Verhältnis von Golembauer zu Chimärenmeister

  • Hallo Schwarmies,


    ich habe mich mit den Büchern dazu leirder noch nicht all zu sehr auseinandersetzen können. Daher frage ich einfach mal hier: Inwiefern, abgesehen vom Fluff, unterscheiden sich die beiden Magierichtungen? Spielen sie sich unterschiedlich? Gibt es diverse Vor- und Nachteile, welche sie unterscheiden?


    Viele Grüße

    Scoon

  • Chimärologen verbinden zwei (oder mehrere) Lebenwesen, Golembauer erschaffen aus ein unbelebtes Objekt ein belebtes Objekt. Während der erste ein direktes vergehen an der Schöpfung und damit den Göttern ist, kann man auch Golemiden durch elementare Kräfte erschaffen.


    Damit ist schon der erste Unterschied ersichtlich. In den meisten Ländern sind Chimärologen verboten und kann einem leicht auf den Scheiterhaufen bringen, während (elementare) Golembauer sich begrenzt freier agieren können.

    Spieltechnisch muss man beim ersten sich die Tiere/Planzen zulegen, der zweite muss nur (teilweise seltenes und teures) Material besorgen.

  • Aus SC Sicht sind Golembauer wesentlich einfacher zu spielen aus Chimärologen. Der "Chimaeroform" und "Stein wandle" sind Geschwisterrituale mit ähnlichen Modifikationen und gleicher Ächtung der 12-Götter-Kirchen, so wie von Gregorey schon aufgeführt.


    Regeltechnisch ist interessant, dass der Chimaeroform auch mit Hexentradition durchgeführt werden kann, nicht jedoch der "Stein wandle" (oder "Totes handle" - der dritte Spruch zur Erschaffung von Monstrositäten).

  • Danke für Deine Antwort, Gregory. Mir war schon bewusst, was die beiden Zauber tun. Das für Chimären Wesen zum Verschmelzen und für Golemiden Material zum Erstellen benötigt ist meinen Augen auch selbsterklärend. ;)


    Mir ging es um die spieltechnische Einordnung. Hier hast Du einen Punkt genannt, den ich anfechten möchte. Seit DSA5 gibt es keine Möglichkeit mehr, Golemiden durch einen Zauber mit dem Merkmal "Elementar" zu erschaffen. Leider. Alex hat zwar mal behauptet, das in Rashdul wäre eine elementare Variante des STEIN WANDLE, aber außer diese Aussage in einer Email gibt es keinen einzigen Beleg dafür*. Spätestens im Animatorium hätte das geklärt werden können/müssen. So gesehen ist ein Golem nicht viel besser als eine Chimäre. Beides verstößt gegen die Schöpfung und wird in den Regionen in denen es geahndet wird, zu erheblichen Problemen führen.


    Wäre noch interessant, wie es um die Flexibilität und um die Mächtigkeit steht. Sind z.B. Golemiden stärker, aber Chimären flexibler?


    * Das ergibt den unschönen Widerspruch, das in Rashdul zwar keinen Zauber mit dem Merkmal "dämonisch" gelehrt werden dürfen, der STEIN WANDLE jedoch einen 5er Bonus erhält...

  • Wäre noch interessant, wie es um die Flexibilität und um die Mächtigkeit steht. Sind z.B. Golemiden stärker, aber Chimären flexibler?

    Die im Transmutarium und Animatorium aufgeführten Beispiele bestätigen diese generelle Aussage. Weiterhin kann man aus "Vom Wesen der Chimären/Golems" schlußfolgern, dass Golems machttechnisch besser als Chimären sind:


    * Golems haben wesentlich mehr LeP und höhere TP als Chimären. Dafür können Chimären regenerieren, Golems muss man reparieren.

    * Chimären sind von allen Zuständen betroffen, Golems können nicht Verwirrt, Verwandelt noch Paralysiert werden und erhalten auch keinen Schmerz.

    * Golems sind immun gegen Gifte und Krankheiten, Chimären nicht per se.

    * Golems haben einen Magiesinn, Chimären nicht.

    * Golems sind immun gegen Waffen der Kampftechniken Blasrohre, Dolche, Fechtwaffen, Armbrüste und Bögen, Chimären nicht.

    * Golems zaubern in dämonischer tradition, Chimären nicht.

    * Golems brauchen keine Nahrung (da sie sich an Kraftlinien laden können), Chimären müssen versorgt werden.


    Kampftechnisch gewinnen entsprechend die Golems. Was bringen Chimären? -- Vorwiegend Fluff: Sie können (mit sehr speziellen SF) fortpflanzungsfähig werden und sich damit reproduzieren, ihre Formgestalt ist flexibler. Fliegende Chimären sind einfacher herzustellen, doch einige wenige Golems (Zitterzinn) können dies auch. Dir fällt bestimmt noch mehr ein.

  • Danke, das ist ungefähr was ich wissen wollte. Die Übersicht zu den beiden Gruppen hatte ich mir schon angeschaut. Die ganzen Wesen(swerte) aus den beiden Spezialbänden jedoch noch nicht. Soweit ich das in Erinnerung hatte, kann man auch Golems mit Regeneration ausstatten, aber ja Chimären habe das außerhalb des Kampfes wohl durchgehend. Du sagst Chimären sind flexibler. Wie ergibt sich das? Ich finde es schade, dass man die Chimären einfach nur schwächer, anstatt von "anders" gemacht hat. Aber das Problem kennt man ja schon von Geistern und Untoten.

  • In dem in diesen Monat erscheinendem Band Aventurisches Elemantarium werden Golemiden also elementarische Golems vorgestellt. Also gibt's dann ja bald den Beleg. ;)

    "Schick doch die Maraskaner, die werden wiedergeboren"

    Ausspruch Helme Haffax bei der Eroberung Medenas im Efferd 1029 BF

  • Chimärologen verbinden zwei (oder mehrere) Lebenwesen, Golembauer erschaffen aus ein unbelebtes Objekt ein belebtes Objekt. Während der erste ein direktes vergehen an der Schöpfung und damit den Göttern ist, kann man auch Golemiden durch elementare Kräfte erschaffen.

    Ne sorry aber du kannst nicht einfach Golemiden und Golems in einen Top werfen, da bestehen schon erhebliche Unterschiede. Ein Objekt zu beleben ist ebenfalls ein direktes Vergehen an der Schöpfung und den Göttern. Ein Golemid andererseits ist eher vergleichbar mit der Elementarbeschwörung und damit kein Vergehen an der Schöpfung. Deshalb sollten Golemiden auch keine Verwundbarkeit gegen Geweihte Waffen haben.


    Damit ist schon der erste Unterschied ersichtlich. In den meisten Ländern sind Chimärologen verboten und kann einem leicht auf den Scheiterhaufen bringen, während (elementare) Golembauer sich begrenzt freier agieren können.

    Ich finde auch das stimmt nicht, wo Golemantik toleriert wird wird in der Regel auch Chimärologie toleriert. Es kann aber durchaus sein dass man bei Chimärologie empfindlicher und strenger ist weil es definitiv schmutziger ist und dabei Tiere (und manchmal sogar Menschen) gefoltert und verstümmelt werden.


    Alex hat zwar mal behauptet, das in Rashdul wäre eine elementare Variante des STEIN WANDLE, aber außer diese Aussage in einer Email gibt es keinen einzigen Beleg dafür*. Spätestens im Animatorium hätte das geklärt werden können/müssen.

    Golemiden werden denke ich im Elementarium behandelt.


    Kampftechnisch gewinnen entsprechend die Golems. Was bringen Chimären? -- Vorwiegend Fluff: Sie können (mit sehr speziellen SF) fortpflanzungsfähig werden und sich damit reproduzieren, ihre Formgestalt ist flexibler. Fliegende Chimären sind einfacher herzustellen, doch einige wenige Golems (Zitterzinn) können dies auch. Dir fällt bestimmt noch mehr ein.

    Ich denke das was Chimären besonders macht ist das sie Lebewesen sind. Das mag Spielerisch ein Nachteil sein, jedoch ist das was Golemantikr und Chimärologen oft gemeinsam haben der Größenwahn. Die Frage "was ist Leben" und "ob man mit Magie Leben erschaffen kann" kamen vor dem Chimaeroform und dem Stein wandle, Chimärologie ist für diese Forschungsfragen interessanter und nützlicher. Chimärologie ist auch gerade weil es mit Lebewesen (und Objekten, und Untoten, und Dämonen usw.) arbetiet viel viel chaotischer, unvorhersehbarer und vielseitiger.

    Du sagst Chimären sind flexibler. Wie ergibt sich das?

    Im Animatorium gibt es Wertekästen für Golems aller Materialien und Größen plus Regeln zu veredelung mit bestimmten Materialien. Die Möglichkeiten der Golemantie sind damit mehr oder weniger ausgeschöpft. Das Transmutarium hat eine Spielhilfe wie man aus den Werteblöcken verschiedener Wesen (und auch Objekte übrigens) neue Wertekästen zusammenbauen kann. Damit ist die Chimärologie nur durch die Skrupellosigkeit und der Kreativität ihres Anwenders begrenzt.

  • Timonidas

    Der Terminus Golemiden wird, wenn ich mich recht erinnere, seit Elementare Gewalten nicht mehr ausschließlich für elementare Golems vorbehalten. Vom Hintergrund her kann ich mir vorstellen, das es Chimärologen gibt. Spieltechnisch ergeben sie für mich, ähnlich wie Geisterbeschwörer, nicht all zu viel Sinn. Das was ich in den beiden Bänden gesehen habe, macht Chimären nicht wirklich flexibler. Vielleicht habe ich auch etwas übersehen, aber diese Grenzenlosigkeit kann ich bei den Regeln nicht finden.

  • "Die unvollkommende Schöpfung vollkommen machen. Das Leben formen, wie es selbst die Götter nicht vermochten. Das ist Chimärologie.

    Dagegen sind Golems nur plumpe Lehmlumpen und klapprige Metallgerüste."


    Gehört in einer dunklen Ecke in Thalusa.


    "Golems - sie beklagen sich nicht, sind robust, absolut gefühllos und zuverlässig, naja meistens." Blick zur Chimäre. "Was soll ich mit deiner verrückten, verfressenen und ungehorsamen Kreatur? Am Schluß beißt sie mich noch."


    Gehört in einem verwilderten Garten in Selem.

  • Anzumerken sei hier noch folgende Notiz im Transmutarium (S. 140):

    Entsprechend könnten zusammenarbeitende Magier einen Daimonid aus Golem & Dämon erstellen. Diese Monstrosität würde zwar einige Vorteile der Golems verlieren, jedoch Stärken des Dämons gewinnen können.


    Interessant ist crunchtechnisch ebenso ein mögliches breiteres Zauberspektrum von Chimären (140 ff.). Diese können von magiebegabten Wesen deren Tradition erben und mit dieser drei Zaubersprüche (keine Rituale oder mag. Handlungen). Die Möglichkeiten einer solchen Kreatur habe ich noch nicht ausgelotet.

  • Der Terminus Golemiden wird, wenn ich mich recht erinnere, seit Elementare Gewalten nicht mehr ausschließlich für elementare Golems vorbehalten.

    Zumindest in DSA 5 soll das aber wohl wieder so sein.



    Spieltechnisch ergeben sie für mich, ähnlich wie Geisterbeschwörer, nicht all zu viel Sinn.

    Was soll den Spieltechnisch heissen? Das sie nicht die effektivste Abenteurer sind? Wow dann ergeben die meisten profanen nicht Kämpfer Professionen keinen Sinn. Chimärologen und Geisterrufer haben halt ihre eignenen Dinge bei denen Sie glänzen können, vor einem Golemantiker verstecken müssen sich jedenfalls beide nicht, sie haben halt andere Möglichkeiten.


    Das was ich in den beiden Bänden gesehen habe, macht Chimären nicht wirklich flexibler.

    Ich kann dann nur vermuten dass du beide Bänder einfach nicht durchgelesen hast. Chimären können aus Pflanzen, Tieren, übernatürlichen Wesen, Kulturschaffenden, Dämonen, Objekte, Feen, Golems, Homunculi und Untoten erschaffen und dabei beliebig kombiniert werden. Es gibt unendlich Möglichkeiten was man damit alles machen kann. Golems sind eben animierte Objekte, nicht mehr. Das macht sie einfacher nutzbar, aber ist halt auch viel einschränkender in dem was man damit machen kann.

  • Timonidas

    Das profane SCs gegen übernatürliche meist den kürzeren ziehen, insbesondere Nichtkämpfer ist richtig, bekannt und unstrittig. Diese beiden Zauber sind aber nahezu identisch. Daher finde ich den Vergleich interessant. Du benennst die Vielfältigkeit der Kombinationen beim Chimäroform als Vorteil. Aber inwiefern ermöglichen diese Kombinationen Dir etwas, dass Du mit einem Golem nicht erreichen kannst?

  • Aber inwiefern ermöglichen diese Kombinationen Dir etwas, dass Du mit einem Golem nicht erreichen kannst?

    Also erstmal das offensichtliche, man kann Lebewesen erschaffen. Ansonsten ist es wie gesagt eine Frage der Kreativität und der Ressourcen. Ich sag es zum dritten mal, alle Möglichkeiten die ein Golemantiker hat werden im Animatorium zu 100% ausgeschöpft. Und ich kenne das alles leider nicht auswendig sonst könnte ich dir genau sagen was Golems nicht können aber Chimären. Aber ein paar einfache Beispiele, Golems eignen sich nicht wirklich für den Bau von Reittieren, die GS für einen Golem in angemessener Größe ist höchstens 4, mit Verbesserung kommt man auf 6, also hat man einen Reitgolem das so schnell ist wie ein Zwerg. Der Chimärologe kann "einfach" (es ist natürlich nicht einfach, aber eben möglich) einen Difar mit einem Elefanten kombinieren und hat ein Pferdegroßes Rüsseltier mit 100 GS. Ein winziger Golem mit Flugfähigkeit ist immer noch verdammt langsam und macht höchstens 1w6+5 TP oder so, der Chimärologe kann eine Stechmücke mit extrem potenten Gift austatten, die Tier SF ungeschützte Stellen anzugreifen können Golems ebenfalls nicht erlernen, Chimären schon. Chimären können theoretisch jede SF die existiert, egal ob tierisch, dämonisch oder von Kulturschaffenden. So gut wie alles was existiert an Fähigkeiten kann via Chimaeroform an eine Transmutation weiter gegeben und mit anderen Wesen kombiniert werden.

  • Man muss allerdings dazu sagen, dass die angesprochene "flexible Kreativität" die der CHIMAEROFORM bietet, hinter jede Menge AP verborgen liegt.

    Anfangs hat das Ritual nur die Zielkategorien "Pflanze, Tiere".


    Außerdem hat die niedrige GS auch einen großen Vorteil.

    In einer meiner Runden habe ich bereits von einem Mittelgroßen Metall Golem eine gepatzte Loyalität mit der Konsequenz, "Greift den Erschaffer für 4 KR an" erlebt.

    Der Fakt, dass er vor seinem eigenen 'Projekt', einfach davon rennen konnte, hat ihm sicher das Leben gerettet.

    Das war übrigens schon in der 2ten Runde der Fall in der der Charakter gespielt wurde.


    Durch die Grundloyalität von 14 und verdammt hohe Werte auf MU ist es außerdem so gut wie unmöglich, dass die Loyalitätsprobe von Golems einfach nur misslingt.

    Hier sind Chimären mit einer Grundloyalität von 10 und Daimoniden mit einer Grundloyalität von 8 weit unberechbarer.

  • Man muss allerdings dazu sagen, dass die angesprochene "flexible Kreativität" die der CHIMAEROFORM bietet, hinter jede Menge AP verborgen liegt.

    Anfangs hat das Ritual nur die Zielkategorien "Pflanze, Tiere".

    Ja aber das ist beim Golembau ja nicht anders, wer die krassesten Sachen erschaffen will muss erstmal in viele SFs und Berufsgeheimnisse investieren, dazu kommen dann noch exorbitante Anschaffungskosten. Zumal das Difar Elefanten Beispiel auch nur ein Beispiel war, wenn man keine Daimoniden erschaffen kann oder will kann an seinen Elefanten auch mit einem Rennkuckuck verschmelzen, dann hat man halt ein Pferdegroßen Elefantenkukuck mit GS 23, das ist immer noch schneller als jeder Golem. Selbst wenn man nur Tiere verwenden kann hat man schon mehr Möglichkeiten als beim Golembau.



    Außerdem hat die niedrige GS auch einen großen Vorteil.

    In einer meiner Runden habe ich bereits von einem Mittelgroßen Metall Golem eine gepatzte Loyalität mit der Konsequenz, "Greift den Erschaffer für 4 KR an" erlebt.

    Der Fakt, dass er vor seinem eigenen 'Projekt', einfach davon rennen konnte, hat ihm sicher das Leben gerettet.

    Das war übrigens schon in der 2ten Runde der Fall in der der Charakter gespielt wurde.

    1. ist das mehr Nachteil als Vorteil weil potentielle Gegner genauso weg laufen können.


    2. Kann ein Chimärologe wenn er dass denn möchte genauso gut in dem er einfach langsame Komponenten benutzt.


    Es ist also kein Vorteil gegenüber Chimären weil der Chimärologe die Geschiwindigkeit einfach festlegen kann. Wenn du eine total gefährliche Wächterchimäre erschaffen willst die nur einen Gang sichern soll, benutze einfach eine Nacktschnecke oder eine Schildkröte als Komponente und schon und benutze deren Fortbewegungsorgane.


    Durch die Grundloyalität von 14 und verdammt hohe Werte auf MU ist es außerdem so gut wie unmöglich, dass die Loyalitätsprobe von Golems einfach nur misslingt.

    Hier sind Chimären mit einer Grundloyalität von 10 und Daimoniden mit einer Grundloyalität von 8 weit unberechbarer.

    Golems sind halt laufende Steine, Chimären sind denkende und fühlende Wesen, und mit dem endlosen Potential kommen auch endlose Risiken.

  • Kampfwerte, Vergleiche wem man mit eine höhere GS zuschustern kann usw. mögen für wenige Kontrukteure entscheidend sein, für die meisten dürfte das aber nur Randeffekte sein.


    Die Grundentscheidung ist wohl im Regelfall "Lebewesen" oder "lebendes Ding"?


    Jeder der mit Tieren arbeitet, ein Haustier hat, Gärtnert oder Pflanzen anbaut weiß sofort, wo der Unterschied zwischen Golems und Chimären liegt.


    Chimären haben entscheidene Faktoren, die Golem niemals haben werden und umgekehrt.


    Wer einen Diener sucht, den er nur aus dem Schrank holt, wenn er ihn braucht oder auch in den Schrank stellen kann, ohne sich weiter darum kümmern zu müssen, erschafft sicher keine Chimäre. Wer einen Diener oder gar Gefährten möchte, der nicht nur auf Befehl das Stöckchen holt, sondern dabei auch noch freudig springt, mit den Schwänzen wedelt und sich schnurrend am Bein reibt, baut sicher keinen Golem, sondern eine Hund-Katzen-Chimäre.


    Ebenso entscheidend für die Wahl kann aber auch der Wunsch nach einem Vermächtnis sein. Auch wenn beide ihren Schöpfer lange überdauern können, wird ein Golem niemals einen Status wie beispielsweise eine Harpyie erreichen. Der Schöpfer hat gottgleich seine Kreatur wirklich in die Schöpfung eingefügt, wo sie einen natürlichen Platz gefunden hat. Den "Job" (nach eigener Ansicht) sogar besser zu machen als die Götter, mag für gar nicht so wenige Chimerärologen entscheidend sein.


    Genau diese Dinge grenzen wiederum auch den Golembauer vom Nekromanten und den Chimerologen vom Dämologen ab, obwohl alle vier im Prinzip "Diener" hervorbringen. Die Art der Diener unterscheidet sich einfach erheblich.

  • Man muss allerdings dazu sagen, dass die angesprochene "flexible Kreativität" die der CHIMAEROFORM bietet, hinter jede Menge AP verborgen liegt.

    Anfangs hat das Ritual nur die Zielkategorien "Pflanze, Tiere".

    Ja aber das ist beim Golembau ja nicht anders, wer die krassesten Sachen erschaffen will muss erstmal in viele SFs und Berufsgeheimnisse investieren, dazu kommen dann noch exorbitante Anschaffungskosten. Zumal das Difar Elefanten Beispiel auch nur ein Beispiel war, wenn man keine Daimoniden erschaffen kann oder will kann an seinen Elefanten auch mit einem Rennkuckuck verschmelzen, dann hat man halt ein Pferdegroßen Elefantenkukuck mit GS 23, das ist immer noch schneller als jeder Golem. Selbst wenn man nur Tiere verwenden kann hat man schon mehr Möglichkeiten als beim Golembauer.

    Entschuldige ich hab mich wohl zu unklar ausgedrückt:

    All diesen Argumenten wollte ich in keiner Form widersprechen.

    Golem = Hohe Anschaffungskosten.

    Chimäre = Hohe laufende Kosten (Futter, Pflege, Unterbringung)


    Die SF die ich meinte, kommen aber beim CHIMAEROFORM zusätzlich hinzu. Und erweitern im Prinzip nur die Zielkategorie des Ziels ohne einen Mehrwert zu bieten.

    Namentlich:

    • Daimonidenkonstrukteur
    • Alle Sonderfertigkeiten mit dem Namen "Verschmelzung von [xy]"


    Ein Golembauer der flexibel bei seiner Materialauswahl sein möchte versenkt dafür AP in unterschiedliche Handwerkstalente, wo im Vergleich der Chimärologe die Zielkategorie des CHIMAEROFORMS erweitern muss.

    Die Handwerkstalente sind auch nützlich um andere Dinge herzustellen.

    Die SF die der Chimärologe lernen muss haben keinen Mehrwert.


    Die Regeln zu Berufsgeheimnissen sind für beide Magier fast identisch:

    • primitives Projekt erfordert nichts weiter
    • einfaches Projekt erfordert entweder 20 AP Chimärenmeister oder 30 AP Golembauer
    • komplexes Projekt erfordert ein Berufsgeheimnis


    Zu 1.: Das ist mir klar. Ich bin nicht blöd. Es ist ein unterschied zwischen "die niedrige GS hat einen großen Vorteil" und "die niedrige GS ist ein großer Vorteil". Ich habe Ersteres geschrieben und sofort wird Zweiteres draus gedreht. Schlechter Argumentationsstil!

    Ich wollte den Nachteil nicht absprechen, sondern nur abmildern.

    Golems sind besser dazu geeignet den Magier zu beschützen, als offensiv die Gruppe zu unterstützen.


    Zu 2: Und verzichtest damit dann auf den Vorteil, den du der Chimärologie hier zuschreibst.

    Einfach festlegen kann man die GS auch nicht, diese wird durch den durchschnitt der verwendeten Komponenten bestimmt, die meisten langsamen Komponenten, würden aber auch den Schnitt der EW runter ziehen!


    Vernunft begabte Gegner mit Verstand tun ja auch klug daran vor einem Golem zu fliehen.

    Durch die Grundloyalität von 14 und verdammt hohe Werte auf MU ist es außerdem so gut wie unmöglich, dass die Loyalitätsprobe von Golems einfach nur misslingt.

    Hier sind Chimären mit einer Grundloyalität von 10 und Daimoniden mit einer Grundloyalität von 8 weit unberechbarer.

    Golems sind halt laufende Steine, Chimären sind denkende und fühlende Wesen, und mit dem endlosen Potential kommen auch endlose Risiken.

    Du hast so begeistert die Vorteile der Chimärologie angepriesen, dass ich nur darauf aufmerksam machen wollte, dass auch die Golemantie ihre Stärken besitzt.

    Ein Golem isst nicht, er schläft nicht. Außer dauerhafte Golems, unter einer bestimmten Fokusregel, die Golems für Abenteurer ziemlich mieß macht. Ich spreche natürlich von: "Dauerhafte Golems aufladen" (AAN S.137)

    Und er ist treu-doof!

  • Zu 2: Und verzichtest damit dann auf den Vorteil, den du der Chimärologie hier zuschreibst.

    Nein überhaupt nicht. Der Vorteil der Chimärologie ist die vielfältigkeit und felxibilität. Golems sind immer langsam. Chimären sind so schnell wie der Chimärologe es will, da er die GS aus den Komponenten auswählen kann.


    Einfach festlegen kann man die GS auch nicht, diese wird durch den durchschnitt der verwendeten Komponenten bestimmt, die meisten langsamen Komponenten, würden aber auch den Schnitt der EW runter ziehen!

    Das stimmt nicht ganz. Regeltechnisch kann der Erschaffer sich aussuchen von welcher Komponente die Fortbewegungsart und die GS übernommen wird. Was meinst du mit EW? Ich vermute mal Eigenschaftswerte. Chimären haben in der Regel immer die besten Eigenschaften ihrer Komponenten, also können mehr Komponenten den Schnitt der EW nicht wirklich verschlechtern. Das einzige was sie verschlechtern könnten ist die KL. Der Durchschnitt wird eigentlich nur bei den LeP und den Talenten genommen, bei anderen Werten bekommt das Wesen Werte nach Wahl des Erschaffers oder einfach die besten aller Komponenten. Nur die KL, Zauber und Magiebegabung werden per Zufall bestimmt.


    Ein Golem isst nicht, er schläft nicht. Außer dauerhafte Golems, unter einer bestimmten Fokusregel, die Golems für Abenteurer ziemlich mieß macht. Ich spreche natürlich von: "Dauerhafte Golems aufladen" (AAN S.137)

    Und er ist treu-doof!

    Ich möchte gar nicht abstreiten das Golems auch ihren Nutzen haben, sie sind sogar nützlicher für die standart Abenteuergruppe, schließlich kann er jede Holzkonsturktion zu einem Mitstreiter machen. Aber mir ging es vor allem darum zu beweisen das Chimärologen sehr wohl ihre Existenzberechtigung haben und nicht wie hier behauptet wurde nutzlos sind im Vergleich zu Golembauern. Die Nachteile der Chimärologie sind erheblich, Aufwand, Anschaffung, Risiken usw. aber dafür hat man halt ein vielfaches der Möglichkeiten die man als Golembauer hat.

  • Das stimmt nicht ganz. Regeltechnisch kann der Erschaffer sich aussuchen von welcher Komponente die Fortbewegungsart und die GS übernommen wird. Was meinst du mit EW? Ich vermute mal Eigenschaftswerte. Chimären haben in der Regel immer die besten Eigenschaften ihrer Komponenten, also können mehr Komponenten den Schnitt der EW nicht wirklich verschlechtern. Das einzige was sie verschlechtern könnten ist die KL. Der Durchschnitt wird eigentlich nur bei den LeP und den Talenten genommen, bei anderen Werten bekommt das Wesen Werte nach Wahl des Erschaffers oder einfach die besten aller Komponenten. Nur die KL, Zauber und Magiebegabung werden per Zufall bestimmt.

    Okay du hast recht.

    Den Vorteil der Vielfältigkeit wollte ich der Chimärologie auch nie Absprechen.

    Es klang nur so, als würde die langsame GS einen Golem unbrauchbar machen,

    Und ja, EW steht für Eigenschaftswert(e).


    Dennoch bleibe ich dabei, dass eine Chimäre nicht an die Kampfwerte eines Golems heranreichen würde.

    (Außer du benutzt so absurde Komponenten wie 'Drachen')