Shakagra bzw. Dunkelelfen und das Salasandra?

  • Hallo zusammen,


    eine kurze, vllt. auch dumme Frage - ich hab leider nichts dazu gefunden. Beherrschen bzw. praktizieren die Dunkelelfen das Salasandra?


    Die Weltsicht, das Verhalten untereinander und die Lebensweise der Dunkelelfen entscheidet sich doch signifikant von der Lebensweise anderer Elfenvölker.

    Insbesondere die Gnadenlosigkeit und harte Konkurrenz untereinander, sowie die strikte Hierarchie erscheinen mir unpassend mit dem Gedanken der "geteilten" Fertigkeiten und Talente. Weiterhin spricht für mich dagegen, dass die Gelehrten der Shakagra aus Schriften der Hochelfen lernen und wohl in der Lage sind Zauber schriftlich zu fixieren (s. Nachtalbische Rep.) - hier ist auch die Sprache von Lehrmeistern.


    Kennt ihr vllt. Quellen pro/contra Shakagra und Salasandra?


    Gruß

    Gnupi

  • Ich habe leider auch nur ein paar Indizien. Das Salasandra hat viel mit Harmonie zu tun, auch wenn Außenstehende diese nicht leicht erkennen können. Die daimonide Abstammung der Shakagrae dürfte sie aber zu recht disharmonischen Wesen machen.

    Zudem ist ihre Sprache von schrillen Betonungen und Lehnwörtern aus dem Zhayad (also die Dämonensprache) und dem Rssah (der Echsensprache) geprägt, was ihre Eignung zum Singen vermutlich kaum verbessert. Allerdings kann man das Salasandra freilich auch über Instrumentalmusik schließen, von daher ist das höchstens ein sehr schwacher Hinweis. Mehr hat eine kurze Lektüre von Im Bann des Nordlichts und Aus Licht und Traum für mich leider nicht zu Tage gefördert.

    In Kombination mit deinen Hinweisen würde ich es aber als unwahrscheinlich erachten, dass Shakagrae ein Salasandra eingehen können.


    Andererseits beherrschen sie laut der Wiki-Aventurica den zweistimmigen Gesang und haben damit die Grundvorraussetzung erfüllt und beherrschen einige verzerrte elfische Zauberlieder. Grundsätzlich könnten sie also ein Salasandra eingehen, wenn es ihrem Wesen und ihrer Kultur entspräche.

  • Kennt ihr vllt. Quellen pro/contra Shakagra und Salasandra?

    Ich bin da vielleicht auf etwas gestoßen, das aber vom Schwarm verifiziert werden müsste, darum der Doppelpost, damit auch bisher stille Mitleser es mitbekommen. Die DSA4.1-Quelle Wege der Zauberei besagt auf S. 135:


    "Ein erwachsener Elf hat immer Grundkenntnisse in allen Elfenliedern, die in seiner Sippe erklingen, und ist fähig, sie gemeinsam mit den Seinen im salasandra zu singen und zu spielen. Von seiner Sippe getrennt, fällt ihm dies deutlich schwerer: Üblicherweise beherrscht ein erstmalig ausziehender Elf nur eines der bekannten Elfenlieder so gut, dass er auch alleine die magische Wirkung des Liedes hervorrufen kann. Weitere Lieder muss er durch den Einsatz von Abenteuerpunkten erlernen (oder korrekter: er lernt sie ohne Unterstützung seiner Sippe durchzuführen). Dies geschieht stets im Selbststudium; es ist nicht nötig, hierfür ins salasandra mit einer Elfensippe zu gehen oder einen Lehrmeister aufzusuchen."


    Das deutet an, dass Zauberlieder im Grunde nur im Salasandra gelernt werden und die SF eines Zauberliedes nur bedeutet, dass man es allein spielen oder singen kann. Da die Shakagra ja auch (verzerrte) Zauberlieder beherrschen, müssten sie ebenfalls eine Art Salasandra haben. Allerdings funktioniert das nur, wenn die Setzung in DSA5 nicht geretcont wurde. Darum die Frage, um jemand vergleichbare Aussagen aus DSA5 kennt. Außerdem haben die Shakagrae natürlich eine eigene Rep mit eigenen Regeln (gerade auch beim Erlernen von Zaubern), womit das Argument etwas wackelig wäre.

  • Shakagra'e beherrschen zum Teil in der Tat verzerrte Gesänge. Aber da sie keinen Kontakt zur elfischen Kultur hatten der nicht aus Mord bestand, halte ich es für unwahrscheinlich das da so ein Gemeinschaftsgefühlsding existiert, sind ja doch eher Karrieristen.


    "Die Shakagra beherrschen eine befremdliche Art des Zweistimmigen Gesangs. Wo schon ihre Sprache in elfischen Ohren nahezu schmerzhaft klingt, sind die Auswirkungen ihres Gesangs noch drastischer. Wie dämonisch verzerrte Kakophonien voll schräger, unnatürlicher Töne klingen ihre Zauberlieder. Plötzliche Tempowechsel, stakkatohafte, schmerzhafte Laute und unnatürlich schrille Überlagerungen der beiden Stimmen prägen den „Gesang“, der geradezu wie eine Verhöhnung elfischer Zauberlieder klingt. Worte in Zhayad und echsische Anleihen prägen diese Musik, sodass oberirdische Bewohner sie zunächst oft nicht einmal als Lieder erkennen, sondern uralte Beschwörungsformeln dahinter vermuten.

    Die Wirkung setzt sofort ein, also nachdem der Shakagra 1 Aktion für das Spielen des Lieds aufgewandt hat. Während des Liedes kann der Shakagra pro KR nur 1 Handlung zum Bewegen nutzen, alle übrigen muss er zum Vortragen des Liedes verwenden."

    Bei den Elfen steht auch explizit das diese Lieder im Sippenverband gelernt werden, bei den Shakagra hier nicht. Auch ist keine Vorraussetzung in Regeln gegeben

    "Ohne DSA5 hätte es Herr der Ringe nie gegeben" - H.P.Lovecraft

  • In DSA5 gibt es dazu keine Hinweise.


    Für mich passt der einzeln singende Shakagra auch besser in's Konzept. Am Ende ist negiere(Elf) ein Shakagra.

    Schön klingende Sprache, wird schneidender Ton,

    Elfenhaut, wird grau und "hässlich"

    ...


    Da passt für mich einfach, dass die Lieder auch eher alleine Gesungen werden und wenn dann das negiere(Salasandra) nur in pervertierter, subjektiver (also alleine, ohne andere) Form existiert. Wie man sich das vorstellen kann, ist mir noch nicht klar. Am sichersten fährt man glaube ich, wenn man es verwirft.

    Im Übrigen bin ich der Meinung, dass wir einen zweiten Eisenhower benötigen... :)

    Edamus meridiem!

    Jetzt wird Rom zurückgetrieben...

  • Dann schließe ich mich Bosper und Natan an, dass es nach derzeitiger Quellenlage sehr unwahrscheinlich ist, dass die Dunkelelfen eine Art Salasandra kennen.

  • Ich glaube das auch nicht. Die Hochelfen hatten keines, und diesem entstammen die Shakagra, mit einigen Daimoniden-Einflüssen durch das Wirken Pardonas, ohne Umwege über die jetzt existierenden elfischen Kulturen (oder die damaligen Waldelfen). Ihre Magie ist ja auch eine eigene Repräsentation, weil sie ihre ganz eigene, Elfen-freie Entwicklung auch in magischer Hinsicht hatten.

    Aufeinander angewiesen sein um zu lernen und und miteinander lernen passt ohnehin nicht zu ihnen.

  • Ich danke euch vielmals! Ihr bestätigt das Bild, welches ich von der Kultur der Dunkelelfen bekommen habe.


    @Windweber Vielen Dank für das "Pro"-Argument! Deine Überlegung, dass dein Elf alle Elfenlieder beherrscht, aber erst lernen muss, sie alle alleine zu singen finde ich spannend/großartig. Ich denke im Fall der Shakagra trifft das nicht zu, weil (wie Schattenkatze schrieb) die Hochelfen und damit die direkten Vorfahren - zumindest zum Teil - kein Salasandra beherrschten, jedoch Elfenlieder sangen (meines Wissens nach). Somit sehe ich die Elfenlieder als Erbe der Hochelfen in der dunkelelfischen Kultur.

    Die Shakagra scheinen sich hier das Beste von den Vorfahren genommen zu haben... Vllt. auch eine der wenigen Gemeinsamkeiten mit den "aktuellen" Elfen.

  • Deine Überlegung, dass dein Elf alle Elfenlieder beherrscht, aber erst lernen muss, sie alle alleine zu singen finde ich spannend/großartig.

    Eine meiner persönlichen DSA4-Fakten, die keiner kennt.

    Ich denke im Fall der Shakagra trifft das nicht zu, weil (wie Schattenkatze schrieb) die Hochelfen und damit die direkten Vorfahren - zumindest zum Teil - kein Salasandra beherrschten, jedoch Elfenlieder sangen (meines Wissens nach).

    Zum Salasandra bei Hochefen habe ich jetzt leider keine Quelle, aber die Hochelfen hatten teils furchtbare Zauberlieder. Die Steppenelfen kennen einer Überlieferung, nach der die sogenannten Lichtsnger mit Hymnen Feuer auf ihre Feinde regnen lassen konnten. Alle neun Jahre müssen die Heere der Goblins und der Hochelfen tatsächlich in der grünen Ebene ihre Schlacht erneut austragen und neu beide ausgelöscht werden, doch Daleones Feuersturm verhindert auf ewig, dass die Schlacht entschieden werden kann. Wer in die Schacht eingreift, mag sie entscheiden und unvorhersehbaren Lohn erhalten, wenn er sie entscheidet, oder ewig ein Teil davon werden. (vgl. Aus Licht und Traum S. 114) Da dürfte es selbst den Shakagrae mit ihren verzerrten Elfenliedern eiskalt den Rücken herunter laufen.

    Genau genommen sind alle Elfischen Zaubersprüche stark verkürzte alte Elfenlieder (man hielt es wohl für unpraktisch, für einen Fulminictus oder einen Blitz eine halbe Stunde singen zu müssen oder so...^^). Bei den Hochelfen blieben längerfristige Rituale als Zauberlieder erhalten, verloren aber dennoch ihre ursprüngiche Bedeutung. Wie die Spruchmagie wurden sie Werkzeuge magischer Verfügbarkeit über die Phänomene der derischen Wirklichkeit (statt Lied, Licht und Traum). (vgl. ALuT45) Bei den Dunkelelfen dürfte dies, anders als bei Au-, Steppen- und Firnelfen als Erben der hochelfischen Kultur, nicht zumindest ein Stück weit rückgängig gemacht worden sein.