzen kann. P muss schnell sein, um den Vorteil nutzen zu können.


    Das Spiel mit Distanzklassen wertet Kämpfer mit Gegenhalten-Stil und Waffen mit DK S deutlich auf, weil Distanzklassenverkürzungen für den Angreifer sehr riskant werden. Ohne Distanzklassen hat man wirklich die Situation, dass sich zwei Kämpfer gegenüberstehen, von denen keiner so richtig angreifen will, weil er eigentlich auf eine Aktion des Gegners reagieren kann. Ich bleibe dabei, dass der Krieger im Vorteil ist, weil er durch Finten die Entscheidung herbeiführen kann - oder eben abwartet. Der Parierwaffenkämpfer hat keine sinnvolle Alternative für das Binden in der Parade, weil er üblicherweise seine AT/PA-Verteilung entsprechend gemacht hat und deshalb ein Angriff gegen Gegenhalten - insbesondere ein Manöver mit Ansage wie Gezielter Stich - sehr risikoreich ist.

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  • @LordMalek: Ich schreibe Dir gleich eine Konversation mit der Antwort, da das gier thematisch nicht hingehört.


    @Sternenfaenger: Das meinte ich. Gleiche AP-Zahl hat nichts mit ähnlichen TaW zu tun, das der Fechter nicht den Hammerschlag hat, aber den gezielten Stich, nehme ich an, aber es macht ja schon einen Unterschied, ob überhaupt "High-End"-SF im Spiel sind und ob für den jeweiligen Kampfstil gleichwertige SF angedacht sind.
    Wie Turajin schon weiter ausführt, ist Höhe des TaW und Aufteilung auf AT und PA von Relevanz, denn das beeinflusst ebenfalls was man sich Ansagen überhaupt zutrauen kann/sollte, und mit welchen Experten- und Optionalregeln gespielt wird.
    Denn auch die von mir genannten Punkte spielen eben mit hinein.
    Obendrein hat der mit Rüstung den Vorteil das er dem gezielten Stich immerhin Auflagen mit gibt und bei normalen Angriffen den nicht so hohen Schaden absorbiert, während ein ungerüsteter Fechter die Wuchtschläge komplett hinnehmen müsste. Oder wenn er zuviel BE hat, muss er Abzüge hinnehmen, Fechtwaffen fangen früh damit an.


    @flyx: Halbschwert, Gezielter Stich und Niederwerfen sind es, die die meisten Säbel nicht, aber die meisten Schwerter schon nutzen dürfen. Persönlich kamen die mir nie so wichtig vor, das deren Fehlen ausgesprochen nachteilhaft wäre. Aber das mag natürlich wie so ungefähr alles anders Geschmacks- und Ansichtssache sein. Kann man sich, wenn auch eben erst spät, eines von beiden über den Wfm an Bord holen.

  • Zur Kampftaktik meiner bisherigen Kämpfer selbst:
    Ich hatte mal einen Balayan nach Marwan Dahin mit zwei Kurzschwertern als Säbel bzw Dolche geführt und sehr solidem Raufenwert. Wenn er in DK H kam und der Gegner N oder S hatte setzte er so schnell es ging gezielte Stiche aufs Bein, gerne 2 pro Runde durch umwandeln, je nachdem wie es sich dann weiter entwickelte gefolgt von Fußfeger, Ausfall und DK Verkürzungen. Wenn absehbar war, das die DK nicht so kurz gehalten werden kann, z.B. weil der Gegner zu viel INI hat oder dieser selbst in DK H gut parieren konnte hab ich die Schwerter als Säbel benutzt und mit Wuchtfinten (50:50) angegriffen.


    Ein defensiver Schild Kämpfer aus unserer Gruppe sammelt im defensiven Kampfstil über Meisterparade Punkte und haut dann irgendwann ne Wuchtfinte mit Gesamtansage 14+ raus.


    Unser Fechter mit sehr hoher INI ist oft mit allen Aktionen vorm Gegner dran und greift da ebenfalls gerne zum gezielten Stich, aber eher ohne zielen auf Trefferzone. Außerdem hat er über Waffenmeister eine Variante des gezielten Stichs, bei der er seinem Gegner die Klinge an den Hals setzt und dieser eine erschwerte MU Probe ablegen muss, um weiter zu kämpfen. Gegen Humanoide Gegner, wenn man nicht damit rechnen muss noch drei andere bekämpfen zu müssen wird die sehr gerne eingesetzt.


    Mein Ritter/Rondrianer hält gelegentlich gegen, bevorzugt es aber Pa in AT umzuwandeln und mit zwei Finten anzugreifen. Wuchtschläge benutzt er selten, da er mit Zweihänder schon genug Schaden macht.



    Gruppe Taktik gibt auch. Meist läuft es drauf hinaus, dass unser nicht kämpfender Praiot blitzt, exportiert und sich zum Heilen bereit hält, unser defensiver Schild Kämpfer schützt ihn bzw. bindet einen starken Gegner im defensiven Kampfstil, mein Ronnie wird speziell für Gegner abgestellt, die potentiell viel Schaden machen ( weil er am meisten aushält) Kettenwaffen haben (die unsere Schildis und der Fechter schwer abwehren können) oder schwer zu verwunden sind (kann als einziger mit Hiebwaffen umgehen und muss daher immer gegen Skelette ran). Der Fechter variiert. Typische Ziele sind für ihn langsame, ini-schwache Gegner, die er schnell nieder stechen kann, fähige Duellanten, gegen die mein Ronnie ziemlich ab stinkt (Ironie des Schicksals... ist eine Mischung aus Pech und Unfähigkeit) oder dass er meinem Ronnie den Rücken frei hält, damit dieser halt etwaige Skelette weg räumen kann.

    Noctum Triumphat

  • @ flyx:

    Quote

    Der Krieger hofft, genug INI zu haben, um in Stangendistanz beginnen zu können. Attacken zur Distanzklassenverkürzung von P sind tödlich wegen Auflaufen Lassen.


    Auflaufen lassen ist nur gegen einen Sturmangriff möglich. Beim normalen Gegenhalten kommt es sehr stark darauf an welche Rüstung P trägt und ob K eine TP-technisch verbesserte Waffe hat.


    Quote

    K hat Chancen, mit Finten durchzukommen, P hat keine Gewinntaktik, außer zu hoffen, K binden zu können oder den Malus einer misslungenen Finte von K nutzen zu können. K ist im Vorteil, weil nur er eine Entscheidung forcieren kann.


    P hat die Waffen mit dem höheren Ini Bonus. Wenn wir also davon ausgehen er hat die höhere Ini muss K zuerst seine Aktionen ansagen, also entweder angreifen wodurch er gebunden oder entwaffnet werden kann oder zweimal parieren wodurch P die Möglichkeit hat zweimal zu attackieren. Gegenhalten wird gegen einen Gegner mit höherer Ini auch mal schief gehen. P könnte auch einen Langdolch nutzen um K mit Tod von Links attacken zuzusetzen, hier kommt es wieder darauf an in wie weit dieser verbessert ist und wie hoch die Rüstung von K ist. Insgesamt ist der DK Vorteil von K sehr mächtig aber wenn P eine höhere Ini zugestanden wird würde ich beiden eine in etwa gleiche Chance zurechnen.


    Quote

    Aber wenn ich nach Effizienz gehe, würde ich einen BHK-II-Kämpfer in jedem Fall mit Schwertern und nicht mit Säbeln kämpfen lassen. Ein gezielter Stich über die Zusatzaktion kann den Kampf sehr schnell entscheiden, sobald man über Waffenmeister die maximale Ansage für die Zusatzaktion erhöht hat.


    Du kannst den Gezielten Stich mit einem Schwert (außer einem Kurzschwert) nur in Halbschwert Stellung durchführen. Also lässt sich dieser bei zwei Waffen sowieso nur mit Kurzschwertern ausführen.

  • und die Zusatz Aktion darf kein Manöver mit mehr als 4 Punkten Ansage sein, gezielter Stich also nur gegen Ungerüstete, wenn überhaupt.

    Noctum Triumphat

  • Ein defensiver Schild Kämpfer aus unserer Gruppe sammelt im defensiven Kampfstil über Meisterparade Punkte und haut dann irgendwann ne Wuchtfinte mit Gesamtansage 14+ raus.


    Wie das?

  • In dem man bei der PA immer höhere MP ansagt. Im Defensiven Kampfstil (oder als Verteidiger im Ausfall) pariert man nur, also ist die jeweils nächste PA erleichtert, was man zu einer höheren MP verwenden kann. +2, +4, +6 z.B. und das ist dann jeweils durch die davor erleichtert und so kann man sich ein ordentliches Polster zusammensparen mit Glück und das in eine AT versenken.

  • @ flyx:


    Auflaufen lassen ist nur gegen einen Sturmangriff möglich. Beim normalen Gegenhalten kommt es sehr stark darauf an welche Rüstung P trägt und ob K eine TP-technisch verbesserte Waffe hat.


    Nein, Auflaufen lassen ist möglich, wenn die eigene Waffe eine höhere DK als der Gegner hat (WdS 69), macht aber Schaden wie ein Sturmangriff. Ich gebe zu, dass es Interpretationssache ist, ob eine Attacke zur Distanzklassenverkürzung als Auflaufen lassen zählt oder nicht, denn im Text ist sie vor dem Abschnitt Auflaufen lassen aufgeführt, aber die Beschreibung „Verteidiger hat höhere DK“ trifft hier ja zu. Ich ging davon aus, dass P's Attackewert deutlich niedriger ist als K's, weil P als Parierwaffenkämpfer wahrscheinlich 5 Punkte mehr auf PA verteilt hat, K auf als gut gerüsteter AHH-Kämpfer auf AT. Damit hat das Gegenhalten gute Chancen.


    Quote

    P hat die Waffen mit dem höheren Ini Bonus. Wenn wir also davon ausgehen er hat die höhere Ini muss K zuerst seine Aktionen ansagen, also entweder angreifen wodurch er gebunden oder entwaffnet werden kann oder zweimal parieren wodurch P die Möglichkeit hat zweimal zu attackieren.


    Ich ging schon von Kämpfern aus, die haben mal mindestens Aufmerksamkeit. Also müssen sie erst in ihrer Initiativ-Phase erklären, ob sie umwandeln oder nicht. Und wenn P den höheren INI-Bonus hat, ist er damit zuerst dran.


    Quote

    Gegenhalten wird gegen einen Gegner mit höherer Ini auch mal schief gehen. P könnte auch einen Langdolch nutzen um K mit Tod von Links attacken zuzusetzen, hier kommt es wieder darauf an in wie weit dieser verbessert ist und wie hoch die Rüstung von K ist. Insgesamt ist der DK Vorteil von K sehr mächtig aber wenn P eine höhere Ini zugestanden wird würde ich beiden eine in etwa gleiche Chance zurechnen.


    Prinzipiell ja, nur wie gesagt, wenn P sein Talent auf PA gelegt hat (was üblich ist), hat er einen schwachen Angriff, wenn er nicht dazu kommt, K zu binden.


    Quote

    Du kannst den Gezielten Stich mit einem Schwert (außer einem Kurzschwert) nur in Halbschwert Stellung durchführen. Also lässt sich dieser bei zwei Waffen sowieso nur mit Kurzschwertern ausführen.


    Stimmt, das hatte ich übersehen.

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  • @ Auflaufen lassen: Da steht gegen anstürmende Gegner. Man hätte das eindeutiger schreiben können, aber für mich sind das eindeutig Gegner die einen Sturmangriff o.ä. ausführen und nicht jeder Angriff und schon garkeine Attacke zur Distanzklassenverkürzung. Der Bonusschaden kommt ja auch daher weil der Gegner in deine Waffe läuft.


    Quote


    Ich ging davon aus, dass P's Attackewert deutlich niedriger ist als K's, weil P als Parierwaffenkämpfer wahrscheinlich 5 Punkte mehr auf PA verteilt hat, K auf als gut gerüsteter AHH-Kämpfer auf AT. Damit hat das Gegenhalten gute Chancen.


    Ich habe bei meinen Parierwaffenkämpfer maximal auf die AT verteilt da die Parade durch den Bonus aus der Parierwaffe hoch genug ist. Damit kann ich kein Binden +15 machen, stehe aber auch nicht wie ein Depp da wenn mich der Gegner garnicht trifft oder eine Waffe führt die man nicht Binden kann.

    Quote


    Ich ging schon von Kämpfern aus, die haben mal mindestens Aufmerksamkeit. Also müssen sie erst in ihrer Initiativ-Phase erklären, ob sie umwandeln oder nicht. Und wenn P den höheren INI-Bonus hat, ist er damit zuerst dran.


    Nein, in so einem Fall muss in umgekehrter Ini Reihenfolge angesagt werden. Das macht in der Praxis kein Mensch weil es (in einem Gruppenkampf) furchtbar unpraktisch ist, wir (und ich meine auch viele andere) spielen es als Hausregel so das der mit der höheren Ini abwarten kann um seine Aktion erst nach dem Char mit der niedrigeren Ini ansagen zu müssen. Wenn der mit der Ini zuerst ansagen müsste ist er im Nachteil was nicht Sinn der Sache sein kann.


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    Prinzipiell ja, nur wie gesagt, wenn P sein Talent auf PA gelegt hat (was üblich ist), hat er einen schwachen Angriff, wenn er nicht dazu kommt, K zu binden.


    Macht man das als Parierwaffenkämpfer so? Damit ist man doch total auf Binden angewiesen und eingeschränkt wenn man einen "unpassenden" Gegner hat? Man kann für einen offensiven Stil natürlich eine andere Waffe benutzen, der Parierwaffenkampf scheint mir dann aber doch recht beschränkt. Ich habe als Parierwaffe meist auch einen Langdolch benutzt und damit so manchen Gegner niedergestochen (wobei wir ohne DK spielen was den Dolch im TvL aufwertet).

  • Binden ist aber auch das stärkste Manöver, gefolgt von der MP, wenn man die machen darf, aber nicht Binden.
    Der PW-Kämpfer lebt davon, eine hohe PA zu haben, mit der man den Gegner abwehren kann (am besten auch seine Finte) und trotzdem ein Manöver ansagen, um dadurch die eigene AT zu verbessern.
    Ob man dann lieber die AT maxt und durch Boni von Waffe und SF die PA "nur mitzieht", um in beidem recht gut zu sein, statt die PA gegenüber der AT zu bevorzugen, muss man nutzen.
    Aber es ist vielleicht sehr teuer, auf diesem Wege eine gute PA zu bekommen, aber nicht so gut, dass man sich darüber echte Vorteile verschaffen kann.


    Gegen einen Gegner, dessen Waffe man nicht parieren kann, hat man ein Problem, aber das dann u.U. nicht nur durch die PW, sondern auch mit der Hauptwaffe, wenn/falls die auch zu den verbotenen Waffen gehört und dann nutzt die AT-Maximierung auch nichts.
    Die größte Stärke kann auch die größte Schwäche in anderen Situationen sein.

  • Meisterparade wandelt nur meine PA und AT um, das bringt eine Gewisse Flexibilität aber keinen grundsätzlichen Vorteile. Binden ist sehr stark, ja, ich habe es aber oft genug erlebt das ich nicht Binden konnte weil man Gegner die Attacke versemmelt hat, er die falsche Waffe führte oder ich zweimal Parieren musste und so keine Ansage machen konnte. Wenn der Charakter einer der Hauptkämpfer ist und dann Runden lang nichts zustandebekommt weil sein Binden nicht klappt...naja ich weiß nicht, das kommt mir doch etwas fad vor.


    Quote

    Gegen einen Gegner, dessen Waffe man nicht parieren kann, hat man ein Problem, aber das dann u.U. nicht nur durch die PW, sondern auch mit der Hauptwaffe, wenn/falls die auch zu den verbotenen Waffen gehört und dann nutzt die AT-Maximierung auch nichts.


    Gerade dann bringt mir die hohe AT richtig viel weil ich damit trotzdem etwas reißen kann, während eine hohe PA komplett für den Popo ist.