Zeitenblende

»Die Helden begleiten die diesjährige Shafir-Gesandtschaft des Horasreichs zum Berg Khômblick in den Drachenzähnen. Als ein unheiliges Artefakt aus seinem Hort gestohlen wird, hallt der ungebändigte Zorn des Drachenfürsten wie Donner durch die Hohen Eternen. Die Helden heften sich auf die Spur des Verräters und werden unversehens in einen Strudel verhängnisvoller Ereignisse hineingezogen, deren Schatten sich aus den Urtiefen der Zeit erheben. Eine perfide Entität jenseits des Sternenwalls hat nicht vergessen, und verbotenes Wissen, das aus dem Gedächtnis der Welt getilgt ward, droht die Ordnung der Sphären ins Chaos zu stürzen. Als auch die Götter schweigen, bergen die Helden hinter dem Schleier des Sternenfalls ein uraltes Mysterium der Alten, um den einzigen Unsterblichen um Rat zu ersuchen, der sich noch erinnert …«


Die Gesandtschaft zu Shafir dem Prächtigen wird jährlich von Thegûn aus zum Hort des Kaiserdrachen in die Hohen Eternen entsandt. Die Audienz besteht aus hohen Würdenträgern des Horasreichs und deren Gefolge. Auch eine Gruppe Helden kann im Dienste eines der Würdenträger an diesem außergewöhnlichen Ereignis teilhaben. Es ist fraglos eine große Ehre, beim Herrn von Khômblick vorstellig zu werden, der seit den Zeiten des liebfeldischen Unabhängigkeitskriegs mit dem Lieblichen Feld verbündet ist. Der mächtige Drache hütet viele Schätze, darunter einige alte, mythische Artefakte, deren Herkunft sich bisweilen im Nebel der Geschichte verliert. Eines dieser Artefakte ist ein Relikt aus dem 8. Zeitalter, dem "Vergessenen Äon". Legenden behaupten, dass das 8- Zeitalter von einem unermesslichen Schrecken heimgesucht wurde, von Gräueltaten, die so unfassbar waren, dass die Götter selbst das Wissen um dieses Zeitalter aus dem Gedächtnis der Welt tilgen ließen. Wie sie dies getan haben mögen, ist in Vergessenheit geraten, ebenso wie die Geschichte und die Herren jenes Äons. Doch auffällig mag erscheinen, dass der Totengott Boron im Neunten Zeitalter über das Totenreich herrschte. Und bekanntermaßen schreibt man dem Unausweichlichen die Gabe des Vergessens zu ...


Unter die Delegation hat sich ein Verräter geschlichen, dem es tatsächlich gelingt, den Kaiserdrachen Shafir zu täuschen und zu bestehlen. Dort ist eine Entität jenseits des Sternenwalls, die über verbotenenes Wissen verfügt. In eingeweihten Kreises kennt man sie unter dem Namen Amazeroth, das lachende Kind mit der Spiegelmaske, dessen glockenhelles Lachen schon so manchen unvorsichtigen Beschwörer in den Wahnsinn gestürzt hat. Es scheint, als folge der Verräter dem perfiden Gegenspieler Hesindes.


Die Spur des Verräters führt in die verruchten Gassen Selems, durch die ein schmutziger Hauch der einstigen Macht des elemitischen Reiches weht. In der Geschichte Selems, im Abglanz der alten Zeiten, spüren die Helden ein Mysterium der Alten auf. Es öffnet ihnen ein Tor zu jenem, der sich erinnert. Denn ER steht am Ruder jenes Schiffes, das die Geschichte der Welt seit dem Angebinn der Zeiten memoriert. Es ist ein Tor in die Zeit, ein verschlungener Pfad, der die Helden entlangs temporaler Kraftlinien und karmatischer Kausalknoten an jenen Ort und Zeitpunkt der Schöpfung führt, an dem sich das Schicksal des Vergessenen Zeitalters erfüllt hat. Und während das glockenhelle Lachen ihres Widersachers in ihren Ohren hallt, schmiedet der Dreizehngehörnte Wächter über die Zeit ein Bündnis mit den Helden, um den größtmöglichen Frevel an Khas ehernem Weltengesetz zu verhindern, der für einen Menschengeist noch fassbar ist: Dem Raub eines ganzen Zeitalters, seiner Geschichte und all seines Wissens aus der Schöpfung!:evil:


Es ist nur eine kleine epische Skizze. Wenn es euch gefällt, lasst es mich gerne wissen.

VG!

Morgel