Die Gezeichneten – Band 2 – Erstes Buch 1.0.0

Dies ist der zweite Teil des Romans um die sieben Gezeichneten

Das Jahr 22 nach Hal war ein ruhiges Jahr. Im Mittelreich forcierten sich Kräfte in der Mark Greifenfurt und im Herzogtum Weiden, die nach Norden drängten, um auch den letzten Schwarzpelz aus dem Land zu jagen. Die Stadt Greifenfurt selbst war vom Krieg grausam gezeichnet und würde die Narben noch lange Jahre tragen.
In der ersten Hälfte des Jahres brach ein 37 Jahre alter Mann in südländischer Gewandung von dem kleinen Örtchen Dragenfeld im nordöstlichen Weiden nach Süden auf. Das erste Ziel seiner Reise war ein viele hundert Meilen weiter südlich gelegener Tempel an den Hängen des östlichen Regengebirges. Von dort aus setzte er nach wenigen Wochen seine Reise Richtung Osten fort, den Echsensümpfen südlich von Selem entgegen. Abermals war sein Ziel ein alter vergessener Tempel, vor mehr als drei Jahrtausenden zu Ehren der Gottheit Ssad’nav erbaut. Der Name des Mannes, dessen linke Augenhöhle nunmehr ein prächtiger Rubin anstelle eines Auges ausfüllte, war Liscom Ghosipar.
Am ersten Tag des Tsamondes erhielt die örtliche Geweihte der Jungen Göttin des Dorfes Dragenfeld einen Brief, in welchem sie von ihrem Freund und Bekannten ‚Hamid ben Seyshaban’ gebeten wurde, ein Ritual zu Ehren der jungen Göttin Tsa nach einem alten echsischen Ritus durchzuführen.
Etwa zur selben Zeit stieß die Dunkelelfe Pardona im Gebiet des Blautanns auf den verlassenen Nachtschattensturm, einen Ort von alter magischer Kraft, während Spektabilität Olorand von Gareth Rotenfels beim Praiostagsbraten in der Goldenen Gans die verblüffenden Parallelen zwischen den Phantastereien eines seiner Patienten und dem Inhalt der Vision eines Praioten diskutierte, zu welcher ihn der junge Priester Lechdan von Greifenklau unter dem Siegel der Verschwiegenheit um Expertise bat. Während erwähnter Patient, ein Magister der Festumer Halle des Quecksilbers, vor etwa zweimal 13 Götternamen von Schwester Morena, der Vorsteherin des Selemer Noionitenklosters, zur näheren Examination nach Perricum überstellt wurde, starb sein Zellengenosse Zachan Corvan Marhabal in der Nacht vor der Überstellung auf rätselhafte Weise. Im Jahr 22 geschah nicht viel.


Dies ist der zweite Teil des Romans um die sieben Gezeichneten.
Umfang: 114 Seiten


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  • Elbrenell: Die Handlung ist sogar sehr gut durchdacht! Ich kann Yasinthe nur zustimmen: spannend von A bis O und ein großer Lesespaß. Allerdings scheint das Buch auch für Nicht-DSA Kenner geschrieben zu sein. Dem einen oder anderen eingefleischten DSAler mag das nicht gefallen, da man ja bereits alles weiß, was für den Laien noch erklärt werden muss. Mich hat es nicht gestört, im Gegenteil: so konnte ich ein DSA-Buch lesen, das sogar ein x-beliebiges Buch hätte sein können Mag ich sehr! Immer weiter!

  • Sindje: Die Handlung ist gut durchdacht, doch die stilistische Umsetzung lässt sehr zu wünschen übrig. Es klemmt und kleckert in jedem Kapitel und die Lesefreude wird einem etwas verdorben durch zum Teil überflüssige Informationen.

  • Yasinthe: Echt klasse geschrieben! Gut gestartet, stark fortgeführt und fulminant geendet. Sogar spannend, obwohl man den Plot bereits kennt. Dickes Lob und weiter so!