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Ein DSA Gruppenabenteuer für erfahrene Helden

Autorentext:”Zum Jahrestag der Befreiung Greifenfurts von den Orks veranstaltet Markgräfin Irmenella von Greifenfurt ein Turnier in der Stadt. Im Rahmen dieser Veranstaltung können die Helden ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Am vorletzten Abend des Ereignisses offenbart der Barde Balthasar Neuengrund den Helden eine seltsame Prophezeiung. Sein anschließender Tod, sowie zwei weitere Todesfälle überschatten die Ereignisse. Das Turnier wird mit einem rauschenden Fest beendet. Dort lernen die Helden die charismatische Marina kennen, die – offenbar etwas angetrunken – unglaubliche 350 Dukaten Belohnung für das Auffinden der legendären Waffe von Zarwen dem Helden auslobt.”


Ein DSA Gruppenabenteuer für erfahrene Helden


Dieser Beitrag erreichte beim Gänsekiel und Tastenschlag Wettbewerb 2007 den fünften Platz.


Regelwerk: DSA 4
Umfang: 57 Seiten
Ort und Zeit der Handlung: Greifenfurt, ab 36 Hal
Komplexität (Meister/Helden): hoch/mittel
Erfahrung (Helden): Erfahren (Stufe 10-15)
Anforderung (Helden): Detektivischer Spürsinn, Interaktion, Kampffertigkeiten


© Mirko Dittert und Markus Eischeid 2007

Images

  • Spielt mit psychologischen Szenen und Urängsten

    Wenn man das Abenteuer in die Hand nimmt, fällt sofort zunächst einmal das professionelle Design mit liebevollen Zeichnungen und professionellem Satz auf. Aber auch bei genauerem
    inhaltlichen Hingucken ist das Abenteuer übersichtlich strukturiert, geizt nicht mitReferenzen, Details und Hinweisen, wie man dem Helden die Situation am besten näherbringen kann. Das Abenteuer bedient unterschiedliche Heldenbedürfnisse: Kampf, Erkundung als auch Detektiv-Tätigkeiten. So sind z.B. Angaben zur Wetterlage vorhanden, zur Stimmung in einem Kapitel zu den Motivationen der einzelnen ausführlich beschriebenen Charaktere. Der Plot erscheint auch grösstenteils schlüssig, dramaturgisch gut aufbereitet (ein Zwischenhöhepunkt, das Zurückwerfen der Helden).


    Neben dem Plot ist das Abenteuer auch zeitlich und handlungstechnisch adäquat in das aventurische Geschehen eingebettet und positioniert sich nach den Ereignissen um Greifenfurt (Jahr des Greifen). Der Autor fundiert seine Angaben mit passend gebrachten Quellen und Angaben zu offiziellen und (in)offiziellen Quellen. Die Szene mit dem Schlachtfeld, wo lauter Skelette mit glühenden Augen auftauchten mag man mit einem geschlossenen Auge durchdenken. Auch das recht harrsche unbedachte Benehmen der Inquisition gab mir zu denken, aber ansonsten passt es sich gut ein.


    Das Abenteuer liest sich wunderbar und die Strukturierung ermöglicht ein schnelles Springen zur richtigen Stelle. Natürlich konnte der Autor es sich nicht nehmen lassen hier und da eine extra-derische Anspielung fallen zu lassen (Monty Python, G&T), aber das fügt dem Gesamtbild keinen Schaden zu.


    Schön ist, dass der Autor erkannt hat, dass reine "Horroszenen" (auch wenn sie hier bisweilen vorkommen) nicht gleich das "gefrierende Blut" erzeugen, sondern dass gerade psychologische
    Szenen und Urängste der Menschen das leichte Kribbeln bringen.