Ach, wie gut, dass es eine Realität gibt, in der Deutsch eine streng eineindeutige Sprache ist und somit Bannschwert keinesfalls doppeldeutig "das Traditionsartefakt Bannschwert" oder "eine Ausführung einer Klingenwaffe mit den regeltechnischen Werten Bannschwert (k/m/l)" meinen kann.
Doch doch, das funktioniert sogar sehr gut, denn es erlaubt einem den Begriff Herstellung immer so zu definieren wie man es gerade braucht. Denn wenn jemand behauptet, dass der Wortlaut
"Gildenmagier können folgende Traditionsartefakte herstellen und nutzen: Magierstab, Bannschwert und gildenmagische Magierkugel."
auf die Verzauberung bezogen ist, kann man ohne Belege argumentieren, dass sich Herstellung auf den gesamten Herstellungsprozess bezieht. Wenn dann jemand ankreidet, dass man nicht davon ausgehen kann, dass Magier von der Esse an ihre Waffe herstellen müssen, kann man sagen, dass sich Herstellung ja an den Herstellungsregeln orientieren, die eine Fokusregel und damit nur für mehr Tiefe nicht aber verpflichtend sind, und jedes logische Argument durch semantisches gewurschtel abweisen.
Schon cool, wenn man auf Teufel komm raus recht haben will.
Allgemein gibt es regelstreng halt nur die folgenden Argumente:
- Das Bannschwert (mittel) hat zwar identische Werte zu einem Langschwert und sieht auch so aus, aber ist strenggenommen ein anderer Gegenstand. Dann lässt sich auch nur ein solches zu einem (magischen) Bannschwert binden.
- Das Bannschwert (mittel) hat nach Fokusregeln der Herstellung eine Komplexität einfach, erfordert also nur die SF Waffenbauer. -
- Wäre eine Andere Voraussetzung gefordert, stände dies dabei (Wie z.B. beim Elfenbogen (Holzbearbeitung 12, Spezies Elf). Natürlich nur unter der, für mich im Allgemeinen sinnigen, Annahme dass die Regeln eine zusätzliche Einschränkung angeben würden. Und zwar an der Stelle wo die Regel aufgestellt wird wie es sonst auch immer der Fall ist.
Man könnte natürlich auch weitere logische Argumente anbringen wie z.B. die Traditionsartefakte anderer Traditionen, die deutlich weniger verbreitet sind und es sich nicht leisten könnten einen Teil ihrer Anhänger bewusst mit Magiestörenden Material zu umringen und sie zu einfachen Schmieden zu degradieren. Allerdings ist das kein semantisches Argument und deshalb leider verschwendet.
Weitergehend könnte man sich auch fragen was genau rechtfertigen sollte, dass ein primitiver Stab nur dann ein Magierstab ist, wenn auch ein Magier bei der Herstellung eine Probe abgelegt hat. Magie kann es nicht sein, denn:
"Nach dem Tod eines Magiers verliert der Stab nach 24 Stunden die permanent gespeicherten
AsP
und jegliche Magie."
Bedeutet, dass spätestens wenn ein Magier stirbt keine Magie mehr vorhanden ist. Es kann also keine magische Komponente sein, die dafür sorgt, dass ein Stab ein Magierstab ist, denn diese verschwindet nach dem Tod und damit könnte kein Magier mehr den Stab binden. Wenn aber das was einen Magier magisch macht, die Magie, nicht verantwortlich dafür ist, dass ein Magierstab inhärent bindbar ist, bleiben nur noch profane Mittel. Und profan kann man einen Magierstab ganz normal mittels Holzbearbeitung herstellen, denn es ist eine primitive, wenn auch oft schön verzierte, Stangenwaffe.
Edit: Weil ich grad noch die Aussage zu Zeremonialgegenständen gesehen habe. Ein passender Gegenstand wird zum Zeremonialgegenstand ist eigentlich alles was man dazu sagen muss.
Ein Geweihter, der die Zeremonie Objektweihe (siehe Regelwerk Seite 333) auf einen passenden Gegenstand wirkt, kann damit einen Zeremonialgegenstand herstellen.