Über den Tod hinaus

  • Letztens ist mir eine, meines Erachtens fastzinierende, Idee gekommen.
    Um dies zu erklären, stellt euch folgendes Szenario vor:
    Eure Gruppe geht eine Straße entlang und wird überfallen. Doch dann, völlig unterlegen wird euer Held nieder gestreckt.
    Rein zufällig kommt dem Magier in eurer Gruppe eine Idee. Ich wirke einen Skelettarius auf [Name des Verstorbenen einfügen].


    Das dies nicht sehr Borongefällig ist, ist mir klar, aber was haltet ihr davon? Würdet ihr gerne einen Untoten Helden spielen(natürlich nur, bis der Leichnam so aussieht, dass er nicht mehr unter die Leute kann/ er an einem Ort ist, wo er begraben werden soll) Oder haltet ihr das für totalen Mumpitz.


    Natürlich können dadurch gute Szenen entstehen, wie z.B. der Held kippt im Kampf einfach um, weil der Magier nicht mehr genügend AsP hat, um den Zauber aufrecht zu erhalten. So können auch Situationen geklärt werden wie im Thread: Begräbnis in der Wildnis (Was soll ich mit den Helden machen, wie soll ich sie da raus kriegen.)

  • Ich persönlich würde da nicht nur nichts davon halten, sondern es ausdrücklich nicht gut finden und OT mein Veto einlegen.


    Wenn tatsächlich kein Charakter durch Würfelpech sterben sollte, dann wünsche ich mir eine angemessene Bestattung und Benachrichtigung von Angehörigen und eine schöne, ausgespielte Trauerzeremonie, aber nicht, dass der tote Körper erhoben wird und fast ganz ohne Intelligenz genau das macht, was der Magier möchte und befiehlt
    Es wäre dann nicht mehr "mein" Charakter, denn alles, was den Charakter ausmacht, wäre nicht mehr vorhanden. Es ist ein seelenloser Roboter-Körper, ohne Seele, ohne Wesen, sogar ohne seine bisherigen Fähigkeiten, einfach nur ein wandelnder, toter, befehlsempfangender Körper


    Dazu wird so etwas gesetzlich hart bestraft, wenn der Magier das macht und er hat so einige Zeugen dabei, bei denen ich als Spielerin hoffe, dass ihre SC das IT nicht gut heißen.

  • Du sagtest ja, du würdest dir eine Bestattung wünschen. Was, wenn du in nem Dungeon oder wo anders Verreckst, wo deine Mithelden dich nicht raus kriegen, ohne selbst zu sterben, dann wär es ja was anderes.

  • Nope, wäre es nicht, dann sollen sie sich was einfallen lassen, im schlimmsten Falle bleib ich dann halt liegen!

    Badner, das Höchste was ein Mensch werden kann



  • Ein mittels Skelettarius „belebter“ Leichnam ist nicht dieselbe Person. Es ist eine Kreatur von geringer Intelligenz mit einem LO-Wert, die von ihrem Erschaffer Befehle entgegennehmen kann. Also kannst du deinen untoten Charakter eigentlich gar nicht richtig „spielen“ - du würfelst halt aus, was immer der Magier von dir verlangt, bist aber kaum zur Interaktion oder selbständigem Handeln fähig.


    Was du eigentlich haben willst, ist ein Verlorener (VTuU 63), dessen Seele in seinem untoten Körper verbleibt. Das passiert äußerst selten, ist aber möglich und kann theoretisch auch gezielt herbeigeführt werden (wie es beispielsweise Ibn Mahmoud, VTuU 92, erfolgreich am eigenen Körper durchgeführt hat). Das Sammeln von Wissen und Materialien für ein solches Ritual ist aber schon ein Abenteuer in sich.

    It's hard to light a candle, easy to curse the dark instead.
    •••
    The trouble with having an open mind, of course, is that people will insist on coming along and trying to put things in it. -- Terry Pratchett

  • Zudem müsste es doch auch Zauber geben, die den Charakter eines, mit diesem Zauber belegten Helden erhalten, oder liege ich da Falsch?
    (oder sind das Rituale?)

  • Wenn man tot ist und der Leichnam erhoben wird, ist es eben nur der tote Körper (und obendrein einer mit lausigen Werten).
    Wie flyx schrieb, ist der Leichnam mit Seele (und und damit mehr Eigeninitiative als so ein untoter 'mach dies, mach das') sehr selten und eben nicht über den Skelettarius zu erreichen.


    Was, wenn du in nem Dungeon oder wo anders Verreckst, wo deine Mithelden dich nicht raus kriegen, ohne selbst zu sterben, dann wär es ja was anderes.

    Das ist für mich und den Spielstil unserer Gruppe sehr hypothetisch, da bei uns Charaktere nicht an Würfelpech sterben und ich Dungeons seit jeher so dermaßen langweilig finde, dass sie selten genug im Spiel vorkommen. (Und Nekromanten haben auch eine eher geringe Chance in unseren üblichen Gruppenkonstellationen).
    Da aber eine ganze Heldengruppe herein kann, damit das theoretisch geschehen kann, dass ein Charakter von mir darin sterben kann, sehe ich wenig Grund, warum sie ihn da nicht aus wieder raustragen können. (Lebend raus kommen ist gesetzt, damit das Szenario überhaupt funktionieren kann.)
    Oder machen eben im Zweifelsfall drin ein hübsches Grab, wie Parinor schon schrieb. So lange aber kein Geweihter dabei ist, würde eine richtige Bestattung in jedem Fall begrüßen, auch dann als erste Wahl, wenn ein Geweihter dabei ist.
    Ist allerdings ein Geweihter dabei, wird es nicht zu einer Untotenerhebung kommen.


    Ein Gebet und und später einen Gedenkdienst sollte immer gehen und ich hoffe, dass sowohl die Spieler als auch ihre Charaktere mich und meinen Charakter genügend respektieren, sich nicht solche Aktionen zu leisten, wie den toten Körper eines hoffentlichen Freundes, zumindest einer respektierten und nicht völlig verfeindeten Person so zu missbrauchen.

  • Eine weitere Möglichkeit ist, dass die Herrin der Toten in so einer verzweifelten Situation direkt ein Angebot macht und man als etwas "neues" wiederkehrt. Generell ist ein Pakt mit ihr ein guter Weg, um sich schön langsam in einen Kadaver zu verwandeln und tolle Geschenke bekommt man auch noch! :thumbup:


    Auch als Opfer eines Vampirs kann man auf die Untote Seite wechseln und auch die Götter schenken einem Recken manchmal noch ein wenig mehr Zeit auf Dere. Wobei diese dann meist nur bis zur Erfüllung der zugedachten Aufgabe hält...


    Es gibt auf jeden Fall reichlich Gelegenheiten auch nach dem Tod weiter zu leben, ohne dabei auf eine "ganz seltene Konstellation" zurück greifen zu müssen.