Posts by Stane Novis

    Und was trugen Deiner Meinung nach die normalen Soldaten? Nicht alle trugen Ketten- oder Plattenpanzer. Und der Gambeson ist eigentlich keine Rüstung, sondern nur die Unterkleidung, die man unter dem Kettenpanzer trug. Rüstungen aus Cuir Bouille wurden u.a. in den Canterbury Tales erwähnt und auch in anderen Berichten.

    Gambesons waren sehr wohl Primärrüstungen die Abbildungen der Maciejowski Bibel sind da Durchaus sehr eindeutig. Und es gibt auch Abbildungen aus dem Spätmittelalter in denen Kämpfer usschlieslich Gambesons Trugen die aus mehreren Lagen vernähtem Stoff bestanden, und damit sehr stabil und schnittfest waren leder kannd as gar ncit so sehr leisten.
    Als Unterkleidung unter der Metallrüstung sind sie für das Späte 13. jahrhundert belegt. Vorher (!!!) aufgemerkt hat man lediglich Stoffkleidung unter dem Ringpanzerhemd getragen (Siehe Maciejowski bibel David weist das Kettenhemd zurück, oder die Fledderung der Leiche König Saulus hier tragen die Träger von kettenrüstung nur eine Cotte Drunter oder eien Tunika), weil der Hauptschutz des Körpers durch den Helm und den Schild gewärleistet war. Das Ringpanzerhemd mit nur Stoffkleidung gewärleistet eine höhere Beweglichkeit des Kämpfers und ist in dem kontext nur noch die letzte Lebensversicherung. Alles größere Fängt bei richtiger Anwendung der Schild ab.
    Also Ja von Leder würde ich auch eher absehen.

    Vorhin wurde das Thema "Der Auserwählte" benannt. Ich finde hier ist die Frage wichtig wie man damit umgeht.
    Wenn der Auserwählte einfach nur eine Pfeife ist und keine nützlichen und ernstzunehmenden Kompetenzen hat, dann ist das Doof. (Ja auch Frodo die olle Heulsuse ist in dem Kontext nicht cool.)
    Wenn man aber Kreativ mit dem Thema umgeht und sie überlegt, was das mit einem Chara macht oder wie der Chara an das wissen kommt und wie er damit Umgeht, kann das alles viel interessanter werden.
    Harry Potter ist z.B. ein Auserwählter und ihm wird das mehr und merh bewusst, er wird aber auch von Dumbledore merh oder weniger in diese Rolle eingeführt, darauf vorbereitet und entscheidet sich dafür sie auszuzfüllen.
    Cirilla von Cintra ist gleich mehrfach eine Auserwählte, die ersten Male wird es eher ironisch gehandhabt. Dann später aber Stürzen sich alle auf sie und ihre Rolle bis sie am ende sagt: Nö! Mach ich nicht mit ihr könnt mich alle!
    Paul Atreides ist hingegen vielleicht und vielleicht auch nicht ein Auserwählter, er wird auf die Rolle vorbereitet, er erkennt sie am Rand und versucht ihrer Gerecht zu werden. Ob er es wirklich ist, sei einmal dahingestellt aber auch das muss er Herausfinden.

    Liebe Orkis.
    Wir alle lieben unsere Fantasywelten, und tauchen gerne ins Mittelalter ab.
    Jedoch versorgen uns Autoren gerne mit einem Hauffen alter Hüte der Kategorie Bulls**t.
    Weil:
    Sie zu viel (Aktuellen Hype hier einfügen) gesehen haben.
    Ergüsse von Historikern aus dem 19. jahrhundert immer noch als gültig betrachten.
    Oder pcspiele ans gutes medium der weiterbildugn betrachten.
    Hier wollen wir doch mal eine schöne Sammlung von echt nervigen Fantasy und Mittelalterklischees betrachten und uns überlegen wie wir damit umgehen könnten.

    1. (Dank Vikings und Game of P**n) Böse sein ist realistisch und Effektiv.
    Es scheint so zu sein das Amoralische Charaktere weniger grenzen haben und in der Geschichte haben sich sowieso imemr alle belogen und betrogen. Wer keinem traut und immer den eigenen Vorteil im augen hat gewinnt natürlich am Ende. Ethik hindert einen nur.
    Ich hasse es warum solte unethisches handeln und mangel an Integrität erfogreich sein. Das funktioniert allenfals kurzfristig aber sobald sich herumgesprochen hat, dass Lord Schnauzbart ein mieser Verräter ist, ist sein Ruf dahin und er bekommt sher viele neue Freunde, die seinen Schaden begrenzen möchten indem sie ihn aus den Weg schaffen.
    Ethik ist indirekt ein Vertrag, handle ich ethisch kann ich davon ausgehen, dass es den anderen beeinflusst so auch mit mir umzugehen. Ein gutes Gegenbeispiel ist Dune. Paul überlebt weil er Ethisch handelt. Auf diese Weise Kann er einfluss bei Leuten gewinnen die danke ihres überlebenskampfes keine Blender dulden können. Historische Verrate waren oft komplexe Geschichten und die Handelnden hatten nicht selten sehr triftige Gründe. In anderen Fällen zahlten sie einen hohen Preis.
    Also Ethik und integrität ist ein Trumpf.
    2. (1a) Ethisch handelnde Charaktere sind naiv und geraten ständig in eine Falle nach der anderen (Diverse westliche Kinderserien, Star trek, Eddard Stark)
    Ernsthaft? Warum sollte man grundsätzlich weil man einer Ethik folgt naiv in jede denkbare falle gehen. Es gibt für Problemlösungne zum einen nicht imemr nur einen weg und zum anderen heisst Ethisch handeln eben nicht handlungen komplett auszuschließenb sondern abzuwägen was die Resultate sind. Eventuell kann man ja auch einmal informationen sammeln bevor man sich zu einer dummen Handlung hinreissen lässt.
    Wieder ist Dune ein Beispiel. Leto Atreides weiss dass er in eine Falle geht. Er weiss um die chancen die sie ihm bieten weiss dass er nicht ausschlagen kann und er trifft große Vorsichtsmaßnahmen. Er scheitert nicht wegen seiner Ethik sondern weil seine Gegner eine Trumpfkarte haben von der er nichts wissen kann und einen weg kannten einen Unkorrumpierbaren zu korrumpieren. Das ist auch ein Beispiel wie man jemanden ausschaltet ohne ihn zur Niete verkommen zu lassen.
    3. Ritter und westlich angehauchte Krieger sind Asozial und haben nix Drauf. Sie verlassen sich auf pure kraft und werden von jedem mit ein paar Tricks aus (ostasiatische Kampfkunst hier einfügen) zu Fall gebracht.
    Hmhm also Leute die eigentlich ihr leben lang Kämpfen trainieren eine gesellschaftliche Elite bilden und ein Paar wichtige Aufgaben haben lassen sich so weit herab? Jemand der einer Kriegerschicht angehört ist sich dessen bewusst. Er hat einen gewissen Stolz und zelebriert sein Training und seine Waffenkunst denn sie Definiert ihn. Ein Kampf mit einem guten Gegner sollte dabei Ehrensache sein und als Basis für eine Freundschaft taugen. Die unter ihm stehenden Bauern sind kapital und herde, warum solte man sie Fressen? Und warum solte man sich mit dem Bauernmädchen einlassen wenn man ne edefrau heiraten kann? Ausserdem werden Untergebene echt unglücklich wenn man sich an ihnen vergreift und damit sidn sie keine guten Untergebenen mehr.
    Zum Thema Asiatisch angehauchte kampfkünste. Die wurdne auch blos von Jemandem erfunden. Ihre techniken basieren auf dem was der menschliche Körper kann und auf dem was für Waffen vorhandne sind. Dabei gilt. Wenn jemand mehrere Stunden am Tag Trainiert kommt er womöglich auf die gleichen Ideen. Außerdem, die ganzen Spektakulären Aikido, Karate oder Kung-Fu techniken, die gerne gezeigt werden sind: Katas, also vorgetanzte Übungsabläufe. Im Sparring/Randori/Freikampf passieren sie nach langer vorbereitung vielleicht, aber gegenüber jemandem der weiß wie man Kämoft wird das immer unwahrscheinlicher.
    Also nein ein Krieger ist ein Depp und er wird nicht so einfach vernichtet.
    4.(3a) Rüstungen nutzen nichts.
    Jaja mit dem Superschwert des Helden seiner Awesomness und seinen Ultratechniken wird jeder Rüstungsträger zu Kanonenfutter.
    Warum kaufe ich mir dann überhaupt so nen Scheiss? Und warum geben ich sie nicht an leute die mit Awesometechniken umgehen können.
    Lasst Rüstungen wirken.
    5. Die korrupten fanatischen Kirchenoberen.
    ("Tut nichts der Jud muss brennen" Aus Nathan der Weise)
    Es mag mal interessant für eine Handlung sein, einen solchen Deppen zu haben. Aber Kirchen sind in einer mittelalterlichen Gesellschaft sozial mobile Einbrichtungen die auch Kompetenz fördern. Weil aber Inquisitoren gerne als verborte Fanatiker dargestellt werden wäre als Alternative mal ein Inquisitor der Kategorie "ich suche die Wahrheit" (William von Baskerville) angenehm zu lesen.

    To be Continued...

    Retcons die ich mir wünschen würde:
    1. Laut Setzung herrscht gefühlt in JEDER Gegend des Mittelreiches (außer Almada) eine Atmosphäre das Magier gemobbt werden, wenn sie nicht gerade der weißen Gilde angehören und einen Praiosbro haben. Das ist bescheuertman sit grundsätzlich jeglicher Kompetenz feindlich. Es wäre schön wenn die Akzeptanz und Toleranz gegenüber Gildenmagiern in z.B. Weiden höher wäre.
    2. Die Strömungen der Rondrakirche halte ich für absurd. Honoristisch sollte das Ziel sein aber man braucht gegenüber Gegnern die Regeln brechen auch ethischen Spielraum was man selber noch tun kann.
    3. Aspekt Krieg sollte zu Rondra zurück. Diese Pussyfizierung im AB Donner und Sturm zeugt von: 1. Wenig Verständis für Krieger und Rittertum. 2. Der Absicht einer totalen Verwässerung von Aventurien und den Göttern. Weiterhin sollte der Aspekt Kampfkunst ebenfals zu Rondra, Ritter sind keine schlechteren Kämpfer als Samurai.
    4. Hruruzat abschwächen und für Mittelländische Krieger ein Jiu-Jitsu artiges Kriegsringen einführen.
    5. Die Götter sollten mehr präsent sein und ab und an mal zugucken. Borons erscheinen war eine tolle Sache.
    6. Das Raumschiff in der Wüste bleibt Kanon

    7. Speere brauchen dringend bessere Werte.

    Sennen der Rondrakirche in Kurz:
    Mittellande: Macht die Drecksarbeit und kriegt einen feuchten Händedruck.
    Nord: Macht die Drecksarbeit und kriegt nen Arschtritt.
    Senne Bornland: Wer? Achja irgentwas mit Theaterrittern
    West-Thorwal: Interessiert keinen
    West nicht Thorwal: Mag keiner!
    Altes Reich: Nur am feiern.
    Süd: Ist immer ̶b̶̶r̶̶e̶̶i̶̶t̶ Entrückt!
    Süd-Al Anfa: "Hohlt mich hier Raus!"

    Hallo liebe Orkis,
    nachdem ich mich gerade ein bisschen mit dem Thema Theaterorden Drachenspalt und so weiter beschäftigt habe, trieb mich folgende Frage um.
    Zu Zeiten der Priesterkaiser beherrscht das neue Reich fast ganz Aventurien. Überall wurde der Rondraglauben bekämpft und die Geweihten gejagt und verbrannt. Wenn das überall Passierte, wie konnte dann die Rondrakirchen wieder neu entstehen, wo blieb ihre tradition üerliefert, wo bildete man Wissen aus für die künftigen Priester?
    Wurden nicht alle verfolgt?
    Haben die Amazonen arbeit als Missionare gemacht? Das passt gar nicht zu ihrem Charakter.
    Oder hat Rondra sich mal wieder offenbart?
    Stiefmütterlich in diesem Kontext erwähnt ist Donnerbach, dass ja in dem Sinne ein Rückzugsort war, an dem geweihtes Leben der Kirche erhalten bleiben konnte. Dennoch fragt man sich, was die die 140 jahre sonst so gemacht haben?
    Auch der Rondratempel von Waskir liegt so am Arsch der Welt, dass kein Priesterkaiserlicher dort hingekommen sein wird. Spielten die dortigen Geweihten eine Rolle bei der Befreihung Thorwals?
    Was passierte in Baburin oder Khunchom?
    Und wie wurde die Kirche wieder aufgebaut? Krieger sind Teuer. Musste die Praioskirche zur Rohalszeit Reparationen leisten? (Adares Schild haben da ja noch nicht zurückgegeben)
    Haben die Amazonen ihren Teil zum Aufbau einer neuen Kirche geleistet oder waren sie da schon fernab von aller Welt?

    Mir würde zu 1+ 2 noch ne andere Variante einfallen ich für interessant halte.
    Unser Ronny wird den questen zuliebe vom Turnier ausgeschlossen und macht die ganze Drecksarbeit. Das Ritual läuft wie geplant Raidri krigt noch ein schwert. Rondrianer ist geknickt. Sein direkter Vorgesetzter (Sennenmeister Ordensgroßmeister) der/die gerade erschienen ist hört sich die ganze geschichte an kriegt imemr schlechtere Laune, Muntert unseren Rondrianer etwas auf, indem er anerkennt, dass dieser sich böse verarscht vorkommen muss.
    Dann geht er/sie zum Schwert der Schwerter und entbrennt ein streitgespräch, was die Helden mitbekämen:
    "Sag mal Ayla hast du hier gerade einen meiner besten Leute von der Ehre wie der Turnierteilnahme ausgeschlossen für eine Queste aus der definitiv der Stecher von Winhall Sieger hervor geht? Hast du noch alle Waffen in der Kammer? Du hast ihn erst selber gedemütigt, um ihn dann sehenden Auges in die nächste Demütigung zu schicken!"
    Die Option würde natürlich nichts ändern aber zeigen: Das Schicksal unseres Helden ist den Leuten nicht egal, und Vorgesetzte kümmern sich um die leute unter ihnen. Auch hätte man die Möglichkeit zu zeigen, dass auch ein Schwert der Schwerter ein Mensch ist und blöde Entscheidungen Treffen muss, die anderen nicht passen. Eine souveräne reaktion von Ayla könnte dann eine versöhnliche Richtung eröffnen.

    Ein zwei Fragen:
    1. Wie habt ihr es mit Spielercharaktären gemacht die an Heldenmut und Ehrenhaftigkeit Raidri überflügeln. Gerade Rondrianer oder Amazonen sollten da Prädestiniert sein und für den Spieler oder die Spielerin ist es sicher ein Schlag in die Fre...Visage wenn Mr. Big das Superschwert absahnt.
    2. Welcher Spielerrondrianer will denn drauf Verzichten an den Zwölfgöttertjosten mitzumachen?
    3. Sorgen macht mir auch wenn jemand im Finalen Ritual sagt: "Sieben Kelche sieben Elche lange wart ihr fort kehrt zurück an euren Ort!"

    Tsageweihter: "Stellt euch vor es ist Krieg und keiner geht hin?"
    Korgeweihter: "Höhö, dann komm ich und hab gewonnen!"
    Rondrageweihte: "Seufz, ich muss sowieso da sein!"

    Weitere Rondrianische Weißheit:
    "Pazifismus ist keine Lösung. Willst du frieden, sei bereit für den Krieg."

    Hmm war es in Jahr des Greifen nicht auch so dass der Pfeilmacher den Namen des Ziels kennen muss? Wen man nicht kennt der kann nicht getroffen werden. Wenn wir mal die Regeln außen vor lassen (sonst eskaliert das bei mir wieder^^) Fallen mir spontan folgende Optionen ein.
    Paralü auf das Ziel sobald der Pfeil im Bogen ist.
    Opfer in einen Tempel Bringen.

    Das funktioniert aber hauptsächlich nur bei der einen Stelle in Jahr des Greifen. Aber ja ein Paralü sollte einen tödlichen Treffer sicher verhindern sofern er rechtzeitig aktiviert wird.
    Thema Geweihte.
    Ich spiele ja noch nach der Alten Devise der Kategorie, die Götter gucken gerne mal zu, was dazu führt das Göttergefällige Helden gerne ein paar Notrettungsanker im Abenteuer zugeschustert bekommen. Ungefähr nach der Logik funktioniert das ja auch mit den Schicksalspunkten (die ich jetzt nicht nutze).
    Wenn also ein Paktierer einen Freipfeil auf einen hohen verdienten und immens Gläubigen Geweihten abschießt, dann sollte der hohe verdiente immensgläubige Geweihte auch genügend (Schicksalspunkte) Aufmerksamkeit seines Gottes haben dass er den Pfeil aus der Luft greifen kann, oder eine Wildgans dazwischen fliegt, oder der Pfeil von der Sonne verbrannt wird.
    Der Aufenthalt in einem Tempel sollte einen Schuss auch verhindern.

    Rondrianer von der Schlacht (oder Kori): "Liebe Kinder ihr wisst ich schreie euch nicht an oder beleidige euch auch nicht, aber wenn unter euch so ein Lump sein sollte der nicht die Absicht hat bis zum letzten Atemzug zu kämpfen, dem schlag ich eigenhändig die Zähne ein und das Nasenbein, verstanden?"
    Zu einem dämlichen aber heroischen Plan: "Und dann stehst du in der Halle der Herrin, die schlägt die Hände vors Gesicht und sagt: "Ist gut kleiner der Katzentisch ist da hinten."
    "Es ist keine Schande zu verlieren, aber kämpfen musst du!"
    "Ehre ist das Gut das dem Krieger Nutzen und Wert gibt."
    "Der Kampf ist ein guter Weg einen jemanden kennen und verstehen zu lernen."
    "Zolle dem besseren Gegner Respekt denn er ist talentierter oder hat mehr gelernt. Zolle dem schwächeren Gegner Respekt, denn er hat den Mut sich dir zu stellen."
    "Wenn auch die Gebote der Götter machmal nicht gleich einleuchten, sie sind doch wohlgemeinte Gaben und haben alle ihren Sinn!"
    "Die besten Kämpfe hast du mit guten Freunden!"
    "Die Tsageweihten werden gerne als jugendlich bezeichnet, aber die Rondrianer sind es die nicht alt werden."
    "Sei nett zu Boronis sie kriegen dich am Ende doch!"
    "Der Ochse hinterm Pflug mag nicht klüger sein als Der davor, aber sie sind beide wichtig für dich!"

    Aber es gibt auch da verschiedene Stufen. Vergleiche mal "Effi Briest" und das 50 jahre Ältere "Die Kameliendame" und frage dich, welches ist Bissiger und hat besser gezeichnete Charaktere.
    Effi ist kurz gesagt ein ziemlich passiver Hohlkörper, was der aussage sie sei ein Wildfang ziemlich wiederspricht, Krampas hätte sie vermutlich schon mit "Bock Alde?" herumbekommen.
    Maguerite Gautier ist eine getriebene von der Gesellschaft, ihrer Erkrankung aber auch ihres Lebensstiles. Ihr innerstes wird wesentlich besser beleuchtet.
    Man muss aber auch sagen, dass Fontane als Professioneller Schriftsteller mit Effi Briest etwas sehr nach Lehrbuch geschrieben hat in einer zeit wo Gesellschaftliche Normen sehr strikt waren und Skandale über Kleinigkeiten entbrannten. Zudem War das deutsche Kaiserreich nicht gerade ein Liberaler Staat in welchem man eine Botschaft unzensiert darstellen konnte. Um den anforderungen gerecht zu werden hat er die Originalgeschichte ziemlich Kastriert. Die geschichte wirkt eher Unbeteiligt.
    Dumas der Jüngere hat sich die Geschichte als direkt Betroffener, er hatte eine Affäre mit Marie Duplessis, von der Seele geschrieben. Hierbei hat er die Vorlage literarisch eher aufgehübscht. Dennoch bleibt sie ehrlich. Aber hier gilt auch: Das Frankreich in dem die Geschichte entstand war gerade Demokratisiert worden. Dass unter diesem Einbuch von erlangter literarischer Freiheit völlig andere Geschichten entstehen liegt auf der Hand.
    Es ist also auch die Frage in wie weit eine Geschichten einem Zensurprozess unterworfen ist, Avessandra und machmal ist: "Das Publikum will es so" diesem gleichzusetzen.

    Vor Jahren durfte ich mal ein Praktikum in einer Literaturagentur machen und zu meinen Aufgaben gehörte das Sichten eingeschickter Manuskripte. Damals war der Dauerbrenner, den die Verlage wollten, historische Romane mit (Zitat) "starken Frauen, Gewalt und Sex". Auf meine verwirrte Frage, warum die Welt nach der Wanderhure unbedingt noch tausend andere Geschichten dieser Art brauchte, kam vom Agenten die Antwort: "Weil es sich verkauft." Das hinterließ einen ziemlich bitteren Beigeschmack bei mir, machte mir aber auch klar, dass nicht alle Autoren, die dauervergewaltigende Klischeebösewichte erfinden, zwangsläufig Frauenhasser sind. Ihnen wird lediglich vom Verlag "nahegelegt", Sachen zu schreiben, mit denen sich sicheres Geld verdienen lässt. Über Moral oder Unmoral der Autoren will ich mich nicht auslassen. Da wird ein Massengeschmack bedient.

    Offen gestanden das ist mir auch bei Ken Follet im nachinein Böse aufgefallen. Da wird sehr viel vergewaltigt und das ganzen als handlungsaufhängung genommen. Dinge die bei ein Lied von eis und feuer heute kritisiert werden waren bei ihm gang und gebe. Auch Noah Gordon hoht da ordendlich was vor. Weil das Mittelalter war ja so BÖHHSE.
    Das Problem ist, dass Autoren gerne Gewalt Drastisch und Platkativ darstellen, obgleich sie gern wesentlich Subtiler und vor allem Banaler geschieht. Ein gutes Beispiel wäre da Hurengeschichten von Heinrich Zille, in der die Geschichten in einer Banalität geschildert werden dass man sier erst einmal schluckt bevor man merkt was man da liest.

    Aber wir leben nunmal in einer Welt, in der die allermeisten Menschen beiderlei Geschlechts die "guten Menschen" sind, die daneben stehen und nichts tun während das Böse triumphiert. Und wenn 70% der Männer achselzuckend danebenstehen, während 30% prügeln und vergewaltigen, tja, dann gewinnen Frauen eben den Eindruck, dass diese 30% alle sind. Durch rumstehen und nichtstun fällt man nicht besonders auf. Wer unter Dauerattacke steht, konzentriert sich mit gutem Grund auf die, die eine Gefahr darstellen.

    Kann es sein, dass Gewalt eben nicht akzeptiert wird und dass die Leute auch nicht weggucken sondern, dass Täter sich gerne das verborgene suchen und zuschlagen wenn Hilfe nicht möglich ist? Kann es sein, dass sie auch in wesentlich Komplizierteren Gesellschaftssituationen verpackt ist? Kann es sein, dass die banalen Täter Opfer Beziehungen nicht nur aus einer Seite bestehen, sondern zu weilen eine gegenseitige Abhängigkeit zeigen? Es kam im richtigen Leben schon vor dass Jemand der dazwischen ging als ein Mann seine Frau schlug in Folge beide gegen sich hatte?
    Um den Bogen zum Thema zu schlagen:
    Marion Zimmer Bradley war selber Täterin und ihre Literarische Rache ist in diesem Sinne im höchsten maße heuchlerisch. Macht man sich dies bewusst, sind die Bücher ekelhaft.
    Verglichen damit ist Robert E. Howards Kontroverseste Conangeschichte in welcher Conan eine ihn zunächst lockende Frau jagd, geradezu erträglich. Hier dient es der animalischen und ethisch losen darstellung von Conan.

    Nu-Trek hin oder her. Sie versaubeulten jedenfalls ihre Handlungsbögen, wollen zu viel machen zu wenig davon richtig. Und anstelle sich ihrer Lore zu bedienen und die unerzählten dazu passenden Geschichten zu erzählen, brechen sie sie mit dem Vorschlaghammer.
    Das ist doch das Problem. Picarc hat zwar in sofern gut angefangen aber das Staffelfinale war einfach unter aller Sau.
    Und da kann man Rumpiensen wie man will und den Anwaltfanboy spielen bis zum Erbrechen das ändert nichts daran, dass es einfach handwerklich schlecht gemacht war und damit seinem eigenen Anspruch nicht gerecht wurde.