Dungeons & Dragons - Geschichte und historische Versionen des Spiels

  • Ich habe gerade mal nach Planescape geschaut. Die meisten Settings aus der 2nd Ed. hatten von vornherein eine begrenzte Laufzeit. Das letzte "richtige" Planescape-Produkt war "The Inner Planes" vom Dezember 1998, also deutlich nach dem Crash. Hier ist ein sehr umfassender Collector´s Guide: Planescape Collector's Guide | RPGGeek

  • Planescape-Box gab es noch auf Deutsch - leider vor dem PC-Spiel.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich weiß jetzt nicht wie groß die Unzufriedenheit damals war, aber einige Sachen, die man für AD&D 2e geplant hatte, hat man gerade aus Angst vor einer Ablehnung durch die Fans nicht umgesetzt und nur in Gamma World eingebaut, wie z.B. die Änderung der Rüstungsklasse.

    HackMaster und alle die anderen Retro-Klone von AD&D sind entstanden, weil Spieler 3e nicht mochten. Und damit fing das OSR an.

    Hackmaster war eigentlich nur ne Parodie auf AD&D das nur entstanden ist weil man die alten Dragon magazine auf CD gebrannt hat und die zeichner der Comics nicht um erlaubnis gebeten hat. Das Spiel wollte eigentlich denk cih kein "OSR" sein sondern ne kleine witzige Anekdote da die Comicfiguren im Dragon eben das spielten.


    HackMaster - Wikipedia


    erst "später" wurde das zu nem "ernsteren" Rollenspiel.


    Warum der Wechsel einer Edition? Guckt euch an wer zu der Zeit die Lizenz hatte. Jedesmal wenn die LIzens wechselte (TSA -> Wizards -> Hasbro) und auch innerhalb der Firmen die obersten wechselten wurden neue Regelwerke erstellt. Hab da ein interessantes Video auf Youtube gesehen The History of D&D - YouTube das erklärt's eigentlich ganz gut.


    Aber schon krass wie billig man mittlerweile an 4e zeug rankommt.

    1) es gibt eigentlich kaum offizielle Abenteuer dafür (wenn man mal vergleicht was zu 3.5 rausgekommen ist) ergo sind die Abenteuer dann teilweise teuer

    2) die Regelbücher findest du teilweise für 10 euro bei Ebay und co.

    9 von 10 Stimmen in meinem Kopf sagen ich bin nicht verrückt..................................die 10. spielt grad Pokemon

  • Warum der Wechsel einer Edition? Guckt euch an wer zu der Zeit die Lizenz hatte. Jedesmal wenn die LIzens wechselte (TSA -> Wizards -> Hasbro) und auch innerhalb der Firmen die obersten wechselten wurden neue Regelwerke erstellt.

    Sorry, aber das stimmt nicht, denn WotC wurde schon 1999 von Hasbro übernommen und ist eigentlich immer noch in Besitz der D&D-Lizenz. Auch kann ein Wechsel der Geschäftsführung auch kein Grund für eine neue Edition sein, denn die zeiten passen beim genauen hinsehen auch nicht. Editionswechsel haben nur selten etwas mit einem Lizenzinhaberwechsel zu tun.

  • Der Wechsel von 1. auf 2. Edition wurde durch den Wechsel evtl. beschleunigt, angedacht war er schon vorher. Die Übernahme durch WotC war der Auslöser für die Erarbeitung der 3. Edition. Das ist ja nicht mal eben gemacht. Die Wechsel danach haben nichts mit der Übernahme durch Hasbro oder andere Wechsel zu tun, so weit ich das beurteilen kann.

  • Von allen Editionswechseln kann man also nur einen einzigen darauf zurückführen, dass TSR von WotC übernommen wurde. Und auch nur die beiden letzten Editionswechsel haben Firmenpolitische Gründe, nämlich Hasbros Ablehnung der OGL und den Misserfolg von D&D 4e. Alle anderen dienten nur den Update der Regeln.

  • Ich bekomme langsam das Gefühl das 3e ja mit Monte Cook den D&D-Papst bekam, aber trotzdem das D&D-Lager teilte (DSA4 läßt grüßen).

    Mit 4e wollte man zurückzu den Wurzeln - wie ja das Startpaket aussagte - und es allen Recht machen (huhu, DSA5); das kann nicht gut gehen.

    Wie wiet nun 5e allen das D&D-Gefühl zurückgibt? Die Kampagnenwelten bekamen - wie ich so mitbekomme - einen "Zeitsprung" ...

    Und wieso wirken die Abenteuer seit 3e/4e als würde wieder mit Figuren gespielt werden; die Pläne erinnern mich vom Aufbau an HeroQuest. ;)

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Ich bekomme langsam das Gefühl das 3e ja mit Monte Cook den D&D-Papst bekam, aber trotzdem das D&D-Lager teilte (DSA4 läßt grüßen).

    Hmm? Tweet war der Chef, und Williams gab's auch noch. Cook war Miet-Prediger ;)


    Der DSA4/5 Vergleich hinkt auch etwas. Die ganzen "Grantler" steigen ja schon bei Ravenloft aus, d.h. du hast keine bedeutende "Ich bleib bei AD&D 2" Fraktion, weder damals noch heute.


    4E war das größere Kirchenschisma.

  • laut dieser Liste hat Pathfinder von 2011 bis 2014 tatsächlich geführt: Top 5 RPGs Compiled Charts 2004-Present | EN World | Dungeons & Dragons | Tabletop Roleplaying Games

    D&D 4e muss aber schon vorher nicht so gut gelaufen sein, als erwartet, denn wegen eines schlechten Jahres stellt man doch keine Produktreihe ein, oder? Spätestens 2010 war klar, dass man bei 4e etwas falsch gemacht hat, sonst hätte man nämlich nicht die D&D Essentials (im wesentlichen ein D&D 4.5) veröffentlicht. Da der Erfolg aber ausblieb und man von einem D&D 3.5-Klon überholt wurde, war es einfach nur logisch, die Reisleine zu ziehen und das Projekt D&D 4e zu beenden. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn Hasbro D&D damals eingestellt hätte.

    Der DSA4/5 Vergleich hinkt auch etwas. Die ganzen "Grantler" steigen ja schon bei Ravenloft aus, d.h. du hast keine bedeutende "Ich bleib bei AD&D 2" Fraktion, weder damals noch heute.

    Der Vergleich passt schon, da in beiden Fällen erst den komplettumbau des Regelwerks kam, der von den Fans doch weitgehend ekzeptiert wurde, und dann eine neue Edition, die die fangemeinschaft spaltete. Deshalb gab es während der DSAA5-Beta schon Vergleiche mit D&D 4e, nach dem motto, dass man gerade dabei sei genau die Fehler zu machen, die WotC mit D&D 4e gemacht hat.

    Ich glaube nicht, dass Ravenloft das setting war, dass die AD&D-Gemeinschaft spaltete. Dafür war es einfach viel zu erfolgreich.

  • Ja, parallel zu den Essentials waren D&D und Pathfinder gleich auf. Ich gehe davon aus, dass man bei WotC gemerkt hat, dass es nicht optimal läuft, und dass es trotz des Versuchs mit den Essentials nicht besser wurde. Nach der Ankündigung von 5e fiel D&D dann sogar zeitweilig auf Platz 3, was aber nicht verwunderlich ist. Eine Einstellung aufgrund mangelnden Erfolges wäre durchaus denkbar gewesen, und wurde seinerzeit auch in den Foren diskutiert.

  • Nach der Ankündigung von 5e fiel D&D dann sogar zeitweilig auf Platz 3

    Wer war damals Platz 2?

  • Der Vergleich passt schon, da in beiden Fällen erst den komplettumbau des Regelwerks kam, der von den Fans doch weitgehend ekzeptiert wurde, und dann eine neue Edition, die die fangemeinschaft spaltete.

    Ich denke jetzt bekomm' ich endgültig die Editionen durcheinander. Was betrachtest du bei DSA bzw. D&D als weitgehend akzeptiert?

    Ich glaube nicht, dass Ravenloft das setting war, dass die AD&D-Gemeinschaft spaltete. Dafür war es einfach viel zu erfolgreich.

    Nicht die Community. Die Grognards. Da wird Ravenloft das Abenteuer gerne als Meilenstein des Paradigmenwechsel betrachtet, was die Spreu vom Weizen trennte.


    Was die Verkaufszahlen angeht, die ganzen zitierten sind halt nur ein Teil des Kuchens. Ob das proportional ist, ist etwas fraglich.

  • Ich denke jetzt bekomm' ich endgültig die Editionen durcheinander. Was betrachtest du bei DSA bzw. D&D als weitgehend akzeptiert?

    3e bei D&D und 4e bei DSA, auch wenn es in beiden Fällen Leute gab, die die neue Edition ablehnten. Die Ablehnung war aber nie so groß, wie dann später bei D&D 4e und DSA5.

    Nicht die Community. Die Grognards. Da wird Ravenloft das Abenteuer gerne als Meilenstein des Paradigmenwechsel betrachtet, was die Spreu vom Weizen trennte.

    Das muss dann aber schon ziemlich lange hergewesen sein, denn I6 Ravenloft ist 1983 erschienen!

    Was die Verkaufszahlen angeht, die ganzen zitierten sind halt nur ein Teil des Kuchens. Ob das proportional ist, ist etwas fraglich.

    Sie sind aber wichtig, denn sie erklären, weshalb D&D 4e so abrupt eingestellt wurde und auch die Zukunft von D&D eine Zeit lang ziemlich offen war.

  • Nach der Ankündigung von 5e fiel D&D dann sogar zeitweilig auf Platz 3

    Wer war damals Platz 2?

    Star Wars von FFG. Ich hab gerade gesehen, dass D&D kurz vor der Veröffentlichung von 5e offenbar ins Bodenlose fiel - im Herbst 13 auf Platz vier, und im Frühjahr 14 nicht mehr unter den ersten 5....

  • Das muss dann aber schon ziemlich lange hergewesen sein, denn I6 Ravenloft ist 1983 erschienen!

    Das "Old" von "Old school" bei D&D ist bedeutend geriatrischer als das von DSA. Momentan erscheint mir das immer noch als die größte Spaltung in dem Lager, gerade nachdem 5E die Fronten wieder etwas verwischt hat und auch PF neue, ähm, Pfade beschreitet.

    Sie sind aber wichtig, denn sie erklären, weshalb D&D 4e so abrupt eingestellt wurde und auch die Zukunft von D&D eine Zeit lang ziemlich offen war.

    Ich sag nichts gegen den wahrnehmbaren Trend der wohl für einige Panik gesorgt hat, aber für das absolute "Nicht mehr Nr. 1" Urteil fehlen trotzdem die Daten. FLGS Verkaufszahlen werden immer irrelevanter. Würd' mich wundern wenn die 50% des Marktes abdecken, und da auch etwas zu Neupublikationen neigen.


    Wie sah denn die Designer Situation damals aus, von der Hans-Reiser-artigen abgeseen? Bei 3E fing's ja auch nicht ideal an, wie war's denn bei 4E damals (von der digitalen Situation abgesehen)? Die Essentials waren ja schon arg gemischte Ware.

  • Nach der Ankündigung von 5e fiel D&D dann sogar zeitweilig auf Platz 3

    Wer war damals Platz 2?

    Star Wars von FFG. Ich hab gerade gesehen, dass D&D kurz vor der Veröffentlichung von 5e offenbar ins Bodenlose fiel - im Herbst 13 auf Platz vier, und im Frühjahr 14 nicht mehr unter den ersten 5....

    Das wundert mich jetzt nicht, denn zu diesem Zeitpunkt wurde nichts veröffentlicht und die Beta lief auf vollen Touren.

    FLGS Verkaufszahlen werden immer irrelevanter.

    Wirklich? Für Verlage sind Verkaufszaheln das wichtigste. Man sollte auch nicht vergessen, dass WotC PDFs von D&D 4e erst (wieder)* veröffentlicht hat, als 5e draußen war. Und für 5e gibt es keine offiziellen PDFs.


    * Es gab zwar schon 2008 PDFs der D&D 4e-Regelbücher, aber Raubkopien haben dafür gesorgt, dass diese sehr schnell nicht mehr angeboten wurden.

    Wie sah denn die Designer Situation damals aus, von der Hans-Reiser-artigen abgeseen? Bei 3E fing's ja auch nicht ideal an, wie war's denn bei 4E damals (von der digitalen Situation abgesehen)? Die Essentials waren ja schon arg gemischte Ware.

    Die Essentials sind so etwas für 4e das, was 3.5 für 3e war. Ich glaube, das sagt alles. :)

  • Wirklich? Für Verlage sind Verkaufszaheln das wichtigste

    Ja, aber die haben die komplette Übersicht, nicht nur die vom netten Game Store nebenan. Das oben ist meines Wissens nur letzteres. Amazon zum Beispiel kommt da gar nicht rein. Und da wird viel gekauft, gerade von den Grundprodukten.

    Klar, das gilt auch für Paizo, die auch selber einen guten Online-Store hatten und haben. Kann also sein dass es sich bestätigt, oder auch nicht. Ich bin gerade heutzutage sehr vorsichtig mit unzureichenden Datenmengen.


    Nicht dass es wirklich etwas ausmacht. Wie gesagt, der Trend dürfte schon in die Richtung gegangen sein, die Rangfolge kann man da vernachlässigen. Wenn Paizo waaahnsinnig gut verkauft hätte und WotC gut, aber drunter hätte da keiner an einen Editionswechsel gedacht. Ich denke die absoluten Zahlen waren schon drunten.


    Die Essentials sind so etwas für 4e das, was 3.5 für 3e war.

    In praktisch keiner Hinsicht. Das war ja das Problem, weder Fisch noch Fleisch. Das weckte nicht gerade das Vertrauen in die Designer und die Firmenstrategie. Das war so ein bisschen wie die Fanversuche die versuchen Morrowind in der Skyrim Engine nachzubauen.


    Neue Monsterdesign-Prinzipien, aber keine Revision der alten. Einsteiger-Klassenvarianten, aber die alten noch hochoffiziell. War etwas seltsam. Bei den Leuten die jetzt mit mehr Distanz und neuer Perspektive zurück oder neu zu 4E kommen, werden die eher ignoriert.

  • In praktisch keiner Hinsicht. Das war ja das Problem, weder Fisch noch Fleisch. Das weckte nicht gerade das Vertrauen in die Designer und die Firmenstrategie. Das war so ein bisschen wie die Fanversuche die versuchen Morrowind in der Skyrim Engine nachzubauen.

    Das war aber der Plan gewesen. Essentials sollte 4e retten, genauso wie damals 3.5 3e gerettet hatte, in dem es dessen Schwächen beseitigt hat. Es hat aber nicht funktioniert. Deshalb sagte ich, dass Essentials für 4e das ist ("sein sollte" passt eigentlich besser), was 3.5 für 3e ist.

    Man merkt aber, dass WotC aus dem 4e-Debakel gelernt hat. Man hat alles versuchgt, das verloren gegangene Vertrauen wiederzugewinnen. Und die verwendete Methode war erfolgreich: sofortige Einstellung von 4e und volle Konzentration auf die Beta. Und mit der Dungeons Masters' Guild hat man vollen Zugriff auf fast alle Produkte früherer Editionen.