Posts by Dreifach20

    Als Argument für DSA wird oft angeführt, dass es auch Charaktere darstellen könnte, die eben keine Zauberwirker oder Kämpfer sind, wie Gelehrte, Handwerker, nichtmagische Barden oder Künstler.

    Ich sehe es so, das man neben der primären Rolle eines Chars eben noch viele andere Dinge erlernen kann. Das kann man sogar soweit ausleben, das der Char keine primäre Rolle im Sinne des Abenteuer-Bestehen hat, sondern eben viele andere beherrscht, was eben in-game wichtig ist.


    Nehmen wir beispielsweise einen Vogelkundler als Char. Auf den ersten Blick kein Abenteurermaterial. Kann nicht kämpfen und seine Wissenstalente helfen nur in sehr speziellen Situationen weiter.

    Aber schauen wir uns das etwas genauer an. Um sich mit Vögeln zu beschäftigen, muss derjenige viel über Vögel wissen. Vögel haben Fressfeinde, Jagdbeute, Nistplätze, Brutgebiete, spezielle Nahrungsanforderungen, leben in Einklang mit Wetter und Jahreszeiten... Also wird dieser Char neben Tierkunde mit Spezialisierung Vögel auch viel über Pflanzenkunde, Wettervorhersage, Geographie und Wildnisleben inklusive Waldkundig, Steppenkundig usw. wissen. Außerdem muss der Char wissen, wie man Vögel fängt und präpariert oder zubereitet. Also Fallenstellen, Holzbearbeitung, Kochen, Abrichten, Fernkampfwaffe Netz oder Bogen. Zum Beobachten und Fangen von Vögeln sollte der Char Schleichen und sich verstecken können.

    Das Paket ergibt schon einen sehr ordentlichen Wildnis-Char, der einer Gruppe sehr gut weiterhelfen kann. Und in der Mischung aus erforderlichen Kampf-, körperlichen , Wissen- und Handwerks-Talenten kann man schon mal ne Menge AP versenken. Dazu die Attribute, die immer viel kosten.

    Das ganze kann man dann in verschiedenste Richtungen ausbauen.

    Als Vogelkundler interressiert er sich vielleicht für ausgestorbene bzw. mythologische Vögel. Also Sagen&Legenden, Magiekunde, Geschichte, eventuell auch Götter&Kulte weil viele Götter Vögel oder fliegende Wesen als Symboltier haben.

    Mit allem was man in der Natur findet und wenn man eh schon am Kochen ist, dann gehts vielleicht in Richtung Alchemie? Gifte kochen, Gegengifte herstellen, Heilmittel und Trinkturen brauen... Damit ist man dann auch fast schon beim Heiler.

    In der Ausrichtung als Wissenschaftler würde ein Vogelkundler wohl auch viel mit seinen Kollegen kommunizieren und Schriftstücke veröffentlichen. Dafür braucht er Lesen&Schreiben verschiedener Sprachen, er muss schriftlichen Ausdruck beherrschen und beim gesellschaftlichen Umgang (Etikette) sollte er zumindest nicht total versagen.

    Wenn man in der Wildnis unterwegs ist, wird man lernen müssen, sich zu verteidigen. Gegen wilde Tiere, gegen die Adlermutter, deren Nest man grade plündert, gegen Räuber usw.. Also kommen 1-2 Nahkampftalente dazu, z.B. Stab oder Hiebwaffe. Und wenn man damit schon anfängt - so ein paar Kampfsonderfertigkeiten und Rüstungsgwöhnung kann nie schaden.


    Also ein sehr runder Char in meinen Augen, der aber keine Abenteurer-Hauptaufgabe hat und trotzdem nicht "verwässert" ist, weil seine Fähigkeiten letztendlich in Bezug zu seinem Spezialgebiet stehen.


    Ich sollte erwähnen, das meine DSA-Erfahrung fast nur aus DSA4.1 besteht und ich erst einmal einen Char über 10k AP gespielt habe. Aber bei dem (mundaner Kämpfer/Jäger-Char) sind mir auch bei 12K noch lange nicht die Ideen für eine Weiterentwicklung ausgegangen.

    Auf DnD-Level20 muss man noch verhandeln? Oh... Da muss ich meine Allmachtsphantasien wohl wieder zurückschrauben...;(


    Auch DnD, gestern online auf Roll20.

    Unsere Level2-Gruppe muss schleichen. Das erste Mal in der Kampagne. Magier und Warlock würfeln (erwartungsgemäß) einstellig und wegen fehlendem Skill und nicht-vorhandenem Geschick-Bonus bleiben sie unter 7. Die Frontkämpferzwerge in ihren Blechbüchsen haben Nachteil und so würfelt einer die 1 und der andere ne 3. Alles schaut auf den Ranger, das wenigstens einer durch kommt. Es stellt sich raus, das dieser Ranger komplett auf Nahkampf ausgelegt ist. Also schwere Rüstung, kein Geschick, kein Heimlichkeit-Skill. Mit einer 4 oder 5 passt er sich perfekt in die Gruppe ein.

    Wir stolpern also lautstark klimpernd und klappernd durch die Hecken und treten auch noch auf jeden Ast, den wir finden.

    Der SL würfelt Wahrnehmung für die Horde Kobolde, die am Rande des Wäldchens lagert. Und mit jedem seiner Würfe wird sein Gesicht länger.

    Es stellt sich raus, das die Kobolde so viel Geschrei machen und rülpsen und furzen, das sie selbst unseren Fanfarenzug übertönen und wir unentdeckt an ihnen vorbei"schleichen" können.

    Ein herrliches Einser-Festival. :iek:

    Hab mir über Steam Teil 1 und 2 der Nordlandtrilogie gekauft. (jeweils für weniger als nen Euro), aber als ich Schicksalsklinge gestartet habe, fragte mich das Programm nach der CD und wollte anschließend wissen wie laut beiliegender Farbkarte das eine Kaff westlich von unaussprechlicher Ortname heisst.

    Was ist das denn für ein Mist?! Kopierschutzabfragen wie in den 80er???

    Klingt für mich als ob sich eigentlich nichts ändert, aber wieder neues Zeug verkauft werden soll.

    Man möchte vermeiden, das bestimmte Klassen immer wieder von den gleichen Rassen besetzt werden und es ändert es so, das diese Klasse dann von den immer gleichen Hintergründen besetzt werden. Es ändert sich an der Vielfalt also nichts. Aber man kann den Leuten ein neues Spielerhandbuch verkaufen und die Ergänzungsbücher gleich mit. :flop:

    Vielleicht sind die Joborner auch Opportunisten und geben ein Kind zu einem Andergaster und das andere zu einer Nostrier. So haben sie auf beiden Seiten der politischen Grenze einen Verbündeten.


    Ansonsten bin ich bei x76 : Da die Beziehung zwischen Knappe und Ritter eine ziemlich individuelle ist, wird der Knappe seinen Herrn begleiten. Wenn die Vereinbarung über den Knappen-Kandidaten erstmal geschlossen ist, wird die Familie nicht mehr viel mitzureden haben. Dann gilt: Vertrag ist Vertrag.

    Shangskilama

    Der Linguistik-Experte meines Vertrauen rätselt immer noch an diesem Begriff herum.

    Ein "Shangrilama" könnte gemeint sein. Da past immerhin die geographische Nähe der Wortbestandteile.

    Zu "Shang-Ski-Lama" konnte er mir gar nichts sagen, außer das es vielleicht eine außergewöhnliche Attraktion in einer Apres-Ski-Bar in Shanghai sein könnte.

    Bei "Shangski-Lama" liegt natürlich nahe, das es sich um eine spezielle Lama-Züchtung durch Gregorijev Shangski handelt. Da ebenjener aber nur genau 2 Lamas aufgezogen hat, ist die Relevanz extrem gering.

    Die Zerlegung in die Wortbestandteile "Shan", "GSK" und "Ilama" führt zu interessanten Spekulationen. Was hat die Gesellschaft für Konsumforschung mit alldem zu tun?