Posts by Shahynrox

    Aktuell spielen wir die Theaterritter-Kampagne, die wir im Mai mit zwei Heldenwerk-Vorabenteuern begonnen haben. Jetzt kommen wir langsam gegen das Ende von "Der Weisse See" und wir spielen ziemlich regelmässig alle zwei Wochen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird uns die Kampagne vielleicht noch zwei Jahre gut beschäftigen, was auch bedeutet, dass wir über zwei Jahre voll im Metaplot drinnstecken. Für mich hat das subjektiv den Effekt, dass ich mehr als genug Metaplot habe, denn Arivor, Rabenkrieg etc. ist ja noch nicht mal in Sichtweite.

    ACHTUNG SPOILER "THEATERRITTER-KAMPAGNE":


    Die Theaterritter-Kampagne ist ja auch weniger nach vorne als vielmehr nach hinten gerichtet. In den 6 Bänden passiert eigentlich nichts, was den Metaplot zukünftig gross ändert. Es werden viele Plot-Stränge aus dem alten Bornland-Regionalband abgearbeitet, aber am Ende der Kampagne steht das Bornland so ziemlich genau so da, wie es der DSA4-Regionalband abschliessend darstellt (personelle Veränderungen, kleinere Schönheitskorrekturen mit dem Korsmalbund und ein paar spezifische Infos zum "Erwachen" zusätzlich mal abgesehen). Musste ja auch so sein, weil es keine neue DSA5-Regionalspielhilfe zum Bornland gab, als die TRK erschien. Insofern musste der Stand am Ende der Kampagne dort enden, wo der Wissenhorizont mit der alten Spielhilfe endete.


    Das zeigt aber eher, wie wichtig der Metaplot tatsächlich ist, denn ohne den DSA4-Metaplot könntest Du die DSA5-TRK halt nicht spielen und die Kampagne erntet sozusagen, was andere vorher gesät haben. Dass jetzt im Bornland nichts mehr passiert und das, was die TRK angestossen hat zu versickern droht (s. Arivor), ist halt wieder der schleppenden Veröffentlichung der Regionalbände und damit einer fehlenden Perspektive auf den laufenden/kommenden Metaplot geschuldet. Gleichzeitig zeigt es in meinen Augen die Planlosigkeit die in der Redaktion herrscht, wenn es um die Frage geht: zu welcher Region veröffentlichen wir Spielmaterial und zu welcher gibt es neues Hintergrundmaterial (Spielhilfen, M&A-Inhalte usw.). Anstatt die TRK quasi als grosse Werbekampagne für eine neue Bornland-Spielhilfe voranzustellen (wie bei Dampfende Dschungel) und dann die nächsten 5-10 Jahre den Metaplot anhand des Bornlands in einer aktualisierten Regionalspielhilfe darzustellen, hat man den Schwung (wieder) ungenutzt verpuffen lassen.


    Insofern kann man dir auch Recht geben: Für die TRK braucht man keinen DSA5-Metaplot. Das DSA5-relevante Thema "Erwachen" usw. wird ja ausser als Wow-Effekt nicht verwendet bzw erklärt.

    Wo gerade an anderer Stelle die Risikobewertung von CFs läuft: Ebenfalls schlechte Nachrichten trudelten jetzt für die Backer und Interessenten von YARPS ins Haus: Scheinbar wird das Projekt weitgehend eingefroren bzw. zurückgefahren:

    Ankündigung "YARPS ist in Schwierigkeiten"


    Sehe da für die angekündigte DSA-Applikation natürlich auch schwarz. D.h. DSA5 bleibt wohl auch für die nächsten Jahre in Sachen Kampagnenmanagement analog.

    Eine Stellungnahme von Ulisses hierzu habe ich bisher noch nicht gefunden. Die Info von YARPS ging schon letzte Woche raus. Eventuell auf Facebook mit mehr Infos, wie der Verlag jetzt umzuplanen gedenkt? Neue Alternativen in Sicht?

    Habe zur Ausarbeitung einer Schlacht in meiner Runde ("Schlacht von Neulowangen", s. LINK) das Kompendium von Armalion gekauft und angepasst. Statt Einzelfiguren bewegt man dann halt grössere Einheiten als Token über das Hex-Feld - ähnlich wie bei der Schlacht der 1000 Oger nur mit feiner abgestuften Hierarchien und Spezialisierungen der Einheiten Die Armalion-Regeln sind natürlich nicht direkt kopierbar, aber eben eine gute Orientierung für ein eigenes, einfaches Schlachten-System.

    Ok?! Lassen die ihre Website auch in Polen oder China drucken :sick:? Aber danke für die Info! Auf der Kickstarter-Seite gibt's zur Ulisses-Kooperation nur einen vagen Absatz. Haben die Backer da mehr Infos bekommen?

    Ja, vermisse das auch. Eine hauseigene und aktuell gehaltene Roll20-Lösung wäre wirklich eine tolle Sache! Ulisses könnte dann z.B. seine digitalen Karten, Token, NPC-Portraits, Stimmungsbilder usw. in geeigneter Web-Auflösung anbieten und fertige Roll20-Pakete für einzelne Abenteuer oder die Regionalspielhilfen verkaufen. Auch die MP3-Sammlungen der Spielhilfe zu integrieren wäre genial. Bislang müssen die Tracks ja umständlich "per Hand" hochgeladen und sortiert werden.


    À propos Digitalisierung: Was ist eigentlich aus der YARPS-Kooperation geworden? Ich nutze keinen Campaign-Manager mehr, nachdem ich über ein Jahr CHRONICA getestet und mit meiner Gruppe befüllt habe. Aber 95% der dort angebotenen Features sind für DSA unnötig und das Interface bzw. die Ablagesystematik ist sehr umständlich. Eine digitale Lösung, die sich an den Bedürfnissen der DSA-Community orientiert, wäre super!

    Wieso muss man den Metaplot-Fahrplan kennen, um einen 2.000-Zeichen-Artikel über einen durchgedrehten Demagogen zu schreiben, der in einem almadanischen Dorf die Bevölkerung verunsichert?

    Weil ich dann da auch nicht das Label "Sternenfall/Zeitenwende" draufkleben würde - ausser es ist trotz des eher banalen Charakters tatsächlich Teil des Plans. Natürlich kann ich jede x-beliebige Story nominell in Bezug zum Sternenfall setzen, aber um "gelebte Geschichte" tatsächlich voranzubringen, braucht es Geschichten, die zu einem Ziel führen, wo Fäden zusammenlaufen und die Helden durch ihre Handlungen die Geschichte gefühlt vorantreiben können und nicht nur an sporadischen Symptomen der Zeitenwende bzw. in diesem konkreten Fall des Sternenfalls herumdoktern dürfen. Das ist nach dem 2. oder 3. Abenteuer langweilig und unbefriedigend (meine Erfahrung am Spieltisch), weil dadurch eine Stimmung erzeugt wird à la "ok, ich kann eh nix dagegen machen und die Hintergründe verstehen wir offensichtlich auch nicht, aber wir sammeln weiter fleissig gefallene Sterne ein, weil die anderen offenbar immer mehr wissen als wir und die Dinger haben wollen/brauchen - wofür auch immer."


    Beim Svelltschen Sternenregen hat die Geschichte "Fallende Sterne" hervorragend funktioniert. Da hat man die Hintergründe des Sternenfalls auch weitgehend im Dunkeln gelassen und in den Spielhilfen (Roter Mond u.a.) nur einige für den Meister doch recht brauchbare Erklärungsmodelle geliefert, die es dem Spielleiter trotz der rein mythologischen Interpretationsansätze erlaubten, diese Geschichte gegenüber den Spielern zu begründen. Die tatsächliche Action fand aber am Boden statt, mit vielen inhaltlich sehr dicht erzählten Geschichten rund um die Jagd nach dem Sternengold. Aber in einem kleinräumigen Handlungsrahmen und mit klar definierten Parteien bzw. einigen wenigen Protagonisten und Antagonisten hat man da einfach ganz klar ne Grenze gezogen: "Jungs, Mädels, die Götterebene ist (1029BF) mit dem Sternenregen fertig, jetzt ist es an der derischen Seite, das Problem zu lösen - also los, ihr Helden!" Da waren die Spielregeln klar.

    Jetzt ist der Sternenfall ein globales, offenes Phänomen eines noch viel grösseren, noch kosmischeren Ereignisses (zu dem noch weniger bekannt ist) ohne absehbares Ende, ohne klare Akteure und ohne mythologische Plausibilität. Wie soll ich mich da orientieren und das meinen Spielern schmackhaft machen, wenn ich als Spielleiter seit Beginn von DSA5 erzählerisch ständig auf Sicht fahre?

    Ich meinte nicht konkret auf den Untergang Arivors bezogen, sondern allgemein zum Thema.

    Das ist ja genau der Knackpunkt. Ich kann eigentlich nur was dazu beitragen, wenn ich die Hintergründe bzw. das Finale der Story oder ihrer wichtigsten Etappen kenne, sonst reihe ich nur einen weiteren Artikel mit Allgemeinpositionen in die lange Kette ein. Ich denke, gerade aus der Gruppe der Spielleiter würden viele begeistert Ulisses mit Beitragsideen bombardieren, wenn da mehr Hintergund vorhanden wäre. Die nicht-lineare Story des Sternenfalls und die vielen regionalen Hotspots schreien ja geradezu danach, hier kleinere Szenarien und Ideen zu entwickeln und am Spieltisch individuell umzusetzen, ohne mit einer schon fest zementierten Plotline zu kollidieren. Allerdings müsste der Metaplot und seine wichtigsten Knotenpunkte dann eher von hinten gedacht und an die Spielleiter kommuniziert werden, also: "wir wollen da hin! Wie kommen wir mit eurer Hilfe dorthin?"

    Seit Einführung von DSA5 macht es auf mich eher den Eindruck, dass diese Hilfe eben nicht gewünscht ist, weil alles als top secret eingestuft wird.

    Danke, Schattenkatze, für diesen Einblick hinter die Kulissen. Ehrlich gesagt bin ich ziemlich "verblüfft", dass man sich auf so ein Experiment eingelassen hat. Wird dann in der Redaktion zu jedem aventurischen Ereignis gewürfelt, ob und wie es mit dem Sternenfall in Verbindung steht? :cry:

    Also ich finde, der Meta-Plot kommt in sehr vielen Abenteuern vor, einige wurden ja schon genannt. Auch in vielen anderen Publikationen, dem Almanach, den RSHs und den Quellenbänden wird darauf eingegangen bzw. wir er erwähnt.

    Ja, Zitate aus dem Metaplot sind da, aber eben grundsätzlich so schwammig, dass man daraus keine Stossrichtung entnehmen kann, um die sehr fragmentarischen Sternenfall-Ereignisse vernünftig verknüpfen zu können. Kommt vielleicht auch darauf an, ob man v.a. als Spieler oder Spielleiter damit zu tun hat. Meine Perspektive ist überwiegend die des Spielleiters und da ist das anhaltende Schweigen zum Sternenfall einfach nur nervig.


    Ich habe zunächst gedacht, dass das eine eher unglücklich aufgezogene Art der Dramaturgie ist, bei der Ulisses bei allen DSA-Kunden Spannung erzeugen will, indem nur nebulöse Andeutungen und vage Prognosen raugegeben werden. Aber als Spielleiter will ich nicht über Jahre durch eine von Marketing-Gedanken getragene Spannung angeteasert werden. Die Spannung erzeuge ich mit dem ganzen Hintergrundwissen am Spieltisch für meine Spieler. Dazu brauche ich Infos und Meisterwissen. Und das fehlt einfach. MEISTERWISSEN!! Am besten wie hier schon mal angedeutet in einem extra Band, denn ganz offensichtlich weigert sich die Redaktion irgendwas Konkretes zum Sternenfall oder dem Metaplot (der Sternenfall ist ja nur ein Phänomen des Metaplots) in die Abenteuer oder Regionalspielhilfen zu packen.


    Beim Sternenfall hat mich v.a. die Sprachlosigkeit der Dornenreich-Spielhilfe zu diesem Komplex enttäuscht. Wenn man in den Streitenden Königreichen nichts vom Sternenfall mitkriegt oder nur abergläubisch daran herumdeutet – ok, gegessen! Aber Aranien? Die Hochburg der Astronomie und Astrologie verschläft komplett dieses Thema bzw. schiebt es mit vagen Andeutungen und Allgemeinpositionen („mysteriös! seeehr mysteriös!! wirklich!!!“) vor sich her. Ich steckte da grad mitten in Niobaras Vermächtnis und wollte das Abenteuer als Aufhänger für weitere ABs zum Sternenfall nutzen. Habe daher auch ganz brav – vermutlich gemäss der Strategie des Verlags – andere Sternefall-ABs eingeschoben (z.B. Federfall) aber der fehlende Zusammenhang zwischen den Ereignissen und vor allem das totale Schweigen zum Hintergrund des Sternenfalls haben mich und dann letztlich auch die Spieler so genervt, dass wir das Thema umgewandelt haben in ein diffuses Hintergrundrauschen, auf das bald keiner mehr hört – der Sternenrausch als Tinnitus. Schade, aber für mich aktuell nicht anders umsetzbar.

    Auch glaube ich das die Redax schon einen großen Plan im Hinterstübchen, wenn nicht sogar auf einer oder mehrerer Metaplanwände oder in Exceltabellen hat.

    Ja, das hoffe ich auch! In der geheimen M&A-Schublade der Redaktion gibt es ihn vielleicht, den Sternenfall-Masterplan, aber da komme ich als SL halt nicht ran und bei der Publikationsgeschwindigkeit wird es sicher auch so bleiben! Insofern landete das Thema dann bei meiner Gruppe ebenfalls in einer Schublade, nämlich er der mit der Aufschrift „tolle Idee – schlechte Umsetzung“.

    Was mich an der Handhabung des Themas stört ist einfach dieses Irrlichtern zwischen: „Der Sternenfall ist GROOOSS! Er ändert alles!!“ einerseits und der „alles wie bisher“-gelebten Realität in den Regionalbeschreibungen. Gerade dort wird dieses eigentlich kosmische Ereignis eher marginalisiert:

    Nichts geändert? Wenn die Sternkarten bei Niobaras Vermächtnis auch nur ansatzweise die kommenden Verschiebungen widerspiegeln, dürfte die aventurische Astrologie durch eine Krise gehen, zu der Corona vergleichsweise harmlos wirkt, schliesslich werden Sterndeutungen erschwert bzw. unmöglich. Wie soll nun ein verlässliches Geburtshoroskop erstellt werden? Welcher Herrscher will unter solchen Sternen noch eine Schlacht beginnen, einen wichtigen Posten besetzen, welcher Fromme weiss, wann er sich auf eine Pilgerreise begeben oder einen wichtigen Handel einlassen soll? Heiler und Astromediziner schauen verunsichert zum Himmel und wissen nicht mehr, wann sie operieren sollen oder welche Einflüsse auf Leib und Seele bestehen und wie wirkt sich das veränderte Himmelszelt auf die Tier- und Pflanzenwelt aus?


    Selbst im Tiefen Süden müssten die dortigen Priester und Anführer zittern angesichts der Veränderungen am Sternenhimmel, schliesslich wird auch dort der Lauf der Gestirne genauestens beobachtet und in aufwendigen Interpretationen fixiert (z.B. Tempel der Sumukopa, Kuruke-Lahe, Dampfende Dschungel, S. 32, 47, 57). Aber auch dort findet sich nichts, was einen als Spielleiter irgendwie weiterbringt. Der ausführlichste Part bringt weniger Infos als der Almanach:

    Nichts, womit sich dem SL die Hintergründe des Sternenfalls erklären oder womit ich am Spieltisch etwas anfangen kann.


    Auf S. 140 der Aranien-Spielhilfe versucht sich ein Abschnitt ebenfalls als Erklärung zum Sternenfall. Aber auch dort bleibt man bei dem schon bekannten Refrain:

    Genauso belanglos geht es leider bei dem Thema im Heldenbrevier zu.


    Dass das Thema Sternenfall eigentlich schon erledigt ist, deutet sich in den „Dampfenden Dschungeln“ (S. 52) an:

    Was kann ich dem entnehmen? Kurzes Chaos bei der Kalender- und Prophezeiungs-Planung, dann business as usual... War da was?


    Gerade die Dornenreich-Spielhilfe hätte eine hervorragende Plattform geboten, Meisterwissen zu verpacken und den Metaplot endlich ein gutes Stück voranzubringen bzw. zu erklären. Aber die Gelegenheit hat man wohl verstreichen lassen. Bei dem Fokus der Spielhilfe hätte ich eigentlich erwartet, dass da mindestens ein eigenes Kapitel mit Forschungsergebnissen oder Karten mitgeliefert wird. In den Beschreibungen heisst es schliesslich (S. 74):

    Es gibt bislang keine brauchbaren Sternenkarten, die die Ereignisse ingame-tauglich visualisieren oder den aventurischen Kalender brauchbar abbilden. Ich freue mich über jedes nette Bildchen von Hunden, Katzen oder Echsen, das die vielen Facebook-Posts von Ulisses begleitet, aber dass dann keine Zeit bleibt so ein elementares Hilfsmittel wie einige astronomische Sternenkarten und astrologische Handouts zu skizzieren, kann ich nicht verstehen.


    Mein Fazit: Aranien hat keine Lust auf den Sternenfall! Und Ulisses irgendwie auch nicht (mehr).


    Vielleicht hatten einige der Vorschreiber Recht und man hat den Sternenfall von Anfang nur als Alibi eingeführt, um eine Erklärung für die neuen Regeln zu haben. Meine Vermutung ist mittlerweile, dass sich Ulisses beim Sternenfall aus verkaufs-strategischer Motivation heraus nie festlegen wollte: Zwar soll die Sternenfall-Katastrophe allumfassend aventurisch (derisch?) geschehen („Ein Stern hier… und noch ein Stern dort…“), der impact auf die aventurische Entwicklung/Kultur/Religion soll aber so beschränkt wie möglich bleiben, damit man Spielergruppen, die dieses Thema nicht ausspielen wollen, keinen neuen Borbarad „aufzwingt“.

    Man wollte also vielleicht zwei Aventurien gleichzeitig bedienen. Eines mit (kosmisches Drama) und eines ohne (Kleinkonflikte) Sternenfall, damit jeder Spielertyp happy ist. Daher ist vielleicht auch die Community so gespalten. Die einen, die den Sternenfall von Anfang an als Mega-Ereignis wahrgenommen haben und entsprechend ihr Spiel und ihre Kampagnen organisiert haben und dann die Gruppe, die den Sternenfall eher als Hintergrundrauschen mitnehmen, ohne daraus konkrete Änderungen in ihrem Spiel abzuleiten. Die eine Fraktion versteht die Position der andere nicht, weil sie eben in ihrer eigenen, Ulisses-konformen Welt unterwegs sind.


    Eine Möglichkeit wäre in meinen Augen, den Sternenfall aus der Metaplot-Ebene herauszulösen und z.B. nur noch als Kampagne mit einem fundierten Meisterwissen-Band „Sternenfall“ und dezidiert damit verbundene ABs/Kampagnen aufzuziehen.

    Liebe Community!

    Das Thema liegt zwar schon länger auf Eis, ich möchte es aber nochmal reaktivieren, weil ich zur Vorbereitung meiner Theaterritter-Runde nach einer Quelle suche, auf die hier in einer Antwort von Schattenkatze verwiesen wurde:

    Die Sonderausgabe des Aventurischen Boten zur Ratcon 2013 (Link) scheint umfangreiches Material zum Heiligengang zu enthalten und bislang die einzige offizielle Quelle zu diesem wichtigen historischen Ereignis im Bornland zu sein. Die Links, die im WIKI und in diversen Foren auf die Download-Seite von Ulisses verweisen, sind alle tot, da die entsprechenden Beiträge alle um 2016/17 datieren - also vor der "Umstellung" der Ulisses-Homepage. Im "Erbe der Theaterrritter" steht dazu leider auch nichts Konkretes. Kennt jemand eine Online-Quelle, wo es den Boten noch gibt? Auf der aktuellen Download-Seite von Ulisses und im Ebook-Store wird er nicht (mehr?) angeboten.

    Auch über begleitendes Material, das vielleicht während der Ratcon an die Spieler ausgegeben wurde und sich auf dieses Ereignis bezieht, wäre ich sehr dankbar!

    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!

    In Tiefhusen verehrt man die Rondra-Geweihte Odelinde Radker, die 1010 BF den Tempel ihrer Göttin bis zu ihrem Tod gegen die Orks verteidigte (Reich des Roten Mondes, S. 74).

    Ebenfalls in Tiefhusen wird die Rahja-Geweihte Riganna verehrt, die nach 702 BF die Rahjafessel aus Havena nach Tiefhusen brachte (s. Roter Mond, S. 182)


    Noch eine Ergänzung zum schon genannten Firungald, da diese Info aus dem Band "Reich des Roten Mondes" im WIKI fehlt: Nahe Lowangen zweigt an der Strasse nach Arsingen ein "kleiner gewundener Pfad in den dichten Tannenwald ab und führt zum Firuntempel... Im Inneren des Tempels steht die fast lebensgrosse Holzstatue eines Braunbären mit annähernd menschlichem Kopf. In den Händen hält sie den Speer des Heiligen Firungald aus Lowangen, der der Legende nach im Jahr 1008 BF nackt die Eiszinnen überquerte". (Roter Mond, S. 72)

    Der Speer scheint also das eigentliche Verehrungsziel des dortigen Heiligenkults zu sein und nicht irgendwelche Knochenreste des kälteresistenten Wanderers. Ähnlich wird es wohl auch bei den anderen "Heiligen" sein.

    Wow! Vielen Dank für die Mühe! :thumbup: Das ist eine sehr schöne Anleitung, wie ich die eingangs geschilderten Fragen elegant ausräume - für den Fall, dass meine Runde zuviele dieser lästigen "warum"-Fragen stellt ^^! Wird sich dann vermutlich besonders um die Frage der Austreibungsmethode drehen. So ausführlich wie du es dargestellt hast, habe ich dann genug Munition zum argumentieren.

    In meinem Fall handelt es sich um einen Diener Sumus. Der Beherrschungsaspekt fällt dann eher raus und der Geode wird wohl versuchen, den Geist möglichst schnell wieder loszuwerden - zumal der ungebetene Gast eher ins Noionitenkloster als in den Lebensring gehört! Wobei mir die Idee mit der Verwechslung mit dem verstorbenen Bruder richtig gut gefällt! Aber wenn der neue Gast nur in Bosparano und nicht Rogolan daherschwätzt, fällt das wohl doch recht schnell auf. Besonders schön fände ich die Lösung, dass sie den Geist via GEISTERGEFÄSS einsperren und zwecks weiterer Untersuchungen mitnehmen.

    Eine weitere Frage zu deiner Aussage, dass Herren der Erde, die Besessenheit willentlich herbeiführen. Das scheint mir angesichts ihrer Denkschule auch nachvollziehbar. Hast Du da vielleicht einen Tipp, wo ich konkretere Infos dazu finden kann? Gibt es da "historische" Beispiele bekannter Geoden (Romane o.ä.)?

    Hallo!

    Ich bin zum ersten Mal damit konfrontiert einen zwergischen Geoden detailiert als NPC auszuspielen. Die zwergischen Geoden verfügen ja über das Traditionsartefakt „Lebensring“ bzw. „Schlangenring“. Die Bindung des Rings erfolgt nach DSA4-Regelwerk mittels „Weihe der Schlange“ (WdZ:128). In DSA5 heisst das nun „Bindung des Rings“ (AMAII:34).

    Ein Aspekt, der in WdZ behandelt, aber in den DSA5-Regeln meines Wissens gar nicht thematisiert wird, ist die Wirkung des gebundenen Lebensrings auf Geisterwesen. So soll der Ring laut WdZ wie ein Besessenheitsmagnet wirken, der Geisterwesen förmlich anzieht. Ich würde diesen Effekt gerne in DSA5 umsetzen (der Geist eines verstorbenen Wahnsinnigen fährt in den Halsring ein), bin aber nicht sicher, wie sich auf Geisterwesen bezogene Zauber/Liturgien/Schamanenrituale auf den Halsring und seinen Träger auswirken – gerade wenn es um solche Effekte wie Austreibung, Bannung usw. geht. Daher folgende Fragen:


    1) Woran merkt der Geode, dass sein Lebensring besessen ist und wie lässt sich der Geist im Objekt am besten erkennen? Bringt ein ODEM ARCANUM oder ein ANALYS ARCANSTRUKTUR hier überhaupt etwas? Kann ein anderer Magier bei so einem „aufgeladenen“ Objekt die verschiedenen astralen Matrizes überhaupt soweit differenzieren, dass er den Geist im Lebensring identifizieren kann?


    2) Gilt der Lebensring während der Einwohnung durch den Geist als "normales" besessenes Artefakt?


    3) Entwickelt der Geist oder der Lebensring eine eigene Art Seelenkraft bzw. Magieresistenz, die es z.B. dem Geoden schwerer/unmöglich macht, Ringzauber zu wirken?


    4) Sind Gegenrituale/-zauber riskant für den Träger des Lebensrings! Der Ring kann ja zu Lebzeiten des Geoden nicht abgenommen werden! Exorzismus dürfte nicht in Frage kommen, da nur bei besessenen Lebewesen wirksam. Ist denn ein HEPTAGRAMMA/PENTAGRAMMA für den Geoden irgendwie gefährlich? Der Lebensring soll bei der Austreibung/Bannung nach Möglichkeit nicht zerstört werden.


    5) Blockiert der Geist während der Einwohnung Volumenpunkte des Rings?


    Danke für eure Hilfe!

    Hatte bei Ulisses um Infos zur Mondpforte, eine PDF-Kopie oder Kontakt zum Autor gebeten. Leider bei allen drei Punkten Fehlanzeige (gemäss Antwort von Alex Spohr). Also keine weiteren Infos hierzu. :|

    Hallo! Eine Frage an die „Sammler“ unter den Foristen:

    Hat jemand zufällig eine Kopie des inoffiziellen Abenteuers "Auf den Dächern Deres", das im Bosparanischen Blatt #23 (LINK) erschienen ist?

    Der Plot meiner Gruppe thematisiert am Rande Ereignisse, die einst am Observatorium in den Goldfelsen stattfanden, daher würde ich gerne alle verfügbaren Informationen zu dieser Einrichtung einsehen.

    Meine bisherigen Quellen beschränken sich auf die im WIKI-Eintrag (LINK) genannten, offiziellen Einträge.

    Schon mal vielen Dank für eure Hilfe!

    Generell fällt auf, dass nur eine einzige Person im Korrektorat genannt wird. Bei anderen Rollenspiel-Verlagen sind da deutlich mehr Leute dran beteiligt. Muss ehrlicherweise sagen, dass die Menge an Rechtschreibfehlern mir etwas den Spaß am Lesen an diesem mMn. sonst recht gelungenem Buch genommen hat. Aber das zieht sich ja bei Ulisses so durch, egal ob Publikation, Website, F-Shop oder Social Media Texte: Häufig sind dort viele vermeidbare Fehler zu finden.

    Eine einzelne Person sollte für einen bereits lektorierten, nicht-wissenschaftlichen Text in der Länge eigentlich locker reichen - auch wenn es kein Hauskorrektorat ist. Sieht für mich eher nach einem Problem beim Zusammenführen von verschiedenen Arbeitsversionen bzw. von Textbausteinen mehrere Autoren aus - da kann der Korrektor dann auch nix dafür, wenn es eine ältere/neuere Fassung, die er/sie gar nicht zu Gesicht bekommen hat, ins Buch schafft.

    Zu den Prozessabläufen hat Ulisses ja kürzlich eine interessante Podcast-Reihe gestartet:

    https://ulisses-spiele.de/podcast/


    15 Nov : Folge 1 – Wie entsteht ein DSA-Buch?

    04 Dez : Folge 2 – Feedback und Errata

    Zu Marbo: Im Aventurischen Boten 197 wird die Situation um die verschollenen Liturgien und die Ordination der Marbo behandelt und erklärt (Artikel "Marbiden beziehen Keshal Rijsha" + Meisterinformationen). Das Setting wird im AB "Federfall" aufgegriffen. Wenn ich den angedachten Plot hier richtig verstehe, gibt es im aktuellen Aventurien eigentlich noch keine Marbo-Geweihten, da gemäss AB 197 bzw. "Federfall" die Primärliturgie ja erst noch gefunden worden muss. Götterwirken Bd. 2 greift hier scheinbar etwas voraus und stellt diese Geweihtengruppe vor, obwohl man aktuell eigentlich höchstens einen Marbo-Zeloten spielen kann.