Die Verschwörung von Gareth (Abenteuerbericht #7.1)

Es wurde das Abenteuer Die Verschwörung von Gareth von der Spielgruppe mit zwielichtiger Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor das Abenteuer Die Hexennacht erlebt.


Am nächsten Morgen drängte Dexter die anderen schnellstmöglich ihr Reisegepäck fertig zu machen. Sie mussten sich beeilen, um nach Gareth zum großen Turnier zu kommen. Seine ganze Familie würde da sein und er wollte selbst natürlich die Familie beim Turnier vertreten und teilnehmen. Mittlerweile schleppten sie schon einige Gegenstände mit sich rum. Einige der Hexen boten ihnen an sie in ihren fliegenden Fässern mitzunehmen. Dies nahmen alle dankend an und Diana flog auf ihrem neuen Besen.


Um die Helden herum klingen die Rufe der Knappen und das Wiehern der Pferde. Noch immer treffen neue Teilnehmer für das große Turnier ein, das alljährlich hier am kaiserlichen Hof in Gareth stattfindet. Sie verpassten den Gottesdienst wo die Geweihten der Zwölfgötter unter der Leitung des Praios-Geweihten die Waffen der Teilnehmer und den Turnierplatz segneten. Dexters Vater hatte jedoch dafür gesorgt das seine Turnierausrüstung bei der Weihe dabei war. Freundlich wurden alle Helden von der Familie Greifenmacht empfangen.


Daleone erkannte Dexter fast nicht wieder. Sie kannte bis jetzt nur den skrupellosen Krieger der Orks, ohne mit der Wimper zu zucken tötete. Jetzt sah sie ihn wie er liebevoll seinen älteren Bruder Darian und seine jüngere Schwester Josmine begrüßte. Sein Vater Torm und seine Mutter Birsel hießen alle von ihnen herzlich Willkommen und für sie waren sogar eigene Betten hergerichtet worden. Dieses Zelt glich eher einem Haus. In der Mitte war ein großer Zeltraum an dem mehrere kleine Zelte angebaut wurden. So hatten sie den Luxus eigene kleine Räume zu haben. Lange hatten sie jedoch nicht Zeit sich zu Begrüßen und kennenzulernen. Die Parade aller Teilnehmer vor der kaiserlichen Familie sollte gleich beginnen. Diana und Draco gaben Fitz ein Glas Honig und versteckten ihn in ihrem Zelt.


Als sie gerade alle zur Parade unterwegs waren stoßen sie auf Odilbert. Ein Barde der schon lange mit der Familie Greifenmacht befreundet ist. Odilbert fragt Dexter über sein Abenteuer im Orkland aus und erzählt ihm das er gerade eine Ballade schreibt, die ihm sicher den Sieg im Bardenwettbewerb bringt. Sie blieben beim Anmeldezelt für die Bewerbe zu Pferd stehen damit Dexter sich dafür anmelden konnte. Josmine wollte auf die andere Seite des Platzes, um sich für den Bogenwettbewerb einzutragen. Daleone begleitete sie und entschloss sich dazu, sich auch anzumelden. Während Dexter die Formulare ausfüllte stimmte Odilbert seine Leier an und sang etwas: „Es bangt der Fuchs um seinen Erben - es lacht der Rab' in seinem Nest. Der junge Fuchs soll balde sterben auf einem großen Minnefest. Tandaradei.“ Draco und Diana schauten sich an und wussten nicht recht was sie mit der Ballade anfangen sollten. Als Dexter sich fertig eingetragen hatte gingen sie weiter zu einem anderen Zelt wo die Anmeldung für die Schwertkämpfe war. Darian sagte zu ihm: „Dieses Jahr nimmt der Schwerkönig nicht am Turnier teil, sondern mit dem Amt des Marschalls übernimmt er nur die Aufsicht über die Einhaltung der Turnierregeln. Du hast also reale Chancen den Titel dieses Jahr zu gewinnen.“ Dexter antwortete auf diese Aussage nur mit einem spitzen Lächeln und füllte weitere Formulare aus.


Josmine zog Daleone an der Hand hinter sich her, um schneller zur Anmeldung zu kommen. Als Josmine gerade die Formulare ausfüllte rempelte Daleone jemand von hinten. Sie drehte sich um und schaute einem anderen Elfen ins Gesicht. Dieser musterte sie nur argwöhnisch und fragte: „Kannst du nicht aufpassen? Wie wäre es mit einer Entschuldigung?“ Daleone konnte es nicht fassen und erwiderte nur das sie doch mit dem Rücken zu ihm gestanden habe. Es wirkte so als ob er ihre Antwort gar nicht gehört hatte. Josmine zupfte am Kleid von Daleone und sie drehte sich zu ihr um. Währenddessen ging der Elf einfach an ihr vorbei und meldete sich auch zum Bogenschießen an. Als er fertig war ging Daleone zum Zelt, um die Formulare auszufüllen und der Elf sagte nur: „Wenn du so tollpatschig schießt wie du im Weg herum stehst dann brauch ich mir ja keine Sorgen machen im Wettbewerb!“. Lachend ging er davon und Daleone kostete von seinem Sikaryan. Schon länger hatte sie kein Elfen-Sikaryan mehr getrunken und deswegen war es umso köstlicher. Dies war sicher einer der Elfe, der unter Menschen aufgewachsen ist. Kein Elf aus einer Sippe würde andere so verhöhnen.


Dexter hatte gerade die Formulare ausgefüllt als im Odilbert entgegenflog. Sein Gesicht war schmerzverzerrt und beide Hände hielt er sich gegen die Brust. Zwischen den Fingern quoll Blut hervor. Mit weit aufgerissenen Augen flüsterte er Dexter letzte Worte ins Ohr: „Mein Lied! Der Rabe! Mordkomplott! Rettet.“. Dann atmete er nicht mehr. Dexter sah sich nach Daleone um, doch er konnte sie nirgendwo sehen. Draco und Diana riefen nach einem Medicus oder Heiler, doch niemand kam Helfen. Es bildete sich nur eine Menschentraube um sie und schließlich kamen zwei Wachen, welche die Menschen zurückhielten. Als Daleone endlich wieder bei ihnen war konnte sie nur mehr Odilberts Tod feststellen und fand in seiner Hand eine abgerissenen Uniformknopf. Darian befragte einige der Anwesenden ob sie etwas gesehen hatten.


Die Familie Greifenmacht und die Helden waren nicht mehr aufgelegt für eine Parade und ließen Odilbert zu ihrem Zelt bringen. Darian erzählte ihnen das zwei unabhängige Personen einen wahrscheinlich aus dem Osten stammenden Mann, mit einem Kurzschwert vom Tatort weglaufen sehen haben. Nach kurzer Zeit kam ein Offizier der Palastwache mit drei Soldaten. Er untersuchte die Leiche und fragte die Helden und Familie Greifenmacht darüber aus ob sie etwas gesehen haben. Keiner von ihnen hatte etwas gesehen und so übergab Dexter nur den Uniformknopf, der mit einem geprägten Löwenkopf verziert war. Als Darian von dem erzählte was er Erfahren hatte wurden sie alle vom Offizier unfreundlich darauf hingewiesen das keine eigene Ermittlungen eingeleitet werden sollten. Dann verschwand die Palastwache wieder.


Dexter erzählte den anderen von der Ballade und was Odilbert in seinen letzten Sekunden zu ihm gesagt hatte. Mit seinem Bruder rätselte er welche Bedeutung die verschiedenen Andeutungen wie Fuchs und Rabe hatten und dann war da noch dieser Uniformknopf mit dem Löwen drauf. Diana meinte dann das es doch die Wappentiere der verschiedenen Familien sein könnte. Dexter meinte das Haus Gareth habe ein Wappen, in dem auf Schwarz ein roter Fuchs vor einer silbernen Scheibe abgebildet war. Darian sagte das im Wappen Haus vom Berg ein roter Löwenkopf drauf war aber auch Haus Ehrenstein hätte Drei goldene Löwenköpfe. Dexter sagte dann noch das der Rabe nur das Haus Rabenmund sein konnte. Als sie gerade über die Zeilen nachdachten kamen drei Boron-Geweihte in ihr Zelt. Sie nahmen Odilbert Leiche an sich, um ihn zu ihrem Tempel in den Außenbezirken der Stadt zu schaffen, wo er nach den Riten der Zwölfgötter bestattet werden soll.


Als die Boron-Geweihten mit Odilbert weg waren kam Torm auf Dexter zu und erinnerte ihn das er sich für die Tjoste fertig machen musste. Während Dexter eine prunkvolle schwarze Rüstung angezogen wurde erklärte er den anderen Helden, dass es bei einer Tjoste darum ging, den Gegner mit einer Lanze aus seinem Sattel zu stoßen. Die Lanzen haben stumpfen Spitzen also sollte es keine allzu schlimmen Verletzungen geben. Als Dexter fertig angezogen war stieg er auf einen prächtigen Schimmel und bekam von einem Knappen eine Lanze und ein Schild. Am Schild war das Wappen des Hauses Greifenmacht, ein goldener Greif auf schwarzen Grund, abgebildet. Gemeinsam gingen sie alle hinter Dexter nach zum Turnierplatz.


Es sind sehr viele Menschen gekommen und die Helden waren froh das sie in einer Loge sitzen konnten und nicht in dem Gedränge auf der normalen Bühne. In der Loge waren nicht nur die Familie Greifenmacht sondern auch das Haus Rabenmund und Ehrenstein. Josmine erzählte den Helden aufgeregt das in der Loge nebenan Seine Allergöttlichste Magnifizenz, Hal von Gareth, saß. Dort wäre auch der hübsche Prinz Brin welcher während diesem Turnier mit Prinzessin Emer Ni Bennain verlobt werden soll. Draco fragt Torm leise wie sie den zu dieser Loge gekommen sind. Er antwortete das sie mit dem Hause Rabenmund verwandt seien und jedes Jahr in dieser Loge sitzen würden. Torm deutete Darian zu ihm zu kommen und gemeinsam gingen sie zu einem Mann mit schwarzen Haaren und stechend blauen Augen. Draco fragte Josmine wer das sei und sie antwortete mit Graf Answin Garbit Hildebald von Rabenmund. Plötzlich trafen sich quer durch die Loge die Blicke zwischen Draco und Answin. Hier konnten sie nicht ungestört reden. Er tauschte nervöse Blicke mit den anderen Helden aus und sie beschlossen einfach nur Dexter zuzusehen.


Der erste Gegner von Dexter war größer als er, was schon was heißen sollte, und hatte als Wappen eine weiße Hand auf rotem Grund. Josmine schrie laut: „Komm schon Dexter, den alten Linnart von Hartweil packst du doch locker!“ Sofort wurde sie von Birsel zurechtgewiesen das es sich nicht gehört als junge Damen zu schreien. Dexter traf sich in der Mitte mit dem anderen Reiter und ein stattlicher Krieger kündigte die Reiter an. Diana erzählte den anderen das dies Raidri Conchobair, der Schwertkönig sei. Er ist fünffacher Großsieger bei diesem Turnier und soweit sie weiß besuchte er die gleiche Akademie wie Dexter. Als Raidri fertig gesprochen hatte wendeten die Reiter ihre Pferde und trappten 10 Schritt auseinander. Danach drehten sie sich wieder um, schauten sich einen Augenblick an und preschten los. Der Jubel der Menge flachte ab. Die Luft schien vor Spannung dicker zu werden. Die Lanzen wurden in Position gebracht es gab einen lauten Knall. Beide hatten den jeweils anderen getroffen jedoch konnte Dexter die Lanze des Gegners mit seinem Schild ablenken. Die Lanze von Dexter jedoch fand sein Ziel und hebelte Linnart aus dem Sattel. Durch die Wucht wurde ihm der Helm vom Kopf geschleudert. Reglos lag er im Sand und ein Heiler lief zu ihm. Nach einigen Sekunden bewegte er sich wieder und sie trugen ihn auf einer Trage vom Platz. Die Menge jubelte Dexter zu.


Danach gab es 7 weitere Kämpfe wovon einer sogar wiederholt werden musste, weil beide aus dem Sattel fielen. Danach war die erste Runde vorbei und Dexter trat gegen seinen nächsten Gegner an. Dessen Wappen hatte einen Silbernen Barsch vor grün und blau gespaltenem Grund. Raidri kündigte ihn als Herzog Jast Gorsam vom Großen Fluss an. Torm stand genau neben den Helden und sagte: „Jast der alte Haudegen! Ein guter Reiter aber gegen Dexter hat er keine Chance!“. Wieder ritten sie 10 Schritt auseinander. Beide drehten sich zugleich um wobei Dexter diesmal direkt los ritt. Erst einen Augenblick später setzte sich auch Herzog Jast Gorsam vom Großen Fluss in Bewegung. Es gab zwei laute metallische Knaller, aber beide saßen noch im Sattel. Jeder konnte die Lanze des anderen mit seinem Schild abwehren. Jast brauchte eine neue Lanze, weil seine gebrochen war. Kaum war diese ausgetauscht ritten sie wieder auseinander für die zweite Runde. Diesmal starteten beide gleichschnell und Dexter zielte direkt auf den Kopf seines Gegners. Seine Lanze fand das Zeil und Jast wurde mit enormer Wucht aus seinem Sattel geschleudert. Er stand jedoch sofort wieder auf und hatte Schwierigkeiten den Verbeulten Helm vom Kopf zu bekommen. Einer seiner Knappen musste ihm helfen und als sie den Helm endlich abbekommen hatten sah man das er stark ober dem rechten Auge blutete.


Somit war Dexter im Halbfinale und die anderen drei Kämpfe verliefen wenig spektakulär. Dexter musste nun gegen einen der Gegner antreten, den sie verdächtigten im Mord von Odilbert verstrickt zu sein. Es war Ungolf vom Berg mit dem roten Löwenkopf im Profil auf schwarzem Grund als Wappen. Ungolf hatte ein riesiges Pferd und Daleone machte sich etwas Sorgen, weil seine Lanze eine große Eisenfaust an der Spitze hatte. Die Gegner ritten wieder 10 Schritt auseinander und preschten dann aufeinander zu. Beide trafen sich gegenseitig und diesmal kippte auch Dexter gefährlich weit aus dem Sattel. Er konnte sich aber gerade nochmal retten während Ungolf in den Staub flog. Sofort stand er auf, nahm seinen Helm ab und warf ihn in die Richtung von Dexter. Dann beschimpfte er ihn bis er von seinen Knappen und Raidri weggebracht wurde. Ein ziemlich unangemessener Wutausbruch, dachten sich die Helden. Sie hatten wohl gerade ihren Hauptverdächtigen gefunden.


Nach einem weiteren Kampf stand fest das Dexter gegen Fürst Cuanu Ui Bennain im Finale antreten würde. Torm brachte den Helden etwas Wein und sagte zu ihnen: „Ausgerechnet gegen den Waffenbruder von Raidri. Irgendetwas müssen die da drüben in Albernia fressen was sie zu ausgezeichneten Kämpfern macht!“ Die Menge tobte und sie war eindeutig auf Cuanus Seite. Das lag wohl daran das seine Tochter ins Kaiserhaus einheiraten sollte. Sein Wappen war 3 silberne Kronen auf himmelblauem Grund. Zu lieblich für einen wahren Krieger dachte sich Daleone. Die Gegner grüßten sich und ritten dann wieder 10 Schritt auseinander. Cuanu drehte jedoch früher um oder Dexter machte einen Schritt zu viel. Auf jeden Fall war Cuanu schon losgeritten als Dexter sich umdrehte. Auch Dexter ritt los aber hatte nun weniger Zeit zum Zielen. Diesmal wurde Dexter getroffen und Cuanu konnte seine Lanze mit dem Schild abwehren. Dexter konnte sich aber gerade noch so im Sattel halten und man merkte das er den Arm mit dem Schild nicht mehr heben konnte. Die Helden konnten hören wie Darian zu seinem Vater sagte ob Dexter es wirklich Riskieren würde, ohne den Schildarm benutzen zu können, einen weiteren Kampf einzugehen. Beide Lanzen waren kaputt und sie bekamen jeweils eine neue. Dann ritten sie wieder 10 Schritt auseinander. Torm antwortete nur: „Natürlich, es ist Dexters Zeit angebrochen. Er wird unserer Familie alle Ehre machen.“. Dieses Mal drehten sie sich wieder gleichzeitig um und preschten aufeinander los. Der Schildarm von Dexter hängte nur runter und sein ganzer Körper war offen für einen Lanzenstoß. Außerdem schaute es so aus als ob er mit seiner Lanze viel zu weit rechts zielte. Josmine hielt sich die Augen zu als Dexter plötzlich seinen ganzen Körper nach links drehte und sogar im Sattel etwas nach unter Rutschte. Er saß nun mehr seitlich als gerade am Sattel und die Lanze von Cuanu streifte ihn nur. Dexters Lanze jedoch traf durch seine Bewegung perfekt ins Ziel und Cuanu wurde aus seinem Sattel gehoben. Für eine Sekunde war es komplett still bis Cuanu vom Boden aufstand, sich den Sand abklopfte und zu Dexter sagte: „Was für ein Ritt!“. Dann brach die Menge in Jubel aus.


Dexter wurde feierlich in seinem Zelt empfangen. Torm und Darian machten direkt Weinflaschen auf und schenkten jedem etwas ein. Daleone heilte daweil die Schulter von Dexter. Torm hob seinen Kelch und sagte: „Lasst uns Dexters Sieg feiern. Heute am Eröffnungsball wird er sicher der begehrteste Gesprächspartner sein.“ Dann prosteten alle mit ihren Kelchen an. Die Helden tranken nur einen Kelch und gingen dann mit Darian von den Zelten in die Richtung des Turnierplatzes. Die ganzen Zelte standen einfach zu nahe beieinander und so konnte man kein privates Gespräch führen. Beim Turnierplatz war niemand mehr denn alle Feierten bei den Zelten oder trafen Vorbereitungen für den Eröffnungsball. Unter einem großen Baum setzen sich die Helden nieder und teilten ihre Informationen. Das Haus vom Berg war derzeit ihr Hauptverdächtiger. Jedoch nur für den Mord an Odilbert. In der Ballade kam kein Löwe vor. Sie fragten Darian was die Häuser Gareth und Rabenmund damit zu tun haben könnten. Darian meinte das die Ballade so gedeutet werden könnte das Hal von Gareth der Fuchs war und sein Erbe, Brin von Gareth, der junge Fuchs. Der Rabe im Nest wäre dann Answin von Rabenmund, der auch heute in der Loge war und ein enger Freund der Familie sei. Da Brin der einzige Sohn von Hal ist und Answin laut Stammbaum der nächste Erbe wäre könnte man annehmen das die Ballade aussagt das Answin Brin umbringen will, um an den Thron zu kommen. Dexter meinte das dies auch nicht sein kann, weil Hal dann ja noch immer Regierte und nochmal Kinder bekommen könnte. Darian meinte dann, dass es Gerüchte gibt, dass der Kaiser nicht so potent sei. Immerhin habe er in 15 Jahre Ehe nur Brin gezeugt. Die Helden grübelten. Das alles passte nicht ganz zusammen. Sie fragten Darian ob er Answin das zutrauen würde und was er mit ihm und seinem Vater in der Loge besprochen hatte. Darian sagte das Answin ein außerordentlich guter Politiker sei und schon von Kaiser Reto von Gareth zum Reichserzkanzler ernannt wurde. Außerdem leitet er die Kaiserlich Garethischen Informations-Agentur, kurz KGIA, und wurde von Hal selbst als Vormund von Brin eingesetzt. Er glaubte also nicht das Answin einen Mordanschlag auf Brin vor habe. Das Haus Greifenmacht und Rabenmund wollen ihre Bänder wieder stärken. Der Verwandtschaftsgrad ist schon sehr klein. Deswegen wurde besprochen ob wir die Häuser erneut durch eine Hochzeit verbinden sollen. Answins älteste Tochter Edelmunde und Darian sollen sich verloben.


Dexter staunte nicht schlecht. Jedoch wegen diesem Gespräch erinnerte er sich wieder daran, dass er ganz froh war nicht der Erstgeborene zu sein. Politik, ausgemachte Verlobungen, Bänder stärken, all dies würde ihn unheimlich Nerven. Darian würde Mal alles von ihrem Vater übernehmen und das Haus Greifenmacht leiten. Diana meinte das sie sich heute beim Eröffnungsball umhören sollten. Eventuell ist der Löwe mit dem Raben unter einer Decke und deswegen wurde Odilbert ermordet. Darian warnte sie jedoch davor zu offensichtlich zu Fragen. Wenn die falschen davon etwas mitbekommen würden könnte man schnell selbst zwischen die Fronten geraten.


Die Helden gingen wieder zurück zu den Zelten und für sie war schon neue Kleidung hergerichtet worden. Wunderschöne Kleider für die Frauen und edle Wämser für die Herren. Draco hatte noch nie einen Umhang angelegt, aber es gefiel ihm. Daleone fragte wo sie den bei diesem Kleid ihre Waffen anlegen sollte und Birsel lachte. Sie sagte: „Meine schöne im Kaiserschloss sind Waffen verboten. Ich denke ihr kommt einen Abend auch ohne eure Waffen aus.“. Sie machten sich fertig und gingen zum Eröffnungsball im Alten Kaiserschloss. Der gewaltige Thronsaal ist mit Gästen aus allen Teilen des Reiches und vielen Mitgliedern des Hofstaats gefüllt. Trotzdem ist das Prunkstück des Saals, ein gewaltiges, in den Boden eingelegtes Mosaik des kaiserlichen Wappens, nicht zu übersehen.


Sie hatten sich alle gerade erst ein Glas Wein geholt da kam auch schon Raidri Conchobair um Dexter zum Sieg zu Gratulieren. Er lobte ihn für die Finte mit dem hängenden Arm und dem Drehen im Sattel. Cuanu war sich seinem Sieg zu sicher und hatte nicht aufgepasst. Raidri schnappte sich einen Wein von einem Kellner, der gerade am Vorbeigehen war und dieser schaute verdutzt. Ein Mann mit perfekt gestutztem Bart und langen kastanienbraunen Haaren kam zu ihrer Runde hinzu. Er sagte Beiläufig zu Raidri: „Man sollte meinen können das du zumindest ein paar Etiketten aus deinem guten Haus mitbringen müsstest, aber du beweist mir immer wieder das Gegenteil!“. „War der Wein etwa für dich Cordovan? Hier laufen so viele Bedienstete herum da wirst du sicher nicht verdursten.“ Antwortete Raidri lachend. Draco fragte den Mann ob er Gaius Cordovan Eslam Galotta sei, der Hofmagier. Er nickte zu Draco und die zwei Magier versanken schnell in einem Gespräch über Artefakte und Theorien zu verschiedenen Zaubern. Diana verstand diese Magier noch immer nicht. Immer musste alles so theoretisch sein, dabei war Zaubern eine Gefühlssache, die man nicht aufschreiben konnte. Alle unterhielten sich prächtig.


Raidri sprach gerade mit Dexter über die weiteren Turnierdisziplinen als er von Draco die Frage auffing, ob Cordovan das Symbol von zwei Fratzen kannte. Raidri erwähnte das er einen schwarzen Turm kannte der zwei Fratzen abgebildet hatte. Er wollte gerade ausschweifend darüber erzählen wie er dort vor 2 Götterläufen den Nachtdämon besiegt hatte, aber Draco unterbrach ihn. Raidri war es nicht gewohnt unterbrochen zu werden und schon gar nicht deswegen, um genauere Infos zu einem Turm zu bekommen, anstatt mehr über seinen Kampf gegen einen dreigehörnten Dämon zu hören. Er erzählte den Helden das der alte, unzugängliche Turm im Radrom bei Warunk aus dem Katarakt des Todes ragte. Der im Volksmund Schädelturm genannte soll zwei Fratzen haben wovon eine flussauf- und eine -abwärts glotzt. Die Helden konnten es nicht fassen das sie im Alten Kaiserschloss gerade einen Hinweis auf ihre Artefakte aus dem Orkenhort bekommen hatten.


Daleone konnte beobachten wie Ungolf vom Berg einen Mann mit weißen Haaren, der offensichtlich zum Orden vom Bannstrahl Praios gehörte, begrüßte und dann in den ersten Stock ging. Die anderen waren gerade in Gespräche vertieft und so ging sie den beiden Männern nach. Sie sah gerade noch wie die zwei Männer durch eine Tür verschwanden und schlich sich dorthin an. Sie konnte die Männer reden hören aber jeder der die Stiege rauf kam konnte sehen das sie lauschte. An der Wand neben der Tür hang ein Bild und um die Ecke war ein kleiner Tisch mit einem hängenden Spiegel. Sie schaute sich kurz um, aber keiner war zu sehen. Sie tauschte den Spiegel mit dem Bild aus und tat so als ob sie sich nachschminken würde. Daleone konzentrierte sich darauf was die Männer sprachen: „…muss aufgehalten werden, jetzt! Wir können nicht riskieren das der Angriff doch durchgeführt wird Dexter!“. Eine andere Stimme sagte: „Beruhig dich und senke deine Stimme. Ich habe alles unter Kontrolle. Ich weiß das Answin den Prinzen vergiften will. Ohne Beweise können wir aber nichts tun! Answin muss aber einen seiner Männer in der Küche haben. Wie sollte er sonst das Essen vom Prinzen am großen Schlussbankett vergiften?“


Plötzlich sprach Daleone jemand von hinten an: „Na so eine Schönheit wie du braucht doch keine weitere Schminke!“ Daleone drehte sich um und blickte einem schönen Mann an, der sie anlächelte. Sein Schnauz- und Kinnbart waren säuberlichst gestutzt und die langen schwarzen Haare waren gut gepflegt. „Wow, von vorne siehst du noch umwerfender aus. Ihr Elfen seid wirklich von Rahja gesegnet. Dürfte ich euch auf einen vorzüglichen Tropfen einladen?“ Bevor Daleone antworten konnte kam Dexter die Stiegen rauf. Er ging direkt auf Daleone zu, legte seinen Arm über ihre Schulter und sagte zu ihr das er sie schon länger gesucht hat. Unbeeindruckt von Dexters auftritt antwortete der Unbekannte: „Entschuldig meine Manieren. Ich heiße Orsino Cassim Firundal von Falkenhag und ich könnte einen guten Wein vertragen. Ich habe gehört das Answin in seinem Arbeitszimmer ein paar Schätze haben soll. Wollt ihr mir vielleicht Gesellschaft leisten?“ Dexter wollte gerade antworten, aber Daleone schnitt ihn ab und sagte das sie mit ihm sehr gerne etwas trinken würden. Orsinos Lippen umspielte ein Lächeln als er sich umdrehte und sie zu einer Tür auf der anderen Seite des Ganges führte. Dexter schaute Daleone fragend an, aber sie zog ihn mit.


Es war ein typisches Arbeitszimmer. In der Mitte stand ein massiver Tisch mit einem Ledersessel. Dahinter waren Bücherregale, die bis zu Decke rauf gingen. Am Fenster stand ein kleiner Tisch mit mehreren Gläsern. Orsino ging zu einem Schrank, in dem viele Weinflaschen gelagert waren. Er holte eine raus und pustete die Staubschicht davon runter. Er schenkte jedem etwas ein und gab Daleone und Dexter ein Glas. Sie prosteten an und redeten über oberflächliche Themen. Daleone überlegte sich wie sie Answins Arbeitszimmer ungestört durchsuchen könnten. Sie blickte Orsino tief in die Augen, um den Zauber Seidenzunge Elfenwort zu wirken, da küsste er sie plötzlich. Sie war völlig perplex. Dieser Mann wusste genau was er tut und für eine Sekunde hatte sie vergessen das Dexter auch noch da war. Schnell löste sie sich von Orsinos Lippen und schaute zu Dexter. Dieser hatte gerade seinen Schrecken überwunden und war mit festen Schritten und wütenden Blick zu Orsino unterwegs. Daleone packte ihn am Hals und küsste auch ihn Leidenschaftlich. Orsino sagte mit einem Lächeln: „Wie interessant! Es scheint so als ob Rahja diesen langweiligen Abend doch noch zu retten vermag.“.

Als sie fertig waren konnte Daleone Orsino mithilfe von Seidenzunge Elfenwort dazu überreden als erstes wieder nach unten zum Ball zu gehen da es ja verdächtig wäre, wenn sie zu Dritt aus dem Arbeitszimmer kommen würden. Außerdem würde sie alles wieder zusammenräumen. Orsino stellte diesen Plan keine Sekunde in Frage und zog sich wieder an und ließ die beiden allein im Arbeitszimmer. Daleone erzählte Dexter was sie gehört hatte und durchsuchte mit ihm den Schreibtisch. Sie fanden eine verschlossene Lade, welche sie nicht so einfach aufbekamen. Daleone brauchte länger dafür als ihr lieb war und Dexter horchte bei der Tür ob jemand kam. Endlich brachte sie die Lade auf, aber sie fand darin nichts, dass sie weiterbrachte. Dexter schaute auch nochmal rein und konnte eine Geheimlade finden. Darin war ein Brief von einer Gewissen Giseltraud die wohl eine seiner Töchter war. Sie schreib ihm das er sich keine Vorwürfe machen braucht. Es sei kein Weltuntergang das sie Prinz Brin nicht heiraten würde. „Na wenn das kein Motiv ist!“ sagte Dexter. Sie fanden im Geheimfach auch noch eine Phiole mit einer klaren Flüssigkeit. Daleone nahm ein frisches Glas und kippte ein paar Tropfen von der Phiole hinein. Dann räumten sie alles fein säuberlichst auf.


Daleone und Dexter gingen wieder hinunter in den Festsaal. Draco und Diana unterhielten sich noch immer mit Cordovan. Sie stellten sich wieder dazu und Daleone musste eine Bedienstete davon abhalten ihr etwas in das Glas mit der klaren Flüssigkeit nachzuschenken. Auch dieser weißhaarige Mann namens Dexter war wieder im Ballsaal. Sie fragten Cordovan wer das sei und er antwortete das dies Großinquisitor Dexter Nemrod ist. Nach einiger Zeit verließen die Helden den Eröffnungsball und Daleone konnte das Glas einfach mit ins Zelt nehmen. Keiner der Palastwachen hatte sie aufgehalten obwohl Daleone die Kapuze ihres Umhangs tief ins Gesicht zog damit das Madamal sie nicht verbrannte. Im Zelt angekommen erzählten Daleone und Dexter den anderen was sie gefunden hatten und Diana fing an die klare Flüssigkeit zu untersuchen.


Sie fand heraus das es am wahrscheinlichsten Dollsaft war. Dies sei kein Gift, sondern hatte nur eine rausch- und luststeigernde Wirkung. Die Helden fassten ihre Informationen nochmal zusammen. Dexter Nemrod und Ungolf vom Berg waren wohl auch an der Verhinderung dieses Mordkomplotts interessiert. Sie waren also keine Verdächtigen, sondern Verbündete. Answin von Rabenmund war nun ihr Hauptverdächtiger, weil die Ballade von ihm handelte und er ein Motiv hatte. Anscheinend nahm er an das seine Tochter Giseltraud mit Prinz Brin verlobt werden würde. Stattdessen würde dieser aber Emer Ni Bennain heiraten. Anstatt Macht zu gewinnen würde er durch diese Hochzeit erheblich an Macht verlieren. Der Dollsaft war vielleicht nur für sich selbst, irgendwo musste es aber ein Gift geben. Wenn sie dies finden würden dann könnten sie ihn Überführen. Er musste für seinen Plan einen Kontakt in der Küche haben. Dies musste ein enger Vertrauter sein, den einfach irgendeinem Koch, konnte Answin kein Gift in das Essen des Prinzen schütten lassen. Das könnte viel zu leicht auffliegen. Mehr Informationen hatten sie nicht zu Besprechen und müde vom langen Tag legten sich die Helden endlich schlafen.


Am nächsten Morgen gingen die Helden mit der Familie Greifenmacht zum Weihgottesdienst. Answin saß mit dem Haus Gareth und Bennain in der ersten Reihe. Answin musste ein außerordentlich guter Schauspieler sein denn man konnte ihm nichts anmerken und er unterhielt sich mit allen prächtig. Daleone musste auch ihren Bogen für das heutige Turnier weihen lassen. Sie ging mit Josmine nach Vorne und sie legten die Waffen auf einen großen Steintisch. Daleone verstand diese Bräuche der Menschen nicht. Durch diese Zeremonie wurde kein Zauber gewirkt, dass hätte sie spüren können. Auch dieser Unfreundliche Elf war wieder anwesend und blickte Daleone verächtlich an. Nach der Weihe ging es direkt für alle Teilnehmer zum Turnierplatz.


Dieser wurde umgebaut und es standen 5 Zielscheiben aus geflochtenem Stroh auf einer Seite. Auf der anderen wurden in 40 Schritt Entfernung Körbe hingestellt in denen Pfeile waren. Die erste Kategorie war mit dem Kurzbogen an der Daleone, Josmine, der unfreundliche Elf und zwei weitere Teilnehmer antraten. Jeder hatte 3 Schuss und die Mitte zählte 100 Punkte und jeder weitere Außenring brachte 10 Punkte weniger. Der andere Elf schoss als erster und traf direkt die Mitte. Als nächstes war Jasmine dran und kurz bevor sie los ließ schrie der andere Elf: „Pass auf! Und ziel genau.“ Josmine völlig irritiert von diesem Aufschrei ließ los und traf in den zweiten Außenring. Sie bekam also 80 Punkte und der andere Elf lachte. Nun war Daleone dran. Sie atmete tief ein, spannte den Peil und stach damit in die Mitte des Ziels. Dann ließ sie den Pfeil los und traf genau in die Mitte und somit bekam auch sie 100 Punkte. Die anderen zwei Teilnehmer bekamen einmal 80 und 70 Punkte.


Wieder schoss der andere Elf und er traf wieder die Mitte. Josmine wurde diesmal nicht gestört und traf auch die Mitte. Sie war wirklich gut dachte sich Daleone. Nun war sie wieder dran und hoch konzentriert zog sie ihren Pfeil auf. Plötzlich fiel der Pfeilkorb bei dem anderen Elfen um. Daleone löste die Spannung des Bogens, ohne den Pfeil anzuschießen. Wütend schaute sie zu dem Elfen hinüber der nur sagte: „Ups, ich bin heute wohl etwas ungeschickt.“. Erneut zog Daleone den Pfeil auf und traf wieder die Mitte. Die anderen zwei trafen jeweils den ersten Außenring und bekamen dafür 90 Punkte.


Nun war wieder der Elf dran. Er zog auf und Daleone nahm einen riesen Schluck seines Sikaryans. Daleone merkte wie sie ihm einen großen Teil seiner Kräfte raubte und vor Schreck ließ der Elf seinen Pfeil ungewollt los. Er traf gerade noch die Scheibe und bekam bloß 10 Punkte für diesen Schuss. Völlig irritiert schaute er herum und als sein Blick den von Daleone traf sagte sie zu ihm: „Du bist heute durchaus etwas ungeschickt.“. Josmine musste kichern und bereitete sich auf ihren Schuss vor. Ohne mit der Wimper zu zucken zog sie auf und traf wieder genau in die Mitte. Daleone machte auch noch beim Langbogen schießen mit, wo Josmine nicht antrat, weil sie noch zu wenig Kraft für den größeren Bogen hatte. Sie entschied sich deswegen dazu absichtlich nur 70 Punkte zu machen. Der vierte Teilnehmer machte wieder 90 Punkte und der fünfte nur 80. Somit gewann Josmine den Kurzbogenwettbewerb und die Familie Greifenmacht jubelte am lautesten aus ihrer Loge.


Daleone holte ihren Langbogen und der andere Elf nahm auch an diesem Wettbewerb teil. Die Pfeilkörbe wurden ausgetauscht mit längeren Pfeilen und 20 Schritt weiter nach hinten gestellt. Bei den anderen Teilnehmern kam auch eine weitere Elfe dazu. Sie stellte sich freundlich als Lilia vor. Auch hier begann der Elf wieder und traf zielsicher in die Mitte. Als Daleone ihren Pfeil aufzog und los ließ sah sie im Augenwinkel eine Handbewegung vom Elf und plötzlich Bewegte sich ihre Pfeilspitze ein bisschen. Sie traf gerade noch so in den ersten Ring hinein. Lilia traf auch in den ersten Ring und bekam dafür 90 Punkte. Die anderen zwei bekamen jeweils 80 Punkte.


In der zweiten Runde traf der Elf schon wieder 100 Punkte und Daleone und Lilia trafen wieder den ersten Ring. Der vierte traf diesmal in die Mitte und schien selbst davon überrascht zu sein. Der fünfte Teilnehmer bekam wieder 80 Punkte für seinen Schuss.


Als der andere Elf wieder aufzog nahm Daleone noch einen größeren Schluck seines Sikaryans und diesmal ging der Pfeil ganz an der Scheibe vorbei. Mit weit aufgerissenen Augen blickte er Daleone an. Sie konnte ihm ansehen das er sehr geschwächt war. Das Stehen fiel im schon schwer. Daleone dagegen hatte sich lange schon nicht mehr so gut gefühlt. Sie wirkte noch den Zauber Falkenauge Meisterschuss und zog den Bogen auf. Dann drehte sie ihren Kopf zu dem geschwächten Elfen, schaute ihm direkt in die Augen und ließ den Pfeil los. Ohne hinzusehen hatte sie genau die Mitte getroffen. Auch Lilia traf die Mitte und die anderen zwei Teilnehmer machten jeweils 90 Punkte.


Da Daleone und Lilia gleich viel Punkte hatten musste sie ein viertes Mal schießen. Daleones Zauber wirkte noch immer und sie traf wieder die Mitte. Lilia traf jedoch nur den ersten Außenring und somit hatte Daleone den Langbogenwettbewerb gewonnen. Die Menge war von dieser knappen Entscheidung begeistert und alle Jubelten. Die anderen Helden in der Loge übertönten jedoch alle mit ihren Glückwünschen.


Obwohl noch der Armbrustwettbewerb anstand verließen die Helden die Loge, um mit Daleone zurück ins Zelt zu gehen. Die anderen erzählten ihr, dass sie völlig auf Kunibald von Ehrenstein vergessen hatten. Er war der zweite mit dem Löwen im Wappen und ist sehr gut mit Answin befreundet. Er war auch in der Loge und da sie Ungolf vom Berg nicht mehr verdächtigten mussten sie ihn unter die Lupe nehmen. Sein Zelt war hinter ihrem und derzeit schaute er sich mit den anderen das Armbrustturnier an.


Sie schlichen in das Zelt von Kunibald, was nicht schwer war, weil die Zeltstadt wie ausgestorben war. Es wunderte die Helden das er in seinem Zelt ein Kastenbett hatte. Dieses hatte mehrere Fächer. Sie fanden ein Geheimfach, das verschlossen war. Sie konnten es aufbekommen, aber darin befand sich nur ein Schwert, eine Goldketten und 25 Dukaten. Da die Helden kein Gift finden konnten verschlossen sie das Geheimfach wieder, ohne etwas zu entwenden und schlichen zurück in ihr Zelt.


Die Helden überlegten was sie nun noch tun könnten. Im Thronsaal fand gerade der Bardenwettbewerb statt. In kürze würde am Jahrmarktplatz die Ringkämpfe starten. Die Helden entschlossen sich auf den Jahrmarkt zu gehen da sie glauben dort eher etwas zu erfahren. Sie staunten nicht schlecht den es wimmelte von Jahrmarktsattraktionen. Es gab Wahrsagerinnen, Glücksspielbuden, Puppenspieler, Kuriositäten-Schaubuden und das Hauptereignis dieses Tages waren die Ringkämpfe. Dexter erklärte den anderen das Adlige das Kämpfen mit bloßen Händen als pöbelhaft empfinden, darum gehören die Ringkämpfe auch nicht zum offiziellen Turnierprogramm.


Die Helden gingen zum Ringkampf und dort stand der amtierende Champion Haldur Knochenbrecher. Er war sicher größer als 2 Schritt und man sah ihm an das er Kämpfen konnte. Die Helden wetteten auf ihn und sie sahen zu wie er seinen Gegner in der ersten Runde fast alle Zähne ausschlug. Sie holten ihren Gewinn ab und schauten weiter. Die Helden wollten sich von einem Alchimisten zu Giften beraten lassen oder vielleicht haben sie ja Glück und sie finden genau den Alchimisten der Answin beliefert. Die fragten eine alte Dame die Kräuter verkauft und sie konnte ihnen zeigen wo der einzige Alchimist am Jahrmarkt war.


Die Helden gingen in das Zelt und es war relativ dunkel darin, außerdem roch es sehr komisch. Sie begrüßte ein sehr kleiner alter Mann. Diana fragte gerade heraus ob er sie über Gifte beraten können. Sein bis jetzt sehr freundliches Lächeln verfinsterte sich Schlagartig. Er bat die Helden sein Zelt zu verlassen. Dexter legte eine Dukate auf den Tisch und der Alchemist antwortete: „Was wollt ihr den über Gifte wissen?“ und nahm das Geld und steckte es in einen Beutel. Die Helden fragten mit welchem Gift er jemanden Umbringen würde. Sie erwähnte dabei, dass sie einen Giftanschlag verhindern wollen. Der Alchimist glaubte ihnen wohl nicht ganz, aber er antwortete trotzdem: „Also rein hypothetisch würde ich Purpurblitz verwenden. Es ist leicht wasserlöslich, geruchs- und geschmacklos, sehr schnell tödlich und nicht nachweisbar.“. Die Helden fragten ob er auch Gifte verkaufen würde. Empört sagten er das über seinen Ladentisch sicher kein Gift gehandelt wird. Dexter legte eine weitere Dukate auf den Tisch. Der Alchimist steckte sie ein und mit gesenkter Stimme sagte er: „Ich vertreibe nur Schlafgift, auch als Boronstropfen bekannt. Das Opfer fällt damit in einen tiefen Schlaf. In seltenen Fällen wachen die Opfer nur mehr durch Magie auf, aber tödlich ist es nicht!“. Die Helden danken ihm für die Auskünfte und Diana kauft von ihm ein kleines Fläschchen Schlafgift.


Es wurde schon spät und am Jahrmarkt gab es nichts mehr für die Helden zu tun. Sie gingen zurück zum Zelt wo auch schon die Familie Greifenmacht auf sie wartete. Gemeinsam feierten sie Josmines und Daleones Sieg von heute. Die Helden waren jedoch etwas unzufrieden. Heute hatten sie so gut wie keine neuen Informationen gefunden. Die Helden schnappten sich nochmal Darian und gingen mit ihm zum Baum neben dem Turnierplatz. Als sie ihm von den Informationen erzählten, die sie gestern beim Eröffnungsball erfahren hatten, konnte auch er nicht mehr leugnen das Answin der Hauptverdächtige war. Das mit der ausgemachten Verlobung von Brin mit Giseltraud hatte auch er nicht gewusst. Darian erzählte den Helden das er und sein Vater sich Morgen vor dem Festbankett im Thronsaal mit Answin in seinem Arbeitszimmer treffen würden. Answin hat um diese Zeit sicher mehrere Treffen hintereinander. Er schlug vor das die Helden einen Weg finden sollten, um die anderen Treffen zu belauschen. Sie fanden diese Idee sehr gut und gingen zurück zum Zelt, um sich Schlafen zu legen.


Weiter geht es im zweiten Teil des Abenteuers Die Verschwörung von Gareth.

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