Stummer Borongeweihter

  • Dem schlafenden Gott der Finsternis zum Gruße,


    Wie oben beschrieben würde ich gerne mal einen stummen Boron geweihten erstellen. Dank den DSA5er Regeln ist dies auch etwas umsetzbar dank leichteres weglassen der Sprache bei Liturgien oder ähnliches. Da dieser auch eher für FABs genommen wird wäre die Sprache auch weniger ein Problem; allerdings scheint sie einzige noch vorhandene Zeichen- und Gebärdensprache in DSA5 nun Atok zu sein was allerdings eher rüberkommt wie eine Gaunersprache. Füchsisch gibt es ja nicht mehr wenn ichs richtig sehe und sonst fällt mir auch keine Sprache dafür ein. Wobei füchsisch ja auch schon eher eine Zinkenschrift war?


    Würde so ein Char seine Aufgaben noch bewältigen können auch wenn die Personen kein Atok können?


    Bei Stumm steht nichts dran das man gewisse Talente gar nicht mehr kann. Gut das ich noch jemanden drohen kann verstehe ich. Bekehren kann man auch schriftlich über die "Hetzreden" machen oder für jemanden seine Ansprachen schreiben. Überreden sieht da schon anders aus genau wie Ettikette wenn es um Titel von Personen geht.


    Wüsste auch nicht das Boron eine Hellsichtliturgie kennt welche im wachen Zustand helfen könnte. Aber Magier und Geweihter wäre auch zu teuer dann. Hab so schon Probleme mit meinen AP zurecht zu kommen.


    Wie würdet ihr solch einen spielen? Charismatisch kann man auch sein wenn man stumm ist. SF Lippenlesen gibt es ja auch noch und sicher noch paar dinge mehr die einen helfen könnten.


    Vielen Dank schonmal fürs Brainstorming.

  • Füchsisch ist (laut Regelwerk S. 217) sowohl eine Zinkensprache als auch die Umdeutung von Wörtern anderer Sprachen. Damit ist diese Fähigkeit für deinen Borongeweihten eher sinnlos.


    Ich könnte mir vorstellen, dass er ein Konversationsbüchlein führt, um sich mit Leuten zu verständigen. Wenn Papier zu teuer ist, kann er sich auch mit einer Wachstafel behelfen. Das hilft ihm natürlich nur was in gebildeten Kreisen. Bauer Oswin aus Gradnochsjepengurken kann wahrscheinlich überhaupt nicht lesen.


    Gerade bei einem stummen Geweihten kann ich mir vorstellen, dass er zum Ausgleich besonders belesen ist und aus seiner Tempelbibliothek viel obskures Wissen mitgenommen hat. Wissenstalente und alte Sprachen (Bosparano oder gar Aureliani) könnten seine verborgene Stärke sein. Bekehren & Überzeugen sowie Heilkunde Seele wohl eher weniger.

  • Denke mit den alten Sprachen meinst dann doch eher die Schriften oder? Weil Stumm bringt einem die Sprache dann doch nichts.


    Aber das mit dem Bibliotheken hört sich auch bisschen nett an.


    Wollte ihn eigentlich an Uthar anlehnen. Mit Pfeil und Bogen auch auf Untotenjagd gehen (immerhin sollten diese auch doppelten Schaden machen wenn geweiht). Den Rabenschnabel dann mehr als Ritual und Weihewaffe tragen. Oder als eine Art Richter für die Schwingen, auch wenn das Richtschwert nicht ganz so Kampftauglich ist.


    Als Hobbies dann angeln da es dort eh immer still zugehen soll und Kochen damit er seinen Lebenden Opfern noch eine Marbogefällige Henkersmahlzeit bekommen.

  • Du musst sowohl Sprache als auch Schrift beherrschen. Was bringt es dir, wenn ein Dokument in Kusliker Zeichen geschrieben ist, die du lesen kannst, wenn der Inhalt auf Bosparano verfasst ist, welches du nicht beherrschst? Das gleiche gilt auch bei der Wachstafel oder dem Konversationsbüchlein. Dein Gegenüber muss sowohl die Sprache als auch die Schrift verstehen, in der du schreibst. (Und bei Bauer Oswin kommst du vielleicht mit einer Probe auf Malen & Zeichnen weiter. :) )

    Außerdem kannst du, wenn du stumm bist, immernoch nur mit Kenntnis der Sprache verstehen, was die Leute sagen. Dito für Lippenlesen.

  • Ja eben die geschriebene Sprache meinte ich damit. Aussprechen kann er es eh nicht richtig bzw gar nicht.


    Muss auch erstmal nachschauen was bei Lippenlesen überhaupt die Anforderung ist. Hmmm eigentlich darf man nur nicht blind sein und Sinnesschärfe von 4 haben. Gut ist eh eine Erweiterung zur Sinnesschärfe. Aber würde es dennoch unlogisch finden wenn man die Sprache dann doch nicht kennt.


    Aber dennoch bleibt Atak eine Diebessprache oder nicht?

  • Ich denke du meinst Atak (mit a nicht o).

    Laut Beschreibung ist es auch eine Händlersprache und solange es nichts besseres gibt, würde ich es verwenden. Es bringt nichts, wenn er seine eigene Gebärdensprache entwickelt hat, die dann kein anderer versteht. Es könnte aber sowas geben, das eher im stillen Andachtsräumen der Borontempel für die Geräuschlose Kommunikation sich ergeben hat und manche Sachen sind auch selbstverständlich: auf sich/jemanden zeigen; zum Trost spenden die Hand jemandem auf den Arm/die Hand legen... - für sowas würde man auch ohne AP-Kosten auskommen, aber auch eingeschränkter in der Komplexität sein.

  • Hmm steht mal dran das dies im tulamidischen raum verwendet wird aber wie sieht es dann im Norden davon aus? Mitm Al'Anfaner Ritus würds gehen aber den mag man nicht so besonders auch wenn er echt gute Ansätze bietet. Wobei Punin schon recht Gebildet sein sollte, sonst gibts ja auch immer alles in deren ihren Bibliotheken ;)

  • Ach das ist der Ursprung, inzwischen sind ein paar Jahre vergangen und es hat sich mit den Händlern (und Phexexjünger die einen Ortswechsel gegenüber einem kleinen Konflikt in der Heimat bevorzugt haben) inzwischen in Aventurien etwas weiter verbreitet...

    (steht zumindest im DSA5 Regelwerk S. 323)

    Trotzdem wird es nciht jeder NPC können und eine Seelsorge oder Befragung dadurch möglich sein.

  • Dann werden eben bilder gemalt oder Rohrschach Bilder entwickelt zu HK:S ^^


    Ne spaß beiseite soll ja auch eine gewisse Herausforderung mit sich bringen und denke das der nachteil eben am besten mit Boron in Verbindung gebracht werden kann. Gut Firun würde auch noch gehen da diese auch nicht gerade für Humor und viele Worte bekannt sind.

  • Passt doch auch zu einer Rahja-Geweihten, der sich mit Musik ausdrückt, oder eine Tsa-Gewihte, die ihren Namen tanzt. :thumbsup:^^

  • Vielleicht ist auch einer der Mithelden sein "Sprecher" und beide zusammen haben eine eigene Gebärdensprache. Genauso könnte der Borongeweihte auch typische Symbole verwenden. Kopfschütteln und Nicken, sind allgemein bekannt. Genauso könnte er zum Gruß die Hand heben oder sich verneigen, etc.

    Schwierig wird es, wenn es um Absprachen innerhalb der Gruppe geht.


    Anderen NSC gegenüber, wirkt es deutlich strenger, wenn ein stummer, ein "Nein" symbolisiert. Das wirkt sofort unumstößlich, weil eine Debatte sich sowieso nicht anbietet.

  • Wenn ich einen stummen Borongeweihten spielen würde, würde ich (persönlich) auch auf die Konversations-Wachtafel verzichten und mich allein auf meine Autorität und simple Zeichensprache verlassen. Denn genau das ist (in meinen Augen) das spaßige an diesem Konzept. Die Kunst, nur durch Taten zu agieren. Natürlich muss man dann auch die nötige Autorität haben, die Taten umzusetzen, aber wenn ein 2m hoher Utulu in schwarzer Kapuzenrobe und mit Oberarmen wie Baumstämmen in meine Taverne käme und mir ein Silberstück hinlegt, würde ich ihn ein Einzelzimmer und ein Abendessen bringen, ohne dass er etwas sagt. Wenn er dann noch einen Rabenschnabel am Gürtel hat, bekäme er noch einen guten Wein dazu. Regeltechnisch würde ich vieles davon einfach als Einschüchterungs- oder Charismaproben abhandeln und die anderen Talente (Überreden und Überzeugen) durch tatkräftige Handlungen und die Vorbildfunktion ersetzen.

    Das ist ja das schöne an solchen Geweihten, sie müssen sich keine Autorität außer der ihrer Kirche unterordnen und die Kirchenoberen werden garantiert nicht darauf pochen, dass er spricht.

  • Aber dazu muss ich eben auch den Ortsangehörigen Ritus angehören. Denke in Al'Anfa würde das schon gehen da diese wirklich harte Respektpersonen sind aber bei den Puninern siehts dann doch wieder bissle anders aus. Was nicht heissen soll das diese weniger autoritär sein können.


    Gut der Vorteil guter Redner fällt dann auf jeden Fall weg!

  • Wir haben einen Golgariten, der zwar nicht physisch stumm ist, aber ein Schweigegelübde befolgt. Das klappt IT wie OT gut. Der Spieler versucht, sich pantomimisch mitzuteilen, wenn das nicht funktioniert, schreiben er OT und der SC IT etwas auf einen Zettel (wenn das in der Situation für den SC möglich ist). Als Talent kann IT Schauspielerei eingesetzt werden.

    ich wäre ja perfekt, wenn ich nicht so bescheiden wäre....

  • Hmm das mit dem Pantomietalent kommt ja der Gebärdensprache dann schon nahe. Allerdings brauch ich im FAB ja keine Zettel schreiben dann ;)


    Da ich allerhand zum Puniner Ritus finde aber kaum was zum Al'Anfaner: was wäre von der Spielweise der Größte Unterschied? Von der Kultur und Stellungsnahme zu Boron abgesehen.


    Zu den Golgariten findet man ja allerhand nützliche Informationen sogar ganze Seiten. Zum Rest allerdings doch weniger :|

  • Wie würdet ihr solch einen spielen?

    Ich würde das nicht spielen. Ein stummer Boroni ist ein absoluter Mystiker, der sich den Prinzipien seines Gottes soweit unterwirft, dass er für den Alltag und die meisten zwischenmenschlichen Beziehungen gar nicht mehr zu gebrauchen ist. Die Golgariten müssen schweigen, sobald gekämpft wird, dass könnte dein Bogenschütze ja auch so machen: sobald er seinen Bogen zieht, hüllt er sich in tödliche Stille.

    Im Besten Fall fällst du einfach nicht auf, im schlechtesten Fall gehst du allen - angefangen bei dir - damit auf die nerven. Probiere es doch erst mal bei dir in der Runde, und schau, ob du mit einem stummen Helden zurecht kommen würdest.

    Along the shore the cloud waves break,

    The twin suns sink behind the lake,
    The shadows lengthen
    In Carcosa.