Die Verschwörung von Gareth (Abenteuerbericht #7.2)

Es wurde das Abenteuer Die Verschwörung von Gareth von der Spielgruppe mit zwielichtiger Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor den ersten Teil des Abenteuers gespielt.


Am nächsten Tag schauten die Helden nicht zum Wurfwettbewerb. Sie hatten keine Lust auf die Menschenansammlung und saßen stattdessen vor ihrem Zelt bei einem Lagerfeuer. Diana hatte sich einen Bambusstock besorgt, den sie mit ihrem Dolch bearbeitete. Sie schnitt ihn auf 15 Finger Länge zu und höhlte ihn aus. Vor einem Zelt neben ihrem saßen auch 3 Elfen, die anscheinend für den Bardenwettbewerb übten und Reime suchten. Die Helden befragten sie zu Odilbert und die 3 Elfen konnten sich an ihn erinnern. Sie sagten er habe an einer eher schlechten Ballade gearbeitet. Aufgeregt fragten die Helden ob sie noch etwas vom Text wussten. Die Elfen mussten einige Zeit nachdenken, aber es fiel ihnen die erste Strophe wieder ein welche die Helden schon kannten und dann noch eine Zweite: „Dem Füchslein frühen Tod zu bringen sind Rab und Leu in einem Bund. Von Gift und Trug muss er euch singen, des tapfren Barden laut'rer Mund.“. Enttäuscht saßen sie schweigend am Feuer da sie keine weiteren Informationen bekommen hatten. Nach einer Weile kam die Familie Greifenmacht wieder zurück und zwang die Helden mit zum Imman-Spiel zu kommen.


Die Imman-Arena lag vor den Toren des Palastes. Sie saßen wieder zusammen mit dem Haus Greifenmacht, Rabenmund und Ehrenstein in einer Loge. Die Helden konnten den Verdächtigen wirklich nichts anmerken. Auf das Feld schritten zwei Mannschaften von je 15 Spielern. In diesem Jahr standen sich die Rebellen von Gareth und die Prem-Piraten gegenüber. Sie alle hatten Holzschläger und es ging darum einen Korkball ins gegnerische Tor zu bekommen. Der Ball darf auch in der Luft geschlagen, auf dem Schläger balanciert und mit der Hand gestoppt werden. Die Spieldauer beträgt 2 Stunden inklusive Halbzeitpause. Die Helden konnten sich gar nicht für das Spiel begeistern und Dexter schlief zwischenzeitlich sogar einmal ein.


Nach dem Imman-Spiel gingen sie alle wieder in ihr Zelt und es lang wieder neue Kleidung für die Helden bereit. Sie zogen sich an und machten sich sofort auf den Weg zum Alten Kaiserschloss. Sie wussten ja wo sich Answins Arbeitszimmer befand und schlichen an der Schlossmauer entlang bis zu seinem Fenster. Diana wob einen Zauber und kletterte ohne mühen die senkrechte Mauer hoch bis zum Fenster. Die Mauer hatte keinen Spalt wo sie sich festhalten hätte können. Es schien fast so als ob sie wie eine Spinne an der Mauer haftete. Diana konzentrierte sich darauf was sie durch das Fenster hören konnte: „… Provinz Aranien hat sich nur vom Mittelreich gelöst, weil sie ausbluteten! Das Versorgen der Kaiserlichen Armee auf den Weg nach Maraskan kostete einfach zu viel! Kaiser Hal tauschte hier die giftige Insel gegen die Kornkammer des Reiches. Außerdem wird auch noch die Nordgrenze von den Schwarzpelzen bedroht und bei all diesen Probleme ist es Hals größte Sorge ob sein nächstes Fest noch prächtiger wird als sein letztes. Sieh der Wahrheit ins Auge Answin! Es muss jetzt was unternommen werden!“, „Sei still Kunibald! Ein falscher Schritt von uns und das Kartenhaus bricht zusammen in dem wir alle sitzen. Wir gehen so vor wie ich geplant habe. Du übergibst das hier Morgen dem Koch und sag ihm, dass er gefälligst dafür Sorgen soll das nur Hal etwas davon ins Essen bekommt!“, „Wenn du dir so sicher bist das dein Plan funktionieren wird dann machen wir es so.“. Dann hörte Diana nur mehr eine Tür auf und zu gehen. Nach kurzer Zeit kam Darian und Torm hinein. Answins Stimme war fast nicht wieder zu erkennen. Gerade hatte er noch ein Mordkomplott besprochen und nun unterhielt er sich äußerst freundlich über die Vermählung einer seiner Töchter mit Darian. Typisch Politiker dachte sie sich! Diana kletterte wieder runter und erzählte alles den anderen.


Die Helden konnten sich keinen Reim darauf machen. War nun doch plötzlich Hal das Ziel und nicht mehr Brin? Sie hatten auf jeden Fall den wichtigen Hinweis das Morgen das Gift an den Koch übergeben werden soll. Dexter sagte zu den anderen das es wirklich alarmierend sei was gerade im Mittelreich geschieht. Alles was Kunibald gesagt hatte war wahr. Aranien hat sich vom Kaiserreich abgespalten und anscheinend versucht Hal gerade durch die Hochzeit die Provinz Albernia an sich zu binden. Allein das Hal sich zum niederen Gott hat ausrufen lassen ist lächerlich aber dies alles war noch immer kein Grund, um ihn zu ermorden. Die Zeit drängte und die Helden musste sich nun beim Festbankett blicken lassen.


Als die Helden rein kamen wartete die Familie Greifenmacht schon auf sie. Auch Darian und Torm kamen gerade die Stiegen herunter. Gleich darauf kamen Raidri Conchobair und Cuanu Ui Bennain auf sie zu. Sie lobten die Gruppe für ihre Erfolge beim Turnier. Auch Emer Ni Bennain und Brin von Gareth gesellten sich zu ihnen. Cuanu lud sie alle zu ihrem Tisch bei seiner Allergöttlichste Magnifizenz, Hal von Gareth ein. Sie nahmen dies natürlich dankend an und gemeinsam gingen sie in den Festsaal. Als sie zum Tisch kamen saß Hal schon dort. Cuanu stellte sie alle vor und auch Hal lobte sie für ihre Erfolge. Als sie alle Platz genommen hatten, kamen Answin und Kunibald zum Tisch und schauten sie verwundert an. Raidri entschuldigte sich bei den Zweien und sagte das ihre üblichen Plätze für die heutigen Ehrengästen benötigt werden. Sie sollen sich bitte einen anderen Sitzplatz suchen. Answin Augen funkelten kurz bedrohlich zu Raidri und Cuanu hinüber. Dies dauerte jedoch nur einen Bruchteil einer Sekunde und danach setzte er ein freundliches Lächeln auf und meinte das dies gar kein Problem sei.


Die Helden hatten einen angenehmen Abend jedoch konnten sie sich kein einziges Mal in die Küche schleichen, um den Koch ausfindig zu machen der mit Answin zusammenarbeitete. Sie wurden die ganze Zeit von den hohen Herren und Damen in Gespräche verwickelt. Sie hatten nur ein Angenehmes Gespräch mit Helme Haffax der ihnen genau gegenüber am Tisch saß. Spätestens als sich herumgesprochen hatte das sie quer durchs Orkland gereist sind wollte jeder von ihnen die Geschichte hören. Den Helden war dies zu viel Trubel und deswegen gingen sie recht früh wieder ins Zelt und legten sich schlafen.


Am nächsten Tag gingen die Helden wieder mit der Familie Greifenmacht zum Turnierplatz in die eigene Loge. Von den Helden trat zwar niemand an, aber Darian machte beim Ringstechen mit. Das Ringstechen ist ein Geschicklichkeitswettbewerb und es ging darum 10 Ringe, die in unterschiedlicher Höhe hangen, mit der Lanze zu durchstoßen und abzureißen. Die Konkurrenz war stark, aber Darian machte sich gut. Die Helden feuerten ihn kräftig an und am Schluss hatte er gleich viel Punkte wie die Gräfin Franka Salva Galahan. Es wurden nochmal neue Ringe aufgehängt und Beide mussten nochmal Ringstechen. Darian hatte schlussendlich einen Ring mehr getroffen wie Frank und die Helden wurden fast Taub von dem Jubelgeschrei der Familie Greifenmacht.


Nach einer kurzen Feier im Zelt beschlossen die Helden zum Bardenwettbewerb ins Kaiserschloss zu gehen, um eventuell endlich den Koch zu finden. Die Helden wussten noch nicht genau ob sie die Übergabe verhindern sollten oder das Gift danach einfach nur austauschen. Im Thronsaal spielte in der Mitte immer ein Barde und rundherum saßen die Zuhörer und anderen Barden, die auf ihren Auftritt warteten. Die Helden setzten sich ganz hinten hin und überlegten wie sie vorgehen wollen. Draco hatte eine Idee. Er nahm ein halb Aufgegessenes Gericht, welches an ihrem Tisch stand, dass wohl niemanden mehr gehörte und ging damit zur Küche. Er stieß die Tür auf und fragte mit bestimmendem Ton wer hier der Koch von Answin von Rabenmund wäre. Ein etwas ältere Dame, die wohl die Küchenchefin war, musterte Draco. Er fragte nochmal mit Nachdruck und wackelte mit dem Teller. Dann blickte sie hinter sich und rief nach einen gewissen Cirnan. Um die Ecke kam ein rothaariger, mit Sommersprossen übersäter Junge. Draco drückte ihm den Teller in die Hand und sagte: „Das ist komplett versalzen! So etwas darf nicht mehr vorkommen oder es Rollen Köpfe!“, dann drehte er sich um und ging. Cirnan antwortete darauf das er dieses Gericht nicht gemacht habe. Draco meinte das er dann gefälligst rausfinden soll wer das war und ihm dabei auch gleich die Nachricht überbringen kann das er auf sehr dünnen Eis stehe.


Schnell ging Draco zu den Anderen und erzählte ihnen wer Answins Koch war. Sie warteten dann noch bis der Bardenwettbewerb vorbei war und anstatt zurück zum Zelt zu gehen schlichen sie um das Schloss, um zum Hintereingang der Küche zu kommen. Sie schauten durch ein offenes Fenster und sahen das nur noch zwei Köche in der Küche waren. Ein sehr junger pickliger Tellerwäscher und Cirnan. Diana meinte zu Daleone das sie den jungen pickligen Tellerwäscher ablenken soll. Daleone ging zum Hintereingang der Küche und klopfte an. Das der Tellerwäscher Näher war machte er auch auf. Daleone verwickelte ihn in ein Gespräch und flirtete auch ein bisschen mit ihm. Währenddessen wob sie auch den Zauber Seidenzunge Elfenwort, um ihn komplett in ihren Bann zu ziehen. Diana holte ihren geschnitzten Bambusstock raus und steckte etwas rein. Dann setzte sie es an ihren Mund und zielte auf Cirnan. Man hörte ein kurzes Pustgeräusch und dann griff sich Cirnan an den Hals und kippte um. Schnell kletterte Diana rein und durchsuchte den schlafenden Koch. Sie fand in seiner Tasche eine Phiole mit einer klaren Flüssigkeit. Sie zog auf Cirnans Hals den kleinen Pfeil und wollte ihn schnell mit dem Rest des Schlafgiftes befüllen und eine leere Phiole zum Austauschen zu haben. Beim Nachfüllen entglitt ihr jedoch die Phiole mit dem Schlafgift und zerbrach am Boden neben dem schlafenden Cirnan. Schnell flüchtete sie wieder durchs Fenster mit der anderen Phiole und hoffte darauf das der Koch denken würde das seine eigene dort am Boden zerbrochen sei.


Daleone beendete das Gespräch abrupt mit dem Tellerwäscher und sie alle gingen zurück ins Zelt. Die Helden entschieden das es zu gefährlich sei mit dem Gift im Zelt. Einer von ihnen sollte immer Wache halten. Daleone schlief als sie plötzlich von einem brennenden Schmerz aufwachte. Der verfluchte Elf vom Bogenwettbewerb grinste sie an und hielt ihren Mund mit einem Tuch zu. Sie schaute an sich runter und sah wie in ihrem Bauch ein Silberdolch steckte. Es brannte höllisch und Daleone konnte keinen klaren Gedanken fassen. Sie wollte vom Sikaryan des Angreifers trinken, aber es ging nicht. Sie schaute zur Seite und Dexter lang nicht neben ihr, weil er vermutlich gerade im Hauptzelt wache hielt. Der Elf zog die Klinge weiter durch ihren Bauch und vor ihren Augen fing sich alle zu drehen an. Sie hörte den Elf ganz leise sagen: „Ich weiß was du bist und es war das letzte Mal, dass du von jemanden getrunken…“. Die Stimme brach ab und Daleone hörte nur mehr ein Glucksen. Etwas fiel neben ihr hin und plötzlich sah sie Dexters Gesicht über ihr. Er hielt seine Hand auf ihren Bauch und schrie nach einem Heiler. Daleone zog den Silberdolch heraus und schlagartig konnte sie wieder klar denken. Gierig saugte sie das versiegende Sikaryan aus dem sterbenden Elfen neben ihr. Dexter hatte ihn mit seinen Beiden Klingen von hinten durchbohrt. Die anderen Helden waren die ersten bei ihnen und kurz darauf kam einer der Barden Elfen aus dem Zelt nebenan, um Daleone zu heilen. Es wäre gar nicht Nötig gewesen, aber so schöpfte wenigstens keiner Verdacht warum ihre Wunde so schnell heilte. Daleone schaute den blutigen Silberdolch neben ihr an und wusste nun das neben dem Madamal wohl auch Silber sie Töten konnte.


Am Morgen fühlte sich Daleone schon so als ob nie etwas gewesen wäre. Die Palastwache war wieder bei ihnen im Zelt und schrieb die Tat als Eiversucht auf den Sieg von Daleone ab. Anschließend gingen sie wieder zum Weihegottesdienst, weil Dexter heute im Schwertkampf antreten würde. Es werden zwar nur ungeschliffene Waffe benutzt aber auch die können einem Gegner Schädel und Rippen brechen.


Dexters erste Gegnerin war Hitta vom Berg. „Na großartig, ihren Ehemann habe ich bei den Tjosten fertig gemacht und nun darf ich gegen sie im Schwertkampf antreten!“ dachte sich Dexter. Hitta benutze ein Schwert mit Schild so wie die meisten. Dexter jedoch ging mit zwei Schwerter in den Kampf. Dexter parierte ein Dutzend Schläge und analysierte ihren Kampfstile. Anstatt die Gegnerin vom Platz zu prügeln, gönnte er allen einen Schaukampf. Die Menge liebte ihn und nach einer meisterlichen Finte setzte er den entscheidenden Hieb zum Sieg. Im Gegensatz zu ihrem Mann nahm sie die Niederlage gelassen und gab ihm die Hand.


Dexter beobachtete die Anderen im Wettkampf genau und er staunte über eine gewisse Ojas. Sie war eine Amazone und kämpfte fabelhaft. Er war sich sicher das er ihr im Finale gegenüberstehen würde. In der zweiten Runde bekam er es mit der zweiten Amazone, die am Turnier teilnahm, zu tun. Sie hieß Harika von Kurkum aber kämpfte bei weitem nicht so gut wie Ojas. Dexter war wie im Rausch und besiegte sie fast zu schnell. Das Jubeln des Publikums war in der ersten Runde auf jeden Fall lauter.


Zu Dexters Verwunderung verließ Ojas das Turnier nach der ersten Runde obwohl sie gewonnen hatte. Er fand das schade den er hätte gerne gegen sie gekämpft. Sein nächster Gegner war Kunibald Frankward zu Ehrenstein. Auch er trat mit Schwert und Schild gegen Dexter an. Sie alle kamen nicht mit dem Kampfstile von ihm klar. Es schien so als ob Dexter Links und Rechts gleich gut das Schwert führen konnte. Diesen Kampf kostete er voll aus. Kunibald hatte nur eine Handvoll an Hiebfiguren. Nach einer Weile konnte Dexter sozusagen seine Gedanken lesen bis er ihm den Gnadenstoß gab.


Im Finale stand er wieder Cuanu Ui Bennain gegenüber. Er war schon ein ebenbürtiger Gegner. Hier erlaubte Dexter sich keine Spielchen zu spielen. Schnell merkte Dexter aber das der Sturz vom Pferd an Cuanu anscheinend nicht Spurlos vorbei gegangen ist. Wenn er mit dem Schild blockte und das rechte Bein, zur Stabilität, nach hinten stellte knickte er leicht ein. Sein Knöchel war wohl verletzt und Dexter nutze dies aus. Als Cuanu das nächste Mal mit dem Schild blockte setzte Dexter direkt nach und konnte durch die Verteidigung brechen. Ohne durchzuziehen lag Dexters Schwert an Cuanus Hals. Cuanu gab auf und die Menge tobte. Er sagte zu Dexter: „Das wird wohl das Jahr der Familie Greifenmacht.“ und lachte.


Die Familie Greifenmacht war außer sich. Jeden Wettbewerb wo sie mitgemacht haben konnte sie für sich gewinnen. Die Helden konnten sehen wie stolz Torm und Birsel auf ihre Kinder waren. Es gab nur noch das Zweihändergefecht Morgen für Dexter. Sie gingen alle zurück ins Zelt und Torm machte den ältesten Wein auf, den er finden konnte. Danach gingen die Helden nochmal zum Baum beim Turnierplatz wo wieder keiner zu sehen war. Sie wollten das Gift loswerden da es schlimme Konsequenzen für sie hätte, wenn man es bei ihnen finden würde. Draco meinte auch, dass sie es eventuell zu früh gestohlen hatten. Das großes Schlussbankett war erst Übermorgen und da die Phiole zu Bruch ging könnte Answin ein neues Gift besorgen. Diana meinte das sie zu Dexter Nemrod gehen und ihm das gestohlene Gift übergeben sollten. Sie wussten das er auf der gleichen Seite wie sie stand und so würden sie auch das Gift loswerden.


Die Helden gingen zum Bardenwettbewerb im alten Kaiserschloss, weil sie hofften Dexter Nemrod dort über den Weg zu laufen. Sie setzen sich wieder ganz hinten hin und beobachteten alle Eingänge und Stiegen. Der Bardenwettbewerb war fast vorbei für Heute als endlich Dexter Nemrod die Stiege runterkam. Die Helden standen auf und gingen auf ihn zu. Sie fragten ihn freundlich ob sie mit ihm wo ungestört reden könnten. Er ging mit ihnen wieder nach oben. Es war die gleiche Stiege wo auch Answins Arbeitszimmer lag. Als die Helden mit Dexter Nemrod gerade die Hälfte der Stiege raufgegangen sind kam ihnen Answin entgegen. Seine dunkelblauen Augen durchbohrte die Helden. Dexter Nemrod führte sie in die Bibliothek und schloss die schweren Türen hinter sich. Die Helden erzählten ihm alles was sie wussten aber der Großinquisitor wirkte nicht überrascht. Er sagte zu ihnen: „Das deckt sich auch mit meinen Informationen. Jedoch bin ich mir sicher das der Anschlag Prinz Brin gilt und nicht unserer Allergöttlichsten Magnifizenz, Hal von Gareth.“. Die Helden übergaben ihm die Phiole mit dem Gift und Dexter weihte sie in seinen Plan ein. Er sagte das sie sich keine Sorgen mehr machen wüssten das Answin ein neues Gift besorgt. Die Kaiserfamilie würde informiert werden und sie würden den Verräter beim großes Schlussbankett stellen. Mit dem Gift als Beweismittel und der Aussage von ihnen könnte Answin ganz leicht überführt werden. Die Helden bedankten sich und gingen zurück in ihr Zelt.


Am nächsten Tag gingen sie alle wieder zum Weihegottesdienst. Diesmal waren aber weder Answin noch Kunibald anwesend. Anschließend ging es direkt zum Zweihändergefecht. In der Loge kam Answin dazu aber Kunibald, der ansonsten keinen Wettbewerb verpasst hatte, war nicht da. Während Dexter einen Gegner nach dem anderen nieder machte beobachteten die anderen Helden Answin. Immer wenn Dexter nicht am Kämpfen war plauderten Torm und Darian mit ihm. Diese Adeligen, nicht Mal das ihr Gegenüber eines Mordkomplottes verdächtigt wird hält sie davon ab noch Geschäfte auszuhandeln. Dexter kämpfte im Finale gegen einen Gegner, der noch größer war als er. Gnadenlos drosch er auf Dexter ein jedoch wurde er dabei auch schnell müde. Dexter währte mit minimaler Anstrengung jeden Hieb von ihm ab und wartete ab. Als seinem Gegner endlich die Kraft ausging manövrierte Dexter ihn aus und siegte. Die Familie Greifenmacht flippte komplett aus. Torm und Darian sprangen sogar von der Loge auf den Turnierplatz und umarmten Dexter. Sogar aus der Kaiserloge gab es Applaus.


In der Zeltstadt wurde ordentlich gefeiert und vor allem im Zelt der Familie Greifenmacht. Keine Kosten und Mühe wurden gescheut und so entstand ein eigenes kleines Fest bei ihnen. Sie feierten so ausgelassen das sie nicht mal zur Krönung des siegreichen Barden im alten Kaiserschloss gingen wo anschließen auch noch ein Ball stattfand. Da sie schon mittags angefangen haben zu zechen waren alle beim letzten Sonnenstrahl des Tages schon im Bett.


Völlig verkatert verpasste ihr ganzes Zelt den letzten Weihegottesdienst. Sie schafften es gerade noch zum Gestampfe in ihre Loge. Das Gestampfe ist die nicht von Regeln eingeengte Darstellung eines Gefechts zwischen zwei Reitertrupps. Die beiden Trupps beginnen das Gestampfe an entgegengesetzten Enden des Feldes und preschen auf ein Signal des Marschalls Raidri aufeinander zu, um sich in der Mitte des Feldes ein zähes Gefecht zu liefern. Auch hier waren die Waffen ungeschliffen, aber trotzdem gab es ein paar ernsthafte Verwundungen, die von den Heilkundigen verarztet werden mussten.


Das Turnier endet mit einem festlichen Bankett unter freiem Himmel auf dem Turnierplatz, bei dem die Turniersieger von seiner Allergöttlichsten Magnifizenz, Hal von Gareth persönlich ihre Siegestrophäen erhalten. Als erstes wurde Dexter mit einem Streitross aus dem kaiserlichen Stall für seinen Sieg bei der Tjoste belohnt. Anschließend bekamen Josmine, Daleone und ein Zwerg jeweils einen magischen Köcher für ihren Sieg beim Wettschießen in den Kategorien Kurzbogen, Langbogen und Armbrust. In dem Köcher erschien jeden Tag, auf magische Weise, ein neuer Pfeil oder Bolzen, wenn weniger als 20 darin waren. Danach wurde 3 andere Teilnehmer belohnt für ihren Sieg im Wurfwettbewerbe in den Kategorien Beil, Dolch und Speer an denen keiner der Helden teilgenommen hat. Darian bekam für seinen Sieg beim Ringstechen 60 Dukaten Preisgeld. Dexter wurden dann nochmal für seinen Sieg mit den Einhandwaffen und der Zweihandwaffe gekürt. Er bekam als erstes ein besonders schönes Langschwert und danach auch noch einen Rondrakamm. Zuletzt wurde der König der Sänger vom Bardenwettstreit mit einer Leibrente von 20 Dukaten im Monat belohnt, wenn er als kaiserlicher Hofsänger in Gareth blieb.


Nach der Verleihung nahmen alle wieder Platz und es wurde jedem etwas eingeschenkt. Feierlich erhob Hal sein Glas und hielt eine Ansprache. Am Ende verkündete er die Verlobung von Prinz Brin mit Prinzessin Emer. Es gab großen Applaus und das Essen wurde aufgetragen. Die Helden schaute nervös zu Dexter Nemrod der ihnen zunickte. Als alle ihr Essen vor sich hatten stand Brin nochmal auf. Auch er hatte einige nette Worte zu sagen bis er Ernst wurde. Es blickte zu Answin hinüber und sagte: „Mir kamen fürchterliche Gerüchte zu Ohren. Ich wünschte ich könnte diese einfach ignorieren jedoch sind die Beweise erdrückend. Answin kommst du bitte zu mir und kostest von meinem Gericht damit wir diese Gerüchte ein für alle Mal aus der Welt schaffen können?“. Answins Augen weiteten sich und erschrocken schaute er zu Dexter Nemrod. Er stand dann auf und bat den Prinzen dies in den privaten Gemächern zu klären. Dann erhob sich auch Dexter Nemrod und sagte: „Wir klären das hier und jetzt! Answin wird verdächtigt einen Giftanschlag auf Prinz Brin geplant zu haben. Diese Helden“ und er zeigte auf Draco, Diana, Dexter und Daleone welche jetzt auch aufstanden, „ertappten ihn dabei und konnten seinem Komplizen in der Küche das Gift Purpurblitz abnehmen! Nun könnte es sein das er einen anderen Weg gefunden hat seinen Plan umzusetzen also koste einfach von dem Essen und Beweise uns das du Unschuldig bist!“.


Ein Raunen ging durch die Menge und Answin wendete sich an Hal. Er bat ihn darum es erklären zu können, aber Hal winkte nur seine Palastwachen zu ihm. Diese nahmen Answin, der keine Gegenwehr leistete, fest und brachten ihn weg. Die Helden zeigten auch noch auf Kunibald und beschuldigten ihn das Mordkomplott mitgeplant zu haben. Auch er wurde von den Palastwachen abgeführt.


Es dauerte lange bis wieder Ruhe einkehrte und Hal hielt nochmal eine kleine Ansprache: „Dieser vereitelte Mordanschlag soll unser Fest nicht überschatten. Lasst uns die Sieger des Turniers und die Verlobung meines Sohnes feiern!“. Einige der Anwesenden klatschte jedoch dauerte es eine Zeitlang bis wieder ausgelassene Stimmung herrschte. Brin bekam ein neues Essen und die Feier verlief ohne weitere Vorkommnisse. Die Helden hielten sich jedoch beim Trinken zurück und schon am frühen Nachmittag leerten sich die Tische langsam. Auch die Helden gingen zurück in das Zelt. Torm und Darian konnten nicht fassen das Answin wirklich versucht hat den Prinzen zu ermorden. Das Essen musste vergiften gewesen sein den ansonsten hätte er einfach davon gegessen. Etwas später kamen Palastwachen, um die Helden für eine Aussage zu Hal zu bringen.


Die Helden wurden ins alte Kaiserschloss in einen kleinen Saal im zweiten Stock geführt. Dort waren nur Dexter Nemrod und Hal anwesend. Der Großinquisitor bat die Helden alles was sie ihm erzählt hatten auch nochmal Hal zu erzählen. Als sie fertig waren zog Dexter Nemrod die Phiole mit dem Gift raus und sagte das sein Alchimist es als Purpurblitz identifiziert habe. Diana fiel jedoch auf das es eine etwas andere Konsistenz hatte als die Flüssigkeit, welche sie dem Koch abgenommen hatte. Sie sagte jedoch nichts und Hal bedankte sich überschwänglich bei ihnen. Er sagte zu ihnen das er in ihrer Schuld stände und falls sie etwas brauchen würden könnten sie ihn jederzeit Fragen. Dann verabschiedeten sie sich und gingen runter zum Ausgang.


Vor dem Schloss warteten Torm und Darian schon auf sie. Aufgeregt forderten sie die Helden auf mit ihnen mitzugehen. Sie folgten ihnen wieder zurück ins Schloss, aber diesmal gingen sie in den Keller. Torm gab einer Wache einen kleinen Beutel und dann machte dieser ihnen eine Gittertür auf. Sie gingen einen langen Gang entlang, der nur spärlich mit Fackeln beleuchtet war. Links und rechts befanden sich verschieden große vergitterte Zellen. Sie blieben schließlich vor einer stehen und darin befand sich Answin. Die Helden fragten Torm und Darian was das hier soll und sie meinte nur das sie sich seine Geschichte anhören sollten.


Answin erzählte ihnen das er Hal durch Dollsaft dazu verleiten wollte etwas dummes beim Großen Schlussbankett zu machen. Niemals wollte er jemanden Ermorden. Die Helden sagten dann aber empört warum sie dann ein Gift bei seinem Koch Cirnan gefunden hätten. Answin fragte sie dann ob die Helden den Inhalt der Phiole jemals selbst untersucht haben. Die Helden schauten sich an und sagten nein, sie hätten es direkt Nemrod übergeben. Diana sagte dann: „Naja, ein bisschen von der Flüssigkeit habe ich noch. Ich wollte das Gift für Notfälle behalten.“. Überrascht schauten die anderen Helden Diana an und Answin meinte dann aufgeregt, dass sie diese Flüssigkeit untersuchen sollen und dann würden sie Wissen das es nur Dollsaft war. Die Helden glaubten ihm noch nicht und fragten wer Odilbert dann getötet habe und warum er nicht einfach vom Gericht des Prinzen gekostet habe. Darauf sagte er das Dexter Nemrod ihn aus dem Weg räumen wollte. Er sei scharf auf seine Position als Reichskanzler und als Leiter der KGIA. Er selbst und Kunibald hätten nichts mit dem Mord von Odilbert zu tun und sie beide hätten in der ganzen Zeit kein Gift besäßen und bis heute hätte er auch Dexter Nemrod so etwas nicht zugetraut. Als er aber heute beim Schlussbankett in die Augen vom Großinquisitor blickte traute er ihm alles zu. Sogar das Ermorden eines Unschuldigen und das Vergiften von Brins Gericht, um Answin auszuschalten. Die Helden staunten. Das alles machte wirklich Sinn. Sie beschlossen die abgezweigte Flüssigkeit von Diana zu untersuchen womit sie einen Beweis hätten das Answin keinen Mord geplant hatte. Es war noch immer verdächtig warum er geplant hatte den Kaiser mit Dollsaft zu füttern, aber dafür würde er nicht zum Tode verurteilt werden.


Die Helden stürmten mit Torm und Darian zurück zu ihrem Zelt wo in einer verschlossenen Kiste, Diana die Phiole mit der abgezweigten Flüssigkeit und das Blasrohr aus Bambus aufbewahrte. Sie untersuchte es und tatsächlich, es war bloß Dollsaft. Diana erzählte dann auch den anderen das ihr Aufgefallen war das die Konsistenz der Flüssigkeit welche heute Hal gezeigt wurde etwas anders war. Der Dollsaft wurde also anscheinend wirklich ausgetauscht. Die Helden eilten zurück zum alten Kaiserschloss in den kleinen Saal wo Hal und Dexter Nemrod nun aber mit mehreren Beratern saßen. Die Helden übergaben ihre Phiole Hal und berichteten das sie ihre Aussage korrigieren möchten. Sie hätten bei Answin niemals ein Gift gefunden, sondern immer nur Dollsaft. Er plante damit zwar etwas jedoch dürfte es kein Mordkomplott gewesen sein. Alle im Raum löcherten sie mit Fragen und die Helden erzählten alles bis ins kleinste Detail. Anschließend mussten sie schwören das sie in Answins Arbeitszimmer und beim Koch Cirnan nur Dollsaft gefunden hatten. Es blieben eine Menge Fragen offen jedoch konnte diese niemand beantworten. Draco fiel jedoch auf das Dexter Nemrod über die überraschende Wendung nicht gerade erfreut war. Die Unklarheit was nun wirklich passiert sei stimmte alle Anwesenden mürrisch und nachdem die Helden nichts mehr beantworten konnten gingen sie zurück ins Zelt. Lange Diskutierten sie im Zelt noch mit der Familie Greifenmacht was wohl Answins Hintergedanken bei diesem Plan waren und ob Dexter Nemrod wirklich so weit gegangen sein könnte, einen Unschuldigen zu Töten nur damit sie auf die Fährte von Answin kamen.


Weiter geht es mit einer Zwischensequenz in Tobrien.

I'm a DM because I love to create stories.


Hier geht es zu den Berichten der Heldengruppe mit guter Gesinnung.

Hier geht es zu den Berichten der Heldengruppe mit zwielichtiger Gesinnung.