Zwischensequenz Tobrien (Abenteuerbericht #8)

Es wurde ein, von mir selbstgeschriebenes Abenteuer von der Spielgruppe mit zwielichtiger Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor das Abenteuer Die Verschwörung von Gareth erlebt.


Am nächsten Morgen waren viele Zelte schon abgebaut. Die Helden verabschiedeten sich von der Familie Greifenmacht und Torm schwor das sie den Mörder von Odilbert noch finden würden. Danach erwähnte er noch das alle doch Mal bei ihnen in Greifenfurt vorbeikommen sollten. Nach der Verabschiedung beratschlagten sich die Helden wo sie hin gehen wollten. Dexter meinte das der Prozess von Answin sicher erst in ein paar Monde stattfinden wird. In Gareth darauf zu warten hätte also keinen Sinn. Draco schlug vor den Schädelturm zu erkunden auf den sie Raidri gebracht hatte. Alle Stimmten zu da jeder seine Beute aus dem Orkenhort besser verstehen wollte. Die Helden Reisten von Gareth nach Perricum und nahmen von dort ein Schiff nach Beilunk. Von dort aus reisten sie den Fluss Radrom Richtung Warunk. Nachdem sie den Zufluss Aldrom überquert hatten sahen sie einen schwarzen Turm Aufragen und tatsächlich, eine finstere Fratze blickte ihnen entgegen. Als die Helden Näher kamen wurde das Rauschen vom Katarakt des Todes, ein etwa 100 Schritt breiter Wasserfall, immer lauter. Am Rande des Wasserfalls klaffte eine kleine Insel in der Mitte des Flusses heraus. Auf dieser Insel stand der Turm, der aus der Nähe betrachte, so aussieht als ob er aus einem riesigen Felsen gehauen wurde. Es waren nämlich an der Außenwand keine Mauerfugen erkennbar. Diana flog mit ihrem Besen zur Insel und spannte für die anderen Helden ein Seil. Sie alle kletterten rüber und blickten sich auf der kleinen Insel um. Es scheint so als ob diese Insel niemand bewohnt. Die Helden konnten keine Trampelwege finden oder einen Eingang in den Turm. Überall wuchs nur hohes Gras und einige Jaguarlilie die wunderschön aussahen.


Nach einer kurzen Suche fanden die Helden eine Steinplatte, die beim Felsigen Teil der Insel eingelassen war. Gemeinsam konnten sie gerade so die Steinplatt zur Seite schieben. Darunter war ein Gang der direkt unter den Turm führte. Die Helden standen in einem Kellergewölbe das größer sein musste als das Turminnere selbst. In der Mitte war eine große Feuerstelle, die schon lange nicht mehr benutzt wurde. Ansonsten standen nur Möbel herum die aber alle perfekt erhalten waren. Auch ein paar große Fässer wurden in Seitennischen gelagert. Die Helden gingen eine Wendeltreppe hinauf in das Erdgeschoss des Turmes. Sie fanden sich in einem runden Raum wieder in dem der meiste Teil der Wände mit Regalen voller Bücher waren. In der Mitte war wieder eine Feuerstelle in die gekonnt eine Küche integriert war. Ansonsten stand hier nur ein massiver Tisch mit mehreren Stühlen zum Sitzen. Sie gingen die Wendeltreppe weiter rauf und im ersten Stock standen sie vor zwei massiven Türen. In den unverschlossenen Räumen lagerten mehrere Kisten und Gefäße. Auch hier war alles gut erhalten aber die Helden merkten das sich eine dicke Staubschicht gebildet hatte. Im zweiten Stockwerk befanden sich wieder zwei Türen. Dahinter fiel zum ersten Mal natürliches Licht in den Turm. Das Licht kam durch den Mund der Fratze, die verglast war. Von außen konnte man nicht hineinschauen aber von Innen hatte man einen perfekten Blick nach draußen. Hier standen auch Bücherregale, die jedoch leer waren und ansonsten stand in einem Raum nur noch ein notdürftig gezimmertes Bett. Im dritten Stockwerk waren nochmal zwei Räume und hier fiel natürliches Licht durch die Augen der Fratzen. In diesen Räumen befanden sich kein Möbel. Sie gingen auf die Plattform des Turms wo sie einen Galgen fanden an dem aber kein Seil mehr hang. Draco, Diana und Daleone spürten hier plötzlich eine Macht, die ihnen vorher nicht aufgefallen ist. Etwas Mächtiges war hier und anstatt den Helden Angst zu machen zog es sie eher an.


Sie gingen zurück ins Erdgeschoss und Dexter machte Feuer in der Mitte. Draco und Diana schauten die Bücher durch und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Daleone fiel auf das man im Turm gar nicht den Fluss und den Wasserfall rauschen hörte. Auf eine Gewisse Art und Weise fühlte sie sich hier geborgen jetzt wo ein Feuer den Raum erhellte. Nach einer Weile setzten sich die Helden zusammen und besprachen wie sie weiter vorgehen wollten. Draco sagte das er allein in der kurzen Zeit, die er hier war, schon mehrere Hinweise auf die zwei Fratzen in den Büchern gefunden habe. Er schlug vor das sie länger hier blieben um zu Forschen. Die anderen waren auch dafür aber bevor sie hier länger Wurzeln schlugen wollte sie sich das Einverständnis vom Markgrafen von Warunk einholen. Raidri hatte Draco und Diana erzählt dem Markgraf Throndwig von Bregelsaum schöne Grüße von ihm auszurichten. Dann würde er ihnen sicher die Erforschung des Turmes erlauben. Außerdem mussten sie sowieso in die Stadt, um ein Floß zu mieten, damit sie ihr ganzes Hab und Gut auf die Insel bringen konnten.


In Warunk angekommen durften sie mit Throndwig zu Abendessen. Er gab ihnen die Erlaubnis so lange wie sie wollten im Turm zu forschen. Sie sollten ihm aber ja keine Jaguarlilie von der Insel mitbringen. Die Helden kauften einige Möbel, vor allem zwei große Betten wovon sie jeweils eines in die Zimmer im dritten Stock stellen wollten. Auch sonst kauften sie alles was in einem Haushalt benötigt wurde und schlussendlich brauchten sie sogar zwei Flöße, um alles auf die Insel zu bekommen. Es dauerte eine Weile bis sie endlich zwei Floßfahrer gefunden hatten, die sich zutrauten, die Insel anzufahren. Machte man nämlich dabei einen Fehler wurde man den Wasserfall hinuntergespült.


Endlich hatten sie all ihre Sachen auf die Insel gebracht und auch Fitz fühlte sich hier wohl. Solange sie ihn mit Kuchen und Honig versorgten machte er den ganzen Haushalt und kochte für sie. Im Keller lagerten einige gute Weine und die Helden richteten hier einen riesigen Gemeinschaftraum ein. Der Raum bot so viel Platz und auch die Decke war hoch genug damit Dexter und Daleone Kampfübungen durchführen konnten, wenn es draußen regnete. Im Erdgeschoss befand sich Bibliothek, Küche und Esszimmer zugleich. Die zwei Räume im ersten Stock wurden zu Lagerräumen umfunktioniert. Im zweiten Stock richteten sie zwei Arbeitszimmer ein. Die Räume im dritten Stockwerk wurden zu ihren Schlafzimmern. Draco teilte sich mit Diana eines und Dexter mit Daleone.


Es brach eine friedliche Zeit für die Helden an. Eine Zeit des Wachsens und Lernens. Dexter übte täglich mit verschiedenen Waffen. Daleone meditierte viel und studierte das Buch über Sikaryan und Nayrakis, welches sie aus der verlassen schwarzmagischen Akademie geborgen hatte. Außerdem arbeitete sie mit Diana an neuen Zaubern. Diana beschäftigte sich auch viel mit Alchemie. Draco machte sich zuerst an die Übersetzung des Dokuments von Rafim Bay welches in Gimaril-Glyphen geschrieben war. Schnell fand er heraus das es eine Prophezeiung war, die sagte:


Was des Schwertes zweite Seite birgt,

sich erst offenbart, wenn der letzte der Lieben stirbt.

Wenn keiner der Zwölfe um sie wirbt,

die fünfen Liebe zu ihnen verdirbt.

Dann finden die Fünfe Heim.


Als sie an der Seite des Einäugigen kämpften,

und sie bei der Wettfahrt glänzten.

Sie auch endlich fanden den letzten,

und somit die Ketten sprengten, die sie begrenzten.

Dann ist keiner der Fünfe mehr allein.


Als die Schar des Zwillingsbruders die Lande verseuchten,

und dabei dunkle Schatten aus der siebten Sphäre entfleuchten.

Dort werden die Anhänger der schwachen Götter keuchen,

jedoch die fünfe werden im Licht des einzig wahren leuchten.

Dann ist es nicht mehr der Fünfe alleinige Pein.


Oft Diskutierten sie am Abend vor dem Lagerfeuer was die Zeilen bedeuteten aber so wie Dexter sagte, Prophezeiungen versteht man meistens erst wenn sie schon eingetreten sind. Als nächstes suchen die Helden einen Weg den Zauber Solidirid und Foramen an diesen Ort zu binden. Daleone erlernte den Solidirid recht schnell durch die Aufzeichnungen eines Elfen welche Draco in den Büchern gefunden hatte. Es schien fast so als ob sie diesen Zauber nur vergessen hatte. Diana braucht etwas länger bis sie mit Aufzeichnungen von Draco den Foramen meisterte. Der Magier ging alles immer so theoretisch an. Diana zauberte jedoch durch ihre Gefühle. Daleone und Diana hatten auch lange an Fitz geforscht. Der Kobold zog seine Astralenergie einfach aus der Umgebung und auch er sagte das es davon an diesem Ort sehr viel gab. Der Durchbruch gelang ihnen erst als Draco einige der herausgerissenen Seiten aus dem Buch in der Akademie der Geisteskraft und Hellseherei zu Donnerbach übersetzte. Sie waren in Bosparano verfasst und erklärten wie man durch einen Arcanovi Zauber ein sich selbst aufladendes Artefakt erschafft. Niemals hätten sie solche Artefakte wo anders herstellen können doch in diesem Turm schien es möglich zu sein. In einem Aufwendigen Ritual banden sie zuerst den Foramen auf die schwere Steinplatte vor dem Eingang. Sie alle gaben auch ein paar Tropfen Blut hinzu wodurch der Zauber laut Draco nur durch sie ausgelöst wurde. Die Steinplatte hob sich nun von selbst hoch, wenn einer der Helden näherkam. Normal hätte der Zauber eine Woche gebraucht, um wieder aufgeladen zu sein aber hier beim Turm dauerte es nur wenige Sekunden. Nochmal schwerer war es den Solidirid auf die ganze Insel anzuwenden. Draco fand einen Weg wie er Fitz in das Ritual miteinbauen konnte. Durch Fitz zapften sie eine weitere Leitung von Astralenergie an die in das Ritual fließen konnte. Dexter verstand nicht Mal die Hälfte von dem was hier passierte, aber er war dennoch daran interessiert. Auch bei diesem Ritual gaben sie alle ihr Blut hinzu und Draco konnte es nicht glauben als er das erste Mal über die unsichtbare Brücke von der Insel zum Ufer lief. Nie mehr Flöße mieten schrie Dexter als er das erste Mal über das Wasser lief.


Es waren nun schon 4 Monde vergangen als Dexter und Daleone in Warunk beim Einkaufen die Information erhielten das Answin vom Obersten Reichsgericht unter Praiodane von Falkenstein freigesprochen wurde. Hal sprach ihm dennoch alle Titel ab und verbannt ihn auf Burg Rabenmund und der Adel des Reiches bestätigte das Urteil auf dem letzten Hoftag. Die Helden konnten es nicht fassen. Anscheinend wollte wirklich jemand Answin den Giftmord anhängen und alles deutete auf Dexter Nemrod hin.


Diana konzentrierte sich danach auf das Erlernen der Zauber Hexengalle, Hexenholz und Traumgestalt. Hexenholz erlernte sie am schnellsten, weil sie daran schon in Devensberg gearbeitet hatte. Hexengalle gleich danach, weil der Zauber sehr mit Hexenspeichel verwandt war. Für Traumgestalt brauchte sie jedoch eine Zeit lang und sie musste dafür oft in die Träume der anderen Helden eindringen, die ihr aber bereitwillig dabei halfen. Daleone übte die Zauber Krötensprung und Sensibar Empathicus. Den Krötensprung erlernte sie recht schnell aber für den Sensibar Empathicus brauchte sie etwas länger. Dieser Zauber war ihr aber extrem wichtig damit sie die Menschen besser verstehen konnte. Außerdem übte sie weiter das Bogenschießen. Dexter übte mit verschiedenen Waffen wie Schwerter, Säbel und seinem geliebten Anderthalbhänder. Draco erlernte recht schnell den Zusätzlichen Zauber Analys Acrcanstruktur, um ihre Artefakte aus dem Orkenhort zu untersuchen. Aber auch durch diesen Zauber konnte er nichts über die Artefakte herausfinden. Auch Diana bekam die Artefakte nicht mit ihrem Zauber Foramen auf.


Schließlich widmete sich Draco den Zauber Totes Handle! Schon in der Akademie hatte er versucht diesen zu meistern und als es dann auch noch Schriften von einem gewissen Nekromanten Karasuk im Turm fand, beschäftigte er sich wieder damit. Auch Karasuk soll einmal in diesem Turm geforscht haben. In den Aufzeichnungen stand auch das es unter dem Warunker Molchenberg Katakomben gab. Die Höhlenwände weisen anscheinend besondere Affinitäten auf, die Karasuk nutzte. Diese kommen wohl von einigen Adern und Einschlüsse von Arkanium und Mindorit-Erz. Auch von halbedlen Schmucksteinen, denen oftmals urtümliche, kaum erforschte magische Effekte innewohnen, war die Rede. Durch diese Mächte war es Karasuk anscheinend möglich ein Untotenheer zu erheben mit dem er weite Teile Tobriens eroberte. Draco dachte sich das vielleicht dieser Turm auch von den Mächten dieses Höhlensystems profitierte. Nachdem Draco mehrmals in den Höhlen unter Warunk an Leichen geübt hatte, schaffte er es endlich einen Toten wieder zum Leben zu erwecken. Was ihn aber noch an den Aufzeichnungen Interessierte waren die wenigen Sätze die Karasuk zu den zwei Fratzen schrieb: „Nur diejenigen die Bereits alles Verloren haben können alles Gewinnen. Ich vermochte nie die wahre Macht des Turmes zu entschlüsseln obwohl ich alles geopfert habe was ich besaß.“.


Nach vielen Abenden, in denen die Helden wieder einmal über die Prophezeiung der zwei Fratzen und die Hinweise von Karasuk diskutierten, ging es mit Dexter durch. Er sagte den anderen das sie Mal wieder raus müssten. Es sei nun fast ein Götterlauf vergangen, den sie nur hier im Turm verbracht hatten. Er habe eine Einladung seiner Familie bekommen, die auch an die anderen Helden gerichtet war. Alle waren damit einverstanden nach Greifenfurt zu Reisen. Obwohl der Turm schwer zugänglich war nahmen sie trotzdem alles von Wert mit.


Die Helden reisten also Richtung Greifenfurt und machte dabei eine größere Pause in der Burg Rabenmund. Answin hatte ihnen dankend geschrieben das er nur noch wegen ihnen am Leben war. Sie verbrachten ein paar angenehme Tage auf der Burg jedoch konnten sie noch immer nicht von Answin erfahren was sein wirklicher Plan beim Turnier war. Durch seine immer noch guten KGIA Kontakte konnte er jedoch erfahren das wirklich einer von Ungolf vom Bergs Männer den Barden Odilbert ermordet hatte. Dexter blieb bei dieser Nachricht überraschenderweise ruhig. Als die anderen Helden fragten was er jetzt vor habe sagte er nur: „Die Greifenmachts vergessen nie!“. Während der Zeit auf der Burg gingen auch viele Adelige aus und ein. Obwohl Answin alle Titel aberkannt wurden konnte er noch immer bei den großen mitspielen.


Nach ein paar weiteren Reisetagen kamen sie in den letzten Tagen Rahjas bei der Familie Greifenmacht an. Ihre kleine Burg war weit außerhalb von Greifenfurt und von großen Weizenfeldern umgeben. Die Felder hatten schon eine goldene Farbe was Bedeutete das im nächsten Mond schon geerntet werden konnte. Die Helden konnten bei der Familie Greifenmacht endlich Mal entspannen auch wenn Torm ihnen nichts Gutes zu berichten hatte. Da ihre Familie Answin so nahe standen machte es Hal ihnen nicht leicht. Sie mussten seit dem Turnier mehr Tribut an das Kaiserreich zahlen und auch mehr Männer stellen. Obwohl sie Hal um mehr Truppen hier in Greifenfurt baten um die Schwarzpelze in Zaum zu halten zog er eher Truppe ab. Dexter war sichtlich empört darüber.


Schlussendlich kamen die Namenlosen Tage und alle Helden feierten wieder ihren Geburtstag. Daleone feierte einfach mit obwohl sie nicht wusste wann sie geboren wurde. Am fünften Namenlosen Tag kamen Torm und die Helden von einem Jagdausflug zurück und sahen Rauch von der kleinen Burg aufsteigen. So schnell sie konnten liefen sie auf direkten Weg zu dem Rauch durch die Felder. Schon auf den Weg dorthin stolperten sie über Tote. Beim Tor trafen sie auf die ersten Gegner. Es waren die Orks, welche ihre kleine Burg gerade überfallen. Die Helden metzelten sich mit Torm bis zu ihrem Wohnbereich durch. Die Orks waren überall! Als sie in das Schlafzimmer von Torm kamen fanden sie Birsel, Darian und Josmine tot am Bett. Torm und Dexter liefen zu ihnen hin und brachen in Tränen aus. Beide waren voll mit dem Blut ihrer eigenen Familie. Immer wieder kamen Orks nach, welche die Helden in Schach hielten. Plötzlich stürmten Torm und Dexter wieder aus dem Schlafzimmer. Im Kampfrausch kämpften sie brutal gegen die Schwarzpelze. Sie stürmten so weit vor das die Helden gar nicht mehr nachkamen. Dexter landete in seinem Schlafzimmer. Torm war dicht hinter ihm. Die Orks plünderten gerade sein Zimmer. Alles war durcheinander. Sie töteten einen nach dem anderen, doch es kamen viele nach. Plötzlich hörte Dexter einen Aufschrei von seinem Vater. Er drehte sich um und da sah er wie gerade ein Ork eine Axt in den Kopf seines Vaters schlug. Er köpfte den Ork mit nur einem Hieb. Dann sank Dexter neben seinem Vater nieder. Er hatte alles verloren. Blut ran von seinem Vater über seine Hände. Etwas hartes traf ihn am Hinterkopf. Dexter wurde in die Raummitte geschleudert. Zwei Orks waren in das Zimmer gekommen. Dexter schaute sich um und fand keine Waffe außer die zwei Schwerter aus dem Orkenhort die sich nicht öffnen ließen. Er nahm sie trotzdem, um zumindest etwas zum Blocken zu haben. Den ersten Hieb eines Orks konnte er gerade noch so Blocken. Mit dem anderen Schwert wollte er zuschlagen. Im Schwung glitt plötzlich die Scheide vom Schwert und eine wunderschöne schwarze Klinge kam zum Vorschein. Das Schwert glitt durch den Ork als ob er aus Butter wäre. Dexter bekam eine Gänsehaut. In seinem Kopf hörte er eine Stimme: „Mehr, wir wollen mehr!“. Er probierte das zweite Schwert aus der Scheide zu ziehen und es ging ohne Probleme. Dexter schlug mit beiden Klingen zu und sie gingen durch die Waffe des Orks und ihm selbst hindurch. Wieder hörte er die Stimmen in seinem Kopf. Er bemerkte Schritte im Gang. 3 größere Menschen, nein 3 Orks. Einer trug ein Kettenhemd. Warum wusste Dexter das obwohl er sie nur hörte? Mit einem Kampfschrei stürmte er in den Gang hinaus. Er tötete alle drei Orks mit gekonnten Hieben. Er merkte wie er immer stärker wurde. Das sollte doch anders herum sein! Warum wurde er durch den Kampf nicht müder?


Draco erkannte als erster als sie auf Dexter trafen das er die Schwerter aus dem Orkenhort benutzte. Er war im Kampfrausch. Die anderen Helden entschlossen sich ihm nicht zu nahe zu kommen. Sie sahen zu wie er einen Ork nach dem anderen niederstreckte. Als er im Burghof angekommen war kämpfte er gegen 5 Orks gleichzeitig. Die Helden probierten ihn zu unterstützen, aber er wurde von zwei Klingen durchbohrt. Als ob nichts gewesen wäre tötete er alle Orks und zog sich die Klingen aus dem eigenen Leib. Danach rannte er hinaus und tötete auch noch die Orks, die gerade die geplünderten Gegenstände fortbringen wollten.


Keiner der Schwarzpelze war mehr übrig. Als die Helden vor die Burg kamen sahen sie Dexter im Weizenfeld stehen. Daleone ging auf ihn zu. Dexter drehte sich zu ihr um. Seine Augen funkelten glasig. Er sagte zu ihr: „Ich habe alles verloren!“. Sie nahm ihn in den Arm. Er flüsterte ihr ins Ohr: „Warum bin ich so durstig?“ worauf sie nicht antwortete. Gemeinsam betteten sie Dexters Familie in der Gruft unter der Burg. Keiner auf der Burg außer ihnen hatte überlebt. Die Helden suchten ihr Hab und Gut zusammen und Dexter ging allein vor die Burg. Nach einer Zeit schaute Daleone nach ihm. Sie fand ihn im Weizenfeld über einen Menschen gebeugt. Es musste einer der Bauer der Umgebung gewesen sein, der nach dem Rechten sehen wollte. Sie sprach Dexter an und er drehte ruckartig seinen Kopf zu ihr um. Sein Mund war blutverschmiert und seine Eckzähne waren lang und Spitz. Als Dexter sah wer hinter ihr war schämte er sich wie er gerade Aussehen musste. Er begriff erst jetzt das er diesen Bauern getötet und ihm das Blut aus dem Hals gesaugt hatte. Doch es war so gut und endlich war dieses brennende Verlangen und die zwei Stimmen in seinem Kopf fort. Daleone sagte zu Dexter: „Du darfst niemals dein Werk unvollendet lassen. Ansonsten werden deine Opfer so wie du selbst.“. Dann spürte Dexter wie Daleone von dem Bauern trank, ohne in seinen Hals zu beißen. Sie trank bis er keinen Herzschlag mehr vom Bauern hören konnte. Verwundert sah er sie an. War Daleone das gleiche wie er?


Die Helden beschlossen auf schnellsten Weg wieder zu ihrem Zuhause, dem Schädelturm, zu reisen. Dort angekommen erzählte Daleone allen was sie war und erklärte dabei Dexter worauf er Achten musste. Sie wussten noch nicht was ihn verletzten konnte. Es waren wahrscheinlich nicht das Madamal oder Silber so wie bei Daleone. Draco und Diana waren fasziniert von den Beiden. Draco machte einige Analysen, aber er konnte bei beiden keine Dämonische Präsents erkennen. Es hatten auch Beide einen Schatten und ein Spiegelbild. Draco hatte diese Informationen aber nur einmal wo aufgeschnappt. Keiner von ihnen hatte sich richtig mit Vampiren beschäftigt und Daleone hatte alles vergessen und musste mühselig eines nach dem anderen Rausfinden.


Draco und Diana untersuchten auch seine zwei Schwerter. Auch hier konnte er nichts Dämonisches feststellen. Die Klingen waren gänzlich aus einer schwarzen und doch Perlmuttglänzenden Mindorium-Endurium-Legierung gefertigt. Dexter fand recht schnell heraus das die zwei Schwerter die Stimmen in seinem Kopf waren. In Regelmäßigen Abständen wurden ihre Rufe lauter und verlangten nach Blut und Seelen. Es reichte nicht Menschen zu verletzen, er musste sie töten. Mit den beiden Schwertern kämpfte er so gut wie noch nie. Es schien fast so als ob sie ihm halfen. Eines Tages wollte Dexter wieder mit einer anderen Klinge trainieren und griff nach dem Rondrakamm. Als er den Griff anfasste verbrannte seine Haut. Daleone meinte dann daraufhin das Dexter wohl alles verletzten könnte was mit Rondra in Verbindung steht.


Eines Tages bekam Draco einen Brief von Rafim Bey. Er lud sie ein ins Khoramgebirge zum Palast Al'Churâm zu kommen. Er wäre hier gerade in der Lehre bei Abu Terfas Ysasser Shenesach. Woran sie forschten konnte er nicht per Brief schreiben, aber er meinte das es Draco sicher interessieren würde. Draco und Diana beschlossen nur zu zweit zu gehen da Dexter derzeit noch zu unberechenbar war. Er zeigte in den letzten Tagen nämlich auch Anzeichen einer magischen Begabung.


Draco und Diana reisten also zuerst nach Beilunk von wo sie ein Schiff nach Zorgan nahmen. Von dort aus mussten sie durch die Wüste Gor zu einer kleinen Stadt namens Bagfua. Dort empfang sie Rafim und brachte sie in das Tal wo der Palast Al'Churâm stand. Der Palast wurde gerade erst wiederaufgebaut. Abu Terfas Ysasser Shenesach war erfreut über Dracos und Dianas Schriftrollen über Dämonen und Chimären. Den genau daran forschten sie hier. Sie kreierten neue Chimären. Von neuen Pflanzen, über neuen Lebewesen bis hin zur Verschmelzung mit Dämonen. Während Draco begeistert mit Rafim und Abu forschte beschäftigte Diana sich mit Alchemie.


Draco und Diana forschten aber auch nebenbei an einem dämonischen Pferd wofür sie die Anleitung in einer der Schriftrollen gefunden hatten. Es war ein kompliziertes Ritual und es flossen auch viele Flüssigkeiten mit rein, um das Pferd mit Erz und einem Dämon zu verschmelzen. Somit half hier auch Diana tatkräftig mit. Oft wollten sie schon aufgeben, aber dann gab es abends oft doch nichts Besseres zu tun als sich nochmal die Formel anzuschauen und etwas Neues zu probieren.


Abu und Rafim schafften es daweil den Höhlendachen, dem vorher der Palast gehörte, mit einem Troll zu verschmelzen. Eine äußerst interessante Kombination fand Draco. Kurz darauf dachten Draco und Diana das sie wieder einen erfolglosen Versuch gemacht hatte das Pferdechimäre zu erschaffen, weil nur mehr ein einzelner Erzklumpen übrigblieb. Als sie diesen Erzklumpen aber über ihre Schulter warfen stand hinter ihnen plötzlich ein prächtiges schwarzer Pferd. Das Fäll schimmerte metallisch und die Augen funkelten leicht rot. Sie merkten schnell das dieses Pferd wirklich eine metallische Haut hatte. Ohne Reitersporn oder einer Peitsche mit Stacheln konnte man es nicht antreiben. Der Sommer nahte und die beiden Helden wollten vorher wieder daheim sein. Abu empfahl ihnen noch wegen den beiden Fratzen einmal in der Akademie von Licht und Dunkelheit zu Nostria vorbei zu schauen. Dort könnte es interessante Informationen für sie geben.


Die Heimreise der Helden verlief unspektakulär und im Schädelturm zurück berichtete Dexter ihnen aufgeregt von seinen neuen Fähigkeiten. Er können einen Doppelgänger von sich erschaffen und ab und zu konnte er Gedanke von seinem Gegenüber aufschnappen. Außerdem konnte er seinen Leib in Nebel verwandeln und durch Enge Türschlitze kriechen. In dieser Form ist er aber auch sehr anfällig gegen Wind. Als er es im Feien einmal probiert hat wurde er mehrere 100 Schritt abgetrieben. Draco und Diana berichteten von ihren Forschungen und den Pferden, die sie erschaffen hatten. Sofort fingen alle von ihnen an mit den Pferden das Reiten zu trainieren wobei Dexter ihr Lehrer war.


Die Namenlosen Tage brachen wieder an und die Helden feierten ihre Geburtstage. Es war unbestreitbar das nach all der Zeit Draco und Diana sowie Dexter und Daleone Seelenverwandte waren. Gemeinsam konnten sie alles schaffen. Dexter hatte noch immer damit zu Kämpfen was er nun war aber durch Daleone wurde es leichter. Auch Daleone war froh endlich jemanden zu haben bei dem sie vollkommen sie selbst sein konnte. Kurz bevor der neue Götterlauf 1000 BF anbrach hörten die Helden seltsame Geräusche aus ihren Vorratsräumen. Sie schauten hinauf und sahen das ihre Artefakte aus dem Orkenhort golden leuchteten und ein Surren von sich gaben. Dexter griff als einziger nach seinen Schwertern und plötzlich überdrehte er seine Augen sodass die anderen nur noch das weiße Sehen konnten. Er brach am Boden zusammen und die anderen liefen sofort zu ihm hin. Er zuckte leicht und sie probierten ihm die Schwerter aus den Händen zu nehmen, aber sie konnten seinen eisernen Griff nicht lösen.


Dexter fand sich in einer völligen Dunkelheit wieder. Es fröstelte ihn und plötzlich sah er seine Familie vor sich stehen. Als er nach ihr griff verblaste die Erscheinung wieder und eine dunkle Stimme ertönte: „Vermisst du sie?“. Dexter wollte weinen, aber er konnte es nicht. Er wusste nicht ob er so abgebrüht war oder ob die Schwerter das aus ihm gemacht hatten. Die dunkle Stimme sprach weiter: „Glaub nicht dein Schicksaal sei etwas Besonderes! Täglich verlieren Männer und Frauen ihre Familien. Die Frage ist, warum lassen die Götter das zu?“. Dexter wusste keine Antwort darauf. Das erste das ihm in den Kopf kam sprach er aus: „Ich hätte sie Beschützen müssen! Wäre ich stärker gewesen hätte ich sie retten können.“. „Du Narr!“ ertönte die dunkle Stimme aufbrausend: „Du hättest sie nicht immer Beschützen können!“. Dexter stieg es heiß auf. Es stimmte was die Stimme sagte. Eigentlich war es die Schuld des Kaiserreiches. Wären nicht so viele Truppen abgezogen worden hätten sie die Orks ohne ihn besiegen können. Er sah die Bilder vor sich wie seine Familie abgeschlachtet da lag. Dies war kein Ehrbarer Kampf gewesen, es war eine hinterhältige Plünderung. Nein in dieser Welt war man entweder das Scharf oder der Wolf. „Und was bist du?“ fragte die Stimme so als ob sie jeden Gedanken von Dexter gelesen hatte. Er antwortete mit fester Stimme das er nun ein Wolf sei. Die dunkle Stimme lachte und sprach weiter: „Nun dann musst du dich entscheiden. Willst du zu deiner Familie oder willst du Dere weiter bewohnen und verändern?“ Daleone tauchte vor ihm auf und dahinter standen Draco und Diana. Dexter dachte kurz nach und sagte dann: „Ich will bei Daleone und den anderen bleiben! Ich will die verlogenen Schafe und ihre Mittläufer ausrotten! Ich will endlich für Ausgleich sorgen bei den Lebenden! Was interessiert mich der große Plan der Götter den man erst versteht, wenn sie einen zu sich holen?“. Die dunkle Stimme seufzte zustimmend: „Ich kann dir dabei helfen. Du konntest Mittlerweile die Stärke spüren, die du durch meine Schwerter bekommen hast! Ein Wolf allein reicht aber nicht! Wirst du für mich das Rudel zusammenbringen und führen damit ihr Dere Neugestalten könnt?“. Langsam verblasten Daleone, Draco und Diana vor ihm. Die Gefühle des Verlustes kamen in ihm wieder hoch welche er Unerträglich fand und mit gepresster Stimme antwortete er: „Ja! Was muss ich tun?“. Wieder lachte die Stimme auf: „Ich bin nicht wie die anderen die Gebote vorgeben und alles lenken. Meine Geschenke können erst genutzt werden, wenn man sich von allem anderen Los sagt. Erst dann ist man Frei und in der Lage nach der wahren Macht zu streben! Wer diesen Weg beschreitet braucht keine Führung“. Dexter war verwundert. Es stand ihm frei zu tun was er wollte. Dexter fragte frei heraus was er dachte: „Wer bist du und wie kann ich dir dafür danken?“. Die dunkle Stimme antwortete gedämpft: „Ich brauche keinen Namen sowie ich keinen Dank brauche. Indem du stärker wirst wachse auch ich. Indem du dir nimmst was du willst bekomme auch ich das was ich möchte. Indem du andere in ihrer schwersten Stunde zu mir führst wächst unser Rudel und unsere Macht!“. Dexter wusste nun was er lange schon vermutete. Der Namenlose sprach gerade zu ihm und er war einer seiner Mitstreiter. Er dachte immer das man als Nameloser Anhänger das reine Böse in sich haben musste. Stattdessen fühlte Dexter sich einfach Frei und mächtig. Er liebte dieses Gefühl und lächelnd sagte er: „So lass uns Gemeinsam stärker werden!“.


Daleone wollte gerade einen Heilzauber auf Dexter sprechen dessen Augen noch immer überdreht waren als sie plötzlich ein Lächeln auf seinen Lippen entdeckte. Dann zuckte Dexter einmal und kam wieder zu Sinnen. Er setzte sich auf und mit ruhiger Stimme sagte er zu den anderen: „Kommt! Wir müssen die Schafe töten!“.


Weiter geht es im nächsten Abenteur Die Seelen der Magier.

I'm a DM because I love to create stories.


Hier geht es zu den Berichten der Heldengruppe mit guter Gesinnung.

Hier geht es zu den Berichten der Heldengruppe mit zwielichtiger Gesinnung.

Comments 1