Beiträge von Sorcerer

    Ragnar Briga Es gibt bisher keine offizielle Veröffentlichung. Julia Reda (EU-Parlamentarierin) hat den bisher beschlossenen Entwurf geleakt. Vollständig ist der über ihre Webseite unter https://juliareda.eu/2019/02/eu-copyright-final-text/ zu finden. Von dort gibt es dann Links auf pdf-Dateien, die Art. 11, Art. 13 oder die komplette Urheberrechtsreform beinhalten


    Weiterhin hat RA Christian Solmecke zumindest für Artikel 13 (vielleicht auch 11, da bin ich mir gerade nicht sicher) auch eine Grundlage für eine deutsche Übersetzung bereit gestellt, die von der Community überarbeitet wurde/wird. Da kann man sowohl den englischen Originaltext sehen als auch die deutsche Übersetzung: https://www.dropbox.com/s/569e…nglisch_Deutsch.docx?dl=0

    Während der englische Teil zwar bisher nicht offiziell veröffentlicht, so aber verhandelt wurde, ist die deutsche Übersetzung wirklich nur das Ergebnis einer reinen Übersetzung ohne Rechtssicherheit. Aber sie hilft, den Inhalt zu verstehen, wenn man mit Englisch nicht so gut klar kommt.

    Ja, das Textzitat fällt unter das Zitatrecht (wozu aber auch eine Quellenangabe gehört), das Posten eines kompletten Songtextes ist hiervon aber nicht abgedeckt.


    Wenn ich mich nicht irre, besteht bereits jetzt ein Anspruch, dass urheberrechtlich geschütztes Material nach Beanstandung innerhalb von 24 Stunden gelöscht werden muss.


    Mit dem aktuellen Entwurf ist es nicht so, dass die Haftung auf die Plattform übergeht, sondern die Plattform zusätzlich zum User in die Haftung nimmt. Es ist nur um ein so vieles einfacher, die Plattform anzuklagen als die User zu ermitteln. Zumal die Plattform auch einen erheblichen Aufwand betreiben muss, um einen Nick mit einer realen Person in Verbindung bringen zu können. Der orkenspalter z.B. hat als einziges Identifkationsobjekt die eMail-Adresse. Also muss man an die nächste Plattform herantreten und hoffen, dass reale Daten hinterlegt sind...


    Ich habe absolut kein Problem damit, dass das Urheberrecht reformiert wird, im Gegenteil. Ich finde es auch völlig in Ordnung, dass große Plattformen, die durch Werbung an den Urheberrechtsverstößen der User mitverdienen (z.B. Youtube), mit in die Verantwortung gezogen werden. Mich stört nur, dass es so wirkt, als sei dies der Hauptzweck und dass die kleineren Plattformen mit geringem Umsatz darunter zu leiden haben.

    Also: die Geschäftsbedingungen, denen man bei der Anmeldung zustimmt, werden einen Passus enthalten, der ihnen genau dies erlaubt: rechtliche Konsequenzen an die User weiterzuleiten

    Was in der Idee einfach klingt, in der Praxis aber schwieriger wird: Der Rechteinhaber verklagt die Plattform und die Plattform muss dann den User verklagen, wenn sie es schafft, sie zu ermitteln. Und das ist einfach ein riesiges Damoklesschwert, das über den Plattformen hängt, das keiner will - und die kleinen Plattformen finanziell auch nicht stemmen können. Ich erwarte daher, dass viele kleine und/oder gemeinnützige Plattformen ihre Tore schließen werden, da sie dieses Risiko nicht eingehen wollen oder können. Hier werden Gerichte (oder nationale Umsetzungen) zuerst einmal klären müssen, wann eine Plattform einen "profit-making purpose" verfolgt.


    Es ist ja nicht so, dass es keine Alternativvorschläge gäbe. Mindestens in Deutschland (bin mir unsicher über andere europäische Länder) ist es ja so, sobald man einen USB-Stick, CD-Rohling, Drucker, ... irgendetwas kaufst, mit dem man urheberrechtliches Material vervielfältigen oder darauf speichern könnte, gibt der Hersteller dieses Produkts eine regelmäßig neu verhandelte Gebühr an die Lizenzinhaber (i.d.R. wohl Verwertungsgesellschaften) ab. Je größer z.B. ein USB-Stick ist, desto höher fällt die Gebühr aus. Ob man privat damit nur deine eigene Bildersammlung speichern willst oder ob man beispielsweise die komplette Game of Thrones Serie mit seinen Freunden teilt, ist dabei egal. RA Solmecke hat auf dieser Basis vorgeschlagen, dass man soetwas auch im digitalen Umfeld umsetzen könnte. Z.B. könnte man eine fixe Pauschale pro GB Traffic abrechnen. Soetwas ist planbar, jeder Plattformbetreiber weiß, wie viel Traffic er in etwa hat und kann dann ausrechnen, welche Kosten etwa auf ihn zukämen. Und dann kann er entscheiden, ob er das stemmen kann oder nicht.

    Um noch einmal auf dein Zitat aus dem Reformvorschlag zurückzugreifen:

    "‘online content sharing service provider’ means a provider of an information society service whose main or one of the main purposes is to store and give the public access to a large amount of copyright protected works or other protected subject-matter uploaded by its users which it organises and promotes for profit-making purposes."

    OCSSPs sind also Plattformen, die hauptsächlich große Mengen an urheberrechtlich geschützte Materialien speichern und zur Verfügung stellen. Ein Diskussionsforum stellt genau soetwas in großen Massen zur Verfügung, da wie bereits gesagt, jeder Beitrag urheberrechtlich geschützt ist. Und damit fallen Diskussionsforen, die Profit erzeugen, unter Artikel 13. Ganz allgemein gesprochen. Der orkenspalter wird davon wohl prinzipiell ausgenommen sein, da er kein Profit erzeugt.


    Nun muss so ein Forum sich um Lizenzen kümmern. Sicherlich, das Urheberrecht bzw. die Lizenzen der einzelnen Nutzer werden über die Nutzungsvereinbarung geregelt. Aber es findet keine Kontrolle statt, ob ein User nicht doch unerlaubterweise irgendwo etwas kopiert hat. Und das ist das Problem: Wie verhindert ein Diskussionsforum, dass Werke Dritter illegal kopiert werden?


    Beispiel: Es wird ein FAB gespielt. Sei es nun ein selbsterfundenes Abenteuer oder ein vom Verlag genehmigtes. Nun spiele ich einen Barden und will IT ein Lied zum Besten geben. Da ich selbst nicht dichten/reimen kann, aber ich da dieses eine Lied kenne, dessen Text sehr gut passt... Nehm ich doch einfach das. Vielleicht stammt es von einer Band bei mir im Dorf, die nicht sehr bekannt ist. Und da es die Optik des Posts zerstören würde, schreibe ich natürlich auch nicht dran, wer der eigentliche Interpret ist, denn IT soll es ja mein Barde sein. So, nun gibt es vielleicht eine Lizenz mit dem Verlag des Abenteuers, aber keine Lizenz mit dem Interpreten dieses Lieds. Trotzdem ist es eine Urheberrechtsverletzung und ohne einen Kontrollmechanismus ist das Forum damit in der Haftung (sofern es jemand zur Anzeige bringt).

    Wer diesen Beitrag hier hochlädt, erklärt damit aber gemäß Nutzungsbestimmungen, dass dieser Beitrag auch auf dem Orkenspalter veröffentlich wird. D.h., der Urheber erklärt sein ausdrücklich oder mindestens konkludentes Einverständnis. Der Inhalt ist also legal veröffentlicht. Dafür braucht es keinen Uploadfilter.

    Richtig, für selbstverfasste Texte ist das der Fall und stellt damit wohl kein Problem dar. Aber: Wie stellst du sicher, dass alles, was in einem Beitrag steht, auch tatsächlich selbstverfasst ist und nicht von Dritten abgeschrieben wurde? Sei es ein 1:1 Zitat aus einem anderen Forum oder aus einem Regelbuch etc. Bis zu einem gewissen Maße greift hier das Zitatrecht. Die FABs sind, wie zuvor schon angemerkt wurde, die häufigste und sehr umfangreiche Verwendung eines urheberrechtlichen Werkes auf dem orkenspalter.


    Und selbst wenn jemand einen komplett selbstverfassten Post schreibt und dann ein Bild anhängt...


    Kurzum, Artikel 13 verschiebt die Haftung auf den Plattformbetreiber. Somit muss er bestmöglich versuchen, die Lizenzen für etwaige geschützte Werke anderer zu haben - oder alternativ verhindern, dass sie überhaupt auf der eigenen Plattform hochgeladen werden. Ein Absatz in der Nutzungsordnung à la "Ich habe für alles, was ich hochlade, die Rechte und stimme einer Veröffentlichung zu" wird hier kaum reichen, denn das wird bereits jetzt schon mWn umgesetzt.

    Ich möchte einmal darum bitten, dass wir in diesem Thread inhaltlich bei der Urheberrechtsreform bleiben und davon nicht zu weit abschweifen


    Und in diesem Sinne:

    Der wesentliche Zweck des Orkis ist es nicht, Inhalte zu speichern oder zu verbreiten, um diese für andere nutzbar zu machen. Sondern es handelt sich bei ihm im Wesentlichen ausschließlich um ein Forum, in dem die Nutzer sich über Gott und die Welt und das Rollenspiel im Allgemeinen austauschen.

    Das sehe ich anders. Jeder Beitrag, der hier irgendwo im Forum gepostet wird, ist "Inhalt" und ist sogar "urheberrechtlich geschützt". Das Urheberrecht liegt beim jeweiligen Autor des Beitrags. Ein Forum sammelt also verschiedene Beiträge, speichert diese und macht sie für andere nutzbar. Sonst wäre ein Diskussionsforum nicht möglich. Natürlich ist es höchst unwahrscheinlich, dass jemand, der hier von sich aus einen Beitrag geschrieben hat, da rechtlich gegen vorgehen würde... Was den orkenspalter nach Art. 2 ausschließen sollte, ist, dass der orkenspalter diese Inhalte nicht "for profit-making purposes" speichert. Gäbe es irgendwo Werbung hier, könnte das wieder anders aussehen - und das ist einer der Knackpunkte. Das ist in der Richtlinie nicht geregelt und ich bezweifel auch, dass es in einer nationalen Umsetzung geregelt wäre. Da müsste also erst ein Gerichtsurteil fallen, das Klarheit schafft, ab wann ein (werbefinanziertes) Forum profit-orientiert ist. Bereits bei der ersten Werbeeinblendung? Oder erst, wenn die Werbeeinnahmen signifikant über den laufenden Kosten liegen?


    FABs sind eine Baustelle, bei der man sich mit den Lizenzinhabern in irgendeiner Weise einigen können sollte - sie grundsätzlich in einen privaten Bereich zu verlegen, ist möglich. Es gibt bereits heute einige FABs, die vor der Öffentlichkeit verborgen gespielt werden. Entweder, weil Gruppen für sich bleiben wollen oder weil sie thematisch sehr explizit werden können und daher wegen Jugendschutz verborgen werden.


    Selbst wenn man Argumente findet, wieso der Forenbetrieb nicht unter Art. 2 fällt, spätestens die Galerie und das Downloadarchiv fallen darunter - aber auch ohne Profit-Orientierung.

    und ist zudem, soweit mein letzter Stand, nur in englischer Sprache verfügbar

    Die offizielle Fassung ist tatsächlich bisher nur englisch. Es gibt aber eine deutsche Übersetzung, die ursprünglich auf dem deepL-Translator basiert und dann von der Community überarbeitet wurde (initiiert von RA Solmeke): https://www.dropbox.com/s/569e…nglisch_Deutsch.docx?dl=0

    Es ist also kein offizielles Dokument, sollte aber inhaltlich passen für die, die nicht so firm im Englischen sind.


    Ansonsten kann ich berichten, dass auf der heutigen Spontan-Demo in Frankfurt zu Beginn ca. 500 Leute anwesend waren (laut Polizeiangabe), ich aber im weiteren Verlauf das Gefühl hatte, dass gerade zum Demo-Marsch dann noch ein paar mehr hinzugekommen sind, sodass ich eher von bis zu 700 ausgehen würde.

    MWn muss man bei der DSGVO Betroffener sein, um rechtliche Schritte einleiten zu können. Somit ist es der "Abmahnindustrie" nicht möglich, die datenschutzverstöße gewinnbringend abzumahnen, selbst wenn sie auf einigen Seiten offensichtlich sind. Dazu kommt, dass die DSGVO an einigen Stellen (bewusst) schwammig formuliert ist. Hier ist es dann die Aufgabe der Gerichte, irgendwann einmal eine Interpretation zu liefern. Das dauert aber noch ein paar Jahre, da erst einmal konkrete Klagen angestrebt werden müssen, die dann bis zur obersten Instanz geführt werden. Im Vergleich dazu ist es bei der Impressumspflicht ja anders. Wenn ich sehe, dass eine (deutsche) Seite kein Impressum hat, kann ich sie abmahnen (lassen).


    Nach meinem aktuellen Verständis kann ich mit der Urheberrechtsreform auch nur als Betroffener (also Rechteinhaber) etwas unternehmen - das kann ich allerdings aktuell auch schon. Beim europäischen Leistungsschutzrecht ist zu erwarten, dass es ähnlich laufen wird wie beim deutschen oder spanischen Leistungsschutzrecht: Google wird sich weigern, Geld für Snippets zu zahlen und, sofern sie keine kostenfreie Erlaubnis erhalten, entsprechende Suchergebnisse entfernen oder einfach nur als Link ohne Info anzeigen. Große Konzerne wie google können sich das leisten, da z.B. News-Seiten davon abhängen, dass sie über google gefunden werden und entsprechenden Traffic bekommen. Aber kleinere Unternehmen, die auch Snippets von News-Seiten verwenden, haben diese Macht nicht. Die werden zahlen müssen, wenn sie die Snippets verwenden wollen. Ein konkretes Beispiel hierfür habe ich nicht, aber im Prinzip alles, was so ähnlich läuft, wie der Neuigkeiten-Bereich des orkenspalters. Dort werden automatisiert Snippets von verschiedenen DSA-Seiten gesammelt und mit Link angezeigt. Dass der orkenspalter nicht profitorientiert ist und entsprechend nicht von Artikel 11 betroffen sein sollte und der Umgang in der DSA-Community prinzipell freundlich ist, sei hier einfach mal außer Acht gelassen.


    Die Frage, ob Artikel 13 überinterpretiert wird, ist durchaus berechtigt. Niemand kann abschätzen, was passieren wird, sobald sie in Kraft getreten ist. Was wird einmal akzeptiert als "die Plattform hat alles mögliche getan, um einen Lizenzabschluss zu erreichen"? Entsprechend wird hier erst einmal vom worst case Szenario ausgegangen. Denn schließlich ist der Reformentwurf sehr offen und schwammig geschrieben und lässt sehr weite Auslegungsmöglichkeiten zu. Wären klare Fakten darin enthalten (z.B. konkrete Maßnahmen, die Plattformen unternehmen müssen), sähe es wieder anders aus.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich nach aktuellem Stand ja nicht mal mehr auf meinem kleinen, nur für Verwandte und Bekannte zugänglichen Blog bei WordPresss ein selbstgemachtes Bild von einem Pfeifhasen hochladen, weil die Plattform profitorientiert ist.

    Du selbst könntest auf deiner eigenen Plattform problemlos Bilder verwenden, die du selbst erstellt hast (sofern du nicht das Recht am eigenen Bild von jemanden verletzt). Schließlich bist du in diesem Fall sowohl Lizenzinhaber als auch Plattformbetreiber - und dass du dir selbst eine Lizenz zur Nutzung deiner eigenen Werke gibst, davon gehe ich einmal aus. Wenn du aber ein Bild von einer Person machst, die auf dem Bild identifizierbar ist, darfst du das Bild nicht mehr einfach hochladen - das ist dann aber nicht mehr Artikel 11 oder 13, sondern hier greift die DSGVO (und auch schon davor andere Gesetze).

    Nach meinem Verständnis ist das eine akzeptable Vorgehensweise. User müssen sich angewöhnen einen Link zu setzen, Plattformen müssen es ermöglichen eine Vorschau des Links zu zeigen. Wäre das nach den angestrebten Gesetzesänderungen möglich?

    Diese "Vorschau" des Artikels wird von Artikel 11 behandelt, dem europäischen Leistungsschutzrecht. Das wurde ja auch schon in Deutschland (und einem zweiten EU-Land) versucht, ist dort letztlich gescheitert. Idee war, dass Firmen, die Vorschau von News anzeigen, dafür eine Gebühr zahlen, beispielsweise google News. Google hat sich geweigert und ist dabei ein solches "Schwergewicht", dass sie letztlich kostenfreie Erlaubnis bekommen haben, diese Snippets zu veröffentlichen. Kleinere Firmen, die genau das gleiche machen, haben in die Röhre geschaut uns müssen weiter zahlen.


    Das ganze wird jetzt in Artikel 11 für die EU umgesetzt, obwohl es auf Länderebene bereits zwei Mal gescheitert ist. Wie es für nicht-kommerzielle Angebote ist, ob sie auch eine Gebühr für einen solchen Snippet zahlen müssen, weiß ich allerdings aktuell nicht.


    Die Intention der Reform ist auch keineswegs falsch. Es ist nur rechtens, dass Urheber von der Nutzung ihrer Werke profitieren über Lizenzen. Ein Gegenvorschlag zu Artikel 13 wird z.B. von RA Christian Solmecke formuliert. Grundidee ist hierbei, die Pauschalabgabe im Offlinebereich ins Online-Recht zu übertragen. Die Pauschalabgabe wird beispielsweise für USB-Sticks, Rohlinge, Drucker, Kopierer, ... fällig und berücksichtigt, dass mit diesem Geräten auch illegale Daten kopiert werden können - und geht an die Urheber. Während die Pauschalabgabe für USB-Sticks nach der Größe der Sticks geht, schlägt Solmecke vor, z.B. für youtube eine Pauschalabgabe pro gestreamten Gigabyte.

    Das Problem ist, dass bei einer Urheberrechtsverletzung künftig nicht nur der User, sondern zusätzlich auch die Plattform haftet. Die Idee, große Firmen wie youtube hier in die Pflicht zu nehmen, ist ja grundsätzlich ok, aber in der jetzigen geplanten Form schlicht nicht umsetzbar. Youtube kann zwar mit den großen Lizenzgebern verhandeln (und hat auch beispielsweise mit der GEMA schon ein Abkommen), aber wenn du deinen eigenen Song schreibst, bist du der Lizenzinhaber und youtube müsste mit dir verhandeln. Ein einfacher Haken beim Upload des Songs bei "Ich bin der Lizenzinhaber" wird nicht ausreichen.


    Ähnlich ist es bei selbsterstellen Avataren. Theoretisch bräuchte es also eine Lizenzvereinbarung mit jedem, der mal etwas erstellt hat oder vorhat, etwas selbst zu erstellen. Und das ist einfach nicht schaffbar. Daher kommt auch die Argumentation, dass es Uploadfilter geben wird. Diese stehen nämlich mit keinem Wort in dem Reformvorschlag. Aber wie will man das sonst prüfen? Man kann Uploadfilter nun auf zwei Varianten umsetzen: Entweder gibt es eine "schwarze Liste" mit allen Werken, die nicht vorhanden sein dürfen, oder es gibt eine "weiße Liste" mit allen Werken, für die eine Lizenz vorliegt. Im letzteren Fall wäre es dann nicht mehr möglich, eigene Kreationen hochzuladen. Und dann gibt es ja noch die Fälle, in denen vlt. youtube nicht die Lizenz hat, ein bestimmtes Lied zu verwenden, du persönlich, der das Lied in einem Video verwendet, hast aber eine Vereinbarung mit dem Rechteinhaber und darfst es daher hochladen...


    Gibt ja auch die Argumentation, dass man KI-basierte Uploadfilter nutzen soll. Denn wer autonom Fahren kann, soll ja heutzutage auch in der Lage sein, zu unterscheiden, ob es (erlaubte) Fanart/Satire ist oder nicht. Das wäre vielleicht für youtube oder facebook möglich, die einen entsprechend großen Datensatz haben, mit dem sie den Filter trainieren könnten, aber auch soetwas ist nicht fehlerfrei. Aber ein Diskussionsforum wäre dazu nicht in der Lage. Hier sehe ich letztlich nur eine manuelle Überprüfung aller hochgeladener Dateien (Avatare, Downloads, ...), aber wer will das leisten... Zwar würde es aktuell den orkenspalter wohl nicht betreffen, aber beispielsweise das Forum von heise (da heise profitorientiert ist, auch wenn es das Forum nicht ist).

    Dieser Thread ist zur Spekulation über den weiteren Verlauf des Metaplots gedacht. Diskussionen zu Informationspoltik, Verlagsgrößen, Vergleiche mit anderen Systemen oder vergleichbares sind hier themenfremd. Bitte kehrt hier zum ursprünglichen Thema zurück. Für alle anderen Diskussionen könnt ihr gerne separate Threads eröffnen. Weitere themenfremde Beiträge werden mit Verwarnungen geahndet.

    Noch eine Ergänzung zu DSA-Schriftarten, was ein wenig über den Boten hinaus geht:

    In den Regelwerken (zumindest DSA 4.1, andere Versionen weiß ich nicht) wird wohl die Schriftart "Mason" für Überschriften verwendet. Diese ist kostenpflichtig. Es gibt aber einen kostenfreien Klon davon, die sich Manson nennt, und im Internet frei zu finden ist.


    Für normalen Text in den Regelwerken wird die freie Schriftart GaramondNo8 verwendet.



    Diese Informationen habe ich aus der Dokumentation des DSA-LaTeX-Packages.

    Leider konnten wir keine Besserung des von uns hier monierten Zustands feststellen. Deshalb sehen wir uns nun gezwungen, diesen Thread zu schließen. Gründe hierfür sind unter anderem das wiederholte themenfremde Diskutieren, zuletzt auch mit einer starken Einbeziehung von irdischen Themen, die gemäß der Verhaltensregeln nicht erwünscht sind.


    Viele der hier themenfremd begonnenen Diskussionen können gerne geführt werden - dies aber bitte jeweils in eigenen Threads.

    Ob der Armatrutz unter oder über einer getragenen Rüstung liegt, sollte für die Schadensberechnung keinen Unterschied machen. Abseits von Fluff und wenn ich nichts übersehen habe, wird das erst bei der Frage nach Rüstungsabnutzung relevant.


    Ernstgemeinte Frage: warum sollten da andere Regeln gelten? Wie sollten rein profane Pfeile Magie besser durchschlagen?

    Um auf diese Frage zurückzukommen: LC ssagt, dass der Zaubernde eine (zusätzliche) 'stählerne Haut' erhält. Ich bin mir jetzt nicht sicher, warum das zusätzlich in Klammern steht, das suggeriert für mich zumindest, dass der Zauber auch mal auf die bereits vorhandene Haut wirkt - oder ist das ein Konstrukt für den Fall, dass der Zauber auf ein Wesen ohne Haut gewirkt wird?


    Dass gehärtete Pfeile auf profane Rüstungen wirken, ist eindeutig. Ich würde auch sagen, dass die RS-Reduktion auch im Falle eines natürlichen RS wie z.B. bei Orks oder Bären wirkt. Denn die widerstandsfähige Haut/Fell/wasauchimmer ist vom Material her gesehen nichts anderes als eine (noch irgendwie lebende) Lederrüstung.


    Wenn der Armatrutz nun keine zusätzliche Schutzschicht aufbaut, sondern durch das Eigenschafts-Merkmal nur den bestehenden natürlichen RS modifiziert (bei Menschen bekanntlich 0), dann lässt sich auch leicht argumentieren, dass die gehärteten Pfeile diesen ebenfalls reduzieren.

    Sieht so aus - auch wenn ja nichts dagegen spricht, mit den hiesigen Charakteren beim nächsten FAB-Angebot wieder aufzuschlagen ^^


    Und auch ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich bei chilledkroete zu bedanken, dass er das FAB übernommen und neugestartet hatte. Ich wünsche dir alles gute und wenn du irgendwann mal wieder etwas anbieten solltest, schaue ich sicherlich mal vorbei.

    Letztlich denke ich, dass das mit auch eine Entscheidung von dir ist. Du weißt am besten, wie es dir momentan geht. Wenn du sagst, du kannst hier nebenher (evtl. mit niedrigerer Frequenz) weiterleiten, ist das ok. Wenn du sagst, du möchtest erst einmal einen Monat Pause machen, bevor es dann entweder (langsam) weitergeht oder wir dann einen Schlussstrich setzen, ist das auch ok.


    SL wechseln ist immer ein Problem - derart, jemanden zu finden, der eines anderen Plot übernehmen will, selbst wenn die Unterlagen zur Verfügung gestellt werden - sofern nicht jemand aus der Gruppe "hier" ruft (und dann wird die Spieleranzahl langsam auch kritisch). Allerdings stehen wir noch relativ weit am Anfang und ich denke, selbst mit den bisher gesetzten Hinweisen ist hier noch viel Freiraum übrig. Schließlich ist das meiste bisher IT gesagte mehr eine Spekulation als wirklich bewiesene Tatsache. Steht ja im Zweifelsfall noch nicht fest, ob die Ausgrabung wirklich etwas zu den alten/anderen Göttern findet, oder nicht vielleicht doch nur ein einfaches, uraltes Banditenversteck ;)