Die letzte Schlacht 1.0.0

Ein DSA Gruppenabenteuer für 3-6 erfahrene Helden oder Experten

“Im andergastschen Steineichenwald geraten die HeldInnen zwischen die Fronten: Eine Räuberbande kämpft für die Freiheit des Volkes und gegen den Baron, dieser wiederum zieht die Jungen und Kräftigen zum Heeresdienst ein, um der Orkgefahr aus dem Norden zu wehren. Die HeldInnen können selbst entscheiden, wie sie sich in diesem Konflikt positionieren: Welcher der beiden Parteien schenken sie mehr Glauben? Welche Motive halten sie für unterstützenswerter?”

Ein DSA Gruppenabenteuer für 3-6 erfahrene Helden oder Experten


Dieser Beitrag erreichte beim Gänsekiel und Tastenschlag Wettbewerb 2005 den siebzehnten Platz.


Regelwerk: DSA 4
Umfang: 35 Seiten
Ort und Zeit der Handlung: Steineichenwald, ab Herbst 35 Hal
Komplexität (Meister/Helden): hoch/mittel
Erfahrung (Helden): Erfahren bis Experte (Stufe 7-14)
Anforderung (Helden): Interaktion, Talenteinsatz, Kampffertigkeiten


© Sebastian Blaß 2005

Images

  • Viele Antagonisten

    Das Abenteuer besitzt einen relativ fest vorgegebenen Plot, der sich zwar gelegentlich aufsplittet, aber selbst da in vielen Dingen sehr fest vorgegeben ist und die Helden passiv werden läßt. Das schränkt die Handlungsweise deutlich ein. Das Abenteuer glänzt damit, viele Antagonisten zu haben und die Option, daß die Helden entweder auf der „Guten“ oder „Bösen“ Seite streiten können. Leider besitzt das Abenteuer ein paar Logikfehler und Situationen, die unglaubwürdig erscheinen.


    Beispiel 1: Räuberbande strebt einerseits nach „Freiheit“ und gegen die „Anarchie“ für die „Demokratie“ (?). Sie überfällt die reichen Helden, die vorbeikommen nicht und warnt sie, aber den armen Bauern nehmen sie ihre Dinge weg und marodieren gegen das schwächste Glied, anstatt gegen den Baron direkt vorzugehen. Die Helden machen dabei in einer Variante des Plots sogar mit.


    Beispiel 2: Die Räuber schneiden der Bevölkerung den Versorgungsweg ab. Logischerweise wird der Baron nicht hungern wollen, also wird das auch auf dem Rücken des Volkes ausgetragen. Keiner mit Intuition und Klugheit >4 würde das nicht erkennen. Besonders, wenn man das „Volk“ im Prinzip in Freiheit führen wird. Dadurch, daß die Räuber Angst und Schrecken unter den Leuten verbreiten, wollen sie ihr Vertrauen gewinnen (Seite 18/19).


    Beispiel 3: Eines der möglichen Enden ist stark an den Film Braveheart angelehnt, zumindest ruft der Baron, nachdem er vor dem paktierenden Räuber eröffnet, daß er auch die Frau und Kinder des Räubers getötet hat und ihn auch noch töten will auch „Endlich, Freiheit!“ aus, als der Räuber ihn dann niedersticht...


    Beispiel 4 (Zitat): "Die Helden sollten nun ebenfalls randalieren, so wie die anderen auch. Ein paar Fenster einschlagen, Türen aus den Angeln brechen, dem ein oder anderen Bauern eins auf die Nase geben etc. Die Helden können ihre Zerstörungswut ausleben, es sollte jedoch nicht ausarten, wie z. B das Abfackeln von Scheunen etc."


    In Aventurien bettet sich das Abenteuer nicht zu stark ein, begeht aber keine gröberen Schnitzer. Sprachlich ist das Abenteuer annehmbar, aber nicht überragend. Es ist nett zu Lesen, hat aber einige Rechtschreib-, Tipp und Formulierungsfehler („.. und grault seinen dicken Bart“, „Seine Bande ist zwar dillethantisch“, „Baronn“). Gelegentlich wurden einfach einige Passagen kopiert und an anderer Stelle erneut eingefügt (Seite 13 und Seite 15). Auftauchende Charaktere werden teilweise beschrieben, andere jedoch tauchen nur mit Namen auf.