permanenter Magischer Raub

  • In der Beschreibung des Zaubers "Magischer Raub" (LC 111) wird erwähnt, dass es eine Variante dieses Zaubers gibt, mit der es möglich sein soll, dem Opfer permanent Astralenergie zu entziehen und dem eigenen Vorrat hinzuzufügen.
    Mit welcher Möglichkeit (Zauberwerkstatt, spontane Modifikation,...) würdet ihr diesen Zauber gestalten bzw. ihn Regeltechnisch umsetzen?

  • Zauberwerkstatt. Keine SpoMo, mit langer Zauberdauer, am besten per Ritual, welches nur am Neumond oder vergleichbar rar gesähten Zeitpunkten überhaupt erfolgreich durchgeführt werden kann. Des Weiteren würde ich mir "dark side points" merken, wenn ein SC das bei unfreiwilligen anwendet. (wusste keinen adäquaten Begriff)

  • Mal eine andere Frage zum Thema Blutmagie. Zur typischen Spielsituation, ein böser Schwarzmagier schneidet einem unschuldigen jungen Opfer die Kehle auf und lässt das Blut in die Rillen eines Heptagramms fließen. Wie bekommt der Magier jetzt die Astralenergie aus dem um ihm herumfließenden Blut?
    Macht er das mit magischer Raub, mit Unitatio, mit Immortalis und mit etwas anderem? oder dient das Blut einfach zur verstärkung des Heptagramms oder als Donarium für den Dämonen?

    omnia dubitanda sunt sed in dubio pro reo

  • Lebensenergie ist ja der astralen Energie recht ähnlich. Da die Lebensenergie größtenteils im Blut ist, erklärt sich, wieso man das Blut benutzt.

    Ich denke die eigentliche Nutzbarmachung entsteht durch die Fähigkeit des Zaubernden dies zu tun (also SF oder sowas) und nicht mittels eines separaten Spruchs.

    In MWW steht bei den druidischen Dolch-Ritualen was dazu meine ich. (unter Opferdolch)

  • Es heist ja das Blutmagie mit Eigenblut kein großes Problem ist. (Verbotene Pforten). Bei Blutmagie mit Opferblut ist die Ausbeute entsprechend viel geringer, weil der Nutzer sie nicht genau kontrollieren und Dosieren kann. Das verstärkt sich beim Blut fremder Wesen, da der Verstand des Zaubernden das Wesen fremder Kreaturen kaum erfassen kann. Bekanntermaßen beginnen alle Zauber im Kopf des Magiers.
    Der Zaubernde erlernt es Blutmagie anzuwenden über entsprechende Rituale und nicht über einen Hilfszauber.

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  • Jep, nämlch über die SF "Blutmagie". Genaueres im entsprechenden Kapitel in MWW.

    Pyrokar: Ich hätte noch einige Anmerkungen / Fragen zu deinem Zauber:

    • Warum unter "Kosten" 1W20 AsP? Ausgewürfelte AsP-Kosten deuten immer auf die borbaradianische Repräsenation hin, du sprichst weiter unten jedoch von gildenmagischer Repräsentation. Dementsprechend müssten es eigentlich 11 (ich schlage eher 13) AsP sein, oder aber du änderst die Repräsentation.
    • Unter Modifikationen: "Reichweite". Lass es einfach weg. Sonst wird der Zauber zu mächtig. Du gehst einfach in einen Nebenraum und ziehst den Leuten im Nachbarraum deren AsP wech...
    • Reversalis: Keine Wirkung - Warum nicht? Wäre doch so einfach: Alles gleich, nur übertragen sich die pAsP auf das "Opfer".
    • Antimagie: Warum nicht Verwandlungen beenden?
    • Wirkungsdauer: Was du dort als Wirkungsdauer bezeichnest ist eher die Zauberdauer, oder meinst du tatsächlich, dass der Räuber nun alle ZfP* Stunden 10 AsP aufbringen muss und andernfalls die pAsP wieder auf das Opfer übergehen?
      Ich würde als Wirkungsdauer eher permanent vorschlagen - dann könnte eine entsprechende Liturgie oder der "Verwandlung beenden" - auch auf das Opfer gesprochen - den Zauber rückgängig machen.
    • Merkmale: Wieso ist da kein dämonisches oder borbaradianisches Merkmal dabei? -Ich würde das Erstellen von diesem Zauber per Zauberwerkstatt nur Borbel zu - Wer hat schon den Immortalis. Aber es könnte natürlich auch jemand anderes gewesen sein. Aber irgendwie ist er mir wo zu "ungefährlich" für den Räuber.

    Eigene Witze sind immernoch die besten!

  • Warum ist es denn möglich Astralenergie aus fließendem Blut zu entnehmen, nicht aber aus der Umgebung, wo sie ungebunden vorliegt?
    Letztich ist doch auch ein Ritual ein Zauber, nur das er eben länger dauert, wenn ihr das Ritual als Zauber beschreiben würdet, wie würde es funktionieren?

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  • Rituale
    Es ist sicher das sich hinter Ritualen magische Handlungen verstecken. Rituale sind mehr als sonst in der aventurischen Zauberei empirische Handlungen. Wer hier etwas größeres ändert muss, wenn er den Zauber überhaupt retten kann mächtig ausgleichen können. Dazu sind viele Rituale dazu da um andere, schwierige Zauber zu erleichtern oder überhaupt möglich zu machen. Schon das Zeichnen eines Schutzkreises ist ein Ritual!

    Ich sehe Rituale in halbreligiöser, animistischer Tradition. So wie die alten Schamanen halt. Sie überliefern Wissen und Gebräuche von denen manches unnötig ist oder inzwischen unverständlich. Gehe mal nicht zu weit weg und schau dir die Weihnachtsmesse und die Neujahrsbräuche demnächst einmal genauer an (vor allem bei Orthodoxen oder Katholiken). Du wirst die Masse nicht verstehen oder in Kontext setzen können, denn jede der Handlungen hat eine tiefere Bedeutung. Rede einmal mit einem Priester darüber und du wirst staunen. Im Allgemeinen weis man ja bloß von Abendmahl/Kommunion das der Hintergrund das letzte, gemeinsame Passahfest von Jesus mit den Aposteln ist. Für Protestanten ist das nur ein Akt der Erinnerung und der Gemeinsamkeit zwischen Jesus und den Gläubigen untereinander - bei Katholiken kratzt du damit nur an der Oberfläche. Gleiches gilt für alle Religionen. Ich weise ja auch nur auf Parallelen hin, denn christliche Rituale sind keineswegs magische Handlungen...

    Die aventurische Magie ist älter als Elfen und Zwerge, wer weis welche magischen Rituale auf sie zurückgehen? Wer will sie verstehen? Keiner ändert etwas ohne Grund, eben weil es bewährt ist. Rituale greifen auch tiefer in die Matrix der Welt ein als normale Zauber, die ja nur wenige Fädchen verändern.

    Blutmagie:
    Ja, freie Astralenergie durchpulst die Welt Dere und alle Sphären. Im Limbus magst du vielleicht auf diese Energie gewisse Zugriffsmöglichkeiten haben, die über die Derischen hinausgehen. Gleiches gilt für Kraftlinien und Nodices. Im allgemeinen ist freie Astralenergie aber in ihrem Fluss gerichtet. Wenn ein Magier zaubert, lässt er in dieses Muster EIGENE Kraft einfließen und kann sie verbiegen oder anders manipulieren. Dazu aber braucht es Kraft, nicht anders herum.
    Ich vergleiche es einmal mit Kohlenstoff, dem Grundstoff irdischen Lebens. Du bist von Kohlenstoff umgeben, dein Körper funktioniert nicht ohne diese Ketten... Trotzdem hast du keine Chance auf den Kohlenstoff direkt zuzugreifen, weil er gebunden ist. Die angeblich "freie" Astralenergie ist gerichtet und verfolgt einem Zweck = gebunden. Es ist ein aufwändiger Vorgang Kohlenstoff zu sublimieren. Dazu kommt das dieser Kohlenstoff dir alleine gar nichts nutzt, sondern in gewissen Kettenlängen oder Anordnungen alleine für biologische Zwecke verwendung finden kann - als Zuckermolekül etwa. Kurz: Du hast keinen sinnvollen Zugriff auf umgebende Astralenergie.

    Bei Blutmagie ist das anders. Hier wird bislang gerichtete Astralenergie durch den Tod oder wenigstens den Blutfluss frei! Ohne Blutmagie würde sie sich wieder in den Kontext der umgebenden Matrix verflüchtigen. Durch das entsprechende Ritual aber kann der Zaubernde große Teile davon abschöpfen bevor das passiert und in die gewünschte Form bringen.

    Ich hoffe mal einigermaßen verständlich geschrieben zu haben. Man sollte nicht vergessen, das Magie nicht wirklich existiert ;)

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  • Mal nur so halb zum topic: Ich hab von einer Gruppe gehört, deren Magier sich mit Hilfe des Zaubers "Adlerschwinge" in einen Hund verwandelt hat, ein Tierbändiger hat ihn dann dressiert und ein anderer Magier aus der Gruppe hat ihn mittels "magischem Raub" als laufende Astralpunktequelle benutzt! :lach: :shocked: :paranoia:
    Ein bisschen unrealistisch aber sonst! :zwinker:

    Panther

    Wollt ich bloß mal hier in die Runde werfen! :rot:

    Sanyasala feyiama!
    ______________________

    Zwischen Genie und Wahnsinn liegt nur eine schmale Grenze, die ich im Verlaufe eines Tages des Öfteren überschreite!

  • @ Panther
    schau dir mal diesen Threat an "Astralkürbis und Marmorpumpe", da wird genau das besprochen.

    Jetzt wieder zur Blutmagie:
    wenn ein Magier Eigenblut verwenden will (nicht über verbotene Pforten, sondern richtig Blut), benötigt er dann auch das Ritual, oder gibt es da einen schnelleren Weg?

    omnia dubitanda sunt sed in dubio pro reo

  • Warum sollte ein Magier "richtiges" eigenes Blut nehmen und nicht die Verbotenen Pforten? Macht null Sinn, du kannst deinen Lebensenergieverlust schlechter kontrollieren und mehr kommt dabei auch nicht 'rum. Wenns nur wegen der Stimmung ist: Gleiche Werte wie Verbotene Pforten, alles gleich nur halt mit Armanritzen.

    Eigene Witze sind immernoch die besten!

  • @ Mikeister: Zumindest theoretisch ist verbotene Pforten für einen Zauber deutlich riskanter, als einfaches anritzen.

    Aber noch einmal zum Ritual, gemäß dem Fall ich habe 7 Opferpersonen, einen absolut sicheren geräumigen Ort und alles Geld der Welt, mit dem ich mir alles was ich mir nur wünsche beschaffen könnte.
    Giebt es irgendwelche Regeln, oder Quellen, die beschreiben, was genau bei dem Ritual zu geschehen hat, ob man seinen gewünschten Zauber vor während oder nach dem Ritual spricht usw.?

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  • Quote from "Mikeister "


    Pyrokar: Ich hätte noch einige Anmerkungen / Fragen zu deinem Zauber:

    • Warum unter "Kosten" 1W20 AsP? Ausgewürfelte AsP-Kosten deuten immer auf die borbaradianische Repräsenation hin, du sprichst weiter unten jedoch von gildenmagischer Repräsentation. Dementsprechend müssten es eigentlich 11 (ich schlage eher 13) AsP sein, oder aber du änderst die Repräsentation.

    • Damit wollte ich die Unberechenbarkeit des Zaubers zum Ausdruck bringen. In der borbaradianische Repräsenation könnte ihn auch jeder nicht Zauberer mit seinem Blut wirken. Das allerdings kann ja nicht funktionieren, da der Zaubernde in diesem Fall über keine Matrix verfügt, die er erweitern könnte.
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      Unter Modifikationen: "Reichweite". Lass es einfach weg. Sonst wird der Zauber zu mächtig. Du gehst einfach in einen Nebenraum und ziehst den Leuten im Nachbarraum deren AsP wech...


      Man muss sie Anfangs sowieso berühren.
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      Reversalis: Keine Wirkung - Warum nicht? Wäre doch so einfach: Alles gleich, nur übertragen sich die pAsP auf das "Opfer".


      Wäre theoretisch möglich, allerdings gefällt mir diese Möglichkeit nicht wirklich. Ich denke nur der Zauberer selbst kennt die individuelle Struktur seiner Matrix und somit ist auch nur er selbst in der Lage sie zu erweitern.
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      Antimagie: Warum nicht Verwandlungen beenden?

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      Wirkungsdauer: Was du dort als Wirkungsdauer bezeichnest ist eher die Zauberdauer, oder meinst du tatsächlich, dass der Räuber nun alle ZfP* Stunden 10 AsP aufbringen muss und andernfalls die pAsP wieder auf das Opfer übergehen?
      Ich würde als Wirkungsdauer eher permanent vorschlagen - dann könnte eine entsprechende Liturgie oder der "Verwandlung beenden" - auch auf das Opfer gesprochen - den Zauber rückgängig machen.


      Mit diesen Beiden Punkten hast du natürlich recht. Es sollte Zauberdauer heißen und die Wirkungsdauer ist permanent. Ausserdem kann die Verbindung per Antimagie gestört werden, alle bereits übertragenen Astralpunkte bleiben dem Zaubernden aber erhalten.
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      Merkmale: Wieso ist da kein dämonisches oder borbaradianisches Merkmal dabei? -Ich würde das Erstellen von diesem Zauber per Zauberwerkstatt nur Borbel zu - Wer hat schon den Immortalis. Aber es könnte natürlich auch jemand anderes gewesen sein. Aber irgendwie ist er mir wo zu "ungefährlich" für den Räuber.

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    Der Zauber hat nichts Dämonisches, wie ich finde. Es wird lediglich die Form einer Vorhandenen Kraft verändert. Es könnte höchstens noch das Merkmal Verständigung hinzugefügt werden.