Beiträge von Satinav

    Es scheint beiden, als falle das Licht langsam in den Schuppen. Langsam, fast kriechend, und es schält auch die Konturen des innerens nur nach und nach heraus. Vielleicht lag es daran, dass der weiße Schnee die Augen bis hierher geblendet hat. Das einströmende Licht begleitet kein Geräuch, kein Tier, kein Atem, nichts. Stille und Leere. Doch mit jeder Sekunde da die Augen sich mehr an die Dunkelheit gewöhnen schält sich aus dieser ein beunruhigendes Bild. Dort wo der Spalt des Lichtes hinreicht umfährt er die Konturen eines Pferdekörpers, sich nur aufgrund des glänzenden Fells in einem schwachen Glitzern von den anderen Schwarztönen abheben. Der Schatten eines Pferdebeines ergänzt den Eindruck, und mit den Sekunden in denen die Augen mehr wahrnehmen ahnt man, dass das Tier am Boden liegt...

    "Zumindest würde es Ärger bedeuten, wenn das Kloster Gesandte des Abtes abweist", bestätigt Harjela zumindest indirekt, mit einem deutlichen Nicken, die Macht des Abtes. Sie scheint sich mittlerweile sogar wohl zu fühlen in ihrer Position, eine Dienerin des Abtes zu sein, zumindest wirkt sie entspannter als noch zu Beginn des Gesprächs.

    Es ist kalt, sehr kalt, und ein, wenn auch nicht starker, so doch in alle Öffnungen kriechender Wind weht über die weiße Landschaft. Es ist kein WIntermärchen, eher wirkt alles erstickt und begraben, eine Stimmung, die vom düsteren Himmel nur zu deutlich unterstichen wird. Über den Hof kommt man zum Geräteschuppen. Immernoch kein Laut, nichts, auch die Pferde im Stall geben keinen Laut von sich.


    DieTür des Geräteschuppens ist unverschlossen, ein kräftiger Ruck, und unter dem knirchen der rostigen Scharniere geht die Tür nach innen auf. Es ist dunkel in dem fensterlosen Schuppen, das wenige Licht das von draußen hereinfällt schält die Umrisse mehrerer Werkzeuge heraus. Soweit man erkennen kann eine Schaufel, ein Spaten und eine Spitzhacke fürs erste. Der Schuppen macht einen recht aufgeräumten EIndruck, außer dem üblichen Dreck an den Werkzeugen ist alles sortiert- wenn auch nicht penibel, dann zumindest ordentlich und nicht so verwahrlost wie im Haus.


    Constanze kann sich denken warum, der Geräteschuppen, der Garten, ja die ganze Außenanlage war das Metier der mysteriösen Chinesin, durchaus möglich, dass sie eine ordentliche Seele war, und ihr kleines Reich in Ordnung hielt.

    "Der Abt ist das Kloster", meint Harjela mit einem leichten Lachen, "hier geschieht nichts, ohne das der Abt nicht davon weis oder Einfluss darauf hat. Mein Herr tut alles um die Macht der Kirche hier aus zu bauen, und das ist bitter nötig." Ihre recht offene Art lässt darauf schließen, dass sie durchaus wohl Vertrauen zu Azina gefasst hat, vielleicht auch, weil sie gerade nicht zu den Dorfbewohnern gehört und ein wenig Abwechslung verspricht.

    Vor dem Haus


    Eisig weht der Wind über den verwahrlosten Hof. Was bei der Ankauft wie gezuckert in Reif gelegt ward, ist nun von einer gut Unterarmlangen Schneedecke verborgen. Der Himmel ist grau, fast schwarz, noch immer rieseln leichte Flocken nieder. Kein Tier ist zu sehen, kein Laut zu hören. Die Kutsche mit der man gestern kam steht vor dem Stall, auch sie ist mit Schnee zugedeckt. Der Schnee hat, wenn von Gestern hier noch spuren gewesen währen, sie wohl verwischt.


    Dennoch könnte man mit hohem Schuhwerk wohl durch den Schnee zum Stall waaten, allenfalls das Stalltor müsste man freischaufeln- und im Moment bietet das Wetter die Möglichkeit dies zu tun, denn es flöckt kaum noch, nur wenige Flocken rieseln herunter- wenngleich der Blick in den Himmel erahnen lässt, dass sie nur für den Moment ist, fast drohend hängen dort die Wolken.


    Schaufeln könnte man im Geräteschuppen finden.

    Vor dem Kloster


    *Davon ausgehend, dass die zwergin vor dem Eintreffen am Kloster einschreitet


    "Bei allen Göttern!", der Kameltreiber ist erstmal vollkommen erschrocken, als die Zwergin heraustritt. Er wirkt ein wenig so, als hätte er gestern gut dem Gegorenen zugesprochen, zumindest machen die Augenringe und das generell etwas verschlafene Aussehen den entsprechenden Eindruck. Ein Troll hätte sich ihm von hinten näheren können, er hätte es nicht gemerkt.


    "Ich... Ich bin Amid", meint er, immernoch eingeschüchtert, "ich bringe Wasser, Lebensmittel und Früchte... Ich habe kein Gold, nein, habe ich nicht." Er hebt die Hand, als wolle er sich ergeben, offenbar weis er die Handlung der Zwergin nicht anders zu deuten, als einen Überfall an zu nehmen.



    In der Herberge


    "Ja, natürlich", die Bedienstete des Abtes wirkt sehr gesprächig. "Das ist ein Magier, der da ausgräbt. Er kommt irgendwo aus dem Süden, Selem glaube ich, und er hat eine größere Truhe voll Gold am Kloster gelassen und dafür recht freie Hand was, wie und mit wem er hier ausgräbt - solange die Hälfte des gefundenen Goldes ans Kloster geht. Zu seinem Schutz ist der Korgeweihte Nokturnius "Der Verrückte" Nerub abgestellt, der würde auch einschreiten, wenn der Magier etwas verbotenes tut... Naja, leider glauben die Dörfler diesen Schutzmaßnahmen nicht so recht."

    Joseph, Constanze und Hans stehen in der kalten, zugigen Empfangshalle. Es ist etwa 11 Uhr, eher später. Der Schneefall draußen hatte sich gelegt, aber die immernoch innen gefrorenen Fenster und das dämmrige Licht das durch sie hindurch fällt, sprechen eine deutliche Sprache: Man saß in diesem wohl ungemütlichsten aller Häuser fest, zusammen mit einem allen Anschein nach verrückten Hausherren, der zur Zeit oben in seinem Zimmer sitzen dürfte, mehreren weiblichen Bediensteten, und noch einigen anderen Fremden.


    "Das Zimmer...", beginnt Hans Kleist-Münzer, der Anwalt, schließlich, "ist seltsam." Er spricht leise, als hätte er Angst, dass jemand mithören könnte und wollte. "So sehr das ganze Haus hier langsam zerfällt, so aufgeräumt- ja, geradezu penibel sortiert- ist das Zimmer des Hausherren. Ich habe einige Bücher über Anatomie, in den Schreibtischschubladen gefunden und etwas, dass ich als Opium bezeichnen würde. Aber auch... und ich muss zugeben, dass mich das am meisten besorgte, anatomische Zeichnugnen. Ich verstehe wenig von diesen Dingen, leider."

    Ich hab lange mit mir gehadert, werde aber nach einiger Überlegung doch um meinen Ausstieg bitten. Ich stecke im Moment in den Abschlussprüfungen fürs Diplom und die rauben mir den Nerv und die Konzentration, so das ich mich dabei ertappe, dass ich im Grunde nur noch die FABs besuche um sicher zu stellen, dass sie nicht wegen mir hänge bleiben- und selbst das gelingt mir nicht immer, weil ich es vergesse. Da ich im Moment nicht davon ausgehe, dass diese akute (wahrscheinlich auch durch den Herbst bedingte) Unlust in der nächsten Zeit weicht, würde ich an dieser Stelle zum einen Sorry für die Umstände sagen, und zum zweiten einen Schlussstrich ziehen- vielleicht findet sich einer, der die Norbardin übernehmen kann, oder man nimmt sie als NSC mit.

    In der Herberge


    "Schwierig", meint Harjela, "Am ehesten hätten wohl noch die Geweihten Peraines - der Abt ist hier sehr mächtig müsst ihr wissen - Chancen vorgelassen zu werden, Fremde lassen sie nie rein, was mich übrigens sehr wundert... Es ist auch nicht so, als würden sie neue Personen rekrutieren, es ist wirklich nur diese kleine, verschlossene Gemeinde. Vielleicht solltet ihr mit dem Abt reden."

    Sagen wir es mal so... Ich habe von Anfang an Stellen eingebaut in denen man Personen entfernen kann. Das im Moment zu tun währe aber ein echter Dampfhammer, der auch nicht passt. Von daher muss ich quasi einen InGame-Checkpoint für mich erreichen und das Abenteuer ein wenig umstellen.


    Ich weis jetzt noch keinen genauen Zeitplan (hier ist im Moment ein wenig Stress), werde aber mal die Homepage aktualisieren und den Plot ein wenig anpassen, so das 2 + X (falls wir noch eine gute Seele finden) Spieler passen.


    Von daher erstmal Pause, aber kein FAB-tot.

    "Nun", spricht die Bedienstete mit einem nicht gerade negativen Gesichtsausdruck, der etwas leicht naives hat, "das Kloster... Ja, die sind ein wenig seltsam... Aber: Sie zahlen ihre Steuern, tuen niemandem etwas, und verhalten sich auch sonst der öffentlichen Ordnung gefällig. Sie haben nur wenig Intersse an Fremden- aber wie kommt ihr auf die? Haben die Nandusanhänger etwas mit der Entführung zu tun?" Ihr scheint der Zusammenhang erst während dem sie über das Kloster erzählt auf zu fallen.

    Ich fürchte, dass ich nicht mehr genug Spieler finde um die Ausfälle zu ersetzen.


    Wenn Beug noch Interesse hat, würde ich dennoch versuchen den Plot auf 2 Spieler zu reduzieren, oder mir Gedanken um ein neues CoC-Abenteuer machen, bei dem ich von vorne herein nur mit zwei Spielern, nämlich Zwergenbrot und Beug rechne.


    Wie seht ihr das?

    Zitat

    Ach ja, und was mir gerade noch aufgefallen ist, Satinav: Was ist eigentlich ein "9-1-Führer"?


    Kurz gesagt ein vollkommen Aufgabenorientierter Führer, der sich nicht um die Persönlichkeit seiner Untergebenen und deren persönliche Probleme kümmert (Erste Ziffer: Wie sehr interessiert den Führer die Aufgabe, zweite Zahl: Wie sehr interessieren ihn die Leute als solche), er geht vielmehr davon aus, dass die Untergebenen wie Werkzeuge funktionieren. Solche Führungstypen sind im Militär und etwa bei Feuerwehren sehr brauchbar, je mehr die Struktur aber in Richtung Team geht, desto unpraktischer wird diese Einstellung. Im Grunde kann das aber für diese Expedition funktionieren, da ja kein Team gebildet wurde, sondern eine Hierarchie aufgestellt. Interessant aus organisationspsychologischer Sicht wird jetzt, ob sich in der Dreiergruppe Finja, Jasemina und Caldon ein "Unteroffizier" herausbildet. ;)