Posts by Pipifax

    Der Grund für das CF ist Werbung. Da nur ein unbekannter Anteil der späteren Käufer auch am CF teilnehmen, bleibt es am Ende trotzdem bei einer Prognoseentscheidung.

    Ich zitiere hier mal Ulisses aus den Kommentaren beim Sonnenküste CF:


    Zu den vielen ökonomischen Faktoren, die für CF sprechen gehört unter anderem auch, dass wir von über CF realisierten Produkten beim regulären Release dieses Produkts dann sogar deutlich mehr verkaufen, als es ohne CF der Fall wäre. Wir verkaufen also von solchen Produkten insgesamt sehr viel mehr als von Produkten, die ohne CF veröffentlicht werden.


    Die Menge die Leute nach dem CF kaufen ist also höher als bei einem normalem Release, selbst ohne die Käufe im CF selbst.

    und da man das vorher weiß (und auch die Erfahrung aus dem Thorwal CF und vielen weiteren CF hat) kann man vorab gut kalkulieren.

    Ok, absurd? Die meisten Produkte werden ohne CF veröffentlicht (nach Erfahrungswerten). Wenn die Nachfrage (erfreulicherweise) höher ist als das derzeitige Angebot, dann muss halt nachproduziert werden. Wo ist das Risiko? Verlagsprodukte sind kein endliches Gut. Niemandem entsteht ein monetärer Schaden, wenn er etwas länger auf ein DSA5 Produkt warten muss.


    Ich würde mich freuen, wenn direkt nach dem CF die Standart-Produkte der RSH an den Korrekturs-Club gehen (und anschließend in den Druck) und die zusätzlich freigeschaltet Sonder-Texte (if any) dann halt erst Monate später.

    Ja, absurd. Wenn man die Nachfrage durchs CF absehen kann, dann kann man auch danach produzieren lassen. Natürlich ist es kein endliches Gut, aber von einem Buch (z.B) einmal 1000 Stück drucken zu lassen oder zwei mal 500 Stück hat ganz andere Stückkosten. Das ist mit Sicherheit einer der Hauptgründe ein CF zu machen. Das wird jeder Verlag so handhaben.

    Der Grund für das CF ist Werbung. Da nur ein unbekannter Anteil der späteren Käufer auch am CF teilnehmen, bleibt es am Ende trotzdem bei einer Prognoseentscheidung.


    Bei dem CF zu Thorwal war es wohl so, dass man sich hier etwas kalkuliert hatte. Nach meiner Erinnerung war die erste Druckwelle der RSH relativ schnell nach Veröffentlichung ausverkauft.

    Das einzige was mich stört über diese Vermarktungsstrategie ist die damit verbundene erhebliche zeitliche Verzögerung. Angabegemäß ist die eigentliche RSH ja bereits mehr oder weniger fertig geschrieben. Ich würde es begrüßen, wenn das Buch dann im Anschluss an das Crowdfunding auch direkt veröffentlich würde. Tatsächlich wird die Auslieferung wieder viele, viele Monate später erfolgen, bis auch der letzte Aufkleber, das letzte Lesezeichen produziert ist. Winter 2021 ist doch Mist (der Winter beginnt am 21. Dezember). Tendenziell wird es auch wieder später werden, bis tief in 2022 hinein.

    [...]. So wie sich deine Interpretation eines CF liest müsste Ulisses schon die komplette Produktflöte im Lager liegen haben um es Ende Mai ausliefern zu können. Da aber ein CF auch dazu genutzt wird wie viel man überhaupt produzieren lässt, wäre deine Variante für den Verlag völlig absurd (eventuell sogar sehr risikohaft) . Auch hätte ich weiterhin gerne die Möglichkeit Feedback zu geben. Was bei Einarbeitung auch noch Zeit braucht. [...].

    Ok, absurd? Die meisten Produkte werden ohne CF veröffentlicht (nach Erfahrungswerten). Wenn die Nachfrage (erfreulicherweise) höher ist als das derzeitige Angebot, dann muss halt nachproduziert werden. Wo ist das Risiko? Verlagsprodukte sind kein endliches Gut. Niemandem entsteht ein monetärer Schaden, wenn er etwas länger auf ein DSA5 Produkt warten muss.


    Ich würde mich freuen, wenn direkt nach dem CF die Standart-Produkte der RSH an den Korrekturs-Club gehen (und anschließend in den Druck) und die zusätzlich freigeschaltet Sonder-Texte (if any) dann halt erst Monate später.

    Ich hatte den wilden Süden eigentlich nie so wirklich auf dem Schirm, bis ich Blackguards 1 gespielt hatte. Der träge und morbide Charm der Region hat mir wirklich gut gefallen. Ich hoffe es gelingt die Stimmung auch in die Regionalspiehilfe (RSH) zu übertragen.


    Ob es ein Crowdfunding braucht für die RSH? Bisher waren die Regionalspielhilfen im Vergleich zu Quellenbüchern nach meinem Verständnis eher Ladenhüter. Wenn sich die Bücher mit einem künstlich generierten Hype besser verkaufen lassen, dann soll mir das eigentlich recht sein. Vielleicht erhöht sich damit grundsätzlich die Veröffentlichkeitsrate von RSH, meinen Lieblingsprodukten.


    Das einzige was mich stört über diese Vermarktungsstrategie ist die damit verbundene erhebliche zeitliche Verzögerung. Angabegemäß ist die eigentliche RSH ja bereits mehr oder weniger fertig geschrieben. Ich würde es begrüßen, wenn das Buch dann im Anschluss an das Crowdfunding auch direkt veröffentlich würde. Tatsächlich wird die Auslieferung wieder viele, viele Monate später erfolgen, bis auch der letzte Aufkleber, das letzte Lesezeichen produziert ist. Winter 2021 ist doch Mist (der Winter beginnt am 21. Dezember). Tendenziell wird es auch wieder später werden, bis tief in 2022 hinein.

    Ich bin von dem Transmutarium auch positiv überrascht. Es hat mir insbesondere besser gefallen als etwa die beiden Dämonenbücher.


    Obwohl es sich größtenteils nur um eine Auflistung von Chimären/Daimoniden handelt, wurden diese sehr stimmig beschrieben. Lediglich einige der dargestellten Wesenheiten fand ich etwas albern (z.B. Tentakelfuchs und Zerschmetterling). Auch mir hat insbesondere die Idee mit dem "Bekannten Exemplar" überzeugt. Teilweise wurde hierzu wirklich sehr lange in die Aventurische Geschichte zurückgeblickt und man konnte (ganz) alte Bekannte wiederentdecken.


    Gut hat mir auch gefallen, dass es neben den Chimären/Daimoniden sehr viel weiteren Fließtext gibt zur Geschichte der Transmutation und zu namhaften Koryphäen. Es gibt erfreulich wenig neue Regeln. Lediglich die Geschichte der Transmutation hätte für meinen Geschmack etwas eingängiger beschrieben werden können. Diese driftet für meinen Geschmack teilweise etwas zu sehr ins Esoterische ab und liest sich mitunter etwas bemüht.

    Nur weil das mal gefragt wurde, der Shop in Wien (Planet Harry) hat noch 3 Exemplare des Kompendium des Gottwals OVP im Regal stehen...


    Ich glaube Atlantis HH hat evtl. auch noch einen.


    Danke euch beiden für den Tipp. Ich hab dann auch noch einmal geschaut und mein Exemplar von einem Kölner Händler online kaufen können. Jetzt bin ich wieder komplett. Ich sammel ja primär nur die hardcover DSA5 Bücher. :)


    Inhaltlich fand ich das Kompendium des Gottwals jetzt nicht so berauschend. Ein wildes Sammelsurium von Regelfragmenten. Es wird wieder nicht deutlich gemacht, ob die vorgestellten Regelpartikel neu oder aus einem bereits veröffentlichen Regelbuch stammen. Ich finde das etwas störend, wenn man einen Aspekt in einem größeren Zusammenhang dargestellt noch einmal nachschlagen möchte. Gut gefallen haben mir allerdings die Ausführungen zu den vier Schulen. Ich denke eigenständige Bücher über Krieger-, Magier- und sonstige Schulen, die es wohl bei DSA4 gab, wären eine feine Sache.


    Im Ergebnis finde ich aber nicht, dass in den Crowdfundings Produkte entstehen, die mich besonders beeindrucken. Wege der Vereinigungen war ein Fehlkauf, Aventurische Meisterschaft werde ich mir gar nicht erst holen. Das Havena Buch (finde ich super) und die Gestade des Gottwals (finde ich ok) hätte man wohl auch ohne Crowdfindung veröffentlicht bekommen.

    Das Kompendium war eigentlich nicht für den F-Shop gedacht. Aufgrund von Nachfragen einiger User hat man dann wohl ein paar mehr produziert und es war kurzzeitig im F-Shop bestellbar, ist nun aber schon ausverkauft.

    Ob es nochmal nachgedruckt wird, ist derzeit noch offen. Niko hatte im Discord mal geschrieben, dass das ggf. geprüft wird (genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr).

    danke für Deinen Hinweis. Das ist ja schade. Ich glaub die drei Einzelheftchen kaufe ich mir nicht. Ich finde diese Heftchen doof. Dann habe ich ich die Sachen halt ausnahmsweise mal nicht und muss auf eine Veröffentlichung in einer anderen zukünftigen Publikation hoffen. "ggf. prüfen" heißt für mich, dass es das Kompendium des Gottwals nicht mehr geben wird.

    Ich hab die Regionalspielhilfe inzwischen durchgelesen. Ich bin zufrieden, wie eigentlich mit allen DSA5 Produkten. Durch den vordefinierten Aufbau, die Struktur und die vielen Zeichnungen wirkt DSA5 auf mich viel professioneller als die Vorgängereditionen.


    Das einzige was mich am Aufbau stört ist der Umstand, dass die Geschichte der beschriebenen Region bei den Regionalspielhilfen erst so spät erläutert wird. Besser wäre es gewesen, wenn diese jeweils als erstes Kapitel den weiteren Ausführungen vorangestellt wird. Bei jeder Regionalspielhilfe hatte ich beim Durchlesen stets diverse Verständnisfragen, die sich erst beim Kapitel "Mythos und Historie" aufgelöst haben.


    Warum Ausrüstung und Rüstung zu einer Region jeweils in kleine Beiheftchen ausgelagert werden müssen, habe ich noch nie verstanden. Die Wiederholung einzelner Regelfragmente bei den vorgestellten typischen Helden der Region finde ich stets verwirrend. Vielleicht könnte man zur besseren Orientierung zumindest noch Verweise auf die jeweils betroffenen Hauptwerke mit den vollständigen Regeln aufnehmen. An einigen Stellen erfolgt dies bereits zum Teil (AMA032 etc.).


    Inhaltlich finde ich die beschriebenen Region interessant aber nicht wirklich fesselnd. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich dem Wikingersetting persönlich noch nie besonders viel abgewinnen konnte. Spannender fand ich die ersten Regionalspielhilfen inklusive "Havena - versunkene Geheimnisse" bis "Die Flusslande" einschließlich.


    Gut finde ich, dass die Autoren sich viel Mühe geben, die Region mit möglichst viel authentischem Leben zu füllen (Ausführungen zu Nahrung, Kleidung, Bräuchen, Rechtssystem etc.). Ich mag DSA wegen des Low Fantasy Settings (mehr düsteres Mittelalter, weniger unrealistische Märchenwelt). Die an anderer Stelle als langweilig kritisierten Ausführungen etwa zum Fischfang in einzelnen Orten finde ich daher gerade gut, weil die Region damit für mich insgesamt authentischer wirkt.


    Auch ich kann allerdings nicht erkennen, dass das Crowdfunding sich irgendwie auf die Qualität der Spielhilfe ausgewirkt hat. Ich denke das Crowdfindung war eher ein schlauer Marketingzug, um möglichst viele eigentlich überflüssige Merchandising-Produkte unter das Volk zu bringen. Kann ich jetzt eigentlich nicht wirklich kritisieren. Rein menschlich finde ich es gut für die Ulisses Mitarbeiter, wenn es dem Verlag gut geht. Und als DSA-Sammler habe ich natürlich selbst ein Interesse daran, wenn die Finanzierung weiterer DSA Produkte von ansprechender Qualität gesichert ist.


    Am Ende habe ich noch eine Frage. Vielleicht wurde diese in den vorherigen Beiträgen bereits thematisiert und ich habe die Antwort überlesen. Was ist eigentlich aus dem Kompendium des Gottwals geworden? Ich kann ihn nicht bestellen und er wird auch nicht mehr als zukünftiges Produkt (inklusive Veröffentlichkeitsdatum) im F-Shop aufgeführt. Ich würde ungern die drei Einzelhefte mit den inhaltlichen Ergänzungen der Regionalspielhilfe kaufen. Mich nerven schon die vielen herumfliegenden Rüstkammerheftchen.

    in Zusammenhang mit den Dampfenden Dschungeln hätte ich auch noch eine weitere Rückfrage. Gibt es eigentlich bei Ulisses irgendeine Aufbewahrungsbox für die inzwischen recht zahlreichen Rüstkammern? Für die Landkartensets gibt es ja auch eine eigene Aufbewahrungsbox.

    ich hätte auch eine Frage zu den Dampfenden Dschungeln. Auf den S. 148 bis 149 werden neue Wesenszüge der Stufe I und Stufe II vorgestellt. In diesem Zusammenhang werden Wesenszüge der Stufe III angesprochen, aber nicht näher erläutert. Die Wesenszüge I und II beziehen sich auf Regionen und die Wesenszüge III auf Stammeszugehörigkeit. Wo werden denn die Wesenszüge III dargestellt?

    Ich mag DSA5 und habe mir bisher alle Regel- und Quellenbücher geholt. Ich finde auch das Herbarium sehr toll und werde mir selbstverständlich auch den zweiten Teil holen.


    Beim Lesen sind mir ein paar Punkte aufgefallen:


    Ich finde das neue Papier deutlich besser als das alte. Wirkt deutlich höherwertiger.


    Beim Vorwort war ich zunächst etwas skeptisch. Ich finde es recht schwierig geschrieben. Es handelt sich um die Einleitung zu einem Gesellschaftsspiel (großer Adressatenkreis) und nicht zu einer wissenschaftlichen Abhandlung (kleiner Adressatenkreis). Gerne etwas eingängiger Schreiben.


    Die Aufteilung in sieben verschiedene Typen (Pflanzen mit psychischer Wirkung, Pflanzen mit physischer Wirkung etc.) hätte es meiner Meinung nach nicht Bedurft. Ich finde die Aufteilung eher verwirrend. Meines Erachtens hätten drei Typen vollends gereicht, etwa nützliche Pflanze, schädliche Pflanze und wehrhafte Pflanze.


    DAS-Texte sind ja regelmäßig so aufgebaut, dass es erst einen kursiven Ingame-Text zur Einstimmung auf ein Thema gibt und anschließend die eigentliche Beschreibung. Bei vielen Pflanzen gibt es nur eine Ingame-Einleitung und gar keine Beschreibung. Das finde ich schade.


    In den Wertekästchen der Pflanzen hätte man einige Gliederungspunkte weglassen können. So verweist der Gliederungspunkt „Verarbeitet“ regelmäßig auf den Gliederungspunkt „Rezepte“. Ein Gliederungspunkt der aber lediglich als Dauerverweis dient, ist meines Erachtens entbehrlich. Vorzugswürdig hätte ich gefunden etwa: Wirkung (roh): Berührung / Einatmung / Verzehr und dann Wirkung (verarbeitet): keine Rezepte bekannt bzw. Aufzählung der bekannten Rezepte.


    Dann ist mir aufgefallen, dass man für erfolgreiche Suchtproben möglichst hoch würfeln muss (z.B. Ilaris-Sucht bei 1-4 auf W20). Traditionell sind bei DSA niedrige Würfe mit positiven und hohe Würfe mit negativen Konsequenzen verbunden. Eine Sucht dürfte eine negative Konsequenz sein.


    Die Ausführungen zum Alraunigen Homunuculus und zu den Landschaftstypen Aventuriens fand ich sehr stimmig. Meines Erachtens die besten Abschnitte des Buches.


    Weniger überzeugen konnten mich die Nebenwirkungen zu Alltagspflanzen. Es besteht danach jedes Mal, wenn ein Aventurier eine Blumenwiese mittlerer Art und Güte durchquert das latente Risiko, dass sich ihre Haut blau färbt oder ihnen alle Haare ausfallen?


    Schließlich finde ich sehr gut, dass die Regelwiederholungen aus anderen Publikationen in einem Anhang zusammengefasst wurden. Das ist sehr leserfreundlich für die vielen Spieler/Sammler, die alle Bücher kaufen.


    Nur so meine Gedanken.

    Oh, echt?^^ Wo?:unsure2:  Pipifax

    oh je, ich bekomme das jetzt nicht mehr zusammen. Ich hab beim Lesen des Buches seinerzeit keine Liste mit gefundenen Verweisen geführt. Aber beispielsweise gibt es auf der Seite 14 einen Verweis auf eine Zusatzregel in der Aventurischen Rüßtkammer und auf der S. 79 gibt es einen Verweis auf eine Zusatzregel aus dem Aventurischen Kompendium.

    auf die schnelle fallen mir noch Verweise auf die Aventurische Rüstkammer und das Aventurische Kompendium ein. Ich selbst finde die Verweise gut. Ich hätte lieber mehr Verweise und weniger Doppelungen.



    Nach einem Durchblättern mit bewusster Suche nach Querverweisen:

    Im ganzen Buch (genauer im Abschnitt zu den aus AMA2 wiederholten Traumregeln) gibt es - sofern alle Referenzen korrekterweise dick gedruckt sind - eine Referenz zu Aventurische Magie 2, nämlich dass Helden normalerweise durch das dort vorgestellte Ritual Traumgestalt oder eben die im Buch vorgestellte Liturgie Traumgesicht in Traum-Welten kommen. Und dass ein einzelner Zauber nicht neu gedruckt wird, in einem Buch für Geweihte, ist, denke ich in Ordnung (und für den Themenbereich Traum-Regeln auch konsistent).

    mir ist in AG2 zum Thema Doppelungen aufgefallen, dass die Zwei-Regelwerke-Doktrien langsam an ihre Grenze stößt. So gibt es im ersten Teil des Buches zahlreiche Verweise auf weitere Publikationen (z.B. Aventurisches Götterwirken 1, Aventurische Magie 2 und Bestarium 1). Eine Wiederholung der referierten Regeln erfolgt nicht.


    Das ist nicht "an die Grenzen stoßen", das ist von Anfang an so kommuniziert worden. Ja, man braucht nur GRW + Almanach um alle Abenteuer zu spielen (mit Ausnahme einiger Spezialfälle wie Eiserne Flammen und die RSH-Abenteuer), aber wer Götterwirken 2 kauft muss damit leben dass da Querverweise auf AG1 drinnen sind.

    Es sind ja nicht nur Querverweise auf AG1 sondern auch auf andere Regelwerke. An anderer Stelle werden statt eines einfachen Verweises seitenweise Ausführungen aus früheren Regelwerken wortwörtlich wiederholt. Eine konsistente Linie kann ich darin nicht erkennen.

    mir ist in AG2 zum Thema Doppelungen aufgefallen, dass die Zwei-Regelwerke-Doktrien langsam an ihre Grenze stößt. So gibt es im ersten Teil des Buches zahlreiche Verweise auf weitere Publikationen (z.B. Aventurisches Götterwirken 1, Aventurische Magie 2 und Bestarium 1). Eine Wiederholung der referierten Regeln erfolgt nicht.


    Was mir positiv aufgefallen ist, ist die geringe Menge an Rechtschreibungs- und Zeichensetzungsfehlern. War Aventurische Magie 3 der Tiefpunkt, so ist läuft die Orthographie inzwischen richtig gut.


    Insgesamt mag ich AG2. Es gibt für mich inhaltlich nur ein paar Kritikpunkte. Noch ein paar einleitende Sätze zu den jeweils vorgestellten (Halb-)Gottheiten hätte ich gut gefunden, weil leserfreundlicher (insb. Verwandtschaftsverhältnisse der Halbgottheiten). Einleitende Sätze gab es auch in AG1 nicht, nur ist es mir da nicht so aufgefallen, weil die vorgestellten (Halb-)Götter viel präsenter sind.


    Es gibt längere Ausführungen, die nach meinem Verständnis nicht in ein wichtiges Regelwerk zur Götterwelt gehören. Wiederholung und Ausbau der Vampirregeln aus dem Bestarium 2 mag noch in Ordnung gehen, da die Kinder der Nacht Bedeutung für den Marbokult haben. Aber 17 Seiten Ausführungen zu kleinst-Splitterorden aus den Thulamidenlanden (Hadjinim-Orden) fand ich wirklich enttäuschend. Meiner Meinung nach gehören diese Ausführungen in eine Regionalspielhilfe und nicht in ein wichtiges Regelwerk. Wenn man schon einzelne Orden beschreiben möchte, dann gibt es wirklich wichtigere und bekanntere. Es wäre auch naheliegender (wenn überhaupt) die Hadjinim-Orden im Zusammenhang mit dem Rastullah-Glauben zu beschreiben, der in AG2 komplett fehlt.

    Die Behandlung von Gorien hatte mich beim Lesen auch etwas irritiert. In der Regionalspielhilfe "Die Streitenden Königreiche" wird der von den Thorwalern besetzte Teil Nostrias (Eldelgrafschaft Kendraf) auf Karten schraffiert dargestellt. In der Regionalspielhilfe "Das Dornenreich" wird der vom Sultanat Gorien besetzte Teil Goriens (Obergorien und Chalukistan) auf Karten nicht schraffiert dargestellt.


    Die Stadt Anchopal wird in der Regionalspielhilfe "Das Dornenreich" beschrieben, obwohl sie im besetzten Teil Goriens liegt. Die übrigen Städte des besetzten Teils Goriens werden in der Regionalspielhilfe nicht erwähnt. Ich hatte mir überlegt, dass Anchopal möglichweise deswegen ausnahmsweise beschrieben worden ist, weil die Stadt eine solche Bedeutung für die Geschichte Araniens hat, obwohl sie derzeit politisch nicht dazugehört und damit in der Regionalspielhilfe "Das Dornenreich" eigentlich nicht hätte erwähnt werden dürfen.


    Nach der "Zwei-Regelwerke-Doktrin" dürfte die Stadt Anchopal in einer Regionalspielhilfe, die das Sultanat Gorien behandelt, erneut beschrieben werden müssen. We will see...

    Hab mir die Spielhilfe jetzt durchgelesen. Gefällt mir wie immer sehr gut. Wie auch die RSH davor schafft es das Buch, einen Bereich von Aventurien spannend aufzubereiten, der mich eigentlich vorher nie interessiert hat. Ärgerlich fand ich wie zuvor die Rüstkammer. Ich finde es schade, dass man die Waffen- und Ausrüstungsbeschreibungen auslagern muss. Ohne die permanenten Wiederholungen von Regelfragmenten aus anderen Publikationen, hätte man die mit wenigen Zusatzblättern noch integrieren können. Besser wäre es gewesen, die erforderlichen Regelwiederholungen auszulagern (z.B. als Zusatz-pdf). Die meisten kaufen eh alle Publikationen und sind von der 10. Schwarmregelerläuterung nur noch genervt.


    Wie auch in den vorherigen Publikationen wird bei gefühlt 80% der vorgestellten Klassen der Nachteil Arroganz empfohlen. So langsam bekomme ich das Gefühl, Aventurien ist ein Kontinent mit einer nahezu 100%igen Soziopaten-Bevölkerung. Wie spielt man das eigentlich aus, wenn die gesamte Heldengruppe die gleichen Defizite bei der Sozialkompetenz aufweist. ^^

    Ich bin nicht sonderlich glücklich wegen des Crowdfundings. Die Veröffentlichungsrate von DSA5 Büchern ist schon extrem langsam. Durch diese vielen Crowdfundings wird das alles noch schlimmer. Die Thorwal-Regionalspielhilfe sollte Anfang 2019 erscheinen. Wegen des Crowdfundings wird es jetzt irgendwann in 2020 sein. Ich kann verstehen, dass Ulisses als werbendes Unternehmen an maximalem Umsatz interessiert ist und auch sein sollte, aber Aufkleber, T-Shirts und ein Legoschiff (wtf)? Irgendwie zieht das mein armes Aventurien ins lächerliche...

    Lieber Famburasch und Psiren, da man zu euren Ergebnissen nur durch eine besonders großzügige Auslegung und dem hinzuerfinden von Wörtern kommt, die da nicht stehen, denke ich schon, dass man die Texte vor einer zweiten Auflage noch einmal auf logische Konsistenz durchsehen sollte. ^^