Posts by Hrafn

    Das Gewitter war doch ein Witz - wie die gesamte Wettervorherorakelung. Es ist jetzt schon wieder warm, jemand erwürfelte 32 Grad ... das schlimme gestern war die fast völlige Windstille am Himmel.

    Also, hier in Allermöhe war das Gewitter ziemlich heftig, so, wie es in Hamburg sein soll. Das blöde an Gewitterzellen ist ja, dass sie sehr lokal sind, heftiger Gewitterregen an einem Ort und staubtrocken drei Kilometer weiter. Wir haben eine Wetterlage, bei der die Modelle stark voneinander abweichen, vielleicht, weil es so eine Hitze Ende Juni noch nie gab

    Als Kontrast zum Wetter sehe ich mir die Miniserie "Smillas Gespür für Schnee" an. Bisher ein wenig enttäuscht ob der etwas hölzernen Inszenierung, vielleicht liegt es an der deutschen Beteiligung. :zwinker: Was mir hingegen gut gefällt: Die Serie spielt in der nahen Zukunft, was die durchaus in der Romanvorlage vorhandenen Science Fiction-Elemente betont. Etwas zwiegespalten bin ich bei der Darstellerin von Smilla Jaspersen, Filippa Coster-Waldau. Einerseits ist sie tatsächlich wie Smilla zur Hälfte Grönlanderin, was sie weitaus glaubwürdiger agieren lässt als Julia Ormund in der alten Verfilmung, andererseits merkt man, dass sie noch keine routinierte Schauspielerin ist. HIingegen gut besetzt ist Rahid (im Orginal: der Mechaniker) als Elyas M’Barek.

    Ich bin beim Online-Stöbern darüber "gestolpert", und es war klar: Dieses Buch *muß* ich haben!

    "Bestiarium Groenlandicum – Die mythischen Wesen Grönlands“ (Inuit-Verlag)

    Mehr als 60 mythische Wesen in Wort und Bild, ein tiefer Einblick in die Mythologie der grönländischen Inuit. Da gibt es schamanische Hilfsgeister, Steintrolle, Wind- und Wettergötter, Fischgeister, Gedärmfresserinneen, Topfwesen, Halbmenschen, Gestaltwandler, Eisriesen und alle möglichen Tiermonstern.

    Der Verlag schreibt: "Ein Kompendium von Kreaturen, Geistern und fremdartigen Erscheinungen: Die grönländische Mythenwelt ist bevölkert von einer bunten Schar gefährlicher, frecher und fantastischer Wesen. Bestiarium Groenlandicum sammelt das Wissen über diese mythologischen Geschöpfe und erweckt sie durch spektakuläre Illustrationen zeitgenössischer grönländischer Künstler zu neuem Leben. Ein faszinierendes Kompendium zwischen Tradition und Moderne, das die rauen Geschichten des alten Grönlands ins 21. Jahrhundert transportiert."

    https://inuitverlag.de/product/978-3-69096-012-0/

    Faszinierende Monster, die auch Anregungen für Rollenspiel-Abenteuer bieten, sei es in eisigen Norden Deres oder den klimatisch ungemütlichen Hochgebirgen in den Forgotten Realms.

    Etwas ungewöhnlich.

    Ich bin gerade in einer traurigen Stimmung, die sich aber nicht wie Depression anfühlt. Gründe meiner Trauer würde nicht in dieses Forum passen, zu privat.

    Ich suche Trost bei einem klassischen, okay, romantischen Chorwerk, "Ein deutsches Requiem" von Brahms. Geschaffen zum Trost der Hinterbliebenen. Und es funktioniert - auch wenn mich die Texte aus der Luther-Bibel nicht immer ansprechen. Beobachtung am Rande: Im 2. Satz meine ich einige Akkorde aus dem schönen plattdeutschen Volkslied "Dat Du min Levste bist", wiederzuerkennen. Brahms wird es sicherlich gekannt haben.

    Endlich "Der Astronaut - Projekt Hail Mary" gesehen. Der Film ist wirklich so gut, wie es allgemein heißt, und hält sich auch, von unvermeidlichen Kürzungen abgesehen, an die Romanvorlage. Gefällt mir sogar besser als "Der Marsianer", und das will einiges heißen.

    Interessant ist die fast heitere Stimmung eines Films, in dem es immerhin um das Überleben der Menschheit geht. Er bricht einige Klischees des Katastrophen-Film und der dystopischen Science Fiction. Auch die Ansicht, sympathische Außerirdische müssten menschenähnliche sein, damit sich die Zuschauer*innen identifizieren könnten, straft "Rocky" lügen.

    John Scalzy: Kollaps - Erster Teil des "Imperium der Ströme"
    -Zyklus. Bisher bin ich etwas enttäuscht, da der Roman von den Motiven her eher konventionell ist. Wer Spaß an abgründigen Intrigen und Scalzy-typischen Humor hat, kommt trotzdem auf ihre / seine Kosten.

    Neugierig geworden, habe ich mir einige Songs von Tarrak angehört.

    Rap ist nicht unbdingt mein Ding, und die Richtung Gangsta-Rap schreckt mich regelrecht ab. Zum Glück ist Tarrak ein gesellschaftkritischer Rapper; eine Tradition des Raps, die ich sehr respektiere. Und: Grönländischer Sprechgesang hat was - ein bisschen wie klingonisch. :zwinker:

    Tarraks größter Erfolg ist "Tupilak": https://youtu.be/sd-JcV0_NAA, hier eine Fassung mit englischen Untertiteln.

    Es geht darin um die Diskriminierung der Grönlander (kalaallit) durch Dänen (qallunaat) die sich immer noch so arrogant und rassistisch wie Kolonialherren verhalten

    Ein Tupilak ist in Mythologie der Inuit ein aus Teilen verschiedener Tiere zusammengesetztes Wesen, das durch schamanische Zeremonien zum Leben erweckt werden kann, um einem Feind gezielt Schaden zuzufügen oder ihn sogar zu töten. Ein Rachedämon also. Geschnitzte Figuren, die so einen Tupilak darstellen, sind ein beliebtes Souvenir aus Grönland.

    Nachtrag: Tarrak performt vor dem Denkmal des Missionars Hans Egede in Nuuk, mit dessen Ankunft die Kolonialzeit begann.

    Ungewöhnlich, aber gut: Taarsitillugu.

    Grönländischer Rapper Tarrak & nordirisches Electronic Duo Bicep. Es geht um den Verlust der traditionellen Identität der Inuit und dessen Folgen. Ernstes Thema, cooler Sound.

    Finde ich, als alter "Kraftwerk"-Fan, an dem House und Techno nicht vorbei gegangen sind, auch wenn ich "Zappelbunker" aka Techno-Discos nicht ertrug.

    https://youtu.be/6m5QtKRZPE4

    Als Halter eines kleinen Hundes kann ich sagen, dass Caesar meiner Lotta ganz vorzüglich schmeckt.

    Nachtrag: Schreibt sich Cesar, und ist m.E. Billigfutter zu nicht ganz billigen Preis. S

    Ich füttere lieber hochwertiges Futter.

    Wie der alte Römer Hunden schmeckt? Vielleicht ganz gut, jedenfalls für Hunde namens Brutus.