Frage zur Spätweihe

  • Hallo und Moin von der Nordseeküste,


    ich hätte da mal eine Frage als noch nicht so sehr bewandeter Wiedereinsteiger nach über 25 Jahren DSA Abstinenz:


    Ich spiele seit einigen Monaten wieder DSA (5) und überlege gerade darauf herum, langfristig meinen Weidener Krieger den Weg der Spätweihe anstreben zu lassen. Tendiere stark zu Rondra, habe mir aber auch Kor ein wenig näher angeguckt und einiges dazu nachgelesen.
    Was mich aber umtreibt: wie sieht das bei so einer Konstellation der Spätweihe mit den Vor-/Nachteilen aus?

    Im Regelwekr steht ja, dass jeweils nur 60AP dafür aufgewandt werden dürfen.

    Nun habe ich aber bereits einen Krieger mit diversen Vor-/Nachteilen und der Geweihte hat ja auch einiges, was dort zwingend Voraussetzung ist. Wie sieht das in diesem Fall aus? Ich kann ja nicht einfach die alten löschen und neue nehmen, das wäre meiner Meinung nach unlogisch. In einzelnen Fällen kann ich mir schon denken, das umzuwandeln, zum Beispiel die Prinzipientreue die ich zum Kriegerkodex habe ist ja nicht so unterschiedlich zu der Prinzipientreue, die ich der Tradition der beiden Gottheiten gegenüber einhaten müsste. Da kann ich mir das schon vorstellen, das 1:1 zu ersetzen. Auch für den Borongeweihten steht in der Tradition "Kennt keinen Schmerz" angegeben und das ist ja eigentlich das Gleiche wie "Zäher Hund" (oder verstehe ich das falsch/ ist das eigentlich kombinierbar und addierbar?) Aber wenn ich mir meine anderen Vor-/Nachteile angucke sind das ja einerseits körperliche Merkmale bzw andererseits Charakterzüge, die kann man ja nicht so einfach ablegen.....

    Oder kann ich in diesem Fall die 60 AP Grenze überschreiten, ich werde aus dieser Konstellation irgendwie nicht schlau.


    Fragen über Fragen also - Ich wäre sehr dankbar wenn mir hier weiter geholfen werden könnte :saint:

  • Die Grenze sind erstmal 80 AP.


    Da ic hdas AG1 nicht besitze, haben andere vielleicht mehr Detailwissen, aber ich würde es als SL unbesorgt durchwinken, dass sich jemand einen Vorteil für die Spätweihe nachkauft. Das ist so teuer, das macht den Bock nicht fett. ;)

  • Zur Menge der Punkte in Vorteilen / Nachteilen (80): Diese gelten nur und ausschließlich bei der Heldenerschaffung.


    Später kannst du immer noch Vorteile und Nachteile erwerben / erhalten, die diese 80 Punkte überschreiten. Ein arroganter Magier mit Schulden kann also auch später noch einarmig werden. Glück III kann erst nach der Heldenerschaffung erworben werden (Gesamtsumme der notwendigen Punkte in Vorteilen nur für Glück I - III betragen 90).


    Was deine Vor- und Nachteile angeht: Du entscheidest dich ja bewusst für eine Gottheit und eine Kirche. Daher kommen die Prinzipientreue und die Verpflichtungen automatisch. Und genug Punkte gibt es dann auch direkt, um den Vorteil Geweihter zu kaufen. Das Umwandeln der Prinzipientreue finde ich sehr gut, würde ich auch so machen. Am besten besprichst du das mit deinem Spielleiter und schlägst diese Lösungen vor.


    Was ich als Spielleiter dir aufbürden würde, ist ein Jahr des Noviziats. Will heißen: Dein Held geht als Schüler bei einem Geweihten "in die Lehre" und erhält nach dem Jahr die Weihe, wenn der Lehrer den Schüler für würdig befindet. Evtl. würde ich dann schon die Nachteile kaufen, die Vorteile aber auf später verschieben.


    Das Teuerste an der Spätweihe ist aber die Tradition, die mit 130 bzw. 150 AP zu Buche schlägt. Die solltest du zum Ende deines Noviziats dann beisammen haben, sonst wird es etwas peinlich ("Und hiermit, Novize Roadrunner, erheben wir dich nach deinem Noviziat feierlich zum G..." -"Äh, nee, sorry, ich kann die Tradition noch nicht kaufen. Puh... Äh, doof. Ja. Warten wir noch ein Abenteuer?"). 8o

  • Ich hatte genau das gleiche Problem. Profaner Krieger, der sich im Laufe des Abenteurerlebens zu Rondra (NEIN der Kirche! XD) hingezogen fühlt...

    Da im Aventurische Götter keinerlei Regeln (vielleicht auch besser XD) für die Spätweihe sind, haben wir es wie folgt gehausregelt:


    Du gehst zum Tempel deines Vertrauens, beginnst die Ausbildung (einige Wochen vor Ort wären gut), kaufst dir die Tradition, Vorteil Geweihter, Nachteil Prinzipientreue und Moralkodex und die 12 Segnungen. Da du sehr wahrscheinlich nun im Minus mit den AP bist, zahlst du die "Schulden" ab jetzt langsam ab. Ich habe im Schnitt jedes mal, wenn es AP gab 2/3 bis 3/4 in die Schuldentilgung bezahlt und den Rest zur Charaktersteigerung benutzt, damit sich auch außerhalb der Weihe irgend etwas verbessern kann (bzw. bei Bedarf natürlich auch hier Dinge wie Götter und Kulte steigern...). Du startest direkt mit 15 KaP (oder 20) und kriegst pro Monat 1 dazu, bis du einen Maximalwert erreicht hast, so lässt sich ausdrücken, dass du nicht direkt von göttlicher Kraft durchdrungen bist, aber dennoch mal einen Segen sprechen oder Mirakel anwenden kannst. Dann von Zeit zu Zeit beim Ausbilder vorbei schauen und die eine oder andere Liturgie lernen. Hin und wieder solltest du "längere" Phasen der Ausbildung einbauen, bei umherziehenden Gruppen ist das natürlich schwierig umzusetzen. Gleichzeitig ist es wenig praktikabel den Charakter ein Jahr abzustellen und die Gruppe spielt in der Zeit normal weiter. Also quasi eine Ausbildung auf Reisen...


    Körperliche Vorteile kann man sich in meiner Gruppe (zumindest bis jetzt nicht vorgekommen) nicht einfach dazu "kaufen", da sie gewissermaßen angeboren sind. Damit sind Vorteile wie Verbesserte Regeneration gemeint.


    Ich hoffe, dass hilft dir zumindest bei einer groben Vorstellung, wie man das so handhaben kann.


    Ohh fast vergessen: NORDSEE WUUUUUUUUUU XD

  • Thema Ausbildung nach der Spätweihe:

    Ich fände eine Pilgerreise zu verschiedenen Tempeln der "eigenen" (neu erwählten) Kirche auch sehr spannend für einen Spähtgeweihten.

    Dadurch kann man der Gottheit vielerorts dienen und lernt die verschiedenen Strömungen und Denkrichtungen kennen etc

    ~ neigt zum Editieren seiner Forenbeiträge ~

  • Suratarius:


    Danke für Deine Anregungen. Finde ich sehr interessant. Lediglich das mit dem "AP-Kredit" kommt für mich nicht in Frage. Habe das Ganze eh langfristig angelegt, das wird wohl dauern, bis ich alles zusammen habe. Und dann spare ich erst die AP und gebe sie dann aus. Kommt meinem Verständnis des Spieles eher nahe. AP auszugeben, die ich noch nicht verdient habe, widerstrebt mir persönlich (was nicht heißen soll, dass ich das bei Euch falsch finde, muss jeder für sich selbst regeln und da Ihr Euch da einig seid ist alles gut ;) ).

  • @ Roadrunner

    Alles gut, jede Gruppe muss da einen für sich gangbaren Weg finden :)

    Für mich/uns war es nur wichtig, dass die Weihe/Ausbildung ingame beginnen kann, ich als Spieler aber auch nicht Jahre nur AP sammel ohne irgend etwas davon zu haben.

    Ich habe OT nach ca. 1,5 Jahren die AP gehabt. Zugegebenermaßen hat es durch eigenes Unvermögen länger gedauert. Ich habe original letzte Woche Mittwoch die ersten AP erhalten, nachdem mein "Konto" wieder ausgeglichen war, um am Sonntag festzustellen, dass ich die gewonnenen AP für Nachteile nicht dazu berechnet habe...

    Naja demnächst steht ein größerer IT Zeitsprung an, so dass ich die Zeit in der Ausbildung gleich mit AP und dem Erlernen einiger passender Dinge verwenden kann.


    Deirakos

    Ich finde Pilgerreisen (Weihe unabhängig) generell spannend. Alleine schon um persönliche Verbindungen zu Orten aufzubauen oder damit der Charakter NPCs kennen lernt und vielleicht auch eine Verbundenheit aufbaut. Deswegen reist demnächst unser Zwerg zurück in seine Stollen, Firnelf und Fjiarninger zurück in den Norden und ich in den/die Tempel :)

    "Hell, it's about time!"

  • Das eigenständige Konzept der Spätweihe war in DSA 4 ja hauptsächlich notwendig, weil mit dem GP- und AP-System zwei verschiedene "Preise" für einen Geweihten existiert haben.


    Es wäre zwar schön gewesen, einen zusammenfassenden Kasten und ein bisschen Fluff zur Spätweihe in AGI zu haben, aber strenggenommen ist es nicht mehr notwendig. Jetzt kann man in DSA 5 alles zu den gleichen Kosten erwerben, so wie Mentharion oben beschrieben hat.

  • Es wäre zwar schön gewesen, einen zusammenfassenden Kasten und ein bisschen Fluff zur Spätweihe in AGI zu haben, aber strenggenommen ist es nicht mehr notwendig.

    Jain. Im GRW steht (ich meine bei dem Vorteil Geweihter) ein Infokasten in dem es heißt das die Spätweihe möglich ist, aber erst in einem späteren Band beschrieben wird. (grob, sinngemäß wiedergegeben). in AG I steht dazu nun nichts. Schade. ich meine im Ulisses Forum wurde von seiten der Redax gesagt, das die Spätweihe genau so läuft wie es Mentharion beschrieben hat. Sobald man die AP hat, braucht es ein ingame Jahr und man ist Geweihter.

    Eis ist nicht Tot, es ist Erinnerung.
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  • Also ich habe mir das jetzt grob so überlegt:


    Ich werde zunächst den Vorteil Geweihter erwerben und dann nach und nach zum Sammeln der AP immer dann wenn ich die Gelegenheit habe zu einem Schrein der 12 Götter zu gehen, dort jeweils einen der Segen erwerben. Nach 2 bis 3 Segen dann steiger ich auch Götter und Kulte jeweils um 1 und komme so der Sache langsam näher. Das ganze quasi als Einstieg in das Geweihtenleben. So ungefähr :)

  • die sache ist halt die: kein geweihter ohne tradition und keine tradition ohne geweihter du brauchst halt beides...

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