Harmonie für Elfen

  • Analog zu meinem Badoc-System (Badoc-Stufen) habe ich auch eins für Harmonie gemacht:


    nurdra-zerza-Leiste

    Die Leiste zeigt den Harmoniegrad des Elfen an. Idealzustand ist die Balance. Handlungen, die dem nurdra zugeordnet sind, bewegen die Leiste in diese Richtung, Handlungen, die dem Prinzip des zerza gehorchen, in die andere Richtung. Je nachdem, wo der Elf auf der Leiste ist, erhält er Boni oder Mali beim Zaubern bestimmter Merkmale.

    nurdra

    zerza

    -          Heilung von mehr als 5 LeP

    -          Investieren von mehr als 5 AsP in Zauber, die Wachstum befördern

    -          Singen eines passenden Elfenlieds über mindestens eine Stunde

    -          Teilnahme an einem Kampf

    -          Anrichten von mindestens 5 TP

    -          Zauber, die etwas zerstören oder dazu beitragen, von mehr als 5 AsP


    Harmonie: nurdra vs. zerza

    Antimagie -5

    Dämonisch -10

    Einfluss -2

    Elementar -2

    Heilung +2

    Hellsicht +1

    Illusion +4

    Sphären -7

    Objekt -7

    Telekinese -3 Verwandlung -2

    Antimagie -3

    Dämonisch -7

    Einfluss -1

    Elementar -1

    Heilung +1

    Hellsicht +/-0

    Illusion +2

    Sphären -4

    Objekt -4

    Telekinese -1 Verwandlung -1

    Antimagie -1

    Dämonisch -4

    Einfluss +/- 0

    Elementar -+/- 0

    Heilung +/- 0

    Hellsicht +/- 0

    Illusion +1

    Sphären -4

    Objekt -4

    Telekinese -1 Verwandlung +/- 0

    Balance

    Antimagie +1

    Dämonisch -4

    Einfluss +/- 0

    Elementar -+/- 0

    Heilung +/- 0

    Hellsicht +/- 0

    Illusion -1

    Sphären -4

    Objekt +1

    Telekinese +1 Verwandlung +/- 0

    Antimagie +2

    Dämonisch -7

    Einfluss +1

    Elementar +1

    Heilung -1

    Hellsicht +/- 0

    Illusion -2

    Sphären -4

    Objekt +2

    Telekinese +2 Verwandlung +1

    Antimagie +3

    Dämonisch -10

    Einfluss +1

    Elementar +2

    Heilung -2

    Hellsicht -1

    Illusion -4

    Sphären -7

    Objekt +3

    Telekinese +3 Verwandlung +2

  • Beim Weltbild der Elfen geht es ja um viel mehr als die Magie!

    Nurdra und Zerza verkörpern nicht nur Leben und Tod, sondern sind Sinnbild des natürlichen Gleichgewichts.

    Elfen glauben das sich alles oder eher fast alles von selbst Ausbalanciert ... ein Jäger und Kämpfer ist genau so nützlich und "elfisch" wie der heilende Zauberweber der Sippe, obwohl er in Begabung und Charakter wohl Richtung Zarza tendiert...


    Von daher streben Elfen nicht oder selten nach Gleichgewicht, da Nurdra und Zarza das Gleichgewicht der Welt bewahren.

    Entweder Sie glauben dran oder eben nicht und werden badoc.


    Egal ob Harmonie Suchender oder Badoc Elf, so etwas ist für mich etwas das Rollenspieltechnisvh ausgespielt gehört und nicht "gelevelt" werden sollte.

    Versuche doch lieber dich in den Charakter einzufühlen, als noch mehr Tabellen und Punktelisten zu pflegen! ;)

  • Danke für die inhaltliche Kritik, hier hätte ich sehr gerne mehr Ideen und Anregungen. Dass du die Verregelung nicht magst ist ja ok, aber offensichtlich bin ich auf der Suche nach einem System und nicht "in Charakter einfühlen" oder was sonst der herablassenden Bemerkungen dazu geht. Sonst hätte ich ja nach entsprechenden Möglichkeiten gefragt. :dodgy:

  • Kommt mir so rüber als sucht man verhweifelt nach einem System um Boni und Mali aufs Zaubern zu bekommen... und das nicht mal so schlecht.


    Aber warum sollte das Zaubern besser klappen? Sie sind keine Hexen deren Magie auf Gefühle passiert, sind keine Kopfmagier die gewisse Strukturen brauchen, sind keine Sumu-Zauberer die die Natur schützen und schonen.


    Elfen sind schon schwer genug richtig stimmig zu spielen und vom Hintergrund in eine Gruppe einzubringen. Da schrecken solche Tabellen dann ja noch mehr ab weil man ja noch mehr beachten muss. Und DSA5 soll ja einiges schlanker machen....


    Kannst gerne in deiner Gruppe einführen. Für meine Gruppen wäre sowas nix, da eh die meisten eh keine Elfen spielen würden, höchstens mal Halbelfen.

  • Also in 4.1 gab es noch eine Optionalregel zum elfischen Zauber, wo es je nach Meisterentscheid Boni und Mali gab.

    Aber so stark verregelt war das echt nicht.

    Da gab es:


    Selbstverständliches Zaubern

    - ergibt sich ganz natürlich aus der Handlung des Elfen (angestrengtes Lauschen mit Adlerauge, Begrüßung eines Freundes mit Bannbaladin)

    - Zauber werden um bis zu 2 erleichtert, Gesten und Formeln sind nicht nötig, AsP Kosten sinken um 1 bis 2

    - der Spielleiter kann dieses Wirken dem Elfenspieler auch vorgeben


    Zaubern im Affekt

    - in Stresssituationen, wegrennen mit Axxeleratus, verstecken mit Chamaelioni etc

    - Probe kann um bis zu 2 erleichtert werden, Zauberdauer kann verkürzt sein, Geste und Formel weggelassen

    - Kosten sind aber um 10% erhöht


    Zwingendes Zaubern

    - für den Elfen unnatürlicher Einsatz, z.b. Bannbaladin als absichtliche Manipulation

    - Zauber um bis zu 2 erschwert und 10% höhere Kosten

    - die Probleme hierbei fallen mit mehr Übung des Elfen weg, allerdings verliert er dadurch die anderne zwei Arten des Zauberns.

  • Ich glaube nicht, dass es sinnvoll ist, dass der einzelne Elf nach Balance strebt.


    Auch urtümliche Elfensippen haben deutliche Aufgabenteilung, was sich in Professionen wie Kämpfer oder Bewahrer äußert. Während die ganze Sippe als solche sicher versucht, harmonisch in ihrer Umwelt zu leben, was zwangläufig ein Gleichgewicht von Nurdra und Zerza erfordert, so gilt das für den einzelnen Elfen nicht, welcher sicher dem einen oder andern Prinzip weit mehr zugeneigt ist, wobei diese Aurichtung sicher im Laufe des Lebens sich auch ändert.

  • Also ich finde das Streben nach dieser Harmonie schon passend, in gewisser Form auch für den einzelnen Elfen.

    Z.b. hatten wir mal, dass ein Spieler einfach nur aus Wut einen Baum gefällt hat. (eig sehr unsinnige Aktion). Natürlich hat der Elf da nicht versucht dazwischen zu gehen, weil gefährliche Axt in Kopfnähe. Aber danach gefragt warum er den Baum getötet hat und gemeint er muss jetzt als Ausgleich einen neuen pflanzen.

    Ich fand das eine recht schöne Charakterdarstellung, dass der Elf eben schon darauf achtet und man der Natur eben nur Sachen nimmt, wenn es notwendig ist. (und eben für den Ausgleich sorgt wenn es geht)

  • Ich kann mich Sturmkind nur absolut anschließen.
    Bei deinem anderen Topic äugelte ich schon nicht schlecht

    Aber ich finde der Teufel steckt im Detail.
    Fühle deinen Charakter, durchdenke was er spüren könnten wenn ihn die "Balance" verlässt oder er zweifel daran hat.
    Was tut er dann? Was würde für ihn das wiederherstellen?

    Das ist keine Frage von aufstellen irgendwelche boni oder mali. Regeln sollen eher einen gewissen Realismus darstellen.
    Aber wie ein Elf der in seinem inneren das gefühl hat, seine Balance zu verlieren, der hat ein Emotion.
    Ein Gefühl ist aber nichts was man "verregeln" kann.
    Das hängt immer von der Persönlichkeit ab, wie der Elf damit umgeht.

    Edited once, last by Kuir ().

  • Ja, wobei es aber mehr darauf ankommt, dass insgesamt die Balance gewahrt bleibt, nicht, wer genau es macht.


    Hätte jetzt der Baumfäller sich geweigert und dafür dann der Elf den Baum gepflanzt, würde, wemm man jeden individuell rechnet, der Elf sich Richtung Nurdra aus der Balance verschieben. Genau so wie wenn er jemanden heilt, den jemand anders verwundet hat usw.

  • Ja natürlich geht es um die Welt als gesamtes. Wer den neuen Baum pflanzt ist relativ egal, ich wollte eher nur sagen, dass der Elf auch außerhalb seiner Sippe darauf achtet, dass die Welt im Gleichgewicht bleibt.


    Daher sollte der Elf eher seine Taten danach richten, was die Harmonie in der Welt wieder herstellt.

    Ein Wesen unnötigerweise zu verletzen, schiebt die Welt richtung zerza, also ist es ihn zu heilen "richtig"

    Dagegen ein Tier zu erschießen, weil man Hunger hat, ist im Gleichgewicht, weil der Tod des einen, das Leben des anderen erhält.

  • Nun, mich schreckt's offensichtlich nicht ab, und das ist nur für mich persönlich. Die Idee ist die, dass jenachdem ob der Elf gerade zu viel zerza im Blut hat (bildlich gesprochen) dann leichter mehr zerza drauflegt und sich dafür mit nurdra schwieriger tut und umgekehrt. Die Elfen streben ja nach Balance, und die Idee ist, dem so Ausdruck zu verleihen. Ist die Balance gestört, muss das nicht zwingend schlecht sein (in Gefahrensituationen ist ein zerza-Überschuss vielleicht auch angebracht), aber als generelle Tendenz hilfreich.


    Ja natürlich geht es um die Welt als gesamtes. Wer den neuen Baum pflanzt ist relativ egal, ich wollte eher nur sagen, dass der Elf auch außerhalb seiner Sippe darauf achtet, dass die Welt im Gleichgewicht bleibt.


    Daher sollte der Elf eher seine Taten danach richten, was die Harmonie in der Welt wieder herstellt.

    Ein Wesen unnötigerweise zu verletzen, schiebt die Welt richtung zerza, also ist es ihn zu heilen "richtig"

    Dagegen ein Tier zu erschießen, weil man Hunger hat, ist im Gleichgewicht, weil der Tod des einen, das Leben des anderen erhält.

    Ich find's halt schwer so als einzelner Elf die Harmonie der Welt im Blick zu haben, das wäre hier quasi der Blick ins Innere. Dass wenn ich irgendwo zerstörte Natur sehe ich danach strebe, das zu richten, gehört ja zu den Grundtendenzen der Elfen (wie auch der Druiden etwa). Mein Ansatz geht um inneres Gleichgewicht; quasi eine Art Doppelläufigkeit. Man strebt der Erhaltung der Harmonie der Welt an (was natürlich irgendwo immer unmöglich sein wird, der Einzelelf ist ja zu schwach, und in der Versuchung zu glauben, man könne sie richten, liegt ja auch wieder badoc), aber zumindest für den Elfen selbst hat er oder sie es ja in der Hand.


    ---


    Aber abseits der Grundsatzdiskussion, sind die Boni/Mali grundsätzlich sinnig? Zu stark, zu schwach? Wie würdet ihr nicht-magische Tätigkeiten einbauen?

  • Nun, mich schreckt's offensichtlich nicht ab, und das ist nur für mich persönlich. Die Idee ist die, dass jenachdem ob der Elf gerade zu viel zerza im Blut hat (bildlich gesprochen) dann leichter mehr zerza drauflegt und sich dafür mit nurdra schwieriger tut und umgekehrt. Die Elfen streben ja nach Balance, und die Idee ist, dem so Ausdruck zu verleihen. Ist die Balance gestört, muss das nicht zwingend schlecht sein (in Gefahrensituationen ist ein zerza-Überschuss vielleicht auch angebracht), aber als generelle Tendenz hilfreich.

    mehr Zerza führt zu mehr Zerza und mehr Nurdra führt zu mehr Nurdra ist doch keine Balance sondern ein sich selbst verstärkender Vorgang.

    Balance im elfischen DsA Sinne erschien mir persönlich irgendwie eher anders.

  • Ich denke nicht das Soneaa damit sagen wollte, dass jeder Elf sich als Retter der Welt sieht und in der Verpflichtung die Welt in Balance zu erzogen wird! Du bist für dich und deine Motivation verantwortlich.


    Wenn du bei Nacht siehst wie eine Frau in eine Gasse geschliffen wird und der Täter sie anfängt zu vergewaltigen. Und du ängstlich davon rennst, ist es dennoch der Vergewaltiger der aus minderen Motiven gehandelt hat, du warst nur zu feige die Situation zu entschärfen, aber Angst ist etwas ganz natürliches, also hast du vielleicht ein sehr schlechtes Gewissen, hast aber selbst nicht gegen die Elfische Lebensphilosophie verstoßen, sondern das war der Vergewaltiger.


    Stellst du dich Mutig der Situation, holst Hilfe oder überwältigst den Mann selbst. So hast du in den Augen der Elfen ehrenhaft gehandelt, denn du hast verhindert, dass die

    Frau verletzt wurde und hast somit Zerza gestoppt.


    Aber abseits der Grundsatzdiskussion, sind die Boni/Mali grundsätzlich sinnig? Zu stark, zu schwach? Wie würdet ihr nicht-magische Tätigkeiten einbauen?

    Ich finde sie generell zu verregeld!

    Magie ist kein Karma und Elfen kennen das Konzept der Buße ohnehin nicht!

    Die Mächtigste Zauberweberin Aventuriens ist Badoc und oberste Dienerin des Namenlosen.


    Ich verstehe nicht warum du aus elfischer Magie sowas wie Nurdra vs. Zerza Karma machen möchtest?


    Gib einer Elfe die hervorragend in Nurdras Sinn gespielt wurde, doch einfach einen Schip wieder!


    Badoc zu werden ist ein stetiger Prozess, der wenige Monde aber auch 100 Götterläufe umfassen kann, es ist nunmal ein Risiko wenn man sich mit Menschen abgibt!


    Aber es wirkt sich nicht auf deine, dir angeborenen magischen Talente aus!