Gjalska-Wasser

Partach näherte sich dem Ufer der Gjalska.

„Ich komme, um mich von dir zu verabschieden, Ifrunndoch. Lebe wohl.“

„Habe ich ‘was verpasst?“, fragte der Barbar erstaunt.

„Ich werde Niellyn verlassen. Mein ganzes Leben habe ich in diese Gemeinschaft investiert, und Undank ist der Lohn. Was bringt es mir, hierzubleiben?“

„Setze dich“, forderte der Barbar den Yalding auf.

Stunden vergingen, nichts passierte. Dann erhob sich der Barbar, ging wortlos an die Gjalska, formte seine Hände zu einer Schale, füllte sie mit Wasser und ging zu Partach zurück.

„Ich habe deine Predigt verstanden“, raunte der Yalding, als das Gjalska-Wasser in Ifrunndochs Händen versickerte. „Außerhalb der Gemeinschaft wird der Einzelne nicht überleben.“

„Du sprichst wohl, Partach“, ergänzte der Barbar. „Allerdings ist das nur die eine Hälfte meiner Botschaft.“

„Und wie lautet die andere Hälfte?“

„Mit jedem Tropfen Wasser, der die Gjalska verlässt, verliert der Fluss an Tiefe. Verliert die Gemeinschaft an Tiefe. Wenn dann viele Monde mehr Wasser abfließen als nachkommen wird, wird eines Tages nicht nur das Wasser in meinen Händen, sondern auch innerhalb des Flusses austrocknen. Wird die Gemeinschaft austrocknen. Wer ‚Was bringt es mir?‘ fragt, lässt zunächst die Gemeinschaft austrocknen und dann sich selbst. Wer ‚Was bringt es der Gemeinschaft?“ fragt, lässt seinen Egoismus austrocknen, aber in der Gemeinschaft wird er überleben.“

Partach erhob sich und ging in seine Hütte zurück.