Posts by Jugadorez

    Aus rein logischen Erwäggründen wäre dies sicher ein möglicher beschreitbarer Weg, aber der Mensch mag als Einzelperson vielleicht zwischendurch logisch handeln, als Gemeinwesen jedoch höchst selten. Ein Krieg bringt meist für beide Seiten Zerstörung, also warum gibt es Kriege. Und jetzt nehmen wir einen Krieg über die unterschiedliche Auslegung eines Glaubens, der als Kerninhalt die Aussage "Liebe deinen Nächsten" hat. Nicht sehr logisch, aber gefühlsmäßig nachvollziehbar, wenn dies die Anführer sagen, dass es notwendig ist, wird es schon stimmen, sie haben ja bisher gut geführt; der Priester sagt es ja vielleicht auch. Das heißt auch die Trollzacker haben den Trieb zur Fortpflanzung, den die Natur ihren Schöpfungen mitgegeben hat, und zur Selbsterhaltung. Damit wird hier kein rein logischer Schluss gezogen. Die Trollzacker haben auch in ihrer Religion keinen Passus, der sagt, dass sie keine Kinder bekommen sollen. Die Elternliebe bringt sie nur dazu ihre Kinder möglichst auf dieses Leben und dieses Leben nach dem Tod vorzubereiten. Und vielleicht predigen auch manche Schamanen, dass dies zur Sühne des Frevels notwendig ist, dass möglichst viele Kinder geboren werden, die auch leiden müssen. Wäre eine Idee, die ich als Schamane verfolgen würde, damit mein Stamm größer wird als die anderen.:)

    Ich orientiere mich als SL meist an ähnlichen offiziellen Abenteuern, aber auch an den APs der SCs, um Ihnen nach bestimmten Abenteuern auch bestimmte Belohnungen zugänglich zu machen, meist weiß man als SL aus OT-Plauderei, was sich die Spieler für ihre SCs als Ziel gesetzt haben. Hier kann es natürlich auch immer wieder zu Ungerechtigkeiten kommen.

    Ich habe in meiner alten Zeit (80ern/90ern) ein paar Charakter geschaffen, die ich gerne gespielt habe. Habe dann lange keine feste Gruppe gehabt und nur sporadisch gespielt. Für die Charaktere habe ich mir in den Zeiten ohne Gruppe ein paar Geschichten ausgedacht. In dieser Zeit bewegten sich meine Charaktere allerdings nicht mit dem Metaplot sondern in der Zeit vor Borbarad, wo auch die sporadischen Gruppen spielten. Hatte mir dann lange keine Zeit für DSA genommen.

    Ca. 2013 habe ich zufällig wieder eine Gruppe gefunden und mich mit dem 4.1. System beschäftigt. Habe zuerst einen der alten Charaktere umgebaut, war recht mühsam, aber irgendwie hat mir das Generieren gefallen. Habe dann mir viel Zeit genommen, verschiedene Konzepte für Charaktere auszuprobieren und mit den Generierungsregeln zu spielen. Einige dieser Charaktere habe ich dann auch in der Gruppe ausprobiert.

    Summa Summarum - ich genieße es verschiedene Charaktere zu spielen, aber mit der Zeit kristallisieren sich einige heraus, die man lieber hat. Die Abenteuerpunkte nehme ich nicht so ernst, weil ich aus der Zeit der wechselnden Gruppen diese immer an die Gruppenstärke angepasst habe. Meine Charaktere haben auch immer Fehler, welche ich gerne ausspiele, damit sie selbst, wenn ihre Werte höher sind, keine Übermenschen werden - Naivität, Verspieltheit, Weltfremdheit (im irdischen Sinn)

    Ich fand die Buchreihe von John Maddox Roberts gut, die ich voriges Jahr gelesen habe. Ein kleiner unbedeutender Adeliger mit dedektivischen Ambitionen löst auf Grund von Indizien und Menschenkenntnis Fälle im alten Rom, in die teilweise hohe (bekannte) Politiker verwickelt sind.

    Habe mir wieder einige Folgen von „Andromeda“ gegönnt. Lustig ohne große Überraschungen - einfach ein bisschen Scifi. Ich mag vor allem die junge Trans Gemini. Bringt mich zum Lachen. 😂

    ein QS 6 Zauber sollte natürlich nicht von einer knapp gelungenen Liturgie verdrängt werden können

    Ich nehme die Aussage der Redax zur Kenntnis, aber gefühlsmäßig wäre für mich auch das Wirken eines Gottes aufgrund einer knapp gelungenen Liturgie, stärker als das Wirken eines Menschen - und mag er auch ein Meistermagier sein.

    Ein Wort vorweg: Ich komme aus der Zeit als Hal noch Kaiser im Mittelreich war und es das Liebliche Feld gab. 😀

    Dann kamen Borbarad und die Heptarchien sowie deren „Fall“. Habe in den letzten Jahren versucht diese Geschichte zu verinnerlichen, damit sich meine SCs und NSCs konsistent verhalten.

    Zum Sternenfall fehlen mir derzeit ebenfalls die Reaktionen aus der Spielewelt. Es ist als SL angenehm, wenn ich mir einen Kult des Namenlosen irgendwo ausdenken kann, den meine SCs auslöschen können ohne den Geschichtsfluss in Aventurien berücksichtigen zu müssen. Wunderbar. Nach den Kampagnen eine Erholung. Aber es ist kein Metaplot und Änderungen in Sternbildern sieht jeder Bauer, der schaut ob es morgen regnet. Wenn da an Sternbildern von Göttern eine Änderung Eintritt wird der Dorfgeweihte oder nächste reisende Geweihte viel zu erklären haben. Ich weiß, dass dies nicht in jedem Abenteuer relevant ist, aber zumindest bei dem Klatsch und Tratsch, den man zu hören bekommt sollte es dabei sein - und welche Gruppe macht nicht häufig Gassenwissen-Proben. Hier kann der SL natürlich von sich aus viel einbringen, wenn er so belesen wie einige meiner Vorredner ist, aber das erfordert viel Zeit und genießt man, wenn es in den Text verpackt ist.

    Ich glaube, dass es hier viele gute Ideen gibt, die auch „angeteasert“ wurden und nun läuft einem die Zeit weg. Kenne das von eigenen FABs und Blog. Vielleicht sollte man hier wirklich einen kurzen Stopp der aventurischen Zeitrechnung zur irdischen machen oder man muss den Menschen, Zwergen, Elfen, etc. ein paar Jahre Ruhe in Aventurien geben während denen nur „lokale“ Abenteuer laufen und RSH geschrieben werden, bevor es einen Sternenfall gibt, dessen Idee mir prinzipiell nicht schlecht gefällt, aber mir nun auch die Ausarbeitungen fehlen- ich weiß zu wenig, um hier wirklich nette Texte zu schreiben. 😀

    Ich habe die Diskussion gespannt verfolgt. Ich war eigentlich ein Gegner der Karmalzauberei, aber die Diskussion hat mir gezeigt, dass alles Argumente für und wieder hat. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass es weniger die Regeln im Hintergrund als die Darstellung durch den Spieler den Geweihten und seinen Unterschied zum Zauberer zum Leben erweckt. Je nach Spielercharakter wird einmal die eine Regelung und einmal die andere Regelung ihm helfen die Darstellung besser zu machen.

    Ja logisch wäre, dass ein Balsam mit 10 AsP diese benötigt egal ob 10 LeP fehlen oder keiner. Weil LeP ist nur ein Konstrukt, das würde nämlich im Endeffekt heißen, dass ich Kratzer etc., die weniger als 1 LeP kosten, nicht geheilt werden können, obwohl sie eine Verletzung darstellen. Wenn es in meinen Gruppen jemals dazu kommen würde, wären es immer einfach 10 AsP. Fertig.

    Schöne Konzepte von meinen Vorrednern.


    Ich denke auch, dass der Hexer vermutlich im geheimen seine Ausbildung erhält. Daher kaum Probleme mit dem Adelsstand, außer die Geschichte mit dem Eisen. Hier muss er die Entscheidung treffen, ob er lieber die Anfeindung will, dass er kein Kämpfer ist oder vielleicht bewusst auch Kampftalente nimmt, dann aber schwächer in der Magie ist.


    Als Lehrmeister/in ist der/die Privatlehrer/in natürlich perfekt geeignet. Man weiß, dass bei vielen Adelsgeschlechtern der Kontakt zwischen den Eltern und dem Sprössling eher wenig und formell ist, wohingegen eine starke Verbindung zum Lehrmeister besteht. Fahrende Hexen passen weniger, eine Krötenhexe als Verwalterin des bäuerlichen Lehens wäre eine Möglichkeit.


    Das Bastardkonzept ist auch sehr gut.


    Meine erste Idee wäre eine (Halb)Waise gewesen, wo es keinen Kontakt zu Eltern gibt und sich der jugendliche Held erst seiner Kräfte bewusst wird. Hier kann eine mütterliche Lehrmeisterin nur auf den Augenblick gewartet haben oder aber es ist eine Fremde, die nun vom jugendlichen Helden protegiert wird und sich gegen die Anfeindungen des bisherigen Gesindes/Bediensteten durchsetzen muss.


    Entführung stelle ich mir eher schwierig vor, weil wieso ist er dann adelig. Wie beweist er seinen Anspruch auf den Titel, wenn er entführt war? Aber vielleicht wurde das Lehen von einem Räuberbaron überrannt und er von den Eltern der Amme mitgegeben, welche eigentlich eine Hexe ist. Er wächst bei ihr auf und erhält als er erwachsen wird und in die Welt ziehen will bzw. als Amme stirbt, die Dokumente, welche seine Herkunft beweisen. Hätten wir auch gleich einen netten Feind, der vielleicht einmal besiegt werden kann. Eher ein Konzept für den Norden.


    Im Horasreich ist ein adeliger Hexer auf Grund der Fechtwaffen nicht derart Metall ausgesetzt, damit fällt dieser Nachteil weg. Hier geht es von der Kultur her natürlich stark in Richtung der Schlangen- und Katzenhexen, aber auch andere möglich. Gerade im Horasreich ist durch den Fortschrittsgedanken auch weniger Kontrolle, ob man eh nur an die 12 Götter glaubt gegeben, sondern der Glaube an Satuaria und andere gesellschaftlich akzeptierter - zumindest als Gedankenspiele.


    Aranien ist für Hexen bekannt, aber hier muss der Hexer die Herrschaft seiner Frau über seinen Haushalt akzeptieren.


    Bezüglich Partner ist anzumerken, dass Partnerschaften in adeligen Familien oft der Heiratspolitik dienten, somit der Hexer viel freie Zeit hat, wenn er will => der Partner erfährt nie, dass er ein Hexer ist. Wichtig ist der Status des Partners und dass offizielle Kinder als Erben vorhanden sind - fertig. Sehr romantisch ;)

    Die Änderungen bei den Liturgien gefallen mir nicht, weil es dazu auch keine Ingame-Erklärung gibt. Warum funktioniert die Lieblingsliturgie (Blumenwiese) meiner Tsa-Geweihten plötzlich nicht mehr. Als man die Borbaradsprüche bei der gleichnamigen Kampagne für die Magier angriff, gab es bald eine deborbaradisierte Version. Ich weiß es handelt sich um eine Regeländerung, aber auch diese greifen ein. Gab es diese Liturgie nie oder gibt es sie jetzt nicht mehr? Ähnlich wie die bereits angesprochenen Zauberbarden.

    Toi, toi, toi.


    Meine Tochter hat gerade ein Referat zu den griechischen (Neben)Göttern vorbereitet. Die olympischen kennt man selbst aus der Schulzeit, aber bei den Nebengöttern merkte ich, wie wenig ich weiß. Je nach griechischem Autor (Homer, Herodot, etc.) sind auch die familiären Bande unterschiedlich.

    Welches Genre lässt sich schon genau abgrenzen? Und wenn, würde sicher jemand ein Cross-Over schreiben, welches dann erst nicht einordenbar wäre. Aus meiner Sicht kann man immer nur eine Typologie erstellen, das heißt, dass es einige Aspekte gibt, welche auf ein gewisses Genre zutreffen. Je nachdem welche Aspekte in einer Geschichte vorkommen, kann ich diese mit den Aspekten verschiedener Genres vergleichen und mich dann entscheiden, wo ich denke, dass die Geschichte am besten hingehört.


    Der Duden definiert SciFi wie folgt:

    "Bereich derjenigen (besonders im Roman, im Film, im Comicstrip behandelten) Thematiken, die die Zukunft der Menschheit in einer fiktionalen, vor allem durch umwälzende Entwicklungen geprägten Welt betreffen"


    Nun haben wir hier den Duden. Die Aspekte wären, dass die Geschichte

    • die Zukunft der Menschheit beschreibt
    • in einer fiktionalen Welt
    • die durch umwälzende Entwicklungen geprägt ist


    Aus meiner Sicht auch nur eine Auflistung von Aspekten, die jederzeit von jedem bestritten werden kann. Ob ich jetzt dem Duden glaube oder irgendeinem anderen selbstgewählten Messias ist egal, es werden immer andere Meinungen bestehen. Das Klassische, was in den obigen Aspekten fehlt, wäre der starke Bezug zur Technik (=Science), der meist in den Aspekten verlangt wird.


    Laut der obigen Definition wären alle Weltraumgeschichten, welche nicht in der Zukunft spielen, nicht Science Fiction. Vermutlich muss angenommen werden, dass der Begriff "Zukunft" hier vom Zeitpunkt des Schreibens und nicht des Lesens genommen wird. Hier hätten wir schon einen Punkt, um eine Diskussion zu starten.


    Mad Max, Waterworld, etc. sind eindeutig in dieser Definition. Aber bei Asimov wäre ich nicht sicher, weil es gibt keine umwälzende Entwicklung sondern eine sehr kontinuierliche, einfach weit in der Zukunft liegende. Daher bevorzuge ich andere Definitionen, die mehr den Technik-Effekt bzw. technische Entwicklung hervorheben. Aber jede dieser Definitionen sind eine Meinung, die richtig sein kann.


    Ich bin jedoch der Meinung, dass eine klare Abgrenzung nicht möglich ist.


    Für mich sind die Hauptaspekte der SciFi

    • (zukünftige) technische Entwicklungen und Erfindungen (zB.: Raumfahrt, Zeitreise, etc.)
    • (Natur)Wissenschaft gilt als Grundlage der Erkenntnisse
    • Wissenschaftler können mit den technischen Erfindungen umgehen bzw. erforschen diese/ihre Wirkungsweise


    Hauptaspekte der Fantasy

    • Magie und magische Wesen (Riesen, Zwerge, Elfen, Kobolde, etc.) sind ein wichtiger Teil der Geschichte
    • Magie als reale Tatsache
    • Technische Dinge, die unbekannt sind, werden erstmals als magisch klassifiziert


    Jetzt stellt sich die Frage, was ist ein Raumschiff in einem Fantasyroman? Meiner Ansicht nach bleibt der Roman weiterhin Fantasy, aber es gibt hier einen Aspekt, der auch auf SciFi deutet. Warum nicht? Auch Gespenster in Fantasyromanen, machen es nicht zum Horrorgenre. etc.


    So nun habe ich viel geschrieben, aber in Wirklichkeit wenig gesagt. Mein Fazit Genres sind nur nach überwiegenden Aspekten einteilbar bzw. haben einfach Überlappungen und daher ist eine genaue Abgrenzung nicht möglich.