Posts by Thorus84

    Das waren keine Autoren, sondern eine kleine aber laute Twitterbubble, die sich erst voll aufmunitionieren wollte um Ulisses dann einen offenen Brief, der anscheinend doch nicht so offen war, entgegen zu ballern.

    Da ich es aufgrund von Inaktivität erst jetzt lese: Auch wenn das Zitat bereits aus dem Oktober stammt, kann es so nicht stehen bleiben, da es sich um eine Falschbehauptung handelt.

    Da ich selbst einer der Unterzeichnenden war, kann ich bestätigen, dass der Großteil der rund 50 Unterzeichnenden (freie) Autor*innen, Illustrator*innen und/oder Lektor*innen aus mehreren bei Ulisses beheimateten Rollenspiellinien waren (und sind). Als Beispiel: Ich selbst habe gemeinsam mit den Hauptautoren der HeXXen 1733 Mare Monstrum-Produktreihe unterschrieben. Außerdem waren teils sehr bekannte Kreativschaffende aus der nahestehenden Fanszene (Fanprojekte, Skriptorium-Bubble, Bloggersphäre/YouTuber) Mitunterzeichnende.

    Eng begleitet wurde das Ganze auch von einigen festangestellten Ulisses-Mitarbeiter*innen, die ihre Besorgnis mit den Unterzeichnenden teilten und mit Ratschlägen zur Seite standen, auch wenn sie selbstverständlich den Brief nicht unterzeichneten.

    Kurzum: Es handelte sich bei den Unterzeichnenden weder um Ulisses-Basher noch um eine ominöse Twitterbubble, sondern, im Gegenteil, um Ulisses freundlich gesonnene und freundschaftlich verbundene, langjährige und zuverlässige Partner, die nicht etwa Ulisses etwas "entgegen ballern" wollten, sondern ihre ehrliche Besorgnis über eine unüberlegte Entscheidung und den anschließenden Umgang mit dieser, seitens eines Herrn Ballerstädt Ausdruck verleihen wollten.

    Ich kann außerdem bestätigen, dass manche derjenigen, die auf Twitter tatsächlich lautstark polterten, den Brief gar nicht unterzeichnet haben.
    Sorry für das Offtopic, aber es war mir wichtig, das kurz richtigzustellen.

    Zwar etwas spät, aber als kurze Klarstellung: Eine der teilnehmenden Personen wurde für den Band engagiert und ins Autor*innenteam aufgenommen. Da ich nicht mehr im Orki aktiv war/bin, ging das damals unter. LG

    Wissen eigentlcih manche Dauernörgler was ise ihrem Hobby anrichten? Wie viele Fanprojekte vielleicht deswegen nicht bekannt oder geschrieben werden? Es haben über 1000 Leute den DG gedownloadet - aber daran gearbeit haben gut 8-10 Leute. Bei WikiAventurica sieht es kaum anders aus, aber jeder bedient sich an kostenloser Arbeit. Und wie oft hört man mal ein Lob dafür? Aber Meckern darf jeder, selbst wenn er nie eine Finger für DSA gerührt hat.

    Schau mal auf die Downloadzahlen von Rakshazar, hier im Orki. Zudem weiß ich, dass eine komplette Printauflage unseres Buchs der Helden abverkauft wurde. In mehreren hundert Buchregalen und auf tausenden Festplatten liegt unsere Rieslandausarbeitung. Und wenn man in der Community mal fragt, auf Cons und so, KENNT das auch wirklich jeder. ^^

    Dann schau auf die Anzahl der Likes, die es hier für die 24.000 Downloads des Buchs der Helden gab: 5. In Worten: Fünf!
    Und wenn man schon für "Applaus" arbeitet, dann erwartet man, dass mehr als eine handvoll Personen überhaupt Feedback gibt.
    Und zwei dieser fünf Menschen, die sich zu einem "Like" hinreißen ließen, sind Rakshazar-Mitarbeiter und einer ist ein gnädiges Like von Orkenspalter-Thomas. ;)

    Nein, für ein dankbares Publikum von zwei Leuten möchte man keine Lebenszeit opfern!
    Ich hab mich persönlich (fast) von Rakshazar verabschiedet und lass mich jetzt nur noch bezahlen, wenn ich Rollenspielcontent schreibe.
    Entweder vom Scriptorium oder von einem Verlag; in meinem Fall Ulisses. (Ich gehe auf die 40 zu. Ich darf jetzt als verbitterter alter Mann sprechen...) :P

    Allerdings hatte ich damals versprochen, dass ich das Tal der Klagen noch fertig mache, da es mittlerweile immerhin sieben Nachfragen (innerhalb der letzten fünf Jahre) gab; teilweise hier über den Orki-Chat. Jetzt raffe ich mich gerade das letzte Mal auf, um das Versprechen bis zum Sommer zu halten und wenigstens diese sieben Leute happy zu machen.

    Aber ganz ehrlich: Ich hätte es vermutlich eher verkraftet, wenn mir hunderte Leute ins Gesicht geschrien hätten, wie sch*ße unser Rakshazar doch ist. Damit hätte ich eher umgehen können, als diese absolute Gleichgültigkeit; wenngleich ich sogar weiß, dass es immer mal wieder in verschiedenen Spielrunden oder auch auf Cons aktiv gespielt wird.

    Daher kann ich es SEHR gut verstehen, wie frustrierend es für selbstlose Fancontent-Erschaffer wie zakkarus ist, dass man Monate (!) seines Lebens umgerechnet in Content gesteckt hat und noch nichtmal eine Reaktion bekommt.

    Um etwas Versöhnliches zum Schluss zu sagen: Keine meiner DSA-Runden kommt heutzutage ohne den Dere-Globus oder die Wiki Aventurica aus. Beides ist eine solche Selbstverständlichkeit, dass man oft vergisst, wie unfassbar diese Fanwerke überhaupt sind und wie einzigartig innerhalb einer weltweiten Rollenspielcommunity.

    Dafür ein ganz dickes Dankeschön, lieber zakkarus!

    Selbst wenn die nicht-evidenzbasierte Annahme stimmen würde, dass die DSA-Community besonders spezielle Gemüter anziehen soll, so kann das nicht womöglich auch damit zusammenhängen, dass DSA die größte Rollenspielcommunity im deutschsprachigen Raum hat?
    Wo es eine viel viel größere Anzahl von Menschen gibt, erhöht sich auch die Wahrscheinlichkeit, dass viel viel mehr Mist gebaut wird. ;)

    Das war tatsächlich Mal angekündigt, in Form eines Clubs. Wo man dann Werke vorher begutachten könnte. Allerdings bin ich da nicht auf dem neusten Stand. Hätte da gern mitgemacht. Entweder ist es noch nicht so weit oder ich habe es verpasst. Angekündigt wurde es schon länger.

    Echt? Das wäre super! :)


    Was auch eine kleine Kritik von mir ist. Ankündigungen dauern gefühlte Ewigkeiten. Der Bart von Markus wird auch immer länger ;)

    Ich glaube, dass dies an der Produktion einiger Stretchgoals lag, die im Ausland produziert wurden und wegen Corona alles still stand.
    Das ist, so denke ich, nicht dem Verlag anzulasten, sondern der gegenwärtigen schwierigen Situation. :)

    Ich bin für weitermachen ... :)

    Ich auch. :)

    Also: Was für Möglichkeiten gibt es, bzw. sollten geschaffen werden, um Kritik, vernünftige wie unvernünftige, in geordnete Bahnen zu lenken?
    Wieviele Menschen nutzen eigentlich die direkten Kanäle, also Support oder Direktkontakt zur Redaktion? Hat jemand Erfahrungen damit?

    Ich kann nur beisteuern, dass beispielsweise bei Crowdfundings die Backer Vorabexemplare per PDF erhalten, die sie durchschauen können, um auf Widersprüche, Fehler oder ähnliches hinzuweisen. Sollte man so etwas vielleicht auch für normale Publikationen anbieten? Quasi als geschlossene Fan-Beta?
    Wäre zumindest konstruktiv und würde auch gröbere Fehler (Beispiel Historia) vermeiden.


    Es ist ein Spiel und daran wird keine Freundschaft, wegen eines Spiels zerbrechen. Wenn dich liegt es sicher nicht nur an dem Spiel.

    Würde ich auch so sehen. Bei mir sind schon Freundschaften zerbrochen, aber nicht wegen des Spiels.
    Eher deshalb, weil man sich immer "nur" zum Spielen verabredet hat und sich dann erst nach und nach herauskristallisiert hat, dass man auf Spielebene und auch auf persönlicher Ebene zwar sehr gut harmonierte, aber dadurch auch nicht bemerkte, dass die andere Person in ihrem Weltbild ganz anders verordnet ist. Als dann solche Personen gewisse Inhalte auf Facebook geteilt haben, die auf dieses andere Weltbild hindeuteten, sind sowohl Freundschaft als auch Spielrunde kollabiert.

    Daraus lernend haben wir in unserem Rollenspielverein ein "Regelwerk" (ähnlich wie Gruppenverträge in Spielrunden) aufgestellt, um die Verhältnisse gleich zu klären und nicht hinterher in unangenehme Situationen zu geraten, dass man jemanden rauswerfen muss, weil sonst der Ruf des Vereins geschädigt wird. In der Formulierung ist dieses Regelwerk bereits so aufgestellt, dass sich Menschen, die einem gewissen Weltbild anhängen, sofort abgeschreckt fühlen dürften.

    Aber an spielinternen Edition Wars sind mir zumindest noch keine Freundschaften zerbrochen. ;)

    Und das Thema ist? Ich bin mir ehrlich nicht mehr sicher was man denn noch kritisieren darf. "Das Bild ist schlecht" anscheinend nicht, "Das Bild ist schlecht, weil es mir nicht gefällt" anscheinend schon - und "Das Bild ist schlecht weil es rassistisch/sexistisch etc. ist" ist verboten, weil es ein realpolitisches Thema ist? Oder wie?

    Wenn Kritik und Problematiken rund um DSA und Rollenspiel - auch sehr selbstkritisch - von offiziellen Autor*innen im DorpCast (Michael Mingers, Thomas Michalski), Orkenspalter TV (Mháire Stritter), 3W6-Podcast, Genderswapped Podcast (Judith Vogt, Lena Richter), Nerd ist ihr Hobby (Jasmin Neitzel, Serina Steinmann) oder Roll Inclusive-Autor*innen (jede Menge weitere Autor*innen von Rang und Namen) landauf landab besprochen und erörtert werden können, da offensichtlich Diskussionsbedarf besteht und auch DSA-Redakteure wie Alex Spohr, sogar hier im Forum, sich zu diesen Themen äußern können, aber als Fan darf diese Form von Kritik hier nicht aufgegriffen werden, dann ist dies das gute (Haus-)Recht der Forenadmins und Moderatoren.

    Zwar berufen sich einerseits immer wieder bei Facebook und Instagram Menschen auf diese "Politik hat in unserem Hobby nichts zu suchen"-Regelung u.a. mit Fingerzeig auf das Orkenspalter Forum, was natürlich kontraproduktiv ist.

    Andererseits ist der Orkenspalter, als einziges Forum, das sich aufs Hobby und nicht auf das Drumherum fokussiert, aber auch ein sicherer Hafen für all jene, die wirklich "abschalten" und sich mal nicht mit Politik beschäftigen möchten, denn die Möglichkeit gibt es ja überall, an den beschriebenen Orten.

    Und das kann und sollte man respektieren. :)

    Schlußstrich ziehen - oder macht ein eignes Ding dazu auf. Hiedr dreht es sich um das Wort KRITIK, weder um den Sternenfall (mein Lieblingsthema), noch um Versprechungen, Ankündigungen, Moderation, FanPro oder Schweinche Dick.

    Nur um das komplexe Thema wie Kritk im Online-Zeitalter sinnvoll sein sollte, und wie verhindert werden kann, das ein Thema durch Wutgeschrei einstürzt.

    Ich würde nämlich dieses hier gerne Fortführen.

    Dieses Thema wurde hier sehr zivilisiert, differenziert und ohne gegenseitige Anfeindungen erörtert. Dann wurde einer der Erörternden aus einem unbekannten Grund aus der Diskussion genommen. So lange der Grund hierfür nicht bekannt ist, kann man das Thema nicht weiter erörtern, ohne Gefahr zu laufen, selbst aus der Diskussion genommen zu werden.
    Im Zweifelsfall bin ich dann eher für den Schlussstrich unter diesem Thread und dass er dichtgemacht wird.

    Wir war das Thema noch mal ... achja, es geht um allgemeine Kritik und den Umgang damit, speziell DSA und Ulisses - und irgendwie sind wir wegen einem weltlichen schwierigen Thema dabei vom Kurs abzukommen, was schade ist, da voher die Diskussion super funktioniert hat.

    Mußte das unbedingt sein?

    Ich wüsste jetzt nicht, wo das Threadthema verlassen worden wäre. Es gab auch keinen moderativen Hinweis, der back to topic gerufen hat, bevor gebannt wurde.
    Insofern bin ich mir jetzt unsicher, inwiefern das Threadthema weiter erörtert werden kann, wenn man nicht weiß, auf welche Tretmine man so treten könnte.

    Dass hier eine Selbstverständlichkeit ausgesprochen wurde, indem Rassismus angeprangert wurde und man sich damit auf den gesellschaftlichen Konsens und Gesetzeslage verlassen hat, zum Bann geführt haben könnte, mag ich nicht so recht glauben.

    Womöglich hat die Moderation einen "agent provocateur" ausgemacht, der hier mal versucht hat die Grenzen auszutesten. Das wäre meine Vermutung.
    Das können wir als Uneingeweihte aber nicht beurteilen. :)

    Uff, das hier war und ist eigentlich eine zivilisierte Diskussion, die auch von allen Seiten als zivilisiert und angenehm empfunden wurde. Wenn das Thema "Kritik" lautet, dann muss auch darüber gesprochen werden dürfen.
    Insbesondere wirft es ein unnötig schlechtes Licht auf dieses Forum, wenn man dadurch genau den Vorwurf bestätigt, der im Thread des DSA-Forums kolportiert wurde. Der Bann gegen Kaiserwetter mag im Rahmen der Moderation richtig gewesen sein. Glücklich war er nicht. Aber Kaiserwetter darf sich trösten. Es wurden sogar schon gestandene offizielle DSA-Autor*innen in diesem Forum in den Kurzurlaub geschickt. ;)

    Wenn der Verweis auf die Meinungsfreiheit am Ende das Hauptargument für die Berechtigung einer Kritik ist, spricht das aber nicht für die Kritik. Nur weil etwas legal ist, ist es nicht automatisch gut oder angemessen. Natürlich darf rechtlich jeder oder jede ranten, solange er oder sie keine rechtlichen Grenzen überschreitet. Die Moderation darf aber auch natürlich engere Grenzen ziehen. Meinungsfreiheit heißt definitiv nicht, dass man in einem privaten Umfeld - und dazu gehört auch dieses Firum - jede legale Meinung akzeptieren muss.

    Bin ich ganz bei dir. Es ging beim Threadthema aber soweit ich das wahrgenommen habe gar nicht um das Verhalten ggü. Content Creators hier im Forum. Youtuber, Social Media User, Amazon Rezensensionen, Blogger, Spielejournalismus und Co finden außerhalb des Forums und demnach ohne Moderation statt. Die Grenzen des Sagbaren sind in dieser Frage nicht eingehegt; die Diskussion geht über Forenkultur hinaus.

    Es kann also nur um eine Debatte gehen, die einen Umgang mit Kritik findet, wo das einhegende Wirken eines Gärtners, sprich Forenmoderation, nicht vorhanden ist.


    Und wenn wir an diesem Punkt sind müssen wir feststellen, dass es einen großen Faktor gibt, der für Rants und Hypepost spricht: Die sind wahnsinnig "beliebt" in der Community und schaffen Clickzahlen, von denen andere Posts nur träumen können. Könnte jetzt sowohl aus eigener als auch zweiter Hand berichten, aber wir sprechen hier mindestens vom Faktor 4.


    Und stets finden, auf solche emotionalen Initialzündungen hin, große Diskussionen statt, die weit in die Community hinein reichen und manchmal sogar darüber hinaus gehen. Ich nehme jetzt mal nicht WdV als naheliegendes Beispiel, sondern die Historia Aventurica.


    Die Debatte explodierte damals förmlich und es wurden sehr viele, sehr unhöfliche Worte gewechselt. ;)

    Das Ergebnis? Eine komplette Einstampfung der Erstauflage und Neugestaltung des Produkts. Hätte es nicht gegeben, ohne den Schrei des Entsetzens, der die Community durchzog. ;)

    In Deine Augen und für Dich. Wenn das bei Dir geht, schätze ich Dich glücklich.

    In meinen Augen etwa wird sie immer (bislang jedenfalls) negativ haften bleiben und ich konnte so etwas noch nie "zur Seite legen", denn gegeben ist gegeben und beschäftigt mich, sogar dann, ich rational weiß, dass ich mir den Schuh nicht anziehen muss oder sollte. Ich kann mir vorstellen, dass dies auch für andere gilt.

    Ganz kurzer Einwurf: Ganz genau! Das hab ich aber, so denke ich, auch deutlich gemacht. Ich habe ja explizit auf einen Kommentar reagiert, der pauschalisierte, dass Kritik immer hilfreich sein "muss". Diese Pauschalisierung wollte ich so nicht stehen lassen. Denn ätzende und pöbelnde Kritik kann, wie oben von Aryador sehr gut aufgezeigt, genau wie die Lobeshymnen schnell zur Seite gelegt werden. Schwieriger ist Kritik, die positives wie negatives reflektiert und beides mit Argumenten unterfüttert. Das ist deutlich anstrengender in der Rezeption. ;)

    Unabhängig davon hast du natürlich auf der persönlichen Empfindungsebene absolut recht: Sofern man eine Person ist, die neben einer negativen oder mittelprächtigen Rezension das Meer aus tausend Hype-Rezis nicht mehr genießen kann, ist so eine Pöbel-Kritik natürlich besonders nervig. Quasi wie ein rostiger Nagel in der Sahnetorte. ;) Ich wollte mit meinem Einwurf nur verdeutlichen, dass man im Rahmen der Meinungsfreiheit auch Sachen unbegründet mies finden darf und man als Content Creator damit leben muss.

    Jede*r der oder die sich exponiert und mit Publikationen in die Öffentlichkeit tritt, sollte damit rechnen, dass dieses Auftreten unterschiedlich wahrgenommen wird und in einer nicht-autoritären und von Diskussionen und Kompromissfindungen geprägten Gesellschaftsstruktur wie der unseren sowohl das Beste als auch das Schlechteste im Menschen hervorzubringen vermag.

    Hier wurde ja schon viel zu lange nichts mehr gepostet. Dann will ich mal eine kleine Frage los werden: Im Aventurischen Bestiarium II wird die Vermutung aufgestellt, dass die Widderhyäne mit Hilfe einer Hyäne aus dem Riesland erschaffen wurde. Gibt es denn Hyänen im Riesland? Und befinden sich davon tatsächlich welche in aventurischer Nachbarschaft, z. B. im Tal der Klagen?

    Ich schau mal in die bislang unveröffentlichten Texte. Ein Bestiarium fliegt noch irgendwo auf meiner Festplatte herum. Auf jeden Fall klingelt da was. ;)

    Kritik dagegen muss, um hilfreich zu sein, klar, deutlich, fundiert und differenziert ansprechen, worum es geht.

    Nein, muss sie nicht. Sie darf polemisch, laut, unfair und emotional sein.
    Vielmehr sollte sich jede einzelne Person fragen: Möchte ich das lesen oder nicht? Und falls ja: Möchte ich die geäußerte Meinung ganz oder in Teilen übernehmen oder lehne ich sie ab?

    Kritik muss nicht hilfreich sein. Man kann auch einfach sagen: "Nein, mir schmeckt gebratene Leber mit Rosenkohl nicht! Und dieses Restaurant ist Mist!"
    Der Koch könnte es mit tausend Gewürzvarianten und verschiedensten Garmethoden versuchen, die er anhand einer differenzierteren Kritik austesten müsste. Doch egal was er unternimmt, die Zufriedenheit beim Gast will sich nicht einstellen. Bevor also der Koch seine Rezeptur ändert, nur weil einer im Gastraum sitzt, der ihn und seine gebratene Leber nicht mag, sollte er sich an denen orientieren, die ihm sagen: "Ganz wunderbar! Aber nächstes Mal vielleicht etwas weniger Rosmarin!"

    Nicht hilfreiche polemische, laute, unfaire und emotionale Kritik ist super!
    Die kann der Bewertete nämlich umgehend zur Seite legen, damit Zeit und Nerven sparen und sich auf seine Fans konzentrieren. Sobald ein Pöbler ankommt, der grundsätzlich keine Leber mit Rosenkohl mag, aber dir ganz klar, deutlich, fundiert und differenziert Saucenvorschläge gibt, wird es nämlich kompliziert.
    Denn der hält dich auf Trab. Der stumpfe Pöbler, der nur mal kurz auf pointierte Weise seine Abneigung rausrülpsen wollte, nicht.
    Als Künstler hat man es erst geschafft, wenn man zuverlässige "Erzfeinde" hat, die dich und deine Arbeit miesmachen. ;)

    Oder, wie es ein weiser Mann einst treffend sagte:
    "Wenn du kritisiert wirst, musst du irgendwas richtig machen. Denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat." (Bruce Lee)

    Sehr interessanter Thread! Meine zwei Cents:


    Objektivität ist messbar!


    Ganz kurzer Einwurf: Ich würd so eine Wertung "ist objektiv schlecht" nicht als objektiv bezeichnen, da eine Wertung der Sache nach subjektiv ist.

    Hierüber bin ich gestolpert. Vermutlich kommt da der Deutschlehrer in mir durch. ;) Selbstverständlich können Texte, Illustrationen, kurz "Inhalte" nach objektiven Maßstäben bewertet werden. Wenngleich man auf der Inhaltsebene mit persönlichem Geschmack argumentieren kann, ist Kritik an der Darstellungsebene durchaus kategorisierbar. Beispiele wären formale Mängel oder ein bestimmter Schreibstil, der in bestimmten Verwendungszusammenhängen besser oder schlechter geeignet ist. (Stichwort: parataktischer oder hypotaktischer Stil).
    Ich könnte, anhand von messbaren, feststehenden und jederzeit nachprüfbaren Kategorien also jederzeit einschätzen, ob ein Text auf der Darstellungsebene "gut" oder "schlecht" ist und eine objektive Bewertung vornehmen, die nicht individuell, sondern allgemeingültig ist und wissenschaftlichen Prinzipien unterliegt.

    Dass eine Wertung der Sache nach subjektiv ist, ist objektiv nicht haltbar. ;)




    Mein zweiter Punkt: Subjektivität muss gar nichts schlechtes sein!
    Insbesondere in kreativen Hobbys, die von "Ich-Botschaften" und Empfindungen leben - beispielsweise durch das aktive Spiel - können subjektive Gesichtspunkte ungemein motivierend sein. Nehmen wir "Sir Robert", der in diesem Video vor Begeisterung und Eloquenz strotzt: https://www.youtube.com/watch?v=CtkBxuvtVWg

    Auffällig ist doch, dass Subjektivität immer dann hoch willkommen ist, wenn ein Produkt gelobt wird, aber im Umkehrschluss ebenjene Subjektivität mit "Hate" gleichgesetzt wird, sollte sie mit den selben Mitteln ein Produkt schlecht finden.

    Es lässt sich doch nicht abstreiten, dass Menschen unterschiedlich sind und die Welt unterschiedlich wahrnehmen. Während die einen bei Produktrezensionen gerne eine objektive Herangehensweise des Rezensenten bevorzugen, lieben andere die höchst subjektiven Love/Hate-Ergüsse eines eher emotionalen Zugangs zum Produkt. Beide Perspektiven sind legitim. Und ein gut geschriebener humorvoller Rant ist mir persönlich genauso lieb wie eine objektive Analyse. :)


    Es ist tatsächlich ungewöhnlich lange. ;) Anfangs habe ich etwas zur Eile angehalten, da ich bei meiner ersten Gruppe erleben musste, wie sie aus beruflichen/studientechnischen Gründen auseinanderflog, als im Grunde die meisten ihr Studium oder die Ausbildung beendeten und dorthin zogen, wo es Arbeit gab. Waren halt die Nullerjahre, da gab es noch keinen Fachkräftemangel. ;)

    Daher war ich beim zweiten Anlauf hypernervös und wollte schnell durchrushen. Mittlerweile sind wir aber alle tiefenentspannt, da wir alle recht gesettled sind. Die ersten haben die Kinder schon in der Schule; alle sind "angekommen" und insgesamt sagen wir uns: Hauptsache, wir sind bis zur Rente durch. ;)
    Da wir allesamt Mittdreißiger sind und die turbulenten Jahre der Selbst- und Partnerfindung hinter uns liegen, genießen wir die G7 mittlerweile wie einen guten Wein. Es wird wirklich jede Kleinigkeit ausgespielt. Ich habe Spielabende erlebt, da hat ein Inplay-Tag auf Arras de Mott drei Spielsitzungen a fünf Stunden beansprucht. Meine Spieler*innen sind unglaublich kommunikativ und quatschen wirklich jeden NSC an. ;)

    Anfangs, wie gesagt, für mich sehr anstrengend. Mittlerweile: Richtig schön. Sollen sie ruhig ihre Baronien (in Weiden, Grenznähe Tobrien), Freundschaften und Familienleben pflegen. Umso größer wird die Fallhöhe, wenn Big Bob kommt und danach trachtet, ihnen alles kaputt zu machen. Sie werden die Invasion der Verdammten hassen. Und es wird Tränen inplay wie offplay geben. Ich liebe long time storytelling. :heart:

    Für deutlich aussagekräftiger halte ich es, wenn eine geschätzte Spielzeit angegeben wird/werden kann. Auch wenn man die genauen Stunden nicht nachhält, ist eine ungefähre Angabe von Sitzungsdauer und -anzahl ja recht hilfreich, da es einen großen Unterschied macht, ob man ein paar mal im Jahr spielt, oder 1x im Monat, oder jede Woche, ob eine Sitzung z.B. 4 Stunden oder eher z.B. 10 dauert.

    Öh, also ich habe in diesem Thread aber gar nicht gepostet, sondern im Umfrage-Thread. Weiß jetzt auch nicht, was du von mir willst.
    Ich habe einfach nur dargestellt, wie lange wir schon insgesamt beschäftigt sind. Wir haben Zeiten gehabt, wo wir zwei Jahre lang jede Woche regelmäßig gespielt haben, dann mal wieder Phasen, in denen nur einmal monatlich längere Treffen stattfanden. Dann wiederum gab es online-Sessions usw. Innerhalb von sieben Jahren ändert sich einiges im Leben. Wir haben zu Beginn noch in der selben Stadt gewohnt, verteilen uns jetzt aber bereits auf drei Städte. Und es gab auch Fluktuation in der Zusammensetzung und hier und da mal Gastspieler. Um es auf den Punkt zu bringen: Wöchentliche Sessions, monatliche Sessions, mal drei Stunden Spiel, mal 10 Stunden Spiel, mal vier Leute am Tisch (oder im Discord) oder auch mal sieben. Völlig unüberschaubar und nicht rekonstruierbar. Wüsste auch nicht, wieso das nachgehalten werden sollte. ;) Zur Zeit spielen wir wöchentlich (online) jeweils viereinhalb Stunden.

    Im ersten Durchgang habe ich von 2001-2007 geleitet. In dieser Zeit haben wir Rückkehr der Finsternis und Meister der Dämonen durchgehabt; waren also in der Mitte der Kampagne, als die Gruppe wegen Fortzug auseinanderflog. Damals gab es leider noch nicht so tolle Online-Möglichkeiten wie heute. ;)

    Mittlerweile leite ich die Kampagne erneut seit dem Jahr 2013. Wir sind somit im siebten Jahr und sind am Anfang des Bands Meister der Dämonen. Wir lassen uns Zeit, nehmen fast jede Nebenquest mit und spielen unsere Charaktere massiv aus; inklusive Baronieverwaltung und Co.
    Wir sind aber zuversichtlich, dass wir die Kampagne bis 2030 durch haben. ;)