Es tut mir ein bisschen leid, dass direkt die erste Stimme eine negative ist. Träumen darf man antürlich immer.
Realistisch hat das alles aber eine Chance gleich null.
"Baldurs Gate 3" war ja DAS große Ausnahmespiel. So etwas wurde in dieser Dimension vorher oder nachher noch nicht versucht. Ermöglich wurde es dadurch, dass zwie bedeutende IPs aufeinadertrafen: Die Formel von "Divinity" und D&D, das erfolgreichste Rollenspiel der Welt, hinter dem der Hasbro-Konzern steht. Zusätzlich brauchte es trotzdem noch ein Crowedfunding. Außerdem ließ Hasbro den Entwicklern, was quasi einmal alle Jubeljahre, wenn der Mond richtig steht vorkommt, freie Hand, auch wenn es gegen die Firmenpolitik lief. Das wird etwa an den sexualisierten Inhalten deutlich, die D&D sonst ausspart, aber auch am absoluten reißen der Deadline, sodass das Spiel Jahre nach dem offiziellen Begleitabeneteuer erschien.
Fun Fact: Ihre ersten Verusche bei der Umsetzung eines PnP mit der Divinity-Formel sammelte Larian mit DSA. Divinity II hatte einen "Gammemaster Mode", ähnlich einem VTT für DSA in der Spiel-Engine. OrkenspalterTV, die die Kooperation angeleiert hatten, erzählen ab und an mal in Podcasts davon, dass Larian, als sie die Zusammenarbeit mit
D&D
in der Tasche hatten, deutlich weniger Interesse an dem Projekt mit DSA hatten.
In der DSA-IP ist einfach deutlich weniger Geld zu holen. Sie ist regional begrenzt, deutlich weniegr bekannt und sie ist "eigenwillig". Ihre Kerneigfenschaften, wie die fortschreitende Geschichte und die Detailtiefe stellen massive Einstiegshürden dar.
Die Spiele, die im letzten Jharzehnt erfolgreich waren, setzten allesamt auf das Thema "Atmosphäre" als Kerneigenschaft von DSA. So hatte Daedalic mit zwei Adventures und zwei Kampfsimulationen halbwegs Erfolg und Radon Labs mit zwei relativ soliden Eurojank BioWare-Klonen. bzw. war einer davon sehr erfolgreich, der andere war das objektiv bessere Spiel, erschien aber im gleichen Jahr wie Dragon Age 2 und vernichtete das Studio finanziell.
Das letzte mal, dass Ulisses die Lizenz rausgab, veruchte sich ein Stuio an einem Multiplayer Spiel, das sich als absolute Gurke entpuppte.
Long Story Short: Ich persönlich wäre sehr vorsichtig mit ambitionierten Porjekten, die wie BG3 oder sogar ambitionierter sein sollen. So etwas ist für seriöse Anbieter leider nicht attraktiv.
Ebenso bin ich vorsichtig, mit allem, was VTTs noch mehr "Gamy" macht. Bei all den technischen Spielereien vergisst man in meinen Augen schnell, dass der zentrale Reiz des Spiels ja in der menschlichen Fantasie liegt. Die Erzählweise eines gutes SLs wird durch Polygon-Modelle nur marginal verbessert.
Im Gaming Bereich sehe ich DSA eher da, wo Story und Emotionen eine Rolle Spielen. Ich konnte mir eine DSA-Variante von "Disco Elysium" vorstellen oder, wenn uns wirklich alle Götter hold sind, ein "Drakensang3". "Greedfall" hat gezeigt, dass die Lücke, die klassische Single-Player-Rollenspiele hinterlassen haben durch europäische Mid-Budget Produktionen gefüllt werden kann.
So, jetzt hat der traurige alte Mann genug gegrummelt
andere sehen es vielleicht positiver 